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Über VKZ

Seit 1830 versorgt die VAIHINGER KREISZEITUNG ihre Leser mit Nachrichten aus der Heimatregion – aktuell, umfassend und zuverlässig. Die VKZ erscheint im Raum Vaihingen an der Enz, der sich zwischen den Zentren Pforzheim, Ludwigsburg und Stuttgart erstreckt. Das Hauptaugenmerk liegt auf den Kommunen Vaihingen, Oberriexingen, Sersheim, Eberdingen, Illingen und den Kirbachtalorten (Sachsenheim).Eine wunderschöne Region, um Laufen zu gehen. Egal, wo im Verbreitungsgebiet: Setzt man einen Fuß vor die Haustür, ist man praktisch in der Natur. Im Folgenden zeigen uns Läufer aus der Region ihre Lieblingsstrecken. Da geht es vorbei an schönen Aussichtspunkten, an Quellen, durch Wälder, über Wiesen und Felder. Außerdem erzählen uns die Sportler und Sportlerinnen, was sie ganz persönlich mit Joggen und ihrer Lieblingsstrecke verbinden.

Distanz

1 240 km

Zeit in Bewegung

61:15 Std

Letzte Aktivitäten
  1. VKZ war Rennrad fahren.

    29. September 2021

    03:08
    94,4 km
    30,1 km/h
    690 m
    680 m
    Gerd, Wein aus Nussdorf und 2 anderen gefällt das.
    1. VKZ

      Unsere wunderschöne Region Vaihingen, in der man praktisch in der Natur steht, sobald man einen Fuß vor die Haustür gesetzt hat, lädt nicht nur zu Laufrunden ein. Auch mit dem Rennrad oder dem Mountainbike lässt sich in der Gegend hervorragend erkunden. In unserer Serie „Wegweiser“ stellen Radfahrer ihre Lieblingsstrecken vor. In Folge 12 erklärt Sinan Yilmaz, warum er vor allem von seinem Wohnort Hochdorf nach Bietigheim-Bissingen und von dort über Kleinsachsenheim, Horrheim, Gündelbach, Zaisersweiher und Maulbronn bis nach Mühlacker und fast die gleiche Strecke wieder zurück mit dem Rennrad unterwegs ist.„Die Runde ist wie gegossen für einen Triathleten, der auf der Mitteldistanz zu Hause ist, aber auch mit der Langdistanz liebäugelt. Sie hat nicht so viele steile Anstiege, ist aber wellig. Denn ich mag es, wenn ich immer triebeln muss. Außerdem habe ich noch keine andere Gegend erlebt, wo es so ruhig ist“, berichtet der 29-jährige Spielertrainer des Fußball-A-Ligisten TSV Nussdorf, der seit rund zwei Jahren auch Triathlon betreibt. „Richtung Pforzheim ist immer viel Verkehr. Und selbst, wenn ich mit dem Rad ins Geschäft nach Maichingen fahre, werde ich dauernd angehupt. Das ist mir hier am Rand des Strombergs noch nie passiert.“Das Training muss aber oft hinten anstehen. Bis seine drei Kinder im Bett sind, gehört die Freizeit des 29-Jährigen dem Nachwuchs. Und dann ist da auch noch das Fußballtraining mit dem TSV Nussdorf. „Ich rechne mit zehn Stunden pro Woche für den Fußball. Und während der Saison, also mindestens von September bis Juni, hat die Jagd nach dem runden Leder auch Vorrang“, berichtet Sinan Yilmaz. „Aber meine Frau Julia und ich haben ein super Zeitmanagement. Darauf bin ich echt stolz. Außerdem versuche ich, viel mit der Arbeit zu verbinden. So fahre ich – so oft es geht – mit dem Rad ins Geschäft. Das sind zwar nur 25 Kilometer – Maichingen liegt ja direkt hinter Renningen. Aber mit rund 400 Höhenmeter hat es die Strecke in sich. Und auf dem Heimweg verlängere ich die Runde dann auch schon mal – oder ich jogge nach Hause, wenn gerade Lauftraining ansteht.“Überhaupt ist die Familie Yilmaz sehr sportlich. Julia Yilmaz war Fußballerin und hat sich nach der Geburt der Kinder dem Laufen verschrieben. Sie startet bei Volksläufen, Sinan Yilmaz und die Kinder sind dann der Fanclub an der Strecke. „Julia macht oft Sport, wenn die Kinder im Kindergarten sind“, erzählt Sinan Yilmaz. „Wenn die Kinder abends im Bett sind, machen wir aber auch oft gemeinsam Sport. Wir haben im Keller einen Fitnessraum mit einer Indoorrolle, einem Laufband und verschiedenen Geräten fürs Krafttraining.“ Um das aber durchzuziehen, ist viel Disziplin vonnöten. „Ich gehe auch joggen oder setze mich aufs Rad, wenn ich keine Lust habe“, erklärt der 29-Jährige. „Oder ich gehe noch vor der Arbeit schwimmen.“Diese Disziplin des Triathlons war aber lange Zeit ein Horror für Sinan Yilmaz. „Mit meinen Eltern war ich nie an einem See oder am Meer. Sie waren auch schlechte Schwimmer. Deshalb hatte ich immer das Gefühl: Wasser ist nicht sicher. Mich hätte auch nie jemanden in einen See bekommen.“ Schwimmunterricht hatte der Hochdorfer auch nur in der Grund-, nicht mehr in der Realschule. Doch seine Frau Julia hat dem 29-Jährigen die Angst vor dem Nass genommen. „Ich weiß noch ganz genau, wie wir das erste Mal in Bietigheim im Wasser waren. Julia hat mir das Kraulen gelernt“, erzählt Sinan Yilmaz. „Jetzt macht es mir unheimlich Spaß. Es ist ein Traum für mich, wenn wir in der Ehmetsklinge Schwimmen gehen. Und auch mit meinen Zeiten im Wasser bin ich zufrieden. 2:00 Minuten auf 100 Meter – ich hätte nie gedacht, dass ich das hinbekomme.“Das ausgewogenere Training beim Triathlon hat auch Auswirkungen auf den Fußball. „Ich habe gemerkt, dass ich im Oberkörper, aber auch in den Oberschenkeln mehr Kraft habe. Ich bin einfach stabiler und habe mehr Körperspannung. Und ich bin belastbarer. Nach dem Fußballtraining könnte ich heute eigentlich noch einen Halbmarathon laufen“, berichtet der 29-Jährige.Doch wie kam der Fußballer Sinan Yilmaz überhaupt zum Triathlon. „Nach einer Knieverletzung, die ich mir beim Fußball geholt habe, hat der Arzt mir geraten, ich solle nicht nur Fußball spielen und laufen gehen, sondern auch mal radfahren“, erinnert sich der Hochdorfer. „Anfang 2019 habe ich mir dann ein Mountainbike gekauft, um regelmäßig ins Geschäft fahren zu können.“Schnell hat er gemerkt, dass er als Fußballer für Radrennen ganz gute Voraussetzungen mitbringt. „Ich habe die richtig ausgebildete Muskulatur gehabt – nämlich vor allem meine Oberschenkelmuskulatur. Schnell bin ich richtig gut geworden“, berichtet er. Und hat Gefallen am Triathlon gefunden. „Ich kann mit meinem Körper an meine Grenzen gehen“, erklärt der Hochdorfer.Die Familie Yilmaz hat aber vor fünf, sechs Jahren ihr gesamtes Leben umgekrempelt. „Wir ernähren uns vegan. Da man aber bei veganer Ernährung darauf achten muss, dass man genug Energie zu sich nimmt und dass man sich in gewisser Weise auch ausgewogen ernährt, beschäftigen wir uns sehr mit dem Thema Ernährung“, erzählt Sinan Yilmaz. „Und seit ich mehr auf meine Ernährung achte und damit mehr im Gleichgewicht bin, bin ich viel ausgeglichener. Ich habe meine innere Ruhe gefunden“, berichtet der 29-Jährige. „Und da ich im Beruf als Ausbilder in vielen Mettalberufen und Projektmanager im Bereich der Fertigung sowie beim Fußball als Trainer mit vielen Leuten zu tun habe und für die auch Verantwortung trage, freue ich mich auch darauf, alleine unterwegs zu sein.“Über den kostenlosen Routenplaner Komoot stellt die Sportredaktion der Vaihinger Kreiszeitung auf ihrem Account „VKZ“ alle Lauf- und Fahrradstrecken ihrer Serie „Wegweiser“ online zur Verfügung. Daraus ergibt sich ein Netz über das gesamte Verbreitungsgebiet – und auch darüber hinaus. Sie haben auch eine Lieblingsstrecke, die Sie gerne zeigen möchten? Dann melden Sie sich in unserer Sportredaktion per Mail an sport@vkz.de.Von Michael Nachreiner

      • 29. September 2021

  2. VKZ war Rennrad fahren.

    22. September 2021

    1. VKZ

      Unsere wunderschöne Region Vaihingen, in der man praktisch in der Natur steht, sobald man einen Fuß vor die Haustür gesetzt hat, lädt nicht nur zu Laufrunden ein. Auch mit dem Rennrad oder dem Mountainbike lässt sich in der Gegend hervorragend erkunden. In unserer Serie „Wegweiser“ stellen Radfahrer ihre Lieblingsstrecken vor. In Folge 11 erklärt Georg Herrmann (Team Sport Evolution Illingen), warum ihn rund 95 Prozent seiner Fahrradtrainingsfahrten ins Kraichgau führen, obwohl der Schwarzwald auch so nahe ist.„Meine Wurzeln liegen im Kraichgau und der Rheinebene. Meine Großeltern kommen aus der Bruchsaler Gegend“, berichtet der 43-jährige Neulinger. „Außerdem lässt sich meine Lieblingsstrecke von Göbrichen über Königsbach-Stein, Weingarten nach Leimersheim an die Rheinfähre und zurück über Graben-Neudorf Bruchsal sowie Bretten jederzeit verlängern oder verkürzen. Es gibt schließlich Tage, da hat man Kackbeine, da denkt man nur: schnell wieder nach Hause. Und an anderen Tagen da läuft es. Manchmal quere ich dann auch den Rhein und fahre bis in die Pfalz.“Doch es gibt noch einen gewichtigeren Grund, warum es den Prozesstechniker bei einem Automotive-Zulieferer in Pforzheim immer wieder von seinem Wohnort eher nach Nordwesten statt nach Süden zieht. „Wenn es sehr heiß ist, findet man irgendwo immer eine Pfütze – sprich einen See –, in den man reinspringen kann, um sich etwas abzukühlen. Das macht auch den Reiz dieser Tour aus“, erzählt Herrmann.Das Schwimmen im Freiwasser hat der Vorsitzende des Ausdauersportvereins Team Sport Evolution Illingen dem Schwimmtraining in einem Frei- oder Hallenbad vorgezogen. „Die Kachelzählerei, wenn man Bahnen in einem Bad zieht, habe ich noch nie gemocht“, berichtet er. Dennoch war die Disziplin Schwimmen genau die, die ihn unter anderem vom Triathlon abgehalten hat. „Ich bin kein guter Schwimmer“, erklärt er. Doch nachdem die Umfänge beim Laufen so groß geworden waren, „dass es langsam langweilig wurde, haben mich alle bei Team Sport Evolution bearbeitet, ich solle mal Triathlon ausprobieren“, erinnert er sich.Doch just zu der Zeit – so vor rund 15 Jahren – war der Neulinger mit einer Frau liiert, die vom Schwimmen kam. „So konnte zwar nicht Radfahren oder Laufen. Aber im Wasser war sie wie ein Torpedo. Das war eine Sensation“, erklärt Herrmann. „Sie hat mich ein Jahr lang im Wasser getriezt.“Schnell war die Lust am Triathlon geweckt. „Zu Beginn war das Ziel aber für die Schwimmdisziplin: gesund und fit aus dem Wasser zu kommen. Dann fängt der Wettkampf an“, erzählt der 43-Jährige. „Und ich hatte oft den Gedanken: Das ist mein letzter Triathlon. Denn ich habe immer viel Wasser geschluckt. Von denen vor mir wurde ich ins Gesicht getreten. Und von denen hinter mir wurde mir auf die Beine geschlagen.“
      Das Schwimmen ist auch heute noch Herrmanns Hassdisziplin. „Wenn man Profis glauben soll, dann sollte man 25 Kilometern pro Woche schwimmen“, berichtet der Neulinger. „Ich bin aber nur maximal fünf Kilometer wöchentlich im Wasser. Und das kostet mich schon zweieinhalb Stunden.“
      Viel lieber und auch öfter ist Herrmann auf dem Rad unterwegs. Drei bis vier Mal in der Woche schwingt er sich in den Sattel. „Im Sommer bei gutem Wetter auch mal noch ein fünftes Mal“, erklärt er. Allerdings nicht bei schlechtem Wetter. „Ich fahre nie bei Nässe los. Da bin ich etwas eigen“, berichtet der 43-Jährige. „Dann mache ich sogar alternativ Grundlagentraining im Hallenbad.“Im Sattel versucht sich der Neulinger, so gut es geht, vom Verkehr fernzuhalten. „Wenn ich normal arbeite, komme ich so ab 16 oder 16.30 Uhr los – also im Berufsverkehr“, berichtet Herrmann. „Ich versuche aber, möglichst Nebenstraßen zu fahren, auf denen nicht so viel los ist. Denn mit dem Verkehr wird es immer schlimmer. Manche Autofahrer denken, sie sind alleine auf der Straße unterwegs. Erst vor rund drei Wochen wurde ein Kollege, mit dem ich unterwegs war, von einem Autofahrer abgeräumt. Nur, weil wir hintereinander gefahren sind, konnte ich noch rechtzeitig abbremsen. Er hatte dagegen eine gebrochene Rippe und Prellungen. Außerdem war sein Rad Matsch.“ Doch auch die Hobbyradsportler und Triathleten sind nicht immer Heilige im Sattel. „Auch ich bin auf der Straße kein Lamm“, erklärt Herrmann. „Aber als Radfahrer bist du einfach der Schwächere.“Über den kostenlosen Routenplaner Komoot stellt die Sportredaktion der Vaihinger Kreiszeitung auf ihrem Account „VKZ“ alle Lauf- und Fahrradstrecken ihrer Serie „Wegweiser“ online zur Verfügung. Daraus ergibt sich ein Netz über das gesamte Verbreitungsgebiet – und auch darüber hinaus. Sie haben auch eine Lieblingsstrecke, die Sie gerne zeigen möchten? Dann melden Sie sich in unserer Sportredaktion per Mail an sport@vkz.de.Von Michael Nachreiner

      • 22. September 2021

  3. VKZ war Rennrad fahren.

    14. September 2021

    Wein aus Nussdorf, Gerd und 4 anderen gefällt das.
    1. VKZ

      Unsere wunderschöne Region Vaihingen, in der man praktisch in der Natur steht, sobald man einen Fuß vor die Haustür gesetzt hat, lädt nicht nur zu Laufrunden ein. Auch mit dem Rennrad oder dem Mountainbike lässt sich in der Gegend hervorragend erkunden. In unserer Serie „Wegweiser“ stellen Radfahrer ihre Lieblingsstrecken vor. In Folge 10 geht es um Thilo Pfisterer, der nach einer vielversprechenden Laufbahn als Fußballer schon im Alter von 25 Jahren seine Kickschuhe an den Nagel gehängt und mit Triathlon angefangen hat. „Als ich als Jugendlicher zum TSV Nussdorf gekommen bin, war das Training sehr ausdauerorientiert. Wir sind viel gelaufen“, erinnert sich der Enzweihinger. „Das haben natürlich viele gehasst. Aber wir waren alle fit und haben in der zweiten Halbzeit immer noch nachlegen können. Auch deshalb waren wir erfolgreich. Bei den A-Junioren sind wir sogar in die Bezirksstaffel aufgestiegen.“Als dann vor vier Jahren die meisten seiner Kumpels – das ganze Team in Nussdorf war ein Freundeskreis – zum SV Riet wechselten, hängte Pfisterer seine Kickschuhe an den Nagel und fing mit dem Ausdauersport an. „Dabei komme ich einfach raus an die frische Luft und bekomme den Kopf frei. Außerdem bin ich zeitlich unabhängig, wann ich trainiere“, berichtet der 29 Jahre alte Logistikmanager für IT-Prozesse.Schnell wurde Pfisterer ein recht schneller Läufer. „Der erste große Sprung war, als ich auf dem Hockenheimring einen Zehn-Kilometer-Lauf in 36:32 Minuten absolviert habe. Da hat es mich gepackt, dass ich dran bleibe“, erzählt der Enzweihinger. Mit der Zeit entwickelte sich in Nussdorf eine Trainingsgruppe. „Das war ein großer Freundeskreis, der sonntags immer zusammen laufen gegangen ist“, berichtet Pfisterer. Einer dieser Freunde war Martin Diebold aus Aurich, der ihn dann für Triathlon begeistert hat. „Die zwei weiteren Disziplinen – Schwimmen und Radfahren – sind ein guter Ausgleich zum Laufen. Wenn man nur läuft, hat man eine monotone Belastung für die Muskeln. Dadurch wird man verletzungsanfälliger. Mit Triathlon wird der Körper ausgeglichener belastet“, erklärt der 29-Jährige. Der größte Benefit vom Sport sei aber, dass man „gesund ist und sich auch fit und gesund fühlt“, berichtet er. „Außerdem achtet man mehr auf seinen Körper und auch auf seine Ernährung.“Im Jahr 2018 absolvierte Pfisterer seinen ersten Triathlon über die Olympische Distanz – 1,5 Kilometer Schwimmen, 40 Kilometer Radfahren und zehn Kilometer Laufen. „Ich war der Erste aus unserem Freundeskreis. In der Zwischenzeit haben noch einige nachgezogen“, erklärt der 29-Jährige.„Wir betreiben den Sport hobbymäßig. Wir genießen es auch mal nur, eine Fahrradausfahrt gemeinsam zu machen. Denn es ist einfach etwas Schönes, wenn man sein Hobby miteinander teilen kann“, fügt er hinzu. Zum Training zieht es Pfisterer und Co. entweder in den Stromberg oder ins Würmtal. „In beiden Regionen kann man flach fahren, aber auch Höhenmeter einbauen – zum Beispiel für Intervalle“, berichtet der Enzweihinger. Der Vorteil der Strecke entlang der Würm zwischen Tiefenbronn und Pforzheim ist, dass „sie flach ist und dass wenig Verkehr ist“, erklärt Pfisterer. „Man ist weg vom Alltag und kann die Fahrt sogar genießen. Es ist fast wie Urlaub.“Und das Radfahren macht dem Enzweihinger auch am meisten Spaß. „Man hat auf der einen Seite den Schwarzwald und auf der anderen den Stromberg direkt vor der Tür. Man kann relativ viel in relativ kurzer Zeit erkunden. Mit Sinan Yilmaz, Spielertrainer beim Fußball-A-Ligisten TSV Nussdorf und in der Zwischenzeit auch Triathlet, bin ich schon mal am Sonntagmorgen bis auf den Dobel im Schwarzwald gefahren. Und wir waren um 12 Uhr schon wieder zurück“, erzählt Pfisterer. Die stärkste Disziplin des Enzweihingers ist aber das Laufen. „Bei meinem ersten Marathon, den ich relativ spontan in Karlsruhe absolviert habe, war ich gleich Dritter in meiner Altersklasse. Beim Laufen holt man in der Regel auch das Meiste raus“, berichtet er.Doch auch, wenn Triathlon nur ein Hobby ist. Einen großen Traum würde sich Pfisterer gerne ein Mal erfüllen. „Irgendwann möchte ich mal eine Langdistanz finishen – am besten noch unter zehn Stunden“, berichtet der 29-Jährige. Bei der Langdistanz, besser bekannt unter dem Namen Ironman, muss man knapp vier Kilometer schwimmen, 180 Kilometer radfahren und zum Abschluss noch einen Marathon absolvieren, also 42,195 Kilometer laufen. „Das Gefühl, einen Wettkampf beendet zu haben, ist überragend. Einfach die Genugtuung spüren, dass man es gemacht hat“, erklärt Pfisterer. Der Premieren-Ironman darf aber gerne wenige Höhenmeter bereithalten, wenn es nach dem 29-Jährigen geht. Frankfurt oder Hamburg wären da ideale Wettkämpfe.Über den kostenlosen Routenplaner Komoot stellt die Sportredaktion der Vaihinger Kreiszeitung auf ihrem Account „VKZ“ alle Lauf- und Fahrradstrecken ihrer Serie „Wegweiser“ online zur Verfügung. Daraus ergibt sich ein Netz über das gesamte Verbreitungsgebiet – und auch darüber hinaus.Sie haben auch eine Lieblingsstrecke, die Sie gerne zeigen möchten? Dann melden Sie sich in unserer Sportredaktion per Mail an sport@vkz.de.Von Michael Nachreiner

      • 14. September 2021

  4. VKZ war laufen.

    3. September 2021

    Eignerartig und Gerd gefällt das.
    1. VKZ

      In unserer Serie „Wegweiser“ stellen Läufer und Läuferinnen ihre Lieblingsstrecke vor. Denn Laufen kann man immer und überall – ganz besonders in unserer wunderschönen Region Vaihingen, in der man praktisch in der Natur steht, sobald man einen Fuß vor die Haustür gesetzt hat. In Folge 18 beschreibt Annika Metzger (TSV Ensingen) ihre Runde durch das Wiesental von Illingen in Richtung Lienzingen und über den Häckselplatz der Enzkreisgemeinde und die drei Seen zurück. „Im Wiesental ist es eher flach. Da kann man gut Tempoläufe machen“, berichtet die 16-jährige Schülerin des Vaihinger Stromberg-Gymnasiums. „Es gibt aber auch einige Anstiege.“ Doch am meisten genießt sie die Natur. „Im Wald zwischen dem Wiesental und den Weinbergen habe ich schon öfter Rehe gesehen. Das war schön“, erzählt Annika Metzger. Ihre Augen leuchten dabei.Die 16 Jahre alte Illingerin ist in einer laufbegeisterten Familie groß geworden. Der Vater, die Mutter und der Bruder schnüren regelmäßig ihre jeweiligen Laufschuhe. Schon als Kind hat Annika Metzger immer wieder an den Schülerwettbewerben bei verschiedenen Volksläufen teilgenommen. „Da das immer Spaß gemacht hat, habe ich irgendwann angefangen, am Wochenende mal eine Runde zu laufen. Irgendwann habe ich mir dann einen Verein gesucht und bin beim TSV Ensingen gelandet“, berichtet sie.Seit sie im Verein trainiert hat Annika Metzger auch Gefallen an den Langsprintdistanzen gefunden. Im vergangenen Jahr lief sie dann ihren ersten Wettkampf auf der Bahn. Ihre Bestzeit über 400 Meter steht aktuell bei 62,10 Sekunden, über 800 Meter bei 2:28,90 Minuten. „400 Meter machen schon richtig Spaß. Auf einer Runde alles zu geben, ist cool“, erklärt die 16-Jährige. „Ich laufe aber auch gerne bei Volksläufen über fünf oder zehn Kilometer. Das Herausfordernde ist die Ausdauer, die man dafür braucht. Außerdem ist die Stimmung entlang der Strecke oft toll – wie zum Beispiel in der Altstadt in Bietigheim beim Silvesterlauf.“ Annika Metzgers Fünf-Kilometer-Bestzeit liegt aktuell bei 21:33 Minuten, aufgestellt beim Ensinger Laufcup.Wohin die Reise genau geht, weiß sie noch nicht. „Ich muss erst noch rausfinden, auf welcher Distanz ich wirklich zu Hause bin“, sagt die Illingerin. Auch durch ihren Wechsel zur LG Neckar-Enz in diesem Sommer „will ich mich nicht wirklich festlegen lassen“. Aber die besseren Trainingsmöglichkeiten – vor allem auch auf der Bahn – waren die Gründe für den Schritt. „In Bietigheim habe ich öfters Training. Außerdem waren wir in Ensingen nicht immer auf der Bahn. Und wenn ich weiterhin 400 und 800 Meter laufen will, muss ich auf Tartan trainieren“, berichtet Annika Metzger.Besonders hart war es in den vergangenen rund anderthalb Jahren. „In der Corona-Zeit war es schwierig, auf die Bahn zu kommen. Deshalb habe ich mir einen Feldweg gesucht, wo ich für mich trainieren konnte. Im Wiesental in Richtung Lienzingen gibt es einen drei Kilometer langen Abschnitt, der relativ flach ist. Dort habe ich dann selbst abgeschätzt, wie lange zum Beispiel 400 Meter sind, damit ich auch Tempoläufe trainieren konnte“, berichtet die Illingerin.Denn die 16-Jährige ist ehrgeizig. Fünf Mal in der Woche geht sie Laufen – drei Tempo-Einheiten wie Intervalle oder Sprints und zwei Dauerläufe. „Meine Lieblingsrunde laufe ich meistens sonntags als längeren Dauerlauf“, berichtet Annika Metzger. Meist ist die Einheit aber gar nicht so lang. „Wenn ich Wettkämpfe auf der Bahn, also über 400 oder 800 Meter, habe, sind meine längsten Läufe nur so sechs, sieben Kilometer. Doch jetzt gerade ohne wirkliches Ziel, auf das ich hintrainieren kann, sind es so um die zehn Kilometer“, erklärt sie. Die Hoffnung, dass es in diesem Jahr noch den einen oder anderen Wettkampf gibt, hat sie aber noch nicht aufgegeben. „Ich hoffe noch, dass einig Volksläufe stattfinden. Auf Ensingen und Nussdorf hätte ich Lust“, sagt sie.Das Training ausfallen zu lassen kommt für Annika Metzger auch nicht in Frage. „Wenn es regnet, ist es schon manchmal eine Qual. Aber ich bekomme mich eigentlich immer motiviert. Laufen macht einfach Spaß“, erklärt die 16-Jährige. Und wenn alle Stricke reißen, gibt es ja immer noch die Familie. „Da motivieren wir uns gegenseitig“, berichtet sie. Und in Gesellschaft zu laufen hat auch seine Vorteile. Annika Metzger: „Da kann man sich auch mal unterhalten.“ Die Illingerin ist aber auch gerne alleine unterwegs. „Dann nimmt man die Natur ganz anders wahr“, sagt sie.Über den kostenlosen Routenplaner Komoot stellt die Sportredaktion der Vaihinger Kreiszeitung auf ihrem Account „VKZ“ alle Laufstrecken ihrer Serie „Wegweiser“ online zur Verfügung. Daraus ergibt sich ein Netz über das gesamte Verbreitungsgebiet – und auch etwas darüber hinaus.Sie haben auch eine Lieblingsstrecke, die Sie gerne zeigen möchten? Dann melden Sie sich in unserer Sportredaktion per Mail an sport@vkz.de.Von Michael Nachreiner

      • 3. September 2021

  5. VKZ war Fahrrad fahren.

    31. August 2021

    Eignerartig, Joerg und 3 anderen gefällt das.
    1. VKZ

      Unsere wunderschöne Region Vaihingen, in der man praktisch in der Natur steht, sobald man einen Fuß vor die Haustür gesetzt hat, lädt nicht nur zu Laufrunden ein. Auch mit dem Rennrad oder dem Mountainbike lässt sich in der Gegend hervorragend erkunden. In unserer Serie „Wegweiser“ stellen Radfahrer ihre Lieblingsstrecken vor. In Folge 9 beschreibt Jürgen Rebstock (RSV Vaihingen) eine Runde, in der alle Vaihinger Ortsteile inklusive der Kernstadt miteinander verbunden sind. „Mich hat schon immer interessiert, ob und wie man die Ortsteile mit einer Radstrecke verbinden kann“, berichtet der 67-jährige Vaihinger. „Ich habe dann vieles ausprobiert. Doch durch die vielen Täler habe ich einige Abschnitte immer doppelt befahren. Meist sah es sternförmig um die Kernstadt aus. Doch irgendwann ist durch viel Suchen sowie Hin- und Herfahren eine Strecke entstanden, bei der jeder Weg nur ein Mal befahren wird.“Die Tour steht beim Orthopädiemechaniker mindestens ein Mal im Monat auf dem Programm. Und das, obwohl sie zwar mit knapp 50 Kilometern nicht übermäßig lang, aber mit insgesamt rund 560 Höhenmetern recht anspruchsvoll ist. „Ich habe erst mal realisiert, wie viele Bäche und Flüsse es doch in Vaihingen gibt. Da ist natürlich die Enz, aber auch der Kreuzbach durch Aurich, der Strudelbach durch Riet, der Brünnelesbach bei Ensingen und die Metter in Horrheim. Und wenn man von einem Tal zum nächsten möchte, ohne den Weg wieder zurückzufahren, muss man halt über einen Höhenrücken“, berichtet Rebstock.Die Anstrengungen bei den Anstiegen zahlen sich aber aus. Denn mehrmals entlang der Strecke gibt es schöne Aussichtspunkte. „Da ist zunächst der Roi Igel. Da hat man eine tolle Rundumsicht. Dann gibt es den Riedberg bei Riet, von dem aus man Enzweihingen und Vaihingen überblicken kann. Als nächstes kommt das Weitfeld zwischen Vaihingen, Kleinglattbach und Enzweihingen. Und zum Abschluss bietet der Wachtkopf bei Gündelbach einen wunderbaren Südblick in Richtung Stuttgart“, schwärmt Rebstock.„Ich fahre die Tour in zwei Stunden“, erklärt der stellvertretende Vorsitzende des Radsportvereins Vaihingen, der im Jahr bis zu 8000 Kilometern im Sattel sitzt. Für Familien mit Kindern empfiehlt er sie allerdings nicht wirklich. „Für Kinder sind es zu viele Höhenmeter“, sagt er. „Als Tagestour muss man schon gut radfahren können.“ Die Stadt Vaihingen, die die Runde als „Vai-Tour“ vermarktet, hat sie deshalb auch in eine Nord- und in eine Südtour unterteilt. „Beim ersten Stadtradeln 2019 sind wir vom Radsportverein mit Heiko Deichmann, dem Leiter der Abteilung Wirtschaftsförderung, Kultur und Tourismus, ins Gespräch gekommen. Lange ist die Tour dann aber auf seinem Schreibtisch gelegen. Erst, als die Corona-Pandemie angefangen hat, haben wir zusammen innerhalb von 14 Tagen eine Broschüre gestaltet“, erzählt Rebstock.Das Gute an seiner Lieblingsstrecke sei aber, dass sie zu größten Teil über geteerte Feldwege führt, nur ab und zu sind öffentliche Straßen mit dabei. „Überraschenderweise hat die Stadt immer mehr Wege geteert – auch die meisten dieser Tour. Aber nicht auf unser Drängen hin, sondern weil sie teilweise in schlechtem Zustand waren“, berichtet Rebstock. „Nur ein Abschnitt fehlt noch – der vom Hasenlauf auf den Riedberg hoch. Dort befährt man noch einen unbefestigten Feldwegen, einen sogenannten Spurenweg. Wenn es nass ist, ist der sehr dreckig.“Zum Radsport oder Radfahren ist der 67-jährige Vaihinger aus gesundheitlichen Gründen gekommen. „Ich habe eine Wirbelsäulenerkrankung. Mein Arzt meinte damals, als die diagnositiert wurde, zu mir: Entweder ich mache Sport oder meine Wirbelsäule muss irgendwann versteift werden – vielleicht sogar mit der Konsequenz, dass ich dann einen Rollstuhl brauche“, berichtet Rebstock. „Zu dem Zeitpunkt hat der AOK-Radtreff im Verein angefangen, den es jetzt schon seit rund 30 Jahren gibt. Und da habe ich gemerkt, dass Radfahren für mich das Beste ist. Meinem Rücken geht es sogar umso besser geht, je steiler ein Anstieg ist.“Seit dieser Zeit stehen bei dem Orthopädiemechaniker, der in Vaihingen ein eigenes Sanitätshaus führte, zwei Termine fest in seinem Kalender: dienstags der AOK-Radtreff und samstags eine Rennradausfahrt von in der Regel 100 bis 150 Kilometern.Normalerweise ein Mal im Jahr verbringt er auch ein paar Urlaubstage im Sattel. „In der Regel mache ich mit einer Radsportreisegruppe eine Mehrtagestour“, erzählt der 67-Jährige. „Die größte bisher war in 14 Tagen von Wien nach Nizza. Das waren 1400 Kilometer und 27 000 Höhenmeter. Ein anderes Mal ist Rebstock auch durch die Pyrenäen vom Atlatntik ans Mittelmeer gefahren. „Ich wollte wissen, welche Pässe die Profis bei der Tour de France“, erzählt er. „Das war die erste Tour, bei der ich sage, das muss ich nicht noch mal machen. Seitdem habe ich auch richtig Respekt vor der Leistung der Fahrer, wenn die Tour de France in die Pyrenäen kommt.“Doch auch der RSV Vaihingen bietet viel. An drei Tagen in der Woche gibt es Tagesausfahrten in Gruppen – je nach dem Leistungsstand des Fahrers oder der Fahrerin. Im Sommer kommen am ersten Montag im Monat und am dritten Mittwoch größere Tagestouren dazu. „Und manche treffen sich auch sonntags, wenn sie unter der Woche arbeiten müssen“, berichtet Rebstock. Darüber hinaus wird etwa jedes zweite Jahr eine Mehrtagesausfahrt organisiert. „Wir waren zum Beispiel schon entlang der Wasserscheide der Schwäbischen Alb unterwegs. Die Tour ging von Vaihingen über Pforzheim, Horb und Spaichingen bis nach Aalen“, erzählt der stellevertretende RSV-Vorsitzende. „Ein anderes Mal sind wir den kompletten Rhein vom Bodensee bis zur Mündung abgefahren.“Über den kostenlosen Routenplaner Komoot stellt die Sportredaktion der Vaihinger Kreiszeitung auf ihrem Account „VKZ“ alle Lauf- und Fahrradstrecken ihrer Serie „Wegweiser“ online zur Verfügung. Daraus ergibt sich ein Netz über das gesamte Verbreitungsgebiet – und auch darüber hinaus. Sie haben auch eine Lieblingsstrecke, die Sie gerne zeigen möchten? Dann melden Sie sich in unserer Sportredaktion per Mail an sport@vkz.de.Von Michael Nachreiner

      • 3. September 2021

  6. VKZ hat eine Wanderung geplant.

    30. August 2021

    03:40
    10,8 km
    3,0 km/h
    230 m
    220 m
    Claudi, Gerd und simoneweiller gefällt das.
  7. VKZ war laufen.

    27. August 2021

    krathmann, Gerd und 2 anderen gefällt das.
    1. VKZ

      In unserer Serie „Wegweiser“ stellen Läufer und Läuferinnen ihre Lieblingsstrecke vor. Denn Laufen kann man immer und überall – ganz besonders in unserer wunderschönen Region Vaihingen, in der man praktisch in der Natur steht, sobald man einen Fuß vor die Haustür gesetzt hat. In Folge 17 erklärt Simone Köppel, warum ihr das Laufen immer noch so wichtig ist, obwohl sie Anfang 2018 den Schicksalschlag Blutkrebs verkraften musste und in der Zwischenzeit auch zwei Bandscheibenvorfälle hatte.„Ich bin dankbar, dass ich Sport noch machen kann – und auch, dass ich 2019 den Marathon in New York City laufen durfte“, berichtet die 48-jährige Roßwagerin, die die Leukämie medikamentös im Griff hat. „Und das Laufen war schon immer ein Ausgleich zur Arbeit für mich. Während andere sich vielleicht mit einer Flasche Wein auf die Couch setzen, gehe ich laufen und mache mir Gedanken, wie ich die Dinge lösen kann. Auf der Strecke kann ich Sachen für mich im Kopf regeln. Da sortiert sich einiges – und relativiert sich auch.“Die Umfänge haben sich seit der Diagnose chronische myeloische Leukämie (CML) allerdings deutlich verringert. „Früher bin ich 50 bis 70 Wochenkilometer in fünf oder sechs Einheiten gelaufen. Jetzt sind es noch 20 bis 30 Kilometer in vielleicht zwei Einheiten pro Woche“, erklärt die Mediengestalterin. „Ich schaue, was mir guttut. Ich laufe lieber drei Mal sieben Kilometer als ein Mal 16 Kilometer, nach denen ich mich eine Woche lang nicht mehr bewegen kann.“Auch die Durchschnittsgeschwindigkeit ist geringer geworden. „Bin ich früher zehn Kilometer vielleicht in 55 Minuten gelaufen, schaffe ich in der gleichen Zeit jetzt nur noch rund acht Kilometer. Aber es stresst mich nicht, dass ich eine lahme Ente geworden bin.“ Frei nach dem Motto, das ihr Harald Feierabend von Team Sport Evolution Illingen mitgegeben hat, als sie mit dem Ausdauersport begonnen hat. „Jeder Lauf ist ein guter Lauf, weil man überhaupt gelaufen ist“, rezitiert Köppel aus der Erinnerung und fügt hinzu: „Laufen ist eine gute Sache. Man geht aus dem Haus und kann gleich anfangen.“Den Biss hat sie jedoch noch nicht verloren. „Ich bin schon noch ambitioniert. Ich hoffe, dass ich noch mal einen Halbmarathon oder einen kleinen Triathlon absolvieren kann“, erzählt Köppel. Aber nicht mehr so verbissen, wie früher. „Zeiten sind für mich komplett unwichtig geworden. Natürlich schaue ich ab und zu auf die Laufuhr, doch nicht mehr andauernd wie früher“, sagt die Roßwagerin.Denn gerade durch die Blutkrebserkrankung „hat sich meine Einstellung zu vielem verändert. Ich lebe mehr nach dem Motto: Mach Dinge, die du machen möchtest, zeitnah. Denn alles kann jederzeit umschlagen. Auch wenn man nicht krank ist, kann man morgen in einen Unfall verwickelt werden“, berichtet Köppel.Wenn die 48-Jährige heute laufen geht, dann bevorzugt sie flache Strecken. „Das ist einfach angenehmer“, erklärt Köppel. Denn die Medikamente gegen den Blutkrebs haben manche Folge, die sich auch aufs Laufen auswirkt. So hat Köppel mit Wassereinlagerungen in den Beinen zu kämpfen. Und auch die Bandscheibenvorfälle machen sich bemerkbar. „Meine linke Wade ist nicht mehr so belastbar“, erzählt die Roßwagerin.Eine Zeit lang hat sie deshalb versucht, nur auf dem Vorfuß zu laufen. „Das war aber keine gute Idee, so fünf oder sechs Kilometer zu absolvieren. Ich hatte noch Tage danach Schmerzen“, berichtet Köppel und fügt hinzu: „Das A und O beim Laufen sind die richtigen Schuhe.“ Dafür ließ sie extra eine Laufbandanalyse machen. „Ich bin ein Überpronierer. Das heißt, ich drehe den Fuß beim Abrollen zu sehr nach innen ein.“ Nach der Analyse fand sie ein gutes Modell. „Ich laufe aber auch noch ab und zu mit dem Schuhmodell, das ich schon vorher hatte. Man soll schließlich nicht immer mit den gleichen Schuhen laufen“, erklärt die 48 Jahre alte Roßwagerin.Egal, mit welchem Modell, ihre Lieblingsstrecke von Roßwag über den Enztal-Radweg nach Mühlhausen und wieder zurück macht mit beiden Spaß. „Da kann man gut entspannen. Es ist abgeschieden. Man hört das Plätschern des Wassers. Und wenn man sich dazu entscheidet, auf dem Rückweg auf die andere Enzseite zu wechseln und die Schleife innen zu laufen, dann hat man einen tollen Blick auf die Enzfelsen mit ihrem Weinbau in den Steillagen“, erzählt Köppel.Über den kostenlosen Routenplaner Komoot stellt die Sportredaktion der Vaihinger Kreiszeitung auf ihrem Account „VKZ“ alle Laufstrecken ihrer Serie „Wegweiser“ online zur Verfügung. Daraus ergibt sich ein Netz über das gesamte Verbreitungsgebiet – und auch etwas darüber hinaus. Sie haben auch eine Lieblingsstrecke, die Sie gerne zeigen möchten? Dann melden Sie sich in unserer Sportredaktion per Mail an sport@vkz.de.Von Michael Nachreiner

      • 27. August 2021

  8. VKZ war Rennrad fahren.

    25. August 2021

    1. VKZ

      Unsere wunderschöne Region Vaihingen, in der man praktisch in der Natur steht, sobald man einen Fuß vor die Haustür gesetzt hat, lädt nicht nur zu Laufrunden ein. Auch mit dem Rennrad oder dem Mountainbike lässt sich in der Gegend hervorragend erkunden. In unserer Serie „Wegweiser“ stellen Radfahrer ihre Lieblingsstrecken vor. In Folge 8 erklärt Triathlet Julian Großkopf (VfL Waiblingen/LAZ Ludwigsburg), warum es ihn zum Radtraining ebenso wie zum Laufen in den Stromberg zieht. „Die Landschaft dort ist sehr schön. Es ist dort ruhig. Es gibt wenige Ampeln. Und auch vom Belag her sind die Straßen gut“, berichtet der 21-jährige Oberriexinger.Und wenn der amtierende Triathlon-Europameister über die Mitteldistanz in der Altersklasse 20 bis 24 Jahre einige Anstiege trainieren will, dann gibt es dort „einige kleine Pässe, wie ich sie nenne. Also Straßen, die über Höhenzüge führen“, erklärt Großkopf. „Vor der EM bin ich diese Anstiege gerne gefahren.“ Es gibt aber auch genügend Routen, die praktisch komplett flach verlaufen. „Man kann es sich also aussuchen, ob man hügelig – unter anderem auch mit Bergintervallen – oder flach fahren möchte“, berichtet der Oberriexinger.Letzteres bevorzugt er, wenn er mit seinem Wettkampfrad mit dem Aero-Lenker – einem Lenkeraufsatz, auf dem er die Unterarme ablegen kann – trainiert. Großkopf: „Das Rad ist dafür ausgelegt, schnell zu fahren. Da bevorzuge ich zum Beispiel die Strecke von Horrheim nach Zaisersweiher.“Ob er lieber hügelig oder flach trainiert, liegt auch am jeweils anstehenden Wettkampf. „Ich kann mich natürlich nicht auf jeden exakt vorbereiten. Aber vor den wichtigen Rennen versuche ich schon, die Trainingsstrecken auf die Wettkampfstrecke abzustimmen“, erzählt Großkopf. Generell beinhaltet eine Trainingswoche neben drei bis vier Einheiten Laufen und vier Einheiten Schwimmen drei Einheiten im Sattel – ein längeres Intervall flach, ein kürzeres Intervall auch hügelig und eine längere Ausfahrt. Bei Letzterer sind regelmäßig Trainingspartner aus der Nussdorfer Laufgruppe dabei. „Die Gruppe ist eigentlich als Laufgruppe gestartet. Doch seit Beginn der Corona-Pandemie hat sich das etwas gewandelt. Einige haben mit Triathlon angefangen. Mit ihnen dann sonntags die Tour zu machen, ist immer spaßig“, berichtet der Oberriexinger.Doch auch bei den Rad-Intervalleinheiten freut sich Großkopf über Gesellschaft. „Wenn man da einen Partner dabei hat, kommen ein bisschen Wettkampfgedanken auf. Da versucht man sich mal, gegenseitig abzuhängen. Oder man fährt etwas schneller durch die Kurven. Und eine gesunde Rivalität auch im Training hat noch nie geschadet“, erklärt der 21-Jährige. Oft ist er aber alleine unterwegs. „Ich muss ja mein Training in meinen Alltag integrieren. Schließlich studiere ich Luft- und Raumfahrttechnik. Und auch die anderen gehen einem Beruf nach. Da ist es oft schwierig, die Rahmenbedingungen so unter einen Hut zu bekommen, dass alle gleichzeitig Zeit haben“, erzählt Großkopf.Was der Oberriexinger und seine ausdauersportbegeisterten Freunde dagegen regelmäßig hinbekommen, sind gemeinsame virtuelle Trainingseinheiten auf der Rolle. „Es macht wirklich Spaß, online zu fahren. Die virtuellen Welten sind in der Zwischenzeit richtig schön gemacht. Und während des Lockdowns haben sich abends regelmäßig bis zu 30 000 Leute eingeloggt. Da trifft man auf seinen virtuellen Touren immer mal jemanden. Man kann sogar Online-Rennen fahren“, erzählt Großkopf. „Und es ist effektiv. Die Rolle simuliert sogar Steigungen und Abfahrten – auch wenn ich zu Hause keinen Lift habe, der den Vorderbau des Rads anhebt oder absenkt. Man muss auf jeden Fall hoch- oder runterschalten.“Und vor allem in der schlechten Jahreszeit ist die Rolle „eine echte Alternative zum Sich-Warm-Anziehen, dann durch die Kälte und Nässe fahren – oft bei Dunkelheit, weil ich erst abends zum Trainieren komme –, anschließend das Fahrrad putzen und sich dann wieder aus den Klamotten schälen“, erklärt der 21-Jährige. Doch so schön die virtuelle Welt ist, irgendwann ist es Großkopf auch genug. „Mehr wie eine oder anderthalb Stunden auf der Rolle gehen nicht. Deshalb fahre ich selbst im Winter die langen Sachen draußen – dann halt auf einem Mountainbike“, berichtet er.
      Generell versucht der Triathlet, sich aber nicht phasenweise auf eine der drei Teildisziplinen – Schwimmen, Radfahren und Laufen – zu konzentrieren. „Grundsätzlich trainiere ich jede Woche alle drei Disziplinen mit dem gleichen Pensum für jede Disziplin“, berichtet Großkopf. Einzige Ausnahme: In Zukunft wird er sich im Winter mehr auf das Schwimmtraining konzentrieren, wenn es draußen sowieso zu kalt oder unangenehm zum Laufen oder Radfahren ist. Und nicht jede Woche kann er als Amateur das gleiche Pensum abspulen. „Mit der Uni gibt es Phasen, da kann ich mir viel Zeit für den Sport nehmen. Es gibt aber auch andere Phasen, da steht der Sport hintenan. Aktuell ist eher Letztere. Ich habe gerade Prüfungsphase – auch, wenn es guttut, dass ich durch das Training einen sehr strukturierten Tagesablauf habe“, erklärt der 21 Jahre alte Oberriexinger.
      Über den kostenlosen Routenplaner Komoot stellt die Sportredaktion der Vaihinger Kreiszeitung auf ihrem Account „VKZ“ alle Lauf- und Fahrradstrecken ihrer Serie „Wegweiser“ online zur Verfügung. Daraus ergibt sich ein Netz über das gesamte Verbreitungsgebiet – und auch darüber hinaus. Sie haben auch eine Lieblingsstrecke, die Sie gerne zeigen möchten? Dann melden Sie sich in unserer Sportredaktion per Mail an sport@vkz.de.Von Michael Nachreiner

      • 25. August 2021

  9. VKZ war Fahrrad fahren.

    22. August 2021

    03:00
    33,0 km
    11,0 km/h
    320 m
    340 m
    Claudia, krathmann und 3 anderen gefällt das.
    1. VKZ

      Die Sommertouren sind Touren, die der Radsportverein Vaihingen für die S-VKZ-Tour 2020 als Vorschlag herausgesucht hat. Sie haben alle das Ziel Gündelbach – da dort die Tour-Hocketse stattfinden sollte. Aber die S-VKZ Tour musste wegen Corona abgesagt werden. Deshalb sind aus einer S-VKZ-Tour vier Sommertouren geworden.Die vierte und letzte Sommertour mit 33 Kilometern beginnt wieder am Stromberg-Gymnasium in Vaihingen und führt Richtung Osten nach Oberriexingen. Wir durchfahren das ganze Weitfeld geradeaus bis an die Straße Oberriexingen-Sersheim. Diese queren wir Richtung Anglersee der Dürren Enz entlang.Bei Kilomter 5,8 biegen wir links ab – die Firma Porsche ist im Blick vor der Hecke (Naturschutzgebiet alte Landebahn). Dann Rechtsschwenk Richtung neues Gewerbegebiet. Im Gewerbegebiet fahren wir auf dem Gehsteig geradeaus weiter, Querung der Straße Oberriexingen-Sachsenheim, weiter Radweg Richtung Bietigheim.Bei Kilometer 8,4 Linksschwenk über die Brücke der Umgehungsstraße. Die Brücke kann auch als Aussichtspunkt genutzt werden. Nach der Brücke sofort links an der Umgehungsstraße entlang bis zur nächsten Straßenquerung, dort halbrechts Radweg Richtung Sersheim (straßenbegleitender Feldweg), vor der Bahnlinie links bergan bis zum Wald. Bei der Schranke in den Wald hinein, im Wald rechts haltend an der Bahnlinie entlang nach Sersheim: Leni-Fischer-Straße, Dammstraße bis zum Bahndurchlass. Rechts die Bahnhofstraße runter, unten geradeaus weiter am Rathaus vorbei (Achtung zwei Baustellen) bis zur Metterstraße (Pfosten) dort links Radweg nach Horrheim.Die Hohenhaslacherstraße bei der Fußgängerampel queren, in die Grabenstraße, diese weiterfahren durch das Mettertal bis Horrheim. In Horrheim Kanalstraße bis zum Wiesenweg, auf diesem rechts die Metter überqueren, bis zum Storchennest links in den Herdweg. Pforzheimerstraße queren in die Maulbronnerstraße – diese fahren bis die Bebauung endet, dort halbrechts in den Feldweg leicht bergan. Bevor der Berg richtig beginnt, fahren wir halblinks über die Höhe (Aussichtspunkt Richtung Schützingen und Deponie) zu den Seewaldseen. Bei den Seen links bis zum Autoparkplatz, beim Parkplatz rechts an der Straße entlang Radweg nach Gündelbach. Dort, wo es rechts zum Steinbachhof geht, biegen wir links ab. Kilometer 20,2 am Anfang von Gündelbach müssen wir um den Parkplatz einer Gewerbefirma herumfahren in die Reutwiesenstraße, diese komplett durchfahren (auf dem Sportplatz wäre die S-VKZ-Tour Hocketse gewesen) bis zur Katharinenstraße, versetzt geradeaus weiter in die Schützinger Straße, nach 50 Meter links in den Steinbruchweg. Radweg nach Schützingen: dem Teerweg folgen, er wird nach den Häusern Splitt. Bei Kilometer 23 links Radweg nach Ensingen oder Eselsburg am Waldrand rechts Stockwaldweg, bei einer leichten Linkskurve geht spitzig links der Stockwaldweg (Schotter) weiter, auf halber Höhe wird der Stockwaldweg zum Quellenweg. Diesen geradeaus weiter bis bei Kilometer 24 links der Radweg nach Ensingen abgeht. Nach 100 Metern kommt das Brünnele, das immer Trinkwasser liefert. Wer Lust hat, 20 Meter nach dem Brünnele geht es rechts zum Schreckstein. Wir fahren geradeaus weiter den Berg aufwärts. Bei der Gabelung Kilometer 25 bleiben wir links auf gleicher Höhe (rechts geht es zur Eselsburg hoch, am höchsten Punkt muss man links in den Wanderweg, ist aber mit Fahrrad gut zu fahren). Wir fahren hinter der Deponie entlang, zum Teil durch die Bäume hindurch schöne Ausblicke zu den Weinbergen. Wenn der Weg leicht abschüssig wird bei Kilometer 27,3 nach dem Jägerstand geht links ein Fußweg runter zum Burgbrunnen der Eselsburg, der auch ganzjährig Trinkwasser liefert. Nach dem Wald kommen wir in die Weinberge von Ensingen mit schönen Ausblicken, wir fahren immer abwärts am geologischen Fenster des Hubbühls vorbei, bis wir am alten Schulhaus in Ensingen sind. Rechts in die Horrheimer Straße und Hauptstraße durch Ensingen in die Panoramastraße zurück nach Vaihingen.

      • 23. August 2021

  10. VKZ war laufen.

    20. August 2021

    Simon J. gefällt das.
    1. VKZ

      In unserer Serie „Wegweiser“ stellen Läufer und Läuferinnen ihre Lieblingsstrecke vor. Denn Laufen kann man immer und überall – ganz besonders in unserer wunderschönen Region Vaihingen, in der man praktisch in der Natur steht, sobald man einen Fuß vor die Haustür gesetzt hat. In Folge 16 stellt Felix Deißer (Team Sport Evolution Illingen) seine Lieblingsstrecke von seinem Wohnort Illingen über den Ensinger See in den Sulzbachwald wieder zurück nach Illingen vor. „Diese Runde kann ich beliebig variieren. Ich kann die lange Strecke mit 13 oder 14 Kilometern laufen, aber sie auch jederzeit abkürzen, wenn es an dem Tag nicht läuft oder mich ein Hungergefühl übermannt“, berichtet der 33-Jährige.Seit er vor rund viereinhalb Monaten Vater einer Tochter geworden ist, kommt er aber nicht mehr so häufig zum Laufen. „Die Strecke kann ich jedoch direkt nach der Arbeit in Angriff nehmen“, sagt er. Einfach in die Laufschuhe und los – keine Fahrt zu irgendeiner Trainingsstrecke. Und sobald seine Sophie in einem Jogger-Buggy sitzen kann, wird gemeinsam trainiert. „Dann werde ich schon ein bisschen eingebremst. Das wird dann meine Frau freuen“, erklärt der Illinger.Eigentlich sind Felix Deißer die Ausdauersportgene in die Wiege gelegt worden. Sein Vater Arno Deißer ist, seit sich Felix Deißer erinnern kann, Läufer und Triathlet. In den 1990er Jahren war Arno Deißer in Mühlacker im Triathlonverein engagiert. Später stand er dem Verein Team Sport Evolution in Illingen als Vorsitzender vor. Dennoch landete Felix Deißer als kleiner Junge erst einmal beim Mannschaftssport. Weil alle seine Freunde beim SV Illingen mit dem Fußball anfingen, trat auch er erst einmal gegen einen Ball. „Ich habe von den F- bis zu den B-Junioren Fußball gespielt. Doch dann ist es immer Körperlicher geworden. Das war nicht so mein Ding“, erinnert sich der Konstruktionsmechaniker.Den Vater hat Felix Deißer zudem als Kind immer unterstützt. „Ich war viel dabei und habe bei Wettkämpfen zugeschaut“, erzählt der Illinger. „Ich habe auch an Kinderläufen teilgenommen. Aber damals habe ich noch nicht verstanden, für was das gut ist.“ Doch mit der Zeit fand er immer mehr Gefallen am Laufen. „Es hat Spaß gemacht, mit meinem Vater zusammen zu laufen. Die Distanzen sind unbegrenzt. Und man kann viel erreichen. Außerdem nimmt man seine Umgebung ganz anders wahr, als wenn man mit dem Auto fährt“, berichtet Felix Deißer. Seinen ersten Wettkampf absolvierte er in Schützingen. „Ich habe noch ein Foto von mir und meinem Vater von dem Lauf“, erklärt der 33-Jährige stolz. „Schade, dass es die Veranstaltung in Schützingen nicht mehr gibt. Das war immer ein schöner Lauf.“Bei den Volksläufen über fünf und zehn Kilometer ist Felix Deißer auch hängen geblieben. „Ich bin nur einen Marathon zu Ende gelaufen. Das war 2014 in Frankfurt“, erzählt er. „Muskulär hatte ich nie Probleme. Aber bei längeren Distanzen bekomme ich immer Probleme mit dem Magen – teilweise schon auf der Halbmarathonstrecke. Das hängt vielleicht auch damit zusammen, dass ich bei großen Events mit Nervosität zu kämpfen habe.“ Auch das Experimentieren mit Nahrungsergänzungsmitteln hat nichts gebracht. Felix Deißer: „Ich habe mit Gels mit Salzen statt mit Süßstoffen drin experimentiert. Aber es hat sich nichts geändert. Es ist einfach eine Überlastung. Und wenn ein Teil deines Körpers so reagiert, musst du dich halt darauf einstellen.“Die Bahn reizt Felix Deißer auch. Beim Besigheimer Abendsportfest ist er beispielsweise schon die 5000 Meter im Stadion gelaufen. Lieber ist er allerdings auf der Straße unterwegs. „Bei der Bahn steigert man sich zwar von Runde zu Runde. Das hat seinen Reiz. Aber es ist recht monoton“, erklärt der 33-jährige Illinger. „Auf der Straße ist es eher ein Hasenrennen. Die Frage ist immer: Wer greift zuerst an? Dieses Taktieren macht Spaß. Und auf der Straße kann man auch mal ein Schwätzle halten, wenn das Tempo gerade am Anfang noch nicht zu schnell ist.“Außerdem gibt es Volksläufe auf der Straße fast in jeder Gemeinde. Besonders fasziniert ist der Illinger von den Veranstaltungen im Badischen und Pfälzischen. „Ich habe den Eindruck, da geht es viel familiärer zu als im Raum Stuttgart, wo man mit Sponsoren arbeitet“, berichtet Felix Deißer. Sein absoluter Lieblingslauf findet allerdings in Bellheim statt. „Die 25 Kilometer sind gerade das, was ich laufen kann, ohne Probleme mit dem Magen zu bekommen. Und in den drei, vier Ortschaften, durch die der Lauf führt, ist Remmidemmi. Mir ist sogar schon ein Schnaps angeboten worden. Und wenn man dann wieder nach Bellheim reinkommt, ist alles mit Fackeln beleuchtet“, erzählt er.Auch auf das Rennrad oder Mountainbike schwingt sich Felix Deißer gerne. Durchaus auch mit Erfolg. „Als ich etwa 14 Jahre alt war, da war ich bei einem Mountainbikerennen in Remchingen ganz gut platziert“, erinnert er sich. Von der dritten Disziplin, die zum Triathlon noch fehlt, dem Schwimmen, lässt der Illinger allerdings die Finger. „Ich bin ein schlechter Schwimmer. Zudem ist das Schwimmen im Pulk wie bei einem Massenstart nicht so mein Ding“, erklärt der Konstruktionsmechaniker. „Nur als Kind habe ich mal an einem Triathlon teilgenommen. Danach nicht mehr.“Irgendwann würde Felix Deißer auch gerne einen Trainerschein machen und seine Leidenschaft an den Nachwuchs weitergeben. Ein paar Ideen hätte er auch schon, wie man das Laufen attraktiver für Kinder und Jugendliche machen könnte. „Man müsste die Lauftreffs für die Jugend anpassen. Zum Beispiel könnte man flexibler werden, was Zeiten zum Training oder Laufstrecken betrifft. Oder man könnte das Training mit etwas verbinden. Mein Vater macht das gerade mit seinen Radausfahrten sonntags. Die führen praktisch von einem Besen zum nächsten“, erklärt der 33-Jährige. Aber auch die Veranstalter von Volksläufen müssten darauf reagieren. „In Schützingen gab es zum Beispiel einen Pokal für den jüngsten Teilnehmer. Oder man könnte einen Staffelwettbewerb einführen, damit das Teamgefühl gestärkt wird“, sagt Felix Deißer.Über den kostenlosen Routenplaner Komoot stellt die Sportredaktion der Vaihinger Kreiszeitung auf ihrem Account „VKZ“ alle Laufstrecken ihrer Serie „Wegweiser“ online zur Verfügung. Daraus ergibt sich ein Netz über das gesamte Verbreitungsgebiet – und eventuell auch etwas darüber hinaus. Sie haben auch eine Lieblingsstrecke, die Sie gerne zeigen möchten? Dann melden Sie sich in unserer Sportredaktion per Mail an sport@vkz.de.Von Michael Nachreiner

      • 20. August 2021

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