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COUCHFLUCHT
 

Über COUCHFLUCHT

OUTDOOR-REISEBLOGGERIN MIT HERZBLUT AUS DEM RUHRPOTT 🤗Mein neuester Blogartikel mit ganz vielen Wandertipps und Tourenvorschlägen für den Westerwald:couchflucht.de/wandern-westerwaldBUCH "GREEN ADVENTURES IN DEUTSCHLAND"Das erste Buch, an dem ich mit NRW-Outdoor-Tipps mitgewirkt habe -  „Green Adventures in Deutschland“ ist ganz frisch erschienen im Polyglott Verlag. 🥳 Insgesamt 15 Outdoor-Blogger:innen stellen ganz besondere Naturerlebnisse in Deutschland vor.couchflucht.de/green-adventures-in-deutschland-buchvorstellungMEINE WEITWANDERUNG AUF DEM ALPE-ADRIA-TRAILIm Herbst 2019 bin ich 750 km vom Großglockner über Kärnten und Slowenien bis nach Muggia an der italienischen Adria gewandert.Eine unvergessliche Erfahrung! Kommt mit und begleitet mich auf den ersten Etappen!Etappe 1-3 couchflucht.de/hohe-tauern
Etappe 4-6 couchflucht.de/moelltal
Etappe 7-9 couchflucht.de/von-mallnitz-zum-huehnersberg
Etappe 10-12 couchflucht.de/wandern-millstaetter-see
Etappe 13-18 couchflucht.de/nockberge-wandern
Etappe 19-21 couchflucht.de/kaerntner-seen

Distanz

3 492 km

Zeit in Bewegung

669:56 Std

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  1. COUCHFLUCHT war wandern.

    12. Juli 2021

    03:25
    9,16 km
    2,7 km/h
    150 m
    150 m
    BBCREW, Jan Verbücheln 🤠 und 267 anderen gefällt das.
    1. COUCHFLUCHT

      Tag 4 und leider schon meine letzte Wanderung hier im Westerwald. Da es heute nachmittag schon nach Hause gehen soll, habe ich mir eine kleinere Tour ausgeguckt. Der "Kleine Wäller Wolfsteine" klingt wie für mich gemacht und nach einer runden Sache. Jede Menge Tiere, bizarre Felsformationen und dazu noch ein kleiner Stadtbummel durch die Altstadt von Bad MarienbergMeine Wanderung startet am Wildpark von Bad Marienberg, wo ich natürlich zuerst einmal standesgemäß die Schottischen Hochlandrinder und Alpakas begrüße. So viel Höflichkeit muss einfach drin sein. 😉Der kostenlos zugängliche Wildpark scheint ziemlich groß und schön zu sein. Auf einer Fläche von 20 Hektar sind rund 100 Tiere untergebracht, darunter Wisente, Nandus, Rot- und Schwarzwild. Ein kleiner Streichelzoo, eine Almhütte und ein Abenteuerspielplatz machen ihn zu einem beliebten Ausflugsziel für Groß und Klein. Für den 4 Kilometer langen Rundweg fehlt mir jedoch leider die Zeit, und ich widme mich dem "Kleinen Wäller".Am großen Kletterwald von Bad Marienberg ist ganz schön Remmidemmi. Mit jedem Schritt wird es aber ruhiger, und als ich schon nach recht kurzer Zeit am Kleinen Wolfstein ankomme, bin ich alleine hier und genieße die Ruhe. Direkt neben den beeindruckenden Felsformationen auf 557 Meter Höhe befindet sich eine Waldkirche. Ein richtig idyllischer und friedlicher Ort, an dem man sogar mitten im Landschaftsschutzgebiet Marienberger Höhe heiraten kann.Die Felsen des Naturdenkmals selbst laden zum Kraxeln ein und sind Überreste eines Basaltlavastroms vor etwa 23 Millionen Jahren aus der Tertiärzeit.Über einen sehr schönen Waldpfad auf dem Wolfsteinrücken bin ich dann auch schon recht schnell am zweiten Geotop, dem Großen Wolfstein, angelangt. Um diesen ranken sich so einige Sagen, und auch als keltische Kultstätte soll er mal gedient haben. Ich finde ihn vor allem geologisch und landschaftlich spannend und kann mal wieder nicht widerstehen, eine kleine Kraxelpartie einzulegen.Danach setze ich mich eine Weile auf einen Baumstumpf am Rande und mache mir einen Spaß daraus, die verschiedensten Gesichter und Figuren in den Felsen zu entdecken. Hier ein grimmig blickender Riese, der seine Faust ballt, dort ganz eindeutig eine Hundeschnauze mit aufgestellten Ohren, und ganz rechts, ja, das könnte doch der Kopf einer Schildkröte sein... 😉Bevor meine Fantasie mit mir durchgeht, verlasse ich die Felsformationen vulkanischen Ursprungs und wandere weiter in Richtung Bad Marienberg.An einem kleinen Wall aus Basaltsteinen vorbei führt mich der Weg zu einer weiten Lichtung mit Blick über die Westerwaldhöhen. Was mich ein wenig traurig stimmt, sind leider wieder große abgeholzte Flächen, die dem Klimawandel zum Opfer gefallen sind. 🙈Nun laufe ich durch die Bad Marienberger Innenstadt, ein kleiner Abschnitt, der natürlich zwangsläufig nicht ganz so naturnah ist. Der gepflegte Kurpark wiederum gefällt mir richtig gut. Vor allem der riesige Barfußpfad und Apotheker- und Kräutergarten - der nach Pfarrer Kneipp angelegt und bepflanzt wurde - sind eine Augenweide.Nach einem kleinen Bummel durch die Bismarckstraße voller Geschäfte und Cafés verlasse ich das Stadtgebiet wieder und komme zu einem weiteren Highlight: Dem Basaltpark von Bad Marienberg! 🤩Der große, grün schimmernde Basaltsee mit der massiven und steilen Steinbruchwand im Hintergrund ist sowohl idyllisch als auch beeindruckend. Ein kleiner Fuchs läuft mir über den Weg, überall zwitschern Vögel, und Libellen schwirren am Wasserrand. Einige Hinweistafeln geben Informationen zur Tier- und Pflanzenwelt, aber auch zur Geschichte des Basaltabbaus in der Region und den harten Arbeitsbedingungen der vergangenen Zeit. Die Wege rund um den Basaltsee sind schön angelegt, und es gibt wirklich viel zum Schauen und Erkunden.Was mich am meisten fasziniert: Die unglaublich weiten Teppiche aus Seerosen, die den See bedecken. Einfach traumhaft und so schön anzusehen, was hier für ein Naturparadies entstanden ist.Nun ist es nicht mehr weit zurück bis zum Wildpark bei Bad Marienberg. Ein schöner Feldweg führt mich am Wildpark-Hotel vorbei zum 18 Meter hohen Hedwigsturm, auf den ich natürlich gleich nochmal hinaufsteige. Von hier aus habe ich nicht nur eine tolle Panorama-Aussicht auf das Nistertal und die sanften Höhenzüge des Westerwalds, sondern kann auch noch ein paar der Wildpark-Bewohner aus der Drohnenperspektive fotografieren. 😍Was für ein schöner Abschluss meines Kurztrips in den Westerwald, der mich ganz sicher nicht zum letzten Mal gesehen hat. Denn ich habe noch viele Ideen für tolle Touren in dieser Region. 🤩Und hier geht's zu meinem ausführlichen Blogartikel zum Wandern im Westerwald mit ganz vielen Infos, Tipps und Geschichten. Viel Spaß beim Lesen! 😊couchflucht.de/wandern-westerwald

      • 12. Juli 2021

  2. COUCHFLUCHT war wandern.

    11. Juli 2021

    1. COUCHFLUCHT

      Die Wäller-Tour "Bärenkopp" soll eine der schönsten Rundwanderungen im Westerwald sein. Na, dann schauen wir mal, was da so dran ist... 🤗Ich starte im "Weihnachtsdorf" Waldbreitbach bei schönstem Sonnenschein und wundere mich noch über die Wettervorhersagen für den Tag. Beim besten Willen kann ich mir nicht vorstellen, dass es tatsächlich heute noch ein Unwetter geben soll.Über die Brücke an der Wied gelange ich schnell zum Startpunkt der Tour und steige in einen wunderschönen Pfad mit Panoramablick auf den Luftkurort Waldbreitbach ein. Genauso darf es von mir aus gerne weitergehen. Und das geht es auch!Hinter dem Wiedhof wechsle ich auf die andere Wiedseite und wandere wieder auf einem schmalen Trail an einem alten jüdischen Friedhof vorbei. Irgendwie mystisch ist es hier. Ich laufe über den wurzeligen Boden der urigen Pfade und bewundere den moosbewachsenen Wegesrand. Am Hochscheider Bach entlang geht es nun immer weiter bergauf Richtung Bärenkopp. Hierbei gibt es zwei Varianten - einen steileren und anspruchsvolleren Weg und eine gemütlichere, dafür aber etwa 1 Kilometer längere Alternative.Wenn schon, denn schon, denke ich mir und wähle den schwierigeren Aufstieg. Puh, ich komme gehörig ins Schwitzen und erreiche mit völlig durchnässten Haaren das Gipfelkreuz. Was aber nicht nur am steilen Aufstieg liegt. Die Luft ist furchtbar schwül, und das angesagte Gewitter ist nun echt nicht mehr von der Hand zu weisen. Es grummelt und grollt und donnert immer mehr, was vielleicht auch einfach nur am knurrenden Magen des Bären 🐻 liegt. Jedenfalls nehme ich die Beine in die Hand und verwandle mich kurzerhand in eine Trailrunnerin, von der ich noch gar nicht wusste, dass sie in mir steckt. 😉Oben auf 304 m Höhe angekommen, genieße ich daher nicht allzu lange den Blick ins schöne Wiedtal und den Ausblick, der an klaren Tagen bis ins Siebengebirge reicht.Bald darauf - direkt an der Landstraße - habe ich noch eine weitere Sicht über nahezu den kompletten Naturpark Rhein-Westerwald bis hin zur Eifel. Ein Platz zum Innehalten. 🤩Da das Magengegrummel des Bären jedoch nicht nachlässt und die Wolken über und hinter mir immer dunkler und dramatischer werden, setzte ich lieber meine Trailrunning-Session fort.Über Feld- und Wiesenwege mit wunderschönem Panorama erreiche ich bald ein weiteres Highlight meines Wandertages: Das Luh-Kapellchen, welches der Heiligen Apollonia gewidmet ist und an einem Feldweg steht. Die Kapelle ist mit all den Weizenfeldern, die sie umgeben, ein wunderschönes Fotomotiv. Eine Bank davor lädt zu einer Pause ein, die ich auch gerne gemacht hätte...Aaaaaber.... genau.... die Sache mit dem drohenden Unwetter schon wieder! Das immer lauter werdende Zirpen der Grillen um mich herum scheint die Prognose zu bestätigen. Die Runde ist echt herrlich und eigentlich perfekt, um mal so richtig zu entschleunigen. Nur die bedrohlichen Wolken scheinen nicht unbedingt auf meiner Seite zu stehen.
      Ich will es unbedingt schnellstmöglich zum nahe gelegenen Kloster schaffen. Denn wo sonst sollte ich besser Zuflucht finden als in eben diesem? 😉
      Das Kloster Marienhaus ist übrigens bereits das dritte in Folge, seitdem ich hier im Westerwald unterwegs bin. "A Kloster a day keeps the doctor away..." oder so.... 😉Ich schaue mir jedenfalls erstmal dieses Mutterhaus der Waldbreitbacher Franziskanerinnen an, werfe einen Blick in die Kirche und lasse mich von der friedlichen und entspannten Atmosphäre anstecken. Wenn ich es bis hierher trockenen Fußes geschafft habe, schaffe ich den Rest ja wohl auch noch locker-flockig.Also ab auf den Kreuzweg, der in Serpentinen wieder bergab führt und echt schön zu laufen ist. Von hier aus geht´s wieder über eine Brücke auf die andere Seite der Wied. Ein schmaler wurzeliger Waldpfad führt mich schließlich zurück zum Ausgangspunkt der Wäller Tour.Und das ist jetzt kein dramaturgisches Stilmittel: Just in dem Moment, als ich den Parkplatz wieder betrete, fängt es an zu regnen. Aber so richtig. Während sich das Gewitter nun endlich über mir entlädt, sitze ich gemütlich wieder in meinem Auto, lausche noch ein wenig dem gegen meine Scheiben prasselnden Regen und kann es kaum fassen, dass ich es tatsächlich trockenen Fußes geschafft habe.Das war alles in allem eine total empfehlenswerte Wanderung mit Gipfelglück durch das schöne Wiedtal - beim nächsten Mal dann aber hoffentlich ein klitzekleines bisschen weniger gehetzt und mit viel mehr Muße. Dafür seid Ihr dann jetzt zuständig! 😉Und hier geht's zu meinem ausführlichen Blogartikel zum Wandern im Westerwald mit ganz vielen Infos, Tipps und Geschichten. Viel Spaß beim Lesen! 😊couchflucht.de/wandern-westerwald

      • 11. Juli 2021

  3. COUCHFLUCHT war Fahrrad fahren.

    10. Juli 2021

    Daniela K. 😊, Sonja und 257 anderen gefällt das.
    1. COUCHFLUCHT

      Heute hab ich mich aufs Rad geschwungen und von Hachenburg aus eine schöne Runde zur Westerwälder Seenplatte gedreht.Über Forstwege geht es auf dem Nisterradweg in Richtung Dreifelden, easy zu fahren, ab und zu ein paar schöne Ausblicke. Diese werden allerdings durch das auch im Westerwald reale Waldsterben getrübt. Was hier alles abgeholzt werden muss, weil es aufgrund des Borkenkäfers nicht mehr zu retten ist, ist schon traurig und lässt sich einfach nicht mehr schön reden...Ich fahre am Alpenroder Sendeturm vorbei und checke leider zu spät, dass er sogar begehbar ist. Von der 73 Meter hohen Aussichtsplattform aus hätte ich bestimmt eine tolle Westerwald-Aussicht genießen können. Hier gibt's auch die Alpenroder Hütte mit Biergarten, die ein beliebter Biker-Treffpunkt zu sein scheint und echt einladend ausschaut. Aber es ist noch zu früh für eine Rast, und so radle ich weiter nach Dreifelden. Schon bald erreiche ich den Dreifelder Weiher, der der größte der aus insgesamt sieben Seen bestehenden Westerwälder Seenplatte ist. Der Holzsteg über das kleine Moorgebiet und den Wiedeinlauf ist richtig idyllisch und ein super Fotomotiv. Von hier aus beobachte ich ein paar Wasservögel und erfahre bald, dass die komplette Westerwälder Seenplatte ein Vogel- und Naturschutzgebiet ist. Von der NABU-Stiftung erworben, wird hier alles dafür getan, um den Artenreichtum zu erhalten und auszubauen. 😊Der Wanderweg rund um den Dreifelder Weiher ist herrlich entlang des Uferbereichs angelegt. Es gibt einen kleinen Vogelbeobachtungsturm, von dem aus man auch eine tolle Aussicht auf die Schilflandschaft hat.Über einen wurzeligen Waldweg erreiche ich dann eines meiner heutigen Highlights: Die große Weide direkt am Weiher, auf der eine Herde schottischer Hochlandrinder fleißig vor sich hin grast. Ich versuche sie mit allen meinen Mitteln dazu zu überreden, für ein paar Fotos zu posieren, aber ich bin leider nicht mal halb so interessant wie das frische, saftige Gras. 😂 Aber nachdem ich geduldig abwarte, erwische ich dann doch eine kurze Fresspause und fange einen der Jungs frontal mit meiner Kamera ein. 😍An einem großen Waldspielplatz vorbei radle ich nun weiter zu den nächsten Seen und mache genau zwischen Brinkenweiher und Postweiher eine kleine Pause. Echt idyllisch hier!See Nummer 4 von 7 ist der Haidenweiher, der obwohl er direkt an der Landstraße liegt, ein entspanntes Fleckchen ist. Hier lassen sich Haubentaucher, Reiher, Eisvögel und - wenn man Glück hat - sogar Fischadller beobachten.Auf der anderen Seite des Dreifelder Weihers beschließe ich, einen kleinen Trail am Seeufer mitzunehmen. Der wurzelige Pfad mit Seeblick wird auf Komoot übrigens auch "Auenland-Trail" genannt - und der Name passt! 🤩Auf meinem Rückweg mache ich noch einen kleinen Abstecher zur Burgruine Steinebach. Hier blühen im Burggraben verschieden farbige Seerosen. Über Feld-, Wiesen und Waldwege fahre ich nun durch das grüne und idyllische Wiedtal. Die Wied plätschert fröhlich neben mir, während ich mich langsam wieder Hachenburg nähere. Bevor ich mir aber die barocke Altstadt anschaue, bin ich noch neugierig auf das Kloster Marienstatt.Gut, dass ich mich noch für den Extra-Schlenker entscheide, denn die ganze Klosteranlage mit dem gepflegten Klostergarten ist wahnsinnig sehenswert und beeindruckend. Hier leben tatsächlich noch Mönche des Zisterzienser-Ordens, und als ich in die gotische Basilika hinein luge, sind sie in Gebete und chorale Gesänge vertieft. Die Atmosphäre ist wirklich feierlich und berührt mich.Nachdem ich mir alles ganz genau angeschaut habe, muss ich unbedingt noch die alte, mehrbogige Steinbrücke, die zur Abtei führt, unter die Lupe nehmen. Was für ein schöner Ort an der Großen Nister, die mich ja schon auf meiner Wanderung am Vortag begleitet hat. 🤩So, jetzt aber wirklich zurück nach Hachenburg. Das Örtchen mit seiner schönen Altstadt, dem große Marktplatz und den barocken Zunftschildern gefällt mir richtig gut. Ich schlendere noch ein wenig durch die Gassen und lasse mich treiben, bevor ich dann meine Füße endgültig nur noch hochlege.🤗Und hier geht's zu meinem ausführlichen Blogartikel zum Wandern im Westerwald mit ganz vielen Infos, Tipps und Geschichten. Viel Spaß beim Lesen! 😊couchflucht.de/wandern-westerwald

      • 10. Juli 2021

  4. COUCHFLUCHT war wandern.

    9. Juli 2021

    bbhexe, Jochen #mtbbikerruhrgebiet und 294 anderen gefällt das.
    1. COUCHFLUCHT

      Ich bin für vier Tage im Westerwald zum Wandern, eine Region, an der ich ehrlicherweise bisher immer auf der A3 dran vorbeigefahren bin.Nach der heutigen zehnten Etappe des Westerwaldsteigs frage ich mich aber nun wieso, denn die Ecke braucht sich wahrlich nicht hinter der Eifel, dem Sauerland oder dem Bergischen Land zu verstecken.Ich breche an der alten Bruchsteinbrücke von Limbach zur Wanderung auf und laufe an der Kleinen Nister entlang. Es geht zunächst über einen Wiesenpfad, wo mich blau schimmernde Libellen begleiten. Und dann wird's direkt richtig wild, ich bin anscheinend im grünen Westerwälder Dschungel gelandet. Der schmale Wurzelweg mit Bachgeplätscher zur einen und Schieferfelsen zur anderen Seite zieht mich direkt in seinen Bann. So etwas hätte ich gleich zu Beginn der Tour nicht erwartet. Die Kroppacher Schweiz - so heißt diese Region im Westerwald - hat es mir jetzt schon angetan. 😊Schon hier erwarten mich kleinere drahtseilversicherte Passagen, so dass ein wenig Trittsicherheit echt nicht schaden kann.Am Schiefer-Aussichtsfelsen der Hohen Ley (inklusive Gipfelkreuz) genieße ich eine sehr schöne Aussicht ins Nistertal und die Kroppacher Schweiz. Ich wandere jetzt auf dem Marienwanderweg, der an manchen Stellen ein wenig zugewuchert ist, was das Urwaldfeeling noch verstärkt. Also keine Angst vor etwas Dornengestrüpp und mitunter rutschigen Wurzeln. Mit guten Wanderschuhen ist das alles überhaupt kein Ding und macht einfach nur Spaß!Bis zum historischen Schieferbergwerk Assberg verläuft diese Westerwald-Etappe fast nur auf Pfaden, so dass der Name "Steig" echt mal verdient ist.Nun zum Bergwerk - das ist frei zugänglich, kostet keinen Eintritt und kann ganz auf eigene Faust und rund um die Uhr einfach so erkundet werden. Das finde ich echt krass. Eine kleine Spendenbox steht am Eingang bereit. Ich überlege, ob ich mich über die Leitern nach unten ins Dunkle trauen soll. Schließlich atme ich ein paar mal tief durch und wage das Abenteuer. Von der Decke tropft es, und ich gelange zu einer kleinen Grotte, in der früher Schiefer abgebaut wurde. Ganz alleine ist das aber doch ein wenig spooky, und so mache ich mich lieber schnell wieder auf dem Weg nach draußen. Trotzdem: Dieses kleine Abenteuer sollte man nicht verpassen, wenn man auf dem Weg ist!Ich wandere jetzt auf einem steilen Treppenpfad wieder hinab und bin danach eine Weile auf etwas breiteren Wegen unterwegs. Entlang der Nister ist es aber herrlich idyllisch und unfassbar grün, so dass das das nicht weiter stört. Überall gibt es kleine Holzstege und Brücken über den Bach, am Rand des Weges wuchert der Fingerhut wie wild und sorgt für schöne Farbkleckse.An der Brücke bei der Haßlochmühle ist der Weg wegen "Holzpflegearbeiten" vorübergehend gesperrt. Eine gelbe Umleitung ist ausgeschildert. Leider verpasse ich anscheinend eine der Markierungen und wechsle nach einem kurzen Abschnitt durch Heuzert zu früh wieder auf den Westerwaldsteig. Was ich aber erst bemerke, als ich am Biergarten Wilhelmsteg ankomme, weil dort wieder eine Sperre ist. Ich hab mich nämlich schon die ganze Zeit gewundert, warum hier immer noch so viele abgeholzte Bäume liegen.... 🙈 Leider ist der Biergarten heute geschlossen, schade, eine Waffel hätte ich gut vertragen können. 😉Von einem anderen Wanderer erfahre ich, dass seit einigen Jahren wieder Wildlachse in der Nister angesiedelt wurden und sich scheinbar hier so richtig wohl fühlen. 😊 Was für eine schöne Entwicklung in diesem Naturparadies!Nun komme ich zu einem meiner absoluten Lieblingsplätze auf dieser Westerwaldsteig-Etappe, dem Zusammenfluss von Großer und Kleiner Nister. Ein total idyllischer Rastplatz am rauschenden Wasser, wo man so richtig Energie tanken kann. "Das Deutsche Eck des Westerwaldes" wird diese Stelle auch genannt!Bald geht es mal wieder auf einen Steg über die Nister zum Lokal am Nisterstrand mit nettem Biergarten, bei meinem Glück leider auch heute geschlossen. Na ja, dann packe ich am Aussichtspunkt der "Spitzen Ley" halt meine Müsliriegel aus. 😂 Ein bisschen Energie zu tanken kann nicht schaden, denn jetzt folgt ein riesiges Highlight: Der Weltende-Naturpfad. Was schon spektakulär klingt, verspricht definitiv nicht zu viel. Alpines Feeling im Westerwald!Der Pfad am Steilhang der Nister verlangt auf jeden Fall gutes und festes Schuhwerk und Trittsicherheit. An manchen Stellen wäre ich sogar über meine Wanderstöcke dankbar gewesen, aber mit Festhalten ging es auch so. Auf diesem wildromantischen und abenteuerlichen Naturpfad warten nämlich so einige Kraxeln-Passagen mit drahseilversicherten Abschnitten, Haltegriffen und einigen Trittstufen. Ich bin völlig begeistert, so etwas hätte ich im Westerwald definitiv nicht erwartet! Tolle Aussichten und einige spannende "Schlüsselstellen", ich bin echt erleichtert, dass mir keine anderen Wanderer entgegen kommen. Geschafft! 🤩 Es gibt übrigens auch eine gemütlichere Variante, wenn man nicht ganz so trittsicher und schwindelfrei ist.Zum Ende der zehnten Etappe ändert der Steig nochmal seinen Charakter, und ich wandere nun über Wiesenwege dem Etappenziel entgegen. Ein paar weite Ausblicke und schöne Aussichten später komme ich schließlich schon gegen Abend an der Pforte des Klosters Marienthal an. Die gelbe Wallfahrtskirche des ehemaligen Franziskanerklosters sieht man schon von weitem, und es gibt so einige Einkehrmöglichkeiten und Biergärten im kleinen Ortsteil. Definitiv ein perfekter Start in meine Westerwald-Wander-Woche! 🤩Und hier geht's zu meinem ausführlichen Blogartikel zum Wandern im Westerwald mit ganz vielen Infos, Tipps und Geschichten. Viel Spaß beim Lesen! 😊couchflucht.de/wandern-westerwald

      • 9. Juli 2021

  5. COUCHFLUCHT war wandern.

    4. Juli 2021

    04:15
    11,3 km
    2,7 km/h
    520 m
    530 m
    Sonja, Ewa und Christof und 232 anderen gefällt das.
    1. COUCHFLUCHT

      Das Beste kommt zum Schluss! 🤩So auch bei meiner Nauders-Touren-Collection. Aber genau gesagt sind wir gar nicht mehr in Nauders, sondern haben einen Tagesausflug zum Kaunertaler Gletscher gemacht. Ich hatte ja schon vorher gehört, dass es dort ziemlich schön sein soll, aber mit solch einer Landschaft der Superlative hatte ich nun wirklich nicht gerechnet!Deswegen gibts hier heute auch noch viel mehr Fotos als es sonst schon bei mir üblich ist. 🥳Wir sind zunächst mal komplett die Kaunertaler Gletscherstraße hochgefahren (Maut pro Tag und Fahrzeug EUR 25,- LOHNT SICH!). Wahnsinn, wie die Vegetation sich von Meter zu Meter, von Kurve zu Kurve, verändert und immer alpiner wird. Überall stehen Kühe auf oder an der Straße, also Geduld mitbringen. 😂Die Idylle ist einfach atemberaubend. Ihr wisst ja mittlerweile, dass ich zu Schwärmereien neige, aber was soll ich machen, wenn es einfach so unverschämt schön im Kaunertal ist?! 😍Diese Wanderung ist für mich eine "Once in a Lifetime-Wanderung", die jede:r mal gemacht haben sollte. Ich hab auch keine Ahnung, wie ich mich hier kurz fassen soll, weil diese Tour meine Glückshormone hat übersprudeln lassen...Start ist am Parkplatz der Ochsenalmbahn. Sobald man losläuft, sieht man schon, was auf einen zukommt: Die Gletscherzunge des Gepatschferners, der wir uns Schritt für Schritt nähern.Der Pfad ist wunderschön, führt oft über oder durch kleine Bächlein mit wunderschönen Rückblicken auf den Gepatsch-Stausee. Ein bisschen Trittsicherheit kann nicht schaden.Die ersten roten Felsen des Fernergries, Spuren der Eiszeit, sind auch schon nahe und begeistern mit ihren Farben.Der Weg zum Gletschertor ist mit Hinweisschildern versehen, die dokumentieren, wie die Gletscherzunge seit 1971 immer weiter zurückgeht und schmilzt. Das macht traurig und berührt, zugleich stockt einem einfach nur die Atem, wie gewaltig und beeindruckend die Natur hier trotz allem ist.🤩Man kommt wirklich irre nah an die Gletschersohle an, der perfekte Platz für eine Rast und um einfach nur zu staunen.Zurück geht es erstmal ein Stückchen auf dem gleichen Pfad, bis wir dann so richtig in die vom Gletscher geformte Rote-Felsen-Landschaft einsteigen. Ich bin völlig aus dem Häuschen und denke fast, ich bin in einem US-Nationalpark. In Utah oder so. Ein Murmeltier rennt über unseren Weg, überall blühen Alpenrosen am Wegesrand.Wie schön kann eine Bergwelt sein? Der komplette Gletscherlehrpfad ist ein Traum! Weiter unten passieren wir den Einstieg zu einem Klettersteig. Im Fernergarten grasen und chillen überall Prachtexemplare des Tiroler Grauvieh.Zurück zum Parkplatz geht es über die Gepatsch Alm und die Obere Birg Alm (beide nicht bewirtschaftet).Erstmal erholen von all dieser Reizüberflutung, ich hoffe, ich gehe Euch noch nicht auf die Nerven mit meinen Schwärmereien, aber das war einfach zu schön heute!P.S: Fotos wie immer beim Hochladen durcheinandergewirbelt... Sorry!

      • 4. Juli 2021

  6. COUCHFLUCHT war wandern.

    3. Juli 2021

    04:48
    9,21 km
    1,9 km/h
    500 m
    480 m
    Klaus Gottbehüt, Joachim Koenig und 194 anderen gefällt das.
    1. COUCHFLUCHT

      Verzeiht, wenn die Fotos wieder in einer ziemlich chaotischen Mischung hochgeladen wurden, aber so ist's halt ne "bunte Tüte". 😉Boah, war das eine Hammer-Tour! Sie sollte uns eigentlich noch weiter auf den Berggipfel des Mataunkopf führen, aber wir waren aufgrund der vielen Schneefelder oben einfach zu schissig und sind dann doch nur bis zu den Goldseen gelaufen. Was aber völlig egal war, weil die alleine schon jeden Weg wert sind. 🤩 Bevor ich mich hier überschlage, fangen wir am Anfang an. 😉Start der Tour durch durchaus anspruchsvolleres Terrain ist die Bergstation der Bergkastelbahn.Von hier aus wandern wir über schmale und steinige Bergpfade in die hochalpine Landschaft, die mein Herz zum Glühen bringt. Murmeltiere pfeifen, verstecken sich aber gut vor uns. Nur ein kleiner Hase zeigt sich schüchtern zwischen ein paar Felsen. Je näher wir den Goldseen kommen, desto verblockter und felsiger wird der Untergrund, jedoch alles gut machbar. Ratsam ist es bei diesen Verhältnissen aber auf jeden Fall, Wanderstöcke dabei zu haben, da es doch an der einen oder anderen Stelle etwas kraxelig und geröllig ist.Wieder ist hier kein anderer Wanderer unterwegs, was mich unglaublich wundert, da es einfach sagenhaft schön ist. So ein wildes und naturbelassenes Gebiet!Die unglaublich intensiv blau leuchtenden Goldseen sind ein absolutes Wander-Highlight. Das eine oder andere Schneefeld auf dem Weg dorthin ist noch gut machbar oder kann ohne Probleme umgangen werden. Wir bewundern eine Weile die Schönheit der Landschaft und legen eine Pause ein. Den geröllreichen Bergkessel um uns herum müssen wir erstmal auf uns wirken lassen.Dann beschließen wir zu schauen, wie weit wir noch in Richtung Mataunkopf kommen. Bis zu zwei weiteren kristallklaren Goldseen kommen wir noch. Auch diese Karseen sind wunderschön. Wir sind jetzt auf fast 2.700 Meter, bis zum Mataunkopf wären es noch weitere 200 Höhenmeter, aber der geröllige Pfad wird auf dem Weg zum Gipfel durch immer mehr Schneefelder unterbrochen.Vielleicht wäre er sogar noch gut machbar gewesen, aber wir trauen uns nicht so recht, und beschließen lieber auf dem gleichen Weg zurückzukehren.Ansonsten hätten wir eine wunderschöne, aber auch ganz schön lange und anstrengende Rundtour machen können: Über die Perdossscharte zum Mataunkopf - weiter über den verlockend ausschauenden Berggrat zum Wölfeleskopf und Großen Schafskopf auf 3.000 Meter - langer Abstieg über das Saletztal und über Bergwiesen zur Piengalm und weiter ins Tal nach Nauders.Sicherlich eine grandiose Bergtour, aber nicht heute und nicht für uns. Schweren Herzens treten wir den Rückzug an, aber die Bergwelt ist einfach zu beeindruckend, um den Möglichkeiten weiter hinterherzutrauern.Besonders all die zarten und filigranen Bergblümchen verzaubern mich, so dass ich wieder in einen kleinen Fotorausch gerate. 😍 Die Geröllhalden wechseln sich nämlich immer wieder mit einer hochalpinen Heidelandschaft ab.Beim Abstieg zur Bergstation entdecken wir im letzten Drittel noch eine Alternative zum Hinweg, die uns sogar noch besser gefällt. Das Blockkar schaut aus, als hätte es wie wild Felsen geregnet. Zwischen den Steinhalden blühen Almrosen, vereinzelt wachsen alte Zirbenbäume und Lärchen - was für ein schöner Abschluss der Wanderung! 🤩

      • 3. Juli 2021

  7. COUCHFLUCHT war mountainbiken.

    2. Juli 2021

    02:36
    12,1 km
    4,6 km/h
    40 m
    840 m
    bbhexe, Jan Verbücheln 🤠 und 158 anderen gefällt das.
    1. COUCHFLUCHT

      Es lohnt sich eigentlich kaum, die Mini-Mountainbike-Tour hier reinzustellen, aber der Vollständigkeit halber, und weil die Piengalm so toll war, mache ich das trotzdem mal! 🤗Und vielleicht hat ja auch jemand anders mal müde Beine, wenn er/ sie in Nauders ist, und dafür ist diese harmlose Regenerationstour echt super!Start ist die Bergstation der Bergkastelbahn, die unsere Bikes bequem nach oben gondelt. Von dort aus fahren wir gemütlich über Forststraßen bergab durch den Kompatschwald, bis wir an eine Furt mit einem kleinen Steg kommen. Der Wasserfall kracht hier gewaltig nach unten, und die Stelle ist einfach perfekt, um die Füße mal abzukühlen und ins eiskalte Gebirgswasser zu halten. Ich glaube, mein Gesichtsausdruck auf dem einen Bild spricht Bände. 😉🥶Wir fahren am Bergresort Jochelius vorbei und machen einen Abstecher zur Piengalm. Aber es bleibt nicht bei einem kurzen Abstecher. Im Gegenteil, wir versacken ziemlich, und lassen es uns einfach mal gut gehen. Das ist auf jeden Fall meine absolute Lieblingsalm in Nauders. Total urig, idyllische Lage und sooo leckeres Essen. Egal ob Käsespätzle, Knödeltrio oder Marillenkuchen - ALLES ist dort empfehlenswert! 😋Von hier an gehts eigentlich nur noch locker bergab, immer am rauschenden Gebirgsbach entlang mit Blick auf den Piz Lad ins Tal.Nichts Spektakuläres mehr, außer ein paar chillenden Kühen und einem schönen Weitblick auf das Ortszentrum von Nauders, dem wir uns ganz gemütlich wieder nähern.Am Dorfbrunnen nochmal die Flaschen mit frischem Quellwasser auffüllen, und schon sind wir wieder zurück in der Ferienwohnung, wo wir weiter hemmungslos faulenzen. Die nächste große Tour kann kommen! 🥳

      • 2. Juli 2021

  8. COUCHFLUCHT war wandern.

    1. Juli 2021

    Doreen, Ewa und Christof und 198 anderen gefällt das.
    1. COUCHFLUCHT

      Wenn Ihr mal in Nauders am Reschenpass oder in der Nähe im Dreiländereck seid, macht diese Tour! 🤗 Also nur, wenn Ihr Lust auf Bergidylle habt natürlich... 😉Ich starte am Berggasthof Parditsch, der gerade noch eine Großbaustelle ist und wandere über wunderschöne schmale Pfade bergauf durch den Wald und über Bergblumenwiesen. Ich bin ja so und so schon vom Weg begeistert, aber ab dem Bazahlerkopf auf 2.156 m wird's dann so richtig unverschämt schön. Schon auf dem Weg zur Fluchtwand hat man eine atemberaubende Aussicht auf die umliegenden Täler und Bergspitzen - bis hin zum Ortlermassiv 😍! Nebenbei fühle ich mich, als würde ich durch ein Meer von Berg- und Wildblumen laufen.Und dann entdecke ich neben dem blauen Enzian plötzlich sogar mein allererstes Edelweiß. 🤩 Es ist
      zwar noch recht klein und mickrig, aber ich freue mich trotzdem riesig, dass ich so einen seltenen Fund gemacht habe. Was für ein kleiner Glücksmoment!
      Wenig später muss ich mich entscheiden - entweder weiter dem T2 Bergweg hinauf zur Fluchtwand folgen oder auf den Edelweißsteig (leichter Klettersteig) wechseln. Da ich alleine unterwegs bin und doch zu sehr Angst vor zittrigen Beinen habe, bleibe ich dann doch lieber auf dem roten Bergweg. Vielleicht wäre der Edelweißsteig noch schöner und noch spektakulärer gewesen, dafür aber auch garantiert noch ausgesetzter. Und da reicht mir ehrlich gesagt mein roter Weg, der auch schon abschnittsweise drahtseilversichert ist.Oben an der Fluchtwand angekommen bin ich alleine (wie auch übrigens auf dem kompletten Rest der Wanderung - das ist echt der Wahnsinn und fast erschreckend, dass hier so GAR nix los ist, obwohl es doch so herrlich schön ist)!Tibetische Gebetsfahnen wehen im Wind, und die Abbruchkante der Steilwand ist zum Glück mit einem Drahtgeländer gesichert. Gottseidank! Es geht nämlich richtig krass und steil nach unten!Ansonsten Weite, grüne Wiesen, Bergpanorama in alle Richtungen und Windböen, die ohrenbetäubend sind. Die Idylle hier auf 2.328 Metern Seehöhe ist perfekt!Ich mache erstmal eine ganze Weile Rast an diesem schönen Ort, bis ich dann weiter auf einem schmalen Steig Richtung Labaun Hochleger und Zadresjoch wandere. Die ersten Alpenrosen blühen auch schon, und ich mache mit dem Schafskopf einen etwas gruseligen Fund.Vom Zadresjoch (2.397 m) aus könnte ich nun noch weiter auf den Schmalzkopf (2.728 m), einem der Hausberge von Nauders wandern. Da mir die Höhenmeter für heute eigentlich reichen, laufe ich von hier aus lieber wieder bergab, um bei der Labaunalm einzukehren. Eine tolle Jausenstation bei der ich mir eine leckere Kaspressknödel-Suppe schmecken lasse. Ich folge nun der Forststraße weiter bergab, wechsle aber bald wieder auf einen Wandersteig, der mich zurück zum Berggasthof Parditsch führt.Von hier aus schlängele ich mich dann an einigen Kuhblockaden vorbei Richtung Tal nach Nauders zurück.Fazit: SCHÖN!

      • 1. Juli 2021

  9. COUCHFLUCHT war wandern.

    30. Juni 2021

    Anne, Pam und 169 anderen gefällt das.
    1. COUCHFLUCHT

      Tag 2 in Nauders ⛰Geplant war eigentlich nicht diese kurze Variante der Wanderung. Wir hatten nämlich vor, vom Dorf Nauders bis zur alten Festung zu laufen und von dort aus über die steilen Treppen und Leitern am Hang in den Kaiserschützenweg einzusteigen.Bis zur Festung sind wir auch gekommen, leider war der Steig jedoch von der Seite wegen Bergsicherungsarbeiten am Hang gesperrt. So ein Mist! Also den kompletten Weg wieder zurück, erstmal ne kurze Pause eingelegt und dann von der etwas oberhalb von Nauders gelegenen Norbertshöhe wieder neu gestartet - dieses Mal in die andere Richtung...Na ja, ich hab die Fotos von der Festung (Sperre Hochfinstermünz) und den ausgemusterten Panzern des kleinen Militärmuseums jetzt trotzdem hier eingefügt, weil sie ja eigentlich Teil der kompletten geplanten Runde waren. Auf den abenteuerlichen Aufstieg von der Festung aus mussten wir also leider verzichten... So hatte wenigstens dann auch meine Höhenangst keine Chance.Ok, wir sind also ganz gemütlich von der Norbertshöhe im österreichisch-schweizerischem Grenzgebiet auf 1.405 Meter Höhe aus gestartet. Von dieser Passhöhe steigen wir ganz entspannt hoch zur Schöpfungswarte, einem superschönen Aussichtspunkt ins Schweizer Engadin mit Inntalblick. Über einen schönen Waldsteig machen wir Höhenmeter bergauf und gelangen dann bald zum Einstieg in den Kaiserschützenweg.Hier gibt es reichlich zu entdecken. Alte militärische Stellungen mit Laufgräben auf den Sellesköpfen, die auch als Mahnmal dafür gelten, dass der Frieden in der westlichen Welt bei weitem keine Selbstverständlichkeit sind. Der Weg ist nicht nur landschaftlich wunderschön, sondern besonders historisch bedeutsam. Alte Kavernen und Schützengräben aus dem ersten Weltkrieg dienten als Rückhalt. Der Pfad führt von der Festung Nauders mit einer Länge von 2,5 Kilometern bis zu den Wehranlagen auf den Sellesköpfen. Er erhielt den Namen Kaiserschützenweg in Erinnerung an die gleichnamige militärische Gebirgseinheit, die es zur Verteidigung Tirols gab. Überall stehen Schautafeln, die Einblicke in die Geschichte der Kaiserschützen geben und von den Einsätzen aus jener Zeit erzählen. Teilweise führt der Pfad am Hang entlang, teilweise gibt es sogar kleine drahtseilversicherte Abschnitte.Es lohnt sich immer die Augen aufzuhalten und auch mal links und rechts des Weges auf Erkundungstour zu gehen.Neben all diesen Zeugnissen der Vergangenheit ist die Tour aber auch landschaftlich ein Highlight. Wunderschöne Almwiesen und vor allem eine wilde Herde von Schafen begleiten uns auf den Sellesköpfen.Von einem Aussichtspunkt aus können wir das alte Zollamt von Altfinstermünz im Tal erblicken. Auf der anderen Seite der Sellesköpfe genießen wir den Blick auf das im Tal liegende Nauders im Abendlicht.Schließlich laufen wir über schöne Waldpfade wieder zurück zur Norbertshöhe.
      Das war eine echt tolle und entspannte Tour mit spannenden Zeugnissen der Geschichte!

      • 30. Juni 2021

  10. COUCHFLUCHT war mountainbiken.

    29. Juni 2021

    07:57
    41,6 km
    5,2 km/h
    1 570 m
    1 560 m
    Meggi, Anke 67 und 207 anderen gefällt das.
    1. COUCHFLUCHT

      Endlich wieder in den Bergen! Wie hab ich das vermisst! ⛰❤️Ausgangspunkt für unsere Touren (Wandern und Mountainbike) an diesem und in den folgenden Tagen ist das Örtchen Nauders am Reschenpass. Mitten im Dreiländereck Österreich - Italien- Schweiz gelegen hat man hier im wahrsten Sinne des Wortes unbegrenzte Möglichkeiten.Unsere erste Bike-Tour startet direkt in Nauders auf dem Radweg zwischen Nauders und Reschen. An der Bergkastel-Seilbahn kann man sich inklusive Bike hochgondeln lassen. Um ein wenig Geld zu sparen, sind wir allerdings die Serpentinen der Forststraße hochgestrampelt.Die erste Belohnung in Form eines frischen Almdudlers wartet an der Stieralm, einer modern renovierten Hütte mit toller Aussicht auf Nauders im Tal. Von hier aus folgen wir dem Plamort Trail, einem superschönen und flowigen T1-Trail, der durch ein kleines Hochmoor zu den Plamortböden an der Grenze D/ IT führt. Ich bin sofort hin und weg von der traumhaften Landschaft auf diesem Hochplateau und den zutraulichen Wildpferden, die uns auf dem Weg entgegenkommen. Wie idyllisch ist das hier bitte? Ein kleines, rauschendes Bächlein begleitet uns bis zu den alten Panzersperren und Bunkern, die bezeugen, wie geschichtsträchtig die Region ist.Kurz darauf folgt mit dem Aussichtsfelsen direkt über dem Reschensee einer meiner absoluten Lieblingsblicke in der Dreiländer-Region. 🤩 Der Weitblick reicht bei klarem Wetter bis zum König Ortler! ⛰Bergab zum Reschensee fahre ich über die geschotterten Waldwege, mein Freund wählt den den technisch etwas schwierigeren Bunkertrail.Und kaum sind wir unten am Stausee (der mit dem berühmten aus dem Wasser ragenden Kirchturm) anbekommen, gehts auch direkt wieder bergauf. Unser Ziel: Die Rescher Alm. Einen Teil des Aufstiegs legen wir mit der Schöneben-Seilbahn zurück und fahren dann erstmal auf dem neuen Schöneben-Flowtrail wieder ein Stück nach unten. Dieser schlängelt sich von der Bergstation Richtung Tal - rund um die vielen Zirbenbäume - und macht echt Spaß.An der Rescher Alm - mal wieder mit traumhaften Blick auf den im Tal liegenden Reschensee - gibts erstmal ne längere Pause: Hüttennudeln und Kaiserschmarren inklusive. Niedlich sind auch die beiden Esel vor Ort, die uns lautstark begrüßen. Na ja, hier kann man jedenfalls ganz schön versacken. 😉Wir schaffen es dann doch weiter und fahren nochmal an alten Bunkeranlagen aus dem 1. Weltkrieg vorbei auf einem wunderschönen Höhenweg. Der nun folgende 3-Länder-Trail ist fahrtechnisch schon etwas anspruchsvoller (S2) für mich, aber so so toll. Dieser Trail macht echt Laune und bietet so ziemlich alles, was das Mountainbiker-Herz erfreut. Dichte Wurzelteppiche, traumhafte Ausblicke und super flowig! Er führt uns zum Grünsee, einem, ruhigen und mega-idyllischen See, der seinen Namen verdient hat. Die Landschaft erinnert mich an Schweden und lädt zu einer ausgiebigen Rast (inkl. erfrischendem Bad) ein.Eine herrliche Hochmoor-Gegend, die uns kurz danach mit dem Schwarzen See schon das nächste Highlight bietet. Hier ist's nicht weniger schön. Seerosen blühen, wir treffen wieder auf Wildpferde und eine kleine Herde Kühe mit ihren Kälbern, und fühlen uns wie in eine Bilderbuch-Idylle katapultiert. Auf einer Höhe von 1.725 Meter befindet sich der Schwarzsee zwischen dem Kleinen und Großen Mutzkopf -ein echtes Naturjuwel! 🤩Nun sind wir wieder auf österreichischem Boden angelangt und nehmen ab der Jausenstation Riatschhof noch den flowigen Family Trail ins Tal nach Nauders mit. Was für eine fantastische Tagestour, die man prima mit dem E-MTB oder auch mit Hilfe der Seilbahnunterstützung gut ohne Motor fahren kann. 😍

      • 29. Juni 2021

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