Burkhard đŸ””âšȘ
 

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  1. Burkhard đŸ””âšȘ war wandern.

    vor 5 Tagen

    02:15
    9,78 km
    4,3 km/h
    130 m
    120 m
    Hans Wurst - Das Original, Claudia und 88 anderen gefÀllt das.
    1. Burkhard đŸ””âšȘ

      Nach langer Zwangspause wegen Nebenwirkungen der Coronaimpfung, die mir auf die Pumpe gegangen ist, habe ich heute ausprobiert, ob zumindest wieder lĂ€ngere SpaziergĂ€nge drin sind. Dazu habe ich den Besuch des Hertha-Spiels gegen FĂŒrth mit einer kleinen Tour durch Charlottenburg verbunden, natĂŒrlich mit Schwerpunkt auf dem runden Leder... Aufzeichnung und Fotos habe ich heute anders als sonst mit dem Telefon gemacht. Mein erstes Zwischenziel war ein wahrhaft fußballhistorischer Ort, der heute fast vergessen ist, der frĂŒhere Athletik-Sportplatz. Er wurde 1899 sĂŒdlich des Bahnhofs Charlottenburg erbaut und gilt als das erste reine Fußballstadion Deutschlands, da der Platz nicht nur ĂŒber Rasen, feste Tore mit Netzen sowie eine ĂŒberdachte TribĂŒne fĂŒr mehrere hundert Zuschauer verfĂŒgte, es gab auch keine Lauf- oder Radbahn, die das Publikum vom Geschehen trennte (östlich davon befand sich die 1897 eröffnete Radrennbahn am KurfĂŒrstendamm). DarĂŒber hinaus war er zur Eröffnung Schauplatz der ersten beiden 'Ur-LĂ€nderspiele' in Deutschland, bei denen eine deutsche Auswahl gegen eine englische Auswahl antrat. Am 23. und 24. November 1899 setzte es zwei deftige Niederlagen (2:13 und 2:10), da der DFB noch nicht gegrĂŒndet war, tauchen diese Spiele in der Statistik aber nicht auf... Nach dieser fulminanten Einweihung wurde der Platz hauptsĂ€chlich vom BFC Preussen genutzt, bis er 1903 geschlossen und dem Wohnungsbau geopfert wurde. Auf diesem Plan von 1900 kann man die damalige Lage der Sportanlage erkennen:digital.zlb.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:kobv:109-opus-104299 Normalerweise gibt es in Berlin ausreichend Hinweistafeln auf mehr oder weniger bedeutende Orte, dafĂŒr habe ich nichts gefunden. Danach machte ich einen Schlenker zum Halensee - der hat zwar mit Fußball nichts zu tun, aber Eishockey ist ja auch ein schöner Sport, und hier fand am 4. Februar 1897 das erste (ĂŒberlieferte) Eishockeyspiel Deutschlands statt, bei dem der Akademische Sport Club Berlin gegen eine gemischte Studentenmannschaft 11:4 gewann. Das MessegelĂ€nde habe ich rechts liegen gelassen, obwohl es ein echter SportstĂ€ttenfriedhof ist und thematisch gepasst hĂ€tte - ein anderes Mal vielleicht... Das nun angesteuerte Mommsenstadion ist schon wegen des Namens besonders - welches andere Stadion ist nach einem Historiker benannt? 1930 wurde es als SCC-Stadion eröffnet. 1934 zog das Theodor-Mommsen-Gymnasium in den TribĂŒnentrakt, was nur eine kurze Episode blieb, aber der Name blieb hĂ€ngen. Bei den Olympischen Spielen 1936 fanden hier vier Achtel- bzw. Viertelfinalspiele statt. Heute hat es zwei Hauptnutzer: Tennis Borussia kĂ€mpfte in den 1950er Jahren auf Augenhöhe mit Hertha und Tasmania um den Platz als Berliner Nr. 1, aber als es um die Qualifikation um die Bundesliga ging, konnten die 'Veilchen' nicht mehr mithalten. Nach zwei Jahren Bundesliga in den 1970er Jahren und etlichen Jahren in der Zweiten Liga (zuletzt 2000) stĂŒrzte der Verein bis in die Sechstklassigkeit ab, heute ist es immerhin wieder die Regionalliga. Der SCC ist eher als Leichtathletikverein bekannt, die Fußballer waren 1983/84 in der 2. Bundesliga unterwegs, mit dem jungen Andreas Köpke im Tor.
      Hertha-Fans erinnern sich gerne an die Saison 1992/1993, als die legendĂ€ren 'Hertha-Bubis' (die zweite Mannschaft) bis ins DFB-Pokalfinale stĂŒrmten - hier im Mommsenstadion wurden Hannover 96 (Achtelfinale, 4:3) und der 1. FC NĂŒrnberg (Viertelfinale, 1:0) ausgeschaltet...
      Anschließend bestieg ich den Drachenberg, um schon mal einen Blick auf das Olympiastadion zu werfen - Vorfreude! Nach dem Georg-Kolbe-Hain wurde es entig - im Teich an der Sensburger Allee schwammen Enten durch die gleichnamige GrĂŒtze, und das Loriot-Grab auf dem Friedhof Heerstraße war liebevoll mit Quietscheentchen geschmĂŒckt. Den ins Auge gefassten Schlenker ĂŒber das OlympiagelĂ€nde habe ich weggelassen, diese Tour war auch so schon ziemlich ambitioniert fĂŒr mein derzeitiges Leistungsvermögen. Drum ging ich gleich zu meinem Ziel, dem Olympiastadion, zu dem es viel zu sagen gĂ€be... heute nur so viel: Ich mag es und verbinde viele Erinnerungen damit - und dennoch hoffe ich, dass es in naher Zukunft ein eigenes Hertha-Stadion gibt!

      • vor 5 Tagen

  2. Frank Meyer und 38 andere haben eine Wanderung geplant.

    vor 6 Tagen

    1. Frank Meyer

      Liebe Wanderfreunde,... leider im Moment noch keine konkrete Einladung zur nĂ€chsten Gruppentour. Diese wird voraussichtlich im Oktober stattfinden, mehr dazu in KĂŒrze. Ich denke gerade noch ĂŒber den Modus und die Strecke nach.Meine Streckenauswahl fĂŒr die Wandersaison 2022 beim MĂ€rkischen Wanderbund steht an, außerdem bin ich noch unschlĂŒssig wegen der kommenden Gruppentouren, die ich per komoot bzw. ĂŒber meinen Wanderblog im besten Fall wieder monatlich anbieten will.Da ich ja immer offen fĂŒr neue Konzepte bin, mir das 'Agieren auf Augenhöhe' wichtig ist und ich technische Hilfsmittel sehr gerne einsetze im Wanderbereich, möchte ich euch um eure Meinung, eure PrĂ€ferenzen und ggf. auch OptimierungsvorschlĂ€ge auf diesem Weg bitten.DafĂŒr findet ihr in der dazu erstellten Collection unter: komoot.de/collection/1324721/-geplante-gruppenwanderungen eine Vorauswahl von gut 50 Touren, die ich ĂŒberwiegend bereits exakt so selbst gewandert bin. DafĂŒr habe ich hunderte von Wanderungen der letzten 6 Jahre auf ihre Eignung als Gruppentour geprĂŒft, was die AttraktivitĂ€t, die Erreichbarkeit, die Witterungsfestigkeit und natĂŒrlich die StreckenlĂ€nge betrifft.Am Ende hat mich selbst erstaunt, wie viele Touren ich jederzeit wieder alleine wandern wĂŒrde, aber eben nicht in der Gruppe, aus unterschiedlichsten GrĂŒnden ...Stimmt dazu bei Interesse bitte anonym ab, welche Touren davon ihr in der Gruppe mit mir wandern möchtet unter: wandern-berlin-brandenburg.de/abstimmung-geplante-gruppenwanderungen
      Bis 30.09. offen, jeweils 5 Auswahlen sind dort möglich.
      Schreibt gerne zusÀtzlich hier oder in der Collection im Kommentar euer Feedback, Anregungen, eigene Ideen etc.

      • vor 6 Tagen

  3. Burkhard đŸ””âšȘ und KN waren wandern.

    5. August 2021

    02:09
    7,75 km
    3,6 km/h
    90 m
    90 m
    1. Burkhard đŸ””âšȘ

      Die zweite Tour im Naturschutzgebiet BĂžtĂžskoven, diesmal von BĂžtĂž aus, aber wieder keine Pferde gesehen... Zum Schluss sind wir noch zu einem Aussichtsturm und einer VogelbeobachtungshĂŒtte am Naturschutzgebiet BĂžtĂž Nor, durch das keine Wege fĂŒhren, gegangen.

      • 5. August 2021

  4. Burkhard đŸ””âšȘ und KN waren wandern.

    1. August 2021

    03:07
    12,3 km
    4,0 km/h
    130 m
    130 m
    Burkhard, Diana aus Brandenburg und 51 anderen gefÀllt das.
    1. Burkhard đŸ””âšȘ

      Unsere heutige Tour fĂŒhrte uns in den Wald Korselitse Østerskov an der OstkĂŒste von Falster. Wir starteten im kleinen KĂŒstenort HesnĂŠs. Nach kurzer Zeit gelangten wir zum ØrnehĂžj (AdlerhĂŒgel), einem Langdolmen aus der Bauernsteinzeit. Danach erreichten wir die SteilkĂŒste und folgten ihrem Verlauf nach Norden, meist auf schönen kĂŒstennahen Pfaden. An einer nur wenig erhöhten Stelle des Weges konnten wir zum Ufer gehen, wo wir Rast machten. Da uns der KĂŒstenweg so gut gefallen hat, haben wir den ursprĂŒnglichen Plan einer Rundtour aufgegeben und sind auf demselben Weg zurĂŒckgewandert.

      • 1. August 2021

  5. Burkhard đŸ””âšȘ war wandern.

    31. Juli 2021

    04:23
    21,8 km
    5,0 km/h
    440 m
    440 m
    Burkhard, Diana aus Brandenburg und 40 anderen gefÀllt das.
    1. Burkhard đŸ””âšȘ

      Bei ordentlichem Wind, aber ohne Regen habe ich eine Tour um die SĂŒdspitze von Falster gemacht. Von Gedesby Strand aus bin ich auf dem Deichweg nach SĂŒden gewandert, so lange das möglich war, da der verzeichnete Abgang zum Strand zugewachsen war, musste ich ein StĂŒck zurĂŒckgehen. Ich wanderte am Strand bis zur Gedser-Odde, dem sĂŒdlichsten Punkt DĂ€nemarks, wo das Meer ziemlich aufgewĂŒhlt war. Nach einem kurzen StĂŒck am Strand entschied ich mich, diesen wegen des knapp werdenden Abstand zwischen dem Wasser und der SteilkĂŒste zu verlassen. Eine Nebenstraße fĂŒhrte mich am leider eingerĂŒsteten Leuchtturm vorbei und durch Felder wieder zum Meer zurĂŒck. Am Ortseingang befindet sich eine 2013 errichtete Skulptur des Bildhauers Jesper Neergaard mit dem Namen Dialog-Talerstolen, die an die Meinungsfreiheit erinnert - sympathisch, dass DĂ€nemark dieses zunehmend unter Druck geratene Grundrecht offiziell hochhĂ€lt. In Gedser ging ich zur 1915 errichteten Kirche und zur Gedser-Remise, einem Eisenbahnmuseum in ehemaligen BahngebĂ€uden am FĂ€hrhafen. Einen Regelbetrieb auf der Strecke nach Norden gibt es nicht mehr, an manchen Tagen wird ein Ausflugsverkehr mit einem Schienenbus angeboten. Infos hier: gedserremise.dkDanach ging ich ĂŒber den kleinen Park Sansehaven (Garten der Sinne) zum ehemaligen Wasserturm (Gedser VandtĂ„rn), der 1912 erbaut wurde und als Aussichtsturm genutzt wird. Mein nĂ€chstes Ziel war das Naturschutzgebiet Kroghage östlich des FĂ€hrhafens, ein Vogelparadies, das auf interessanten Wegen erkundet werden kann. Am Ufer wanderte ich zum Sporthafen und weiter nach Norden. Der folgende Abstecher hat sich nicht gelohnt, was aus der Ferne wie ein Leuchtturm aussah, entpuppte sich als unattraktiver Betonturm, und auch der Uferabschnitt, den ich ĂŒber einen recht zugewachsenen Weg erreicht habe, war nicht besonders schön. Ich wanderte nach Gedesby zur 1911 errichteten WindmĂŒhle (Gedesby MĂžlle). Am sehr empfehlenswerten BĂ€cker vorbei erreichte ich die Kirche von Gedesby, eine weiß ĂŒbertĂŒnchte Backsteinkirche. Ein Stein erinnert an die Sturmflut vom 13. November 1872, bei der 23 Einwohner starben. ZurĂŒck zum Ausgangspunkt ging ich nicht durch die Ferienhaussiedlung Gedesby Strand, sondern umging sie auf Waldwegen und dem Deichweg.

      • 4. August 2021

  6. Burkhard đŸ””âšȘ und KN waren wandern.

    28. Juli 2021

    02:51
    11,7 km
    4,1 km/h
    220 m
    220 m
    Burkhard, Diana aus Brandenburg und 29 anderen gefÀllt das.
    1. Burkhard đŸ””âšȘ

      Im Naturschutzgebiet BĂžtĂžskoven sĂŒdlich von BĂžtĂž auf Falster leben Konik-Pferde und schottische Hochlandrinder, die Pferde haben sich leider vor unseren Augen verborgen. Dennoch war es eine schöne Tour, zum Teil auf fahrradtauglichen breiten Wegen, zum Teil auf schönen schmalen Wegen. Das Naturschutzgebiet haben wir von Gedesby Strand aus auf dem DĂŒnenweg erreicht und immer wieder Abstecher zum schön leeren dĂ€nischen Ostseestrand gemacht.

      • 1. August 2021

  7. Burkhard đŸ””âšȘ und MitWandern 2021 waren wandern.

    18. Juli 2021

    06:04
    27,5 km
    4,5 km/h
    840 m
    860 m
    Micha S., Burkhard und 180 anderen gefÀllt das.
    1. Burkhard đŸ””âšȘ

      Kurz vor knapp bin ich noch auf den Zug aufgesprungen und habe bei MitWandern 2021 mitgemacht, der virtuellen Staffelwanderung quer durch Deutschland. Vielen Dank an die Organisatoren um Jan VerbĂŒcheln, ihr habt ein klasse Projekt auf die Beine gestellt! Es war etwas ganz Besonderes, beim Wandern darĂŒber nachzudenken, dass gerade in vielen Ecken Deutschlands weitere Wanderer an dem virtuellen Band durch das Land 'stricken'... Die Collection mit den gemachten Etappen ist hier: komoot.de/collection/1243055/-mitwandern-2021-an-3-tagen-gemeinsam-durch-deutschlandDie geplanten Etappen mit allen Infos fĂŒr Kurzentschlossene (ein paar Etappen sind noch frei und können bis Ende Juli absolviert werden) gibt es hier: komoot.de/collection/1181370/-mitwandern-2021-an-3-tagen-gemeinsam-durch-deutschland-planungMeine Etappe im Erzgebirge wurde von Thomas aus EF vorgeplant, vielen Dank dafĂŒr! Die Tour verlĂ€uft teilweise auf dem Kammweg Erzgebirge-Vogtland, einem Fernwanderweg, der zu den unter 'Top Trails of Germany' vermarkteten Fernwanderwegen gehört. Die tschechische Grenze war nie weit entfernt. Ich habe die Planung im Prinzip beibehalten und lediglich um ein paar Abstecher ergĂ€nzt, die sich ganz ĂŒberwiegend gelohnt haben. Nach meinen heutigen Erfahrungen ist es ein absolutes Muss, das Georgenfelder Hochmoor sowie den Kleinen und den Großen Lugstein mitzunehmen, wer das links liegen lĂ€sst, ist selbst schuld!

      • 18. Juli 2021

  8. Burkhard đŸ””âšȘ und KN waren wandern.

    11. Juli 2021

    Simone, Lausitzsonne und 108 anderen gefÀllt das.
    1. Burkhard đŸ””âšȘ

      Heute haben wir eine Tour im Dahme-Seenland gemacht. Zuerst ging es in das NSG Radeberge auf den 83 m hohen Sauberg. Oben gibt es einen alten Betonturm, von dem aus man sicher einen schönen Ausblick hĂ€tte, er ist aber leider wegen BaufĂ€lligkeit abgesperrt. Unser nĂ€chstes Ziel war die PĂ€tzer Kiesgrube, die wir umrundeten - sie ist beeindruckend groß und tief, von hier aus sieht man selbst die rund 20 km entfernte Tropical-Islands-Halle sehr gut. Von hier aus wanderten wir zum PĂ€tzer Hintersee, die schöne Uferstelle, die wir ansteuerten, war aber leider von Anglern belegt. Nun gingen wir zum Großen Karbuschsee, ein StĂŒck auf dem Paul-Gerhardt-Weg. Dieser See war leider eine EnttĂ€uschung, da man zumindest am Ostufer praktisch gar nicht herankam: Im nördlichen Bereich ist der Uferbereich komplett bewachsen, es folgten PrivatgrundstĂŒcke, und der einzige Ort, an dem man direkt zum See hĂ€tte gehen können (dort, wo das Highlight ist), war abgezĂ€unt, so dass es bei einem schnellen Foto durch den Zaun blieb. Auch einen Zugang zum nun folgenden Kleinen Moddersee gab es nicht. Mehr als entschĂ€digt wurden wir aber durch den Schlussabschnitt auf dem wunderbaren natĂŒrlichen Uferweg am Klein Köriser See, wo man in kurzen AbstĂ€nden Badegelegenheiten findet, das haben wir uns natĂŒrlich nicht entgehen lassen. Jetzt hoffe ich, dass der Name meiner nĂ€chsten Tour mit einem 'E' beginnt... Denn am nĂ€chsten Wochenende ist 'MitWandern 2021' angesagt, die virtuelle Staffelwanderung quer durch Deutschland! Wer dieses Wochenende noch nicht komplett verplant hat, sollte sich das nicht entgehen lassen, es gibt noch freie Etappen! Alle Infos hier: komoot.de/collection/1181370/-mitwandern-2021-an-3-tagen-gemeinsam-durch-deutschland

      • 11. Juli 2021

    1. Burkhard đŸ””âšȘ

      Einst war die neumĂ€rkische Kleinststadt Lagow (ƁagĂłw) als 'Perle der Sternberger Schweiz' ein bei Berlinern bekanntes und beliebtes Ziel fĂŒr die Sommerfrische. Nach dem II. Weltkrieg geriet der nun zu Polen gehörende Ort westlich der Oder weitestgehend in Vergessenheit. Wer Lagow und Umgebung heute erkunden will, stĂ¶ĂŸt auf das Problem, dass die Gegend ohne Auto nur schlecht zu erreichen ist, denn auf der Bahnstrecke zwischen Topper (ToporĂłw) und Meseritz (Międzyrzecz) gibt es keinen Regelbetrieb mehr. Allerdings hat das polnische Bahnunternehmen Polregio auch in diesem Jahr wieder einen Ausflugsverkehr eingerichtet, der an Sonn­abenden und Sonntagen in den polnischen Sommerferien (also noch bis Ende August) betrieben wird. FĂŒr Berliner und Brandenburger ist die Verbindung von GrĂŒnberg in Schlesien (Zielona GĂłra) ĂŒber Reppen (Rzepin) interessant, da Reppen mit der Regionalbahn oder EC von Frankfurt (Oder) recht gut zu erreichen ist. Da der Ausflugsfahrplan in den Fahrplandatenbanken nicht hinterlegt ist, habe ich ein Foto davon eingestellt. Die Fahrkarten können beim Schaffner gekauft werden, die Hin- und RĂŒckfahrt kostet 25,80 Zloty. Wer die lĂ€ngere und etwas umstĂ€ndliche Anreise auf sich nimmt, wird mit einer wunderbaren Tour belohnt, die kaum MĂ€ngel hat. Lagow selbst ist ziemlich touristisch, es gibt unzĂ€hlige LĂ€den, Eisdielen, Restaurants, Imbisse und vor allem Bootsverleihe (ich glaube, dass ich noch nie so viele Tretboote auf so kleinem Raum gesehen habe, auf den großen Seen verstreut sich die Tretbootarmada aber doch), was mich aber nicht weiter gestört hat,denn der Ort mit den beiden Stadttoren und natĂŒrlich der Johanniterburg sorgt fĂŒr ein angenehmes Maß an Kultur auf der Tour. Begeistert haben mich der Tschetschsee (Jezioro Trzeƛniowskie oder Ciecz) mit seinem klaren Wasser und den sehr schönen Uferpfaden sowie der Buchwald (Buczyny Ɓagowskie) nördlich des Sees, ein beeindruckender Buchenwald in hĂŒgeligem GelĂ€nde, teils mit kleineren Schluchten - hier gibt es bestimmt noch mehr zu entdecken. Schon die Anfahrt war ein Erlebnis. Auf der Nebenstrecke rumpelte der Triebzug langsam durch eine schöne Waldlandschaft, bei jedem Waldweg bremste er nochmals ab, und bei Grunow (GronĂłw), dessen Bahnhof nicht mehr genutzt wird, musste das Zugpersonal die Schranken selbst bedienen. Kurz vor dem Ziel fuhr der Zug ĂŒber einen Eisenbahnviadukt, von hier hatte man einen schönen Blick auf den Lagower See (Jezioro Ɓagowskie) und die Johanniterburg. Die eigentliche Tour begann am Bahnhof. Ich ging zur Straße, folgte ihr ein StĂŒck nach links und ging links in einen Schotterweg. Hier kam ich an einer kleinen hölzernen Kirche vorbei. Der Weg fĂŒhrte mich zum Eisenbahnviadukt, von dort ging ich in den Ort hinein. GegenĂŒber vom Rathaus steht ein Gedenkstein fĂŒr Gerhard Domagk, den wohl berĂŒhmtesten Sohn des Ortes, Pathologe und Bakteriologe, der 1939 den Nobelpreis fĂŒr Medizin erhielt. Nun ging ich zur historischen Altstadt auf einer Landzunge zwischen den Seen, betrat sie durch das Polnische Tor (Brama Polska), ging an der Johannes-der-TĂ€ufer-Kirche (KoƛcióƂ ƛw. Jana Chrzciciela) und der Johanniterburg (Zamek JoannitĂłw) vorbei und verließ sie durch das MĂ€rkische Tor (Brama Marchijska). Ich folgte der Straße und hielt mich immer links, möglichst nahe am See, und verließ den Ort ĂŒber einen Waldweg. Im Wald begegneten mir kaum andere Wanderer oder SpaziergĂ€nger, dafĂŒr gab es sehr viele Angler - die aus Deutschland sattsam bekannte Unsitte, dass Angler gerne mit dem Auto durch den Wald bis zur Angelstelle fahren, gibt es leider auch hier. Der auch als Jakobsweg markierte Weg fĂŒhrte meist etwas erhöht in UfernĂ€he. An der SĂŒdspitze des Sees fĂŒhrte er vom See weg, ich nahm bald einen Abzweig nach links und ging zurĂŒck zum See. Auf einer schmalen HolzbrĂŒcke querte ich das Lagower Fließ (Ɓagowa) und ging am Ostufer nach Norden, hier gab es zum Teil auch Pfade direkt am Ufer. An einer Ferienanlage mit Campingplatz musste ich den See verlassen, ĂŒber die Zufahrtsstraße und die Landstraße erreichte ich wieder Lagow. Dieses Mal schaute ich mir die Johanniterburg nĂ€her an - sehr viel davon sieht man nicht, weil das Schloss als Hotel genutzt wird. Den Turm kann man aber besteigen, von oben hat man einen schönen Blick auf Stadt, Seen und Umgebung. Hinter dem Schlosspark liegt der Falkenberg (SokoƂa GĂłra), der Standort der ersten Burg, ein Burgwall ist noch zu erkennen. Daneben befindet sich hier ein alter deutscher Friedhof. Ich stieg hinab zum Tschetschsee und folgte dem Uferweg, eine schöne Stelle nutzte ich fĂŒr eine angenehme Badepause im klaren Wasser. So erfrischt, entschied ich mich, noch durch den Buchwald zu wandern und zur Buchhöhe (Bukowiec) hochzugehen. An einem kleinen See ging ich nach links und wanderte auf Pflasterwegen, mich immer rechts haltend, bis zum ausgeschilderten Abzweig zur mit 227 m höchsten Erhebung der Gegend. Oben gibt es einen Picknickplatz mit Souvenirstempel. Hier traf ich einen polnischen Wanderer, mit dem ich mich ĂŒber den kommenden Weg austauschte, witzigerweise pendelt er zur Arbeit nach Großbeeren (so weit ist das also gar nicht!). Ich wanderte auf einer Pflasterstraße bergab, nahm einen Abzweig nach rechts und ging ĂŒber Waldwege durch eine interessant geformte Landschaft zum See. Hier folgte ich einem wunderbaren natĂŒrlich-wurzeligen Uferpfad. Zur Stadt hin kamen dann mehrere grĂ¶ĂŸere Badestellen mit Liegewiesen und Stegen, hier war es natĂŒrlich nicht mehr so einsam. An einer dieser Badestellen verließ ich den See, stieg eine steile Treppe hinauf und erreichte die Straße. Kurz darauf gelangte ich zum Bahnhof, wo die Tour endete.

      • 4. Juli 2021

    1. Burkhard đŸ””âšȘ

      Bei angesagten 35 Grad im Schatten und einem Deutschlandspiel am Abend habe ich nach einer Tour gesucht, die folgende Kriterien erfĂŒllt: nicht zu lang, ĂŒberwiegend durch schattigen Wald, Bademöglichkeiten in der zweiten HĂ€lfte, KaltgetrĂ€nke am Zielort und eine RĂŒckfahrt, mit der ich rechtzeitig zum Anpfiff wieder daheim bin. Mit dieser Tour durch die westliche Große Schorfheide konnte ich ĂŒberall ein HĂ€kchen setzen... und sie war auch sonst schön, wenn man davon absieht, dass es lĂ€ngere gerade Strecken auf breiten Wegen gibt. Nur die Sache mit dem Anpfiff hat fast nicht geklappt, weil in Wandlitzsee ein renitenter Radfahrer nicht einsehen wollte, dass der Zug zu voll fĂŒr weitere RĂ€der war, so dass er von der Polizei aus dem Zug geholt werden musste, was die RĂŒckfahrt um mehr als eine halbe Stunde verzögert hat. Los ging es am Haltepunkt Vogelsang. Ich durchquerte den Ort, ging in die Storkower Straße und schrĂ€g rechts in einen Waldweg. Dieser fĂŒhrte mich zu zwei Gedenksteinen fĂŒr die Schlacht vom 26.10.1806, eines der RĂŒckzugsgefechte der Preußen nach der Niederlage bei Jena und Auerstedt gegen die angreifenden Franzosen unter Napoleon. Vor der Landstraße steht linker Hand ein Gedenkstein fĂŒr zwei gefallene preußische Dragoner, dahinter (kleiner Abstecher) ein Gedenkstein, der allgemein an die Schlacht erinnert. Hier war der Weg als "Historienwanderweg 1806" markiert. Ich folgte einem Waldweg, der mich zum ziemlich trockenen Zehdenicker Hauptgraben fĂŒhrte, hier war der Weg stark bewachsen. Nach einer Weile querte ich den Graben und wanderte auf einem Waldweg sowie einem StĂŒck Nebenstraße nach Osten, anschließend wieder auf Waldwegen nach SĂŒden, ĂŒber die ich das Döllnfließ erreichte. Ich wanderte weiter zum recht hĂŒbschen Dorf Kappe, querte den Ort bis zur 1891 errichteten Dorfkirche. Hier verließ ich den Ort ĂŒber einen Feldweg und wanderte am Waldrand entlang zum etwas faulig riechenden Faulen Fließ, das ich querte. Über Waldwege erreichte ich den TrĂ€mmersee. Ab hier suchte ich nach einer Bademöglichkeit, am TrĂ€mmersee ergab sich aber nichts, weil man wegen des sumpfigen Ufers kaum an den See herankam, er machte auch einen trĂŒben Eindruck. Daher wanderte ich weiter zum Großen Glasowsee. Ich fand einen nicht verzeichneten Trampelpfad, ĂŒber den ich das SĂŒdufer erreichte, auch dieser See erschien recht trĂŒb. DafĂŒr stellte sich der nahe gelegene Kleine Glasowsee als wunderbarer Badesee heraus, mit klarem Wasser und mehreren um den See verteilten kleinen Badestellen. Ich fand eine freie Badestelle, selten war eine Erfrischung so nötig... Anschließend wanderte ich nach Groß Schönebeck, zuerst ĂŒberwiegend auf Schotterstraßen, nach einem kurzen StĂŒck Nebenstraße auf Waldwegen. In Groß Schönebeck erstand ich an einem Imbiss die ersehnten KaltgetrĂ€nke und schaute mir die Immanuelkirche, das Jagdschloss und die Alte Schmiede an. Am Bahnhof Groß Schönebeck endete die Tour.

      • 19. Juni 2021

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