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Lutz - Berlin

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Über Lutz - Berlin

Ich wandere und fotografiere gern in der Stadt, auf dem Land und in den Bergen.Ich freue mich auf Touren mit Gleichgesinnten, vor allem, wenn auch sie vom Fotovirus befallen sind :-).
Bei Interesse einfach auf einer meiner Touren einen entsprechenden Kommentar abgeben oder folgende Mail benutzen:
lutz.berlin.foto@gmail.com
Eine Auswahl meiner Fotos findet ihr auf instagram unter foto_aufbauen

Distanz

6 126 km

Zeit in Bewegung

1267:54 Std

Letzte Aktivitäten
  1. Lutz - Berlin war wandern.

    vor einem Tag

    01:45
    11,1 km
    6,4 km/h
    10 m
    10 m
    1. Lutz - Berlin

      Der heutige Streifzug ging durch den historischen Stadtbezirk Luisenstadt. Grundlage dieser Stadtwanderung war wieder das Buch 'Berlin abseits der Pfade' von Mirko Moritz Kaetsch.Zu Beginn des 18. Jahrhunderts war dieses Gebiet noch die Köpenicker Vorstadt, bevor sie in den 1730iger Jahren in das Areal der Berliner Zollmauer eingegliedert wurde und den Namen Köpenicker Viertel erhielt. Am 4. April des Jahres 1802 wurde das Köpenicker Viertel auf Antrag der Bürger von König Friedrich Wilhelm III. nach seiner Gemahlin Luise in Luisenstadt umbenannt. Berlin wuchs und brauchte Wohn-und Industriegebäude. Im 19. Jahrhundert entwarf Peter Joseph Lenné die Pläne nach der Idee von Friedrich Wilhelm IV. für die Umgestaltung der Luisenstadt. 1841 wurde die Luisenstadt um das Gebiet zwischen der Zollmauer und dem Landwehrkanal vergrößert und der Luisenstädtischen Kanal gebaut. 1852 fertiggestellt spielte er zunächst eine wichtige Rolle bei der Erschließung und während der Bebauung wesentlicher Teile der Luisenstadt. Im Jahr 1920 fiel die gesamte Luisenstadt jenseits des Kanals sowie der südliche Teil der Luisenstadt diesseits des Kanals an den Bezirk Kreuzberg und der nördliche Teil der Luisenstadt diesseits des Kanals an den Bezirk Mitte. Damit verschwand der Name Luisenstadt aus den offiziellen Karten.Ich startete meine Tour am Ostbahnhof Richtung Südwesten und passierte neben unansehnlichen Brachen auch schöne umgenutzte ehemalige Industrie- und Gewerbebauten, wie den Postbahnhof, das Energieforum sowie das Radialsystem V, bevor ich die Stralauer Vorstadt nach der Überquerung der Schillingbrücke verließ und die Luisenstadt erreichte. Im Bereich dieser Brücke mündete der damalige Luisenstädtische Kanal in die Spree, was man noch an der Teilung der Fahrstraße erkennen kann. Mit Erreichen des Bethaniendamms kann man den ehemaligen Kanal hervorragend erkennen. Er verlief ab hier in einem Bogen in südwestlicher Richtung bis zum Engelbecken, welches damals ein Hafen war, knickte dort in südlicher Richtung ab und erreichte auf schnurgeradem Weg am Urbanhafen den Landwehrkanal. Auf diesem geraden Stück gab es noch einen Hafen genau am heutigen Oranienplatz.
      Eine große Bedeutung für den Wasserverkehr hat er nie erlangt. Aufgrund des kaum vorhandenen Verkehrs und des geringen Gefälles stand das Wasser im Kanal, was zu starken Geruchsbelästigungen für die Bevölkerung führte. Aus diesen Gründen beschloss der Berliner Magistrat am 16. Januar 1926, den Kanal wieder verfüllen zu lassen. Zur Verfüllung des Kanals wurde Aushubmaterial vom Bau der Gesundbrunnen-Neukölln-U-Bahn genutzt. Das vom Grundwasser gespeiste Engelbecken - den Namen erhielt es wie auch der Engeldamm vom Erzengel Michael, welcher vom Portal der St. Michael-Kirche herabschaut - blieb erhalten.
      Ab 1961 wurde die ehemalige Luisenstadt durch die Berliner Mauer geteilt und verlief dabei auch direkt auf dem nördlichen Teil des Luisenstädtischen Kanals.
      Neben dem Verlauf des ehemaligen Kanals hat die Tour noch viele weitere sehr interessante Dinge zu bieten, wie z.B. die St. Thomas-Kirche oder das ehemalige Diakonissenkrankenhaus Bethanien mit dem Ärztewohnhaus, in dem auch Theodor Fontane lebte, als er als Apotheker für dieses Krankenhaus arbeitete. Oder die St. Michael-Kirche, die es gleich zweimal gibt, weil die Gemeinde durch den Mauerbau geteilt wurde und ein zweites Gotteshaus her musste. Dann noch der Sozialbrennpunkt Kotti (Kottbusser Tor) und nach Überquerung der für ihre nächtlichen Aktivitäten bekannten Admiralbrücke der Urbanhafen, in den der Luisenstädtische Kanal mündete. Erwähnenswert auch die Ritterstraße mit ihren tollen Gewerbehöfen. Und, und und... Quellen:
      - Buch 'Berlin Abseits der Pfade' von Mirko Moritz Kraetsch
      -Wikipedia
      Dies war mein 7. Streifzug. Wer sich die anderen ansehen möchte, kann unter den von mir gemachten Touren im Suchfeld "Streifzug" eingeben.

      • vor 6 Stunden

  2. Lutz - Berlin war wandern.

    21. Januar 2022

    02:05
    12,1 km
    5,8 km/h
    20 m
    20 m
    Claudia 🐶😃, Claudia KemPino und 94 anderen gefällt das.
    1. Lutz - Berlin

      Mein 6. Streifzug nach dem Buch "Berlin abseits der Pfade" von Mirko Moritz Kraetsch war ziemlich spontan. Nach einem Blick morgens um 07:00 Uhr raus auf die beginnende Himmelsfärbung und einem weiteren Blick auf den Wetterbericht gab es nur eins: Vormittags geht es nicht ins Büro! Ich startete am S-Bahnhof Treptower Park und wollte von dort vom Treptower Hafen aus am Spreeufer entlang Richtung Nordwest. Leider waren wegen umfangreicher Bauarbeiten alle Wege dorthin gesperrt. Ich kam erst über die Eichenstraße ans Wasser. Nach dem Genuss des Sonnenaufgangsspektakels ging ich wieder zurück, vorbei am Veranstaltungsort "Arena".
      Der ganze Bereich hier war früher ein umfangreiches Industriegebiet. Kraetsch schreibt hierzu: 'Der Komplex wird von einer Halle aus dem Jahr 1928 dominiert, die damals eine der größten freitragenden Hallen Europas war und als Omnibusdepot benutzt wurde. Seit sie 1993 von der BVG aufgegeben wurde, dient sie als Veranstaltungsort Arena...'
      Nun ging es weiter auf der Puschkinallee zur Schlesischen Brücke entlang der ehemaligen Grenzanlage, die heute für eine Grünanlage genutzt wird, den Schlesischen Busch. Von der Brücke hat man einen schönen Blick auf die Oberschleuse, welche Spree und Landwehrkanal verbindet. Kurz vorher konnte man auch auf den Flutgraben schauen, wo sich einiges an Gastronomie angesiedelt hat. Nun beginnt SO36, ein Begriff, der von der ehemaligen Postleitzahl für diesen Bezirksteil herrührt und der mittlerweile einen berühmtberüchtigten Touch hat. Der Spruch "36 brennt, 61 pennt" zeigt auch, wo etwas los ist im Bezirk. Die 61 steht für die ehemalige Postleitzahl SW61, die den westlichen, eher gutbürgerlichen und biederen Teil Kreuzbergs abdeckt, während die 36 für den östlichen und ärmeren Bereich steht, der immer sozialer Brennpunkt war und ist.Linker Hand in der Schlesischen Straße entdecke ich das Lido, ein ehemaliges Kino aus den Fünfzigern. in dieser Ecke entstand vor dem Mauerbau eine regelrechte Kinomeile. Man konnte hier mit West-und Ostmark bezahlen und entsprechend viele Ostberliner pilgerten abends über die Spree zum Amüsement. Seit 2006 ist das Lido ein Club mit Livekonzerten.Ich passiere im Straßen-Zickzack die Taborkirche, die Fatih Camii Moschee, die Kirche St. Marien-Liebfrauen und jede Menge Kreuzberger Leben mit Restaurants, Imbissen, Kneipen und Läden aller Couleur, bis ich zum Görli komme. Jeder nennt ihn so, den Görlitzer Park. Früher war dieses Gelände das große Arreal des 1866 eröffneten Görlitzer Bahnhofs. Ab 1951 wurde der Personenverkehr wegen der Nähe zum sowjetischen Sektor eingestellt und es blieb nur noch ein wenig Güterverkehr für Kohle, für Schrott und für eine Spedition übrig. Der Bahnhof wurde abgerissen. Nach und nach schlief auch der Rest an Aktivität ein und in den 1970igern nahm die Kreuzberger Bevölkerung so langsam Besitz vom Gelände. Mitte der 1980iger entstand dann der Görlitzer Park mit Kinderbauernhof, Parkteich, Anhöhen mit schönen Rundblicken und einer Kuhle mittendrin, die ihre eigene Geschichte hat. Unter dem ehemaligen Bahnhofgelände existierte nämlich bis zur Anlage des Parks ein ca. 180m langer Tunnel, den wir als Kinder mit seiner spärlichen Beleuchtung und den extremen Gerüchen immer ziemlich gruselig fanden (man nannte ihn auch Harnröhre). Dieser Tunnel wurde eingerissen und es entstand die "Kuhle". An den Tunnel erinnert noch ein Eingangsgeländer samt Handlauf, der in der Erde verschwindet.
      Verschwiegen werden darf natürlich nicht, dass der Görli momentan einen ziemlich schlechten Ruf hat. Drogenhandel, Ruhestörungen, illegale Einwanderer, Polizeirazzien, Kriminalität und allgemeiner Dreck lassen viele Mitbürger einen großen Bogen um diesen eigentlich schönen Park machen.
      Nun ging es in Richtung Neukölln, vorbei am Backsteingebäude des ehemaligen Umspannwerks Kreuzberg, über den Wochenmarkt am Maybachufer, kurz auf die Kottbusser Brücke und dann entlang des Kottbusser Damms zum Endpunkt dieses Streifzugs am Hermannplatz.Quelle: Buch 'Berlin Abseits der Pfade' von Mirko Moritz KraetschDies war mein 6. Streifzug. Wer sich die anderen ansehen möchte, kann unter den von mir gemachten Touren im Suchfeld "Streifzug" eingeben.

      • vor 7 Tagen

  3. Lutz - Berlin war wandern.

    16. Januar 2022

    icke, Torsten Wildner und 71 anderen gefällt das.
    1. Lutz - Berlin

      Wer mehrtägige Streckenwanderungen geht, der weiß, dass es immer mal wieder unattraktive Abschnitte gibt. Die heutige Tour war jedenfalls so ein Schätzchen, welches man eigentlich nicht gebraucht hätte. Der Ehrgeiz, den gesamten Burgenwanderweg zu meistern, ließ uns jedoch stoisch durchhalten. Kilometerlange schnurgerade Wege vorbei an riesengroßen und gerade im Winter totlangweiligen Feldern oder ebenso lange und auch wie am Lineal gezogene Versorgungsstraßen entlang an tausenden von brandenburgischen Kiefern verlangten unseren Gemütern alles ab. Fast gleichzeitig kam uns Vieren (Regina, Jörg, Floh und ich) der Song "Brandenburg" in den Sinn.Wer plant solche Wege? Gerne würde ich diese Wegeplaner wöchentlich mindestens einmal über diesen Parcour jagen :-).Wir hatten aber trotzdem unseren Spaß und quatschten, blödelten oder frotzelten, was das Zeug hielt. Jede Wegbiegung wurde genommen wie ein Highlight und ein echter 90°-Abzweig gefeiert wie eine Gipfelbesteigung. Ganz ohne echtes Highlight kam auch diese Etappe nicht aus. Ziesar mit Burg und Kloster sowie weiteren interessanten Gebäuden ist sehenswert und lohnt einen Besuch.Hier die Tourenbeschreibungen der anderen Mitstreiter:
      Regina: komoot.de/tour/639192854
      Jörg: komoot.de/tour/639153292
      Floh:

      • 17. Januar 2022

  4. Lutz - Berlin war wandern.

    6. Januar 2022

    02:10
    12,9 km
    5,9 km/h
    20 m
    20 m
    Regina, Claudi und 88 anderen gefällt das.
    1. Lutz - Berlin

      Es war mal wieder Zeit für einen Streifzug nach dem Buch 'Berlin Abseits der Pfade' von Mirko Moritz Kraetsch. Ich suchte mir die Runde in Friedrichshain aus, startete aber an der Oberschleuse in Kreuzberg, weil ich mich dort besser auskenne und weiß, wo ich relativ leicht einen Parkplatz finden kann.Von dort war es nicht weit bis zur Oberbaumbrücke, nach deren Überquerung ich pünktlich zum Sonnenaufgang den Startpunkt meiner eigentlichen Tour erreichte. Die Runde verlief dies- und jenseits der Bahntrasse zwischen den Stationen Warschauer Straße und Ostkreuz.Erstes Highlight war das RAW-Gelände, welches aus dem Rest des Reichsbahnausbesserungswerks besteht, leicht runtergekommen und somit als besonders berlintypisch geltend. In den frühen Morgenstunden war hier noch absolut tote Hose, was ich aber genoss. Nachmittags steppt hier dann schon eher der Bär, gilt dieser Kulturstandort unter dem Dach des RAW-Tempel e.V. als einer der buntesten und abwechslungsreichsten in Berlin.Nun ging es weiter Richtung Nord in die früher als Arbeiterviertel bekannten Wohngegenden vorbei an dem Wagenplatz in der Revaler Straße, vorbei an der Offenbarungskirche, durch die Knorrpromenade, vorbei an Wülischplatz und Helenhof, bis auch schon der markante Wasserturm vom Ostkreuz auszumachen war (Näheres zu den aufgezählten Orten unter den Highlights).Jetzt wechselte ich über den Bahnhof Ostkreuz auf die südliche Seite der Bahntrasse, wo ich ein Riesengebiet der Deutschen Bahn rechts liegen lasse. Bestimmt wäre das eine oder andere vom ehemaligen Gleichrichterwerk von 1928 oder die Anlagen der ehemaligen Niederschlesisch-Märkische Eisenbahn interessant für mich gewesen, aber ein Zugang war nicht zu entdecken. Da sollte man wohl eher an einer Führung der verschiedenen Fördervereine teilnehmen.Die nächsten beiden Stationen waren eine willkommene Abwechslung nach so viel städtebaulicher und bahntechnischer Kultur: der Bürgergarten Laskerwiese und die Gartenarbeitsschule, beides unbedingt sehenswert (s.a. entsprechende Highlights), zumal man hier ein schönes Päuschen einlegen kann.Nachdem ich die Emanuel-Lasker-Schule mit Sportanlagen und Spielplatz passiert hatte, ging es weiter in Richtung Zwinglikirche, ein durch seinen hohen Turm weithin sichtbares Gotteshaus, bevor ich auf die Modersohnbrücke zusteuerte. Eine beliebte Ecke für Einheimische und Touristen, weil man von hier - besonders bei Sonnenuntergang - einen herrlichen Blick Richtung Ostcity hat.Der letzte größere Stopp auf dieser Tour galt nun noch der "Oberbaum-City", die man gut vom Warschauer Platz aus in Angriff nehmen kann. Man kann sich ihr natürlich auch von Osten her nähern, wie ich es gemacht habe. Fans von Industriearchitektur kommen auf ihre Kosten. Viele kleine und große Geschichten ranken sich hier um das Wasserwerk, die Narva-Fabriken, die Webschule und vieles mehr. Wunderbar, wie viel erhalten und nun neuen Zwecken zugeführt wurde. Am besten ist es, hier mal selbst durchzuschlendern und sich ein eigenes Bild zu machen.Quelle: Buch 'Berlin Abseits der Pfade' von Mirko Moritz KraetschDies war mein 5. Streifzug. Wer sich die anderen ansehen möchte, kann unter den von mir gemachten Touren im Suchfeld "Streifzug" eingeben.

      • 6. Januar 2022

  5. Lutz - Berlin war wandern.

    26. Dezember 2021

    01:32
    8,95 km
    5,9 km/h
    10 m
    10 m
    DreiFarben, L.Breitenbach und 86 anderen gefällt das.
    1. Lutz - Berlin

      Lange lag dieses Projekt in der Schublade für irgendwann mal. Heute nun, am zweiten Weihnachtsfeiertag, beschloss ich spontan, diese Runde bei eisigen Temperaturen zu gehen. Wikipedia leitet wie folgt ein:
      „Hansa-Viertel“ war die ursprüngliche Bezeichnung für ein 1874 gegründetes Wohngebiet zwischen der Spree und dem Großen Tiergarten. Der Name Hansa-Viertel wurde gewählt, um daran zu erinnern, dass das Bauquartier von der Berlin-Hamburger Immobiliengesellschaft „Hansa“ erschlossen wurde, der überwiegend Hamburger Unternehmer angehörten, dass das Gebiet durch den nahegelegenen Hamburger Bahnhof sowie über Spree und Elbe mit Hamburg verbunden war bzw. ist und schließlich daran, dass Berlin im 14. und 15. Jahrhundert dem Hanse-Bund angehörte. Etwa 90 Prozent der Häuser wurden im Zweiten Weltkrieg durch alliierte Luftangriffe zerstört.
      „Hansaviertel“ bezeichnet die Mustersiedlung Südliches Hansaviertel zwischen dem Großen Tiergarten und der Trasse der Stadtbahn. Das Südliche Hansaviertel wurde 1953 geplant und, im Rahmen der Internationalen Bauausstellung Interbau von 1957, in den Jahren von 1955 bis 1960 ausgeführt; es gilt als Demonstrationsobjekt moderner Stadtplanung und Architektur jener Zeit, der klassischen Moderne oder Nachkriegsmoderne. Nach 1957 wurde der Name Hansaviertel zum Synonym für das Südliche Hansaviertel.
      Weiter (Ausschnitte aus Wikipedia):
      Die Geschichte des neuen Hansaviertels ist eng verbunden mit der städtebaulichen Gesamtplanung für Berlin nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs. Der Architekt Hans Scharoun erhielt 1946 vom Alliierten Kontrollrat den Auftrag, ein Konzept zur Neugestaltung Berlins zu entwickeln. Unter seiner Leitung entstand der Kollektivplan. Die Innenstadtgebiete sollten wesentlich lockerer bebaut werden als zuvor, und die Stadt sollte so weit wie möglich mit Grünflächen durchsetzt werden.
      Dieses Konzept sollte für Gesamtberlin gelten. Aber es gab Ausnahmen u.a. auch im besonders stark zerstörten Bezirks Friedrichshain. Nach zaghaften Anfängen wurde das Unternehmen rigoros abgebrochen. Die Ende 1949 neu gegründete DDR orientierte sich jetzt für ihr repräsentatives Bauprojekt an der sowjetischen Monumentalarchitektur – es entstand die Stalinallee (später: Karl-Marx-Allee). Somit waren die beiden idealisierten Baukonzepte Stalinallee kontra Hansaviertel Teil des kalten Kriegs geworden.

      • 26. Dezember 2021

  6. Lutz - Berlin war wandern.

    17. November 2021

    02:25
    11,4 km
    4,7 km/h
    240 m
    240 m
    Berlin2007, Claudia KemPino und 76 anderen gefällt das.
    1. Lutz - Berlin

      Eine kleine Nachmittagsrunde gemeinsam mit Bernd und Lothar im Pfälzischen. Bei trübem, nasskaltem Wetter war es nicht leicht, kontrastreiche Motive oder leuchtende Farben vor die Linse zu bekommen. Highlights waren die vielen weiten Blicke über die wellige Landschaft, die Teilstrecken durch schöne Wälder und natürlich die bewirtschaftete Grillhütte des Pfälzer Wandervereins.
      Gern hätte ich in dieser Gegend noch eine weitere, vielleicht längere Runde gedreht, aber dafür war leider keine Zeit. So werde ich auf das nächste Jahr warten müssen, wenn ich wieder "runter" muss zu Wartungsarbeiten in der Nähe von Kaiserslautern.

      • 18. November 2021

  7. Lutz - Berlin war wandern.

    27. Oktober 2021

    Lausitzsonne, frank und 91 anderen gefällt das.
    1. Lutz - Berlin

      Beim Stöbern in outdooractiv.de nach Wanderungen in der Umgebung von Dresden sind mir die Elefantensteine ins Auge gestochen und ich beschloss, diese Runde zu gehen. Vom Wetter her war die Runde eher nicht so schön, weil Hochnebel die Weitsicht komplett verhinderte und alles in weiße Schleier tauchte. Von der Wanderung allerdings fand ich die Strecke topp. Durchweg naturbelassene Waldwege wäre diese Tour auch für Barfußwanderer möglich. Von kleinsten wurzligen Pfaden bis zu breiten Harvesterschneisen war alles dabei, aber eben keine Steinplatten, kein Asphalt (bis auf ganz kurze Strecken durch die Ortschaft Horni Sedlo) und auch kein Schotter.Den Bericht in outdooractive habe ich folgend kopiert:"Die Wanderung im deutsch-tschechischen Grenzgebiet hat gleich mehrere interessante Aspekte zu bieten. Schöne Waldwege wechseln sich mit einsamen schmalen Pfaden ab und führen in regelmäßigen Abständen an schönen Felstürmen aus Sandstein vorbei. Schon auf dem Hinweg zu unserem Ziel, den Elefantensteinen (Weiße Steine/Bílé kameny/CZ), kommen wir an den markanten Oberwegsteinen vorbei, die sich kurz vor dem kleinen Ort Horni Sedlo landschaftlich wunderschön aneinanderreihen und zahlreiche Kletterer anziehen. Das Klettern am Naturdenkmal "Elefantensteine" hingegen ist streng verboten. Dieser schützenswerte ungewöhnlich weiße Felsen wurde im Laufe der Jahrmillionen durch Gletscher und Wettereinflüsse bis zur heutigen Form glattgeschliffen.
      Die Sandsteinfelsen des "Ziegenrückens" (Kozi hrbety) nahe dem Trögelsberg (Vysoká) mögen für den einen Wanderer ganz normale Felsformationen inmitten einer idyllischen Landschaft sein - für den Geologieinteressierten eröffnet sich das Zeugnis einer erdgeschichtlichen Störung, bei der, vereinfacht ausgedrückt, zum Ende der Kreidezeit Granitschichten auf Sandsteinschichten geschoben wurden und Letztere schräg aufgerichtet wurden (Lausitzer Überschiebung). Wie auf allen Sandsteingraten (auch z. B. im Elbsandsteingebirge) herrschen hier die vergleichsweise anspruchslosen Kiefern und Birken vor, während auf nährstoffreichen Böden von Basalt- bzw. Schieferbergen wie dem Trögelsberg größtenteils Buchen wachsen.
      Einen eigenarten Kontrast zu den natürlichen Sandsteinfelsen bilden die zahlreichen kleinen "Ohrenbunker" der historischen Schöberlinie, einem einstigen Befestigungsgürtel mit insgesamt 9100 dieser Beton-Stellungen zwischen dem Lausitzer Gebirge und der Elbe bei Hrensko, die in den 1930er Jahren als Schutz vor den Deutschen gebaut wurden. Sie kamen aufgrund des Münchner Abkommens vom 30. September 1938, das die Tschechoslowakei verpflichtete, die Sudetengebiete ab dem 01. Oktober 1938 zu räumen, nie zum Einsatz. Diesen Zeitzeugen begegnen wir auf unserer Wanderung an vielen Stellen. Teilweise sind die Bunker aufgrund von Bewuchs kaum auseinanderzuhalten mit den moosbehafteten Sandsteinfelsen und manche dienen als Fundament bzw. Erhöhung für Jägerhochsitze. Die meisten von ihnen sind innen frei zugänglich, so dass man sich einen Eindruck machen kann.
      Damit bei der Tour die Aussicht nicht zu kurz kommt, wird auf dem Pfaffenstein (Popova skála/565 m) eine wunderschöne Rundumsicht in die Umgebung geboten. Bei entsprechender Sicht können wir sogar den entfernten Gipfel des "Jeschken" (Jested/1012 m) bei Reichenberg (Liberec) mit dem markanten gemeinsamen Fernseh- und Hotelturm sehen.
      Alles in allem eine landschaftlich tolle und ruhige Tour, die keine technischen Schwierigkeiten hat und lediglich aufgrund der Länge als eher mittelschwer eingestuft wird."
      Quelle: Autor Lars Reichenberg bei Outdooractive; outdooractive.com/de/route/wanderung/zittauer-gebirge/zu-den-elefantensteinen-im-lausitzer-gebirge-tschechien-/24345545

      • 28. Oktober 2021

  8. Lutz - Berlin war wandern.

    24. Oktober 2021

    Suse, frank und 85 anderen gefällt das.
    1. Lutz - Berlin

      Nach einer gefühlten Ewigkeit - es waren drei Monate - endlich mal wieder eine Wochenend-Wanderung ohne Zeitdruck, in normaler Länge und dazu noch mit wunderbarer Begleitung 😀. Außerdem spielte zusätzlich noch das Wetter mit.
      Regina, Jörg, Floh und ich starteten kurz nach 08:00 Uhr in Jeserig bei einer fast mystischen Stimmung. Die noch tiefstehende Sonne und der Rauhreif verzauberten die Landschaft und uns.
      Die gesamte Strecke liefen wir ununterbrochen, kurze Abschnitte in Dörfern mal ausgenommen, auf naturbelassenen Wegen über Feldwege oder durch unterschiedliche Wälder von Ansiedlung zu Ansiedlung. Höhepunkt war natürlich die Burg Rabenstein, auf der man den Turm für 3 Euro pro Person besteigen kann und die Wälder ringsherum bestaunen kann 😉. Zusätzlich hätten wir auch an einer Führung teilnehmen können, was wir uns aber schenkten. Stattdessen genehmigten wir uns eine ordentlich Stärkung am Hofkiosk.
      Den Abschluss bildete die Einkehr beim Gasthof Lehmann in Garrey, wo wir die Tour Revue passieren ließen. Wir waren uns einig, dass dies eine unbedingt empfehlenswerte Wanderung ist. Wer allerdings gerne an Gewässern vorbeiläuft, der wird hier jedoch bis auf den Dorfteich in Jeserig oder das Flüsslein Plane nicht auf seine Kosten kommen. Interessant dazu eine Aussage eines Bauerns, mit dem wir bei Lehmanns sprachen. Er meinte, dass die Gegend des Hohen Fläming eine recht feuchte Ecke sei und man hier selbst bei großer Brandenburger Trockenheit keine Probleme hat. Da haben es andere Landstriche schwerer auf ihren Feldern, obwohl viele Seen bei ihnen in der Nähe liegen.
      Zu den Touren der Mitstreiter:
      Regina: komoot.de/tour/535555480
      Floh: komoot.de/tour/536137411
      Jörg: komoot.de/tour/536134835

      • 25. Oktober 2021

  9. Lutz - Berlin war wandern.

    8. Oktober 2021

    frank, Hans Wurst - Das Original und 53 anderen gefällt das.
    1. Lutz - Berlin

      Unsere zweite Übernachtung hatten wir in Demir Kapija im Distrikt Vardar auf dem Weingut Popova Kula. Gerne hätten wir noch am späten Nachmittag eine Runde durch die Weinfelder gedreht, aber es regnete heftig und die Temperatur war deutlich in den einstelligen Bereich gesunken. So genossen wir unser Abendessen und den vorzüglichen Wein, einen 6 Jahre alten Cabernet, der hier hergestellt wurde.
      Die kleine Tour machten wir dann am Morgen nach dem Frühstück.

      • 9. Oktober 2021

  10. Lutz - Berlin war wandern.

    8. Oktober 2021

    frank, Holger und 47 anderen gefällt das.
    1. Lutz - Berlin

      Ein absolutes Highlight und ohne Einschränkung empfehlenswert ist die Ausgrabungsstätte von Stobi, die wir auf unserer Rückfahrt von Demir Kapija nach Skopje noch besuchten. Nach den vielen Aufs und Abs - sowohl landschaftlich als auch von unserer Gemütslage her - entschädigte dieses wunderbar gepflegte Freilichtmuseum für vieles. Wir folgten dem Rundweg und waren immer wieder überwältigt, was aus der römischen Epoche noch alles erhalten ist. Dies war nun unser letzter Stopp auf unserem Kurztrip durch den Westen von Nordmazedonien. Zeit, um ein Fazit zu ziehen. Nach dem Bau einer Anlage auf dem internationalen Flughafen Skopje vor 22 Jahren waren wir immer wieder zu Wartungsarbeiten hierher zurückgekommen und haben so die Veränderungen im Land mitverfolgt. Die Zeiten der KFOR, die politischen Veränderungen, die Spannungen sowohl zwischen den Religionen als auch den Balkan-Ländern, der Einfluss der EU und vieles mehr haben Spuren hinterlassen. Die Metropole Skopje ist das politische Aushängeschild. Viele Prunkbauten, Statuen, Brunnen, Hotels und Restaurants prägen die Innenstadt um den Platz Alexander des Großen herum, überwacht von der über allem thronenden Burg Kale. Als Kontrapunkt dazu das muslimisch ausgerichtete unbedingt besuchenswerte alte Viertel. Die Außenviertel sind dann eher ärmlich geprägt. Der sozialistische Einfluss ist überall zu sehen. Ein Highlight der Hauptstadt ist außerdem noch der Hausberg Vodno, zu dem eine Seilbahn hochfährt. Er kann aber auch gut zu Fuß bestiegen werden. Touren in Skopje: komoot.de/tour/45025496, komoot.de/tour/45122197, komoot.de/tour/95588436.Der ganze Stolz der Nordmazedonier aus touristischer Sicht gesehen ist - und das zu recht - die Stadt Ohrid mit dem einzigartigen Ohridsee. Der tiefe und uralte See mit seiner einzigartigen Fauna, u.a. der berühmten nur hier lebenden Ohrid-Forelle, ist schon allein einen Besuch wert. Aber auch die Stadt hat einiges zu bieten. Viele unterschiedliche Sakralbauten, römische Überbleibsel wie das Amphitheater, Geschäfte, Restaurants und eine Fußgängerzone zum Bummeln. Hinzu kommt noch die Umgebung, von der hauptsächlich die Wandergegend im Galičica-Nationalpark hervorzuheben ist. Touren in und um Ohrid: komoot.de/tour/96122526, komoot.de/tour/96189273, komoot.de/tour/96148753.Alles in allem lohnt es, dieses Land zu besichtigen, hauptsächlich für Entdecker, Pioniere, Wanderer und geschichtlich Interessierte, weniger für Familien mit kleinen Kindern. Eine Woche mit Skopje, Ohrid und Stobi lässt sich locker füllen Wenn man noch ein paar Wanderungen hinzufügt, lässt es sich auch 14 Tage hier leben.Das alles sind natürlich meine eigenen Eindrücke. Andere Besucher, aber auch Einheimische mögen das ganz anders sehen. Aber vielleicht regen unsere Touren ja dazu an, das Land mal zu besuchen und es mit eigenen Augen zu sehen.

      • 9. Oktober 2021

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