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🐕‍🦺 Susi 🐾 und 👩 Bettina 🐌

Über 🐕‍🦺 Susi 🐾 und 👩 Bettina 🐌

Wuff Wuff und Hallo,Susi, ein Norfolk Terrier Mädchen (*11/2018) und Bettina (*1/1960), ihre „Mama“ sind unterwegs im wunderschönen Eifel- und Moselland.
Wir erobern Schritt für Schritt die herrliche Landschaft in der wir leben dürfen und das mit Liebe und Respekt gegenüber der Natur und mit Leidenschaft und viel Humor.
Unser Hobby ist das "Abenteuer" – immer wieder schlittern wir, gewollt und ungewollt in spannende Situationen, die uns sogar selbst mit dem Kopf schütteln lassen.
"The only Limit is the one you set yourself"
Von unseren Touren und Erlebnissen berichten wir mit vielen Fotos und langen Geschichten und freuen uns immer wieder, wenn es unter den Wanderern auch Leser gibt. Nach einer Tour gesund und munter zu Hause ankommen, den Rucksack voll gepackt mit tollen Erlebnissen, das ist unser Ziel!Habt eine wanderhafte Zeit
♥ Susi und Bettina
Es gibt uns auf Facebook und Instagram - Whatsapp haben wir natürlich auch - einfach in einem Kommentar nachfragen

Distanz

2 068 km

Zeit in Bewegung

534:45 Std

Letzte Aktivitäten
  1. 02:08
    8,79 km
    4,1 km/h
    170 m
    170 m
    Steffi Larm, Susi Sorglos und 27 anderen gefällt das.
    1. 🐕‍🦺 Susi 🐾 und 👩 Bettina 🐌

      Wir starten durch in den Mai, fahren nach Plaidt und parken dort unter der Autobahnbrücke der A61. Über uns hören wir die Autos donnern. Es ist laut und wir ziehen automatisch die Köpfe ein doch wir stehen hier sicher.In der Nähe befindet sich ein Betonsteinwerk und die Vereinigte Lavawerke. Wie an einer Perlenkette fahren hier die großen Lastwagen hin und her und ich halte Susi knapp an der Leine. Wir beginnen mit einem Abstecher zur Hochkreuzkapelle auf dem Hummerich und gehen von dort noch ein kleines Stück weiter bis wir am großen Holzkreuz sind. Von hier aus haben wir Blick auf Plaidt und noch weiter ins Land.Am Holzkreuz ist ein außergewöhnliches Gebet angebracht – das habe ich dir extra fotografiert, damit du es lesen kannst.Dann laufen wir wieder hinunter zur Autobahnbrücke, laufen vorbei an unserem parkenden Auto und überzeugen uns noch einmal, dass es dort gut und sicher steht. Jetzt geht es den Wankelburgsweg hinunter zur Nette. Bereits hier befindet sich eine kleine Erläuterung zur Burg Wernerseck, die unser Highlight heute darstellen soll. Auch diese Infotafel habe ich dir gleich mal fotografiert, damit auch du die Info lesen kannst.Susi bemerkt sofort die Nähe zum Wasser und sucht nach einem Weg hinab um aus der Nette zu trinken. Sie braucht nicht lange und steht mitten im Fluss, schlabbert und stellt sich auf einen Stein um mit ihrem Blick dem Lauf der Nette zu folgen. Ich rufe sie aber wieder hoch, wir haben noch einiges an Weg vor uns und Susi kommt auch sofort wieder hochgekrabbelt. Wie ein kleines Kind stellt sie sich dann doch noch mal an der kleinen Mauer hoch und schaut mich erwartungsvoll an „Mama, darf ich da oben laufen?“ Ich helfe ihr hoch und Susi ist glücklich, dass sie nun auf der Maus entlang spazieren kann. An der Nette entlang zu spazieren ist immer ein Garant für eine tolle, spannende und vor allem naturnahe Wanderung. So ist es auch heute und wir wundern uns nicht, dass wir gleich zu Beginn hier ein großes Insektenhotel vorfinden. Das spricht für die Umgebung denn hier am Ufer surrt und summt es überall und selbst heute, wo es gar nicht so warm ist, begleiten uns die Hummeln und Schmetterlinge. Noch haben wir guten Blick zum Fluss, das wird sich jetzt in den nächsten Tagen ändern denn das Blattwerk an Bäumen und Sträuchern wächst zusehend. Susi hat viel zu tun und beißt immer wieder im Lauf einige Grashalme ab. Hmm, die scheinen ihr sehr gut zu schmecken. Dann begegnen wir einem Paar mit zwei großen Hunden. Susi freut sich, begrüßt die Labradoodels freundlich und deren Herrchen und Frauchen haben alle Hände voll zu tun um die Hunde am Zaum zu halten. Susi steht still und genießt nur. So macht sie das immer, unser kleines Luderchen.Dann gehen wir weiter und haben den ersten Blick auf die Burg. Oh, toll sieht sie aus, wir sind schon ganz gespannt doch die Burg steht erst am Ende unserer Tour auf dem Programm.Bis dahin genießen und erfreuen wir uns an der Natur im Wald und auf dem Uferpfad entlang der Nette. Es ist herrlich, ein kleiner Urwald beginnt hier zu wachsen um bis zum Sommer dann in sattem dunklem Grün es dem Wanderer schwer zu machen, ans Ufer zu kommen. Überall liegen Baumstämme quer über den Fluss und bilden damit die I-Tüpfelchen auf unseren Fotoaufnahmen.Dann erreichen auch wir den Punkt an dem der Weg umgeleitet wird. Ab hier können wir nicht mehr direkt an der Nette laufen, der Weg scheint nun ein Privatweg zu sein, ein großes Warnschild hängt an einem Baum hinter der Absperrung – na gut, wir haben keine Lust die Sperre zu durchbrechen und laufen gerne den kleinen Umweg der uns auf einem Pfad in einer etwas höheren Ebene auch an unser Ziel bringen wird.Bevor wir über die Brücke die Nette erneut überqueren folgen wir dem Weg und suchen noch den alten Steinbruch. Wir müssen ein paar Meter auf einem Trampelpfad in den Wald, vorbei an einem großen Stein und können die zerklüfteten Wände schon durch die Bäume erkennen.Wir gehen bis an die Steinbrocken. Einige sind mannshoch und wir staunen nicht schlecht. Susi schaut mich erwartungsvoll an und will schon über die Steine klettern, da halte ich sie gerade noch zurück „Nein Mausi, wir gucken nur, hier wird nicht geklettert“ Okay, nach dem wir uns satt geschaut haben, drehen wir und gehen den Weg wieder einige Meter zurück um dann über einen Wiesenweg vorbei an einer kleinen Schutzhütte zur Nettebrücke zu kommen. Ursprünglich führte hier der Weg als Offgridd quer über die Wiese doch vor Ort stellen wir fest, dass es auch einen schmalen Pfad gibt, den wir nehmen können und der zwar nicht direkt am Keltershäuser Hof vorbei führt doch das nehmen wir gerne in Kauf. Inzwischen hat der Himmel sich mit dunklen Wolken zugezogen und Wind kommt auf. Das Wetter soll sich verschlechtern und wir hoffen, dass wir bis zum Ende unserer heutigen Wanderung Glück haben werden. So folgen wir dem Pfad der uns durch einen fast verwunschenen Wald führt. Es scheint, als stünden hier überall Waldgeister still und warten, bis wir vorbei sind um sich dann wieder ungeniert zu bewegen. Die gebrochenen Stämme liegen kreuz und Quer und ein langer Stamm wird vom Rest eines morschen Baumes gehalten und so wirkt das Gebilde wie ein großes Kreuz.Wir haben so viel zu schauen und zu entdecken, es ist unbeschreiblich schön und die Zeit vergeht wie im Flug und so sind wir fast etwas erstaunt, als wir schon vor der Burgruine stehen.Wie gehofft ist sie frei zugänglich. Zur Information sind überall Tafeln angebracht und wir können nach in Ruhe in alle Ecken schauen und überall rumschnüffeln wovon wir auch ausgiebig Gebrauch machen. Susi ist in ihrem Element. Sie führt mich in die Türme, schaut in jedes Loch und klettert die alten Steintreppen hinauf. So umkreisen wir den ehemaligen Wohnturm und sind begeistert. Wir versuchen uns vorzustellen wie das damals gewesen ist, als die alten Gemäuer bewohnt waren. Susi zieht mich durch ein Tor doch ich verweigere mich. „Nein, hier geht es doch nicht lang“. Gezielt führe ich Susi wieder zum Eingangsbereich und stelle dann mit einem Blick auf die Karte fest, dass die Mausi natürlich Recht hatte. Also wieder zurück. Wir wollen ja noch die Felsenkapelle finden.Dazu müssen wir einen kleinen Hügel hinauf und dann geht es einen schmalen Pfad direkt an der Steilkante des Berggrats weiter und wieder einige Naturtreppenstufen hinunter. Dann sehen wir die kleine Gebetsgrotte. Puh, mir ist gar nicht wohl weil Susi meint sie müsse immer bis zu den Kanten gehen. Ich halte sie also zurück und wir bleiben hier nicht sehr lange, es ist mir etwas zu gefährlich. Also wieder hinauf, vorbei an dem aufblühenden Flieder der seinen Duft bereits verströmt.Noch einmal gehen wir durch die Burganlage bis wir wieder auf dem Weg sind, der uns zurück zum Auto führt. Das letzte Highlight ist dann noch ein aufblühender Ginsterbusch – unser Eifelgold, jetzt dauert es nicht mehr lange und auch das wird in voller Blütenpracht stehen.

      • vor 4 Tagen

  2. Hannah, Kerstin und 23 anderen gefällt das.
    1. 🐕‍🦺 Susi 🐾 und 👩 Bettina 🐌

      Heute besuche ich unser Enkelkind und während es Mittagsschlaf hält, fahre ich mit meinem Sohn zum Lahey Park nach Erkelenz.Der Lahey-Park liegt im Gebiet der Stadt Erkelenz zwischen den Dörfern Kückhoven und Holzweiler neben einer Bauschuttdeponie. Der Park wurde auf private Initiative eines passionierten Gärtners ab den 1960er Jahren angelegt, der ein Deponiegelände in Handarbeit, wie er sagt, rekultivierte und zu einer Gartenanlage mit vielfältigen Verbundbiotopen ausbaute. Der Park trägt den Namen des Gründers und Betreibers.
      Im Park leben auch verschiedene Tiere in Volieren oder freilaufend.
      Eine weitere Attraktion stellt die Rekonstruktion eines jungsteinzeitlichen Bauernhauses dar, wie sie in einer bei Kückhoven ausgegrabenen Siedlung gestanden haben können. Dazu gehört auch der Nachbau des Kückhovener Brunnens von etwa 5090 v. Chr., dem ältesten Holzbrunnen der Welt.
      Des Weiteren lassen sich verschiedene Räumlichkeiten für Veranstaltungen privater oder öffentlicher Art nutzen. Ein Förderverein bietet unregelmäßig kulturelle Veranstaltungen oder Führungen für Schulklassen an. Für Kinder und Familien finden jahreszeitliche Events, wie zum Beispiel Ostereiersuchen statt.
      Doch heute ist der Park ein sogenannter LOST PLACENach dem mehr als 100 Bäume nach einem Sturm Anfang des letzten Jahrzehnt zum Opfer fielen ist es um den Park still geworden.
      Die Bäume mussten mit viel Aufwand zerlegt und abtransportiert werden. Der Besitzer, Hans Lahey verlor seinen Optimismus nicht und pflanzte neue Bäume, befestigte Wege und richtete den Park wieder soweit her, dass ein Besuch sich lohnte.
      Im Frühjahr 2012 wird zur Lahey-Park-Schau eine Ausstellung zum Thema "Heilende Gärten" eröffnet.
      Und weil der Park in diesem Jahr auf ein 40-jähriges Bestehen blickt, hat Hans Lahey eine Bilderschau vorbereitet, die vier Jahrzehnte Aufbauarbeit dokumentiert und erkennen lässt, mit wie viel Liebe zur Natur aus einer ehemaligen Müllkippe ein Naturparadies geschaffen wurde.
      Er erinnerte sich noch genau an die mühevolle Arbeit von 1971 bis 1975. In diesen Jahren sammelte er auf dem 50 000 Quadratmeter großen Gelände den Müll und säte auf der ganzen Fläche Rasen, um im Aufwuchs Schadstoffe zu ermitteln. Auf zwölf Versuchsbeeten testete er verschiedene Rasensorten, ehe er sich für eine Sorte entschied. Durch die Bodenpflege aktivierte er das Bodenleben und es bildete sich langsam Humus. 1979/80 pflanzte er die ersten Bäumchen.
      Als wir heute durch den Park spazieren denke ich zuerst an Jurassic Park. Es würde mich nicht wundern, wenn jeden Moment ein Dino um die Ecke schaut. Die Volieren alle leer, die Gebäude zerfallen, hier und da stehen noch Gartenmöbel auf denen man sich sicher einst, in der Sonne sitzend, den Tag verschönte.Noch immer hat die Anlage einen ganz besonderen Flair. Die alten Bäume möchten ihre Geschichten erzählen, überall schauen Frühlingsblumen aus verwilderten Beeten. Manchmal hat man das Gefühl, dass der Gärtner am vergangenen Freitag lediglich seine Arbeit nicht beendet hat und morgen früh wieder parat stehen wird.Noch immer kann man sich an der üppigen und vielseitigen Pflanzenwelt erfreuen. Der Japanische Kirschbaum ist noch heute eine Attraktion genauso wie der alte Mammutbaum. Auf einem kleinen Weiher lässt sich eine Ente treiben und stört sich nicht an den grünen Algen.

      • vor 5 Tagen

  3. Steffi Larm, hiking_with_raven und 23 anderen gefällt das.
    1. 🐕‍🦺 Susi 🐾 und 👩 Bettina 🐌

      Als 1.Mai Tour steuern wir heute noch einmal den Arnulphusberg /Arensberg an. Hier, bei Zilsdorf, geht es durch einen Stollen in den Schlot eines echten Vulkans.Zunächst parken wir das Auto am Parkplatz direkt am Wald und Wanderweg. Nach wenigen Meter erreichen wir die kleine Bet- und Schutzkapelle, die heute mit einem Maibaum, an dem bunte Streifen Krepppapier im Wind flattern, geschmückt ist. Das haben wir nun nicht erwartet und freuen uns über das freundlich einladend und bunte Bild. Die Kapelle ist sehr gepflegt, das ist uns bei unserem ersten Besuch bereits aufgefallen und wir freuen uns, weil wir wissen, dass wir heute ganz legal in den Vulkan marschieren dürfen. Beim ersten Besuch war der Zugang (eigentlich) noch versperrt.Susi verpasst es nicht sich in der kleinen Kapelle ihren Sanktus zu holen, na also, jetzt können wir beruhigt weiter gehen. In unmittelbarer Nähe zur Kapelle findet man den Eingang in den Vulkans Arensberg oder auch Arnulphusberg genannt. Es geht durch einen Stollen der nun in den ersten Metern durch Betonwände abgestützt ist direkt in den Schlot. Im Inneren bemerkt man, wie groß dieser Vulkan doch ist. Zwei Vulkanausbrüche schufen einen Berg, wo vorher keiner war. Das erste Mal vor etwa 32 Millionen Jahren: Aufsteigendes Magma bahnt sich seinen Weg durch Schiefer-, Kalk- und Sandsteinschichten nach oben und reißt mit ungeheurer Kraft Gesteinsblöcke mit sich.Der zweite Ausbruch vor etwa 24 Millionen Jahren fällt deutlich ruhiger aus: Wieder steigt Magma auf und schiebt sich unter den erstarrten Basalt des ersten Ausbruchs. Früher war der Arensberg deutlich höher. Während an den alten Aschenablagerungen des ersten Ausbruchs die Jahrmillionen zehrten, waren es dann im 19. Jahrhundert die Menschen, die dem Berg seinen Gipfel nahmen. So musste auch die Ruine einer mittelalterlichen Kirche dem Basaltsteinbruch weichen. An sie erinnert heute die kleine Kapelle am Wegesrand. Nach und nach drang man immer tiefer in den Berg vor und folgte dem Schlot in die Tiefe. Heute bietet sich im alten Steinbruch ein beeindruckender Blick in das Innere eines erloschenen Vulkans. Am Grund des Kraters befindet sich ein mit Basaltbrocken gelegtes Labyrinth, welches wir heute mal durchlaufen.
      Dann verlassen wir den Krater und laufen weiter auf angenehmen, breiten Weg durch den Wald und um den Berg herum. Vor uns wechselt eine ganze Familie Rehe die Waldseite und als ich mich auf einen Baumstamm setze um der Stille, die nur von Vogelgesängen unterbrochen wird, zu lauschen, bemerke ich ein kleines Mäuschen, dass sich hier eifrig zu schaffen macht.
      Der Wald hat tüchtig an Farbe zugelegt. Die frischen Blättchen sind jetzt um einiges größer. Auf dem Waldboden sprießen überall zarte Blümchen in weiß, gelb und lila. Fast hätten wir den Abzweig zum Naturdenkmal Meerweibchen verpasst.
      Es handelt sich dabei um einen zerklüfteten mitteldevonischen Kalk (an einigen Stellen durch frühere Kalkentnahme verändert) auf eine Länge von 30 m, Breite 12 m und Höhe 8 m. Der höchste Punkt ist das Meerweibchen. Das Gebiet ist gleichzeitig Standort einer seltenen Waldflora
      Der Zugang ist gut versteckt gleich hinter eine Bank die gegenüber einer Grillhütte steht. Wir folgen dem schmalen Trampelpfad, auf dem viele abgebrochene Äste liegen, nach oben. Aus einem dickeren Ast bastel ich mir schnell einen Stock um damit in den Boden zu stochern und ggf. Löcher, bevor wir reintreten, zu entdecken.Bald schon ist kein Pfad mehr zu erkennen und wir laufen quer in den Wald, können aber vor uns bereits eine Felsformation sehen. Wir stapfen durch das tiefe Laub und nähern uns den Felsen. Wir können sie fast umrunden und entdecken auch eine Höhle in die wir durchaus hereinschlüpfen könnten, nur ist es uns heute ohne Equipment zu riskant.Dieses Abenteuer heben wir uns für eine nächste Tour hier her auf, die mit Sicherheit noch folgen wird. So suchen wir unseren Rückweg, stellen den Stock an die Bank, vielleicht wird ein anderer Wanderer ihn noch nutzen und gehen über einen Wiesenweg zurück zum Parkplatz.

      • vor 6 Tagen

  4. Werner, Kerstin und 28 anderen gefällt das.
    1. 🐕‍🦺 Susi 🐾 und 👩 Bettina 🐌

      Wir fahren in das ca. 45 Autominuten entfernte Lissendorf und parken dort am katholischen Kindergarten. Hier starten wir unsere heutige Wanderung die uns vor allem zum Hippelstein führen soll.Zunächst laufen wir die Schulstrasse entlang Richtung Bahnhof. Auf der Strasse haben Kinder, wir gehen jetzt davon aus, dass es Kinder waren, Nachrichten mit Kreide hinterlassen. Diese sind zeitgemäß und spiegeln wohl die Gedanken der jungen Leute in der momentanen Zeit wieder.Die Aufforderung „Umarmt euch“ wurde zum Beispiel mit einem „das geht nich“ kommentiert – stellvertretend für all die anderen Kreidenachrichten auf der Schulstrasse und weil es mich berührt, möchte ich diese gerne posten.Ich erkläre Susi, als wir in die nächste Straße einbiegen, dass der Bahnhof sicher einer von vielen stillgelegten Bahnhöfen sein wird, wie es sie hier in der Region gibt, als wir die roten Wagen der Regionalbahn an den Bahnsteig fahren sehen. Oh, ein intakter Bahnhof, ich glaube Susi hat bisher noch keinen gesehen und ich auch schon ewig nicht. Gleich gegenüber vom alten Bahnhofsgebäude in dem stilgerecht eine Gaststätte untergebracht ist, fällt uns das bunte Wartehäuschen auf. Fast wie in der großen Stadt, die bunte Graffiti wurde natürlich unnötig übersprüht. Im Eingangsbereich des Bahnhofgebäude steht ein großes Regal mit diversen Sachen. Auf dem Tisch davor liegt eine Nachricht auf der steht, dass man sich hier kostenlos bedienen darf.Wir schauen ob wir etwas gebrauchen können, finden einige Werbe-Postkarten und freuen uns über diese freundliche Geste. Ebenfalls im Eingangsbereich ist eine große Steinkugel auf der die Welt aufgemalt ist, hier zeige ich Susi wo die Eifel ist.Dann suchen wir den Weg und stellen fest, dass wir die Unterführung nutzen müssen um auf die andere Seite der Gleise zu kommen. Ohhh, wie aufregend. Es geht die Treppe hinunter und einen langen Tunnel, an dessen Wänden sich auch Graffiti befinden hindurch und auf der anderen Seite wieder hoch. Das war aufregend und ein neues Erlebnis für Susi.Von der anderen Seite haben wir noch einmal einen schönen Blick auf das Bahnhofsgebäude und gehen dann über eine kleine Brücke und befinden uns nun in Birgel. Unser nächster Stopp ist die alte Wassermühle. Die Gastronomie dort hat natürlich geschlossen doch man darf in die Höfe der alten Gebäude. Eine tolle Anlage, sehr sauber und interessant, es gibt sehr viel zu sehen. Ein herrlicher Wiesenweg bringt uns immer weiter in die Höhe und wir haben einen tollen Blick in die Eifel. Obwohl wir uns immer im Urlaubsmodus befinden stellt sich sofort dieses angenehme Gefühl ein und wärmt uns von innen. Es ist einfach toll. Auf der Wiese neben uns blüht es gelb, die Büsche blühen in reinstem weiß, immer wieder schwirrt ein Hummelchen vor uns oder Schmetterlinge tanzen um die Wette und dann diese Stille. Eine wunderbare und heilende Stille die nur von Vogelgezwitscher unterbrochen wird – einfach traumhaft!An einer Wellenbank steht ein Mühlstein auf dem der Wanderer die Informationen zu den Entfernungen ferner Städte gesagt bekommt – hm – uns ist das egal, wir sind glücklich und froh genau in diesem Moment da zu sein wo wir sind und so schenken wir dem Mühlstein wenig Beachtung, der Fernsicht dafür umso mehr!Weiter geht es auf dem Wiesenweg an einem Acker entlang, einige hundert Meter später endet der Wiesenweg und wir müssen leider am Acker entlang laufen. Noch geht das, es ist noch nichts gewachsen, in einigen Wochen wird man hier nicht mehr laufen können. Wir schauen in die Ferne und da sehen wir ihn, den Turm aus Stahl – diesen Punkt visieren wir an und je mehr Schritte wir machen, umso näher kommt der Turm. Es geht über den angenehm weichen Ackerboden in leichter Steigung im wahrsten Sinne querfeldein . Am Strommast angekommen fällt mein Blick sofort auf einen Haufen wunderschöner Steine die hier wohl alle vom Acker zusammen gesammelt wurden. Ein Stein schöner als der andere und ich könnte sie alle so gut gebrauchen. Leider müssen wir sie hier liegen lassen – zu schade um die schönen Steine!Nach einer kleinen Verschnaufpause finden wir wenige Meter vor uns auch wieder den richtigen Weg. Jetzt müssten wir bald die ersten Felsen sehen. Die Landschaft ist hügelig, fast wie eine Dünenlandschaft und überall stehen Baumstümpfe wie Pilze doch Felsen können wir keine entdecken.Das Gelände ist sehr schön. Weite Wiese, der blaue Himmel, die kleinen Wiesenblumen, die überall sprießen – wir drehen eine Runde durch die „Dünenlandschaft“ vermuten hinter jedem Hügel einen Fels doch leider ist dem nicht so. Noch einmal gehen wir die Runde und finden dann einen unscheinbaren schmalen Pfad der uns in ein kleines Tal bring, hier wird aus dem Pfad wieder ein schöner Wiesenweg und dann sehen wir ihn schon aus der Ferne, den Hippelstein!Wir freuen uns riesig denn Susi war schon der Meinung, dass es hier gar keine Steine gibt. Unsere Schritte werden schneller und je näher wir dem Hippelstein kommen, desto größer wird der Fels der dort an einem Hang oberhalb einer Holzbank drohnt und wir werden immer hippeliger!Susi rennt sofort vornweg und ich folge ihr. Sie erreicht den Stein und ist ihn schon am inspizieren als ich auch endlich oben ankomme. Wir setzen uns in den Steinder uns in seinen Schatten taucht – herrlich, ein toller Platz und wir sind glücklich!Als nächstes verstecken wir unseren Wanderstein, den wir im Wehrbüsch gefunden und den „Die_Ute“ dort versteckte hatte, in einer kleinen Spalte direkt im Hippelstein. Jetzt sind wir mal gespannt ob dieses Steinchen gefunden wird und wer weiß, vielleicht fühlt sich Ute herausgefordert und wandert unsere heutige Tour nach und schnappt sich den Stein wieder? ;-)Wir bleiben hier eine Weile unter dem Stein sitzen, zu schön ist es. Wir hören den Vögeln zu und lauschen in die Stille, es ist einfach unbeschreiblich hier oben. Dann müssen wir leider weiter, es liegt ja noch einiges an Weg vor uns. Jetzt geht es nach Gönnersdorf, hier findet Susi endlich ein kleines Bächlein und ist nicht zu halten, als sie die kühle Erfrischung in der Nase hat. Das Wasser, das ich für sie mitschleppe, verschmäht sie, es schmeckt ihr wohl nicht so gut wie das fließende Wasser aus den Bächen. Der Weg führt uns noch etwas am Ortsrand entlang bis uns dann ein Schotterweg Richtung Lissendorf führt. Von hier aus schauen wir auf einen kleinen bewaldeten Berg, da wollen wir hoch.Als wir den Berg erreichen bleibt Susi stehen. Sie mag nicht mehr. Keinen Meter geht sie weiter und ich muss mich mit ihr auf eine Bank setzen um noch eine kleine Pause zu machen. Noch mal biete ich ihr etwas vom schälen Wasser aus der Flasche an und sie trinkt etwas – es ist heute der erste richtig warme Wandertag. Wir sind das wohl gar nicht mehr gewöhnt. Nach einer Weile packen wir unsere Sachen und setzen die Wanderung fort. Wir sind viel zu neugierig und wollen unbedingt wissen, was uns oben am Gipfel erwartet. Wir werden nicht enttäuscht. Als erstes entdecken wir ein großes Gipfelkreuz gleich daneben befindet sich ein großer Grillplatz und eine Schutzhütte und etwas Abseits ist noch eine kleine Bank von der aus wir noch einmal herrlichen Ausblick haben.Noch einmal gönnen wir uns eine kurze Pause bevor wir dann wieder den Berg hinunter gehen. Auch dieser Weg ist toll. Er führt uns eine Runde um den ganzen Berg. Unten angekommen biegen wir dann zum Ehrenfriedhof ab. Noch einmal entfernen wir uns von Lissendorf, laufen die Kreisstrasse ein paar hundert Meter wieder Richtung Gönnersdorf um dann in einen Weg zu biegen der uns zu einer Orchideenwiese auf dem Möschelberg bringen soll. Noch eine Steigung haben wir zu bewältigen und werden wieder für die Mühe belohnt. Es ist herrlich hier oben. Von der Aussicht abgesehen bilden Wiesen Bäume und Sträucher, der blaue Himmel und die kleinen Wattewolken hier oben ein perfektes, schon nahezu sommerliches Bild.Um diesen Moment noch einmal zu genießen setzen wir uns auf die wohl futschneue Wellenbank und blicken von ihr oben hinunter auf Lissendorf und in die weite wellige Eifel. Dann führt uns noch einmal ein schmaler Pfad vom Möschelberg wieder hinunter nach Lissendorf wo wir nun ganz schnell unser Auto erreichen. Susi ist platt, ohne Murr lässt sie sich von mir in ihre Box heben, das hatten wir schon lange nicht mehr.Diese Wanderung kann ich nur empfehlen – sie ist einfach nur traumhaft!

      • 28. April 2021

    1. 🐕‍🦺 Susi 🐾 und 👩 Bettina 🐌

      Ganz spontan entscheiden wir noch nicht nach Hause zu fahren sondern noch eine Runde um den Jungferweiher in Ulmen zu drehen.Obwohl wir hier immer wieder rund laufen gibt es immer wieder etwas zu entdecken. So auch heute!Am Wehr wurden die ganzen Bäume umgehauen – ob die alle krank waren oder ob das etwas mit dem Verbindungstunnel zum Maar zu tun hat muss ich noch recherchieren. Wir entdecken viele Tiere und stellen fest, dass der Jungferweiher sehr viel Wasser trägt. Dadurch können wir nicht auf alle Stege.Ob man den Weiher extra hat volllaufen lassen wegen der Vögel die nun alle brüten müsste ich auch mal in Erfahrung bringen jedenfalls war das wieder eine Genusswanderung – einfach wunderschön unser Ulmener Jungferweiher und ich kann ihn nur empfehlen. Man muss auch nicht rund laufen sondern kann auch in den Wald einbiegen und den Maarhexen nachgehen.

      • 26. April 2021

  5. Berni, Fran und 26 anderen gefällt das.
    1. 🐕‍🦺 Susi 🐾 und 👩 Bettina 🐌

      Nach dem ich leider wieder Probleme mit dem Fuß (Sprunggelenk) habe, muss es heute eine leichte Wanderung sein.Wieder führt uns der Weg nach Daun in den Wehrbüsch. Heute laufen wir den Philosophenweg von Anfang bis zum Ende und halten die Augen offen, in der Hoffnung, Wandersteine zu finden.Der Wald wird immer grüner, die Sonne lacht an einem stahlblauen Himmel, der Eifelwind ist allerdings immer noch kühl. Insgesamt herrlich um zu wandern und der Wehrbüsch ist ein Garant für einen angenehmen Spazierweg.Am Verkehrsgarten bekommen die Kinder die Regeln des Strassenverkehrs beigebracht. Wir beobachten sie bei einigen Trockenübungen, dann dürfen die „Bälger“ auf die Räder und das erzeugt kurzzeitig ordentlich Lärm im sonst doch stillen Wald. Wir schauen ins Innere der Schutzhütte, die wir bald erreichen und hoffen hier einen der begehrten Steinchen zu finden. Obwohl „Die Ute“ wohl auch schon hier war liegt hier nichts steiniges.Bei den Holzfiguren macht sich ein älterer Herr zu schaffen. Wieder wurden die Figuren mutwillig beschädigt. Er versucht nun zu retten, was zu retten ist und will dem Waldarbeiter eine neue Mütze verpassen. Schade das manche Menschen einfach keinen Respekt mehr haben, keinen Respekt vor Sachen, vor Tieren oder anderen Menschen.Der geschnitzte Förster hat einen Wanderstein auf seinem Fernglas liegen. Freude!!!Dann geht es über die Wehrbüschkapelle über das Denkmal des Sturmes Kyrill zurück Kurz vor dem Parkplatz kommen wir noch an der Ponderosa Ranch vorbei – Little Joe ist nicht zu sehen also steigen wir ins Auto und fahren runter nach Daun. Hier wollen wir noch den alten evangelischen Friedhof besuchen. Nur ein winzig kleines Schild an einer Laterne weist auf den Ort hin. Wir laufen den Weg hinunter und betrachten uns die Grabsteine. Etwa Ende der 50er Jahre fand hier wohl die letzte Beisetzung statt. Der Friedhof liegt mitten in Daun, gleich neben einem Hochhauskomplex. Er ist frei zugänglich und scheinbar kümmern sich einige Leute auch um einige Gräber deren Einfassungen und Grabsteine mir sehr gut gefallen.

      • 26. April 2021

  6. Maartaucher, Hunsbuckel und 28 anderen gefällt das.
    1. 🐕‍🦺 Susi 🐾 und 👩 Bettina 🐌

      Heute ist BADETAG!!! - WALDbadetag!Wir fahren rüber nach Lutzerath zur Drei Eichen Hütte und parken dort ganz alleine auf dem großen Parkplatz. Dann geht es heute mal gegen die Laufrichtung zuerst zum Skywalk oder auch Eifelblick genannt.Der Weg ist herrlich. Mittlerweile blüht es und wir können den Frühling riechen. Bevor wir den Aussichtspunkt erreichen, kommen wir noch bei unserem Lieblingsrindvieh vorbei. Die puscheligen rotbraunen Tiere schauen uns freundlich an und begrüßen Susi. Dann geht es weiter zum Skywalk. Hier genießen wir die grandiose Aussicht. Danach führt uns der Weg den Wald hinab, es begleitet uns Vogelgezwitscher und wir hören immer wieder einen Specht. Wir sind gut dabei und entscheiden uns den geplanten Weg öfter etwas abzuändern und zweigen deshalb immer wieder ab. Ein Stück Weg hat es allerdings in sich. Hier wird die Beschaffenheit immer schlechter, fast unbegehbar. Wir müssen dann auch noch einmal ein Stück zurück und querwaldein laufen bis wir wieder auf unserer richtigen Tour zurück sind. Dafür führt uns ein Waldweg zwischen unserem geliebten Eifelgold, das leider noch nicht blüht, wieder zurück auf unsere Tour. Diesen Ort merken wir uns und werden hoffentlich dran denken und den richtigen Moment erwischen, wenn es hier blühen wird – das muss wundervoll sein!Wir treffen auf drei Waldinseln die uns in angenehmer Entfernung zueinander mit ihren Hängematten einladen erwas zu verweilen. Bei der ersten und der letzten Insel nehmen wir das Angebot gerne an und genießen das Schaukeln und den Blick hoch in die Baumwipfel, die sich vom stahlblauen Himmel dunkel abheben.So könnten wir den ganzen Tag weiter schaukeln doch wir müssen das Auto abgeben – heute ist Einkaufstag – so laufen wir den letzten Rest des Weges wieder zurück zum Parkplatz. Begegnet ist uns keine Menschenseele, das möchten wir noch erwähnen.Der Weg macht seinem Namen alle Ehre – er ist wirklich ein Wohlfühlweg. Es geht teils auf breiter und bequemer Waldautobahn und dann wieder über schmale Waldwege. Man kann auch gelegentlich spontan vom Weg abweichen und mal einen Quergang nutzen – hier hat der Wanderer wirklich alle Möglichkeiten.

      • 23. April 2021

    1. 🐕‍🦺 Susi 🐾 und 👩 Bettina 🐌

      Unser heutiges Ziel ist wieder ein sogenannter Lost Place. Meist handelt es sich um alte und verlassene Häuser, Fabriken oder Hallen – heute sollte es ein Schiff sein, in dessen Glanzzeiten viele Touristen auf den Flüssen Deutschlands umher geschippert wurden.Das Bild vom Schiff fand ich in einer Gruppe Gleichgesinnter und durch Zufall konnte man mir auch den Standort nennen und dann war es gar nicht mehr schwer den genauen Punkt zu finden zumal ich dort schon zig mal vorbei gefahren bin.Natürlich, und das betone ich, ist auch dieser Spot geschützt und das Betreten des Grundstückes ist verboten – nun, jeder muss für sich entscheiden wie weit er geht und es gibt ja auch Teleobjektive oder war ich etwa doch??? Tja, das bleibt mein Geheimnis – jedenfalls war das Objekt unserer Begierde echt spannend und ich habe zig Fotos gemacht, die ich allerdings hier nicht alle einstellen werde.Danach parken wir das Auto an der Mosel, legen den Rückwärtsgang ein und ziehen die Handbremse fest, es wäre nicht das erste Auto, das in die Mosel rollt und Susi und ich laufen nun am Fluß entlang und warten einfach mal ab, was uns noch so begegnet.Zunächst haben wir einen herrlichen Blick auf die Mosel die ganz still und spiegelglatt ist. Die Weinberge spiegeln sich in ihr, ein bereits gewohntes Bild aber immer wieder faszinierend und man kann sich in diesem Anblick wirklich verlieren. Wir gehen erst ein paar Schritte, da rennt Susi vornweg – oh, was hat sie entdeckt? Noch ein Boot!
      Ein altes Kanu liegt dort und Susi springt hinein und entert es ohne Gnade! Ei Ei Kapitän Blackdog Susi!!! Die Mannschaft ist überwältigt und liegt gefesselt und geknebelt unter Deck – natürlich bei Wasser und Brot!
      Susi hat ihren Spaß!Dann geht es weiter mit Blick auf die alten Fachwerkhäuser von Senhals. An einem hängt das Bettzeugs zum Lüften. So war das früher auch immer bei uns und auch ich habe das gemacht, bis man mir mal mein Kopfkissen vom Fenster weg gestohlen hat – seit dem lüfte ich meine Betten nicht mehr am offenen Fenster. Wir spazieren ganz alleine auf dem Fahrradweg, keine Menschenseele weit und breit, wäre jetzt nicht Corona, hier wäre schon die Hölle los vor allem auf dem Campingplatz, den wir bald schon erreichen und der direkt an der Mosel liegt. In den angrenzenden Gärten blüht es und überall lässt sich Federvieh blicken, ganz ohne Scheu naja, fast. Als Susi die Tiere entdeckt, rennt sie natürlich zu ihnen und die Enten beeilen sich und schnattern ganz aufgeregt „Leute Leute, die Susi kommt, nur weg hier, schnell ins Wasser....“Die Mausi hat keine Chance, trotzdem lass ich ihr ihren Willen uns sie nimmt ein Bad in der noch kalten Mosel. Plitsch Platsch – Susi planscht und behält dabei die Tiere im Auge. In einer kleinen Bucht liegen große Steine, auf einem nehme auch ich Platz und schaue Susi zu die sich sehr bemüht den Schwan zu erreichen. Immer wieder ruft sie ihm zu „Warte nur du Weißfeder, gleich bin ich bei dir und dann zieh ich dir ein paar Federn aus deinem Fell!“ Ich lache!Rund um sehe ich nun, dass gar keine Steine am Ufer liegen sondern alles voller Muscheln ist. Ei, vor lauter Muscheln sieht man hier den Strand nicht – ich fange an ein paar Muscheln und dann doch auch noch einige Steine zu sammeln. Das ist ja fast wie im Urlaub, wie am Meer, ich mach die Augen zu und höre ein Schiff in der Mitte des Flusses vorbei ziehen. Von der Schiffsschraube wird das Wasser angezogen, unsere kleine Bucht wird blitzschnell trocken gelegt und als das Schiff vorbei ist, kommt sogleich das Wasser in drei großen Wellen zurück...schwipp, schwapp....uhiiiii....schnell ziehe ich die Füße ein, ich habe meine neuen Wanderschuhe noch gar nicht imprägniert!Wir beobachten noch eine Weile den Schwan der sich ausgiebig putzt und dann auch extra für uns aufplustert. Dann spazieren wir weiter, vorbei an einer Krähe die Zweige für den Nestbau sucht und zwei Nilgänsen die sich wohl verlaufen haben und dann sind wir schon am Ende des Moselortes Nehren und gehen an der Straße zurück damit wir noch einen Blick auf die alten Winzerhäuser haben.Wir besuchen noch die Kirche St. Agatha, Susi holt sich ihren Sanktus ab. Die kleine Magdalenen Kapelle ist leider verschlossen doch mittlerweile hat der Himmel sich auch verdunkelt und die ersten Regentropfen fallen auf uns nieder. So notieren wir uns noch schnell die Wasserstände von damals und kommen noch bei Flipper vorbei bevor wir zufrieden am Auto ankommen, das natürlich nicht in die Mosel gerollt ist!Ein kleiner Spaziergang der in seiner Kürze wirklich sehr viel Würze hat!

      • 21. April 2021

  7. Frank, Steffi Larm und 23 anderen gefällt das.
    1. 🐕‍🦺 Susi 🐾 und 👩 Bettina 🐌

      Ein weiteres Ziel, das wir schon sehr lange in Planung hatten, ist die alte Heimschule von Nickenich – ein Lost Place.Da wir mit unserer ersten Tour am heutigen Tage ganz in der Nähe sind, fahren wir die drei Kilometer noch bis zum Parkplatz und laufen zunächst zum keltischen Baumkreis.Teile von uraltem keltischen Wissen mit Zugang zur faszinierenden Welt der Bäume finden wir im Keltischen Baumkreis. Die Kelten sagten den Bäumen verschiedene Eigenschaften nach und teilten das Jahr in Zeitphasen. Den Menschen wurden je nach Geburtstag die entsprechenden Baumeigenschaften zugeordnet.  Wir können jetzt dem Baumkreis nicht so das abgewinnen, was die alten Kelten wohl empfunden hatten und eigentlich waren wir viel neugieriger auf den Lost Place, der sich hier in nur wenigen hundert Meter Entfernung befinden sollte.Bereits der Parkplatz war überfüllt und auf dem Weg Richtung Heimschule waren jede Menge Leute. Na, wir waren gespannt!Wir erreichen den Ort sehr schnell, er liegt förmlich auf dem Servierteller, direkt am Weg und ist auch nicht umzäunt.Susi bewegt sich zielsicher auf die Betonruine und läuft die Reste einer Treppe hinauf. Ich folge ihr!Plötzlich eine Stimme! Ein Herr ermahnt uns, teilt uns mit, er sei der Pächter des Grundstückes und wir sollen uns von dort entfernen – schon zur eigenen Sicherheit, denn die Ruine ist stark einsturzgefährdet.Okay, Susi schaut mich ungläubig an doch ich fordere sie auf wieder zu mir zu kommen was sie auch brav macht.Der Mann geht weiter Richtung Parkplatz und wir in die andere Richtung um das Gebäude herum. Von hinten ist eine große Wiese – da laufen wir mal hoch um das Gebäude wenigstens von außen etwas näher betrachten zu können.Besonders einladend sieht es wirklich nicht aus. Beton, Schutt, viele Wände und Decken sind bereits eingestürzt und fast alles ist mit bunter Farbe besprüht. Gerade entdecke ich eine Möglichkeit locker von hier oben ins Gebäude zu kommen, höre ich eine Gruppe junger Leute. Die kommen durch den „Haupteingang“ also von dort, wo uns gerade noch der Herr verjagt hatte.Ich tausche mich kurz mit den jungen Leuten aus, die wollen in den Keller und ich empfehle einen weiteren Lost Place ganz in der Nähe, der aus fototechnischen Aspekten bessere Möglichkeiten bietet. Naja und dann springen Susi und ich doch noch ins Gebäude und schauen uns etwas um.Wie gesagt, viel Schmutz, Beton, Steine und bunte Farbe – kein wirklich schöner LP aber mit der Fotoausbeute kann ich dann doch noch gut etwas anfangen, wie ich zuhause feststellen konnte!Also wieder ein rundum perfekter Wandertag und Susi und ich hatten Spaß, wir hoffen, du auch beim Lesen und Bildern. Bis dann, hab eine wanderhafte Zeit und bleib gesund!

      • 18. April 2021

  8. Kerstin, Simone 🥾 und 🐾 Lolo 🐩 und 22 anderen gefällt das.
    1. 🐕‍🦺 Susi 🐾 und 👩 Bettina 🐌

      Vor Kurzem habe ich mir neue Wanderschuhe geleistet und heute will ich sie zum ersten Mal tragen.Dafür haben wir uns einen Weg ausgesucht, der schon ewig in der Planung stand und der nicht zu lang und schwierig ist, man weiß ja nicht, was mit neuen Schuhen unterwegs passieren kann.So fahren wir gemütlich am Morgen nach Nickenich. Dort am Parkplatz vom Traumpfad Pellenzer Seepfad parken wir – hier finden wir auch den oder das Tumulus mit dem Nischengrab...Hm...Naja....Ich will mal so sagen, es hat uns jetzt nicht vom Hocker gerissen. Da sind wir dann viel erstaunter, als wir plötzlich vor einem Schild mit der Aufschrift „Weihnachtsbäume zu verkaufen“ stehen.Noch interessanter und schöner finden wir die kleine St. Josef Kapelle, die wir bereits nach weiteren wenigen hundert Meter erreichen. Dort tragen wir uns ins Gästebuch ein und auf der kleinen Holzbank vor der Kapelle schnüre ich zum ersten Mal die Schuhe nach. Dann geht es weiter über Waldwege, viele Wegweiser sorgen dafür, dass kein Mensch sich verläuft. Sogar der Weg nach Santiago de Compostela wird uns angezeigt: Nur noch 2199 km – sollen wir.... ha ha ha! Ein Traum, doch wer weiß, vielleicht laufen wir irgendwann auch mal dort hin nur heute geht es erst mal über einen Trail quer durch den Wald und von Weitem sehen wir schon einen Baumstamm der dort auf einer Lichtung liegt und an dem Griffe angeschraubt sind.Ohhh, ein Cache! Ich bin mir sicher, dass wir eine der begehrten „Dosen“ entdeckt haben doch als ich den oberen Teil des Stammes zur Seite hebe finde ich in der Mulde des unteren Stammteil Futtermais. Hm – kein Tier wird den Stamm auseinander schieben können oder ist dies gar eine Falle? Ich kann mir den Sinn und Zweck nicht ganz erklären, mutmaße, dass ein Jäger vllt den Futtertrog öffnet, wenn er im nahestehenden Hochsitz auf der Lauer liegt. Auch an den Bäumen hängen leere Netze, in denen in der Regel Futter für Vögel aufbewahrt wird.Okay, wir richten alles wieder so wie wir es vorgefunden haben und gehen dann weiter durch den Wald über diesen schnuckeligen, schmalen Pfad. Solche Wege zu laufen macht uns Spaß.Danach führt uns der Weg vorbei an geschnitzten Baumstämmen. Leider stehen die wohl schon sehr lange denn bei den meisten sind Teile abgebrochen. Nach dem wir ein Stück Weg ausgelassen haben, geht es jetzt direkt zum jüdischen Friedhof. Wie so oft liegt der etwas abseits des Weges, fast versteckt im Wald und wird von einem Jägerzaun umrandet. Das Tor ist allerdings zu öffnen und so treten wir ein. Es befinden sich dort sehr viele Gräber. Bei manchen ist die Inschrift auch noch gut zu lesen. Wir gehen durch die Reihen und machen uns so unsere Gedanken als wir plötzlich laute Stimmen hören.Eine Familie mit Hunden und Kinder sucht außerhalb des Friedhofs nach einem Cache. Es wird nach einem Ast gesucht und alle Bäume werden ganz genau unter die Lupe genommen doch schon bald höre ich die Kinder rufen „Wieder alles für nix...“ Scheinbar hat die Familie keinen Erfolg.Susi und ich hören mit einem Ohr der Familie noch etwas zu, finden es lustig wie die Eltern sich über das weitere Vorgehen beraten während die Kinder versuchen an den Bäumen hoch zu hopsen. Wir verlassen den Ort, gehen weiter am Grubengelände mit Blick in den Steinbruch Eppelsberg. Ein riesiges Loch tut sich hier auf und leider hat man nicht ganz so gute Sicht bis wir dann an einen Aussichtspunkt kommen. Bei gutem Wetter hat man hier grandiose Fernsicht. Heute ist es diesig, trüb, irgendwie alles grau in grau, leider. Kurz vor dem Ende unseres Rundweges kommen wir dann noch an der schwarzen Wand von Nickenich vorbei. Auch hier bekommt man noch einmal einen tollen Eindruck von den verschiedenen Erdschichten. Am Parkplatz angekommen finden wir auf einem Schlag noch vier Wandersteine – wieder sind es wahnsinnig hübsche Steinchen und wir nehmen sie dankbar an uns. Wir werden sie bald wieder auswildern so wie wir heute selbst vier Steine von uns ausgelegt hatten. Mal schauen, ob man sie findet.Im Auto beschließen wir dann noch eine Minitour anzuhängen. Dazu fahren wir knapp drei Kilometer mit dem Auto weiter – neugierig? Dann komm doch einfach mit – es wird spannend! Nachlesen kannst du unsere zweites Abenteuer an diesem Sonntag im nächsten Wanderbericht!

      • 18. April 2021

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