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ulinator

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Über ulinator

Was in den Alpen begann, verlagerte sich immer mehr in die Heimat. Zuerst entdeckte ich als Geocacher viele bekannte und vergessene Plätze neu oder aus einer neuen Perspektive, dann verlagerte sich die Leidenschaft immer mehr auf das eigentliche Wandern.
Egal, ob Alb, Donau, Schwarzwald oder schlicht die eigene Heimat: kein anderes Hobby erfüllt mich so, wie das Wandern. Ob es nur drei Kilometer in einer verregneten Mittagspause oder dreißig an einem sonnigen Tag sind: das Bewegen in der Natur mit dem Blick auf Details ist eine Erfahrung, die man nur unzureichend in Worte kleiden kann. Man muss es erleben. Ich habe es für mich entdeckt und teile gerne meine Erlebnisse und Erkenntnisse in Wort und Bild.
Und wenn es einfach mal nicht zum Auslauf kommt, wird es mir trotzdem selten langweilig, denn ich bin nebenbei Zocker, klassischer Gitarrist, Bücherwurm, Brettspieler, Filmfreak - schlicht: ein Kind im Manne und habe vor, das zu bleiben.

Distanz

2 801 km

Zeit in Bewegung

360:11 Std

Letzte Aktivitäten
  1. ulinator und Eric waren wandern.

    vor 14 Stunden

    02:25
    13,4 km
    5,6 km/h
    410 m
    670 m
    Silvia Glocker, Jürgen👣🚶 und 5 anderen gefällt das.
    1. ulinator

      Obwohl die morgendliche Düsternis, die mich an der Richtigkeit meiner diversen Zeitanzeiger zweifeln ließ, kein ansprechender Vorbote für eine kleine Vormittagswanderung war, folgte ich dennoch mit einem Elan, den man auch als Trotz auslegen könnte, dem Plan, einmal mehr das allsonntägliche Mittagessen in Schramberg zu Fuß abzulegen.
      Mit Eric als treuem Begleiter starteten wir dieses Mal am Sulgener Beschenhof, um die ersten unspektakulären Kilometer auszusparen und uns auf die vielen vor uns liegenden Sehenswürdigkeiten zu konzentrieren.
      Im trüben Grau des Morgens passierten wir Ross und Reiter, Häuser und Gehöfte und tauchten schon bald ins saftige Grün des Waldes ein, eine Farbe, die trotz fortgeschrittenem November auch den Rest der Tour deutlich dominierte und in Kombination mit den hochstehenden Wolken eine eigenartige Stimmung erzeugte.
      Ein Stück entlang der Sulgener Straße brachte uns zum Hutneck, von wo wir den mir altbekannten, unscheinbaren Pfad abwärts einschlugen, der uns zu einer kurzen Wiesenquerung zurück in den Wald brachte.
      Ein Gewirr aus schmalen und unterschiedlichem Bewuchs ausgesetzten Wegen erwartete uns auf dem teils steilen Abstieg in Richtung Schlangenbühl. Die gefrorene Erde unter unseren Sohlen trug dabei heute in großem Maß zur Trittsicherheit bei.
      Rasch lag die kleine Wohnsiedlung hinter uns und wir überquerten den Kirnbach. Die Getränkestation linker Hand ignorierten wir - es war uns schon warm genug und der folgende Steilanstieg ließ Eric, der noch in der Gluthitze seiner Jugend steht, sogar die Jacke öffnen.
      Wir peilten nun die Falkensteiner Kapelle an, die wieder ein gutes Stück unter uns lag und querten unweit davon die Straße. Auch wenn wir die Stadt damit offiziell schon betreten hatten, lag es nicht in unserer Absicht, so schnell wie möglich zum Ziel zu gelangen, sondern so schön wie möglich, weshalb wir auf der anderen Bachseite den beschilderten Weg zur Ruine Falkenstein einschlugen.
      Über einen in Serpentinen angelegten Felsenpfad wurden wir stetig aufwärts geführt und erreichten zuerst den unteren Teil der Burganlage, den wir trotz einladender Sitzgelegenheiten aber zugunsten eines weiteren strammen Aufstiegs hinter uns ließen.
      Ein Gemisch aus Treppen und Mauerresten empfing uns unterhalb des Hauptteils der Burg und nachdem Eric einen Geocache absolviert hatte, betraten wir die Ruine durch das schmale Tor uns wurden von einem schwarzen Hund begrüßt, der - wie es der Zufall wollte - einem der Verwalter der Brug gehörte, was uns in den Genuss brachte, den ansonsten verschlossenen Schankraum von innen zu bewundern und noch das eine oder andere Detail darüber zu erfahren.
      Die Aussicht auf die Talstadt unter uns präsentierte sich am besten vom Turm aus, weshalb wir diesen nicht ausließen.
      Gesättigt von historischen Gemäuern, setzten wir zum vorläufigen Abstieg zum Marxenloch an, wo wir mit einer Holzbrücke und kleinen, aber feinen Wasserläufen begrüßt wurden.
      Es schloss sich ein weiterer Aufstieg an, der uns in angenehmer Steigung aber teils fordernd-felsigem Untergrund zum Casa des los Amigos - einem Aussichtsunterstand führte.
      Von dort nutzten wir den angeschlossenen schmalen Waldpfad an der imposanten Felsenkanzel vorbei, um weiter an Höhe zu gewinnen.
      Zäh ging es auf einem breiten, aber steilen Weg über die Siebenhundert-Meter-Grenze auf eine Hochfläche, wo uns auch gleich der stechend kalte Novemberwind daran erinnerte, dass sich vielleicht doch eine Art Winter ankündigen könnte.
      Wir bogen nach rechts ab und folgten in einer ausladenden Kehre dem Trombach talwärts und erfreuten uns am stetig zunehmenden Gluckern und Rauschen das Wasserlaufs, der uns begleitete.
      Unser Ziel lag eigentlich in der Lauterbacher Straße, die wir nach Verlassen des Waldes überquerten, doch die nahen Lauterbachfälle betörten uns mit ihrer wilden Romantik, sodass wir diesen lohnenswerten Umweg in Kauf nahmen.
      Am Ende erreichten wir die Zivilisation wieder auf dem Junghans-Fabrikgelände, entlang dessen wir unser Ziel anpeilten.
      Mit wärmendem Gulasch und Beilagen beschlossen wir diesen gelungenen Wandervormittag und ließen uns von unserem Privattaxi wieder zum Beschenhof chauffieren. Wir waren der Meinung, das hatten wir verdient. 😎

      • vor 7 Stunden

  2. ulinator war laufen.

    vor 4 Tagen

    00:54
    10,2 km
    11,2 km/h
    140 m
    130 m
    Rusty, Wolfgang H. und 12 anderen gefällt das.
    1. Pamph

      Flott ... schön so „freie Bahn“ zu haben😎!

      • vor 4 Tagen

  3. ulinator war laufen.

    vor 6 Tagen

    01:09
    11,6 km
    10,1 km/h
    130 m
    130 m
    Fabio, Saminasi und 17 anderen gefällt das.
    1. Martin

      Schön. Gerade in der kalten Jahreszeit, bei klarer Witterung hat die Dämmerung ihre besondere Reize. Schön ist aber auch das Nachhausekommen in die warme Stufe. Der Kamin glüht gemütlich vor sich hin und der Cappuccino dampft aus der Tasse. Ein Genuss... ☺️

      • vor 6 Tagen

  4. ulinator war laufen.

    21. November 2020

    01:12
    12,9 km
    10,8 km/h
    210 m
    230 m
    Andythecat, Martin und 17 anderen gefällt das.
    1. Martin

      Da kann ich nur neidvoll Deine Tour begutachten. Allein, weil mir Komoot seit Tagen keine Touren mehr hoch lädt. Hätte nämlich noch ein paar wundervolle Novembersonnenmomente, die ich mit der Community teilen möchte. 😊

      • 21. November 2020

  5. ulinator war laufen.

    19. November 2020

    00:52
    10,00 km
    11,5 km/h
    180 m
    160 m
    Sandra, Nae und 17 anderen gefällt das.
    1. Pamph

      Fix - Hut ab!

      übersetzt vonOriginal anzeigen
      • 19. November 2020

  6. ulinator war laufen.

    17. November 2020

    01:02
    11,2 km
    10,9 km/h
    100 m
    100 m
    Eugen Nickel, Martina und 18 anderen gefällt das.
  7. ulinator war wandern.

    14. November 2020

    Bernhard Neumayer, Fabio und 25 anderen gefällt das.
    1. ulinator

      Bevor es an die Arbeit geht, wollte das unverschämt sonnige Novemberwetter noch ein bisschen genutzt werden, um sich im Freien zu tummeln.
      Auch wenn es unwahrscheinlich scheint, so gibt es auch bei mir in meiner näheren Umgebung noch so manchen Fleck, den ich nicht oder nur ansatzweise kenne. So auch das Gebiet rund um Neukirch.
      Wie so oft bietet sich die Erschließung von Neuland im Zusammenhang mit Geocaching an und daher suchte ich mir ein paar der bisher ungesuchten Dosen zusammen und tüftelte mir unterwegs eine passende Route dafür aus.
      Los ging es an einem verwaisten Sportgelände zwischen Neukirch und Zepfenhan. Ich folgte den angepeilten Koordinaten auf die Höhe und fand dank langjähriger Erfahrung die sehr gut getarnte und in die Umgebung eingepasst Dose. Nur wenige Meter weiter gab es gleich eine zweite Suchaktion - nicht minder gut gemacht - und so ergab sich auch der Weg, der sich optisch zwar mehr als Wiese darbot, aber deshalb nicht schlechter zu begehen war.
      Es folgte eine kurze Etappe durch den Wald auf teils überwucherten und aufgeweichten Schneisen, teils aber auch auf klassischen Wegen.
      Entlassen wurde ich am Beginn des Zollernalbkreis, den ich aber nicht betrat, da sich auf der anderen Seite der B27 weiterzumachen gedachte.
      Unversehrt schaffte ich die Überquerung der Straße und machte mich auf zum Highlight der kleinen Runde: dem Zimmerner Tal, welches sich mit mehreren kleinen Bächen, schmalen Pfaden und Holbrücken durch ein Wäldchen erstreckt.
      Nach drei weiteren gefundenen Geocaches verließ ich den Wald am nördlichen Zipfel und marschierte ein Stück an der Straße entlang, bis ich mich zu einem Abzweig entschied, der mich auf eine laubübersäte Anhöhe führte, von der ich eine Wiese mit tollen Ausblicken zur Alb erreichte.
      Ich folgte dieser bis zum Vaihinger Hof, ein idyllischer Ortsteil von Neukirch, von wo ich mich mehr oder weniger am Waldrand entlang zurück zum Start bewegte, nicht aber, ohne weitere Geocaches aufzusuchen. Eine hoch im Geäst hängende Variante konnte ich mit einem im Wald gefundenen Ast angeln, dabei immer die letzten Häuser des nahen Ortsrandes im Nacken. Ich gehe aber davon aus, dass mein Hantieren keinen außergewöhnlichen Anblick bot, schließlich war ich nicht der erste an dieser Stelle.
      Ich durchquerte Neukirch schließlich und sammelte an einem historischen Wegweiser noch eine letzte kleine Dose auf, die den ansonsten unspektakulären Radweg zum Parkplatz in zwei handliche Teile schnitt.
      Somit gelang mir in Summe eine schöne, nicht allzu lange Runde, auf der ich neun Geocaches finden konnte und die landschaftlich viel Abwechslung bot. Sonnenschein und trockene Witterung sorgen für das finale Quäntchen Perfektion des heutigen Vormittags.

      • 14. November 2020

  8. ulinator und 2 andere waren wandern.

    31. Oktober 2020

    02:43
    3,95 km
    1,5 km/h
    50 m
    50 m
    Silvia Glocker, Rusty und 14 anderen gefällt das.
    1. ulinator

      Eine Besonderheit beim Geocaching ist das sogenannte "Hochseefischen". Anders als im herkömmlichen Spiel geht es hier darum, die gesuchten Dosen aus den Bäumen zu angeln.
      Hilfreich sind dabei ausfahrbare Plastikrohre, mit denen man auch mal in zehn oder mehr Metern Höhe herumstochern kann. Selbstredend gehört auch ein gewisses Augenmaß, eine ruhige Hand und eine passende Sehstärke dazu (ein Problem, dass ich mittlerweile dank Nasenfahrrad lösen konnte).
      Mit diesem frischen Wind im Hobby werden auch einfache Waldwege aufgewertet, denn man hat viel zu tun, denn jeder Baum ist anders, jeder Ast hat seine Tücken und der eine oder andere blendende Sonnenstrahl verhindert nicht selten den besten Blickwinkel. Und am Ende muss die Dose auch wieder aufgehängt werden, was ein ganz eigenes Thema ist.
      Doch gerade der heutige Tag hatte abseits unseres Hauptanliegens, das auch die meiste Zeit in Anspruch genommen hat, so einige tolle Herbstimpressionen zu bieten. Es dominierten die Farben orange und rot, die Sonne wärmte uns am Waldrand und den lichteren Stellen und die Schatten zwischen den Bäumen sorgten für Kühlung.
      Trotz so mancher Herausforderung, die uns unsere Vorgänger hinterlassen hatten (oder wir selbst verantworten mussten), verging die Zeit wie im Flug, es gab viel zu Lachen und so manch verwunderter (oder wissender) Blick von Radfahrern oder Spaziergängern, die ebenfalls dieses Wäldchen für ihre Aktivitäten auserkoren hatten.
      Eines ist nämlich klar: mit einem meterlangen Stab herumzuhantieren ist nichts, das man unauffällig erledigen kann. 😁
      Am Ende hatten wir zwar Lust auf mehr, aber zumindest bei mir warteten noch andere Verpflichtungen, weshalb wir aufhörten, als es am schönsten war.

      • 31. Oktober 2020

  9. ulinator war wandern.

    28. Oktober 2020

    Wolfgang Müller, Bernhard Neumayer und 40 anderen gefällt das.
    1. ulinator

      Die Gegend rund um Tennenbronn hat noch so manche blinde Flecken, was meine Wanderkenntnis angeht. So stand der Beschluss, das, was ich bereits auf der kürzlichen kulinarischen Wanderung an Eindrücken mitnehmen durfte, zu erweitern.
      Voller Ungeduld und Zweifel wartete ich das prognostizierte Aussetzen der morgendlichen Regenschauer ab und erreichte fast pünktlich zur Mittagesstunde den Parkplatz oberhalb Remsbach.
      Gleich zu Beginn holte ich mir den schon mehrfach besichtigten Augenblick ab und flüchtete dann vor den scharfen Windböen in den nahegelegenen Wald.
      Ab dort begann eine wahre Odyssee, denn der GPS Empfang meines Smartphones versagte immer dann kläglich, wenn ich mich von Bäumen umgeben sah - ein Ereignis, das auf dieser Tour nicht gerade selten vorkam.
      Somit wanderte ich zu großen Teilen im Blindflug, musste mich an Wegweisern und Markierungen orientieren und nutzte die immer wieder auftauchenden Lichtungen zur Re-Positionierung. Dass ich dennoch eine halbwegs passable Aufzeichnung zustande gebracht habe, lag schlicht daran, dass ich noch etwas Geoaching betrieb und somit meinen Zweithelfer namens Garmin mitführte, der die vielen Unpässlichkeiten ausgleichen konnte.
      Genug der Technik. Konzentriert wie selten zuvor suchte ich mir meine Wege auf fast schon altertümliche Weise zusammen und darf dies als Erfolg werten, denn meine Ziele habe ich alle auffinden können.
      Nach dem Blick zu Württemberg - wo ich noch einen namensgleichen Geocache ausheben durfte - verließ ich den mir bekannten Teil der Strecke und schlug grob die Richtung zum Fohrenbühl ein. Wie ein Eindringling fühlte ich mich, als sich mir eine Herde Kühe bedrohlich näherte und wohl nur durch den Drahtzaun aufgehalten wurde. Kurz darauf irrte ich auf schmalen bis kaum erkennbaren Pfaden durch den Wald und steil bergab, bis ich einen etwas wüsten, zerbaggerten Lehmweg erreichte, der mich kurzzeitig beim Bremenloch in die Zivilisation entließ.
      Ich schlug einen weiten Bogen durch den Wald und am Waldrand entlang, bis ich auf eine Freiluft-Etappe stieß, die es in sich hatte.
      Auf asphaltierten Wegen, auf denen reger Motorverkehr herrschte spie mir der eisige Herbstwind seine ganze Macht entgegen. Wehren konnte ich mich nur mit einem Schluck heißen Kamillentee und einer weiteren Jacke.
      Am Ende eines kleinen Wäldchens, das wir im Frühjahr auf dem Lauterbacher Wandersteig durchquert hatten, bog ich nach links ab, und hatte erneut eine Begegnung mit dem Wind, der mir nun das Vorankommen erschweren wollte.
      Die Aussicht auf Aussicht ließ mich aber stur auf meinem Plan verharren und so entging ich dem Zerren der Naturgewalt, als ich den schmalen Pfad zum Hornberger Blick einschlug.
      Mit Treppe, Sitzbank und einer kleinen Plattform war alles gegeben, was für einen Aussichtspunkt notwendig ist und die Wolken standen hoch genug, mir die Fernsicht über das Tal nicht zu verwehren.
      Ein weiterer Geocache wurde an dieser Stelle auch noch eingesammelt und schon durfte ich mich auf den nun folgenden Rückenwind freuen, der mich zum Umkehrpunkt begleiten sollte.
      Steil abwärts führte mich ein asphaltierter aber immerhin für den Moment meines Daseins nicht befahrener Waldweg zu einem idyllisch gelegenen Bauernhof zwischen mehreren kleinen Weihern.
      Dass der nächste Aussichtspunkt eher nicht im Tal liegen wird, bestätigte sich durch den folgenden steilen Aufstieg, der die zwei innersten Schichten meiner Kleidung endgültig durchnässte.
      Am oberen Punkt angekommen galt mein Streben nun dem Apfelfelsen, ebenfalls ein vielbesungener, von mir aber bisher sträflich ignorierter Aussichtspunkt.
      Ein kurzer Fehlgang, durch eine Missinterpretation meiner navigierenden Gerätschaften verursacht, folgte und die Korrektur brachte mich auf den Abstecher zum Apfelfelsen.
      Ganz alleine war ich nicht, doch Platz war mehr als genug vorhanden und der Ausblick über die Täler und nah- und fernliegenden Hügel sind hier einfach grandios. Nicht zuletzt wussten auch die fast schon kugelförmigen Felsbrocken zu faszinieren und die etwas längere Pause, die ich mir hier gönnte, war gut gewählt, um möglichst viel dieser Umgebung mental aufzusaugen.
      Doch die Tage sind kurz, der Rückweg war noch lang und auch wenn der Wind hier nicht mehr ganz so viel Enthusiasmus zeigte, zeugte die kühlende Feuchte um mich herum doch vom Drang, mich durch Bewegung wieder in Normaltemperatur zu versetzen.
      Erneut passierte ich einen Hof mit Gewässer und tauchte dann in eine lange Waldetappe ein, die lediglich einmal durch eine kleine Lichtung unterbrochen wurde.
      Feiner Schotter und Wurzeln wechselten sich ab und die Wege waren allesamt gut zu gehen aber die Monotonie versetzte mich beinahe schon in einen meditativen Zustand.
      Kurz vor Tennenbronn begann jedoch wieder die Abwechslung, angefangen mit einem steilen Abstieg über einen von Fels und Erde durchsetzten Waldpfad, der direkt zu einer der schönsten Stationen des Auerhahnwegs führte: dem Fensterblick, der hier wörtlich genommen werden darf. Abgesehen davon verleiht die liebevolle Gestaltung dieses Platzes mit Sicht auf Tennenbronn das besondere Etwas.
      Nach kurzem Innehalten schlug ich einen kleinen, unbeabsichtigten und durch Unaufmerksamkeit erzeugten Haken durch einen Ausläufer Tennenbronns und stieg nach einer Bachüberquerung aufwärts auf die Zielgerade.
      Dieses sausteile Stück trieb mir noch mal so richtig die Schweißperlen aus den Poren, doch empfand ich es ansprechender als die in meiner Planung vorgesehene Fahrstraße.
      Einmal oben angekommen, lehnte sich der noch immer ansteigende Weg deutlich zurück, sodass die letzten knapp anderthalb Kilometer keine große Hürde mehr bedeuteten.
      Zurück am Auto in deutlich spürbarer Abenddämmerung leerte ich die Trinkflaschen und begab mich wieder in heimische Gefilde.
      Abgesehen von dem wirklich langen Waldspaziergang in der zweiten Hälfte, gibt es auf dieser Tour einiges zu sehen. Wer sich an Schwarzwaldidylle, Hochflächen, Aussichtspunkten und Landschaft erfreuen kann, bekommt all das in Fülle.
      Lediglich die Witterung sollte gut bedacht werden - heute war es nur der Wind, ich kenne den Beginn rund um dem Augenblick auch bei Frost und Wind. Das erfordert schon eine gewisse Resistenz. Doch welcher Wanderer hat diese nicht? 😎👌

      • 28. Oktober 2020

  10. ulinator war laufen.

    19. Oktober 2020

    01:04
    11,1 km
    10,4 km/h
    110 m
    110 m
    Bernhard Neumayer, Marc Hikinger 🥾 und 17 anderen gefällt das.
    1. ulinator

      Auch wenn sich die kalten Tage wieder etwas zurückzunehmen scheinen, hielt ich es doch für sinnvoll, dem Sprichwort "Von O bis O" zu folgen und mein Gefährt mit schneetauglicher Gummierung versehen zu lassen.
      So ließ ich alles Notwendige in Seedorf zurück - dieses Mal wurde ich nicht nach einem Nachhausetransport gefragt 🤣- und lenkte mich zu Fuß Richtung Waldmössingen, wo ich mir einen Pfad entlang von Äckern und Feldern auf die Höhe des Wasserturms bahnte, dabei einen Hasen aufschreckte und schließlich den Rand des Steinbruchs erreichte.
      Diesen umrundete ich gut zur Hälfte und gelangte wieder auf das komplexe Wegenetz zwischen Seedorf, Bösingen und Dunningen, bei dem man eigentlich nichts falsch machen kann, wenn man grob die Himmelsrichtungen unterscheiden kann.
      Tolle Ausblicke auf die Ortschaften zur Rechten, untermalt mit der untergehenden Sonne und auf den in unterschiedlichen Farben erstrahlenden Albkamm im Osten machten den Großteil der Strecke zum Genuss, lediglich zwei fiese Anstiege setzten mir heute etwas zu, dafür lief es bergab umso besser.
      Pünktlich zum Übergang von Dämmerung ins nächtliche Blau stand ich vor der Haustür und begieße nun den Abend mit einer Dusche.

      • 19. Oktober 2020

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