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Apollo831

Über Apollo831

Berg- und Naturliebhaber mit ausgeprägtem Sinn für idyllische Einsamkeit und Ruhe im Freien.

Distanz

1 608 km

Zeit in Bewegung

265:01 Std

Letzte Aktivitäten
  1. Apollo831 war wandern.

    29. November 2020

    03:51
    20,2 km
    5,3 km/h
    270 m
    280 m
    RiChArD, schwabe83muc und 11 anderen gefällt das.
    1. Apollo831

      Meine dritte CoViD-Lockdown, Münchner ÖPNV Tour im Herbst/Winter 2020.Heute geht es mit einer neuen Begleitung vom S-Bahnhof Starnberg in einer Doppelschleife um den Maisinger See und zurück. Wir erreichen Starnberg um 09:00 Uhr bei Temperaturen um Null Grad, hoher Luftfeuchtigkeit und bedecktem Himmel. Zügig marschieren wir durch das gut betuchte Starnberg in südwestlicher Richtung grob entlang der S-Bahnstrecke bis nach Pöcking. Im Wald zwischen Pöcking und Starnberg erschrecken wir unfreiwillig ein paar junge Rehe, die sofort Reißaus nehmen.Am Ortsausgang Pöcking fällt uns der gegenüberliegende Wald an der Weilheimer Straße besonders ins Auge, da die Baumkronen der Laubbäume alle im Frostkleid gewandet sind, während die Nadelhölzer kontrastreich daneben erscheinen. Was hier noch skurril und einmalig erscheint soll aber den Rest der Strecke allerorts heute auch so sein. Das feuchte Klima zwischen den Seen sorgt für diesen Zauber in Weiß.Am Maisinger See angekommen freut uns ein offenes Feuer am Spielplatz und reger Betrieb auf der Terrasse des Maisinger Seehofs. Wir werden unsere Runde gehen und hier her zurück kehren für einen Umtrunk.
      Der Blick über den See und das NSG ist auch bei unserem eher traurigen Wetter immer noch sehr beeindruckend und muss bei besseren Wetterbedingungen wirklich sehenswert sein.
      Unsere kleine Schleife führt uns westlich ums NSG herum zwischen Aschering und Landstetten über offene Felder. Hier hat man zwar einen beschaulichen Ausblick aber der kalte und schneidende Wind motiviert uns zügig wieder in bewaldete Gebiete abzutauchen. Es ist streckenweise wirklich unangenehm zugig, obwohl eigentlich das Wetter hätte bereits besser sein sollen…Zurück am Maisinger Hof gibt es eine kleine Erwärmung und wir verzehren unsere mitgebrachte Brotzeit, aber es zieht wie Hechtsuppe und wir reißen die Zelte dementsprechend schnell wieder ab, sind aber dennoch dankbar für den Gastbetrieb am Hof.Auf dem Rückweg durchqueren wir die Maisinger Schlucht entlang des gleichnamigen Bachs, die uns sehr gefällt und endlich ein wenig den Wind abhält. Hier finden sich schöne Boofen entlang felsiger Steilwände direkt an der Grenze zum Truppenübungsplatz. Der Maisinger Bach zeigt bizarre und malerische Verläufe unter umgestürzten Bäumen und durch schmale Täler – eine wirklich schöne Strecke mit abwechslungsreichem Bewuchs. Nur kurze Zeit später erreichen wir durch diese grüne Senke Starnberg und sind bald wieder am S-Bahnhof. Zu unserem Glück wartet eine S-Bahn bereits auf uns und wir müssen nicht im Wind sitzen. Ab Stockdorf auf dem Weg nach München reißen dann, unverschämter Weise, die Wolken auf und die Sonne zeigt sich! Zu spät für uns, aber was will man da machen?Eine schöne Strecke und eine schöne Tour, gute Wege und interessante und sehr abwechslungsreiche Landschaft. Sehr viel wechselnder Bewuchs und ein paar schöne Panoramas gibt es auch. Sehr zu empfehlen!

      • 29. November 2020

  2. Apollo831 war wandern.

    14. November 2020

    Stephanie, Anne FFB und 32 anderen gefällt das.
    1. Apollo831

      Meine zweite Lockdown + ÖPNV Münchner-Umland-Wanderung:
      Heute wird die Amper von Buchenau bis Dachau erkundet. Diese Wanderung lässt sich inhaltlich zweiteilen. Der Beginn in Buchenau/FFB ist wunderschön, abwechslungsreich und voller kleiner Landschaftsüberraschungen. Die zweite Hälfte ab Olching hat mehr Längen, weniger Perlen, die dafür aber intensiver wirken. Diese Tour kommt auf die „Liste für schlechtes Wetter“, denn es gibt hier keine Hindernisse zu überwinden und die Wege sind alle sehr gut ausgebaut!
      Ich erreiche um 08:00 den S-Bahnhof Buchenau und steuere zügig Richtung Amper. In den Buchenauer Niederungen angekommen beginnt die Sonne sich das Tal langsam zu erobern. Die Amper fließt hier bereits auf schätzungsweise 12 Metern Breite, ruhig und von mir völlig unbeeindruckt Richtung Dachau. » Eigentlich könnte man hier auch eine Flusswanderung zu Boot unternehmen? « kommt mir in den Sinn.
      Einige Zeit begleite ich den Fluss in angenehmer Einsamkeit, bis zum Ampersteg am ehemaligen Kloster Fürstenfeld. Die ehemalige Klosterkirche ist wahrlich beeindruckend. Ein barocker Prachtbau mit sehr sehenswertem Hauptschiff und Hochaltar. Fürstenfeldbruck ist ohnehin einen Besuch wert, hier gibt es einige schöne und ungewöhnliche Orte zu entdecken – Rund um die deutsche Geschichte.
      Ich verlasse FFB Richtung Hölzl Stadion in die Amperauen. Die Amperauen erinnern hier an einen Mangrovenwald. Alle zehn Meter zweigt ein Arm von der Amper ab, will überbrückt werden und verzweigt selbst weiter ins Unterholz! Ich mache dutzende Fotos und entdecke jeden Meter ein anderes Motiv, aber es muss irgendwann auch mal gut sein.
      Hier unten entfaltet die Amper ihren vollen Charme, ganz gleich ob es ein Seitenarm ist, ein Flutbecken, in dem noch Wasser steht oder einfach eine Amperschleife. Die aufgehende Sonne malt Kontraste in bizarre Landschaften und ein stahlblauer Himmel spiegelt sich malerisch im Wasser!
      Und es passiert wieder, ein Eisvogel lässt sich blicken - ich begegne sogar einer ornithologischen Fotografin, die ihn schon "verfolgt".
      Der versuchte Amperwanderer sei auf ein Kuriosum hingewiesen: Im Wald bei Emmering, nahe des Amperufers stehen vier mysteriöse, mächtige Betonsockel, die scheinbar keine Funktion haben. (mehr Infos hier: merkur.de/lokales/fuerstenfeldbruck/emmering-ort28645/versunkene-wahrzeichen-von-emmering-13281528.html)Ein Abstecher bis zum beeindruckend bemalten Estinger Schloss, dass erwartungsgemäß geschlossen ist, dann weiter bis zum Wildvogelpark Olching. Von diesem Park wusste ich zuerst nichts und wunderte mich daher über Pelikane, freue mich wie ein Schnitzel, einen Storch aus der Nähe zu sehen und dann kommt das erklärende Türschild und der Zauber verfliegt.Ab hier ändert sich leider dann das Streckenbild deutlich. Es gibt lange ereignislose Strecken, die sich gefühlt ewig ziehen und nur kurzzeitig von kleinen Erlebnissen unterbrochen werden. Selbst die Novembersonne erscheint mir plötzlich zu heftig, zu sengend und anstrengend.
      Auf den offenen Feldern nahe der A8 kann man die Alpen im Dies erblicken und die saftigen grünen Felder erwarten wohl gerade einen zweiten Frühling!
      Der Andrang an Spaziergängern, Familien und vor allem Radfahrern hat auch deutlich zugenommen - manchmal muss ich sogar den Weg verlassen - ausweichen, weil einfach zu große Gruppen unterwegs sind - so viel zum social distancing!
      Aber die Amper gibt ihre Perlen immer mal wieder Preis und so bleibt der Eindruck insgesamt auch hier gut - vor allem die sumpfigen Graslandschaften in den Flutbecken haben einen malerischen Zauber, jetzt wo die Bäume ohne Laub stehen und verbleichte Gräser den stahlblauen Himmel kontrastieren.
      Gegen Ende erreiche ich noch Schloss Dachau, staune über fleißige Bienen der Imkerei auf der Schlossterrasse und versuche schnell den Unmengen Besuchern auszuweichen, die offenkundig noch nichts vom Mindestabstand gehört haben. Auch die Maskenpflicht, die in Fürstenfeldbruck und Dachau auch auf öffentlichen Plätzen gilt – wohlgemerkt beschildert - scheint für viele wohl eine echte Neuigkeit zu sein. Der schöne Ausblick muss also schnell eingefangen werden und dann raus aus dieser Menschenversammlung!
      In Dachau selbst hält man sich besser an die Regeln und die S-Bahn ist schnell erreicht. Es war, trotz der abschließenden Störfaktoren, eine wirklich sehr schöne Wanderung in einer sehr schönen Gegend.
      Bis zum nächsten mal.

      • 14. November 2020

  3. Apollo831 hat eine Wanderung geplant.

    12. November 2020

    05:13
    19,6 km
    3,7 km/h
    220 m
    220 m
    Nikos gefällt das.
  4. Apollo831 hat eine Wanderung geplant.

    12. November 2020

    06:16
    23,5 km
    3,8 km/h
    250 m
    260 m
    Nikos gefällt das.
  5. Apollo831 war wandern.

    31. Oktober 2020

    Harlekin317, Lotte und 44 anderen gefällt das.
    1. Apollo831

      Diese Tour ist aus zwei Zwangsbedingungen erwachsen: Ich wollte unbedingt den guten Tag nutzen und auf keinen Fall im Lockdown der umliegenden Landkreise irgendwohin fahren müssen. Also musste eine Tour entworfen werden, die im Münchner Umland mit dem örtlichen Nahverkehr erreicht werden kann und wenigstens etwas Natur und Herausforderung zeigt.Mit der S2 erreiche ich Karlsfeld um ca. 08:30 Uhr und bin zunächst von der künstlerischen Gestaltung des Bahnhofs begeistert. Ebenso, dass kaum Graffiti-“Künstler“ das Werk
      „aufzubessern“ versucht haben.
      Als erste echte Wandermaßnahme wird allerdings meine geplante Würm-Überquerung kurzfristig abgesagt wegen Baustelle – also folgen wir brav der Umleitung. Über die malerisch strömende Würm führen hier zahlreiche kleine Brücken, also alles kein Problem. Nach wenigen Metern erreicht man den Eichinger Weiher, der zwar in der Herbstsonne schön anzuschauen ist, aber sonst eher unscheinbar wirkt.
      Dann bekomme ich das Highlight des Tages zu sehen: ein EISVOGEL, hier in München! Leider gelingt kein Bild aus der Nähe, da der kleine blaue Düsenjet schnell Reißaus nimmt, wenn sich irgendwo ein Mensch bewegt und von denen bewegen sich leider am nahegelegenen Rehgehege zu viele.
      Der Weg folgt durch offenes Ackergelände und führt mich alsbald zum Karlsbader See. Der ist wirklich gut besucht, nicht nur von Spaziergängern, sondern vor allem von Gänsen. Die scharen sich auf dem Wasser und an den Liegewiesen und unterhalten sich angeregt laut. Dieser Geräuschpegel verfolgt mich entlang der Uferpromenade bis hinauf auf den „Berg“. Am Schallweiher warten ein paar hinterhältige und schadenfrohe Stockenten im absolut stillen Wasser, bis ein Fotograf sich bereitmacht, um genau dann panisch ins Wasser zu planschen, wenn man einen guten Blickpunkt gefunden hat – aber das stört wenig, der tiefblaue Himmel spiegelt sich dennoch kontraststark vor den gold- leuchtenden Herbstbäumen. Eine schöne Ecke und sicher auch im Sommer einen Besuch wert, das Wasser ist jedenfalls einladend klar überall und es gibt Grillplätze und Liegewiesen mit reichlich Platz.
      Ich folge für einige Zeit dem Moosgraben, über den der ansässige Nachwuchs schon kleine Brückchen gebaut hat, die aber leider nur in einen unpassierbaren Acker führen, bevor die Renaturierung ihren Zauber entfaltet. Der Moosgraben ist ein glasklarer Bachlauf, der seinen Namen scheinbar zu Unrecht geerbt hat. Im Schwarzhölz verlasse ich den Moosgraben und besteige einen kleine Anhöhe, da dort ein Aussichtspunkt verzeichnet ist. Die Aussicht scheint aber mit den Jahren verwachsen zu sein, man kann nur lückenhaft die Ferne vermuten.
      Weiter geht’s über offenes und unscheinbares Gelände bis zur Regatta. Die Regatta Anlage ist erstaunlich retro-futuristisch. So sah also 1972 die Zukunft aus! Irgendwie ist es schon interessant und wirklich imposant. Und auch gut besucht – ist doch übermorgen Lockdown überall.
      Ich mache hier auf der alten Nordtribüne ein Teepäuschen in der Sonne und genieße, dass sich die Ruderer von ihren Coaches anschreien lassen und dabei schuften dürfen während ich lenze. Heile Welt.
      Hinter der Haupttribüne passiere ich einen kleinen Beachfussballplatz (wirklich), dann komme ich zum wesentlich ruhigeren Regattasee und weiter über die bereits leer geernteten Felder. Ich begleite den Schwebelbach bis ich wieder den Würmkanal erreiche. Überall bringt der Herbst seine letzten Kräfte auf, um sich farbenfroh und einladend zu präsentieren. Mein Weg führt nun aber unter der A93 hindurch nach Oberschleißheim. Die Wege werden zunehmend matschig.
      Am Schloss angekommen werde ich von Sonne und Touristen überrannt. Die Bauten des Neuen, wie des Alten Schlosses sind imposant und farbenfroh. Die Kaskade und die Brunnen sind leider schon geleert und schauen daher etwas trostlos aus. Die Herbstfarben entfalten noch mal ihren vollen Charme am Mittelgraben hin zum Schloss Lustheim. In einer entlegenen Seitenanlage mache ich Mittagspause unter Platanen und genieße die unerwartete Ruhe und die Herbstsonne. Als ich die Schlossanlage verlassen will überrascht mich eine schick kostümierte Jagdgesellschaft zu Pferde mit einer ganzen Rotte Jagdhunden und Horngebläse. Diese Attraktion reitet im Schloss auf und ab, scheinbar zur Belustigung der Besucher.
      Ich verlasse den Schlosspark nach Süden durch einen angrenzenden Wald und dann über die Oberschleißheimer Heide am Flugplatz. Die Gegend ist nutzungsbedingt wenig abwechslungsreich bis ins Hartelholz. Hier hat der Herbst schon ein fortgeschritteneres Stadium angenommen, die jungen Buchen, Birken und Ahorne stehen zu dicht aufeinander, daher bekommen sie weniger Licht und haben schon ihr gesamtes Blattwerk abgeworfen. Die Wege sind morastig und schwergängig.
      Auf der Panzerwiese eröffnet sich schon der Blick zur Allianz Arena, dort ist der Zielpunkt. Mein Weg führt mich vorbei am Campus des FC Bayern und letztlich durch die malerische Fröttmaninger Heide. Dieser kleine Flecken Natur ist leider auch ungewohnt gut besucht und schnell erkenne ich, wo viele Menschen sich begegnen, vergessen sie ihre Manieren. Hier liegt viel Müll im Gelände, das sonst wirklich zu einem Spaziergang einlädt. Optisch ist die Heide ein Hingucker, mit ihren kleinen Hainen und dem sanft hügeligen Grasland.
      Dann erreiche ich den erstaunlich sauberen und scheinbar frisch renovierten Fröttmaninger U-Bahnhof. Noch mal der Blick auf die Allianz Arena, dann steige ich die nächste U-Bahn. Es ist 15:30 Uhr – guter Schnitt, toller Tag, bestes Wetter und eine unerwartet schöne Strecke durch die Natur, so nah an den Toren Münchens.

      • 31. Oktober 2020

  6. Apollo831 und Harlekin317 waren wandern.

    25. Oktober 2020

    Marcus, Suttis und 24 anderen gefällt das.
    1. HorstAP

      wunderschöne Herbstfarben und Felslandschaften!

      • 25. Oktober 2020

  7. Harlekin317 und Apollo831 waren wandern.

    25. Oktober 2020

    Tom, Ge⚽️rg und 35 anderen gefällt das.
    1. Harlekin317

      Wunderschöne Herbstwanderung. Gute bis leicht matschige Wege. Es ist für jeden was dabei. Feste Wanderschuhe sollte man auf jeden Fall haben. Ebenso eine Schuhbürste nach der Wanderung. Wir hatten in Leienfels in der Gaststätte "Burgruine" ein super Mittagessen. Der Salat war frisch angemacht inklusive hausgemachter ausgelassener Speckwürfel. Klöße waren ebenfalls frisch gekocht obwohl Mittagstisch nur bis 14:00 Uhr war und wir erst um 14:15 Uhr eingetroffen sind. Eine super Tour.

      • 26. Oktober 2020

  8. Apollo831 und Harlekin317 waren wandern.

    1. Oktober 2020

    Harlekin317, Anja und 7 anderen gefällt das.
    1. Apollo831

      Das ist der dritte Wandertag einer dreitägigen Rennsteigüberquerung von Saalfeld a. d. Saale nach Neustadt b. Coburg (eff. Rödental).
      Tag 1 : komoot.de/tour/266777660
      Tag 2.1 : komoot.de/tour/266785671
      Tag 2.2 : komoot.de/tour/267151336
      Tag 3.1 : komoot.de/tour/267150950
      Mit genug Zeit im Gepäck verabschieden wir uns spontan von Neustadt. Entgegen dem Plan, hier unseren Zug abzuwarten ziehen wir weiter, um eine andere Bahnstation in Mönchröden zu erwandern und dort in unseren Zug nach Hause zu steigen.
      Leider führt unser Weg durch ein weniger hübsches Industriegebiet, bevor wir die Röden, vorbei am Klärwerk und der Sauer GmbH für Kunststoffe, in die idyllischen Auen begleiten. Wir folgen der Röden eine Weile, bis sie auf die viel befahrene B4 trifft.
      Hier biegen wir ab und besteigen den Deutersberg. Der Aufstieg führt durch Felder und bietet noch einmal einen herrlichen Blick zurück, vorbei am Muppberg, bis zur südlichen Grenze des Thüringer Waldes. Dann folgt ein schmaler sehr schlammiger Aufstieg durch einen jungen Buchenwald, ehe wir einen Rastplatz am Deutersberg erreichen und dort Pläne für eine letzte Einkehr schmieden. Wir wollen zur Mönchrödener Klosterschenke „dem Schnitzelspezialisten“.
      In Mönchröden angekommen passieren wir eine imposante Kirchgemeinde. Der Straßennahme lässt vermuten, dass hier einst sogar ein Kloster stand. Wir freuen uns nun um so mehr darauf in guter Mönchstradition hier nahe dem ehem. Kloster zu schlemmen und unser letztes gemeinsames Wanderbier zu zelebrieren. Es soll ein gelungener runder Abschluss werden.
      Dann trifft uns die Enttäuschung herb: Das Gasthaus Klosterschenke hat zum letzten Mal die Tore geschlossen, lange bevor wir hier waren. Kein Bier wird hier mehr ausgeschenkt und kein Schnitzel wird es hier alsbald geben. Man ist pleite gegangen beim Schnitzelspezialisten. Die Suche nach einer Alternative bleibt ohne Erfolg, Pazzarias und Gasthäuser haben alle lange schon die Läden hochgeklappt. An einer Frontwand laden uns sogar D-Mark Preise ein – ein entmutigender Blick in die Geschichte.
      Wir enden mit einem Lidl-Einkauf und unserem Abendbrot am Bahnhof – bis uns der Zug vom schalen Ende einer sonst so makellos verlaufenen und erinnerungswürdigen Wanderreise abholt.
      Diese drei Tage im Thüringer Wald werden mir noch lange gut in Erinnerung bleiben, denn Sie haben viel Erholungswert gebracht und mich unerwartet beglückt und erfreut. Eine tolle Wanderstrecke durch eine tolle Landschaft mit vielen schönen Momenten und guter Unterkunft. Ich hoffe noch viele Wanderungen von dieser Qualität erleben zu dürfen – die drei Tage stimmen mich abenteuerlustig und schaffen Vorfreude auf das Unbekannte.
      Bis zum nächsten Abenteuer also 😉

      • 2. Oktober 2020

  9. Harlekin317 und Apollo831 waren wandern.

    1. Oktober 2020

    Tom, Anja und 9 anderen gefällt das.
    1. Uwe B.

      Schöne Tour aber der Ort Heißt Steinach und nicht Steinbach am Wald

      • 2. Oktober 2020

  10. Apollo831 und Harlekin317 waren wandern.

    1. Oktober 2020

    Anja, MonacoTrail und 16 anderen gefällt das.
    1. Apollo831

      Das ist der dritte Wandertag einer dreitägigen Rennsteigüberquerung von Saalfeld a. d. Saale nach Neustadt b. Coburg (eff. Rödental).
      Tag 1 : komoot.de/tour/266777660
      Tag 2.1 : komoot.de/tour/266785671
      Tag 2.2 : komoot.de/tour/267151336
      Tag 3 - Verlängerung: komoot.de/tour/267437272
      Nach einem reichhaltigen guten Frühstück im Hotel „Schöne Aussicht“ lassen wir Steinach in dichtem Nebel in westlicher Richtung gut ausgeschlafen hinter uns.
      Wenige Gehminuten entfernt erreichen wir das Gasthaus Waldfrieden, das einen sehr ansprechenden Kinderabenteuerspielplatz mit Baumhaus, Seilbahn, Schaukeln und einem dazwischen mäanderndem Bächlein anbietet. Wir bemerken den Sonnenaufgang im dichten Nebel und lassen uns vom Farbenspiel auf den ankommenden Tag einstimmen – ein guter Anfang!
      Kurze Zeit später passieren wir bereits wieder einen überdachten Park- und Rastplatz „Silbersattel“ am Schnetterssumpf, überqueren dort die Bundesstraße L2657 und noch einmal lacht uns die Sonne durch den Nebel an!
      Von hier an werden die Wege zunehmend fest und immer breiter, oft geschottert oder gar geteert. Am Zimmerplatz, unweit der Cunoquelle, entscheiden wir uns den Marienfelsen anzusteuern und ein wenig Morgensonne zu tanken. Vom Marienfelsen hat man einen wunderbaren Blick über das Coburger Land und die Landesgrenze Thüringen-Bayern. Wir haben den Muppberg, einen auffälligen Tafelberg bei Neustadt b. Co. immer im Blick. Neustadt liegt dabei noch unter einer aufsteigenden Wolkendecke.
      Nach dieser Pause verlassen wir den Thüringer Wald und begeben uns in die Tiefebene südlich von Forschengereuth. Wir bleiben nur kurze Zeit in der Kulturlandschaft Thüringens, bis uns das Waldgebiet an der ehemalig innerdeutschen Grenze umfasst.
      Am "Generalsblick", von dem aus man über die Grenze schaut, gönnen wir uns erneut in der Sonne eine wärmende Auszeit und machen Mittagspause.
      Mit getrockneten Klamotten und frisch getankter Sonne geht’s nun auf den alten Grenzwegen Richtung Neustadt. Extrem steile Abhänge, mitten in scheinbar unbelassener Natur, lassen den Wanderer glauben, es sei seit Jahrzehnten niemand hier gewesen – man hört keinen Verkehr, keine Industrie – nur Vogelgesang und den Wind. Dabei eröffnet sich hin und wieder ein schmaler Ausblick ins vor uns liegende Land, das dicht bewaldet und von Menschen unberührt erscheint – ein trügerisches aber romantisches Bild.
      Nachdem wir den Grenzweg verlassen holt uns die westdeutsche Realität schnell ein. Entlang der Grenze laufen wir durch das kleine Naturschutzgebiet Meilschnitzwiesen, dann sind wir in Bayern angekommen. Man spürt den Bebauungsdruck und die kleinflächige Naturzergliederung deutlich und kontrastreich. Aber auch den Wohlstand aus 50 Jahren Kapitalismus und Demokratie. Hier wohnt eine wohlhabende ökonomische Elite auf „dem Land“ und und sorgt sich um eine gepflegte, erhabene Außenwirkung.
      Wir begleiten die kleine Röden auf einem von Eichen gesäumten Wanderweg zwischen Wildenheid und Neustadt b. Co. immer mit dem Versuch noch die Illusion von Natur aufrecht zu erhalten.
      In Neustadt angekommen suchen wir am Marktplatz ein Café. Hier wird allerorts gebaut, es ist laut und ungewohnt hektisch.
      Wir haben noch viel Zeit, also beschließen wir in einem Anflug von Freiheitsliebe: wir ziehen weiter!
      Abschluss unter komoot.de/tour/266785671

      • 2. Oktober 2020

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