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Markus

Über Markus

Keiner sieht's, einer merkt's! Wer Multiple Sklerose diagnostiziert bekommen hat kennt das Gefühl: Die Welt wird immer kleiner. Der Radius des machbaren nimmt stetig ab. Die Medizin hat noch keine Heilung gefunden, also liegt es an uns MS'lern ein erfülltes Leben zu führen und die Welt da draußen zu genießen, solange uns das noch selbstständig möglich ist. Und dafür gibt es eine Sache, die zumindest mir hilft: Mein Fahrrad!

Distanz

1 390 km

Zeit in Bewegung

114:36 Std

Letzte Aktivitäten
  1. Markus war Fahrrad fahren.

    vor 8 Stunden

    02:09
    26,0 km
    12,0 km/h
    100 m
    100 m
    Markus, Metilda und 6 anderen gefällt das.
    1. Markus

      Angewandte Mathematik:
      Eine auf Hochglanz polierte und aufgeräumte Wohnung + ein erstaunlich gut gefüllter Kühlschrank + ein arbeitsfreier Tag x herrlichstes Frühlingswetter – lästige Termine und Verpflichtungen + ein ausgedehntes Frühstück x längeres Liegenbleiben am Morgen = Die erste Ü20er-Tour des Jahres

      • vor 4 Stunden

  2. Markus war Fahrrad fahren.

    6. Dezember 2020

    01:12
    16,0 km
    13,3 km/h
    270 m
    270 m
    Karin, Wanderfalke und 7 anderen gefällt das.
    1. Scout Jens

      Sehr schön, mal wieder eine Tour von Dir zu sehen. Hast auch Probleme bei der Bearbeitung gerade? Kein Problem. Ich kann den Post hier auch wieder löschen. 🙋‍♂️😁

      • 6. Dezember 2020

  3. Markus war Fahrrad fahren.

    8. Mai 2020

    Markus, Scout Jens und 10 anderen gefällt das.
    1. Markus

      Die Wetterfrösche im TV, Funk und Internet sind sich einig: Ab morgen soll das Wetter für Fahrradfahrer*innen nicht mehr ganz so optimal sein. Mein Kalender verriet mir heute Morgen zudem, dass mein letzter Urlaubstag ansteht, wenn man Samstag und Sonntag als das sehen möchte, was sie von Natur aus sind: Wochenende. Der Heuschnupfen sowie der Muskelkater, welche ich mir unter der Woche zugelegt hatte, waren beim Aufstehen nicht mehr anwesend. Der Tag schrie förmlich nach einer weiteren Fahrradtour. Als Himmelsrichtung für meinen Ausflug wählte ich abermals den Norden, wenn auch eine andere Strecke als zu Beginn meines Urlaubs. Der Tag hielt in folge sein Versprechen und schenkte mir ein paar wunderbare Stunden bei schönstem Sonnenschein auf dem Fahrrad. Gelernt habe ich auf meiner Fahrradtour heute ebenfalls etwas: Wenn einem eine kleine Fliege zur richtigen Zeit am richtigen Ort ins Auge fliegt und man den Versuch unternimmt sie durch Zwinkern wieder herauszubekommen, dann bekommt man von zufällig in die Gegenrichtung radelnden Fahrradfahrerinnen ein strahlendes Lächeln geschenkt. Meinen Weg durch Hagsfeld und die Innenstadt wieder nach Hause gefunden freue ich mich nun über meine gesunde Gesichtsfarbe und setze mich mit einem Buch zu meinem Tee auf den Balkon.

      • 8. Mai 2020

  4. Markus war Fahrrad fahren.

    7. Mai 2020

    Markus, Karin und 17 anderen gefällt das.
    1. Markus

      Kinder werden heute Morgen wahrscheinlich vor Freude in die Hände geklatscht haben, sollten sie mich beim Laufen beobachtet haben. Ich bin mir nämlich sicher, dass mein Gang aufgrund eines gewaltigen Muskelkaters mich wie eine Marionette der Augsburger Puppenkiste erscheinen ließ. Bestimmt verwechselten sie mich mit Jim Knopf oder Schlupp vom grünen Stern. Vor allem meine Beine gaben sich größte Mühe mich dazu zu überreden den Tag gemütlich auf dem Balkon bei einer Tasse Tee zu verbringen, doch das schöne Wetter hatte die besseren Argumente und zog mich zumindest für eine kleine Runde mit dem Fahrrad nach draußen. Ich wählte vorsichtshalber eine Route fernab größerer Menschenmassen, damit ich in Ruhe vor mich hin jammern und stöhnen konnte. Die Zutaten für meine Tour waren demnach sehr viel Wald, gespickt mit ein paar Feldern und mit einer Parkanlage garniert. Zu meiner Freude wäre dies jedoch gar nicht nötig gewesen. Mein Muskelkater fauchte nur anfangs. Sehr schnell war nur noch ein Schnurren zu vernehmen und gegen Ende schien er sogar eingeschlafen zu sein. Das Sahnehäubchen meines Ausflugs war am Ende dann ein "Maskenball". In der Günther-Klotz-Anlage traf ich auf einen Freund und wir setzten uns mit unseren farbenfrohen Mund-Nasen-Schutzmasken jeder auf eine Parkbank und plauschten ein wenig. Einige Zeit später zu Hause angekommen fühlte ich mich wieder gut und mein Muskelkater zeigte sich den ganzen Tag nicht mehr.

      • 7. Mai 2020

  5. Markus war Fahrrad fahren.

    6. Mai 2020

    Markus, Mathias und 23 anderen gefällt das.
    1. Markus

      Morgenstund´ hat Gold im Mund´! - Wie wahr! Schon früh zog es mich nach draußen und was soll ich sagen? Es grenzt schon fast an unverfrorene Schadensfreude, wenn man den Leuten dabei zusieht, wie sie sich auf dem Weg zur Arbeit durch das Verkehrschaos quälen, während man selbst grazil wie eine Gazelle in die Grabener Allee einbiegt und seinen Urlaubstag auskostet. Die Worte des berühmtesten gebürtigen Karlsruher Torwarts "Weiter, weiter, immer weiter!" beherzigend, ließ ich mich einfach von meiner guten Laune tragen. Ohne Ziel. Ohne Zeitdruck. Ohne Termine. Ich ließ mich einfach treiben. Und so kam es, dass ich den Hardtwald so gut wie für mich alleine genießen konnte, ein paar fleißigen Landwirten in Graben-Neudorf beim Spargelstechen zusehen durfte, mein Vesper auf einer Parkbank in Friedrichstal in der Sonne zu mir nahm, hier und da ein paar anderen Freizeitausflüglern einen Gruß zurief und am Ende vergnügt über die Friedrichstaler Allee nach Hause radelte. Eine letzte Rast vor dem Karlsruher Schloss und das muntere Treiben dort in mich aufgesogen und schon war ich wieder zu Hause. Etwas hungrig, etwas erschöpft, aber sehr zufrieden und glücklich. Und als mir die Aufzeichnung bei Komoot dann verriet, dass ich die bisher weiteste meiner Touren gefahren war, fühlte ich mich auch ein klein wenig stolz!

      • 6. Mai 2020

  6. Markus war Fahrrad fahren.

    5. Mai 2020

    01:29
    18,9 km
    12,8 km/h
    100 m
    110 m
    Markus, Scout Jens und 8 anderen gefällt das.
    1. Markus

      Dass meine Verwandlung bereits begonnen hatte wurde mir schlagartig bewusst, als ich heute Morgen von einem Stechen zwischen den Augen geweckt wurde. Die Luft, die ich mit meinem ersten Atemzug einatmete, brannte sich durch meine Nasenlöcher die Nasenwände hinauf bis direkt ins Gehirn. Millionen und Abermillionen glühend heißer Funken explodierten hinter meinen noch geschlossenen Augen und beraubten mich jeder Hoffnung, dass es dieses Jahr nicht passieren würde. Dass ich vom Scharfrichter des Universums begnadigt wurde. Aber so sollte es nicht sein. Ich würde mich auch dieses Jahr verwandeln. Bald würde ich mich selbst nicht mehr spüren. Nicht mehr lange und ich bin ein Untoter. – Angestrengt öffnete ich meine Augen. Ein klebriger Film befahl meinen Wimpern sich aneinander zu krallen. Eine bittere Flüssigkeit lief mir die Kehle hinab und verhärtete sich, bis sie nur noch eine zähe und träge Masse war. Nur ein leises Pfeifgeräusch signalisierte mir, dass ich noch atmete. Jede Körperbewegung kostete mich all meine Kraft und doch schien es so, als bewegte ich mich in Zeitlupe. Ich machte mir einen Tee, doch er schmeckte nicht. Nicht dass er bloß schlecht schmeckte, nein, er war jeglichem Geschmack beraubt. Den Moment hatte ich wohl verpasst, als sich die Pforten der Hölle geöffnet hatten und ich durch sie hindurchtrat. Traurig akzeptierte ich meine Situation. Ich kapitulierte und stellte jede Art der Gegenwehr ein. Die Erfahrung hatte mich bereits gelehrt, dass Widerstand zwecklos ist, wenn man es mit solch einem Feind zu tun hat. Ich ergab mich bedingungslos, ich beugte mich dem Heuschnupfen!(Mit dem Fahrrad war ich dann doch noch etwas unterwegs, doch der bereits erwähnte Umstand ließ einen Genuss nur sehr bedingt zu.)

      • 5. Mai 2020

  7. Markus war Fahrrad fahren.

    3. Mai 2020

    Markus, Fabian und 12 anderen gefällt das.
    1. Markus

      Wenn ein MS´ler um 12:30 Uhr auf sein Handy blickt und ihm Komoot eine zurückgelegte Distanz von 29,3 Kilometern anzeigt, dann muss zuvor folgendes in umgekehrter Reihenfolge passiert sein: Die gewählte Route muss auf gut ausgebauten Radwegen durch eine schöne Landschaft geführt haben, damit der Körper nicht auf halber Strecke streikt und man durch Land- und Ortschaften zum Weiterradeln animiert wird. Des Weiteren muss das Wetter mitspielen und von Wind und Regen absehen, sodass man die Tour auch genießen kann. Außerdem sollte lediglich ein gemäßigtes Verkehrsaufkommen vorherrschen, damit man nicht nur mit Beschleunigen und Abbremsen beschäftigt ist, sich auf der anderen Seite jedoch über den ein oder anderen gleichgesinnten Wochenendausflügler freuen darf. Zudem muss man gut gefrühstückt haben, nicht bloß eine lauwarme Tasse Tee und eine Scheibe hartes Brot, sondern ein ausgedehntes Frühstück mit Haferflocken, Früchten, Säften und am Vortag selbstgebackenem Brot. Und am Anfang der Geschichte steht ein gesunder Schlaf sowie ein frühes Aufwachen ohne Wecker. - Da all diese Umstände bei mir heute eingetroffen sind, sitze ich nun auf meinem Balkon in der Sonne, bin glücklich einen so guten Tag erwischt zu haben und fühle mich wunderbar.

      • 3. Mai 2020

  8. Markus war Fahrrad fahren.

    1. Mai 2020

    Markus, Scout Jens und 7 anderen gefällt das.
    1. Markus

      "Schön ist es, am Tag der Arbeit frei zu haben!", dachte ich mir und schwang mich schon früh am Morgen behände auf mein Fahrrad. Da mir meine Wetter-App "lebhaften Wind" und "Windböen bis 60 Km/h" ankündigte, wollte ich einfach mal sehen, wie "weit" ich an meinem 1. Mai-Ausflug komme. Bei meinem anfänglichen Weg durch die Weststadt hatte ich gefühlt dauerhaften Rückenwind, ganz gleich in welche Richtung ich auch fuhr. Ich schoss geradewegs durch die Straßen und Leute blieben stehen, zeigten mit dem Finger auf mich und fragten: "Sieh da! Ist es ein Vogel? Ist es ein Flugzeug? Ist es ein U.F.O.? - Nein! Es ist Markus auf seinem Drahtesel!" (Dramatisierte Darstellung) Am Ende des Adenauerringes in der Oststadt angekommen merkte ich schnell, dass dort ein anderer Wind wehte. Aus dauerhaftem Rückenwind wurde beständiger Gegenwind, ganz gleich in welche Richtung ich auch fuhr. Ich quälte mich durch die Straßen und Leute blieben stehen, zeigten mit dem Finger auf mich und fragten: "Sieh da! Was ist denn mit dem los?" (Dramatisierte Darstellung) Als ich die Südweststadt streifte, schenkte mir der Wettergott zusätzlich einen Regenguss und so kam es, dass ich kurz darauf wieder in meinen eigenen vier Wänden stand, was den Vorteil hatte, dass ich mir als Belohnung eine Tasse Tee schmecken lassen konnte.

      • 1. Mai 2020

  9. Markus war Fahrrad fahren.

    25. April 2020

    01:16
    15,3 km
    12,1 km/h
    130 m
    130 m
    Karin, Markus und 8 anderen gefällt das.
    1. Markus

      Das Ende meiner Arbeitsschicht fiel heute mit dem Höhepunkt der Temperaturkurve zusammen. Dieses seltene Ereignis wollte ich gleich auskosten und verlängerte meinen Heimweg um elf Kilometer. So füllte ich nicht nur meinen Vitamin D-Haushalt bei schönstem Sonnenschein wieder auf. Ich bewegte zugleich meine müde Knochen ein wenig und konnte obendrein meine Heimatstadt im Frühling noch ein bisschen bestaunen. Egal ob auf dem alten US Rollfeld oder dem Kanalweg durch den Hardtwald, ganz gleich ob an der Großherzoglichen Grabkapelle oder am Rande des City-Parks: Überall blühte und grünte es. Und so kam es, dass ich später am Tag frisch, fröhlich und frei im Kopf in einer Dank dem Corona-Lockdown auf Hochglanz polierten Wohnung ankam und mich nun auf den Abend freue.

      • 25. April 2020

  10. Markus war Fahrrad fahren.

    23. April 2020

    Markus, Sonja und 6 anderen gefällt das.
    1. Markus

      Dem Drang, mich irgendwo am Wasser niederzusetzen und meinen Gedanken freien Lauf zu lassen, gab ich direkt nach dem Frühstück nach. Eine halbe Stunde später saß ich zwar nicht "on the dock of the bay", wie Otis Redding einst sang, dafür aber auf einer Bank auf dem Damm am Rhein. Einigen Schiffen konnte ich trotzdem beim Vorbeifahren zusehen, ganz so, als wäre der Song über mich geschrieben worden. Mein zweites Frühstück verputzt (Zwei Bananen, die ich schneller zog als mein Schatten) machte ich mich mit Otis´ Ohrwurm im Kopf auf über den Radweg entlang der Alb in die Günther-Klotz-Anlage und von dort aus weiter über das ZKM nach Hause. Jetzt fühle ich mich gut und habe obendrein auch noch ein Lied, welches ich vor mich hin trällern kann, bis sich der Tag dem Ende neigt.

      • 23. April 2020

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