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Mo

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Über Mo

Ich streife in Nordrhein-Westfalen - vornehmlich im Ennepe-Ruhr-Kreis durch die Wildnis ;-)
Mein Outdoor-/Bike-Radius umfasst die Städte: Düsseldorf - Bochum - Dortmund - Hagen - Lüdenscheid - Marienheide - Wipperfürth - Leverkusen und eben alles, was dazwischen liegt. Ich fahre mit E-Motion Fahrrad, genieße die Landschaft und halte sie in Bild und Ton fest. Die Fotos sowie die Tourbeschreibungen sind in komoot und die Videos poste ich auf meinem Youtube Kanal namens "mitrilmo".

Distanz

3 529 km

Zeit in Bewegung

213:12 Std

Letzte Aktivitäten
  1. Mo war wandern.

    vor 4 Tagen

    00:20
    1,86 km
    5,5 km/h
    30 m
    30 m
    Angelika & Alfred, Susanne63 und 8 anderen gefällt das.
    1. Mo

      "Alpakas im Nebel" Was hier klingt wie ein Film- oder Buchtitel ist nur ein Gedankenschnipsel, der mir heute morgen auf einer (klitze-)kleinen, nebligen Runde rund um Rüggeberg kam. Natürlich möchte ich Euch die anderen Weisheiten nicht vorenthalten, die sich jetzt verstohlen dazugesellten. Also, hier ein paar Gedanken zum Nebel:Der Nerd: Wenn die Natur zu faul ist die komplette Umgebung zu rendern, nennt man das Nebel.
      Der Träumer: Im Nebel ruhet noch die Welt, noch träumen Wald und Wiesen (E. Mörike)
      Der Idiot: Auweia, hier ist eine Wolke abgestürzt!
      Der Streber: Wenn man Leben rückwärts liest, heißt es Nebel.
      Der Single: Wolke 7 ist auch nur Nebel.
      Und so kann sich der neblige Unsinn lichten und uns einen schönen, klaren Septembertag bringen.
      Bleibt gesund
      Euer Mo

      • vor 4 Tagen

  2. Mo und Lurt Bancaster waren Fahrrad fahren.

    18. September 2021

    04:29
    79,6 km
    17,8 km/h
    710 m
    780 m
    Ursel von der Alm, Miodrag Knežević und 69 anderen gefällt das.
    1. Mo

      In Anlehnung an das legendäre Musical Starlight Express geht's für Lurt und Mo, alias Rusty und Greaseball auf alten Bahntrassen Richtung Bochum - und zurück. Summt doch beim Lesen dieser Absätze einfach mal die Titelmusik der rasanten Rollschuh-Show von Andrew Lloyd Webber - das haben wir während der gesamten Tour auch gemacht (mal laut, mal leise, mal mit, mal ohne Publikum). Am internationalen Iss-einen-Apfel-Tag starten wir bei Frühnebel und 11°C in Schwelm und radeln über die Nordbahntrasse, durch den Tunnel Schee, über die Kohlenbahntrasse und durch den Schulenbergtunnel bis nach Hattingen. Bislang alles bekannte Wege, die wir zum Gefallen unseres Publikums routiniert rollend meistern. Dann geht's für uns auf den Leinpfad, diesmal ruhrabwärts bis zum Knotenpunkt 27 "Schwimmbrücke Dahlhausen". Von hier ist es nicht weit zum Einstiegspunkt der Springorum-Trasse, die wir unbedingt kennen lernen möchten. Spoiler: der Radweg lässt sich vortrefflich radeln und ist eine Empfehlung. Nun rollen wir also nach Bochum - zum Casting für den Starlight Express (kleiner Scherz am Rande). Das Musical läuft übrigens seit 1988 in der 700 Jahre alten Universitätsstadt (08.06.1321). Am Ende des Springorum-Radwegs machen wir eine wohlverdiente Pause zu der sich zwei weitere Radler (!) dazugesellen (prost), um dann gestärkt süd-ostwärts wieder an die Ruhr zu kommen. Dem Ölbach folgen wir auf einem gut ausgebauten Radweg mit Fernsicht auf die Universität runter zum Ruhrtalradweg gen Witten.
      Jetzt kommt der ultimative Tipp für alle, die nach 20% Steigung von der Ruhraue hoch, nicht auch noch 17% Steigung in Wengern erklimmen möchten, um auf die Elbschetalbahn zu kommen: einfach über die Wittener Strasse und rechts am Landhaus Robbert vorbei, dann kommt rechterhand eine seichte Auffahrt zur Trasse (hätten wir das schon früher gewusst, hätten sich die zahlreichen Aufenthalte im Sauerstoffzelt deutlich verkürzt). Gemächlich radeln wir über das Viadukt die Trasse entlang bis Albringhausen. Ein kurzes Stück Straße und schon sind wir am Cafè Kännchen. Leider ist es bei dem nun schönen Wetter so voll, dass sich das Warten nicht lohnt und wir über die Glückauf-Trasse weiterfahren. Am Abzweig Schee kommen wir auf den Teil der Tour, den wir frühmorgens bereits in Gegenrichtung geradelt sind (also oben im Text einfach rückwärts lesen, dann wisst ihr wo es jetzt hingeht). Nach gut 80 Kilometern kommen Dampflok Rusty und Diesellok Greaseball wieder in Schwelm an. Für Greaseball geht es jetzt noch 10 Kilometer weiter nach Rüggeberg und schon sind die 100 Kilometer auf dem Tacho.
      War wieder eine Mordsgaudi und nun warten wir auf das Engagement beim Starlight Express. Vielleicht sind wir bald als die beiden neuen E-Loks Lurt und Mo zu sehen. Wir halten Euch auf dem Laufenden.
      VG Mo (und auch von Lurt)

      • 19. September 2021

  3. Mo und Lurt Bancaster waren Fahrrad fahren.

    4. September 2021

    04:27
    82,0 km
    18,5 km/h
    970 m
    970 m
    CeeBee, 🚲 Juergen 🚲 und 72 anderen gefällt das.
    1. Mo

      Vorweg: die Tour ist absolut jugendfrei - keine Bange. Aufhänger für den Titel sind die sechs Bahntrassen, die zu einem Rundkurs von rund 80 Kilometern verknüpft werden. Als ich Lurt davon erzählte, ich hab ihm nur den Titel verraten, war er begeistert und sofort dabei. Fangen wir mal von hinten an:
      Gemeinhin ist Rock ’n’ Roll die Kurzform von Rocking and Rolling und beides findet sich beim ersten Blick in der Sportart und dem Tourprofil wieder. Die rollend zu meisternden Rocks münden in knapp 970 Höhenmetern. Die Liste an Drugs dieses Trips, also die rauscherzeugenden Substanzen, lässt sich kaum aufzählen. Hier mal ein paar Beispiele: wir haben gesehen, wie man im großen Stil Grasplantagen mit Mähdreschern aberntet, wie beim Erklimmen von Wuppertal-Cronenberg Serotonin, Endorphin und Adrenalin im Körper freigesetzt werden und wie selbst alkoholfreies Radler Dopamin erzeugt, wenn man nur ordentlich Durst hat. Damit der Tourbericht jugendfrei bleibt, blenden wir den Titelteil zwischen Trassen und Drugs aus - ich sag nur Bienen und Blumen. So nun aber zur eigentlichen Tour: der Start für Lurt und Mo war heimatbedingt unterschiedlich und so war der Treffpunkt Radevormwald-Leye (Segelflugplatz). Neblig war's, die Sonne machte sich anfangs rar. Vom ROLL-feld (kleine Titel-Anspielung) aus gings zur ersten Trasse, der Bergerhofer Bahntrasse (5 km), die runter zur Wuppertalsperre führt. Das Feldbachtal sind wir hinauf zur heimeligen Panzertalsperre geradelt und dann in Lennep auf die zweite Trasse, die Balkantrasse (für uns 3,5 km) gegangen. Unweit der Eschbachtalsperre führte unser Weg zur dritten Trasse, der Trasse des Werkzeugs (4,3 km), die für uns am Remscheider Hauptbahnhof begann. Von Remscheid-Hasten mussten wir uns dann nach Wuppertal-Cronenberg "raufquälen", um auf die vierte Trasse, die Sambatrasse (für uns 7,5 km) zu kommen. Die konnten wir schön schattig gemächlich abwärts zum Wuppertaler-Zoo radeln. Länger gedauert hat das, weil wir uns noch einen Stopp im Biergarten Bahnhof Burgholz gegönnt und einen netten Plausch mit anderen Bikern gehalten haben (Prost und Danke an dieser Stelle). Das Wetter war aber auch einfach herrlich. Ein kurzer Transfer unter der Schwebebahn brachte uns zur fünften Trasse, der Nordbahntrasse (für uns 12 km). Die sind wir bis zum Bahnhof Wichlinghausen geradelt und dann auf die sechste und letzte Trasse, die Schwarzbachtrasse (1,8 km) gegangen. Danach gings zurück nach Schwelm (Lurt) und Rüggeberg (Mo).
      Trassenradeln ist immer wieder ein Spaß und auf jeden Fall empfehlenswert. Und wenn dann das Wetter mitspielt und man noch nette Leute trifft, ist es perfekt.
      Bleibt gesund
      Mo (und Danke an Lurt - das war wieder eine Gaudi - hat Spaß gemacht)
      P.S.: und wieder haben wir mehr gefilmt als fotografiert

      • 5. September 2021

  4. Mo war Fahrrad fahren.

    21. August 2021

    04:17
    71,7 km
    16,8 km/h
    1 040 m
    1 040 m
    Angelika & Alfred, ispho 🙋🏻‍♀️ und 65 anderen gefällt das.
    1. Mo

      Grüezi. Am internationalen Tag des Geocaching (moderne GPS-Schnitzeljagd), der immer am 3. Augustwochenende eines Jahres stattfindet, haben Lurt und ich unseren ganz persönlichen Schatz gefunden. Wichtige Randnotiz: Wer mit Emotion radelt, sollte VOR einer Tour sicherstellen, dass er genügend Emotion dabei hat, sonst wird eine Radtour irgendwann zur Wandertour. Aber dazu später mehr.
      Gestartet sind wir im schönen Städtchen Schwelm und flux ging's für uns auf die Nordbahntrasse Richtung Hattingen. Wer mag, kann im Tunnel Schee auf Schatzsuche gehen - darf man das überhaupt verraten? Wir haben bei einem unterirdischen Zwischenstopp die Stadtgrenze zwischen Wuppertal und Sprockhövel und auch die Landesgrenze zwischen Rheinland und Westfalen entdeckt und passiert. Unser nächstes Ziel war das Naturschutzgebiet Deilbachtal. Das liegt in der Schweiz. Ja, richtig gehört: in der Schweiz! O.k. es ist die Elfringhauser Schweiz, aber mindestens so sehenswert wie die andere. Unseren persönlichen Schatz haben wir dann auf der Verpackung eines original Schweizer Powerriegels entdeckt. Die Höhenmeter verraten, warum die Gegend um Elfringhausen "Schweiz" heißt und ergo war in mehrfacher Hinsicht Power nötig. Der Riegel hat eine unverkennbar dreieckige Form und besteht aus Schokolade und Nougat. Auf der gelb-roten Verpackung ist das stilisierte Matterhorn abgebildet. Und wer sich das mal genauer ansieht - ACHTUNG SPOILER - der entdeckt dort auch einen aufrecht stehenden Bären. Das ist der sog. Berner Bär, das Wappentier der Stadt, die die Schweizer (naja eigentlich die amerikanische) Schokifabrik beheimatet. Gut gestärkt sind wir an der Bergischen Diakonie vorbei dann ins Land der Düssel nach Aprath geradelt und von da aus zur wunderschönen, mittelalterlichen, ehemaligen Wasserburg "Schloss Lüntenbeck". Dort war gerade Hochzeitsspektakel angesagt. Nach einem kleinen komoot-Verwirrspiel und ein paar Rechts-Links-Kombinationen durchs Gelände, haben wir es dann geschafft wieder auf die Nordbahntrasse zu gelangen. Die sind wir dann bei stetem Gegenwind (ja, den gibt's hier auch) Richtung Schwelm geradelt. Teils emotionslos haben wir die Räder das letzte Stück ins Ziel geschoben. "Wer sein Rad liebt, der schiebt!" Es war eine schöne Tour bei bestem Wetter, bei der wir wieder viel Neues entdeckt haben. Eben auch, dass es im Ruhrgebiet zwischen Hattingen und Wuppertal eine Schweiz gibt.
      LG der Radler-Mo (und von Lurt natürlich auch)
      P.S. Diesmal habe ich recht wenig fotografiert, dafür aber die GoPro in Aktion (neudeutsch ACTION) gehabt, d.h. der Kurzfilm der Tour ist in Arbeit….

      • 21. August 2021

  5. Mo war Fahrrad fahren.

    13. August 2021

    1. Mo

      Diese Tour durchs Bergische Land hält ein paar Überraschungen bereit, die ich gern mit Euch teilen möchte. Der Startpunkt ist Ennepetal-Rüggeberg. Da es ein Rundkurs ist, lässt sich der natürlich für alle Nachradler beliebig verschieben. Über Königsfeld, vorbei an einer hölzernen Klinke und dem Demeterbetrieb Schultenhof (empfehlenswerter Bioladen) geht's nach Wuppertal Beyenburg mit seiner imposanten Klosterkirche Sankt Maria Magdalena. Flussabwärts gelangen wir nach (na eigentlich eher "zu") Erfurt. Uns erwartet der Inbegriff der Wandbeläge: die Rauhfasertapete. Die kommt, anders als man vermuten möchte, nicht aus der gleichnamigen Stadt, sondern aus Wuppertal und wurde vor über 150 Jahren von Hugo Erfurt entwickelt. Flussabwärts stoßen wir dann auf ein unrühmliches Kapitel Wuppertaler Stadtgeschichte, dem Standort des Konzentrationslagers Kemna. Ein Mahnmal erinnert an die dunklen Stunden deutscher Geschichte.
      Über die Wupper und durchs Naturschutzgebiet Marscheider Bachtal erklimmen wir etliche Höhenmeter, um auf der Blombachtalbrücke 50 Meter in die Tiefe auf den Verkehr der Autobahn A1 blicken zu können - ein zweifelhaftes und vor allem lautstarkes Vergnügen. Also schnell weiter nach Wuppertal-Ronsdorf und zur idyllisch gelegenen Ronsdorfer Talsperre. Die Talsperre staut den Saalbach und wird daher auch Saalbachtalsperre genannt. Und wie könnte es anders sein, entspringt die 1899 fertiggestellte Staumauer der Ingenieursfeder von Otto Intze. Ein wunderschöner, waldreicher Rundweg, der zum Spazieren, Wandern oder Radeln einlädt, umspannt das Gewässer auf ca. 2,4 Kilometern Länge. Durchs historische Gelpetal folgen wir dem Saalbach flussabwärts und staunen nicht schlecht als wir im Zillertal landen. Nein, nicht zu weit geradelt, hier ist tatsächlich ein Zillertal und es fehlen nur noch die Schürzenjäger. Wer gerne mal eine "bergische Kaffeetafel" probieren möchte, bekommt die im Café-Restaurant Haus-Zillertal. Der Name "Tal" lässt schon ahnen, dass das nächste Ziel ein "Berg" sein könnte. Und richtig, es geht nach Cronenberg bzw. Cronenfeld. Musikalisch vom alpinen Zillertaler Rock schwenken wir in gemütliche Sambaklänge. Die ehemalige 10 Kilometer lange Bahnstrecke zwischen Cronenberg und Elberfeld, genannt "Samba-Trasse" verdankt ihren Namen den auf ihr damals verkehrenden, roten Schienenbussen, die ihre Gäste auf der kurvenreichen Strecke dahinschaukelten. Gemütlich radeln bzw. rollen wir bergab bis zum 1881 eröffneten Zoologischen Garten und vorbei am Tigergehege. So und nun noch eine Überraschung für alle, die es nicht wussten: nicht in Leverkusen, sondern in Wuppertal wurde das Chemieunternehmen Bayer 1863 gegründet und ein Teil des Werkes befindet sich noch immer hier. Auf dem Werksgelände entdecken wir noch etwas Merkwürdiges, das hindurchführt bzw. -schwebt. Wenn eine Bahn nicht auf einem Gleis fährt, sondern daran hängt, dann nennt man sie? Die Antwort sollte Euch jetzt keine Kopfschmerzen bereiten und wenn doch, wisst ihr ja was dagegen hilft. Wir kommen in Wuppertal-Varresbeck auf die Nordbahntrasse und in Wichlinghausen auf die Schwarzbachtrasse, um schlussendlich über Schwelm nach Ennepetal zurückzukehren. Die knapp 60 Kilometer hielten doch ein paar Überraschungen bereit oder?
      VG Euer Zillertaler Schürzenjäger-Mo
      P.S.: bitte fragt mich nicht nach welchem Schema komoot die Bilder sortiert - vielleicht heißt das "Krabbelkiste"

      • 14. August 2021

  6. Mo und Ursel von der Alm waren wandern.

    11. August 2021

    02:51
    12,2 km
    4,3 km/h
    220 m
    230 m
    Kerstin 🤗, Flabes und 42 anderen gefällt das.
    1. Mo

      Es sollte eine gemütliche Wanderung rund um Rüggeberg (witziger Weise am japanischen Tag des Berges "Yama no hi") werden. So war der Plan. Tigerentchen, Ursel und ich sind mit Sonne im Herzen bei wolkigem Himmel gen Süden aus Rüggeberg aufgebrochen und in Herminghausen an den Alpakas vorbei rechts in den Wald geschwenkt. Die mit komoot geplante Route sollte 14 Kilometer betragen und teils auf dem sog. "Wappenweg" und teils auf der Alternativroute des "westfälischen Jakobspilgerwegs" verlaufen. Durch den Wald stießen wir bald auf die Heilenbecker Talsperre, eine 1896 fertiggestellte Trinkwassertalsperre. Natürlich konnte, nein musste ich Tigerentchen vom Wasserbauingenieur Otto Intze und dem Bauprinzip der Staumauer berichten. Den 2,4 km langen Talsperren-Rundwanderweg haben wir ufernah halbiert, um ans andere Ende zu kommen und sind Richtung Klütinger Alm wieder durch den Wald spaziert. Immer noch zu dritt! Die Almziegen waren recht unbeeindruckt vom ankommenden Wandertrio. Wieder durch den Wald ging's rauf zum Örtchen Filde. Der Regen der Vortage hatte die Pfade aufgeweicht und so war der Aufstieg eine matschige und bisweilen nasse Angelegenheit. Das Pilgerweg-Symbol, eine stilisierte gelbe Muschel auf blauem Grund, verriet uns, dass ab hier Santiago de Compostela fußläufig nur noch schlappe 1.930 Kilometer entfernt ist. Also hieß die Devise "Gummi geben". Das hat Tigerentchen leider zu wörtlich genommen, denn ab hier lösten sich ihre Wanderschuhe, wie die an Ethan Hunt gerichteten Geheimbotschaften in "Mission Impossible", leider von selbst auf. Im Schongang machten wir erst einmal eine ordentliche Vesper im Wald. Gut gestärkt ging's runter ins wunderschöne Tal der Ennepe (wieder auf dem Wappenweg). Nach Passieren der sog. "Bergischen Landwehr" (Bodendenkmal), der Grenze zwischen Rheinland und Westfalen erreichten wir die Stadtgrenze zwischen Ennepetal und der Hansestadt Breckerfeld. Der Krisenstab kam hier zu dem Schluss, dass ein Wandern ohne Schuhsohle nur suboptimal ist und so wurde aus dem Wandertrio ein Wandersolo. "Nur jeder 3. kommt ans Ziel!" Hingegen hatten Ursel und Tigerentchen mehrfaches Glück, denn zum einen hatte die Burgermühle (Landgasthof) geöffnet und sie mussten sich nicht den Aufstieg nach Rüggeberg raufquälen. Ich sag nur "Yama no hi"!
      Und hier ein Tipp zum "Gib Gummi" - viele Wanderschuhe haben eine Sohle mit Dämpfungskeil auf Polyurethan-Basis, kurz PU (einer Forschungserfindung aus Leverkusen). Wie wir Menschen unterliegt dieser PU-Schaum einem Alterungsprozess und wird im Laufe der Jahre spröde. Der Schaum erlebt i.d.R. nicht einmal sein Einschulungsalter und löst sich auf. Nun die Quizfrage: Wie alt waren wohl Tigerentchens Wanderschuhe? Ach ja, der Tipp: prüft mal vor einer Wanderung, ob Eure Schuhe in Ordnung sind, dann kommt vermutlich auch jeder ans Ziel. Oder setzt Euch in den Biergarten des nächstgelegenen Landgasthofes und lasst Euch vom Gipfelstürmer mit dem Auto abholen.
      Bleibt gesund
      Euer Mo-Solo

      • 12. August 2021

  7. Mo und Ursel von der Alm waren wandern.

    1. August 2021

    Schrenki, Ewa und Christof und 31 anderen gefällt das.
    1. Mo

      Im Schneckentempo geht es rund um Rüggeberg. Strecke 5,22 Kilometer, Zeit in Bewegung 1 Stunde 11 Minuten, aber Zeit auf der Uhr 2 Stunden 45 Minuten. Jetzt fragst du dich: wie geht das denn? Ganz einfach: man hält an jeder Blume, an jedem Grashalm, an jeder Biene, jedem Käfer, Schmetterling, Frosch, Molch, Stock, Stein, eben einfach überall. Und so ist die Durchschnittsgeschwindigkeit nicht wie in komoot ausgewiesen 4,4 km/h, sondern real ultralangsame 1,9 km/h. Wären wir noch langsamer gewesen, dann wären wir vermutlich in der Zeit zurückgereist.
      Wie schnell ist denn jetzt aber Schneckentempo? Vorweg: Gemessen wird das Schneckentempo in Minuten, nicht in Stunden. Landschnecken (z.B. Bernsteinschnecken) schaffen ungefähr zwei Zentimeter pro Minute, Weinbergschnecken etwa sieben Zentimeter und einige Nacktschnecken phänomenale elf Zentimeter. Ich denke wir sind uns einig: Schneckentempo ist kurz gesprochen LANGSAM!
      Aber hey: wir sind ja nicht auf der Flucht. Und so genießen wir die Fauna und Flora rund um Rüggeberg. Ein paar Makrobilder von dem Mikroabenteuer haben wir Euch mitgebracht. Wir, das sind Ursel und ich, die heute das tolle Wetter zum Wandern genutzt haben. Es gibt so viel Schönes zu entdecken und das direkt vor der eigenen Haustür - ohne Kofferpacken, ohne Jetlag, ohne Stau, ohne Reisestress und die ab heute ausgeweitete Corona-Testpflicht für Reiserückkehrer. Einfach Wanderschuhe an, Schalk in den Nacken, Gute-Laune-Gesicht aufsetzen, Trinkflasche einpacken und los. Vieles was wir heute gesehen haben, hat uns an vergangene Urlaube erinnert. Und so war das Mikroabenteuer auch so etwas wie ein Mikrourlaub.
      Bleibt gesund und geht nach draußen. Draußen ist es doch am schönsten.
      Was haben wir gesehen? Natürlich viele Insekten, wie z.B. die Weißbindige Hummelschwebfliege (Volucella pellucens), den Scharlachroten Feuerkäfer (Pyrochroa coccinena) und viele Waldbienen. In den feuchten Ecken des Waldes entdeckten wir auch Amphibien, wie einen Molch im Wasser und einen Frosch, der unseren Weg kreuzte. Ursel weigerte sich partout ihn zu küssen - verstehe ich gar nicht. Unter den Schmetterlingen waren mehrere Tagpfauenaugen (Aglais io) und ein Faulbaum-Bläuling (Celastrina argiolus), der hübsch gepunktet war. Wir konnten Marienkäfer (Coccinellidae) beobachten, die Marienkäfer machten. Schaut Euch einfach die Bilder an. Wir sind Bio-Laien: also keine Gewähr bei der Artenbestimmung. Wer's besser weiß, möge sich bitte zu Wort melden, dann lernen wir alle was.
      Übrigens: Wenn meine Mutter nicht wusste, wie eine Pflanze heißt, hat sie sie "Blumenie" genannt - das passt immer.

      • 1. August 2021

  8. Mo war Fahrrad fahren.

    25. Juli 2021

    01:00
    20,6 km
    20,5 km/h
    310 m
    310 m
    1. Mo

      Sonntagmorgen, die Liebsten schlafen noch. Heutige Mission: "Frühstück". Ein Blick in den Kühlschrank: es wird eine "Mission Impossible" - Oh Schreck die Eier sind weg! Also mit dem Rad mal eben frische Eier holen. Klingeling hier kommt der Eier-Mo!
      Laut Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft lag der Pro-Kopf-Verbrauch 2020 bei 239 Eier. Da müssen wir uns wohl ranhalten, um der Statistik gerecht zu werden. Und übrigens: wenn ihr Eier vom Hof für den Eigenbedarf kauft, dann müssen sie nicht gekennzeichnet sein. So wird der Ei(n)kauf natürlich zur Vertrauenssache. Die üblicherweise auf den Eiern gedruckten Codes unterscheiden übrigens folgendes: 0 = Ökologische Erzeugung, 1 = Freilandhaltung, 2 = Bodenhaltung und 3 = Kleingruppenhaltung und sie enthalten noch Erzeugerland und -nummer. Ich will mit Eierkauf und -verzehr nun keine Diskussion entzünden und so entscheidet jeder für sich selbst ob und welche Eier auf den Frühstückstisch kommen. Wir haben für uns entschieden, dass es die vom Hof um die Ecke sein sollen und wenn ich sie jetzt auch noch verlustfrei, CO2-neutral mit dem Fahrrad holen kann, hab ich ein gutes Gefühl. Das stellt sich heute aber vornehmlich wegen dem herrlichen Sonnenschein und der schönen kleinen Radtour ein. Von der Starkregenkatastrophe der letzten Woche ist bei uns zum Glück kaum mehr etwas zu sehen. Die Ennepetalsperre ist gut gefüllt und Otto Intze hat mit der massiven Bruchsteinmauer einen guten Job gemacht, denn die hat gehalten. Es müffelt zwar ein bisschen, aber nicht nach Öl und Benzin wie andernorts in den Talsperren, sondern einfach etwas schlammig.
      Wir, also die Eier und ich sind diesmal heile am Ziel angekommen und so war diese Tour für mich auch so etwas wie eine Traumabewältigung. Warum? Vor zwei Wochen bin ich sie auch gefahren und unfreiwillig über den Lenker abgestiegen - aua. Helm und Handschuhe haben Schlimmeres verhindert.
      Um es 🤖 terminatorgleich und vor allem thematisch treffend mit den Worten von Arnold Schwarzen🥚er zu sagen: "Ei be back!"
      Frühstücks-Mission Possible
      Bleibt gesund
      Euer Eier-Mo

      • 25. Juli 2021

  9. Mo war wandern.

    2. Juli 2021

    01:33
    7,89 km
    5,1 km/h
    110 m
    110 m
    Gudiba, Angelika & Alfred und 33 anderen gefällt das.
    1. Mo

      Die Möhr ist weg! Nein nicht für immer! Die ist nur zur Inspektion - ihrer ersten. Deshalb gibt's heute eine kleine Rundwanderung - Pedes statt Pedale eben (Rund um Rüggeberg). Im (Home)office haben wir heute wieder Beamtenmikado gespielt. Kennt ihr doch oder? Wer sich zuerst bewegt, verliert. Nichts für "restless legs"! Das war der Grund, warum ich mir zum Feierabend die Wanderschuhe angezogen und den Rucksack mit dem Nötigsten für eine etwaige Besteigung der Eiger Nordwand gepackt habe. Ob ihr's glaubt oder nicht: ich bin tatsächlich ohne Scherpas zum ersten Basislager aufgebrochen. Es ging zunächst von Rüggeberg aus zu den Alpakas nach Herminghausen. Anschließend hielt ich auf den hiesigen Bergsee (Heilenbecke) zu und umrundete ihn zur Hälfte. Durch den Wald bin ich dann zur Klütinger Alm. Wer das hier liest, wird wohl kaum glauben, dass wir im südlichen Ruhrgebiet und nicht im alpinen Österreich oder der Schweiz sind. Warum in die Ferne schweifen? Mit dieser Frage im Kopf und einem lautlos geträllerten "Dunkle Tannen, grüne Wiesen im Sonnenschein!" stapfte ich beschwingt zum Örtchen Filde. Mein nächstes Ziel war der Wald bzw. das was von ihm nach der Borkenkäferattacke übrig geblieben war. Im Grenzgebiet zwischen Rheinland und Westfalen hab ich mir dann kurz hinter der Bergischen Landwehr (ein atemberaubendes Bodendenkmal, über das man sprichwörtlich stolpern kann) eine kleine Pause gegönnt. Dann ging's wieder zurück zum Ausgangspunkt. Eine schöne kleine Runde "Rund um Rüggeberg" bei herrlichem Wetter und zeitweilig einsamen Passagen. Das tat gut. Aber ich freu' mich, wenn die Möhr wieder bei mir ist.
      Bleibt gesund
      Euer Mo
      P.S.: Die Möhr ist übrigens mein Fahrrad, nicht, dass ihr auf dumme Gedanken kommt. Jetzt kommt ihr auf dumme Gedanken oder?

      • 2. Juli 2021

  10. Mo war Fahrrad fahren.

    27. Juni 2021

    LuBa, Robin und 119 anderen gefällt das.
    1. Mo

      BatMO und Lurt Bancaster wagen das Abenteuer einer Night on Bike. Ich zitiere einen mehr als bekannten Liedtext aus dem Jahre 1982:
      It's close to midnight - Something evil's lurkin' in the dark - Under the moonlight - You see a sight that almost stops your heart
      Na? Von wem ist das und wie heißt der Song? Das werdet ihr schon rausbekommen (kleiner Tipp: es war ein Michael, aber nicht WHAM!).
      Ich wollte so eine Tour schon lange mal machen, hatte aber vor dem extra Thrill(er) Respekt. Als ich aber Lurt fragte, ob er mitkommt (verkauft habe ich ihm das als tolles Bike-Abenteuer für echte Kerle, also als eine der letzten Herausforderungen in unserer urbanen, zivilisierten Welt und nicht als Babysitting für den Mo), war er sofort dabei - der gruselt sich auch vor nix. Unsere Planung sah vor, dass wir gemeinsam in den Sonnenaufgang reiten - äh - biken und das, an einem schönen Fleckchen NRW.
      Es waren einige Vorbereitungen und hochkomplizierte, astronomische, astrologische, astrophysische und astrokognitive (ätsch reingefallen, das Wort gibt's nicht) Berechnungen notwendig, um die perfekte Strecke und dort den perfekten Ort zur perfekten Zeit zu ermitteln. Außerdem hatten wir dieses Wochenende eh nichts vor.
      Ich habe mich dann noch ein bisschen schlau gemacht und herausgefunden, dass es vor dem eigentlichen Sonnenaufgang drei Dämmerungsphasen gibt. Bei den vergangenen tropischen Nächten konnten wir vermutlich alle nicht so gut schlafen und bei einer dieser Wachphasen ist mir aufgefallen, dass es um 04:00 Uhr (also 1h vor offiziellem Sonnenaufgang) schon ordentlich hell war (ich musste im Bad noch nicht einmal Licht anmachen). Ach so die Dämmerungsphasen, die da wären "Astronomische Dämmerung", "Nautische Dämmerung" und "Bürgerliche Dämmerung" (die heißt wirklich so). Jede davon beschreibt den Sonnenstand in Grad zum bzw. unter dem Horizont, d.h. Phase 1 sind 18° (da ist es noch ziemlich dunkel), Phase 2 sind 12° (da kann man den Horizont schon sehen, aber auch noch Sterne erkennen) und Phase 3 sind 6° (da ist das Lesen im Freien schon möglich, aber wer will das um die Uhrzeit schon). Der erste Anlauf zur Night on Bike Tour ist einem apokalyptischen Gewittersturm zum Opfer gefallen und hat mir Schwimmhäute wachsen lassen - man kann halt nicht alles planen.
      Jetzt war wirklich alles perfekt, drei Nächte nach der Supermondnacht und wir haben den Sonnenaufgang genau über dem Kemnader See erlebt - wow! Wir sind dann noch den Ruhrtalradweg weiter geradelt und waren dort an einem Sonntag (!) ganz allein (könnte das an der Uhrzeit gelegen haben?!?). Über die Elbschetalbahn und Glückauf-Trasse sowie Nordbahntrasse ging's dann wieder heim.
      Leute - so eine Night on Bike-Tour müsst ihr mal gemacht haben. Aber plant sie ordentlich, zumindest das, was planbar ist. Wir hatten jedenfalls unseren Spaß, auch wenn es eine schlaflose Nacht war.
      Bleibt gesund
      Euer Mo (und viele Grüße von Lurt)
      P.S.: Herr Reineke, Lemmi Co. hatten keinen Bock nachts (!) um 01:00 Uhr (!) mitzukommen, aber der flatterhafte Sir Simon hat uns dann ab Tunnel Schee noch begleitet bis es ihm am Cafe Kännchen dann zu hell wurde.

      • 27. Juni 2021

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