MitWandern 2021
 

Über MitWandern 2021

"MitWandern 2021 - An 3 Tagen gemeinsam durch Deutschland"Diese von einigen Wanderverrückten ins Leben gerufene Aktion findet statt vom 16.-18.7.2021. Initiator ist Jan, welcher über Pfinsten 2021 bereits eine 1200 km lange Staffelwanderung in NRW organisiert hatte. Bei der Organisation wird er unterstützt von Andreas, Christoph, Frank, Jens, Joachim & Thomas. Mehr als 150 Etappen, über 3.400 km und über 53.000 Höhenmeter! Das ist fast so weit wie der Appalachian Trail.
Wir holen uns das Outdoor-Erlebnis nach Hause. Dazu zählen wir auf Dich. Auch wenn bald wohl wieder Reisen in „die weite Welt“ möglich sind.
Die Touren sind alle gut mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichbar, um möglichst Allen die Teilnahme zu ermöglichen.
Start- und Endpunkt sind nicht veränderbar. Sonst bekommen wir ja keine durchgehende Tour hin mit Euren Einzeltouren. Alle Teilnehmer sind notwendig, um das Große und Ganze zu schaffen: Eine Tour durch Deutschland an einem Wochenende!
Die Strecke zwischen Start- und Endpunkt ist als Vorschlag anzusehen. Hier haben wir - mal mehr, mal weniger - eigene Erfahrungen einfließen lassen. Deutschland ist dann doch zu groß, um jeden Winkel genau zu kennen. Aber da kommt Ihr ins Spiel! Wir sind gespannt, welchen Weg Ihr einschlagen werdet und ob Ihr den jeweiligen Abschnitt abkürzt oder sogar noch erweitert.
Also schnapp Dir einen Abschnitt, solange er noch nicht mit einem anderen Teilnehmer besetzt wurde!

Distanz

3 857 km

Zeit in Bewegung

807:21 Std

Eigene Collections
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Letzte Aktivitäten
  1. Niklas R. und MitWandern 2021 waren wandern.

    vor 2 Tagen

    04:09
    22,0 km
    5,3 km/h
    480 m
    580 m
    R. Reithmeier, Eva und 81 anderen gefällt das.
    1. Niklas R.

      Doppeletappe E081/E082 | 44,6 km | 8h 06min | 860 hm | ∅ 5,5 km/hHier die versprochene Fortsetzung:
      Helmbrechts hat wohl die besten Tage bereits hinter sich. Die durch den Abriss einiger Industrieanlagen entstandenen Freiflächen wurden versucht mit Einfamilienhaussiedlungen zu vertuschen. Von dem alten Glanz der Textilindustrie ist nur noch wenig übriggeblieben. Die älteren, damals herrschafftlichen Bürgerhäuser verlieren zunehmend an Attraktivität. Der Stadtkern allerdings trotz dem Allgemeinbild und ist einen Besuch wert. Sicher kann man auch mehr zur Geschichte des Orts im ansässigen Textilmuseum erfahren.
      Weiter geht's über fränkische Landen. Und durch weitere Dörfer. Die Dörfer wirken verschlafen, aber keineswegs eingeschlafen. Überall findet man gepflegte oder wilde Blumenrabatten oder kleine Kunstwerke. Die Leute scheinen nett. Ich mag den Baustil der Häuser hier. Es ist fast eine Mischung aus modern, alpin und erzgebirgisch.Raus aus den Dörfern wieder ab in die Natur. Und ab jetzt überrascht die Wegesführung jeden, der die Tour nicht schon von vorher kannte. Die Fernwanderwege 3 und 6 verlaufen hier quer durch den Wald und bilden entgegen meiner Vorstellung einen nahezu fabelhaften Waldweg. Das weiche Moos federt die Schritte ab, der Geruch des Waldes setzt sich in die Nase. Ich bin so begeistert, dass ich meine Fähigkeit Fotos zu machen, vergesse. Rauf zum ersten Gipfel dem Rauhenstein führt der wilde Weg und bietet eine erneute Abwechslung vom Schotter oder Asphaltweg. Kurz mal in einer Grube nach interessanten Steinen gegraben geht es weiter zum höchsten Gipfel der heutigen Touren.Der Aufstieg zum Döbraberg ist mittlerweile ein notwendiges Übel. Die Kraft verlässt langsam meine Beine, aber was wäre die Tour ohne den Gipfel? Hinaufgestürmt erwartet mich übles. Eine Gewitterwand ist nördlich aufgezogen und mir wird das I-Tüpfelchen der Tour genommen. Wäre aber auch recht bescheuert, bei Gewitter auf einen Metallturm zu gehen. Ein paar kurze Schnappschüsse und weiter gehts. Die Regenjacke hab ich vorsichtshalber schon mal angezogen.Wie ich mir dachte, fängt es bald an zu regnen. Es regnet lange. Von Kleindöbra bis kurz vor Marlesreuth regnet es ohne Pause. Ich bin so abgelenkt, dass ich vergesse die Tour wieder zu starten. In dem Regen laufe ich nicht nochmal zurück. Meine Beine peinigen mich mittlerweile für die Idee 43 km zu laufen. Ich komme auf dem nassen Untergrund kaum voran. Meine Schuhe? Wohl eher Wasserschläuche.Endlich hört der Regen auf und der Endspurt kann beginnen. Die letzte Etappe von Marlesreuth bis Naila zieht sich nur noch aufgrund der Gesamtlänge. Zäh ist wohl das beste Wort, um zu beschreiben, wie ich voran komme. "Nützt ja nichts - hopp hopp" kann ich mir nur selbst sagen und dabei weiterlaufen.Naila ist wohl eine typische kleine fränkische Stadt. Nur der FCK CSU Sticker fällt auf, der schief auf einem Zigarettenautomat klebt. Die Aushänge für den SEV sind wohl wie überall undurchsichtig. Nachfrage bei Passanten wird mit einem "Mhm, das weiß ich leider nicht." kommentiert. Zum Glück finde ich noch einen Busfahrer, der zwar keine Lust hat, mir zu antworten, aber mir trotzdem einen Hinweis gibt. Kurze Wartezeit - ab nach Hof zurück und ein kühles Blondes zischen.Abschlussfragebogen:Was hat mir am besten gefallen?
      Die Abschnitte der Fernwanderwege im Wald (Etappe 2)
      ___________________________
      Was hat mir nicht gefallen?
      Der Muskelkater, den ich jetzt schon merke.
      ______________________
      Was habe ich gelernt?
      Franken ist auf jeden Fall einen Besuch wert. Die Leute, das Land (hab ich grad ne Bierwerbung zitiert?)
      _________________________
      Worüber bin ich erstaunt?
      Wie kann man 42 km RENNEN? Unglaubliche Leistung, vor der ich ab heute noch mehr Hüte ziehe.
      Es war irrsinnig, aber in allen Maßen belohnend. Vielen Dank, dass ich doch noch teilnehmen konnte und dass Joggingbrot ein fairer Sportsmann ist. Auch wenn ich heute auf deinen Pfaden wandelte, hoffe ich, dass ich noch was beitragen konnte, was interessiert 😁Vielen lieben Dank an die Organisatoren von MitWandern 2021, an alle, die auch schon mitgewandert sind und an alle die, die Aktion bei Komoot fleißig geliked und kommentiert haben! 👍

      • vor 2 Tagen

  2. Niklas R. und MitWandern 2021 waren wandern.

    vor 2 Tagen

    R. Reithmeier, Eva und 68 anderen gefällt das.
    1. Niklas R.

      Doppeletappe E081/E082 | 44,6 km | 8h 06min | 860 hm | ∅ 5,5 km/h"Sehe ich doppelt? Und war da gestern nicht noch ein Baguette am Namen? Bin ich nun Bill Murray und muss jetzt jeden Tag von diesem verdammten Murmeltier berichten?"
      So oder so ähnlich müssen sich die begeisterten MitWanderfans fühlen, wenn sie sehen, dass die Tour heute nochmal von jemand anderem hochgeladen wurde. An dieser Stelle nochmal viele Grüße an meinen Vorgänger Joggingbrot (komoot.de/user/130188716119), der in den letzten Tagen überragende Inhalte teilte. Unter anderem auch die Etappe E081 und E082, die ich nun doch noch absolvieren konnte.
      Wie Joggingbrot schon richtig beschrieb, glich meine Teilnahme eher einem umgekehrten Drama. Anfangs mit Freude schnell noch eingetragen (nachdem ich den Start der Staffel um ungefähr fünf Tage verfehlt hatte), dann kurz vorm Starttag niedergeschlagen durch Krankheit ausgefallen und nun wiedererstarkt doch noch die Doppeletappe absolviert. Ich fand klassische Dramen aufgrund ihrer Voraussehbarkeit ja schon in der Schule langweilig.Kurz zu mir, da ich mich bisher fein aus der komootschen Wandercommunity Deutschland herausgehalten hab: Ich bin Niklas, 25 und normalerweise in Chemnitz und im Erzgebirge unterwegs - heute allerdings mal im Rahmen von "MitWandern 2021" in Franken. 😁Meinem Vorgänger entgegen heißt die heutige Devise, denn ich starte zur Abwechslung in Hof. Hof erscheint mir wie eine der ostdeutschen Städte, die mit Perspektiven wirbt. Die Teile, die ich heute gesehen habe wirken irgendwie gegensätzlich. Mal renoviert, mal nicht renoviert; großstädtisch, schon fast dörflich; einladend und auch wieder verscheuchend. Bemerkenswert finde ich allerdings die klare kulinarische Grenze. Während es im gut 10 Kilometer Luftlinie entfernten Vogtland wohl keine Brezen beim Bäcker gibt, kann man sich hier verschiedenste Laugengebäcke einkaufen. Grandios. Die Innenstadt konnte ich leider noch nicht begutachten, aber vielleicht findet sich nach den zwei Etappen noch Zeit für eine kleine Entdeckungsrunde.Los gehts mit der ersten großen Sehenswürdigkeit. Der mit grauen Steinen erbaute Bismarckturm erinnert vor grauem Himmel an ebenso graue Zeiten.Dann folgt lange nichts außer eine vom Mensch geformte Landschaft, vor Monotonie strotzend. Der Gipfel ist der Flughafen, der mit seiner kilometerlangen, geraden Start- und Landebahn wohl die Auszeichnung des langweiligsten Bauwerks der Route erhält.Nach dem Flughafen wird es ländlicher. Man durchschreitet hügelige Felder mit Mais oder Weizen und erhascht den ein oder anderen Blick auf die sich vom Nebel befreiende Landschaft. Ein von mir aufgeschreckter Rehbock prescht aus seinem Versteck im Weizenfeld und sprintet in den Wald. Mittlerweile bin ich froh, dass es noch bewölkt ist, denn sonst hätte ich spätestens nach einer Stunde einen Sonnenbrand. Der Weg führt mich durch verschlafene Orte, gesunde Wälder und Plätzen zum Innehalten. Ich treffe auf den Webersteig, der auch gleichzeitig einen Teil des Jakobwegs dastellt. Langsam verschwindet die Wolkendecke und gibt Blicke zum Fichtelgebirge und seinen markanten Gipfeln frei. Eine ländliche Idylle.Vorbei mit ländlicher Idylle, denn nun komme ich dem Ungetüm näher, das man schon aus etlichen Kilometern Entfernung hören konnte. Die A9, eine der bedeutendsten Fernverkehrsrouten lenkt wohl tausende Fahrzeuge pro Tag durch Franken. Ohrenbetäubend.Schnell wieder zurück in die gewünschte Idylle. Am höchsten Punkt der Etappe bietet sich eine wunderschöne Aussicht auf umliegende Gipfel und Weiten. Perfekt für ein zweites Frühstück. Bis hierhin hätte ich mir einen Obstsalat machen können, der keine Wünsche offen gelassen hätte. Äpfel, Kirschen, Zwetschgen, Himbeeren, Brombeeren - alles am Wegesrand zu pflücken. Sicher noch nicht alles reif genug, aber sauer macht ja bekanntlich lustig. Von den angekündigten Heidelbeeren und Walderdbeeren habe ich noch keine Spur gefunden, aber die gibt's sicher auf der nächsten Etappe.Nach Helmbrechts geht's weiter durch die mittlerweile leider normal gewordene Idylle. Nimmt man sich aber die Zeit kurz innezuhalten und zu schauen, wird man wieder von der Schönheit der Landschaft ergriffen.Helmbrechts ist nunja... verschlafen. Dazu aber mehr in Etappe 2! 😁
      (komoot.de/tour/440869202?ref=aso)

      • vor 2 Tagen

  3. BinDannMalWeg und MitWandern 2021 waren wandern.

    vor 3 Tagen

    03:41
    40,4 km
    11,0 km/h
    180 m
    160 m
    MitWandern 2021, Jan Verbücheln 🤠 und 73 anderen gefällt das.
    1. BinDannMalWeg

      Die E005 habe kurzfristig in mein wander-Repertoire mit eingebaut 🚶‍♂️ Ankunft in Husum 1A 👍 Einsteigen 🚆 schlafen 😴 Ticket vorzeigen 🧾 weiter schlafen 😴 1x umsteigen 🚝 und schon da 😃
      Wetter vorhersage: Wolken, Regen, Böen bis zu 50km/h 😟 Im Husum angekommen, steige aus dem 🚝 in meiner Astronautenmontour 🤖 Skibrille auf der Nase, bewaffnet mit Regenschirm aus. Auf den Gleisen begrüßen mich verstörte, ratlose Passantenblicke 😲 "die ist bestimmt nicht von hier 👆" 🤭 Die im meinem heutigen Wanderprogramm fest eingeplante 📝 Windböe haut mich auch nicht um die nächsten etlichen kurven um und Regen ☔ wenn ja dann nur seeehr trocken 🌤️ Also entäuscht entledige ich meiner 10 Zwiebelschichten, da drunter hat sich schon ein Meer aus Schweiß samt Mitbewohner 🐡🐙🦞 gebildet 🥵😂
      Die Tour beginne mit kleinem Spaziergang durch das Städtchen 🚶 da ich genau weiß heute erwartet mich auf dem Weg weder ein Horn ⛰️ oder Skyline 🌁 noch irgendein Märchenschloss 🏰🙁
      Husum ist auf jeden Fall einen ausgiebigen Stadtbummel wert 👍 Sehr hübsch der Hafen, die Partymeile samt in AWO eiquartierten Partypeople 🥳 die Lädchen, die Seeadler 🦅 getarnt in Möven "Aufzug" 🕊️ Übertönen 🎶 die stimmen der Stadt 😃
      Da ich schon mal hier bin, ein kleiner Abstecher an die Nordsee muss sein 😊 Und erst hier hab ich meine vermisste Böe am Leibe zu spüren bekommen 💨 Gut dass ich meine Route von Husum nach Jübek gewählt habe, so war das ein echter Gleitflug mit dem Wind im Rücken ✈️
      Aus Husum raus und ab da hat mich fast 30 km lang nur Bundesstraßen, Dorfstraßen 😔 Wahnsinn da gab es nirgendwo Schlaglöcher oder Baustellen wie man sonst immer gewohnt ist 😯 Landwirtschaftsstraßen, Felder, Wiesen ab und an kreuzte ein echter Wanderweg 😲 mein Weg 😮 Sehr erstaunlich fand ich dass die Seitenstreifen an fast jeder Straße und egal wo und ich meine außerhalb der Stadt oder Dorf gemäht und gepflegt wird 😮👍 so konnte ich auf der Wiese gehen und nicht unbedingt am Fahrradweg oder Straße 👍 Die noch nicht fertigen Popcorn 🍿 Felder begleiteten mich fast die ganze Zeit und nur ab und an ein Korn 🍺 Feld erfrischte die Seele 🙃
      Im Jübek angekommen, musste ich mich um mein Nachtlager 🏕️ kümmern. Ein Anruf 📱Volltreffer 👍 Spontan angereist, spontan einquartiert 🏘️ Und zwar in Rendsburg sogar direkt am Bahnhof wo meine nächste Tour am Tag darauf Startete 😃
      p.s. Geschwindigkeit 🚀😲 obwohl bei Böen von 50km/h könnte passen 👆🤭 und Zeit stimmen nicht! Auf dem Geschwindigkeitsprofil-Uhr steht 9:50 🕘 das ist auch so 👆

      • vor 20 Stunden

  4. Joggingbrot 🏃🏻🥖 und MitWandern 2021 waren wandern.

    vor 3 Tagen

    Anne, Robin und 149 anderen gefällt das.
    1. Joggingbrot 🏃🏻🥖

      Lange fand sich niemand für diese zwei Etappen. Irgendwann ein halbherziges Angebot von mir, weil ich zwar wegen denen davor in der Gegend, aber unsicher war, wie es mir gehen würde. Dann ein weißer Ritter: Niklas übernimmt. Fällt aus. Übernimmt doch. Nicht ganz die Struktur eines klassischen Dramas.Doch da stand sie schon, die Entscheidung: Ich geh die Strecke auch. Der Körper ist ok und wenn ich schon mal hier bin…
      Ganz klar: Ich will niemandem was wegnehmen. Man wandert nicht für oder gegen andere, man wandert für sich selbst. Sobald Niklas (komoot.de/user/785739317534) durch und die Lücke durch ihn geschlossen ist, nehm ich als Vorgänger die Markierung gern raus.
      Also auf!
      Anders als bei den bisherigen Touren gibt es heute aufgrund der geringen Vorbereitung keine größeren Anpassungen. Die Experten der Region werden schon was Vernünftiges rausgesucht haben.
      Der Vorteil heute: durch das Laufen Richtung Hof kann wenigstens ein Teil des Gepäcks den Tag im Hotel vergammeln und muss nicht mit durch die Botanik. Da freut sich auch der Körper - er hat mit mir genug zu tragen.
      Selbst wenn ich Anfang August nicht mit 12 Grad zum Start gerechnet habe, sind mir die Aussichten lieber als 30. Und auch der Regen hält sich trotz 85% Wahrscheinlichkeit erstmal zurück. Wie nett von ihm.Doch schon nach wenigen Metern zwickt der Spann. Klatsch, klatsch, machen die Schuhe auf den Asphalt, durch den der GeoPfad zunächst geprägt ist. Umschnüren, weiter. Klatsch, klatsch.Waren die Tage doch zu viel? Es hilft nichts: Kurz nach dem Steinbruch müssen die Turnschuhe raus und an die Füße, auch wenn ich das bei der ersten feuchten Wiese bereuen werde. Gleich läuft es sich viel besser. Das Grau in mir, es lichtet sich. Das Grau um mich ist renitenter.Während bei uns in der Region Frank M. jeden Stein kennt, scheint es hier ein Frank N. zu sein, auf dessen Weg es bis Döbra geht.Zwischendurch gibt es herrlich süße Walderdbeeren und mit dem Geschmack im Mund explodiert um mich die Welt - ich bin wieder sechs und liege neben Opa auf der Schaukel im Garten, wir mampfen und lachen und lassen Oma über die roten Flecken schimpfen. Sie meint es eh nicht so und nascht mit.Der Anstieg zum Döbraberg holt mein Herz dann zurück ins Jetzt. Erst den Bohrturm auf der Spitze erklimmen, dann kurzer Sockenwechsel, weiter. Alle weiteren Anstiege sind deutlich geringer. Reicht ja auch.E3, E6, B12 und Folsäure. So oder so ähnlich heißen die Wege, die bis Helmbrechts führen. Ohnehin gibt es hier unzählige Touren mit hervorragender Kennzeichnung, auch wenn mich das Zeichen des Wasserscheidenwegs immer denken lässt, es käme gleich eine Toilette. Verlaufen wird sich nur, wer sich verlaufen will.Wie Bankautomaten die Räuber färben die Blaubeeren auch mich bei meinem Diebstahl ein. Der Nadelwald runter ins Tal ist dann einfach ein Traum. Die Sonne lässt den grünen Boden strahlen, jeder Schritt federt leicht und schlängelt sich zwischen den Bäumen in Richtung Kleinschwarzenbach.Und kurz vor der Pause verlaufe ich mich dann doch, als ich dem E3/6 statt dem eigentlichen dem Weg folge, und beim Versuch, zur Route abzukürzen auf einer Pferdekoppel lande. Dafür bleibt mir später auf dem Kirchberg auch die Turmbesteigung erspart / verwehrt - den Schlüssel gibt unten im Ort…Der Weg dorthin führt abermals, diesmal aber geplant und zugunsten einer Eisdiele, weg von der Route, was das Wetter prompt mit einem kurzen Guss quittiert. Sorry, Wetter, Eis sticht Weg. Und mich schützt der Wald.Aber auch nach ca. 50% der Strecke scheinen die 15% Vorzugswetter noch nicht aufgebraucht, denn kaum stehen ein riesiger Eisbecher und eine enorme Eisschokolade vor mir, scheint wieder die Sonne. Essen und Wetter - das scheint mir hier ein psychologisch auffälliges Abhängigkeitsverhältnis…Abhängen will auch ich nach der Schlemmerorgie, aber das bringt nicht weiter. Also los.An einem Linienbus steht „Dienstfahrt“ und ich denke: „Ist das nicht immer so?“
      Kurz danach lese ich „Schlick-Bestattungen“ und bin erstaunt, dass die so weit vom
      Watt angeboten werden…
      Es ist wohl doch das Eis, dass mich benebelt.
      Was dann noch fehlt, erledigen Felder und Wolken, an denen ich mich einfach nicht sattsehen kann. Völlig aufgegeben habe ich dagegen, bei jedem Schauer irgendwelche Sachen an- und danach wieder auszuziehen. Und die Füße sind eh seit Kilometern nass. Der gestrige Tag hat gezeigt, dass das zu überleben ist. Wie eine russische Babuschka ihr Tuch werfe ich mir für den Rest einfach eine Wanderdecke über. Erst, als es richtig zu Gießen anfängt und auch der Griff zur Fruchtschnitte den Regen nicht zurückweichen lässt, muss Schutz unter einem Baum gesucht werden. Willkommene Pause fürs Textredigieren.25 Minuten später scheint das Schlimmste vorbei, auch wenn es weiter nässt. Die Leute am Horizont haben schon wieder herrlichstes Wetter - und sitzen sicher eh nur in ihren Häusern oder Autos. Ein paar Minuten später ist das Horizontwetter auch bei mir und der Unterschied zu eben kaum zu fassen. Aprilwetter.Vorher zeigen mir die frisch getränkten Wiesen aber, was wirklich (!) nasse Schuhe sind. Und wo sind Asphaltwege, wenn man sie braucht?
      Laufen wie Weintreten. Aber auch heute werden meine Füße am Ende deswegen weder lieblich noch trocken aussehen.
      Immerhin sind keine Blasen zu erwarten, denn die Erfahrung hat gezeigt, dass die verquollene Haxen meiden.
      Die Natur ist weiter prächtig, sie genießen kann man nicht. Wie schon heut morgen schallt die Autobahn weit übers Land. Auf Postkarten ist das nicht zu hören. An einem Feldweg bittet ein Schild zur Vermeidung von Staubentwicklung um Tempo 20. Oben dröhnt die Autobahn, quer dazu die Landstraße. Vor Taub-Entwicklung warnt hier niemand.

      Taub bin ich auch ich, was das Rufen der Wanderschuhe aus dem Rucksack angeht, als ich trotz der nassen Schuhe doch noch einmal Socken wechsle. Lieber feucht als nass. In der dafür auserwählten Bushaltestelle liegen zwei MP-Reiseführer für Danzig… dort geht es nächste Woche hin… ein Zeichen!
      Hier gibt es jetzt erstmal - nimm das, Bayern - Brandenburg auf die Ohren. Von Bach.Unendlich gemütlich komme ich mir heut vor. Wieso bin ich noch nicht im Ziel? Neun Stunden sind rum, doch mehr als neun Kilometer stehen noch im Soll. Egal. Weiter.Die Landschaft verlangt auch hier kitschige Panoramen, es geht nicht anders.
      Am Flughafen lese ich dann „Pirk“ auf dem Ortsschild und bin irritiert. War das nicht eigentlich Teil einer anderen Tour?
      Kurz später ist auch der Schlenker zum Bismarckturm umsonst, denn selbiger verschließt sich einer Besteigung. Trotz der absolvierten Distanz wäre die Pflicht gewesen, allein schon, um das sich am Horizont abspielende Wolkendrama besser festzuhalten.Das holt mich leider auch noch einmal ein. Meine Gedanken drehen sich inzwischen eh nur um Speis und Trank. Klatschnass komme ich am Ziel an… dann dreht der Regen den Hahn zu. Natürlich.
      Aber dass der letzte Weg nach drei Tagen, 126 km, 2.420 m hoch und 2.490 m runter ausgerechnet „Luftsteg“ heißt haut selbst mich aus den Schuhen.
      Ich bin gespannt, welche Eindrücke Niklas morgen von seiner Tour mitbringt. Viel Spaß - und ein bißchen besseres Wetter. 😄Man kann auch unter 50 km schön wandern. Sogar in Bayern.178 km in drei Bundesländern (und Tschechien), 3.800 geschriebene Wörter und mehr als 1.400 geknipste Bilder, das war mein MitWandern. Werte Organisatoren und andere Entdecker: Es war mir ein Fest. 👍🏼

      • vor 3 Tagen

  5. Marflow, Cori und 150 anderen gefällt das.
    1. Joggingbrot 🏃🏻🥖

      Auch wenn wie üblich mit Basecap statt Pudel gewandert wird: Auf geht’s zu Akt zwei der Strecke nach Hof.
      Also… nur um keine Missverständnisse aufkommen zulassen: natürlich wird nicht nackt gewandert. Besser vielleicht: Auf zum zweiten Streich?
      Die Segel müssen heute hoffentlich nicht gestrichen werden, auch wenn die gestrige Tour nicht ganz unbemerkt am Körper vorbeigegangen ist. Immerhin: der Rücken strahlt. Trotz Gepäck. Sein Dank gilt meinem Impulskauf-Ich, dass kurz vor der Abreise noch einen „Hüftrucksack“ erstehen musste. Statt auf Schultern und Rücken liegt nun ein Großteil der Last auf diesem. Am Ende aber hängt all der Krempel doch an mir, doch er hängt erträglicher.Auch das Wetter ist durchwachsen. Niesel schon am Morgen. Die Schuld daran wollte ich eigentlich den Füßen in die Schuhe schieben, die sich dadurch noch einen Zwischentag zu erschleichen hofften. Aber auch denen geht es - anders als gestern Abend vermutet - glänzend. Die Oberschenkel sind die größten Zwicker, aber weil im Grundgesetz weder was von Füßen, Oberschenkeln oder Niesel steht, bleiben alle ohne Stimmrecht.Mal sehen, wie lange das so bleibt, denn der für Nachmittag angesagte Niesel, er ist vor mir aufgestanden. Zehn Stunden Nass stehen auch auf meiner Wunschliste nicht weit oben, zumal die „echten“ Regensachen natürlich in Berlin liegen. Und so bin ich schon kurz nach dem Start durch. Was im Handel als „atmungsaktive Regenkleidung“ angepriesen wird, gleicht in der Praxis am ersten Anstieg einmal mehr einem Saunaanzug. Es war zu erwarten. Auch der Rucksacküberzieher versagt auf ganzer Linie. Gut, dass alles doppelt eingepackt ist.Nach zunächst grenznaher Wanderung, geben dann auch heute vor allem VPW und WDE die Richtung und große Teile der Tour vor. Und auch heute gibt es einen „Hohen Stein“, wobei das Exemplar im Vergleich zu dem auf tschechischer Seite eher ein „Steinchen“ ist.Die Anstiege führen leider/zum Glück nicht über die Wettergrenze und so lässt mich der graue Himmel fototechnisch schwarzsehen. Überblendete Bilder und verschmierte Linsen… Nahaufnahmenwetter.Insgesamt läuft es sich - trotz des Regens - aber gut. Raus aus dem Wald zeigt der Blick zurück herrlich, wie sich das Nass in den Bäumen verfängt.Wirklich verfänglich wird es dann bei Ebmath. Der WDE führt hier direkt auf die Landstraße. Alternativlos und auch sonntags gut befahren. Streckenplanung vom Feinsten. Immerhin entschädigt dann eine überraschende Bratwurst. Und kurz nachdem das Grillgut aufgegessen ist, hört der Niesel auf und die Sonne zeigt sich (kurz). Unsere Eltern hatten immer schon Recht! Am Besten ess ich jetzt immer gleich morgens eine.Geschichtlich unspektakulär aufgearbeitet überzeugt am Wachturm der ehemaligen Deutsch-Deutschen Staatsgrenze eher die Landschaft - weit und windig. Herrlich. Kurz danach im Wald dann Kontrastprogramm am Dreiländereck. Fehlende Weite, aber die Geschichte ganz nah. Und an Kilometer 0 der fast 1.400 des Grünen Bandes stehen - auch nicht schlecht.Mein Einzug in Bayern darf als enttäuschend bezeichnet werden. Weder wartet der Söder Blasmusik spielend mit einem Weißbier auf mich, noch zeigt sich der Himmel weiß-blau. Zumindest bleibt es trocken. Und die Wolken sind einfach majestätisch.Auch bei Trogenau gibt es einen Stempel. Viel größer als der in Sachsen… natürlich. Nur dass mich die Muschel an DDR-Softeiswaffeln denken lässt. Hmm…
      Aber just, als ich ihn mir auf die Hand drücke, setzt wieder Niesel ein. Damit wäre dann auch die Wetterreichweite einer Bratwurst empirisch erhoben: 147 Minuten. Eine Anschluss-Wurst wird nicht notwendig, obwohl es einen Gasthof gäbe - allein die Androhung weist das Wetter jetzt in seine Schranken.
      Kurz danach bin ich in Brandenburg. Zumindest will die Autobahn mich das glauben machen. Hier wie dort schallt sie falsche Betriebsamkeit vermittelnd über die Felder. Es ist Sonntag… da geht man - wenn überhaupt - geräuscharmen Aktivitäten nach, liebe Leute.Und in Kirchgattendorf ist man heute noch stolz auf die Dorfverschönerung 2006.
      Zu seinen Ehren diese Spontandichtung:
      Die Schönheit, oh Kirchgattendorf,
      wird subjektiv entschieden.
      Manch Schönes, ei, das sag‘ ich dir
      sei besser doch gemieden.
      Die Optik täuscht nicht d’rüber weg,
      auch nicht in all der Fülle,
      die Nase, die verrät es mir:
      Du bist ein Dorf der Gülle.
      Und weil der Bayer die Wahrheit genauso wenig verträgt wie der Preuße, lässt er es regnen.
      Das heißt dann wohl: weiter.
      Genau das heißt es, sagt das Wetter, und stellt wieder auf schön.
      Weniger schön seit einiger Zeit der Untergrund. Asphalt oder Schotter, der mich nur noch nervt. Was nicht heißt, dass ich mich nach Brandenburger Sand sehne! Die Füße wollen jetzt anfangen zu diskutieren. Nix da! Vorwärts immer, rückwärts nimmer. Auch oder vielleicht eher weil ich sie schon viel zu lange in nassen Schuhen laufen lasse…Bei soviel Dummheit hilft auch der Weisheitstempel im Bürgerpark nicht. Ohnehin hat er eher die Größe einer Duschkabine. Aber welches Volumen braucht Weisheit denn schon?Die Dummheit ist es, die mich ein letztes Mal hoch zur Burgruine und sogar auf den Turm peitscht. Der Geruch verrät es: er ist Hofs höchstes Urinal. Zum Dank geht es (sic!) auf Schotter wieder runter, vorbei am Schloss und durch die Altstadt zum Ziel am Bahnhof. Wie fast überall liegen auch in Hof schick und schäbig dicht beieinander. Erwartet hatte ich etwas anderes.
      Egal, denn eigentlich will ich nur noch deftig was essen und und die Schuhe ausziehen. Nicht notwendigerweise in dieser Reihenfolge. Ab zum Hotel.
      Es bleibt die Erkenntnis, das eine Wurst den Regen vertreibt. Bis auf wenige Ausnahmen war es am Nachmittag trocken. Außer in den Schuhen…Keine Ahnung, welche Wunder bei Schöneck und Pirk auf mich gewartet hätten, aber die Alternativroute stand dem hoffentlich in nichts nach. Anstrengend, für einen aus der Ebene. Und schön.
      Tolle Wälder, herrliche Aussichten, der ein oder andere Hingucker. Statt der vorgeschlagenen 74,7 km und 1.170 m hoch / 1.240 m runter in 3 Etappen stehen so also „nur“ zwei auf dem Zettel, die mit 81,0 km Länge und 1.580 m hoch / 1.650 m runter zumindest den Anspruch nicht gekürzt haben.
      Geht noch mehr?
      Na klar, sagt der Übermut.
      Mal sehen, sagt der Rest.
      Morgen.😀

      • vor 4 Tagen

  6. 04:22
    24,1 km
    5,5 km/h
    200 m
    210 m
    Benno, Sebastian und 76 anderen gefällt das.
    1. Anika | Where the journey continues

      MitWandern 2021, die Dritte: Eine Wanderung mit Hindernissen. 🤠Ich konnte es nicht lassen. Beim MitWandern-Wochenende Mitte Juli habe ich auf den Etappen 11 und 12 zwischen Kiel und Preetz den nördlichsten deutschen Jakobsweg kennengelernt, die Via Jutlandica. Als ich nach dem Wochenende hörte, dass noch einige Etappen hier in Schleswig-Holstein offen geblieben sind, musste ich einfach nochmal "zuschlagen". Ich wollte unbedingt noch ein bisschen mehr des Jütlandischen Pilgerweges entdecken, von dem ich beim letzten Mal so überrascht und begeistert war. Also wurde es die 8. Etappe, auf der man fast durchgehend dem Weg folgen kann.So war zumindest der Plan. Aber der Reihe nach. Zeitlich blieb mir nur der heutige Samstag, also der letzte Julitag. Bereits Anfang der Woche war das Wetter für heute sehr bescheiden angesagt. Aber was soll's, Vorhersagen ändern sich ja gerade in letzter Zeit häufiger mal. Diesmal leider nicht. Aber so überragend wie beim letzten Mal konnte es wohl auch einfach gar nicht werden. ☀️Trotzdem motiviert (man ist ja nicht aus Zucker, wie man so schön sagt), packte ich Freitagabend meinen Rucksack. Samstagmorgen war noch etwas Arbeit zu erledigen, aber gegen 10:30 wollte ich mich von Hamburg aus auf den Weg machen. Natürlich kam alles anders und die schlechten Vorzeichen nahmen ihren Lauf. Zunächst hechtete ich über 2 Stunden später als geplant über den Hauptbahnhof, um meinen Zug zu bekommen. Und zeitlich hätte ich ihn sogar bekommen. Wenn nicht die App und der Fahrkartenautomat der Deutschen Bahn zeitgleich Macken entwickelt hätten. Geschlagene 10 Minuten kämpfte ich mit dem Automaten, der weder eine der beiden Karten für die Zahlung akzeptieren wollte noch das Bargeld. Scheine nur bis 20€. Da wird das natürlich nichts mit dem 50er. Also ciao, lieber Zug, dann wohl noch eine Stunde später erst los. 🚄Nach einer geschlagenen halben Stunde fand ich dann einen Shop, der den Schein wechseln konnte und auch wollte und durfte mir endlich eine Fahrkarte kaufen. Yay! Der Zug stand praktischerweise schon am Gleis. Er war komplett überfüllt, da heute nur ein- statt zweiteilig, aber völlig egal. Um 15:30 Uhr kam ich also endlich in Owschlag an. Gut, dass es noch so lange hell ist momentan, schließlich standen 21,8 km an. Auf los geht's los! Als ich dem Bahnhof den Rücken wandte, schien sogar die Sonne. Bereits im Zug war ich durch ziemlich viele Wetterlagen gefahren, also mal abwarten. Sehr stürmisch war es, aber warm. Nach gefühlten 10 Minuten lag Owschlag schon hinter mir und es ging erst einmal eine ganze Zeit durch Wald und Maisfelder. Nach weiteren 10 Minuten der erste kurze Regenguss. Das sollte sich so einspielen. Da danach aber immer wieder direkt die Sonne schien, gar kein Problem. 🌦️Fußgänger oder Wanderer waren nirgends unterwegs, ich begegnete den ganzen Tag am Ende 2 Menschen, die den Hund ausführten. Außer in Rendsburg dann, da war etwas mehr los. Viele verwunderte Blicke dafür aus den vorbeifahrenden Autos. Wandern scheint dort nicht so üblich? Vielleicht lag es ja auch nur am Wetter. Nach den ersten Kilometern traf ich auf jeden Fall wieder auf die Via Jutlandica und folgte ihr. Hier verlief auch der Ochsenweg. "Die Via Jutlandica orientiert sich am Verlauf des Ochsenwegs. Auf diesem historischen Landweg wurden Rinder aus Jütland zur Westküste Schleswig-Holsteins getrieben. Er war im Mittelalter aber auch eine wichtige Pilgerroute, auf der Pilger aus Nordeuropa nach Rom oder Santiago gezogen sind."Sehr lange ging es erst einmal mehr oder weniger geradeaus, ab und zu ein Pferdehof oder Milchkühe links und rechts. Und ein wirklich riesiger, freilaufender Hofhund, der mich erst recht spät entdeckte und ordentlich Alarm schlug. Glücklicherweise hatte er aber keine Muße, mir weiter den Feldweg entlang zu folgen. 🐕Plötzlich lichtete sich der Wald und gab Heideflächen frei. Ein paar erste Pflanzen blühten sogar schon. Und eine nette Wanderhütte gab es auch. Eigentlich ein schöner Rastplatz, aber so lange war ich noch nicht unterwegs. Also weiter. Die einzige geplante Abweichung vom Pilgerweg war der Schlenker durch das Fockbeker Moor. Ich liebe Moorlandschaften, deshalb musste das natürlich sein. Hätte ich mich bloß einfach an den Weg gehalten... 😬 Nun gut. Das erste kleine Stück dorthin führte an einer Schnellstraße entlang, an der es leider keinen Fußweg gab. Immerhin etwas Platz neben der Fahrbahn, aber wenn ein Auto angebraust kam, musste ich quasi halb in den Graben springen. Zum Glück waren es nicht viele Autos und das Stück kurz.Dann ging es ins Moor. Wunderschön! Nach den hochsommerlichen Gefühlen noch vor 2 Wochen lag heute der Herbst deutlich in der Luft. Und er war überall zu sehen. Schon im Wald etliche Beeren. Hier überall Hagebutten und noch mehr Beeren. Und dann ging es los: Der abzweigende Wanderweg war mal so gar kein Weg mehr. Ich hatte erst noch die Hoffnung, dass es hinter dem Dickicht besser werden würde. Allerdings stand jegliches Gewächs hier so hoch, dass ich teilweise bis zur Hüfte versank. Ein kleines Stück versuchte ich es, aber keine Chance. Hier war garantiert seit Jahren niemand mehr gewandert. Also zurück. Es gab einen offiziellen Rundweg durch das Moor, der noch ein Stück weiter und dann parallel zu diesem Weg führte. Dann da lang.Als ich die Route auf Komoot umplante, der Schock: Aus insgesamt 21,8 wurden mal eben 29,5 km. Das hätte an sich auch noch irgendwie geklappt, aber es ging bereits auf 19 Uhr zu und das wären noch 17 km gewesen. Vielleicht etwas zu sehr gewandelt heute und ein paar zu viele Fotos geschossen. Und dann ging plötzlich die Welt unter. Innerhalb von zwei Sekunden brach das Unwetter los. Da konnten selbst Regenjacke, Regenhose und Schirm (!) nicht mehr wirklich helfen. Auch der zugewucherte Rundweg durch das Moor, der immerhin ein Weg war, wirkte so, als sei schon lange niemand mehr hier entlanggekommen. Binnen Sekunden stand er unter Wasser. Und ich mittendrin. Aber es gab halt nur diesen einen Weg, also watete ich weiter. Und schwamm ein bisschen. Triefend kam ich schließlich aus dem Moor an eine Straße und schockierte offenbar erst mal wieder Autofahrer. Wäre es eine andere Situation gewesen, hätte ich gelacht. 💦Aber als ich feststellen musste, dass auch diese Straße keinen Seitenstreifen oder Fußweg hatte, war mir nicht mehr danach. In der Hoffnung, dass die nächste kreuzende Straße wenigstens einen haben würde, wanderte ich erneut halb im Graben weiter. Und siehe da, ich würde erhört: ein Radweg! An der Straße entlang führte der nach Fockbek hinein. Klatschnass wie ich war, sinnierte ich schon, mich dort abholen zu lassen oder einfach die nächste Bahn zu nehmen. Wenn es denn einen Bahnhof gab, Google war sich da nicht einig. Und dann war ich auf einmal wieder auf der Via Jutlandica und meiner geplanten Route. Und plötzlich waren es nur noch 8,5 km bis nach Rendsburg. Kurz nach 19 Uhr, das war doch machbar. Motivationsschub! Als wäre das Wetter auch dieser Meinung, strahlte direkt die Sonne wieder. Eieiei, was für ein emotionales Chaos. Und dann lief ich tatsächlich am Bahnhof von Fockbek vorbei, wo 20 Minuten später ein Zug nach Hamburg fahren sollte. Doch mittlerweile waren es gerade noch 6,5 km und ich fast wieder getrocknet. Also keine Frage, jetzt musste ich es durchziehen. Unterwegs fand ich heraus, dass mein Zug vom Bahnhof Rendsburg 10 Minuten vor der von Komoot berechneten Ankunftszeit fahren sollte. Eine knappe weitere Stunde am Bahnhof warten? Kam wirklich überhaupt nicht in Frage. Also zwischendurch ein paar kleine Jogging-Einlagen und tada, die verbleibenden Kilometer wurden immer schneller weniger. Yes. Wie gut, dass diesmal nur ein ganz leichter Rucksack dabei war und kein Zelt. Und als alles schon echt gut aussah und es keine 3 km mehr waren, endete der Weg ziemlich abrupt. Genau da, wo er hätte sein sollen, war ein riesiger Wall. Baustelle, neue Autobahn. Weit und breit keine Alternative, es blieb nur eine: mehrere Kilometer zurück. Neben mir die Eider. Schwimmen war diesmal irgendwie keine Option.Ich wollte es nicht wahrhaben und suchte weiter, für Baufahrzeuge gab es einen Weg. Und dann kletterte ich am Flussufer unter einer Brücke entlang. Im Nachhinein war das sicherlich nicht als Durchgang gedacht, aber zum Glück war Samstagabend kein Betrieb und es war wirklich die einzige Möglichkeit. Puh. Nur noch ein kleines Stück. Und dann der Friedhof. Keine Ahnung, wie es dazu kam, aber irgendwie führte meine geplante Route einmal hinüber. Schon als ich das Tor hinter mir schloss, dachte ich, das das vielleicht keine so gute Idee war. Zwar war er echt schön gelegen mitten im Wald, aber es gab leider etliche verschachtelte Wege. Wie in einem Labyrinth. Natürlich verirrte ich mich direkt und war schon am Verzweifeln, als ich dann doch den Ausgang fand. Und dann war der Weg frei, keine weiteren Hindernisse mehr. Ganze 15 Minuten vor Abfahrt des Zuges kam ich am Bahnhof in Rendsburg an und war unglaublich glücklich. Ehrlich gesagt hatte ich zwischendurch nicht mehr daran geglaubt. 🥳Nach diesem erneuten Roman bleiben mir noch ein paar Erkenntnisse und Dinge, die ich heute gelernt habe:▶️ Selbst wo ein Wille ist, ist eben nicht immer ein Weg. ▶️ Manchmal sollte man den Nichtweg auch Nichtweg sein lassen, das Naturschutzgebiet dankt es. ▶️ Moorgebiete sind offenbar nicht umsonst öfter mal Kulisse in Horrorfilmen oder Endzeitszenarien. 😉▶️ Wetter passiert. Kannste einfach nichts machen. ▶️ Mit Regenschirm wandern ist der neue heiße Tipp. Hilft wirklich. Nur bei Wind natürlich etwas schwierig. ▶️ Der Wille kann tatsächlich die sprichwörtlichen Berge versetzen. Ich bin mir zwar sicher, dass diese Baustelle mit ihrem Wall dort noch steht, aber dass ich da weiterkam, wundert ich mich immer noch. ▶️ Auch wenn man es eilig hat, Zeit für die Details bleibt immer. Den Graureiher im Wasser musste ich eingehend von der Brücke beobachten.▶️ Wer hat eigentlich gesagt, dass Pilgern immer angenehm und bequem sein muss? Vermutlich niemand. Genauso wie weitwandern ist es auch einfach mal anstrengend und die Umstände können nicht immer toll sein. ▶️ Wenn man hört, dass man beim Wandern oder Pilgern zu sich selbst finden kann und sich selbst besser kennenlernt, klingt das für mich immer ein bisschen klischeehaft. Ist es vielleicht. Aber wahr ist es definitiv auch. Und auch wenn das normalerweise erst passiert, wenn man länger unterwegs ist, behaupte ich mal, mich heute noch besser kennengelernt zu haben. ▶️ Ich kann jetzt in exakt 3,5 Sekunden den Rucksack abnehmen, die Regenjacke überwerfen und ihn wieder aufsetzen. Einhändig.▶️ Rendsburg ist eine richtig schöne Stadt, soweit ich das beurteilen kann nach heute. Ich muss mal wiederkommen.▶️ Wenn jemand die Tour nachwandern möchte, nimm nicht meine Route. Bleib auf der Via Jutlandica (nur am Ende nicht, sonst landest du auch auf der Baustelle. Schau am besten in die ursprüngliche Routenplanung der MitWanderer). Das Moor lohnt sich auch, aber vielleicht nicht, wenn gerade die Welt untergeht. ▶️ Pilgerwege bedeuten (zumindest hier) auch oft Straßen und Asphalt. ▶️ Während ich diese letzten Worte schreibe, bin ich wieder zu Hause angekommen. Es ist 23:34 Uhr. Damit ist meine Mission, diese Etappe noch im Juli abzuschließen, vollbracht. Und damit schließe ich das Buch. Sollte tatsächlich jemand bis hierhin gelesen haben, großen Respekt und vielen Dank für das Interesse. Ich mache bei Gelegenheit vielleicht lieber einen Blog-Artikel daraus, das kann man hier eigentlich niemandem zumuten. Falls du nur nach ganz unten gescrollt hast, um das Ende zu lesen, kann ich das auch verstehen. 😉 Und jetzt over & out, gute Nacht.

      • vor 5 Tagen

  7. Lucy Lu, Lausitzsonne und 155 anderen gefällt das.
    1. Joggingbrot 🏃🏻🥖

      Grenzen erfahren. Grenzen erlaufen.
      In der Ebene waren die eigenen schon mehrfach Thema. Statt an die geht es heute und morgen hoffentlich nur an die Deutsche - die aktuelle mit Tschechien und eine ehemalige im Land selbst. Als MitWanderer im Gruppenprojekt.
      Die Strecke von Klingental nach Hof heisst es - mit Erlaubnis - nicht auf den empfohlenen drei Etappen auf Vogtlandweg, Kirchsteig und E3 über Schöneck und Pirk, sondern in zwei Etappen weiter südlich über Bad Elster auf und beim Wanderweg der Deutschen Einheit (WDE), dem Elstergebirgsweg und dem Vogtland-Panorama-Weg (VPW), der letzten Herbst schon bei Greiz begeistert hat, zu bewältigen.Überwältigend ist für das Brot aus der Brandenburger Ebene schon das Hinauf am ersten Anstieg. Üben lässt sich in Berlin jeden Tag. 20 Stockwerke hoch und runter, kein Problem. Aber der innere Schweinehund neunmalklugt: „Die Berge haben eh keine Stufen, kannste dir sparen.“
      Das hat er nun davon: wir japsen zusammen, er und ich, und sorgen dafür, dass der Rucksack eine Aussicht bekommt. Schneller als mir lieb ist, habe ich einen trockenen Mund und einen nassen Rücken.
      Gewandert wird im Alphabet: der linke Grenzstein weißt mit „C“ Tschechien aus, der rechte mit „D“ die Heimat. Dazwischen bin ich vogelfrei / Vogel frei. Selbst der Nadelwald - sieh zu und lerne, Brandenburg! - ist hier herrlich. Und als es nach ca. einer Stunde auf den Notstandsweg geht bin ich mir sicher: auch auf den restlichen 32 km muss dieser nicht ausgerufen werden.Abwarten.
      Denn in ständigem Wechsel folgt der naiven Freude über das Hinab die Realität des Hinauf.
      Nur selten gibt es am Ende eine Aussicht. Und wie schon bei den Berliner Höhen gilt auch hier: ein Berg ohne Ausblick lohnt den Aufstieg nicht. Die Wege, sie bleiben toll.
      Das Radler aus dem Einkehrschwung ist schon kurz danach beim Aufstieg der Skipiste wieder ausgeschwitzt, bevor bei Kilometer 16 der Punkt kommt, an dem ich das Gesamtprojekt einfach scheitern lasse und die Mühen der anderen umsonst waren: „gemeinsam durch Deutschland“ heißt es, und ich stehe auf einmal in Tschechien. Bitte alle noch mal rein in die Schuhe und auf ein Neues. 🙃Es geht nicht anders. Die Aussicht Hoher Stein / Vysoký kámen kann hier nicht übergangen werden, auch wenn ich ständig damit rechne, dass mich der Schwerpunkt meines Rucksacks in die Tiefe reißt.
      Warum - und das wird man ja mal fragen dürfen - muss ICH eigentlich immer IHN tragen?
      Immerhin muss ich nach dem kurzen Schlenker nicht in Quarantäne, Impfung sei dank (Impfen!). Wenn jetzt noch die Disqualifikation ausbleibt, war es der Ausblick wert.Kurz danach bietet die Trinkwasserquelle Lohbach herrlich kühle Erfrischung, die am nächsten kleinen Anstieg fast schon wieder verkocht.Leider bietet der VPW über lange Strecken vor allem eins: kein Panorama. Wie zum Ausgleich verzichtet er über einige Kilometer aber auch auf Höhen-Drama. Zeit, den Kopf auszuschalten und die Füße ihren Job machen zu lassen. Zwischendurch bekommen auch die Hände zu tun und verwahren in Ermangelung eines Stempelbuchs die Markierung des Wegpunkts Wenitzgrün.

      Bei der Vogtlandaussicht auf dem Wirtsberg kann man dann wirklich nicht mehr über mangelnden Weitblick klagen - herrlich in alle Richtungen und ein Gebäude, welches dem Ort gerecht wird.
      Dann geht es vor dem letzten Anstieg lange hinunter nach Raun, durch welches man - als Teil des Denkmalschutzes? - leider nur auf der wenn auch wenig befahrenen Landstraße
      Wandern kann. Die Aussicht danach wiegt auf.
      Gegen Ende heißt es dann zum Glück nur auf heute nicht zu wandernden Wegen: „Achtung - heute Jagd“. Zum Abschuss freigegeben bin ich nicht.Nach kurzem Bogen im Park Bad Elster dann ab ins Hotel. Aufgrund der Streckenzusammenlegung und Umplanung war ich beim Ende egoistisch.
      Diesmal auch ohne Abendspaziergang.
      Morgen geht’s - zum Glück mit weniger Höhen - weiter. Davon sind Füße und Arschbacken schon heute wenig begeistert. Mein kleines Herz hatte schon heute viel zu tun, aber freut sich doch, denn klar ist: Eine herrliche Wandergegend!

      • vor 5 Tagen

  8. Schlofwandler und MitWandern 2021 waren wandern.

    vor 5 Tagen

    Schlofwandler, Wogan99 und 145 anderen gefällt das.
    1. Schlofwandler

      Fortsetzung E146 Teil 2. Eigentlich sollten bei der Entfernung in Summe 32 km stehen... Aber ich hatte ja unwiderruflich den Beenden-Button gedrückt. Also startete ich nach meiner Stärkung am Aach-Ursprung neu. Es ist übrigens Wahnsinn, welche Wassermengen da aus dem Untergrund nach oben drücken. Muss man gesehen haben. Sehr sehenswert war auch die Altstadt von Aach. Da war die Welt noch in Ordnung. Der Horror begann, als ich vor einem überfluteten Weg stand. Vorher schon flogen die Schnaken Angriffe. Aber als ich dann das Feld überquerte und dort beinahe im Schlamm stecken blieb war es Schluss mit lustig. Ich tauchte in den Wald des Grauens ein. Schwärme von Stechmücken flogen um mich rum. Es gab ein Blutbad, als ich ein saugendes Tier tötete. Ich hechtete durch das Waldstück, in dem es natürlich keinen Weg gab. Schreiend schlug ich mich noch durch die Brennnesseln und war Gott sei Dank wieder auf dem Weg. Aber die Schnakenplage verfolgte mich. Ich hatte mich so auf den Eiszeitpark von Engen gefreut, aber auch hier half nur ständiges um sich schlagen. Keine Ahnung, warum ich einen Schnitt unter 5 habe. Gefühlt bin ich nur gerannt! Nach 11 weiteren, blutigen km habe ich dann endlich Engen erreicht. Eine sehr schöne Altstadt. Besichtigen lohnt sich. Zur Belohnung gab es noch einen Eiskaffee und dann ging es durch den Schwarzwald nach Hause in die Palz.

      • vor 5 Tagen

  9. Scout Jens und 2 andere waren wandern.

    vor 5 Tagen

    05:19
    21,6 km
    4,1 km/h
    590 m
    580 m
    Andi, Alexander Weber und 165 anderen gefällt das.
    1. Scout Jens

      Also los zur Pflichtwanderung von Heppenheim aus.Den Amtshof (Gründungsort der FDP) haben wir nicht gesehen, aber für Komoot waren wir wohl nah genug dran 😁.
      Aber das, was wir von Heppenheim gesehen haben, hat mir sehr gefallen. Insbesondere die Altstadt mit dem Marktplatz, dem Rathaus und den weiteren schönen und alten Häusern. Es wurde gefrühstückt und gerne hätte ich mich dazu gesetzt. Aber es gab ja noch viel zu tun und wir waren erst am Anfang.
      Dann ging es auf abwechlungsreichen Wegen an Weinbergen und Wiesen vorbei mit schönen Ausblicken über die Rheinebene. Das Wetter war ideal zum Wandern und eine schöne Fernsicht hatte man auch. Anders als bei dem Abschnitt von Schriesheim nach Weinheim an der Bergstraße, war es hier ruhig. Keine Autobahn zu hören. Immer wieder ging es auch durch den Wald. Unterbrochen z.B. von den Wiesen am über 200 Jahre alten Naturdenkmal Taubenkopf. Dann wieder eine Wiese mit Blick. Diesmal aber in die andere Richtung über den Odenwald. Herrlich.Die Kultstätte aus der Pestzeit um 1350 am Kreuzberg war spannend und sehr aktuell, wie ich finde. Nur dass es heute nicht so weit verbreitet ist, seine Hoffnung in Gott zu suchen. Fluch und Segen der Aufklärung :-)
      Der Stein mit dem Namen "steinerner Gaul" hat meine Fantasie strapaziert. Erst beim Bearbeiten der Tour habe ich gelesen, dass es sich vermutlich um eine Kultstätte der Kelten und später (805 n .Chr.) um eine Grenzmarkierung gehandelt hat. Toll der Abschnitt des Burgensteiges dort: Ein unbefestigter Waldpfad.
      Der Vierritterturm/Waldnerturm bot dann tolle Aussicht in die Rheinebene UND über den Odenwald. Dazu ein weiteres Naturschutzgebiet mit schönen Wiesen.Viel Wald und noch ein schöner Ausblick in Richtung Odenwald von der Hütte "Schauinsland" - der Name ist mir als Freiburger nur zu gut bekannt und er passt dort auch. Dann waren wir auch schon oberhalb von Weinheim, wo auf dem Hirschkopf ein Turm mit dem Maximum an Aussicht auf uns wartete: RUNDUMBLICK.In Weinheim durfte ich dann noch die evangelische Kirche und einen Jugenstilbrunnen mit Märchenfiguren meiner Highlightsammlung hinzufügen. Die Wachenburg wäre dann wieder zuviel für mich gewesen. Meine nachsichtige Begleitung Wanderfisch hat mir dann noch beim Durst stillen Gesellschaft geleistet und mich nach Heidelberg mitgenommen. Der einizge durchgehende Zug "mein ICE" hätte mich noch länger warten lassen sonst.Fazit: Eine sehr schöne Strecke in einer erstaunlich ruhigen Gegend zwischen zwei sehenswerten Städtchen - jeweils mit vielen Geschichten und langer Geschichte. Und eine sich immer weiter steigernde Aussicht bis zur Blickextase vom Hirschturm. Dazu eine angenehme Begleitung. So bin ich fast froh, dass diese Etappe übrig blieb. Wer weiß, ob, mit wem, wie genau und wann ich sie sonst gegangen wäre. Heute hat alles gepasst!

      • vor 5 Tagen

  10. Schlofwandler und MitWandern 2021 waren wandern.

    vor 5 Tagen

    Schlofwandler, Wogan99 und 141 anderen gefällt das.
    1. Schlofwandler

      Das war heute ein Erlebnis. Eine der letzten "MitWandern" Touren mit Start in Ludwigshafen am Bodensee. Eigentlich sollten bei der Entfernung in Summe 32 km stehen... aber dazu nachher mehr. Nach einem kleinen Abstecher an den Bodensee ging es los in Richtung Hinterland. Die ersten 5 km verliefen auf einem tollen Waldweg, der allerdings noch sehr schlammig war und es war ein erhöhtes Schnakenaufkommen festzustellen. Also nur nicht stehen bleiben.
      In der Nähe von Stockach entdeckte ich viele Tore, die im Berg eingelassen waren. Zufällig traf ich ein ortskundiges Paar und erfuhr, dass das ganz früher Bunker waren. Diese wurden dann als Bierkeller zur Lagerung genutzt und sollen jetzt zu Fledermausunterkünften umgebaut werden.
      Bei km 7,5 eine Wasserbaustelle. Kein Durchkommen. Die nächsten 2 km ging es dann leider an der Straße entlang :-(
      In Nienzingen bin ich dann auf schmalen Pfaden durchs Dorf gelaufen. Ohne Kommot undenkbar. Die kennt man sonst nur als Einheimischer. Dann war es lange sehr einsam und noch das Komoot-Mädel hat mit mir gesprochen. Dann kam ich zu meinem Ort an dem ich ursprünglich Mittagessen wollte. Schloss Langenstein. Bei genauem Hinsehen nur für Privat zugänglich und für elitäre Golfer. Da wollte ich mich mit meinen schon leicht verschmutzten Wanderschuhen nicht dazu setzen. Also weiter gehts... Der Golfplatz ist riesig und ich umrunde ihn. Der Aach-Ursprung ist mein nächstes Ziel.
      13.26 Uhr - nur noch 9,99 km. Schon ist Aach zu sehen und der Kiosk für meine Mittagsrast. Aus lauter Freude drücke ich bei Kommot erst auf Pause und dann zu meinem Schrecken auf Beenden! Point of no return.
      Fortsetzung folgt.......

      • vor 5 Tagen

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