Der Glan-Blies-Radweg – in 5 Etappen vom Saarland in die Pfalz

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Glan-Blies-Radweg
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Einzigartige und abwechslungsreiche Landschaften entlang der beiden Flüsse Blies und Glan prägen den grenzüberschreitenden Glan-Blies-Radweg, der sich überwiegend eben und meist verkehrsfrei vom lothringischen Sarreguemines (dt: Saargemünd) in Frankreich bis nach Staudernheim in die Nordpfalz windet. Auf 131 Kilometern genießt du idyllische Flusslandschaften und sagst den Störchen, die hier wohnen, „Hallo“. Du begibst dich auf die Spuren der Römer, die hier einst siedelten und erlebst die besinnliche Stimmung des Glantals, das der Heiligen Hildegard von Bingen zur Inspiration diente. Für kulturelle Abwechslung sorgen unzählige Kirchen und Schlösser, malerische Altstädte und spannende Industriedenkmäler, während du dich zwischendurch auf einer Kanu- oder Draisinenfahrt sportlich herausfordern kannst. Unsere fünf kurzen Etappen auf der mit vier Sternen prämierten ADFC-Qualitätsradroute lassen genug Luft, um die schöne Gegend rund um den Glan-Blies-Radweg in aller Ruhe zu genießen und ausgiebig zu erkunden.

Große Teile der Route verlaufen über die Trasse der ehemaligen Glantalbahn, die zu einem hervorragenden Radweg ausgebaut ist und nicht nur überwiegend flach verläuft, sondern auch nahezu verkehrsfrei ist. Dadurch ist die Route nicht nur besonders genussvoll, sondern eignet sich auch hervorragend für Gelegenheitsradler und Familien mit Kindern.

Start und Ziel der Tour sind gut ans Bahnnetz angebunden. So kannst du einfach komplett per Bahn an- und abreisen. Oder du fährst mit dem Auto zum Ausgangspunkt und holst es nach der Tour mithilfe der Bahn wieder ab. Die einzelnen Etappenziele besitzen nicht alle einen Bahnhof. Wenn du die Tour nur teilweise fahren oder unterwegs abbrechen möchtest, bieten sich neben dem Start und Ziel (Sarreguemines/F und Bad Sodernheim) die Bahnhöfe Blieskastel, Homburg und Glan-Münchweiler an. Die Etappenorte sind teils klein und gemütlich, bieten daher aber auch nur eine überschaubare Anzahl von Unterkünften. Am besten kümmerst du dich also im Voraus darum, damit auch nach der Radfahrt alles glatt läuft und du dich auf die vielen Sehenswürdigkeiten konzentrieren kannst, die während und nach den Etappen darauf warten, von dir entdeckt zu werden.

Auf der Karte

Die Etappen auf dem Glan-Blies-Radweg

  • Mittelschwer
    02:20
    36,6 km
    15,7 km/h
    160 m
    150 m
    Mittelschwere Fahrradtour. Gute Grundkondition erforderlich. Die Tour kann Passagen mit losem Untergrund enthalten, die schwer zu befahren sind.

    Die erste Etappe des Glan-Blies-Radwegs startet in Frankreich am Bahnhof von Sarreguemines, zu Deutsch „Saargemünd“. Hier mündet die Blies in die Saar, was der Stadt ihren Namen verlieh. Saargemünd ist bekannt für ihre Keramikindustrie, über deren Geschichte du im Keramik-Museum alles erfahren kannst. Und auch sonst bietet die kleine Stadt an der Grenze zum Saarland jede Menge Gründe, ein wenig länger zu verweilen, bevor du dich auf die Radtour begibst.Die heutige Etappe ist rund 36 Kilometer lang und verläuft Anfangs über französischen Boden größtenteils flach über ruhige Straßen und autofreie (Bahntrassen-)Radwege. Die meisten der gemütlichen Orte, die auf dem Weg liegen, tragen die „Blies“ im Namen – ein untrügliches Zeichen dafür, dass du richtig bist. Unterwegs erwarten dich einige Highlights. Der Europäische Kulturpark bei Bliesbruck-Reinheim bietet spannende Einblicke in die Geschichte der Region und in die Zeit, als hier noch die Römer lebten. Eher idyllisch hingegen ist die Fahrt entlang der Blies durch das Biosphärenreservat Bliesgau bis nach Gersheim mit seinem streng geschützten Orchideengebiet. Etappenziel ist die Barockstadt Blieskastel, die eine tolle Altstadt mit malerischen Fachwerkhäusern hat. Hier gibt es einige Hotels und Ferienwohnungen, in denen du nach der Tour zur Ruhe kommen kannst. Vom Bahnhof Blieskastel-Lautzkirchen hast du Anschluss ans Netz der Bahn.

  • Mittelschwer
    02:24
    34,3 km
    14,3 km/h
    190 m
    160 m
    Mittelschwere Fahrradtour. Gute Grundkondition erforderlich. Überwiegend befestigte Wege. Kein besonderes Können erforderlich.

    Weniger Bahntrasse, dafür mehr Hügel und ein toller Mix aus Sehenswürdigkeiten und Idylle – die zweite Etappe des Glan-Blies-Radwegs bietet rund 34 Kilometer feinstes Radler-Vergnügen. Mit etwas Glück kannst du unterwegs ein paar ganz besonderen Bewohnern der Gegend über den Weg rollen: Störche fühlen sich in der feuchten Aulandschaft der Blies wohl und ziehen hier in den Sommermonaten ihren Nachwuchs auf.Auch auf dieser Etappe begibst du dich auf die Spuren der Römer. In Schwarzenacker ist ihnen ein ganzes Freilichtmuseum gewidmet. Hier wurden Straßenzüge nachempfunden und ganze Gebäude rekonstruiert. Verschiedene Mitmachaktionen und Workshops für Groß und Klein laden zu einem längeren Aufenthalt ein. Ebenfalls etwas mehr Zeit solltest du für eine Pause in Homburg einplanen: Die Schlossberghöhlen, die Ruine Hohenburg und das Schloss Karlsberg sind unbedingt einen Besuch wert. Danach rollst du auf ruhigen Wegen in Richtung Etappenziel Schönenberg-Kübelberg. Unterwegs kannst du dich noch in der Fischerhütte am idyllischen Mohrmühlweier stärken. In Schönenberg-Kübelberg ist ein Besuch der historischen Bierkelleranlagen ein besonderes Highlight (Ansprechpartner für Anfragen: Kurt Zimmer, Tel.: 06386-5729). Der nächste Anschluss ans Netz der Bahn befindet sich am Bahnhof von Bruchmühlbach-Miesau, der ein paar Kilometer entfernt ist. Etappe zwei endet am Campingpark Ohmbachsee, der wirklich jedem Radler die passende Unterkunft bietet: Hier kannst du zelten, in einem gemütlichen Campingfass nächtigen oder im angeschlossenen Hotel einkehren. Im Ort gibt es noch ein paar weitere Übernachtungsmöglichkeiten, das Angebot ist aber sehr überschaubar, weshalb du dich unbedingt vorab um eine Unterkunft kümmern solltest.

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  • Mittelschwer
    02:22
    35,7 km
    15,1 km/h
    120 m
    190 m
    Mittelschwere Fahrradtour. Gute Grundkondition erforderlich. Überwiegend befestigte Wege. Kein besonderes Können erforderlich.

    Nach einer ruhigen Nacht am Ohmbachsee startest du ausgeruht in die dritte Etappe des Glan-Blies-Radwegs, auf der du den zweiten Namensgeber der Tour intensiv kennenlernen wirst: Heute folgst du dem Glan, meist über die idyllisch gelegene Trasse der ehemaligen Glantalbahn. Überwiegend flach und meist ohne Autoverkehr sind die rund 35 Kilometer dieser Etappe purer Genuss.Du startest auf dem herrlich gelegenen Bahntrassen-Radweg, der bereits nach kurzer Fahrzeit eine spannende Abwechslung bereithält. Kurz nach dem Elschbacher Bahnhof führt der Radweg nämlich durch einen alten Bahntunnel. Der ist über 150 Meter lang und hat mehr als 100 Jahre auf dem Buckel. Im Winter können sich bis zu drei Meter lange Eiszapfen an der Tunneldecke bilden, weshalb der Radweg komplett eingehaust ist. Licht an, Sonnenbrille ab – dann steht der Tunnelfahrt nichts mehr im Wege.Wenn du durch die grünen Wiesen und Felder in Richtung Theisbergstegen radelst, lohnt es sich, aufmerksam nach links und rechts zu schauen. In Theisbergstegen gibt es nämlich eine Aufzuchtstation für Störche, weshalb das hübsche Federvieh hier besonders häufig zu sehen ist. In Altenglan hast du die Möglichkeit, vom Rad abzusteigen und trotzdem am Ziel anzukommen. Hier startet nämlich die Glantal-Draisine. Bis zu vier Personen samt Fahrräder passen auf so ein Gefährt, das du selber antreibst und dabei die Schienen der alten Glantalbahn nutzt, die auf einem Abschnitt von rund 40 Kilometern erhalten wurden. Im beschaulichen Etappenziel Ulmet gibt es ganz wenige Übernachtungsmöglichkeiten, es ist also eine gute Idee, diese vorab zu buchen. Die Bahnstrecke ist lange außer Betrieb (weshalb du so schön auf ihr radeln kannst) und es ist relativ kompliziert, von hier aus mit öffentlichen Verkehrsmitteln weiterzufahren.

  • Mittelschwer
    01:45
    28,7 km
    16,4 km/h
    150 m
    190 m
    Mittelschwere Fahrradtour. Gute Grundkondition erforderlich. Überwiegend befestigte Wege. Kein besonderes Können erforderlich.

    Idyllische Ausblicke auf den Glan, der die Route stets begleitet, spannende Zeugnisse der Industriekultur und prächtige Kirchen und Schlösser – die kurze vierte Etappe des Glan-Blies-Radwegs bietet allerlei unterhaltsame Pausenstationen, an denen du die Geschichte dieser schönen Gegend kennenlernst.Schon nach ein paar Kilometern kannst du dir eine echte Rarität anschauen. Die alte Ölmühle in Sankt Julian ist eine der letzten ihrer Art und noch voll funktionsfähig, auch wenn hier nur noch während der Vorführungen Öl hergestellt wird. Das denkmalgeschützte Zeugnis der Industriekultur kannst du dir von außen anschauen, was jederzeit möglich ist. Wenn du ihr Inneres entdecken und eine Vorführung erleben möchtest, ist eine vorherige Anmeldung notwendig – die lohnt sich, denn die Mühle gilt als Wunderwerk alter Mühlenkunst.Im weiteren Verlauf radelst du über den Radweg am Glan entlang – die Strecke ist zunächst stets leicht abschüssig, sodass du ohne große Anstrengung vorankommst. In Offenbach lohnt ein kleiner Abstecher in die beeindruckende evangelische Pfarrkirche. Wenig später, in Lauterecken, kannst du dir den aufwändig restaurierten Bereich rund um das alte Veldenzschloss anschauen und natürlich auch das Schloss selbst. Wenn du tiefer in die Geschichte von Schloss und Stadt eintauchen möchtest, bietet sich eine Besichtigung samt Stadtführung an, die du aber vorab vereinbaren musst. Infos dazu findest du hier: vg-lw.de/vg_lauterecken_wolfstein/Tourismus/Stadtbesichtigungen/Führungen%20in%20der%20Stadt%20Lauterecken.Nach Lauterecken bringen ein paar kleine Hügel etwas Abwechslung ins Spiel, bevor du das Etappenziel in Meisenheim erreichst. Einen Besuch der historischen Altstadt samt gut erhaltener mittelalterlicher Stadtmauer können wir dir sehr empfehlen. Besonders spannend und ein Highlight für Groß und Klein ist eine abendliche Nachtwächterführung durch die Stadt.In Meisenheim gibt es allerlei Ferienwohnungen und sogar ein vom ADFC als besonders radfahrerfreundlich zertifiziertes Bett+Bike-Hotel, den Meisenheimer Hof (Infos: meisenheimer-hof.de/startseite). Meisenheim hat keine Bahnanbindung. Der nächste Bahnhof befindet sich in Bad Sobernheim und ist mit dem Bus erreichbar.

  • Leicht
    00:49
    14,0 km
    17,2 km/h
    50 m
    70 m
    Leichte Fahrradtour. Für alle Fitnesslevel. Überwiegend befestigte Wege. Kein besonderes Können erforderlich.

    Die kurze fünfte und somit letzte Etappe auf dem Glan-Blies-Radweg ändert den Charakter der Tour, sobald du die schöne Altstadt von Meisenheim verlässt. Fortan folgst du immer noch dem Verlauf des Glans, der jedoch nun von der wunderschönen Landschaft des Weinbaugebiets Nahe gesäumt ist. In Odernheim kannst du dich auf die Spuren der Nonne, Dichterin und Gelehrten Hildegard von Bingen begeben, die hier im 12. Jahrhundert lebte, wirkte und eine große Popularität besaß. Noch heute beschäftigen sich viele Forscher mit dem Wirken der „Heiligen“, auf deren Spuren du dich begeben kannst, wenn du einen kleinen Abstecher zur Ruine des Klosters auf dem Disibodenberg unternimmst. Heute zeugen nur noch die Grundmauern von den einst imposanten Ausmaßen der Anlage. Auf dem „Meditationsweg“ sorgen Texte aus den Psalmen der Heiligen Hildegard für eine besinnliche Stimmung, während du im Museum der Scivias Stiftung Schätze aus römischer, romanischer und gotischer Zeit bestaunen kannst. Nach diesem besinnlichen Stopp ist es nicht mehr weit bis zur Mündung der Glan in die Nahe. Hier im Erholungsort Staudernheim endet der Glan-Blies-Radweg. Wir empfehlen dir aber auf dem anschließenden Naheradweg noch ein paar Kilometer weiter bis nach Bad Sobernheim zu fahren. Denn zum einen lohnt ein Besuch der Stadt mit ihren Sehenswürdigkeiten, zum anderen hast du hier Anschluss ans Netz der Bahn, sodass du von hier aus unkompliziert nach Hause oder zum Ausgangspunkt der Tour nach Sarreguemines reisen kannst.

Collection Statistik

  • Touren
    5
  • Distanz
    149 km
  • Zeit
    09:39 Std
  • Höhenmeter
    690 m

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