Prachtboulevard im sowjetischen Stil - Karl-Marx-Allee

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Tipps

  • Tourismusverein Berlin-Pankow e.V.

    Gebäude im neoklassizistisch-stalinistischen Stil prägen die Karl-Marx-Allee vom Strausberger Platz bis zum knapp zwei Kilometer östlich gelegenen Frankfurter Tor. Es handelt sich um bis zu 300 Meter lange Baublöcke, die durch vor- und rückspringende Bauteile sowie unterschiedliche Geschosszahlen aufgelockert sind. Die Fassaden sind teilweise mit Keramikplatten verkleidet. Ein Luftangriff im Februar 1945 hatte die vorherige Bebauung in Schutt und Asche gelegt, nach Kriegsende sollte ein neues Wohngebiet entstehen. Über dessen Gestaltung allerdings herrschte zunächst Uneinigkeit: Erste Pläne sahen eine eher ländliche Bebauung mit Einfamilienhäusern, Gärten und kleinen Arbeitersiedlungen vor. Hans Scharoun, der noch von der sowjetischen Besatzungsmacht als Stadtbaurat eingesetzt wurde, realisierte 1949 zwei Laubenganghäuser im Stil des Neuen Bauens (Karl-Marx-Allee 102/104 und 126/128). Mit Staatsgründung der DDR 1949 erhielt die Straße den Namen von Josef Stalin, Generalsekretär der KDdSU und damals mächtigster Mann der Sowjetunion. Entsprechend prächtig und herrschaftlich wünschte die Regierung nun die bauliche Gestaltung. Im Rahmen des 1951 verkündeten „Nationalen Aufbauprogramms“ beschloss sie die Verbreiterung der Straße auf 90 Meter und eine sieben- bis neungeschossige Bebauung. 70 Prozent der verwendeten Materialien stammten aus Trümmern, die von Freiwilligen gesammelt und sortiert wurden. Insgesamt beteiligten sich Bürgerinnen und Bürger mit 4 Millionen Arbeitsstunden an der Bebauung, im Gegenzug wurden sie bei der Vergabe der Wohnungen bevorzugt: Mit Fernwärme-Heizung, Müllschluckern und Fahrstühlen ausgestattet, hatten sie für damalige Verhältnisse einen außerordentlich hohen Standard. Die ersten 1148 bezugsfertigen Wohnungen wurden an Stalins Geburtstag 1952 feierlich an die Mieter übergeben. Schon im Jahr zuvor hatte man ihm zu Ehren zwischen Andreas- und Koppenstraße eine Bronzestatue errichtet. Nach dem Ende der Stalinära wurde dieses sowjetische Geschenk allerdings über Nacht entfernt und wieder eingeschmolzen. Info-Stationen an mehreren Stellen der Allee informieren ausführlich über die Geschichte dieser außergewöhnlichen Prachtstraße.

    • 30. Januar 2020

  • rdf231

    Interessante und auch schöne Bebauung, ist in Berlin so einmalig. Guter Radweg neben der Karl Marx Allee (viel befahrene Ein- und Ausfallsstraße), schöne Verbindung aus dem Osten ins Zentrum zum Alex. Man fährt immer auf den Fernsehturm zu, den man von weitem sehen kann, rechts und links die alten Prachtbauten aus den 50ern. Schon eine schöne Straße, auch wenn sie sehr verkehrsreich ist.

    • 8. Februar 2020

  • Danilo

    Toller Radweg mit größtenteils gutem Asphalt

    • 12. April 2020

  • Susanne

    Eine besondere Empfehlung für Radfahrer nachdem eine Autospur zur Fahrradspur umgebaut wurde. Super enspanntes Fahren entlang der schönen Straße.

    • 19. Oktober 2020

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