Mahnmal - Geschichte mit Beigeschmack

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Tipps

  • Ida Bogø

    Mahnmal gegen den Krieg, gegen Vertreibung und für den Schutz der Menschenwürde in der Gestaltung von Paul Dierkes - erbaut 1968.
    (mehr zum Cloppenburger Künstler Paul Dierkes und seinem international renommierten Werk findest Du unten verlinkt)
    Es steht an zentraler Stelle direkt neben dem Kreisel am "Pingel Anton".
    Eine Bronzeplatte darauf erklärt:
    Zitat:
    (Auszug)
    (....) Im Innern dieses Mahnmals ist eine Schriftrolle eingemauert. Sie trägt die Namen der Gefallenen des Ersten und Zweiten Weltkrieges,
    (...) die Namen der Gefallenen und auf der Flucht getöteten Angehörigen der nach Cloppenburg verschlagenen Vertriebenen. (...) Es soll immerwährende Mahnung sein, gemeinsam für Frieden und Menschenrechte einzutreten.
    Rat der Stadt Cloppenburg
    12. Dezember 2005"
    Ziatatende
    Die NWZ schrieb am 16.8.2008: "Das Denkmal war am 28. April 1968 in einer eindrucksvollen Feierstunde an der Bahnhofstraße unter großer Beteiligung der Öffentlichkeit eingeweiht worden, nachdem zuvor das alte Kriegerehrenmal entfernt worden war. Die Skulptur sollte einen rund 20 Jahre dauernden Streit um ein angemessenes Denkmal für die Opfer der beiden Kriege beenden"
    Bitter der Beigeschmack, als man feststellen musste, dass die Namen der ermordeten jüdischen Bürger Cloppenburgs auf der im Mahnmal deponierten Rolle "vergessen" worden waren, wie es später hieß.
    Diese "Vergesslichkeit" gilt in Kreisen derer, die die Menschenwürde achten, ohne verächtlich auf andere Glaubensrichtungen zu schielen, als eine bleibende Schande.
    Zur Geschichte der jüdischen Gemeinde in Cloppenburg:
    jüdische-gemeinden.de/index.php/gemeinden/c-d/82-cloppenburg-niedersachsen
    Zur Debatte um das Mahnmal: nwzonline.de/cloppenburg/politik/es-wird-doch-kein-neues-denkmal-geben_a_6,1,3855008707.html
    Zur "Vergesslichkeit": nwzonline.de/cloppenburg/politik/kriegsopferliste-kopie-gefunden_a_3,0,3876147908.html
    Zur Mahnung:
    Der Antisemitismus ist dem Nationalismus blutsverwandt und dessen bester Alliierter.
    Carl von Ossietzky
    (1889 - 1938, ermordet im KZ Esterwege), deutscher pazifistischer Chefredakteur der "Weltbühne", Schriftsteller und Symbolfigur des Widerstands gegen das NS-Regime, Friedensnobelpreis 1935
    Quelle: Ossietzky, in: Die Weltbühne. Antisemiten, 19. Juli 1932, S. 88Über den Künstler Paul Dierkes:
    kulturportalweserems.de/index.php/oldbgmuensterl/190-olmkatkemenschen/2846-der-bildhauer-paul-dierkes

    • 6. Mai 2017

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