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industrie.kultur.mylau: Die Firmen Brückner und Georgi

industrie.kultur.mylau: Die Firmen Brückner und Georgi

Wander-Highlight

Von komoot-Nutzer:innen erstellt
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  • Sina

    Von einer der ehemals wichtigsten Firmen in Mylau ist heute im Grunde am historischen Standort nichts mehr erhalten geblieben.
    1810 kaufte Christian Gottlob Brückner die Wiesen an der Göltzsch, um seine florierende Burgspinnerei in einem damals modernen Gebäude mit Wasserkraft ausbauen zu können. Umgehend begann er, hier ein neues Fabrikgebäude zu errichten; im Folgejahr 1811 war der Bau beendet. Noch 1856 ist das ansehnliche Gebäude im Album der sächsischen Industrie von Louis Oeser verzeichnet.
    Das neue Gebäude verfügte über 64 wassergetriebene Feinspinnmaschinen und 16 Handspinnmaschinen. Die Feinspinnmaschinen in allen drei Sälen waren mittels lederner Riemen an das Wasserrad angeschlossen. Hinsichtlich ihrer Leistung verfügten die alte und die neue Spinnerei nun zusammen über 8.064 Spindeln (1811) und bald darauf über 23.232 Spindeln (1812, Michaelismesse). Selbst nachdem 1828 die Handspinnerei auf der Burg aufgegeben worden war, kamen 1831 noch 24.704 Spindeln zum Einsatz. Bis dahin galt das Brücknersche Unternehmen als größte Firma Sachsens. 1842 gaben die Erben Brückners die Spinnerei auf und das das Spinnerei-Gebäude wurde an drei Mylauer Kammgarnspinnereien (Cyriak u. K. G. Kupfer; P. Grebner u. Cruschwitz; Johann Seifert) verpachtet und schließlich 1862 verkauft. Im Jahre 1881 brannte es ab, 1882 kauften die Brücknerschen Erben das Grundstück für ihre Neugründung „Mylauer Wollkämmerei Georgi & Co.“ zurück. 1883 wurde an gleicher Stelle ein Neubau errichtet, welche die Wollwäschrei und -kämmerei aufnahm. Die Rohware bezog die Firma aus Deutschland, Frankreich, Australien, Südamerika und Südafrika. Allein im nördlichen Vogtland belieferte die Wollkämmerei allein zwölf Kammgarnspinnereien. Nach 1945 wurde die Firma enteignet und als Betrieb des VEB Leipziger Wollkämmerei weitergeführt. Die Produktion änderte sich in Kurzgarne. Nach 1990 kam der Betrieb zum Erliegen und die Demontage der Maschinen erfolgte. Zur Ausweitung des Hochwasserschutzes an der Göltzsch wurde die Firmengebäude 2008 abgerissen.

    • 21. August 2020

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Ort: Vogtland, Sachsen, Deutschland

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  • Höhe310 m

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