Letzte Aktivitäten

  1. Nikolaus war Fahrrad fahren.

    17. November 2019

    03:11
    68,4 km
    21,4 km/h
    620 m
    630 m
    rudiradler, Bernd und 5 anderen gefällt das.
    1. Nikolaus

      Zum Duty-free-Shop
      Beim Überqueren der Grenze kommen mir Gedanken an die Ereignisse vor 30 Jahren. Mutige Bürgerbewegungen in der DDR haben damals mit ihren Demos nicht nur die Mauer zu Fall gebracht, sondern auch uns Grenzlandbewohnern mit dem bald folgenden Verschwinden des Eisernen Vorhangs großartige Freizügigkeit gebracht. Wann immer wir wollen können wir - sogar ohne jede Kontrolle - hinüber nach Tschechien. Bedankt haben wir Wessis bei den Ossis dafür noch nicht. Das möchte ich hiermit nachholen.
      Heute stoppe ich mal in Ast und besuche die dortige Kirche Maria Himmelfahrt. Ein schöner Spruch gegrüßt die Besucher: „Wenn du glaubst – Bete! Wenn du nicht glaubst – Staune! Wenn du gebildet bist – Zeige Ehrfurcht!“
      Das Gotteshaus ist schon im 13. Jahrhundert erwähnt. An der Brüstung der Empore zeigt ein Bild zwei Kutschen. Die Legende dazu: Einer tschechische Adelsfrau sollen in Ast die Pferde gescheut haben und mit ihrer Kutsche durchgegangen sein. Nur mit viel Glück habe sie das Unglück heil überstanden. Aus Dank hätte sie an der Stelle des Missgeschicks eine kleine Kapelle errichten lassen. Auch wenn es sich nicht so zugetragen hat, schön ist die Geschichte trotzdem. Wahr dagegen ist, dass die Kirche in Ast lange eine vielbesuchte Wallfahrtskirche war. Der heutige Zeitgeist hat leider die meisten Bittgänge zu dem Gotteshaus gefressen.

      • 17. November 2019

  2. Nikolaus war wandern.

    16. November 2019

    01:46
    13,6 km
    7,7 km/h
    190 m
    190 m
    1. Nikolaus

      Spaziergang zur Kapelle SchönbuchenDa ich lieber radle fahre als gehe, nehme ich bis Hammerkröblitz mein Radl. Zwischendurch lege ich beim Druidenstein einen kleinen Stopp ein.
      Hier türmen sich durch „Wollsackverwitterung“ geformte Granitblöcke zu einer kleinen Kuppe auf. Sicher diente die markante Stelle den Menschen schon früh zu Orientierung. Da die oberen Blöcke Vertiefungen aufweisen, vermuten manche eine keltische Kultstätte. Das lässt sich aber nicht belegen. Die Steine könnten ebensogut erst in 19. Jahrhundert bearbeitet worden sein.
      Von Hammerkröblitz aus gehe ich den oberen Schönbuchenweg zur Wallfahrtskapelle bei Dautersdorf. Von der Aussichtplattform auf der Kupferplatte kann man recht schön in Murnthal hinunterschauen. Die wilde Schönheit des engen Tals genieße ich erst auf meinem Rückweg.
      Der Name des Tals kommt vom sumpfigen, moorigen Grund an der Schwarzach. Jahrhunderte war die Jedesbacher Mühle hier das einzige Gebäude. 1832 entstand dann eine Glasschleife in Mittermurnthal. Wenige Jahre später folgten Ober- und Untermurnthal und schließlich 1878 die Frankenschleife. Für wenige Jahrzehnte brachten die Polierwerke Arbeit und Wohlstand. Noch vor dem 2. Weltkrieg machte aber die Flachglas-Herstellung die Schleifen unwirtschaftlich. Sie gingen ein. Seither wird im Murnthal in kleinen Wasserkraftwerken Strom erzeugt. Auf der Trasse der ehemaligen Bahnstrecke Bodenwöhr-Rötz führt jetzt ein bequemer Rad- und Wanderweg durch die romantische Landschaft.
      Westlich von Dautersdorf steht einsam am Waldrand die aus dem 17. Jahrhundert stammende Wallfahrtskapelle Schönbuchen. Auch heute noch ist sie ein gern besuchter Ort, um seine Anliegen der dortigen Mutter Gottes Statue darzubringen. In dem kleinen Gotteshaus hängen viele Votivtafeln mit Dankessprüchen für Errettung aus der Not.
      Ein Hafnergeselle soll nach einem schrecklichen Gewitter, aus Dank die tönerne Mutter Gottes mit Kind gefertigt und in die Buche gestellt haben, wo er beim Unwetter Schutz gesucht hatte. Die Leute der Umgebung hörten davon und verehrten die sehr einfache Figur. Sie brachten sie zum besseren Schutz in ihre Kirche. Doch, oh Wunder, die Mutter Gottes kehrte trotz mehrmaliger Versuche immer wieder zur Buche zurück worauf man dort eine Kapelle errichtete. Eine der vielen gleichlautenden Legenden zu Wallfahrtsstätten unserer Heimat.
      Zurück nach Hammerkröblitz nehme ich den unteren Schönbuchenweg, der ist sowohl vom Main-Donau-Wanderweg als auch von Goldsteig ein Teilstück.

      • 16. November 2019

  3. Nikolaus war wandern.

    10. November 2019

    1. Nikolaus

      Spaziergang über die Steinerne Wand am SchwarzwihrHeute steht mir der Sinn nach einem Spaziergang zur Steinernen Wand. Dieser Felsgrad am Schwarzwihrberg zählt zum Schönsten, was die Schwarzachtalregion landschaftlich zu bieten hat.
      Ich schwing mich also auf mein Sauserl und radle zum Schellhof. In Nefling fotografiere ich unterwegs den riesigen Findling neben der Staatsstraße. Ihm fehlt eine Ecke. Die hat der Steinmetz Eder vor knapp 100 Jahren abgeschlagen und daraus das Hussitendenkmal in Hiltersried gemacht. Es erinnert an die Schlacht von 1433, bei dem es den pfalzgräflichen Streitern beim Angriff auf die hussitische Wagenburg gelang, den böhmischen Kriegern die einzige Niederlage beizubringen.
      Beim Schellhof hänge ich mein Radl an einen Baum im Wald und mache mich zu Fuß auf dem Forstweg, hinauf zur Sattelhütte. Diese gab es bereits in der Nachkriegszeit, als mein Vater sein Geld in den umliegenden Wäldern als Holzhauer verdiente. Von der Hütte führt ein Fußpfad – ausgeschildert als „Schwarzwihrbergweg“ - bald steil den Hang hinauf. Über ihn führen auch der Main-Donau-Wanderweg und die östliche Route des Goldsteiges. Nach 20 Gehminuten weist ein Schild an einer Gabelung links, auf die Variante über die Steinerne Wand. Nur 150 Meter danach beginnt dann der beeindruckende Felsgrad über den der Steig führt. Viele Granitstufen machen ihn auch für Ungeübte mit passendem Schuhwerk gut begehbar. Wo Sturzgefahr besteht, gibt es recht neue und vorbildliche Seilsicherungen. Man kann den Weg also auch gut mit Kindern ab ca. 10 Jahren gehen. Für sie wird das bestimmt ein besonderes Erlebnis. Neben dem Felsgrad fällt das Gelände nach Norden steil ab, so bietet sich ein herrlicher Blick Richtung Thanstein und Kulz.
      Nur noch wenige Gehminuten sind es von der Steinernen Wand zur Schwarzenburg am Gipfel des Schwarzwihr. Seit diesem Jahr ist die Kuppe um die Ruine herum ausgelichtet. Dadurch erscheint die Anlage viel beeindruckender und größer als vorher.
      Schon 1050 taucht ein „Heinricus de Swarcenburc“ in einem Dokument auf. Dann ist 1433 der böhmischen Besitzer Hintschik Pflug pfalzgräflicher Heerführer bei der Hussitenschlacht. Die letzten Besitzer waren die ebenfalls aus Böhmen stammenden Guttensteiner. Ihrem Letzten, dem „wilden Heinz“ sagt man zwei Dinge nach. Er soll als Raubritter Kaufleute überfallen haben, was den Schwäbischen Bund auf den Plan rief. Davon handelt auch das Freilichtschauspiel vom „Guttensteiner“ (z.Z. ausgesetzt). Er soll seine Festung sogar mit eigenen Kanonen beschossen haben, um festzustellen ob sie den neuen Feuerwaffen standhält. Weil dies nicht der Fall war, wurde sie von ihm aufgegeben und verfiel.
      Würde man ein kurzes Stück auf dem Jägersteig Richtung Bauhof gehen, käme man zur „Totentruhe“. Das ist ein markanter Stein, der wegen seiner Form so genannt wird.
      Ich entscheide mich beim Rückweg aber für den Fußpfad, den es zu meiner Kindheit zwischen dem Schellhof und der Burg gab. Nur ein kurzes Stück bei der Ruine ist noch erkennbar, anschließend ist er verwachsen. Ich muss quer durch den Wald den Hang hinunter, damit ich zu meinem Rad im Gebüsch komme.
      Anmerkung: Mein Navi habe ich so eingestellt, dass es erst ab 3 km/h Wegepunkte aufzeichnet. Da ich über die Steinerne Wand und zum Schellhof hinunter langsamer unterwegs war, ist der aufgezeichnete GPS-Track dort ungenau.

      • 11. November 2019

  4. Nikolaus war Fahrrad fahren.

    3. November 2019

    1. Nikolaus

      Auf der Suche nach dem Burgstall AltenschlossArmin Stroh beschreibt in seinem Werk von 1975: „Die vor- und frühgeschichtlichen Geländedenkmäler der Oberpfalz“, den Burgstall Altenschloss. Auch das Bayerische Landesamt für Denkmalpflege führt in der Liste für Neunburg vorm Wald die längst abgegangene Anlage als Bodendenkmal auf. Die Stelle ist mit der Nummer D-3-6640-0013 als mittelalterlicher Burgstall "Altenschloss" bezeichnet. Ich als Einheimischer habe bisher nichts von dem Burgstall, nur wenige hundert Meter nordöstlich der ehemaligen „Pfalzgraf Johann Kaserne“ in Neunburg vorm Wald, gehört oder gelesen. Mit den bei Wikipedia gefunden Koordinaten 49° 20′ 57,8″ N, 12° 20′ 44″ mache ich mich auf die Suche nach der Stelle und finde sie im „Pfarrholz“ der Katzdorfer Flur.
      Ohne Hintergrundwissen käme ich bei der Begutachtung des Geländes nicht auf den Gedanken, dass es hier früher eine Burganlage gegeben haben könnte. Jetzt da ich weiß, wonach ich Ausschau halten muss, erkenne ich eine relativ ebene ca. 1000 qm trapezförmige Fläche, die sich nach Osten verjüngt. Bei ihr könnte es sich um das Innere der ehemaligen Anlage gehandelt haben. Nach Süden und Westen hin fällt das Gelände steil ab und nach Norden begrenzt es ein bis zu 3 m tiefer Graben, wohl der ehemalige Burggraben. Der Zugang zur Anlage dürfte an der schmalen Ostseite gelegen haben.
      An der Oberfläche im Waldboden sind keine Reste der Fundamente mehr zu erkennen. Das sagt aber nicht viel. Man weiß ja, dass die Mauern verlassener Ruinen gerne als Baumaterial für neue Gebäude abgetragen wurden.
      Was nicht zu einer frühmittelalterlichen Höhen- oder Spornburg passt ist die Bezeichnung: „Burgstall Altenschloss“. Gut denkbar aber, dass die Anlage der frühere Wohnsitz derer von Katzdorf war. Sie tauchen um ca. 1300 erstmalig in verschiedenen Urkunden auf. Bald darauf ist in Dokumenten auch ein Hinweis auf eine Veste Katzdorf zu finden. Irgendwann danach haben sich diese einfachen Katzdorfer Landadeligen wohl in Pettendorf ihr „neues Schloss“ errichtet und den alten Familiensitz im Pfarrholz aufgegeben. So würde sich der Name Altenschloss für den Burgstall erklären.Schloss Katzdorf
      Das kleine schlossartige Gebäude geht im Kern auf das 17. Jahrhundert zurück. Es war einst ein von einer Teichanlage umgebener, schlichter vierstöckiger Bau, der nicht in Katzdorf sondern in Pettendorf steht. Vermutlich seit einem Brand Anfang des 20. Jahrhunderts ist das obere Stockwerk abgetragen. An der Ostseite befindet sich ein mit Granit eingefasstes Eingangsportal und an der Nordseite ein kleiner Erker. Das Gebäude ist eher unscheinbar und ist heute als Wohnhaus in Privatbesitz.

      • 4. November 2019

  5. Nikolaus war Fahrrad fahren.

    26. Oktober 2019

    02:55
    61,3 km
    21,0 km/h
    340 m
    350 m
    rudiradler, Rombea und 6 anderen gefällt das.
    1. Nikolaus

      Gemütlich zum Murner See und nach SchwarzenfeldWenn sich der Morgennebel gegen Mittag verzogen hat zaubern Sonne, dunstige Luft und bunte Blätter eine wunderbare Stimmung in die herbstliche Landschaft. Darin liegt der besondere Reiz am Radfahren in dieser Jahreszeit.
      Schade, dass ich den Gepäckträgerkorb zu Hause ließ. Im Bodenwöhrer Forst stehen nämlich viele prächtige Pilze am Wegesrand. Ein paar Stein- und Birkenpilze, viele Butterschwammerl, hauptsächlich aber Sandröhrlinge (ein recht schmackhafter Soßenpilz, der sich besonders gut zum Trocknen eignet). Sie betteln geradezu darum mitgenommen zu werden.
      Zwischen Stocksried und Bodenwöhr komme ich am Dr. Hundhammer-Felsen vorbei. Was hat es damit auf sich? Der bärtige stockkonservative Oberbayer Alois Hundhammer hat sich doch während seiner politischen Laufbahn kaum um Ostbayern gekümmert. Wieso also der Gedenkstein? Spötter behaupten, bauernschlaue Oberpfälzer hätten dieses „Denkmal“ nur deshalb errichtet, um den damaligen Minister zur Enthüllung wenigstens einmal in unsere Heimat zu locken. Tatsächlicher Grund seines Besuches dürfte aber die Flurbereinigung im Altlandkreis Neunburg gewesen sein.
      Im Naabtal bei Schwarzenfeld hat sich der zähe Nebel den ganzen Tag gehalten. Da ist es gleich 10 Grad frischer und es herrscht schon am Nachmittag Abendstimmung.
      Auf dem Weg zur Ortschaft Schwarzach fahre ich über die Anhöhe auf der Straße Wölsendorf – Oberwarnbach. Von da oben hat man einen guten Blick auf die in Schleifen dahin mäandernde Schwarzach.

      • 27. Oktober 2019

  6. Nikolaus war Fahrrad fahren.

    20. Oktober 2019

    04:45
    98,6 km
    20,8 km/h
    1 300 m
    1 310 m
    rudiradler, Rombea und 9 anderen gefällt das.
    1. Nikolaus

      Zum Starý Herštejn11 km nord-nord-westlich vom 1042 Meter hohen Čerchov, dem König des Oberpfälzer Waldes, ragt eine weithin sichtbare markante Bergkuppe aus der hügeligen Landschaft des Oberpfälzer Waldes, der hier auf tschechischem Staatsgebiet Český les heißt. Es ist der 786 Meter hohe Starý Herštejn. Solange in den umliegenden Dörfern und Weilern noch überwiegend deutschsprachige Bevölkerung lebte, also bis etwa 1946, kannte man eher seinen deutschen Namen, Hirschstein.
      Oben am Gipfel thront die kleine Burgruine Starý Herštejn. Heute sieht man nur noch Reste der Schutzmauer, des Grabens und den halb verfallenen Bergfried auf dem Felssporn.
      Der Sage nach hat sie um ca. 800 ein Ritter gegründet. Auf der Suche nach seiner verschollenen Gattin Elsa traf er eine weiße Hirschkuh, von welcher seine Frau genährt worden war. In der Nähe dieser Stelle soll er die Burg Hirschstein errichtet haben, und der eigentliche Ort des Wiedersehens sei der Nachbarhügel gewesenen, der daher den Namen Liesaberg (Lysá hora) trägt.
      Die ehemalige Königsburg wurde urkundlich erstmals 1272 erwähnt. Ab 1328 wechselte die Burg mehrfach ihren Besitzer. Erst der Pfalzgraf bei Rhein, dann der böhmische König Johann von Luxemburg, danach ein Prager Bischof, später die von Ronsperg. Da einer der Ronspergs zu einem berüchtigten Raubritter wurde, ließ König Vladislav II. die Anlage zerstören, während sich der Bösewicht nach Flossenbürg absetzen konnte. So uneinnehmbar, wie man vermutet, war die Anlage nicht. 1421 eroberten Hussiten die Höhenburg und plünderten sie. Damals war der Prager Bischof der Geschädigte.
      Seit 1968 gehören der Gipfel und seine Umgebung zum Naturschutzgebiet Starý Hirštejn. Da es nicht mit Auto oder Rad erreichbar ist, bleibt nur der beschwerliche Fußmarsch zu ihm und zur Ruine hinauf. So konnte sich die Natur relativ ungestört erhalten und bietet Lebensraum für seltene Tiere und Pflanzen.
      Von der Burgruine am Hirschstein bietet sich ein wunderbares Panorama. Von keinem anderen Gipfel des Oberpfälzer Waldes hat man eine so schöne Aussicht. Nach Norden hin verhindert zäher Herbstnebel heute einen Blick in die Niederungen. Nur der Horchturm auf den Velký Zvon ragt heraus. Allein der phantastische Rundblick lohnt schon den ca. 1,5 km langen Fußmarsch auf dem mit Wurzeln und Steinen übersäten Wanderpfad, für den man schon passendes Schuhwerk braucht.
      Meine neuen Radschuhe mit dem Vibram-Bergschuhprofil habe ich mir erst vor Kurzem genau für solche Anlässe zugelegt. Test bestanden!
      Zum Wanderparkplatz am höchsten Punkt der Straße 19514, Nemanice – Pivon, wo der Wandersteig zum Hirschstein beginnt, machen wir einen kleinen Umweg. Nach dem Grenzübergang Lískowá fahren wir zunächst die S178 hinauf nach Capartice und biegen dort links auf den geteerten Forstweg ab. Er führt gut 12 km durch einen menschenleeren herrlichen Mischwald mit viel Buchenbestand, fast wie im Steigerwald oder Spessart. Jetzt im Herbst bieten die fallenden Blätter ein herrliches Farbenspiel, dazu der wunderbare Weg! Radlerherz was willst du mehr?
      Wir stellen unsere Räder in den Wald und machen uns zu Fuß auf den Weg zur Burg. 1 ½ Stunden nach den ersten Schritten sind wir wieder zurück bei unseren Rädern und genießen anschließend die Abfahrt hinunter zum Waldmünchner Grenzübergang. Auf dem Heimweg noch eine Tasse Kaffee bei der Verwandtschaft in Biberbach und anschließend noch eine Stunde strampeln, schon ist die wieder ein schöner Radtag zu Ende.

      • 21. Oktober 2019

  7. Nikolaus war Fahrrad fahren.

    22. September 2019

    04:27
    84,3 km
    18,9 km/h
    1 100 m
    1 090 m
    rudiradler, Rombea und 6 anderen gefällt das.
    1. Nikolaus

      Zum Hohen BogenDer erste Abschnitt unserer Tour zum Hohen Bogen ist bis Grafenwiesen ein wunderbarer autofreier asphaltierter Flussradweg entlang des Regens. Eine ideale ebene Strecke für kleine Touren von betagten Senioren oder Familien mit Kindern.
      Die spätgotische Kirche in Chammünster verdient deshalb Erwähnung, weil an dieser Stelle schon 739 das erste Kloster im „Nordwald“ entstand. Als „cella apud chambe“ war sie die Urkirche des oberen Bayrischen Waldes.
      Nach dem Blaibacher See machen wir einen kleinen Abstecher zur Wallfahrtskirche Weißer Regen hinauf, anschließend geht es den Kreuzweg hinunter nach Bad Kötzting. Im Kurpark sitzen schon viele Besucher beim Pavillon in der Sonne und warten auf den Beginn des Sonntagskonzerts.
      Bei Grafenwiesen verlassen wir den autofreien Radweg und wechseln direkt auf die Staatsstraße über Rimbach nach Madersdorf. Dort biegen wir auf die Zufahrtstraße zum Hohen Bogen ab, die bis zu den Türmen am Gipfel geteert ist. Auf den 8 km kommen knapp 600 Höhenmeter. Dreimal beträgt die Steigung kurz sogar über 20%. Gut, dass wir Senioren uns vom E-Bikemotor helfen lassen können. Bis zum großen Parkplatz bei der Diensthütte sind zahlreiche Autos unterwegs. Viele Familien nutzen nämlich den schönen Herbsttag für eine Wanderung am Hohen Bogen.
      Die ehemaligen Nato-Horchtürme am Gipfel sind von Ausfüglern umlagert. Wenig westlich davon bietet sich vom Eckstein ein wunderbarer Blick nach Norden, über Neukirchen und Eschelkam hinweg ins Böhmische.
      Bis zur Bergstation des Sesselliftes führt ein breiter Wander- und Fahrweg. Die Sitzplätze im großen Gasthaus am Ahornriegel sind fast alle besetzt, daher halten wir uns nicht lange auf und fahren auf dem Baierweg zum Berggasthaus Schönblick. Den Baierweg kennen Skifahrer als den Ziehweg zum Schönblick. Steil geht’s auf dem Pfad hinunter, viele Wanderer sind unterwegs, also tun wir gerne ein wenig langsamer. In der Sonne auf der Terrasse genießen wir die Mittagspause, während uns kalter Wind um die Ohren bläst.
      Vom Schönblick hinüber zur Skipiste führt ein kurzer Waldweg mit grobem Belag. Wir wollen den Skihang offroad zur Sommerrodelbahn hinunter. Das ist schwieriger als gedacht. Hier am Nordhang ist das Gras am steilen Hang feucht und schmierig. Schlecht für unsere Trekkingräder. Das Hinterrad blockiert beim Bremsen ständig und rutscht seitlich weg. Wegen der hohen Sturzgefahr schiebe ich vorsichtshalber. So bin ich auch kaum langsamer, aber sicherer als mein Bruder, unterwegs. Er bleibt im Sattel und meistert die riskante Abfahrt über die Skipiste tatsächlich sturzfrei.
      Ab der Talstation haben wir wieder Asphalt unter den Rädern und kommen dank Rückenwind recht flott voran. In Neukirchen hl. Blut halten wir an der Wallfahrtskirche Maria Geburt. Sie ist schon seit 550 Jahren Ziel vieler Wallfahrergruppen.
      Anschließend schauen wir in Stachesried in den Kunstpavillon, in dem abwechseln Bilder verschiedener Künstler ausgestellt werden. Ida Aschenbrenner und ein Eschelkamer Zahnarzt haben ihn vor vielen Jahren errichten lassen. Den beiden sind auch die Kunstwerke auf der Leminger Höhe bei Eschelkam zu verdanken, die wir uns als nächstes anschauen.
      Zurück zum Ausgangspunkt Cham fahren wir am Drachensee vorbei. Seit 10 Jahren ist der Hochwasserspeicher an der Champ bei Furth im Wald in Betrieb. Um ihn herum sind die Fußwege und Strände recht schön angelegt. Von Furth im Wald nach Cham gibt es mit dem Champtal Radweg wieder eine schöne Fahrradstrecke.

      • 23. September 2019

  8. moierbou und Nikolaus waren Fahrrad fahren.

    22. September 2019

    04:20
    84,8 km
    19,6 km/h
    1 080 m
    1 090 m
    rudiradler, Sepp Meier und 5 anderen gefällt das.
    1. Nikolaus

      Zum Hohen BogenDer erste Abschnitt unserer Tour zum Hohen Bogen ist bis Grafenwiesen ein wunderbarer autofreier asphaltierter Flussradweg entlang des Regens. Eine ideale ebene Strecke für kleine Touren von betagten Senioren oder Familien mit Kindern.
      Die spätgotische Kirche in Chammünster verdient deshalb Erwähnung, weil an dieser Stelle schon 739 das erste Kloster im „Nordwald“ entstand. Als „cella apud chambe“ war sie die Urkirche des oberen Bayrischen Waldes.
      Nach dem Blaibacher See machen wir einen kleinen Abstecher zur Wallfahrtskirche Weißer Regen hinauf, anschließend geht es den Kreuzweg hinunter nach Bad Kötzting. Im Kurpark sitzen schon viele Besucher beim Pavillon in der Sonne und warten auf den Beginn des Sonntagskonzerts.
      Bei Grafenwiesen verlassen wir den autofreien Radweg und wechseln direkt auf die Staatsstraße über Rimbach nach Madersdorf. Dort biegen wir auf die Zufahrtstraße zum Hohen Bogen ab, die bis zu den Türmen am Gipfel geteert ist. Auf den 8 km kommen knapp 600 Höhenmeter. Dreimal beträgt die Steigung kurz sogar über 20%. Gut, dass wir Senioren uns vom E-Bikemotor helfen lassen können. Bis zum großen Parkplatz bei der Diensthütte sind zahlreiche Autos unterwegs. Viele Familien nutzen nämlich den schönen Herbsttag für eine Wanderung am Hohen Bogen.
      Die ehemaligen Nato-Horchtürme am Gipfel sind von Ausfüglern umlagert. Wenig westlich davon bietet sich vom Eckstein ein wunderbarer Blick nach Norden, über Neukirchen und Eschelkam hinweg ins Böhmische.
      Bis zur Bergstation des Sesselliftes führt ein breiter Wander- und Fahrweg. Die Sitzplätze im großen Gasthaus am Ahornriegel sind fast alle besetzt, daher halten wir uns nicht lange auf und fahren auf dem Baierweg zum Berggasthaus Schönblick. Den Baierweg kennen Skifahrer als den Ziehweg zum Schönblick. Steil geht’s auf dem Pfad hinunter, viele Wanderer sind unterwegs, also tun wir gerne ein wenig langsamer. In der Sonne auf der Terrasse genießen wir die Mittagspause, während uns kalter Wind um die Ohren bläst.
      Vom Schönblick hinüber zur Skipiste führt ein kurzer Waldweg mit grobem Belag. Wir wollen den Skihang offroad zur Sommerrodelbahn hinunter. Das ist schwieriger als gedacht. Hier am Nordhang ist das Gras am steilen Hang feucht und schmierig. Schlecht für unsere Trekkingräder. Das Hinterrad blockiert beim Bremsen ständig und rutscht seitlich weg. Wegen der hohen Sturzgefahr schiebe ich vorsichtshalber. So bin ich auch kaum langsamer, aber sicherer als mein Bruder, unterwegs. Er bleibt im Sattel und meistert die riskante Abfahrt über die Skipiste tatsächlich sturzfrei.
      Ab der Talstation haben wir wieder Asphalt unter den Rädern und kommen dank Rückenwind recht flott voran. In Neukirchen hl. Blut halten wir an der Wallfahrtskirche Maria Geburt. Sie ist schon seit 550 Jahren Ziel vieler Wallfahrergruppen.
      Anschließend schauen wir in Stachesried in den Kunstpavillon, in dem abwechseln Bilder verschiedener Künstler ausgestellt werden. Ida Aschenbrenner und ein Eschelkamer Zahnarzt haben ihn vor vielen Jahren errichten lassen. Den beiden sind auch die Kunstwerke auf der Leminger Höhe bei Eschelkam zu verdanken, die wir uns als nächstes anschauen.
      Zurück zum Ausgangspunkt Cham fahren wir am Drachensee vorbei. Seit 10 Jahren ist der Hochwasserspeicher an der Champ bei Furth im Wald in Betrieb. Um ihn herum sind die Fußwege und Strände recht schön angelegt. Von Furth im Wald nach Cham gibt es mit dem Champtal Radweg wieder eine schöne Fahrradstrecke.

      • 23. September 2019

  9. Nikolaus war Fahrrad fahren.

    15. September 2019

    04:45
    101 km
    21,2 km/h
    630 m
    600 m
    rudiradler, Claus und 5 anderen gefällt das.
    1. Nikolaus

      Bibelried – Nürnberg
      Morgenstund´ hat Gold im Mund. Dem Motto folgend bin ich bei meinen Radtouren gerne schon früh unterwegs. Da freue ich mich, dass es schon ab 6:30 Uhr Frühstück gibt. Noch vor 8:00 Uhr bin ich unterwegs. Direkt auf der noch leeren B8 sause ich die 7 km nach Kitzingen. Schon von weitem sehe ich den Falterturm, der wegen seines krummen Helms ein Wahrzeichen der Stadt wurde. Er war Teil der äußeren Stadtbefestigung und entstand in 15. Jahrhundert.
      So früh am Sonntagmorgen könnte man die Bundesstraße 8 gefahrlos bis Neustadt a. d. Eisch nehmen. Ich wechsle aber auf das gut ausgebaute fränkische Radwegnetz und radle ostwärts.
      Die fränkischen Radwege verdienen allerhöchstes Lob. Dort wo sie nicht ausschließlich den Radlern und Spaziergängern vorbehalten sind, führen sie über Landwirtschaftswege, durch beschauliche Dörfer und Marktflecke mit schönen historischen Ortskernen, in denen man wunderbare Fachwerkhäuser und Sandsteinarchitektur bestaunen kann. Und anders als bei uns in der Oberpfalz hat man hier auf den Radwegen immer Asphalt unter den Reifen. Schade, dass ich ohne Karte unterwegs bin. Vielleicht hätte ich sonst mit kleinen Umwegen noch viele weitere Sehenswürdigkeiten zu Gesicht bekommen. Ich bin aber auch so von den vielen malerischen Orten schwer beeindruckt.
      Wenige Kilometer nach Kitzingen halte ich in Mainbernheim. Neben dem typisch fränkischen Ortskern gibt es hier mit dem denkmalgeschützten Arkadenfriedhof, eine wenig bekannte Touristenattraktion.
      Sehr gut gefällt mir Iphofen, wo der weltbekannte Trockenbauspezialist Knauf seinen Stammsitz hat. Neben dem Ortskern, mit schönen Bürgerhäusern und Kirchen, präsentiert die Kleinstadt den Besuchern eine vollständig erhaltene Stadtmauer mit 4 interessanten Tortürmen.
      Bald danach kommt Markt Einersheim. Da hängt am Marktplatz ein Protestplakat. Das Pfarrhaus sollte neu gebaut werden. Beim Erdaushub stieß man auf einen alten Friedhof. Seit Jahren werden die Funde vom Denkmalamt in München untersucht. Die Entscheidung ob gebaut werden darf oder weitere Ausgrabungen folgen, zieht sich hin. Dem Pfarrer platzte ob des fehlenden Pfarrhauses jetzt die Hutschnur, daher macht er auf diese Weise auf den Missstand aufmerksam.
      In vielen Orten sehe ich alte Schöpfbrunnen, schöne Kirchen oder gut erhaltene Tortürme und immer wieder Reste von Stadtmauern.
      Neustadt lasse ich rechts liegen und fahre die Eisch abwärts Richtung Höchstadt. In Gerhardshofen biege ich auf die Staatsstraße ab, da ich nach Weisendorf möchte. Von dort fahre ich über Herzogenaurach nach Fürth, da ich von dort über die Pegnitzauen autofrei und ohne Ampelanlagen fahren kann.
      Mag sein, dass die Nürnberger gerne auf ihre Nachbarstadt verächtlich hinunterblicken, ich finde aber den alten Fürther Stadtkern besonders liebens- und sehenswert.
      Noch ein paar Kilometer durch die Pegnitzauen und schon ist mein 4-tägiger Radausflug in Nürnberg zu Ende.

      • 21. September 2019

  10. Nikolaus war Fahrrad fahren.

    14. September 2019

    05:40
    101 km
    17,9 km/h
    1 100 m
    940 m
    Steffen, Schiggi und 12 anderen gefällt das.
    1. Nikolaus

      Stockstadt am Main - BibelriedHeute und Morgen geht es mit dem Rad zurück nach Nürnberg. Die Suche nach einem Quartier für die Zwischenübernachtung gestaltet sich schwierig. Ich google vor der Abfahrt über eine Stunde und finde endlich in Bibelried ein Zimmer.
      Durch den Landschaftspark Schönbusch, der zu den schönsten Bayern gehört, fahre ich nach Aschaffenburg. Will man sich in Aschaffenburg umschauen ist das Schloss Johannisburg ein „muss“, aber auch beim Pompejanum sollte man vorbeischauen.
      Ich radle durch die fahrradfreundliche Stadt, weil ich nach Marktheidenfeld möchte. Dorthin gibt es quer durch den Spessart keinen brauchbaren Radweg. Man muss sich für eine der verschiedenen Staatsstraßen entscheiden. Wenig Verkehr hat es wohl auf der St 2312, die ich nehme. Über Haibach fahre ich nach Hessenthal. Von hier führt die Straße durch die Buchenwälder des Mittelgebirges, südlich an der Autobahnraststätte Spessart vorbei, zum Scheitelpunkt auf 565 Meter. Ab Aschaffenburg hat man auf diesen 25 Kilometern etwa 700 Höhenmeter zu überwinden. Vor Jahren, noch ohne E-Bike kam man da schon ins Schwitzen, wenngleich die Steigungen immer sehr moderat sind und nur maximal 6% haben. Mit meinem Sauserl ist die Fahrt gegenüber früher ein wahres Vergnügen.
      Wo es hinauf geht, geht es anschließend auch wieder hinunter. So kommt bis Marktheidenfeld auf 16 km ein leichtes gleichmäßiges Gefälle.
      Die wohl im 8. Jahrhundert gegründete Stadt Heidenfeld trägt schon seit dem ausgehenden Mittelalter die Bezeichnung „Markt…“ um sich vom Kloster Heidenfeld bei Schweinfurt zu unterscheiden. Die Altstadt ist bei Radtouristen auf dem Mainradweg oder dem Fränkischen Rad-Achter in den Sommermonaten recht beliebt. Auch ich gönne mir am sonnigen Marktplatz eine ausführliche Kaffeepause.
      Auf einem Radwegehinweisschild an Stadtrand lese ich: Würzburg 34 km. Ich vertraue darauf, missachte meine Navigation, folge den Schildern und fahre die Radwege. Es ist keine schlechte Entscheidung! Fast immer ist man „autofrei“ auf asphaltierten Wegen unterwegs. Erst kurz vor Würzburg kommt ein kurzes Stück mit perfektem Naturbelag. Er endet in einer Neubausiedlung, wo es ohne Beschilderung hin und her geht. Da kommen mir Zweifel, daher erkundige ich mich. Hätte es nicht gebraucht, denn schon 500 Meter weiter öffnet sich ein herrlicher Blick auf die Festung Marienberg und das dahinterliegende Würzburg.
      Ich fahre zur der Bergzunge mit der Festung. Da stehe ich in der Anlage inmitten hunderter Besucher, die sich meist in Gruppen um Fremdenführer scharen. Fast 500 Jahre hatten die Würzburger Fürstbischöfe hier ihren Sitz, bis sich der besonders prunksüchtige J.P.F von Schönborn von Baltasar Neumann die Residenz in der Stadt bauen ließ.
      Die Alte Mainbrücke ist ein Wahrzeichen der Stadt. Das im 12. Jahrhundert begonnene Bauwerk war bis 1886 Würzburgs einziger Flussübergang. Seit den 18. Jahrhundert zieren sie ihre stadtbildprägenden Steinfiguren. Seit Jahren nutzen sie nur noch Fußgänger und Radfahrer. Heute ist mit dem Rad kaum ein Hinüberkommen, so viele Menschen stehen oder sitzen herum.
      Beim Blick von der Brücke zum Kiliansdom sieht man auf der weitläufigen Domstraße nur Menschenmassen. Kein Durchkommen mit dem Fahrrad! Dieses Wochenende ist Stadt- und Musikfest in Würzburg. Für mich kein guter Tag, um die vielen Sehenswürdigkeiten der alten Bischofstadt anzuschauen. Gut das ich sie schon recht gut kenne.

      • 21. September 2019

Über Nikolaus

2016 auf ein Trekking-E-Bike umgestiegen! Seither genieße ich auch lange Anstiege .

Nikolaus Touren Statistik

Distanz6 377 km
Zeit383:30 Std