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Nikolaus

Über Nikolaus

2016 auf ein Trekking-E-Bike umgestiegen! Seither genieße ich auch lange Anstiege .

Distanz

10 554 km

Zeit in Bewegung

630:12 Std

Letzte Aktivitäten
  1. Nikolaus war Fahrrad fahren.

    30. März 2021

    02:27
    54,6 km
    22,3 km/h
    530 m
    530 m
    Markus D, Sepp Meier und 5 anderen gefällt das.
  2. Nikolaus war Fahrrad fahren.

    14. September 2020

    05:16
    103 km
    19,5 km/h
    1 610 m
    1 650 m
    Scherbula, Daradla und 4 anderen gefällt das.
    1. Nikolaus

      Bayerisch-Böhmische Wallfahrtsorte (3. Tag)Gestern, am Heiligen Berg haben wir – mehr im Spaß – darüber nachgedacht, ob es helfen könnte, wenn wir um Rückenwind für den 3. Tag bitten. Siehe da, tatsächlich haben wir vom Start weg Ostwind, der im laufe des Tages intensiver wird und kräftig anschiebt. Bis Klatovy (Klattau) fahren wir hauptsächlich ruhige Nebenstraßen. Immer wieder entdecken wir auch in kleinen Orten viele barocke Statuen, unter denen meist auch der Hl. Nepomuk zu finden ist. Bei einigen Ortskirchen ist die Fassade bereits restauriert. Bei anderen arbeitet man an den Innenräumen. Es gibt aber auch noch Gotteshäuser, bei denen noch viel getan werden muss, damit sie in neuem Glanz erstrahlen. Auf halber Strecke kommen wir durch Nepomuk. Die ungewöhnliche, da dreischiffige St. Jakobuskirche steht am Pschesanitzer Platz. Der barocke Glockenturm stammt aus dem 18. Jh. Die Kirche des Hl. Johannes von Nepomuk (17. Jh.) steht an der Stelle eines Vorgängerbaus. Das Schloss Grünberg auf dem Berg Zelená betrachten wir nur aus der Ferne.Klattau:
      Mit mehr als 22.000 Ew. zählt die quirlige Stadt zu den größeren Orten an der Westgrenze des Landes. Sie ist eine der Perlen des böhmischen Barocks. Der Schwarze Turm ist ihr Wahrzeichen. Vom Marktplatz aus erreicht man alle Sehenswürdigkeiten der Stadt in wenigen Schritten. Das wären z.B. die barocke Apotheke, das Jesuitenkloster oder die bekannten Katakomben mit mehr als 100 Mumien.
      Unsere letzten Ziele der 3-Tagestour
      Wir wollen zur Burgruine Rýzmberk bei Kdyně. Eine geeignete autofreie Alternative zur Straße 22 bietet sich leider nicht, so nehmen wir den vielen Verkehr in Kauf. In der Nähe der Burgruine schauen wir uns auch noch den Pavillon mit dem glockenförmigen Dach an. Was es damit auf sich hat, finden wir nicht heraus.
      Kurz vor dem Tourenende gibt es mit der St. Annakapelle am Tannaberg eine kleine Pilgerstätte des Chodenlandes. Das Gotteshaus ist leider wie viele andere verschlossen. So bleibt nur ein Blick durch die vergitterte Türe.Fazit: Wir waren knapp 300 km unterwegs und haben viele interessante Highlights entdeckt. Die Glaskunstwerke in der St. Guntherkirche von Dorá Voda, die Burgruine Raby und die Pracht des Wallfahrtsortes am Heiligen Berg reihen wir in die Sehenswürdigkeiten-Hitliste unserer Radtouren auf. Ohne E-Bikes wäre die Runde allerdings wegen ca. 4.700 Hm. recht anstrengend gewesen.

      • 17. September 2020

  3. Nikolaus war Fahrrad fahren.

    13. September 2020

    Scherbula, Sepp Meier und 3 anderen gefällt das.
    1. Nikolaus

      Bayerisch-Böhmische Wallfahrtsorte (2. Tag)Die heutige Etappe führt uns lange auf wunderbaren Radwegen entlang der Otava. In Čepice machen wir den ersten Fotostopp beim gläsernen Nepomuk auf der Brücke. Auch ihn hat die Künstlerin Vladěna Tesařová geschaffen, von der die Glaselemente in der Guntherkirche stammen. Kurz danach fahren wir einen Abstecher zur Burgruine Raby. Sie ist wegen ihrer Ausmaße das herausragende Highlight des Vormittags, das man sich nicht entgehen lassen sollte, wenn man in der Gegend unterwegs ist.Nochmal ein kleiner Abstecher zur Burgruine Prácheň mit der davorliegenden Friedhofkapelle, dann sind wir in Horažďovice. Die 5000 Ew. Stadt war wegen seines traditionellen Pferdemarktes bekannt.
      Anschließend wird es einsam. Wir fahren durchs typisch böhmisches Sandhügelland. Auf den 22 Kilometern kommen wir nur durch drei kleine Dörfer.
      Mittagspause machen wir wie die früheren Wallfahrer in Blatná. Während die gerne am Marktplatz pausierten, bevorzugen wir eine Gastwirtschaft vor dem See, weil man von dort einen schönen Blick auf das Wasserschloss Blatná hat. Zu ihm gehört ein weitläufiger englischer Landschaftspark mit Tiergehegen. Selbstverständlich schauen wir uns nach der Pause auch die Kirche Mariä Himmelfahrt und die Mariensäule am Markt an. Březnice war im letzten Jahrhundert noch recht ultraquistisch geprägt. Eine gemäßigte Richtung der Hussiten die das Abendmahl in beiderlei Gestalt - Brot und Wein – nahmen. Das Städtchen bietet als Sehenswürdigkeiten die Kirche St. Franziskus und Ignatius, Schloss Březnice und die Synagoge am Ende der Judengasse. Bis zum Heiligen Berg nehmen wir auf den letzten 20 km den traditionellen Pilgerweg. Im Abstand von 15 Gehminuten gab es hier früher 15 hohe gemauerte Marterl. Sie zeigten den Pilgern, dass man mit jedem Schritt dem Heiligtum näherkommt. Drei dieser Monumente sind leider zerstört, aber die übrigen hat man vorbildlich restauriert.
      Bald schon sehen wir das Kloster Svatá Hora auf Bergrücken unmittelbar über der Altstadt von Přibram.
      Svatá Hora der heilige Berg der Tschechen
      Wer zu Fuß von der Altstadt zur Marienwallfahrtskirche hinauf möchte, kann über die Svatohorské schody hinaufsteigen. Das ist ein geradliniger Fußweg mit 345 Stufen von der Altstadt hoch zum heiligen Berg. Das allein wäre noch kein Highlight! Aber dieser Weg ist von unten bis oben vollständig überdacht! Der Zugang zur Treppe ist allerdings recht unscheinbar und nicht leicht zu finden. Auf halben Weg nach oben könnte man dieses tunnelartige Gebäude verlassen und auf eine schöne Allee für Fußgänger abzweigen. Wir können uns diesen mühsamen Anstieg sparen. Mit der Turbostufe der E-Bikes sausen wir bequem die steile Straße hinauf.
      Oben auf dem großzügigen Vorplatz angekommen sind wir schon beim ersten Anblick des Komplexes überwältigt. Jesuiten machten aus der früheren Kapelle eine prachtvolle Residenz. Nach der Renovierung der Maria Himmelfahrtskirche erhob sie der Pabst 1905 zur Basilika Minor. Prunkstück der mit wunderbarem Stuck versehenen Kirche ist der Kaiseralter mit der 670 Jahre alten Gnadenstatue. Die Basilika auf der terrassenartigen Erhöhung umgibt ein Laubengang mit 9 offen liegenden und vier Eck-Kapellen. Wie der Laubengang sind auch sie mit reichlich aufwendigen Wandmalereien verziert.
      Das erste Wunder soll 1632 geschehen sein. Damit nahmen die Wallfahrten ihren Anfang. In den darauffolgenden Jahrhunderten wurde die Anhöhe zu einem der bedeutendsten Marienwallfahrtorte Europas. Selbst aus dem bayerischen Vilshofen sind Wallfahrer hierher gepilgert.
      Nach einer 40-jährigen Unterbrechung wurde das Heiligtum 1990 wiedereröffnet und wurde erneut ein Magnet, der nicht nur Gläubige aus vielen Ländern in seinen Bann zieht. Einer der Orte, die man in Tschechien gesehen haben sollte!
      Von Přibaram nach Rožmitál
      Am Marktplatz in Přibaram dominiert die Kirche St. Jakob mit seiner eigenwilligen Turmspitze. Die Blütezeit des Ortes begann im 17. Jh. mit dem einsetzenden Silber- und Bleibergbau. Bei den ehemaligen Bergwerken am Westrand der Stadt gibt es ein beachtliches Bergbaumuseum (Gebäude mit dem Aussichtsturm). Auf dem Areal B 'Anna-Schacht' könnte man untertagig mit der Grubenbahn über eine Strecke von 260 m im Prokop-Stollen einfahren.
      Auf den letzten 20 km des Tages kommen noch einmal 270 Hm, bevor wir nach Rožmitál hinunter sausen können.

      • 17. September 2020

  4. Nikolaus war Fahrrad fahren.

    12. September 2020

    Sepp Meier, Daradla und 4 anderen gefällt das.
    1. Nikolaus

      Bayerisch-Böhmische Wallfahrtsorte (1. Tag)Der heimatvertriebene begnadete Geschichtenerzähler Josef Pscheidl, alias Weber Sepp, aus Gutwasser (Dobrá Voda) schrieb in seinem 1966 erschienen Buch „Tief drin im Böhmerwald“ auf den ersten Seiten über Wallfahrten aus dem „Künischen Gebirge“ nach Neukirchen b. Hl. Blut und zum heiligen Berg der Böhmen in Přibram. Dabei war sein Geburtsort selbst das Ziel vieler Wallfahrergruppen, die sogar aus dem „Bayerischen“ oder dem Waldviertel kamen.
      Inspiriert durch Pscheidls Erzählungen widmen wir der böhmischen Pilgertradition eine dreitägige Radtour. Sie führt uns von Eschelkam aus durch die Wälder des Šumava über Dobrá Voda zum Svatá Hora in Přibram, einem der bekanntesten europäischen Marien-Wallfahrtsorte. Wir sind auf perfekt asphaltierten Radwegen unterwegs, sehen zahllose Kirchen und Kapellen, besuchen einige Burgruinen und begegnen vielerorts wunderbaren böhmischen Barock.
      Neukirchen b. Hl. Blut
      Noch auf bayerischen Boden gilt unsere Aufmerksamkeit dem Wallfahrtsort Neukirchen b. Hl. Blut.
      Schon lange bevor die Verehrung der Marienfigur einsetzte, soll es hierher Hostienwallfahrten gegeben haben. Eine Madonnenfigur aus Loučim, soll eine böhmische Frau im 15. Jh. in Neukirchen vor den Hussiten versteckt haben. Ein hussitischer Krieger und wollte sie mit seinem Säbel spalten. Aus der Kerbe am Marienkopf soll dabei Blut geflossen sein. Anfang des 17. Jh. sei es dann bei der nahen Quelle zu ersten Wunderheilungen gekommen. In den Kirchenmirakeln finden sich danach viele Gebetserhörungen. So begann der Wallfahrts-Hype. Aus bis zu 70 Orten kamen bald Pilgergruppen, fast die Hälfte davon aus dem Tschechischen. Kein Wunder, war die Marienfigur doch eine „Böhmische“. Damit man alle Pilger in Neukirchen auch sprachlich betreuen konnte, wurde bald das örtliche Franziskanerkloster auch mit tschechisch-sprechenden Patres besetzt.
      Pscheidl schreibt von einer Geschichte aus der NS-Zeit. Ein eifriger NS-Grenzer verhaftete 1938 eine Wallfahrergruppe aus Gutwasser nach dem Grenzübertritt bei Hinterhelmhof wegen illegaler Grenzverletzung. Mit gezogener Waffe führte er die Wallfahrer zur Inhaftierung nach Neukirchen. Die taten als „Gefangene“ was sie als Wallfahrer sowieso vorhatten: Betend und singend nach Neukirchen marschieren. Schließlich haben die Vorgesetzten den wichtigtuenden „Dipferlscheißer“ zurückgepfiffen, so durften die Tschechen nach dem Gottesdienst in der Kirche unbehelligt den Heimweg antreten.Durch die Wälder des Šumava
      Von Nírsko aus fahren wir über den Špicák, dann am Südhang des Panciř durch endlose Wälder. Ohne unsere E-Bikes wäre die 30 km lange Strecke wegen der gut 1000 Höhenmeter eine rechte Plackerei.
      Gutwasser (Dobrá Voda u Hartmanic)
      Pscheidl schreibt: In Gutwasser habe es früher nur arme Menschen, Bettler und solche, die gar nichts hatten gegeben. Gutwasser, einst ein größeres Dorf mit Kirche, Schule und drei Wirtshäusern, hat heute nur noch sieben Häuser. Es ist ein altehrwürdiger Wallfahrtsort mit der St.-Gunther-Kirche und dem Guntherbrunnen als Zentrum. Die heutige Kirche entstand Anfang des 18. Jh. und wurde 1754 erweitert. Hier treffen sich jetzt wieder Wallfahrer aus verschiedenen Ländern. Weltweit einzigartig ist der Glasaltar, den eine Prager Künstlerin 2001 für die Wallfahrtskirche geschaffen hat. Neben dem ehemaligen Pfarrhaus ist im Geburtshaus von Simon Adler (einem in Auschwitz umgekommenen Rabbiner) ein kleines Museum über das frühere Leben jüdischer Bewohner im Böhmerwald.
      Direkt vor der Kirche ist über der „Guntherquelle ein offener Pavillon errichtet. Der Glaube an die Heilkraft des Wassers hat sich bis in die heutigen Tage erhalten. Während unseres Aufenthaltes fahren einige Personen mit ihren Autos vor und füllen mitgebrachte Kanister mit dem Quellwasser.St. Gunther, „der Böhmerwaldheilige“
      Im Jahre 1040 verließ der Benediktinermönch Gunther im hohen Alter das von ihm gegründete und geleitete Kloster Rinchnach, um seinen Lebensabend als Einsiedler zu verbringen. Er errichtete seine Klause am „Stoariegl“ (heute Guntherfelsen) an einem alten Handelsweg (heute Gunthersteig) nahe der Siedlung „Bresnik“, wo er 1045 verstarb. Die Klause bewohnten später weitere Einsiedler. Der Volksmund erzählt, im 16. Jh. hätten Hirten unter einem Baum eine Guntherfigur gefunden. Mehrfach habe man sie in umliegende Kirchen gebracht, aber immer sei sie bald danach wieder unter dem Baum gewesen, sogar noch, nachdem sie in der Kirche von Maurenzen mit Kette und Schloss angehängt war. Aus dem Holz des Baumes habe man die erste Kapelle errichtet. Kommt uns die Legende nicht bekannt vor? Tatsache ist aber, dass eine Guntherfigur bis zum Ende des 2. Weltkriegs am Altar der Kirche in Gutwasser stand.
      Seit dem 14. Jahrhundert wurden einer Quelle unterhalb der Klause Heilkräfte für Mensch und Vieh durch Fürsprache Gunthers bei Gott zugeschrieben. Als erstes habe ein blindes Pferd, das man dort tränkte (nach anderen Aufzeichnungen eine Kuh) die Sehkraft wiederbekommen. So entstanden das Pilgerwesen und der Ort kam zu seinem Namen Gutwasser. Bald war er im halben Böhmer- und Bayernland bekannt. Prozessionen kamen z.B. aus Osterhofen, Straubing, Deggendorf und aus den Böhmischen Orten Taus, Welhartitz, Strakonitz oder Blatna.
      Entlang der Otava nach Sušice
      Weil es nach Gutwasser für 8 km nur bergab geht, rollen die Räder von selbst. Dann sind wir an der Otava. Bis Sušice führt ein wunderbarer Radweg (331 und 12) entlang des Flusses. Kurz noch ein Abstecher nach Hrådek, weil es da ein rekonstruiertes Barockschloss gibt, das ein Nobelhotel beherbergt, dann steuern wir die Anhöhe östlich von Sušice an. Hier oben steht die Schutzengelkapelle von Schüttenhofen, wie Sušice vor dem Krieg heiß.
      Schutzengelkapelle Schüttenhofen
      Die frühbarocke Kapelle hat der Kapuzinerorden 1682 – 83 auf dem Berg Stráž als Wallfahrtskirche gebaut. Die Messkapelle mit den vier kleinen Seitenkapellen ähnelt in der Architektur des Marienheiligtums auf dem Heiligen Berg in Přibram.
      Unschuldig des Raubmordes bezichtigt, saß einst ein Häftling im Kerker des Halsgerichts auf dem Berg Stráž. Der Legende nach sollen seine Gebete zu seinem Schutzengel erhört worden sein. In der Nacht vor der Hinrichtung habe der ihn befreit und am darauffolgenden Tag hätte sich der tatsächliche Täter dann auch noch freiwillig gestellt. Vom erretteten Taglöhner sei aus Dankbarkeit anschließend die erste Kapelle errichtet worden. Jährlich nach der Kornernte soll es vor dem 2. Weltkrieg viele Wallfahrten aus dem Böhmerwald zur Schutzengelkapelle gegeben haben. Heutzutage muss man durchs Schlüsselloch schauen, um einen Blick auf die Messkapelle zu erhaschen, da die Tore fast immer verschlossen sind.Spuren jüdischer Minderheit in vielen Orten Böhmens
      Juden sind heute in Tschechien eine unbedeutende Minderheit, aber wie das Simon Adlerhaus in Gutwasser zeigt, finden sich auch in keinen Orten Westböhmens häufig Spuren ihrer Vergangenheit. In Sušice sehen wir den recht gut erhaltenen jüdischen Friedhof und morgen werden wir uns in Březnice auch noch eine Synagoge ansehen.

      • 16. September 2020

  5. Scherbula und Nikolaus waren Fahrrad fahren.

    2. September 2020

    〽️ ToSo 〽️, Rolling Rudi und 8 anderen gefällt das.
    1. Nikolaus

      Die Wallfahrt von Stadlern nach BischofteinitzBald nachdem die weltpolitischen Ereignisse den Eisernen Vorhang hinweggefegt hatten, lebten alte Traditionen wieder auf. Tschechen kamen wieder zur „Stadlerner Kirwa“ und der alte Brauch einmal im Jahr von Stadlern zur St. Annakirche bei Bischofteinitz zu pilgern wurde wiederbelebt. Leider mussten beide Veranstaltungen in diesen Jahr coronabedingt ausfallen.
      Auf der Suche nach Informationen zur deutsch-tschechischen Wallfahrttradition habe ich den „Komootler Scherbula“ um Auskunft über die Wegstrecke der Stadlerner Pilgergruppe gebeten. Statt sie mir zu nennen hat er mich eingeladen, die Strecke zu radeln. So kam ich bei dieser Tour in den Genuss 1. eine neue Wegvariante nach Horšovský Týn und 2. die Pedalos - eine Stadlerner Fahrradgemeinschaft - kennenzulernen.
      Bevor es losging habe ich mir erst einmal die Kirche Maria Himmelfahrt in Stadlern angesehen. Sie entstand vermutlich um 1400. Ihre schwermütige barocke Innenausstattung entstand in der 1. Hälfte des 18. Jh. Vom Gnadenbild, der aus Ton gefertigten Madonna aus dem 15. bzw. 16. Jh. blieb nur der Kopf erhalten, der restliche Körper und das Jesuskind wurden in der Barockzeit geschnitzt. Die Wallfahrten nach Stadlern, jeweils am Frauentag (15. August) haben eine Jahrhunderte alte Tradition. Heutzutage gilt an Maria Himmelfahrt das Interesse zahlreicher Besucher mehr der „Kirwa“ als der Madonna.
      Auf der Pilgerroute Stadlern-Bischofteinitz kommen wir an einigen renovierungsbedürftigen Kirchen vorbei. Auch bei St. Anna nahe Bischofteinitz, dem traditionellen Ziel der Stadlerner Wallfahrt, gibt es gewaltigen Renovierungsbedarf. Ein großer Teil des Geldes, den ein Freundeskreis nach der samtenen Revolution gesammelt hatte, verschwand auf mysteriöse Weise. Der Rest reichte wenigstens das Kirchendach neu zu decken. Das Gotteshaus ist leider verschlossen, so bleibt uns nur ein Blick durchs Schlüsselloch.
      In den Kellergewölben der Kirche befindet sich die Grablege derer von Trautmannsdorff. Dieses bedeutende Adelsgeschlecht ist eng mit der Geschichte von Pivon, Ronsberg und Bischofteinitz verbunden.
      Der „Scherbula“ sei ihr „Navigator“, sagen die Stadlerner Radsportfreunde, allesamt in der goldenen 2. Lebenshälfte. Sitzen sie im Sattel, sind sie fit und recht flott unterwegs. Bei der Einkehr geht’s dagegen recht gesellig und gemütlich zu. Da sorgen humorvolle Beiträge für viel Gelächter.
      Von Smolov aus sind die „Pedalos“ über Rybník und Schwarzach zurück nach Stadlern geradelt.
      Ich habe mich dort ausgeklinkt, da ich noch aus verwandtschaftlichen Gründen über Tillyschanz nach Eslarn fahren wollte.
      Vielen Dank liebe Pedalos, dass ihr mich so freundlich aufgenommen habt. Es war eine schöne Tour mit euch. Ich hoffe ihr nehmt mich mal wieder mit bei einer Fahrt.

      • 3. September 2020

  6. Nikolaus war Fahrrad fahren.

    2. September 2020

    Tompet, Sepp Meier und 9 anderen gefällt das.
    1. Nikolaus

      Die Wallfahrt von Stadlern nach BischofteinitzBald nachdem die weltpolitischen Ereignisse den Eisernen Vorhang hinweggefegt hatten, lebten alte Traditionen wieder auf. Tschechen kamen wieder zur „Stadlerner Kirwa“ und der alte Brauch einmal im Jahr von Stadlern zur St. Annakirche bei Bischofteinitz zu pilgern wurde wiederbelebt. Leider mussten beide Veranstaltungen in diesen Jahr coronabedingt ausfallen.
      Auf der Suche nach Informationen zur deutsch-tschechischen Wallfahrttradition habe ich den „Komootler Scherbula“ um Auskunft über die Wegstrecke der Stadlerner Pilgergruppe gebeten. Statt sie mir zu nennen hat er mich eingeladen, die Strecke zu radeln. So kam ich bei dieser Tour in den Genuss 1. eine neue Wegvariante nach Horšovský Týn und 2. die Pedalos - eine Stadlerner Fahrradgemeinschaft - kennenzulernen.
      Bevor es losging habe ich mir erst einmal die Kirche Maria Himmelfahrt in Stadlern angesehen. Sie entstand vermutlich um 1400. Ihre schwermütige barocke Innenausstattung entstand in der 1. Hälfte des 18. Jh. Vom Gnadenbild, der aus Ton gefertigten Madonna aus dem 15. bzw. 16. Jh. blieb nur der Kopf erhalten, der restliche Körper und das Jesuskind wurden in der Barockzeit geschnitzt. Die Wallfahrten nach Stadlern, jeweils am Frauentag (15. August) haben eine Jahrhunderte alte Tradition. Heutzutage gilt an Maria Himmelfahrt das Interesse zahlreicher Besucher mehr der „Kirwa“ als der Madonna.Auf der Pilgerroute Stadlern-Bischofteinitz kommen wir an einigen renovierungsbedürftigen Kirchen vorbei. Auch bei St. Anna nahe Bischofteinitz, dem traditionellen Ziel der Stadlerner Wallfahrt, gibt es gewaltigen Renovierungsbedarf. Ein großer Teil des Geldes, den ein Freundeskreis nach der samtenen Revolution gesammelt hatte, verschwand auf mysteriöse Weise. Der Rest reichte wenigstens das Kirchendach neu zu decken. Das Gotteshaus ist leider verschlossen, so bleibt uns nur ein Blick durchs Schlüsselloch.
      In den Kellergewölben der Kirche befindet sich die Grablege derer von Trautmannsdorff. Dieses bedeutende Adelsgeschlecht ist eng mit der Geschichte von Pivon, Romsberg und Bischofteinitz verbunden.
      Der „Scherbula“ sei ihr „Navigator“, sagen die Stadlerner Radsportfreunde, allesamt in der goldenen 2. Lebenshälfte. Sitzen sie im Sattel, sind sie fit und recht flott unterwegs. Bei der Einkehr geht’s dagegen recht gesellig und gemütlich zu. Da sorgen humorvolle Beiträge für viel Gelächter.
      Von Smolov aus sind die „Pedalos“ über Rybník und Schwarzach zurück nach Stadlern geradelt. Ich habe mich dort ausgeklinkt, da ich noch aus verwandtschaftlichen Gründen über Tillyschanz nach Eslarn fahren wollte.
      Vielen Dank liebe Pedalos, dass ihr mich so freundlich aufgenommen habt. Es war eine schöne Tour mit euch. Ich hoffe ihr nehmt mich mal wieder mit bei einer Fahrt.

      • 3. September 2020

  7. Nikolaus war Fahrrad fahren.

    25. August 2020

    04:44
    111 km
    23,6 km/h
    1 030 m
    1 020 m
    Dieter, Bernd und 8 anderen gefällt das.
    1. Nikolaus

      Vor einigen Wochen bin ich an einer geschlossenen Bahnschranke bei Wernberg lange gestanden bis ich im Gebüsch die Sprechstelle entdeckte. Drückt man den Hebel, kann man per Fernruf das Öffnen der Schranke anfordern. Hat man die gegenüberliegende Seite erreicht sollte man sich an der dortigen Sprechstelle melden, damit die Schranke wieder geschlossen werden kann.
      Bei Regensdorf gibt es auch so eine Schranke. Heute wusste ich wie es geht. Diesmal musste ich aber lange auf den Güterzug warten, der unterwegs war.

      • 26. August 2020

  8. Nikolaus war Fahrrad fahren.

    23. August 2020

    03:07
    66,7 km
    21,4 km/h
    870 m
    870 m
    Sigge🚌💨, Rolling Rudi und 9 anderen gefällt das.
    1. Nikolaus

      Altes und NeuesNeunburg vorm Wald:
      Der Kalvarienberg, 200m westlich des Fußballplatzes, ist ein beschaulicher Ort. Droben steht seit 1699 die Dreifaltigkeitskapelle. Sie hat ein Neunburger Kaufmann aus Dankbarkeit errichten lassen, nachdem er und seine Frau die Pest Ende des 17. Jh. gesund überstanden hatten. Auf halber Höhe zu ihr hinauf befindet sich in einer gemauerten Grotte die Ölberggruppe: Christus kniend vor dem Engel mit Kelch, daneben Petrus, Jakobus und Johannes, die schlafenden Jünger. Die lebensgroßen spätgotischen Figuren aus dem 15. Jh. standen früher im Garten der Jakobskirche und sind seit 1857 am Kalvarienberg.
      Winklarn
      Die Pfarrkirche St. Andreas ist der Wiederaufbau aus dem Jahre 1826. Vom Vorgängerbau blieb nach dem Brand von 1822 nur der Kirchturm erhalten. Die Kirche hat eine stimmungsvolle Innenausstattung. Besonders schön sind einige geschnitzte Zunftstangen-Figuren.
      Weiding bei Schönsee
      Am nördlichen Ortsrand seht in einer Wiese die schlichte „Setterlkapelle“. Daneben ein Holzkreuz umgeben von 7 Totenbrettern mit schön zu lesenden Erinnerungsversen. Wenige Schritte südlich noch ein Holzkreuz mit einer Spruchtafel.
      In der Ortskirche St. Nikolaus steht an der Rückseite recht unscheinbar ein besonders wertvoller Schatz, ein Taufstein mit romanischem Relief aus dem 12. Jh. Der hätte einen würdigeren Platz verdient. Die Kanzel zieren Figuren der vier großen abendländischen Kirchenlehrer, in den seitlichen Glasfenster die Hl. Theresa v. Avila und der Hl. Kilian, an der Rückwand der wertvolle Hl. Georg.
      Der neue Kinderspielplatz in Gütenland
      Ohne großartige Vordebatte errichtete die Stadt Neunburg vorm Wald in den letzten Wochen beim Panoramahotel in Gütenland einen „Fischerlebnispark“. An Fischen gibt’s dort bisher aber nur ein kleines Holzmodell und ein großes Kinderspielhaus, das einem Fisch nachempfunden ist. Es ist also nur ein normaler Kinderspielplatz geworden. Gut informierte Kreise berichten von bisherigen Kosten in Höhe 385.000 €. Viel Geld für einen Kindertummelplatz, der hauptsächlich dem Betreiber des Hotels nutzt. Sei ihm gegönnt. Hoffentlich zahlt sich die Investition irgendwann einmal für die Allgemeinheit aus.

      • 24. August 2020

  9. Nikolaus war Fahrrad fahren.

    18. August 2020

    03:34
    67,3 km
    18,9 km/h
    440 m
    450 m
    Dieter, Sepp Meier und 7 anderen gefällt das.
    1. Nikolaus

      Ich habe den Reinhard mit meinem Tourenbericht neugierig gemacht, daher war die Klosterburg wieder unser Ziel. Diesmal sind wir gemütlich von Schmidmühlen aus gefahren: Erst Vilstalradweg, dann Schwepperman-Radweg und schließlich der Lautrach entlang. (Da uns der Naturbelag auf dem Lauterach-Radweg nach heftigem Gewitter recht einsaute, haben wir auf den letzten 15 km die daneben laufende Staatsstraße genommen.

      • 18. August 2020

  10. Nikolaus war Fahrrad fahren.

    16. August 2020

    04:43
    114 km
    24,2 km/h
    1 210 m
    1 200 m
    Sigge🚌💨, Christian & Agi und 9 anderen gefällt das.
    1. Scherbula

      Hast du Gummibärchen ausgeliefert ? ( Meine Tochter Arbeitet In der Gummibärchen Fabrik)

      • 16. August 2020

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