Kunst, Historie & Cafés – mit der S-Bahn Berlin zu alten Gutshöfen

Collection von
S-Bahn Berlin

Dick eingepackt zieht es dich auch in den kalten Monaten nach draußen in die Natur – aber es hilft nichts, die Wangen und die Nasenspitze werden rot und selbst in den dicken Wollsocken kriegst du irgendwann kühle Zehen. Da haben wir einen Tipp für dich: Plane auf deinen Herbst- und Winterwanderungen einen Besuch auf den alten Gutshöfen oder in den eleganten Herrenhäusern in Berlin und Brandenburg ein. Hier kannst du dich auf deinen Touren in Cafés aufwärmen, in Galerien Gemälde bewundern oder in Museen etwas Neues über Berlins wechselhafte Geschichte lernen.

Denn zu den wichtigsten Hinterlassenschaften der Preußischen Herrschaftszeit gehören die zahlreichen Gutshöfe und Herrenhäuser in Berlin und Brandenburg. Früher lebte hier der einfache Landadel, der im Auftrag der preußischen Herrscher den kargen Brandenburger Boden bestellen ließ. Als sich zu Beginn des 19. Jahrhunderts die Adelsherrschaft lockerte, kamen viele Gutshöfe in den Besitz aufstrebender bürgerlicher Industrieller. Diese bauten die alten Höfe oft zu repräsentativen Villen aus, ergänzten die Wirtschaftsgebäude um Schnapsbrennereien und ließen große Parks anlegen. Nach dem Zweiten Weltkrieg gerieten die alten Villen aber in Vergessenheit. In den Augen der DDR-Führung waren die gewaltigen Villen und Schlösser das Sinnbild für die Unterdrückung durch den Adel. Erst nach der Wende wurden einige der alten Höfe aus ihrem Dornröschenschlaf geweckt. Nach liebevollen Instandsetzungen findest du in den Höfen heute Cafés, Galerien, Museen oder Hotels.

Wir haben dir acht Touren zusammengestellt, auf denen du die spannendsten Museen und gemütlichsten Cafés in den Berliner und Brandenburger Gutshöfen entdecken kannst. Die Wanderungen sind recht kurz gehalten, damit du auch genug Zeit hast, die Ausstellungen in den alten Herrenhäusern zu besuchen.

Das Beste an unseren Wanderungen: Alle Touren kannst du ganz bequem mit der S-Bahn Berlin oder dem Regionalzug erreichen. Ganz ohne Stau und Parkplatzsuche beginnt dein Ausflug schon bei der Anreise. Von deinem bequemen Platz im Zug aus genießt du den Ausblick auf die frostige Landschaft, die vor dem Fenster vorbeizieht.

Fahrplanauskünfte und Ticketpreise findest du unter sbahn.berlin

Auf der Karte

Touren & Highlights

  • Mittelschwer
    02:06
    8,23 km
    3,9 km/h
    30 m
    20 m
    Mittelschwere Wanderung. Gute Grundkondition erforderlich. Leicht begehbare Wege. Kein besonderes Können erforderlich.

    In einer großen Gartenanlage in Marzahn-Hellersdorf steht eine elegante, nach italienischem Vorbild gestaltete Villa aus dem dem späten 19. Jahrhundert – das Schloss Biesdorf. Im Jahr 1862 erbte Hans-Hermann Freiherr von Rüxleben von seinem Vater das ehemalige Gut Biesdorf. Er kaufte weitere Bauerngüter an und ließ zuletzt einen zentralen Park anlegen. Mitten im Park wurde dann im Jahr 1869 das Schloss Biesdorf errichtet. Später wechselte mehrfach der Besitzer und nach Zerstörungen im Zweiten Weltkrieg wurde die Villa zur Zeit der DDR nur notdürftig restauriert. Bis zur Wende wurde das Schloss als Dorfklub, als Bibliothek und als Kulturhaus genutzt. Von 2002 bis 2017 wurde das Gebäude schließlich umfassend saniert und im Originalzustand wieder aufgebaut. Heute kannst du hier Ausstellungen zeitgenössischer Kunst in der Galerie „Zentrum für Kunst und öffentlichen Raum” besuchen und anschließend im Schlosscafé ein Stück Kuchen genießen. Ein Besuch im Schloss lässt sich perfekt mit einer gemütlichen Wanderung durch das Wuhletal kombinieren.

    Alle 20 Minuten fährt dich die S-Bahn-Linie S3 zum Bahnhof Köpenick, dem Startpunkt deiner Wanderung. Von hier aus folgst du der Straße „Am Bahndamm” bis zur Wuhle. Am Ufer entlang geht es weiter in Richtung Norden. Obwohl die Wuhle hier mitten durch Köpenick läuft, bekommst du kaum etwas vom Großstadttrubel mit. Die Ufer sind schön begrünt und es grenzen viele Gärten an den Spazierweg. Gemütlich schlenderst du durchs Wuhletal, spazierst am Wuhlebecken entlang und erreichst schließlich den Biesdorfer Stadtpark, der auch unter dem Namen Schmetterlingswiesen bekannt ist.

    Hier verlässt du die Wuhle und durchquerst den Stadtpark. Nach einem kurzen Stück durch ein ruhiges Wohnviertel betrittst du den Schlosspark Biesdorf. Dreh hier ruhig noch eine Runde, bevor du dir die Ausstellung im Schloss anschaust. Nach einer Tasse Kaffee geht es zum S-Bahnhof Biesdorf, der sich direkt neben dem Park befindet. Im 20-Minuten-Takt fährst du dann mit der Linie S5 zurück nach Hause.

  • Mittelschwer
    02:08
    8,37 km
    3,9 km/h
    30 m
    20 m
    Mittelschwere Wanderung. Gute Grundkondition erforderlich. Leicht begehbare Wege. Kein besonderes Können erforderlich. Der Startpunkt der Tour ist mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichbar.

    Im ruhigen Mahlsdorf am Ostrand von Berlin versteckt sich ein ganz besonders Museums-Kleinod. Im Herrenhaus des alten Gutshofs Mahlsdorf kannst du hier das Gründerzeitmuseum besuchen. Das Museum blickt auf eine einzigartige Entstehungsgeschichte zurück. Gründerin war Charlotte von Mahlsdorf, die im Jahre 1928 als Lothar Berfelde auf die Welt kam. Schon als Jugendliche interessierte sich Lothar für Mädchenkleidung und für alte Möbel und Einrichtungsgegenstände. Sie half einem Trödler, beim Ausräumen von Wohnungen und sammelte bereits in dieser Zeit ihre ersten Möbelstücke. Nach Ende des Zweiten Weltkriegs wurde aus Lothar Lottchen und sie kleidete sich fortan ausschließlich in Frauenkleidung. In dieser Zeit richtete sie mit ihrem Privatbesitz ein erstes Gründerzeitmuseum im Schloss Friedrichsfelde ein. Da das Schloss bald für andere Zwecke genutzt werden sollte, überließ man ihr kostenlos das baufällige Gutshaus Mahlsdorf – unter der Voraussetzung, dass sie das Gebäude renovieren und das Gründerzeitmuseum einrichten würde. Heute kannst du im Gründerzeitmuseum 14 liebevoll und originalgetreu eingerichtete Zimmer bewundern. Das Museum hat mittwochs und sonntags geöffnet und ein Besuch lässt sich mit einer kleinen Wanderung rund um die Kaulsdorfer Seen verbinden.

    Am S-Bahnhof Wuhletal, der im 20-Minuten-Takt von der Linie S5 angefahren wird, beginnt deine Wanderung. Zunächst spazierst du ein Stück am Ufer der Wuhle entlang, bis dich unsere Route durch ein ruhiges Wohngebiet zu den Kaulsdorfer Seen führt. Hier wanderst du am Ufer des Butzer Sees und des Habermannsees entlang.

    Anschließend führt dich der Weg über eine offene Wiesenlandschaft hinauf zum Berliner Balkon. Diese natürliche Anhöhe befindet sich genau auf der Grenze der Hochfläche des Barnims zum Berliner Urstromtal. Da hier keine Gebäude stehen, kannst du den Höhenunterschied von knapp 20 Metern deutlich erkennen. Von hier aus sind es dann nur noch wenige Minuten bis zum Gründerzeitmuseum und dem umgebenden Gutspark. Nach einer Führung durchs Museum fährst du vom S-Bahnhof Mahlsdorf mit der Linie S5 zurück in die Stadt.

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  • Mittelschwer
    02:49
    8,81 km
    3,1 km/h
    90 m
    90 m
    Mittelschwere Wanderung. Gute Grundkondition erforderlich. Leicht begehbare Wege. Kein besonderes Können erforderlich. Der Startpunkt der Tour ist mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichbar.

    In Potsdam finden sich rund um die malerische Seenlandschaft unzählige Schlösser und Gartenanlagen. Neben den prachtvollen Königsschlössern ist aber vor allem die Villa Schöningen einen Besuch wert. Die alte Villa gehörte einst dem Hofmarschall des Preußischen Prinzen Carl und steht direkt neben der Glienicker Brücke. Nach dem zweiten Weltkrieg verwahrloste das Gebäude, das sich zu dieser Zeit direkt im Grenzgebiet befand. Erst 2009 wurde das Gebäude nach sorgfältigen Restaurierungsarbeiten als Museum Villa Schöningen wiedereröffnet. Neben der Dauerausstellung, die sich mit der besonderen Grenzsituation an der Glienicker Brücke befasst, kannst du hier wechselnde Kunstausstellungen besuchen und eine Pause im Schlosscafé einlegen. Unsere Tour führt dich vom Bahnhof Potsdam Babelsberg durch den berühmten Schlosspark zur Villa Schöningen.

    Alle 10 Minuten wird der S-Bahnhof Babelsberg von der Linie S7 aus Berlin angefahren. Von hier aus schlenderst du entlang der liebevoll sanierten Häuser von Babelsberg bis zum Schlosspark. Nach einem gemütlichen Schlenker durch den Park, überquerst du den Teltowkanal und spazierst durch Klein-Glienicke bis zur berühmten Glienicker Brücke.

    Direkt am anderen Ufer kannst du die elegante, weiß verputzte Villa Schöningen entdecken. Nimm dir hier ruhig ein wenig Zeit, um zuerst die Ausstellungen und danach eine Tasse Kaffee zu genießen. Im Anschluss geht es dann durch den Schlosspark Babelsberg zurück zum S-Bahnhof Babelsberg.

  • Leicht
    01:28
    5,74 km
    3,9 km/h
    20 m
    20 m
    Leichte Wanderung. Für alle Fitnesslevel. Leicht begehbare Wege. Kein besonderes Können erforderlich. Der Startpunkt der Tour ist mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichbar.

    Auf dem Landsitz Wusterhausen verbrachte der spätere preußische König Friedrich Wilhelm I. viele Jahre seiner Jugend. Selbst später zog sich der König noch gerne auf das kleine Schloss im Süden von Berlin zurück, wenn er eine Rast vom Regierungsalltag benötigte. Erst aufgrund seiner zahlreichen Besuche erhielt der kleine Ort den Namenszusatz und so wurde aus Wusterhausen Königs Wusterhausen. An den Tagen auf dem Schloss nahm sich der König dann auch die Zeit für seine große Leidenschaft: die Malerei. Heute kannst du in dem kleinen Schloss 40 der damals entstandenen Gemälde bewundern und dabei durch die Räume des Gebäudes streifen. Außerdem befindet sich in den ehemaligen Wirtschaftsgebäuden des Schlosses ein gemütliches Café. Ein Besuch im Schloss ist der perfekte Abschluss für einen kleinen Spaziergang am Nottekanal.

    Königs Wusterhausen ist die Endhaltestelle der Line S46 und wird im 20-Minuten-Takt von der S-Bahn angefahren. Von hier aus folgst du der Bahnhofstraße durch die Altstadt bis zum Ufer des Nottekanals. Am begrünten Ufer schlenderst du gemütlich am Kanal entlang. Bald kreuzt eine Hauptstraße den Kanal und hier nutzt du die Brücke, um ans andere Ufer zu wechseln.

    Der Uferweg führt dich dann direkt weiter zum Schlosspark und zum Schloss. Nach dem Besuch der Ausstellung und des Schlosscafés kannst du auch noch einen Abstecher zur Kreuzkirche machen. Die große Kirche wurde direkt auf Befehl von Kurfürst Friedrich III., dem Vater von König Friedrich Wilhelm I., errichtet. Schon der Kurfürst wollte während seiner Aufenthalte in Königs Wusterhausen eine für ihn angemessene Kirche aufsuchen. Unter König Friedrich Wilhelm I. wurde die Kirche noch weiter ausgeschmückt. Anschließend geht es durch den Schlosspark zum Bahnhof und mit der S-Bahn zurück nach Berlin.

  • Mittelschwer
    02:23
    9,24 km
    3,9 km/h
    50 m
    50 m
    Mittelschwere Wanderung. Gute Grundkondition erforderlich. Überwiegend gut begehbare Wege. Trittsicherheit erforderlich. Der Startpunkt der Tour ist mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichbar.

    Gerhart Hauptmann, seines Zeichens Literaturnobelpreisträger und wichtigster deutscher Vertreter des Naturalismus, arbeitete auch einige Jahre in Berlin. Da ihm die schlechte Stadtluft nicht bekam, bezog er mit seiner Frau die Villa Lassen im beschaulichen Erkner. In der herrschaftlichen Villa befindet sich heute das Gerhart-Hauptmann-Museum. Die Ausstellung wurde aus dem Nachlass von Gerhart Hauptmann zusammengestellt: In den Räumen, die im Stile der Gründerzeit eingerichtet wurden, werden Manuskripte, Briefe, Tagebücher, Lebensdokumente und die umfassende Bibliothek von Gerhart Hauptmann ausgestellt. So hast du eine einzigartige Möglichkeit, in das Leben des Schriftstellers einzutauchen. Den Besuch im Museum verbinden wir auf unserer Tour mit einem kleinen Spaziergang durch Neu Venedig.

    Im 20-Minuten-Takt bringt dich die Line S3 zum S-Bahnhof Wilhelmshagen. Von hier aus wanderst du über die Püttberge bis nach Neu Venedig. Die Wochenendhaussiedlung entstand bereits in den 1920er Jahren. Damals wurden die Feuchtwiesen des Ritterguts Rahnsdorf trocken gelegt und zu Bauland umgewandelt. Um die Flächen dauerhaft trocken zu halten, legte man zahlreiche Kanäle zwischen den Grundstücken an, über die das Wasser abgeführt wurde. Aufgrund der Kanäle und der zahlreichen kleinen Brücken war die Siedlung nach kurzer Zeit nur noch als Neu Venedig bekannt. Auf den schmalen Brücken durchquerst du die einzigartige Siedlung mit ihren vielen Kanälen. Nachdem du die unscheinbare Rialtobrücke hinter dir gelassen hast, wanderst du auf Waldwegen und am Ufer des Dämeritzsees weiter bis nach Erkner.

    Hier überquerst du den Flakenfließ und spazierst am Seeufer weiter bis zur Villa Lassen. Im Anschluss an den Besuch der Gerhart-Hauptmann-Ausstellung folgst du der Friedrichstraße zum S-Bahnhof Erkner und fährst von hier mit der Linie S3 zurück nach Berlin.

  • Mittelschwer
    03:07
    12,2 km
    3,9 km/h
    40 m
    40 m
    Mittelschwere Wanderung. Gute Grundkondition erforderlich. Leicht begehbare Wege. Kein besonderes Können erforderlich. Der Startpunkt der Tour ist mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichbar.

    Im Norden von Berlin findest du die weite Landschaft der Hobrechtsfelder Rieselfelder. Hier wurden im späten 19. Jahrhundert nach Anleitung des Berliner Baustadtrats James Hobrecht Felder zur Verrieselung des Berliner Abwassers eingerichtet. Bei dieser mechanischen Wasserreinigung wurde das saubere Wasser direkt ins Grundwasser zurückgeführt. Durch den steten Wasserzufluss waren die umgebenden Felder extrem nährstoffhaltig und fruchtbar. Für die Bestellung dieser Felder wurde der Gutshof Hobrechtsfelde zuständig. In den 1990er Jahren wurde die Rieselfeldlandschaft nachhaltig renaturiert. Vom Gutshof sind heute noch die Wohnhäuser der Landarbeiter und der denkmalgeschützte Kornspeicher erhalten geblieben. Die alten Wohnhäuser werden heute wieder bewohnt, doch im Kornspeicher findest du eine sehr informative Ausstellung über die Rieselfelder und die Renaturierung. Besonders aufschlussreich ist ein Besuch der Ausstellung nach einer Rundwanderung durch die umgebende Landschaft.

    Startpunkt deiner Tour ist der S-Bahnhof Röntgental, der im 20-Minuten-Takt von der Linie S2 angefahren wird. Von hier aus startest du direkt ins Grüne. Zunächst spazierst du durch das Naturschutzgebiet Torfstich Röntgental und erreichst wenig später die weite Feuchtwiesenlandschaft der Hobrechtsfelder Rieselfelder.

    Hier gedeiht seit vielen Jahren eine einzigartige Tier- und Pflanzenwelt. Du spazierst unter großen Bäumen, entlang dichter Büsche und über offene Wiesen. Die Tour führt dich auch über Weideflächen, auf denen heute Konikpferde und robuste Rinderrassen als Landschaftspfleger eingesetzt werden. Die Tiere können sich hier frei bewegen – halte am besten ein wenig Abstand, so bist du auf der sicheren Seite.

    Nach einem Abstecher zum Aussichtsturm an den Reinigungsteichen, führt dich unsere Route zur Ausstellung im Getreidespeicher. Von hier aus wanderst du über die Rieselfelder zurück zum S-Bahnhof Röntgental.

  • Mittelschwer
    04:09
    13,5 km
    3,3 km/h
    50 m
    50 m
    Mittelschwere Wanderung. Gute Grundkondition erforderlich. Leicht begehbare Wege. Kein besonderes Können erforderlich. Der Startpunkt der Tour ist mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichbar.

    Im Neuköllner Ortsteil Britz befindet sich einer der am besten erhaltenen Gutshöfe in Berlin und Brandenburg. Auf dem alten Rittergut Britz stehen immer noch das Schloss, die großen Kuh- und Pferdeställe, die Brennerei und die Wirtschaftsgebäude. Die einzelnen Gebäude wurden im Laufe der letzten Jahre sorgfältig saniert und werden heute zu verschiedensten Zwecken benutzt. Im Schloss Britz gibt es verschiedene Kunstausstellungen, im Ku(h)nststall finden Workshops statt, im Pferdestall lockt das Neuköllnmuseum und im sogenannten Schweizer Haus befindet sich ein elegantes Restaurant. Vom S-Bahnhof Schöneweide aus kannst du durch die Königsheide und am Späth-Arboretum entlang bis zum Gutshof wandern.

    Den Startpunkt deiner Tour erreichst du mit den S-Bahn-Linien S8, S9, S46 oder S47. Vom S-Bahnhof Schöneweide aus geht es dann direkt hinein in den Wald der Königsheide. Du durchquerst den friedlichen Stadtwald und spazierst dann an den Spätschen Baumschulen entlang. Nach Überquerung der Autobahn A113 führt dich die Tour an einigen Wohnhäusern vorbei, bis du am Fennpfuhl den nördlichsten Ausläufer des Gutsparks erreichst.

    Von hier aus wanderst du durchs Grüne bis zum Gutshof, zu dem neben den Wirtschaftsgebäuden und dem Schloss auch die alte Dorfkirche gehört. Lass dir ruhig Zeit, den Park und die Gebäude ausgiebig zu erkunden. Anschließend geht es auf gleichem Weg zurück zum S-Bahnhof Schöneweide.

  • Mittelschwer
    04:48
    15,0 km
    3,1 km/h
    160 m
    160 m
    Mittelschwere Wanderung. Gute Grundkondition erforderlich. Leicht begehbare Wege. Kein besonderes Können erforderlich. Der Startpunkt der Tour ist mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichbar.

    Gutshöfe und Herrenhäuser finden sich natürlich nicht nur in Berlin und an der Stadtgrenze, sondern in ganz Brandenburg. Die Gutshöfe, damals Wohnsitze des einfachen Landadels, waren die Standpfeiler der preußischen Landwirtschaft. Viele Gutshöfe verfielen in der Zeit der DDR, da sie als Sinnbild der verhassten Adelsherrschaft galten. Erst in den letzten Jahren werden die Höfe wiederentdeckt und aus ihrem Dornröschenschlaf geweckt. Ein besonders schöner Gutshof befindet sich in Klein-Glien in der Nähe von Bad Belzig. Hier hat eine Gruppe von jungen Leuten den Hof liebevoll saniert und zum Hotel Coconat mit angeschlossenem Café ausgebaut. Auf einer Wanderung durch die Hügellandschaft des Hohen Flämings kannst du dem Gutshof einen Besuch abstatten.

    Einmal pro Stunde bringt dich der Regionalexpress RE7 vom Hauptbahnhof, vom Ostbahnhof und vom Zoologischen Garten bis nach Bad Belzig, dem Startpunkt deiner Wanderung. Von hier aus wanderst du zunächst an der Burg Eisenhardt entlang und unterhalb der gewaltigen Burgmauer durch den Burgpark. Anschließend führt dich der Weg durch die Moorlandschaft des Belziger Bachs. Danach wanderst du mal am Rande weiter Felder und mal durch Wälder aus hochgewachsenen Kiefern und Buchen.

    Im winzigen Dorf Klein-Glien erwartet dich bereits das Café Coconat im alten Gutshof. Hier kannst du leckeren Kuchen, kleine Mahlzeiten und dampfenden Kaffee genießen und eine ausgedehnte Pause einlegen. Von Klein Glien aus geht es weiter zum Hagelberg, dem zweithöchsten Berg von Brandenburg. Da der Gipfel nahezu kahl ist, wirst du hier tatsächlich mit einer weiten Aussicht verwöhnt. Über Wald und Feldwege wanderst du schließlich zurück nach Bad Belzig.

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