Entdecke mit dem BUND die Natur am Grünen Band

Wo früher Stacheldrahtzäune, Scheinwerfer und Wachtürme ein Übertreten der damaligen innerdeutschen Grenze nahezu unmöglich machten, erwarten dich heute herrliche Wanderregionen: Mal nur knapp 50 Meter, mal stolze 200 Meter breit, schlängelt sich das „Grüne Band Deutschland” über Weiden, Wiesen, Hügel und durch undurchdringliche Wälder. Am eindrucksvollsten ist der Grenzverlauf im Harz und entlang der bergigen Grenze von Thüringen zu Hessen und Bayern. Über Jahrzehnte entfernten die DDR-Grenztruppen entlang des Grenzstreifens alle Büsche und Bäume und so siedelte sich hier eine einzigartige Flora und Fauna an.

Der BUND für Umwelt und Naturschutz Deutschland e.V. (BUND) hat sich direkt nach dem Mauerfall vor 30 Jahren nicht nur zur Aufgabe gemacht, diese für seltene Tiere und Pflanzen wichtigen Lebensräume zu schützen. Er setzt sich auch dafür ein, Relikte der ehemaligen Grenze zu erhalten – die perfekte Kombination aus Naturschutz und Erinnerungskultur. Anlässlich des 30-jährigen Jubiläums vom Fall des Eisernen Vorhangs und der Gründung des Grünen Bandes haben wir dir 14 Wanderungen ausgewählt, auf denen du die verschiedenen Landschaften zwischen Ostsee und Thüringer Wald erkunden kannst.

Unsere Touren führen dich ins Werra-Bergland, durch den Thüringer Wald, in das malerische Saaletal, den verwunschenen Harz und in die schöne Altmark. Ein besonderer Höhepunkt ist die Tour zum Brocken – schließlich war der Berg unter der Führung des SED-Regimes militärisches Sperrgebiet und damit sowohl für Bürger der DDR wie auch der BRD absolut unerreichbar. Heute genießen auf dem höchsten Berg Norddeutschlands Menschen aus West und Ost gemeinsam die einzigartige Natur und natürlich den spektakulären Ausblick.

„30 Jahre Mauerfall – 30 Jahre Grünes Band”: bund.net/30jahre-gb

Auf der Karte

Touren & Highlights

  • Mittelschwer
    04:03
    13,8 km
    3,4 km/h
    360 m
    360 m
    Mittelschwere Wanderung. Gute Grundkondition erforderlich. Überwiegend gut begehbare Wege. Trittsicherheit erforderlich.

    Die weiten bewaldeten Hügel des Werraberglands sind eine wunderbare Region für ausgedehnte Tageswanderungen. Genau über diese Hügel zieht sich auch das Grüne Band. Auf dieser Wanderung führen wird dich vom Hofcafé Sickenberg in einer weiten Runde immer an der hessisch-thüringischen Grenze entlang über den alten Kolonnenweg der DDR-Grenztruppen. Unterwegs erwarten dich ruhige Wälder, herrliche Aussichtspunkte und die einzigartige Heidelandschaft auf dem alten Grenzstreifen. Ebenfalls spannend ist der knapp 40 Meter lang Stasitunnel, der während des Kalten Kriegs von der DDR als Agentenschleuse genutzt wurde.

  • Mittelschwer
    02:14
    8,54 km
    3,8 km/h
    70 m
    70 m
    Mittelschwere Wanderung. Gute Grundkondition erforderlich. Leicht begehbare Wege. Kein besonderes Können erforderlich.

    Diese Rundwanderung führt dich vom bayerischen Dörfchen Bächlein durch den urigen Mitwitzer Forst. Entlang des Weges, der dich unter anderem am malerischen Waldteich Reginasee und an der renaturierten Föritz entlang führt, kannst du die ganze Naturvielfalt des Grünen Bands erleben. Aufmerksame Wanderer können auf dieser Tour unter anderem an den Waldteichen den seltenen Zwergtaucher entdecken. An der Föritz hingegen lassen sich Spuren des bedeutendsten tierischen Baumeisters erblicken – hier haben sich nämlich seit einigen Jahren wieder Biber angesiedelt.

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  • Mittelschwer
    04:03
    13,8 km
    3,4 km/h
    390 m
    390 m
    Mittelschwere Wanderung. Gute Grundkondition erforderlich. Leicht begehbare Wege. Kein besonderes Können erforderlich.

    Rund um das kleine Dorf Spahl im Westen von Thüringen erhebt sich ein wiesenbedeckter Hügelzug – die „Spahler Höhen”. Hier geht die thüringische in die hessische Rhön über und auf unserer Rundwanderung kannst du herrliche Fernblicke in beide Bundesländer genießen. Ein Teil des Rundwegs verläuft über den Kolonnenweg der einstigen innerdeutschen Grenze. Die Betonplatten des Weges erinnern daran, dass hier für viele Jahre der Grenzübertritt lebensgefährlich war. Umso befreiender, wenn du heute im Wechsel zwischen Hessen und Thüringen hin und her wanderst und dabei die weite Landschaft bewunderst.

  • Mittelschwer
    02:57
    10,8 km
    3,6 km/h
    180 m
    180 m
    Mittelschwere Wanderung. Gute Grundkondition erforderlich. Leicht begehbare Wege. Kein besonderes Können erforderlich.

    Rund um Hirschberg schlängelt sich die Saale als schmaler Fluss durch die Hügellandschaft zwischen Bayern und Thüringen – bis 1989 bildete sie die Grenze zwischen DDR und BRD. Hirschberg und vor allem der Ortsteil Sparnberg lagen direkt an der Grenze und waren von Mauern und Zäunen umgeben. Heute erinnert daran nur noch der Kolonnenweg entlang des Saaleufers, der als Grünes Band über viele Kilometer herrlich renaturiert wurde. Unsere Route führt dich durchs malerische Flusstal und über hügelige Wiesen und Felder.

  • Mittelschwer
    03:45
    13,8 km
    3,7 km/h
    270 m
    270 m
    Mittelschwere Wanderung. Gute Grundkondition erforderlich. Überwiegend gut begehbare Wege. Trittsicherheit erforderlich.

    Der Rennsteig – Deutschlands bekanntester und ältester Fernwanderweg – wurde durch die innerdeutsche Trennung für viele Jahrzehnte an insgesamt sechs Stellen unterbrochen. Nördlich vom bayerischen Städtchen Tettau war eine dieser Unterbrechungen. Auf unserem Rundweg führen wir dich von Tettau bis zum wieder eröffneten Rennsteig, dem du bis nach Spechtsbrunn folgst. Hier verlässt du den berühmten Weg und wanderst auf dem Grünen Band, der renaturierten innerdeutschen Grenze, zurück nach Tettau. Die Route verläuft an Feuchtflächen entlang, durch stille Wälder und über offene Wiesen und Felder. An mehreren Infotafeln erfährst du Wissenswertes über das Leben direkt an der Grenze.

  • Mittelschwer
    02:03
    7,89 km
    3,9 km/h
    50 m
    50 m
    Mittelschwere Wanderung. Gute Grundkondition erforderlich. Überwiegend gut begehbare Wege. Trittsicherheit erforderlich.

    Entlang der DDR-Grenze ließ das SED-Regime viele Dörfer und Höfe räumen und abreißen, wenn sich diese zu nah an der Grenze befanden. Diesem Treiben fiel auch das kleine Dörfchen Liebau an der thüringisch-bayerischen Grenze zum Opfer. Auf unserer Route führen wir dich von Fürth am Berg über den Kolonnenweg der DDR-Grenztruppen zwischen Bayern und Thüringen über weite Wiesen und schließlich zum Gedenkort für das Dorf Liebau. An die einst unüberwindbare Grenze erinnern heute nur noch dieh im Boden verlegten Betonplatten – der breite Todesstreifen hingegen wurde renaturiert und präsentiert sich als idyllische Heidelandschaft.

  • Mittelschwer
    02:02
    7,48 km
    3,7 km/h
    120 m
    120 m
    Mittelschwere Wanderung. Gute Grundkondition erforderlich. Überwiegend gut begehbare Wege. Trittsicherheit erforderlich.

    Wiesen-Panorama-Weg – der Name dieses Rundwegs verspricht nicht zu viel. Die kurze Runde führt dich vom Rande Nordhalbens über schier unendliche Bärwurzwiesen. Ausblicke über die weite Landschaft zwischen Bayern und Thüringen gehören natürlich auch dazu. Ein weiter Höhepunkt ist der Abschnitt, auf dem du dem Kolonnenweg folgst. Dabei handelt es sich um einen Weg aus Betonplatten, der früher von den DDR-Grenztruppen genutzt wurde. Der Weg schlängelt sich auf einem breiten Wiesenstreifen über die bewaldeten Hügel – ein eindrucksvoller Anblick.

  • Leicht
    01:02
    4,06 km
    4,0 km/h
    10 m
    10 m
    Leichte Wanderung. Für alle Fitnesslevel. Leicht begehbare Wege. Kein besonderes Können erforderlich.

    Nordwestlich von Salzwedel, unweit der Grenze zwischen Sachsen-Anhalt und Niedersachsen, liegt ein altes Tonabbaugebiet. Nach der Wende übernahm der BUND die Tongruben und renaturierte sie als ein weites Feuchtwiesen- und Teichbiotop. Heute tragen die Gruben den Namen Brietzer Teiche – benannt nach der nahegelegenen Brietzer Mühle. Mittlerweile haben sich hier unzählige Vögel angesiedelt: Enten, Taucher, Gänse, Schwäne, Kiebitze und sogar die seltenen Eisvögel. Auf unserer Wanderung führen wir dich am Ufer entlang und zu Beobachtungsständen, von denen aus du dem Treiben auf dem Wasser zusehen kannst.

  • Leicht
    01:20
    5,21 km
    3,9 km/h
    10 m
    10 m
    Leichte Wanderung. Für alle Fitnesslevel. Leicht begehbare Wege. Kein besonderes Können erforderlich.

    An der Wirler Spitze knickt die Grenze zwischen Sachsen-Anhalt und Niedersachsen von Norden kommend scharf nach Westen ab – eine echte Grenzspitze. Wie an der gesamten ehemaligen innerdeutschen Grenze, dem heutigen Grünen Band, befindet sich hier ein breiter Streifen im Wald, der von den DDR-Grenztruppen gerodet und frei gehalten wurde. So kannst du hier eine landschaftliche Besonderheit bewundern. Zwischen den Kiefernwäldern erstreckt sich eine weite Binnendüne mit Heidekraut, Silbergras und offenen Sandflächen, die jetzt vom BUND gemeinsam mit der SUNK offen gehalten wird. Von einem Wanderparkplatz nördlich von Ziemendorf besteht ein Zugang über einen Wald- und Plattenweg zu dieser Düne an der Wirler Spitze. Ein kleiner Rundweg erschließt diesen Abschnitt des Grünen Bandes und führt von der Wirler Spitze auch zu Relikten, die an die ehemalige Grenzsituation erinnern.

  • Mittelschwer
    04:53
    17,5 km
    3,6 km/h
    340 m
    340 m
    Mittelschwere Wanderung. Gute Grundkondition erforderlich. Leicht begehbare Wege. Kein besonderes Können erforderlich.

    Diese Aufstiegsroute zum Brocken, dem höchsten Berg von Norddeutschland, ist mit Abstand die berühmteste – immerhin stieg schon Goethe im Jahre 1777 zusammen mit einem Förster bei winterlicher Kälte hinauf zum Gipfel. Der Brocken­gipfel war während der innerdeutschen Teilung militärisches Sperrgebiet, mit einer Betonmauer gesichert und für keinen DDR-Bürger zu erreichen. Auf dem Berg hat sich eine einzigartige Flora und Fauna entwickelt beziehungsweise erhalten, die du bei deiner Wanderung erkunden kannst. Heute kommen hier oben wieder Menschen aus Ost und West zusammen, um den herrlichen Ausblick über den Harz zu genießen.

  • Mittelschwer
    04:11
    14,7 km
    3,5 km/h
    320 m
    320 m
    Mittelschwere Wanderung. Gute Grundkondition erforderlich. Überwiegend gut begehbare Wege. Trittsicherheit erforderlich.

    Die innerdeutsche Grenze zwischen BRD und DDR verlief auch mitten durch den Harz – unter anderem einmal der Länge nach durch die Eckertalsperre. So war auch die Staumauer Grenzgebiet und das nord-östliche Ufer streng bewacht. Heute erinnert nur noch ein Grenzpfosten auf der Staumauer an die Teilung und du kannst den Stausee auf unserer Wanderung einmal vollständig umrunden. Unterwegs erwarten dich naturbelassene Wälder, eine Pause an der Rangerstation Scharfenstein und herrliche Ausblicke über das Wasser und auf die Berge des Harzes.

  • Mittelschwer
    01:31
    5,56 km
    3,7 km/h
    80 m
    80 m
    Mittelschwere Wanderung. Für alle Fitnesslevel. Überwiegend gut begehbare Wege. Trittsicherheit erforderlich.

    Das kleine Dorf Sorge, ein Ortsteil der Stadt Oberharz, liegt mitten im Harz, umgeben von dichten Nadelwäldern und unweit der Grenze zu Niedersachsen. Während aber entlang der innerdeutschen Grenze die Grenzanlagen, Zäune und Wachtürme meist komplett abgebaut worden sind, hat man hier ein Stück der Grenzsicherung original erhalten – ein gruseliger Anblick. Mehrere Reihen von stacheldrahtbewehrten Zäunen, Bunkeranlagen, Scheinwerfer und Wachtürme machen deutlich, wie einschneidend die Grenze inmitten von Deutschland lag. Unsere kurze Wanderung führt dich von Sorge durch den Wald zu diesem „Freiluftmuseum der Erinnerung”.

  • Mittelschwer
    02:23
    8,71 km
    3,6 km/h
    140 m
    140 m
    Mittelschwere Wanderung. Gute Grundkondition erforderlich. Überwiegend gut begehbare Wege. Trittsicherheit erforderlich.

    Wo früher die innerdeutsche Grenze den Harz in zwei Teile zerschnitt, kannst du heute herrlich wandern. Auf dieser Route führen wir dich durch das romantische Eckertal. Unterwegs erwarten dich naturbelassene Pfade, ein Denkmal an die deutsche Wiedervereinigung in Stapelburg, ein Original-Grenzpfosten sowie die ehemalige Naturheilanstalt Jungborn mit ihrer Idee „Zurück zur Natur”. Sie wurde bereits im Jahre 1896 vom Lebensreformer Adolf Just eröffnet, der seinen Gästen Werte wie Genügsamkeit, Naturverbundenheit und gemeinschaftliches Handeln vermittelte – heute immer noch höchstaktuelle Themen.

  • Mittelschwer
    02:51
    9,77 km
    3,4 km/h
    270 m
    270 m
    Mittelschwere Wanderung. Gute Grundkondition erforderlich. Überwiegend gut begehbare Wege. Trittsicherheit erforderlich.

    Diese Rundwanderung verbindet gleich drei großartige Höhepunkte: Zunächst geht es zur Staumauer der Eckertalsperre, dann wanderst du weiter durchs romantische Eckertal und von dort aus steigst du auf zur Aussicht an der Winterbergklippe – es erwartet dich also eine abwechslungsreiche Tageswanderung.

Collection Statistik

  • Touren
    14
  • Distanz
    142 km
  • Zeit
    39:18 Std
  • Höhenmeter
    2 610 m

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BUND - Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland