Valerie

Geschichte trifft Natur pur – der Weg entlang der Lainsitz

Harald Petrmichl (CC BY-NC-SA 2.0)

Geschichte trifft Natur pur – der Weg entlang der Lainsitz

Wander-Collection von Valerie

Der Weg entlang der Lainsitz führt dich in vier Etappen vom Ursprung des Flusses – der Lainsitzquelle – bis ins tschechische Chlum. Was den grenzüberschreitenden Wanderweg neben der traumhaften Natur rund um den Fluss so besonders macht, ist die beachtliche Geschichte der Region, über die du unterwegs so einiges erfährst.

Die Lainsitz, ihr österreichischer Abschnitt wird auch liebevoll „Junge Lainsitz“ genannt, ist für zwei Eigenschaften bekannt: Zum einen zeichnet sich ihre Umgebung durch unberührte Natur und mehrere historische Schauplätze, wie Burgen, Schlösser und romantische Ruinen aus. So kannst du als Wanderer gleich mehrere Sehenswürdigkeiten pro Tour abklappern. Zum anderen kann die Lainsitz auf eine beachtliche historische Bedeutung als Grenzfluss zwischen Tschechien und Österreich zurückblicken.

Auf österreichischer Seite legst du auf dem neu beschilderten Weitwanderweg zwischen 16 und 30 Kilometer pro Etappe zurück, erklimmst je nach Wegvariante den Gipfel des Nebelsteins, triffst auf historische Städte und Ortschaften, wie Weitra, Gmünd, oder Litschau. Und überschreitest schließlich die Grenze nach Tschechien, wo weitere Sehenswürdigkeiten – unter anderen ein Naturschutzgebiet und ein Schloss – auf dich warten. Fast durchgehend an deiner Seite fließt die unermüdlich plätschernde Lainsitz, die stellenweise sogar so breit wird wie die Donau. Übernachtungen unterwegs sind, sofern du ein paar Tage mehr Zeit hast, natürlich immer eine gute Idee.

Apropos gute Ideen: Auch das Einkehren in das ein oder andere Gasthaus macht sich unterwegs bezahlt. Das Lainsitztal ist besonders für Kartoffeln, Bier und Karpfen bekannt. Momentan werden hier über 30 verschiedene Kartoffelsorten in sämtlichen Farben und Formen serviert. Weitra ist nicht nur eines deiner Etappenziele, sondern auch eine der ältesten Braustätten Österreichs. Die hervorragende Qualität des Lainsitz-Wassers beeinflusst das flüssige Gold wesentlich. Und dann wäre da noch der berühmte Waldviertler Karpfen, der in den zahlreichen Teichen der Region gezüchtet wird. Er rundet das kulinarische Erlebnis auf seine Weise ab.

Aber genug geschwärmt. Du kannst dich auf ein paar Tage in unberührter Natur, leckere und typisch Waldviertlerische Gerichte und die interessante Geschichte der Region freuen.

Auf der Karte

Touren & Highlights

    Schwer
    08:06
    30,0 km
    3,7 km/h
    260 m
    670 m
    Schwere Wanderung. Sehr gute Kondition erforderlich. Überwiegend gut begehbare Wege. Trittsicherheit erforderlich.

    Du startest deine Wanderung – wie könnte es anders sein – bei der Lainsitzquelle und damit dem Ursprung des Flusses. Damit liegt auch der höchste Punkt, den du auf dieser Etappe erreichen wirst, direkt am Anfang. Auf knapp 1.000 Metern Höhe im Böhmerwald Gebirge entspringt sie, fließt in der Gestalt eines kleinen Bachs ins Tal und wird dann größer und größer. Weil der erste Teil des Flussgebiets keinen Platz für einen Wanderweg lässt, wanderst du von der Quelle aus zunächst durch die Gemeinde Karlstift, um nach etwa sechs Kilometern wieder Wasser vor dir zu sehen. Und so folgst du eine Weile dem Fluss bis du dich zwischen zwei Varianten entscheiden kannst. Variante A (wie hier angeführt) nimmt dich mit durch die Gemeinde St. Martin, während dich Variante B erst noch einen Gipfel – den Nebelstein (1.017 Meter) erklimmen lässt. Entscheidest du dich für Variante A, landest du nach etwa 30 Kilometern in der historischen Stadt Weitra. Die übliche Dauer für diese Tour liegt bei etwa zwei bis drei Tagen. Wenn du möchtest, kannst du dir also unterwegs eine Unterkunft zum Übernachten suchen. In Weitra angekommen, bietet es sich an, für einen Tag die Beine zu schonen und dir die Sehenswürdigkeiten, die das geschichtsträchtige Städtchen so zu bieten hat, zu Gemüte zu führen. Etappe 2 – von Weitra bis Gmünd – wartet nämlich schon.

    Schwer
    08:05
    28,4 km
    3,5 km/h
    470 m
    880 m
    Schwere Wanderung. Sehr gute Kondition erforderlich. Gute Trittsicherheit, festes Schuhwerk und alpine Erfahrung notwendig.

    Auch die zweite Variante der ersten Etappe beginnt wieder beim Ursprung der Lainsitz. In diesem Fall ist die auf knapp 1.000 Metern Seehöhe entspringende Quelle allerdings nicht der höchste Punkt deiner Tour. Denn der folgt hier ein wenig später. Genau so, wie das Wasser, das zunächst in Form eines Baches ins Tal fließt, steigst auch du hinab. Und wanderst – zunächst nicht entlang des Flusses aber ebenso schön – durch die Gemeinde Karlstift bis du nach etwa sechs Kilometern wieder auf die Lainsitz triffst. Und so folgst du eine Weile dem Weg bis du auf die Abzweigung – und Wahlmöglichkeit zwischen den beiden Varianten – triffst. Variante A würde dich nun durch die Gemeinde St. Martin leiten. Variante B (wie hier aufgezeigt) lässt dich noch einmal etwas schwitzen und auf den Nebelstein (1.070 Meter hoch und damit höchster Punkt der Tour) steigen. Kurz die Aussicht und vielleicht ein mitgebrachtes Jausenbrot genossen, beginnst du auch schon wieder den Abstieg. Und findest dich nach etwa 28 Kilometern und knapp 500 Höhenmetern in Weitra wieder. Hier heißt es nun: Beine langmachen und die Sehenswürdigkeiten, die das historische Städtchen so zu bieten hat, erkunden. Die übliche Dauer dieser ersten Etappe liegt bei etwa zwei bis drei Tagen. Wenn dir danach ist, solltest du also rechtzeitig eine Unterkunft auf der Strecke buchen.Und dann kann es auch schon weitergehen: Etappe 2 – von Weitra bis Gmünd – wartet bereits auf dich.

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  • Schwer
    05:10
    19,2 km
    3,7 km/h
    210 m
    300 m
    Schwere Wanderung. Sehr gute Kondition erforderlich. Leicht begehbare Wege. Kein besonderes Können erforderlich.

    Etappe 2 des Weges entlang der Lainsitz verläuft ohne nennenswerte Höhenunterschiede von Weitra bis nach Gmünd, der größten Stadt, die dir während dieser Weitwanderung auf österreichischer Seite unterkommen wird. Auf insgesamt knapp 20 Kilometern bahnst du dir deinen Weg durch Wälder, Wiesen und Felder. Und kommst auch an so manchem, für das Waldviertel so typischem, Fischteich vorbei. Vielleicht ein schöner Ort, um mal eine kurze Pause einzulegen?Gmünd selbst empfängt dich schließlich mit einem kleinen, schönen Rathaus und seinen berühmten Fassaden, die noch aus der Renaissance stammen. In einem dieser schönen Häuser solltest du dir auch rechtzeitig ein Bett für die Nacht reservieren. Es lohnt sich, eine Weile durch die kleinen Gässchen der Stadt zu spazieren oder einen Kaffee am Rathausplatz zu schlürfen. Denn Etappe 3, die als nächstes ansteht und dich von Gmünd nach Litschau führt, fordert wieder ein paar mehr Kilometer von dir.

    Schwer
    07:37
    28,5 km
    3,7 km/h
    330 m
    290 m
    Schwere Wanderung. Sehr gute Kondition erforderlich. Leicht begehbare Wege. Kein besonderes Können erforderlich.

    Zeit für Etappe 3 deiner Weitwanderung. Und hierfür startest du – hoffentlich gut ausgeruht und mit ein paar Fotos des schönen Städtchens in der Tasche – in Gmünd. Es geht in Richtung Litschau. Durch eine leicht gewellte Landschaft, gespickt mit vielen schönen Wäldern wanderst du parallel zur tschechischen Grenze nach Norden. Insgesamt absolvierst du auf dieser Etappe um die 28 Kilometer, weshalb die übliche Dauer bei zwei bis drei Tagen liegt und eine rechtzeitig gebuchte Unterkunft, die dich unterwegs empfängt, sicher nicht schaden kann. Als Abschluss der Tour erreichst du schließlich Litschau, die nordöstlichste Stadt Österreichs – auch „Schrammelstadt“ genannt. Das Städtchen versprüht einen ganz besonderen Charme. Nicht zuletzt durch ihr Wahrzeichen, die Burg, die hoch oben am Hügel über ihren Schützling wacht. Auch der Herrensee (ursprünglich Herrenteich genannt) schlummert hier. Und auch wenn der – streng genommen – erst Teil der nächsten Etappe ist, will ich ihn dir an dieser Stelle schon einmal vorstellen. Weil ich weiß, dass so ein kühles Nass nach so vielen gewanderten Kilometern gerade recht kommen kann. Genieße es und schalte nochmal so richtig ab. Denn morgen gehst du die letzte Etappe an und begibst dich damit auf tschechischen Boden.

    Mittelschwer
    04:29
    16,9 km
    3,8 km/h
    140 m
    200 m
    Mittelschwere Wanderung. Gute Grundkondition erforderlich. Überwiegend gut begehbare Wege. Trittsicherheit erforderlich.

    Etappe 4, die letzte dieser Weitwanderung, steht an. Sie nimmt dich schließlich mit auf tschechischen Boden und zum Ziel des Lainsitz-Weges: Chlum. Allzu viele Kilometer kommen auf diesem finalen Abschnitt nicht mehr auf dich zu. Und auch die zu überwindenden Höhenmeter geben sich eher bescheiden. Zunächst geht es für dich am Ufer des Herrensees entlang und hinauf in Richtung Richterteich. Weiter durch schöne Wälder und schließlich über den Grenzübergang Schlag und noch ein paar Kilometer weiter bis ins tschechische Chlum. Auf der tschechischen Seite dieses Abschnitts wanderst du durch das Naturreservat Pele, dessen Moore und Wälder ein wahres Highlight deiner Fernwanderung sind. Ihr Abschluss folgt nur wenige Kilometer später. Das kleine Städtchen Chlum u Třeboně tut sich nach der gesamten Etappenlänge von etwa 17 Kilometern vor dir auf. Und bildet mit seinem schönen kleinen Schloss das Ziel einer erinnerungsreichen Wanderung zwischen Österreich und Tschechien.

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Collection Statistik

  • Touren
    5
  • Distanz
    123 km
  • Zeit
    33:26 Std
  • Höhenmeter
    1 410 m

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