SH: Naturparkweg

Collection von Michael wandert 🌄

Neun Etappen führen von Eckernförde durch die Naturparks Hüttener Berge, Westensee, Aukrug bis zum Großen Segeberger See und damit in die äußerste Ecke der "Holsteinische Schweiz".
✔ Tour 1: Eckernförde > Achterwehr; drei Etappen durch den Naturpark "Hüttener Berge"
✔ Tour 2: Achterwehr > Brokstedt; drei Etappen durch die Naturparks Westensee + Aukrug
✔ Tour 3: Brokstedt > Großenaspe; eine Tagestour durch Felder und Wiesen
✔ Tour 4: Großenaspe > Rickling; eine Tagestour durch das Halloher Moor und den Segeberger Forst
✔ Tour 5: Rickling > Bad Segeberg; eine Tagestour, die am Segeberger See mit dem Naturpark "Holsteinische Schweiz" verbindet.
michael-wandert.de/nah-wandern/schleswig-holstein/naturparkweg

Auf der Karte

Touren & Highlights

    04:39
    22,8 km
    4,9 km/h
    280 m
    200 m

    Während der ersten Etappe auf dem Naturparkweg geht es von Eckernförde für ein paar Kilometer auf der Westseite des Windebyer Noors einen urigen Weg entlang. Zwei Schutzhütten gibt es, der einen bin ich 2014 bereits begegnet, als ich hier erstmals auf meinen Schicksalswege - den E1 - stieß. Momente der Erinnerung...
    Weiter geht es an Feldern und Wiesen vorbei hinein in die Hüttener Berge. Bergig mutet es tatsächlich an, naja, wenigstens hügelig. Meist muss ich bergan stiefeln, denn das heutige Ziel ist der Aschberg (fast 100m hoch). Logieren darf ich im Panorama Hotel Aschberg, der ehemaligen Globetrotter Lounge. Das Panorama kann man am Besten vom Aussichtsturm genießen, der einen unglaublichen Weitblick ermöglicht. Ich habe Glück, denn die Sonne scheint, der Himmel ist blau und die Sicht weit. Nicht so viel Glück habe ich mit dem Restaurant. Das hat heute Ruhetag. Doch der kluge Mann baut vor. So gibt es halt Uncle Ben's Naturreis Mediterran über offenem Gaskocher auf der Terrasse. Ein kaltes Bier wenigstens gibt es an der Rezeption.

    04:28
    21,7 km
    4,9 km/h
    200 m
    280 m

    Nach geruhsamer Nacht und einfachem Frühstück bei reichlich Fernblick geht's recht früh weiter auf die zweite Etappe des Naturparkwegs. Gleich neben dem Hotel steht stolz die Statue vom alten Bismarck, das Antlitz starr in die Ferne gerichtet. Er wirkt ein wenig deplatziert hier.
    Es geht "bergab" zum Bistensee. Dort gibt's eine Badestelle. Doch statt mir springen zwei andere neoprengeschützt in die Fluten und kraulen straks übern See. Wir haben das gleiche Ziel, doch ich erreiche den Campingplatz auf dem Landweg. Ich möchte mich zu den Übernachtungsmöglichkeiten im Zelt informieren, doch ein Schild an der Einfahrt gibt mir bereits genug Auskunft: Wanderer derzeit wegen Corona nicht erwünscht. Nun geht's am Bistensee entlang, auf einer Bank hoch über dem See gibt's eine lange Pause bei herrlichem Blick über den See. Die Duvenstedter Berge folgen, ich habe sie nicht recht gemerkt. Irgendwo mitten drin die Kultureinheit (s. Highlight). In Borgstedt treffe ich auf einen Seitenarm des Nord-Ostsee-Kanals. Eine Badestelle lädt zum Verweilen ein. Ich mache ein Nickerchen, während LKW auf der Rader Hochbrücke und geräuschvoll spielende Kinder am Strand mich in den Schlaf säuseln. Danach Endspurt zu meiner Unterkunft, die nur noch drei Kilometer entfernt in Schirnau liegt. Ich habe es gut getroffen. Das kleine Appartement "Schirnaublick" hat Aussicht auf einen Seitenarm der Eider. Während des Apré-Hike-Kaffees gibt es Gelegenheit zum Wasservögel beobachten.

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  • 05:16
    25,6 km
    4,9 km/h
    170 m
    170 m

    Sehr früh geht es los zur dritten Etappe auf dem Naturparkweg, der heute den Nord-Ostsee-Kanal (kurz NOK) entlang führt. Das Ausland nennt ihn Kiel Canal, weil er in Kiel beginnt. In Brunsbüttel mündet der Kanal in die Nordsee, der Seeweg, der früher um Dänemark ging, wurde durch den Bau vor mehr als 100 Jahren enorm verkürzt. Geplant wurde er einst von Bismark und zwar aus militärischem Kalkül. Insofern macht die Statue auf dem Aschberg Sinn.
    Es ist schön, am Kanal auf gut befestigtem Wirtschaftsweg entlang zu gehen. Gelegentlich tuckert ein Schiff vorbei. Richtig große Pötte sind nicht dabei, eher Kümos.
    Ich bin gerade schön im Wanderflow, als Sehestedt, der einzige durch den Kanal getrennte Ort, vor mir auftaucht. Wohnmobile parken auf extra für sie reservierten Platz am Kanal. Hier schlafen noch alle, doch oberhalb hat das fast futuristisch wirkende "Markt Treff" bereits geöffnet. Zeit für Kaffee und Brötchen - natürlich mit Mundschutz wg. Corona.
    Gestärkt geht es weiter den Kanal entlang. Der Himmel ist verhangen, eine leichte Brise kühlt von vorn - ideale Bedingungen zum Kanalwandern, denn Schatten gibt es auf diesem Abschnitt keinen.
    Bei Großkönigsförde ist Schluss mit Kanalgucken, denn hier versperrt ein Bauzaun den Weg. Passanten meinen, auf dem bis Achterwehr gesperrten Stück wird gebaut, um den Kanal zu vertiefen. Ich weiß es nicht genau. Für mehrere Kilometer geht es nun durch's Landesinnere, wo es merklich wärmer wird. Landschaftlich reizvoll, ist der Weg ansonsten beschwerlich, denn schön ist es nicht, auf Asphalt zu gehen. Glücklicherweise ist wenig Verkehr auf den schmalen Straßen. Markiert ist der Umweg nicht, man muss sich seinen Weg schon selber suchen. Ich entscheide, bis Schinkel zu gehen. Ein Glück, denn dort treffe ich auf eine süße Backstube. Leckere Brötchen und frischer Kaffee lassen die Motivation zurück kehren, weiter zu gehen. Der Weg wird auch besser. In Achterwehr sehe ich den Kanal wieder, aber nur, um die Seite zu wechseln. Eine Fähre fährt stetig hin und her, sie ist kostenfrei. Ein kurzes Stück muss ich auf der anderen Kanalseite zurück, um an der Schleuse Strohbrück dem Kanal Lebwohl zu sagen. Damit verlasse ich den Naturpark "Hüttener Berge", dessen südliche Grenze der NOK ist. Nun geht es in südlicher Richtung auf einem waldreichen Weg zwischen Eider und Flemhuder See weiter. Eindringlich wird mir vor Augen geführt, welch eine Veränderung die Eider durch den Kanalbau vor mehr als 100 Jahren erfuhr. Mit der Naturidylle ist Schluss, als die Autobahn unterquert wird. Ein kurzes Stück noch an der belebten Landstraße Richtung Achterwehr, dann ist die Tour für mich am Gasthof Beckmann zu Ende. Hier werde ich abgeholt.

    03:20
    16,5 km
    5,0 km/h
    200 m
    200 m

    Offiziell startet diese Etappe südlich des NOK, doch meine zweite Tour auf dem NPW beginnt in Achterwehr, wo ich an meine Etappe 3 anschließe. Einige Kilometer geht es am Westufer des Westensees entlang. Nach 10km lädt eine Badestelle zur Pause. Auf dem Steg kann man fein die Füße im Wasser baumeln lassen. Das moderne Gasthaus am See hat leider zu. Im beschaulichen Ort gibt's noch die Kirche Sankt Catharinen zu bestaunen. Hübsch ist sie. Zwischen Wäldern und Feldern geht es beschaulich weiter. Hinter Blocksdorf geht's vom NPW weg, hin zur Arche Warder, die etwas abseits des Wegs liegt. Der Zugang ist auf der Brahmsee-Seite. Die Arche ist ein Landschaftstierpark, in dem man tagsüber spazieren kann. Auch werden ein paar einfache Hütten vermietet und in einer davon krieche ich heute unter. Nachts den Tieren lauschen - mitten im Park - das hat doch was!

    07:14
    40,5 km
    5,6 km/h
    320 m
    300 m

    Los geht's an der Arche Warder. Vorbei am Brahmsee, wo so früh am Tag die Badestelle noch nicht lockt. Kurz vor Bockel schaue ich beim Zirkuswagenhostel "Ulliwood" rein. Hier hätte man auch gut übernachten können, doch wegen Corona ging es für mich nicht. In Brammer beginnt der nächste Naturpark: "Aukrug".
    Drei Gehege warten auf ihre Durchquerung: Holtorfer Gehege, Himmelreich und Westerholz. Weil es heiß wird, suche ich mir in den dazwischen liegenden Dörfern schattige Bänke für erfrischende Pausen.
    Das Ende der langen Etappe naht in Aukrug - das denke ich jedenfalls. Im Coffee-Shop im Supermarkt "Markant" gönne ich mir Kuchen und Kaffee, dann rufe ich meine gebuchte Unterkunft an. Dabei erfahre ich, dass nicht 500m, wie gedacht, sondern noch 5km vor mir liegen. Uff! Da habe ich bei der Planung wohl einen Fehler gemacht. Doch ich kann nicht mehr, bin fertig von Strecke und Hitze - und habe Glück: ich werde abgeholt. So übernachte ich weitab vom NPW und werde mir morgen den Weg zurück auf den Naturparkweg suchen.

    03:40
    17,7 km
    4,8 km/h
    160 m
    200 m

    Von meiner Unterkunft südlich von Aukrug muss ich sehen, wie ich zurück auf den NPW komme. Ich entschließe mich für den direkten Weg. Mir entgehen Burg Bori - eh nur noch ein bewaldeter Hügel sowie eine alte Wassermühle. Stattdessen erklimme ich den Glas"berg", der nicht auf dem offiziellen Weg liegt. Der Weg ist beschwerlich und wild und soll wohl nicht mehr begangen werden.
    Bei einer ehemaligen Papiermühle - heute Fischzucht-Anstalt mit Angelteichen - bin ich zurück auf dem Weg - und muss gleich retour, denn der NPW wurde hier verlegt. Drei Kilometer weiter mache ich einen kleinen Umweg zum Burgwall von Willenscharen. Mehr als der Erdwall interessiert mich vor Ort doch die Bank am Bach. Pause! Nach dem Schlenker nach Fitzbek finde ich an der Panzerbrücke über die Stör die ultimative Bank für heute. Es war recht warm heute und nach der gestrigen Anstrengung fluppt es heute nicht so recht. Doch nach der langen Erholungspause bin ich ruck-zuck in Brokstedt am Bahnhof. Das südliche Ende des Naturpark "Aukrug" ist damit erreicht und meine Tour zu Ende. Mit dem Zug geht es zurück nach Hamburg.

    05:02
    24,2 km
    4,8 km/h
    240 m
    210 m

    nach bummeligen 2 Stunden sind die 50km von Hamburg nach Brockstedt mit der Bahn bewältigt. Signalstörungen...
    Es ist sonnig warm, als es am frühen Mittag losgeht. So trifft es sich gut, dass der NPW auf dieser Etappe fast nur im Schatten verläuft. Doch es sind nur die Knicks links und rechts der asphaltierten Wege, die Schatten spendend weite Feldflächen durchbrechen. Man merkt, hier hat in den 1960gern die Flurbereinigung gewirkt. Überwiegend wird Mais großflächig angebaut. Ob der dieses Jahr gedeihen wird bei der herrschenden Trockenheit?
    Hinter Armstedt und vor Wiemersdorf gibt es Klärteiche zu bewundern. Offenbar werden die Abwässer biologisch gereinigt. Den Wasservögeln scheint es zu gefallen.
    Vor der A7 geht es durch ein Waldstück. Ich verlasse den NPW für ein Weilchen, um zu einem kleinen, eingewachsenen Teich hinabzusteigen. Ein Radfahrer hatte dort ein Highlight gesetzt, das ich mir anschauen will. Der Weg zum Teich hinunter und drum herum ist abenteuerlich. Ich mag das - gelegentlich. Nun haben auch die Wanderer ein Highlight 😏 dort.
    Jenseits der A24 weiche ich erneut von der offiziellen Route ab, um die Osterau, einem Bach, der naturnah durch die Wiesen mäandrieren soll, entlang zu wandern. Doch leider sehe ich nur Wiesen und Knicks, aber keinen Bach.
    Da ich heute nur eine Tagestour auf dem NPW unternehme, muss ich nun Richtung Großenaspe nach Norden abbiegen, um zu einem Bahnhof zu gelangen. Wieder geht es an großen Felder entlang, weit entfernt kann ich eine Kiesgrube ausmachen, aus der es staubt. Den rechts liegenden Aussichtsturm im Ketelvierth lasse ich - anders als geplant - heute aus. Ich besuche ihn auf der nächsten Etappe, bevor ich wieder auf den NPW stoßen werde.

    04:59
    25,8 km
    5,2 km/h
    230 m
    230 m

    Regen, Regen, Regen - den ganzen Tag!
    Für die Fahrt zum Ausgangspunkt wähle ich heute HVV und AKN, das ist billiger und unterm Strich sogar schneller als DB.
    Die Tour beginnt in Großenaspe.
    Nur zwei Kilometer sind es zum Aussichtsturm am Ketelvierth, der einen weiten Blick über das flache Umland gewährt. Nach drei weiteren Kilometern geht es hinein in das NSG Halloher Moor, einer Dünen-, Heide- und Moorlandschaft. Wunderschön, gerade bei Dauerregen. Auf halber Strecke finde ich in einem Wartehäuschen in Heidmühlen Unterschlupf für die Mittagspause. Die vor Kälte und Nässe klammen Finger können das Brot kaum halten, doch der heiße Kaffee aus dem Thermosbecher wärmt mich von innen wieder auf. Die Pause ist nicht lang. Es geht auf tollen Waldwegen weiter, nun für ein paar Kilometer durch den dichten Segeberger Staatsforst. An der Fehrenböteler Dorfstraße schwenkt der Naturparkweg nach links auf eine gut befahrenen Landstraße, führt in weitem Bogen westlich um Rickling herum. An der Bahnlinie verlasse ich den NPW für heute, denn ich will mit dem Zug von Rickling wieder zurück.
    Der Zug kommt bald. Ich bin froh, im Warmen zu sein. Während der Rückfahrt trocknen die Wandersachen allmählich wieder.

    05:27
    27,4 km
    5,0 km/h
    210 m
    200 m

    Die Anreise mit der Regionalbahn stellt heute kein Problem da, es kann pünktlich in Rickling los gehen. Im Wildpark Trappenkamp kann ich zwar kein Wild, dafür aber zwei schöne Rastplätze entdecken. Für eine Pause ist es allerdings noch zu früh. Weiter geht es über die A21 (B404), jenseits der Autobahn liegt das Tarbeker Moor. Jahrzehntelang durch Torfausbau verschandelt, wurde das Moor nun denaturiert. Bei Blunk schwenkt man auf die Eisenbahntrasse der "Kleinbahn Kiel-Segeberg" ein und folgt für etliche Kilometer einem Sandweg, bis man zum Großen Segeberger See abbiegt, an dessen westlichem Ufer es nun bis nach Bad Segeberg geht. Das Finale des 220km langen Naturparkwegs kann schöner nicht sein. Eine große Schutzhütte lädt zu einer letzten Pause ein. Während ich den Blick über den wunderbaren See schweifen lasse, zieht die Tour noch einmal vor meinem inneren Auge vorbei. Schön war es!
    Tatsächlich zu Ende ist die Tour dann an der Uferpromenade der Bäderstadt Bad Segeberg. Mein persönliches Tourende liegt ein Stückchen weiter an der Marienkirche.
    Info zur Etappe:
    wanderkompass.de/Naturparkweg/Naturparkweg-Etappe-9.html

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Collection Statistik

  • Touren
    9
  • Distanz
    222 km
  • Zeit
    44:04 Std
  • Höhenmeter
    2 000 m

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