Dampfrösser – mit der S-Bahn unterwegs zur Eisenbahnhistorie Berlins

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S-Bahn Berlin

Zischend entweicht Dampf, ein schweres Schnaufen ist zu vernehmen, dann ein langgezogener, klagender Pfiff – und mit einem Knarzen und Knacken setzt sich die gewaltige, schwarze Lok in Bewegung und mit ihr fünf Waggons voller jubelnder Menschen. Keine Frage – die Urgewalt und die Nostalgie von Dampfloks ist bis heute ungebrochen. Ehrfürchtig stehst du am Gleis neben dem glänzend-schwarzen Ungetüm, das auf die nächste Reise wartet und voller Glück lauschst du dem rhythmischen Arbeiten der Kolben und Zylinder, den ratternden Rädern und den durchdringenden Pfiffen, während der Zug bei voller Fahrt durch die Brandenburgische Landschaft gleitet. Ohne die Eisenbahn wäre das Wachstum von Berlin ab dem späten 19. Jahrhundert nicht zu meistern gewesen. An vielen Orten der Stadt standen prachtvolle Bahnhofshallen wie der Lehrter Bahnhof, der Potsdamer Bahnhof oder der Anhalter Bahnhof und auf gewaltigen Arealen wurden täglich Waren und Güter in hunderte Waggons verladen. Heute sind viele der Gleise abgebaut, doch auf den einstigen Brachen erwarten dich heute Parks und Wiesen, deren Namen an die ruhmreiche Vergangenheit erinnern. Und dazwischen gibt es doch immer wieder Orte, an denen du die Dampfloks in ihrer ganzen Pracht und voll einsatzbereit bewundern kannst.

Wir haben dir sieben Touren in Berlin und Brandenburg ausgesucht, auf denen du die große Bahnhistorie auch noch heute live erleben kannst. Im Schöneberger Südgelände präsentiert sich die Dampflokvergangenheit vor allem mit dem Charme des Verfallenen, wenn du hier entlang von überwucherten Gleisen durch die einstige Bahnbrache schlenderst. Im Park am Gleisdreieck ist hingegen alles tiptop gepflegt – und bei einem Besuch im angrenzenden Technikmuseum kannst du gleich noch genauso gepflegte Loks bestaunen. In der Wuhlheide rattern sogar heute noch die Dampfloks durch den Park und den Wald: Bei einer Runde mit der Parkeisenbahn haben nämlich nicht nur Kinder Glücksgefühle.

Weiter im Osten gibt es noch mehr lebendige Eisenbahngeschichte, auch wenn hier die Elektrizität die Dampfkraft schon vor fast 90 Jahren abgelöst hat. Zwischen Berlin-Rahnsdorf und dem brandenburgischen Woltersdorf rattert seit 1913 die Tramlinie 87 durch den Wald. Und bis heute fahren hier unter anderem auch noch Straßenbahnen aus dem Eröffnungsjahr – neben nicht weniger nostalgischen Straßenbahnen aus den 1950er Jahren. Noch weiter östlich und kurz vor der polnischen Grenze bringt dich die Buckower Kleinbahn von Müncheberg aus auf die romantischste Art in die Märkische Schweiz: Mit zwei Triebwagen aus den 1930er Jahren.

Und wenn du die schnaufenden, schwarzen Riesen mal richtig in Action erleben möchtest, solltest du dir unbedingt die Touren zum Bahnhof Gesundbrunnen und zum Betriebsbahnhof Schöneweide ansehen. Von dort aus starten nämlich die Museumszüge der beiden Vereine „Berliner Eisenbahnfreunde” und „Berliner Dampflokfreunde” zu ihren Ausfahrten. Ob Stadtrundfahrt auf der Ringbahn, Ausflug zum Leipziger Weihnachtsmarkt oder sommerliche Ausfahrt bis an die Ostsee – eine Fahrt in den historischen Dampfzügen ist ein absolut einmaliges Erlebnis.

Standesgemäß sind natürlich alle Touren mit der Bahn zu erreichen – und zwar mit den Linien der S-Bahn Berlin. So kommst du schon bei der Anreise zu deiner Tour in die richtige Stimmung.

Auf der Karte

Touren & Highlights

  • Leicht
    00:48
    3,14 km
    3,9 km/h
    10 m
    10 m
    Leichte Wanderung. Für alle Fitnesslevel. Leicht begehbare Wege. Kein besonderes Können erforderlich.

    Das Schöneberger Südgelände bildete früher zusammen mit dem Gleisdreieck den größten Rangierbahnhof Europas – aber das ist lange vorbei. Mit der Schließung des Anhalter Bahnhofs in den 1950er Jahren wurden auch Teile des Rangierbahnhofs Tempelhof stillgelegt und das Südgelände fiel in einen Dornröschenschlaf. Über viele Jahre hinweg wucherten hier zwischen Wasserturm, Lokschuppen, Gleisen und Brücken unzählige Pflanzen, Büsche und Bäume. Erst im Jahre 1995 wurde das Südgelände wieder aufgeweckt: Der einzigartige Naturraum wurde jetzt als Park eröffnet, doch dabei behielt man einige Teile der Eisenbahninfrastruktur bei. Wenn du hier die Wege entlangschlenderst, kannst du erleben, wie schnell die Natur sich ihren Raum zurückholt – und du kannst eine gut erhaltene Dampflokomotive der Baureihe 50 bestaunen, die auf alten Gleisen in einem kleinen Hain abgestellt wurde.Startpunkt der Rundwanderung ist der S-Bahnhof Priesterweg, der von den S-Bahn-Linien S2, S25 und S26 angefahren wird. Durch die Unterführung hindurch geht es hinein in den Park. Am Eingang zahlst du an einem kleinen Automat deinen Eintritt – ab 14 Jahre kostet es einen Euro – und danach betrittst du den ehemaligen Rangierbahnhof. Zuerst spazierst du an dem alten Lokschuppen und dem Café Paresüd vorbei und folgst dann den schmalen Wegen durch Birkenhaine weiter Richtung Norden.Bald erblickst du zwischen den schmalen Bäumen die Dampflok und die alte, verrostete Drehscheibe. Auf ruhigen Wegen führt dich unsere Route über alte Gleise und an gemütlichen Bänken vorbei, bis du am nördlichsten Punkt des Parks umdrehst. Jetzt spazierst du über den Tälchenweg, dessen gemauerte Wände von Graffiti-Künstlern verziert wurden, zurück zum S-Bahnhof.

  • Leicht
    01:27
    5,70 km
    3,9 km/h
    20 m
    20 m
    Leichte Wanderung. Für alle Fitnesslevel. Leicht begehbare Wege. Kein besonderes Können erforderlich.

    Wenn du heute über die weiten Wiesen des Parks am Gleisdreieck blickst, erinnert kaum noch etwas an die tausenden Waggons und die schnaufenden Züge aus der Zeit der Dampfloks. Bis zum Zweiten Weltkrieg standen hier die hunderte Meter langen Züge, die am Anhalter Güterbahnhof und am Potsdamer Güterbahnhof ihre Waren entluden. Nach dem Krieg wurden es immer weniger, aber erst in den späten 1970er Jahren wurde die Fläche aufgegeben und das Gleisdreieck verwilderte. In den 2000er Jahren begann schließlich mit viel Bürgerarbeit die Umwandlung in den Park am Gleisdreieck. Hier und da entdeckst du heute immer noch Gleise, Signale oder Strommasten. Für alle Dampflok-Aficionados empfiehlt sich ein Besuch im angrenzenden Deutschen Technikmuseum. Dort kannst du im Lokschuppen perfekt gepflegte und voll funktionsfähige Loks aus der goldenen Ära der Eisenbahn bewundern – und zu besonderen Events dürfen sie sogar nochmal losdampfen.Deine Tour beginnt am S-Bahnhof Yorckstraße, der von den Linien S2, S25 und S26 angefahren wird. Von hier aus überquerst du erst auf den Yorckbrücken die Straße und spazierst dann durch den Park am Gleisdreieck bis zum Technikmuseum. Nachdem du dir hier alles zur Eisenbahn-Historie angesehen hast, geht es durch den Park nach Süden zum angrenzenden Flaschenhalspark.Hier befindet sich auch die sogenannte Monumentenhalle: Darin bewahrt das Technikmuseum perfekt gepflegte Busse, Straßenbahnen, Postfahrzeuge und allerlei Memorabilia zum über 100 Jahre alten Berliner Kommunalverkehr auf – allerdings öffnet die Halle nur zu einzelnen Veranstaltungen im Jahr. Nach einer Runde durch den Flaschenhalspark kannst du am S-Bahnhof Yorckstraße die Heimreise antreten.

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  • Leicht
    00:26
    1,75 km
    4,0 km/h
    0 m
    0 m
    Leichte Wanderung. Für alle Fitnesslevel. Leicht begehbare Wege. Kein besonderes Können erforderlich.

    Direkt am S-Bahnhof „Betriebsbahnhof Schöneweide” befindet sich ein denkmalgeschützter Ringlokschuppen – die Heimat der Dampflokfreunde Berlin. Hier pflegen und warten sie vier historische Dampfloks, eine nostalgische Diesel-Schnellzuglok und insgesamt 14 Personenwaggons aus den 1930er Jahren. An zwei Tagen im September – am Tag des offenen Denkmals und am Berliner Eisenbahnfest – öffnet der Lokschuppen seine Pforten und du kannst die eindrucksvollen und liebevoll gepflegten Loks und Züge bewundern. Außerdem bietet der Verein unter dem Motto „Berlin macht Dampf” über 30 Ausflugsfahrten mit ihren Zügen pro Jahr an. Ob im historischen Speisewagen zu den Weihnachtsmärkten nach Leipzig, Dresden oder Wittenberg, zur Nikolausfahrt nach Potsdam, gemütlich durch die Brandenburgische Weite oder auf den Ringbahngleisen einmal rund um Berlin – bei den Ausflugsfahrten ist für jeden Eisenbahnliebhaber etwas dabei.Diese kurze Wanderung beginnt am S-Bahnhof Betriebsbahnhof Schöneweide, der von den S-Bahn-Linien S45, S46, S8, S85 und S9 angefahren wird. Von hier aus sind es nur wenige Schritte bis zum Ringlokschuppen. Schau dir für einen Besuch am besten vorher hier die Termine an: berlin-macht-dampf.com.Am Ringlokschuppen und den Eisenbahngleisen entlang schlenderst du weiter bis zum S-Bahnhof Schöneweide. Von hier aus starten alle „Berlin macht Dampf”-Fahrten der Dampflokfreunde Berlin. Außerdem bringen dich von hier aus die S-Bahn-Linien S45, S46, S47, S8, S85 und S9 wieder nach hause.

  • Mittelschwer
    02:24
    8,97 km
    3,7 km/h
    100 m
    100 m
    Mittelschwere Wanderung. Gute Grundkondition erforderlich. Überwiegend gut begehbare Wege. Trittsicherheit erforderlich.

    Wusstest du, dass du das beschauliche Buckow inmitten der märkischen Schweiz auch komplett mit der Bahn erreichen kannst? Das ermöglicht dir die Buckower Kleinbahn, die vom Bahnhof Müncheberg (Mark) mit sorgfältig restaurierten Museumzügen bis zum Bahnhof Buckow zockelt. Bei ihrer Eröffnung fuhren hier tatsächlich zuerst Dampfloks, doch bereits 1930 wurde auf elektrischen Betrieb umgestellt. Die beiden noch heute fahrenden Züge stammen tatsächlich noch von 1930 und absolvieren weiterhin brav ihren Dienst. Von Mai bis Anfang Oktober bringen dich die Züge in einer zwölfminütigen Fahrt mitten in die Märkische Schweiz. Auf unserer Tour führen wir dich vom Bahnhof einmal auf dem Höhenweg rund um den Schermützelsee und den hügeligen SchlossparkBesonders lohnenswert sind aber vor allem die beiden einzigen Winterfahrtage: Am zweiten Dezemberwochenende findet in Buckow der Weihnachtsmarkt statt – und dann fährt an beiden Tagen auch die Buckower Kleinbahn. Alle Infos zur Buckower Kleinbahn findest du hier: buckower-kleinbahn.deAb den Bahnhöfen Ostkreuz oder Berlin-Lichtenberg, die du beide bequem mit den Linien der S-Bahn Berlin erreichst, fährst du mit der Regionalbahn RB26 bis nach Bahnhof Müncheberg (Mark). Dort angekommen steigst du in die Buckower Kleinbahn um und kurz darauf erreichst du dein Ziel: Buckow in der Märkischen Schweiz. Wenn du Lust hast, kannst du dir im Bahnhof noch das kleine Eisenbahnmuseum ansehen, bevor du deine Rundwanderung beginnst.Nach einem kurzen Stück durch die beschauliche Stadt, knickt unsere Route in den Wald ab und führt dich am Ufer des Weißen Sees vorbei zum Schermützelsee. Im steten Auf und Ab wanderst du hier auf dem Höhenweg am Seeufer entlang – herrliche Ausblicke auf die Hügel der Märkischen Schweiz und auf Buckow inbegriffen. Am Nordufer wird der Weg langsam flacher und schlängelt sich unter Bäumen hindurch und an Datschen vorbei. Bald darauf erreichst du die Wriezener Straße, die direkt in den Ortskern hinein führt. Unsere Route knickt hier aber nochmal ab und du machst eine schöne Runde über weite Streuobstwiesen und durch den Schlosspark mit seinen uralten Bäumen.Im Ortskern von Buckow kannst du dann eine Rast in einem der Cafés, Bäckereien oder Restaurants einlegen, bevor dich die nostalgische Kleinbahn zurück nach Müncheberg (Mark) bringt.

  • Mittelschwer
    02:06
    8,28 km
    3,9 km/h
    20 m
    20 m
    Mittelschwere Wanderung. Gute Grundkondition erforderlich. Leicht begehbare Wege. Kein besonderes Können erforderlich.

    Die Wuhlheide ist nicht nur einer der größten und schönsten Parks von Berlin, hier gibt es auch einen besonderen Leckerbissen für Eisenbahnfreunde: Die Parkeisenbahn. Auf Schmalspurgleisen tuckern hier an vielen Tagen im Jahr Dieselloks und manchmal sogar historische Dampfloks durch den Park und durch den Wald – und zwar vom Frühling bis zum Winter. Das Besondere daran: Außer den Lokführern sind alle Mitarbeiter Kinder. Ob Ticketverkäufer, Kontrolleur oder Fahrdienstleiter – die Kinder und Jugendlichen sind jederzeit mit viel Spaß dabei. Alle Infos und Fahrpläne zur Parkeisenbahn findest du hier: parkeisenbahn.de.Auf dieser Tour führen wir dich in einer gemütlichen Runde vom S-Bahnhof Wuhlheide quer durch den Park. Der Bahnhof wird von der S-Bahn-Linie S3 angefahren. Unterwegs auf deiner Rundtour passierst du nicht nur viele der Freizeitangebote im Park, sondern auch die verschiedenen Haltestellen der Parkeisenbahn – du erkennst die Bahnhöfe an den kleinen Abstechern auf der Karte. So kannst du an verschiedenen Stellen in den Zug springen und eine Runde drehen.Ansonsten lohnt sich natürlich auch ein Besuch bei den Tieren im Haus Natur und Umwelt, ein Kletterabenteuer im Kletterwald, ein sommerlicher Sprung in den Badesee oder halt einfach ein schöner Spaziergang unter den vielen Kiefern und Buchen. Nach deiner Runde geht es dann vom S-Bahnhof Wuhlheide zurück nach Hause.

  • Leicht
    01:55
    7,39 km
    3,9 km/h
    50 m
    40 m
    Leichte Wanderung. Für alle Fitnesslevel. Leicht begehbare Wege. Kein besonderes Können erforderlich.

    Zugegegeben, die Tramlinie 87 zwischen Berlin Rahnsdorf und Woltersdorf ist kein Dampfzug – aber an keinem anderen Ort in Berlin fahren so alte Straßenbahnen im Regelverkehr. Die meisten Wagen stammen aus den 1950er und 1960er Jahren, doch daneben befinden sich noch weitere Schmuckstücke im Besitz der Gesellschaft: Zum Beispiel der Triebwagen 2, der seit der Eröffnung der Linie im Jahr 1913 seinen Dienst tut – heute allerdings nur noch zu besonderen Anlässen. Aber auch in den anderen Straßenbahnen ist es ein wunderbar nostalgisches Erlebnis, von Woltersdorf gemütlich durch den Kiefernwald bis zur S-Bahn-Haltstelle Rahnsdorf zu rattern. Auf unserer Route führen wir dich vom S-Bahnhof Rahnsdorf an den Gleisen der Tram entlang und mitten durch den Rahnsdorfer Forst bis nach Woltersdorf. Von dort aus geht es dann gemütlich mit der Straßenbahn zurück.Mit der S-Bahn-Linie S3 fährst du erstmal ganz gemütlich aus der Stadt heraus zum S-Bahnhof Rahnsdorf. Wenn du den kleinen Bahnhof verlässt, stehst du bereits mitten im Wald – und wenn du Glück hast, steht bereits eine der nostalgischen Straßenbahnen an der Tramhaltestelle. Von hier aus geht es erstmal für ein Stück an den Straßenbahngleisen entlang hinein in den Kiefernwald. Der Wanderweg verläuft mit wenigen Metern Abstand parallel zur Bahnstrecke, doch nach einer Weile knickt unsere Route nach Südosten ab.Gemütlich schlängelt sich der Weg durch den Wald und über die sandige, offene Woltersdorfer Düne. Auf mal schmalen Wanderwegen und mal breiten Forstwegen geht es weiter in Richtung Woltersdorf. Bald hast du den Rand des Ortes erreicht. Hier lohnt es sich, der Schleusenstraße bis zur Schleuse zu folgen und den Blick über den Flakensee schweifen zu lassen. Außerdem gibt es hier mehrere gemütliche Cafés. Danach geht es von der rund 500 Meter entfernten Straßenbahnhaltestelle Woltersdorf Krankenhaus mit der Waldtram zurück nach Rahnsdorf. Besonders praktisch: In der Tram sind die regulären VBB-Tickets gültig. Einfach ein ABC-Ticket lösen und los geht's.

  • Leicht
    00:55
    3,48 km
    3,8 km/h
    30 m
    20 m
    Leichte Wanderung. Für alle Fitnesslevel. Leicht begehbare Wege. Kein besonderes Können erforderlich.

    Wenn du gerne im Volkspark Humboldthain spazieren gehst, wirst du bestimmt ein ganz bestimmtes Geräusch gut kennen: Ein ansteigendes, klagendes Pfeifen, das plötzlich abbricht und dann folgt ein unverwechselbares Schnaufen – eine anfahrende Dampflok! An vielen Tagen im Jahr starten am Bahnhof Gesundbrunnen nämlich die Sonderzüge des Vereins Eisenbahnfreunde Berlin. Ob Stadtrundfahrt auf der Berliner Ringbahn oder Ausflug zu kleinen Orten nördlich von Berlin – eine Fahrt mit den Dampfzügen oder dem liebevoll restaurierten Schienenbus sind ein Erlebnis für Groß und Klein. Und selbst wenn du nicht selbst mit dem Zug mitfährst – der Anblick der schnaufenden Dampfloks und der historischen Waggons ist pure Nostalgie. Auf dieser Route führen wir dich vom Nordbahnhof und durch den Humboltdhain bis zum Bahnhof Gesundbrunnen. Unterwegs erwarten dich an mehreren Stellen Erinnerungen an die goldene Zeit der Dampfzüge in Berlin. Alle Termine der Eisenbahnfreunde findest du unter berliner-eisenbahnfreunde.de.Den Nordbahnhof erreichst du mit den S-Bahn-Linien S1, S2, S25 und S26. Von hier aus geht es erstmal durch den Park am Nordbahnhof, auf dem sich früher die Gleise des Stettiner Bahnhofs und des späteren oberirdischen Nordbahnhofs drängten. Davon sind heute nur noch ein paar Schienen zu erkennen, die in die Pflasterwege eingearbeitet sind. Am Nordende des Parks dann weitere Nostalgie: Über die eindrucksvollen Liesenbrücken aus Stahlfachwerk ratterten früher alle Fernzüge in Richtung Norden. Heute sind sie verrostet, aber vielleicht werden sie mal als Radtrassenbrücken wiederbelebt.Über die Scheringstraße geht es in wenigen Minuten bis zum Volkspark Humboldthain. Hier lohnt sich natürlich ein Abstecher zum Aussichtspunkt am Flakbunker. Von hier oben hast du eine tolle Aussicht auf die Ringbahn-, die S-Bahn- und auch die Fernzug-Gleise rund um den Bahnhof Gesundbrunnen. An manchen Tagen im Jahr kannst du von hier oben bereits die historischen Dampfzüge bei der Einfahrt in den Bahnhof bewundern. Auf dem schmalen Humboldtsteg überquerst du die S-Bahn-Gleise und wenig später kommst du am Bahnhof Gesundbrunnen an. Entweder geht hier deine Reise mit den Eisenbahnfreunden weiter oder du fährst mit den S-Bahn-Linien S1, S2, S25, S26, S41 oder S42 wieder nach Hause.

Collection Statistik

  • Touren
    7
  • Distanz
    38,7 km
  • Zeit
    10:01 Std
  • Höhenmeter
    230 m
Dampfrösser – mit der S-Bahn unterwegs zur Eisenbahnhistorie Berlins
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