© BSW | Foto: Patrick Gawandtka

Radeln für Genießer – Auf Bahntrassen durchs Bergische Land

Fahrrad-Collection von einfach bergisch radeln

Bereits früher immer ein Paradebeispiel für entspanntes Reisen, gehen die alten Bahnstrecken im Bergischen Land heute neue Wege. Das Tolle daran: Sie verlieren dabei in keinster Weise ihren ursprünglichen Kerngedanken. Denn wo einstmals die Züge für den Personen- und Güterverkehr eingesetzt wurden, profitiert heute ein über 220 Kilometer großes Radnetz von der Tatsache, dass auch Züge keine steilen Anstiege mögen – heute rollst du auf perfekt gepflegten Radwegen auf den alten Bahntrassen durch die grüne Landschaft. Einer genussreichen Panoramatour durch das Bergische Land steht somit kaum mehr ein Berg im Weg.

Mit dieser Collection nehmen wir dich mit auf die Reise der alten Eisenbahnwaggons und stellen dir in fünf abwechslungsreichen Touren jene Panorama-Radwege vor, die das Bergische Land mit dem südlichen Ruhrgebiet und dem Sauerland verbinden. Zahlreiche Tunnel, der längste 724 Meter, und etliche Viadukte, das höchste bis zu 40 Meter, zeugen dabei von den ingenieurtechnischen Meisterleistungen, die im Zuge des Eisenbahnbaus vollbracht wurden und von denen heute vor allem du, als Radfahrer, profitierst.

Doch nicht nur Relikte von Industrie- und Eisenbahn werden dir auf deiner Reise durch das Bergische Land begegnen. Mehrere Talsperren sorgen für spektakuläre Naturpanoramen und herrlich dichte Wälder bieten oft eine willkommene Abkühlung. Kulturhistorisch ist die größte wiederaufgebaute Burganlage Westdeutschlands, Schloss Burg in Solingen, ein klares Highlight und Naschkatzen kommen mit den berühmten Bergischen Waffeln oder – wenns mal etwas mehr sein darf – der Bergischen Kaffeetafel auf ihre Kosten.

Auch wenn die alten Zugstrecken inzwischen zu Radwegen umgebaut wurden, sind die Start- und Endpunkte der Touren heutzutage immer noch gut mit der Bahn zu erreichen. Entlang des Bergischen Panorama-Radwegs fährt sogar ein Fahrradbus, der an mehreren Stationen Halt macht und bis zu 20 Räder transportieren kann. Mehr Informationen unter: bergischer-fahrradbus.de Zudem kannst du die Strecken nach Belieben verbinden, in mehrere Etappen unterteilen und sogar in einem Rundkurs befahren. Werfe hierzu am besten einen Blick auf die Karte der Collection, so kannst du dir einen guten Überblick verschaffen. Und um ein Gefühl für die bergischen Bahntrassen zu bekommen, wirf doch mal einen Blick auf unser Video:

Auf der Karte

Touren & Highlights

    Schwer
    04:45
    67,1 km
    14,1 km/h
    890 m
    720 m
    Fähre
    Schwere Fahrradtour. Sehr gute Kondition erforderlich. Überwiegend befestigte Wege. Kein besonderes Können erforderlich. Die Tour enthält Überquerungen mit der Fähre.

    Der Bergische Panorama-Radweg ist mit etwas über 130 Kilometern Länge die längste Fahrradtour dieser Collection und sie bietet dir auf der gesamten Strecke viele verschiedene Eindrücke. Du kannst die Radtour entweder, wie hier beschrieben, in zwei etwa gleich großen Etappen fahren und in Wermelskirchen übernachten oder alternativ auch in mehrere kleinere Stücke aufteilen – Übernachtungsmöglichkeiten findest du in den meisten Ortschaften entlang des Weges.Zu den Highlights entlang der Strecke zählen nicht nur schöne Städtchen und abwechslungsreiche Landschaften, vor allem die Ingenieurskunst weiß mit dem, was sie anno dazumal im Zuge des Eisenbahnbaus geleistet hat, zu beeindrucken: 14 Tunnel, bis zu 40 Meter hohe Viadukte und die höchste Eisenbahnbrücke Deutschlands werden dich in Staunen versetzen.Diese Etappe führt dich auf ihrem ersten Teilstück von Hattingen über Sprockhövel bis nach Wuppertal. Kurz vor Wuppertal durchquerst du den 722 Meter langen Schee-Tunnel. Mitten im Tunnel verläuft die Grenze zwischen Westfalen und dem Rheinland, eine Markierung an der Wand weist darauf hin. Bitte beachte, dass der Tunnel zu besonderen Zeiten, zum Beispiel an Silvester geschlossen wird, um den Fledermäusen, die in ihm hausen, einen ruhigen Unterschlupf zu bieten. Er lässt sich aber auch ohne Probleme umfahren – allenfalls wird es etwas „bergiger“.In Wuppertal erwarten dich neben weiteren Tunnel vor allem für den Eisenbahnverkehr angelegte Viadukte, die dich hoch über den Dächern der Stadt über die Wuppertaler Stadtteile hinweg führen – ganz klar ein besonderes Erlebnis. Doch auch die funktionstüchtige Draisine am Bahnhof Loh, der Kreativort „Utopiastadt“ am alten Mirker Bahnhof und die Schwebebahn in Vohwinkel haben ihren Reiz und sind allesamt einen Besuch wert.Auf dem letzten Stück der ersten Etappe erwartet dich hinter Solingen nicht nur Deutschlands höchste Eisenbahnbrücke im Müngstener Brückenpark, sondern etwas weiter südlich mit Schloss Burg auch die größte wiederaufgebaute Burganlage Westdeutschlands. Willst du dir den Anstieg von Unterburg nach Oberburg sparen, kannst du übrigens auch die Seilbahn benutzen – diese transportiert auch Fahrräder. In Oberburg verlässt du schließlich die Wupper und fährst auf den letzten vier Kilometern über Hünger bis kurz vor Wermelskirchen, wo du dir ein Quartier für die Nacht suchen kannst.

    Schwer
    04:41
    71,0 km
    15,2 km/h
    890 m
    860 m
    Schwere Fahrradtour. Sehr gute Kondition erforderlich. Überwiegend befestigte Wege. Kein besonderes Können erforderlich.

    Die zweite Etappe auf dem Bergischen Panorama-Radweg ist gesäumt von tollen Ausblicken auf die vielen Talsperren – auch genannt das Wasserquintett, die entlang der Flussläufe von Wupper, Wipper, Genkel, Agger und Bigge errichtet werden und zu einer Erfrischung einladen. Ebenso wirst du auf langen Streckenabschnitte durch saftig grüne Natur nun merklich die Industriezentren südlich des Ruhrgebiets hinter dir lassen. Du fährst durch idyllische Auenwälder, während es zwischendurch immer wieder tolle Panoramaausblicke zu genießen gibt.Kurz vor Wipperfürth erinnert ein alter Schienenbus an die Vergangenheit der aufgegebenen Bahnstrecke zwischen Wipperfürth und Remscheid-Lennep, ehe dich die Strecke weiter an der Wupper entlang führt, die nicht weit entfernt auch schon zur Wipper wird. Immer wieder laden Informationspunkte entlang der alten Bahnstrecke dazu ein, dich über die Landschaft, Flora und Fauna zu informieren, die hier in den Auenwäldern zu finden ist.Nach der Passage der Aggertalsperre und ihrer pittoresken Halbinsel erwartet dich in Wegeringhausen noch ein ganz besonderes Highlight: der längste Fahrradtunnel des gesamten Radnetzes im Bergischen Land. Dieser ist 724 Meter, also fast einen ganzen Kilometer lang. Bitte beachte, dass der Tunnel ebenfalls zur Winterzeit, also von November bis Mitte April gesperrt ist, um den heimischen Fledermäusen einen ruhigen Unterschlupf zu gewähren. Natürlich kann der Tunnel mit ein paar Höhenmetern extra auch problemlos umfahren werden.Von Wegeringhausen sind es noch grob zehn Kilometer ehe deine Tour auf dem Bergischen Panorama-Radweg in der Stadt Olpe endet. Eine kurze Passage entlang der Biggetalsperre und schon befindest du dich am Bahnhof, von wo aus du deinen Heimweg antreten kannst.

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  • Mittelschwer
    03:34
    59,2 km
    16,6 km/h
    440 m
    570 m
    Mittelschwere Fahrradtour. Gute Grundkondition erforderlich. Überwiegend befestigte Wege. Kein besonderes Können erforderlich.

    Aus der Hügellandschaft des Bergischen zur Tiefebene des Rheins: Die Balkantrasse schafft die ideale Verbindung. Der Name der heutigen Radstrecke erinnert übrigens an den „Balkanexpress“ – so wurde früher die ehemalige Bahnlinie zwischen Leverkusen-Opladen und Remscheid-Lennep im Volksmund genannt.Von 1868 bis in die 1980er Jahre rollten hier Züge, heute eröffnen sich aus der Sattelperspektive reizvolle (Ein-)Blicke: Wald, Wiesen, schmucke Häuser und Gärten, die Ortszentren von Lennep, Bergisch Born, Wermelskirchen und Burscheid – städtisches Leben und ländliches Idyll wechseln sich ab.Unterwegs auf der Strecke erinnern Meilensteine an die Bahn-Vergangenheit. Rastplätze und Gastronomie gibt es an vielen Orten, zum Teil untergebracht in alten Bahnhofsgebäuden. Ein großer Vorteil der Bahntrassen-Strecke ist, dass kaum Steigungen zu bewältigen sind und das Bergische Land – bekannt durch seine hügelige Landschaft – auf diese Weise wunderbar mit dem Fahrrad erkundet werden kann.Unser Tipp: Wenn du in Leverkusen angekommen bist, gibt es hier noch viel anzusehen: Ob Kultur, Sport, Architektur, Parks & Gärten – Leverkusen hat zum Beispiel mit Schloss und Museum Morsbroich, der BayArena, dem neu gestalteten Bahngelände „Neue Bahnstadt Opladen“, dem Neuland Park und Ausflugzielen am Rhein viele unterschiedliche Attraktionen zu bieten. Vielleicht bleibst du einfach noch über Nacht und schaust dir ein paar der Sehenswürdigkeiten am nächsten Tag an?

    Schwer
    03:10
    48,9 km
    15,5 km/h
    530 m
    480 m
    Schwere Fahrradtour. Sehr gute Kondition erforderlich. Überwiegend befestigte Wege. Kein besonderes Können erforderlich.

    Mitten durch die hügelige Landschaft des „neanderlands“ verläuft der Panorama-Radweg Niederbergbahn auf einer ehemaligen Bahntrasse, die in den 1920er Jahren mit geringer Steigung angelegt wurde, um sie für den Personen- und Güterverkehr nutzen zu können.Der rund 40 Kilometer lange Radweg führt von Essen-Kettwig über Heiligenhaus, Velbert und Wülfrath bis nach Haan durch das „neanderland“, den Kreis Mettmann. Stellenweise verläuft die Trasse über alte, gemauerte Bogenviadukte von immenser Höhe. So lassen sich heutzutage eindrucksvolle Zeugnisse der Ingenieurskunst aus den letzten 100 Jahren erkunden und beeindruckende Aussichten in die Landschaft genießen.In Heiligenhaus fährt man tatsächlich über einen alten Güterwaggon, der den Einschnitt in einen Bahndamm überbrückt – die erste Waggonbrücke Deutschlands. Einen Abstecher ist auch der Mariendom in Velbert-Neviges wert – eine Kirche wie ein Betonfels, in deren imposanten Inneren die Glasfenster mit außergewöhnlicher Farbkraft leuchten.Ebenfalls an der Strecke: Ein alter Kalksteinbruch mit kristallklarem See, schroffen Steinwänden und einem Museumstunnel ganz in der Nähe – dem Zeittunnel in Wülfrath. Hier werden auf eindrucksvolle Weise 400 Millionen Jahre Erdgeschichte erklärt. Auch ein kleiner Abzweig zum historischen Fachwerk-Ort Haan-Gruiten lohnt sich.Unser Tipp: Vom Ende der Bahntrasse ist das berühmte Neanderthal Museum nur acht Kilometer entfernt und ein Besuch ist einfach ein Muss. Damit du das Museum auch problemlos findest, haben wir es dir gleich mit in die Tour eingebaut.

    Leicht
    00:50
    14,7 km
    17,6 km/h
    120 m
    270 m
    Leichte Fahrradtour. Für alle Fitnesslevel. Überwiegend befestigte Wege. Kein besonderes Können erforderlich.

    Der Radweg entlang der alten Bahntrasse im Agger- und Dörspetal hält insbesondere für Geschichts- und Eisenbahn-Interessierte gleich mehrere Highlights bereit. Auf den vergleichsweise kurzen 15 Kilometern von Pernze über Bergneustadt bis nach Dieringhausen erzählen 18 Infotafeln am Wegesrand von der spannenden industriellen Entwicklungsgeschichte der beiden Täler.Kurz hinter Wiedenest lädt die idyllisch zwischen Fachwerkhäusern gelegene Kreuzkirche zu einer ersten kurzen Rast ein. Ein Brunnen mit frischem, klarem Quellwasser rundet die kleine Pause ab. In Bergneustadt lohnt sich ein kurzer Abstecher in die Altstadt. Ein paar Fachwerkhäuser sind hier noch traditionell in den bergischen Farben (schwarz, weiß und grün) gehalten. In der Alten Kaffeestube kannst du zudem eine rustikale Pause einlegen und dich mit den berühmten Bergischen Waffeln verwöhnen.Schon in der nächsten Ortschaft, Derschlag, mündet die Dörspe in die Agger, der du auf den nächsten sechs Kilometern bis kurz vor Dieringhausen in den Vorort Vollmerhausen folgst. Der Bahnhof von Dieringhausen ist leicht zu erreichen und befindet sich keinen Kilometer vom Ende der Tour entfernt.Wo du nun aber schon die ganze Zeit auf den alten Gleisbetten entlang geradelt bist, lohnt es sich vor deiner Abreise unbedingt noch, dem örtlichen Eisenbahnmuseum Dieringhausen einen Besuch abzustatten. Auf dem 11.000 Quadratmeter großen Areal des ehemaligen Bahnbetriebswerkes kannst du wahre Zeitgeschichte erleben und bekommst ein eindrucksvolles Gespür dafür vermittelt, was für mächtige Dampfloks hier früher entlang gerollt sind.

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Collection Statistik

  • Touren
    5
  • Distanz
    261 km
  • Zeit
    17:00 Std
  • Höhenmeter
    2 860 m

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