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Lüneburg : Die Ratsmühle

Lüneburg : Die Ratsmühle

Fahrrad-Highlight

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  • Outside

    1332 kam die landesherrliche Ratsmühle in den Besitz der Ratsfamilie von der Mölen und gehörte seit dem späten 15. Jh. der Stadt Lüneburg selbst. Hier entwickelte sich im Laufe der Jahrhunderte ein großer und vielseitiger Mühlenbetrieb, zu dem allein zwei Kornmühlen und eine weitere „Wasserkunst“ gehörten. Daneben bestanden weitere Nutzungen als Walk-, Loh- und Beutlermühle, sowie als Papier- und Öl- und Schleifmühle. Drei Wasserräder setzten von hier aus auch das Sonnin´sche Gestänge in Bewegung: ein Balkengestänge, benannt nach seinem Baumeister Sonnin, das in der über einen Kilometer entfernten Saline die Solepumpen antrieb. Von 1750 bis 1850 erfüllte es mit seinem Geklapper die Stadt. Ein Modell des Balkengestänges kann man im Deutschen Salzmuseum studieren. Heute ist der Mahlbetrieb in dem aus dem 16. Jh. stammenden Gebäuden der Ratsmühle stillgelegt. Die Wasserkraft wird aber noch zur Stromerzeugung genutzt.

    • 18. August 2017

  • JR56

    Die Ratsmühle ist die vorderste Mühle im Verlauf der Ilmenau im Stadtgebiet. Sie wird erstmals 1319 in den Urkunden erwähnt und gehörte zu diesem Zeitpunkt dem welfischen Herzog Otto II. (dem Strengen). Seine erbberechtigten Söhne Otto III. und Wilhelm II. verkauften 1332 die inzwischen stattliche Mühle mit allen Rechten an einen Lüneburger Ratsherren.
    Dessen Nachkommen gaben den Mühlenbetrieb als Lehen an Pächter weiter. 1407 übernahm der Rat der Stadt Lüneburg die Belehnung.
    Zu dem Mühlenkomplex gehörte nicht nur zwei Getreidemühlen, sondern auch eine Walkmühle zur Herstellung von Walkstoffen, eine Lohmühle zur Weiterverarbeitung der gerbsäurehaltigen Lohe zum Gerben von Leder und die Konservierung von Fischernetzen und Tauen. Auch eine Papiermühle, eine Ölmühle und eine Schleifmühle waren vorhanden. Dazu kamen im laufe der Jahre Stallungen und Wohnraum für den jeweiligen Müller und seiner Knechte.
    Der große Kornspeicher reichte nicht aus, darum gab es in der Stadt verteilt etliche weitere Getreidelager, bevorzugt auf Dachböden großer Häuser.
    Die "Ratswasserkunst" wurde 1568-72 von der neu gegründeten "Ratswasserkunst-Gesellschaft" erbaut und diente der Stadt und der Saline zur Versorgung mit Frischwasser. Ein Schöpfwerk, angetrieben von einem Wasserrad der Mühle, beförderte das Wasser der Ilmenau in den Turm. Von dort transportierte ein kompliziertes Pumpen- und Rohrsystem aus Holz das kostbare Nass zu seinen Verbrauchern.
    1932 wurde der eigentliche Mühlenbetrieb eingestellt. Stattdessen baute man in das große Mühlengebäude Turbinen zur Stromerzeugung für das öffentliche Stromnetz ein. 1938 kaufte ein Privatmann das Anwesen. Im Turm befindet sich heute eine exklusive Ferienwohnung. Die anderen Gebäude werden gewerblich, behördlich und zu Wohnzwecken genutzt. An den noch erhaltenen Fabrikschornstein von 1861 ist die Heizungsanlage angeschlossen.lustauflueneburg.de/ratsm%C3%BChle

    • 11. Mai 2021

  • Siegfried LG

    In der Nähe der altehrwürdigen St. Johannis-­Kirche und im Schatten des Lüneburger Wasserturms befindet sich eines der bedeutendsten Architekturensembles der Niedersächsischen Mühlenstraße: die Lüneburger Ratsmühle, die direkt auf die vorbeirauschende Ilmenau schaut.
    Einst gehörte der bereits 1319 als Mühlenstandort erwähnte gesamte Mühlenkomplex wie die beiden anderen wassergetriebenen Getreidemühlen der Stadt, Abtsmühle und Lüner Mühle, zum Eigentum der Landesherrschaft. Von den Herzögen Otto und Wilhelm erwarb im Jahre 1332 der Lüneburger Bürgermeister Albert van der Molen die Ratsmühle für 500 Mark „lötigen Silbers“. Dessen Söhne Ditmer und Johann verkauften sie später als erbliches Lehen. Ab 1407 wurde die Belehung dem Rat der Stadt Lüneburg übertragen und damit die Versorgung mit Getreide sichergestellt. So entwickelte sich im Laufe der weiteren Jahrhunderte ein reger Mühlenbetrieb, zu dem zwei Kornmühlen gehörten und weitere Nutzungen als Walk-, Loh- und Beutlermühle sowie als Papier-, Öl- und Schleifmühle bestanden. Drei Wasserräder setzten ab 1782 ein Balkengestänge in Bewegung, das nach seinem Konstrukteur, dem Hamburger Baumeister und späteren Lüneburger Stadtbaumeister Ernst Georg Sonnin (1713–1794) benannt wurde. Danach sorgten insgesamt zwölf Räder dafür, dass man noch bis zur Mitte des 19. Jahrhunderts das Klappern der Mühle in der ganzen Stadt hören konnte. Nach der Demontage zeigt immer noch ein Modell des Balkengestänges im Deutschen Salzmuseum die Funktion.
    Quelle:
    quadratlueneburg.de/ratsmuehle-getreide.html

    • 12. April 2017

  • Maik Richter

    Die Ratsmühle in Lüneburg, mit der Ilmenau im Vordergrund, ist immer wieder ein schönes Fotomotiv. Auch ein guter Platz um (Wasser-) Vögel zu beobachten.

    • 27. Juli 2020

  • Jknord

    Die Ratsmühle ist die vorderste Mühle im Verlauf der Ilmenau und wird erstmals 1319 in den Urkunden erwähnt. An dieser Stelle wurden für vielfältige Zwecke u.a. Kornmühle, Papier- und Ölmühle und später auch eine Schleifmühle betrieben. Die "Ratswasserkunst" wurde 1568-72 von der neu gegründeten "Ratswasserkunst-Gesellschaft" erbaut und diente der Stadt und der Saline zur Versorgung mit Frischwasser.

    • 21. Mai 2021

  • Martin

    Die Altstadft von Lüneburg ist immer eine Reise wert

    • 4. März 2022

  • Sachsen Onkel

    Anfang des 14. Jahrhunderts als Mühlenstandort bekannt, kam die Wassermühle an der Ilmenau Ende des 15. Jahrhunderts in den Besitz der Stadt Lüneburg.

    • 15. September 2018

  • Cord

    Immer wieder schön anzusehen.

    • 28. Februar 2019

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Ort: Lüneburger Heide, Niedersachsen, Deutschland

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