Maria Trost

Wander-Highlight

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Tipps

  • Natascha

    Die in einer Waldlichtung auf 1123 m am Hang des Alpspitz gelegene Kirche, die nur zu Fuß zu erreichen ist, ist im Stile des Barock ausgekleidet. Der Bau der Wallfahrtskirche geht auf das um 1658 hier verehrte Gnadenbild Maria Plain zurück, das sich jetzt in Maria Plain befindet.
    Die Marienwallfahrt hat ein 1633 nach einem Brand unbeschädigt aufgefundenes Gemälde der Mutter Gottes als Ursprung. Die Freifrau Argula von Grimming, tauschte das verrußte Gemälde ein und ließ es in ihrer Schlosskapelle aufstellen. Nach ihrem Tod erbte ihr Sohn Rudolph von Grimming das sog. Maria-Trost-Bild, der es 1652 auf dem Plainberg aufstellte, was zur Verehrung desselben führte. Es wurde eine Kopie des Bildes hergestellt, welche auf dem Plainberg blieb, während Rudolph von Grimming das originale Bild nach Einsiedeln mitnahm. Ihm gefiel die Allgäuer Landschaft, worauf er sich auf dem Wankerberg als Klausner niederließ. Im Jahr 1658 wurde wegen der wachsenden Zahl von Gläubigen ein Bildstock aus Holz errichtet, den man mit einer Holzkapelle überbaute. Bereits 1 Jahr später konnte sie durch eine gemauerte Kapelle ersetzt werden, eine Sakristei wurde 1659 angebaut. Diese alten Teile stellen den heutigen Chor dar. 1662 wurde die erste Heilige Messe in der Kapelle gelesen. Aus Missgunst und Interventionen von Seiten anderer Wallfahrtsorte wurde Rudolph von Grimming 1663 des Landes verwiesen, während das Originalbild in die Obhut der Pfarre Nesselwang kam. Von 1665 - 1676 befand es sich im bischöflichen Ordinariat in Salzburg. Der ab 1668 amtierende Fürsterzbischof von Salzburg, Max Gandolf, hatte dann die Überstellung an die neu zu errichtende Kirche am Plain vorgesehen.
    Während des Spanischen Erbfolgekrieges nahm der Besuch von Wallfahrern nach Maria Trost zu, damit auch das Spendenaufkommen. Daher konnte ab 1704 der Kirchenbau um das heutige Langhaus erweitert werden, die Konsekration der fertiggestellten Kirche 1725 nahm Bischof Alexander Sigismund Pfalzgraf von Neuburg vor. In einem Visitationsprotokoll von 1740 ist von der wundertätigen Muttergottes und dem Heiligtum auf dem hohen Berg die Rede. Das Vermögen betrug zu der Zeit 5.500 Gulden. Zwischen 1759 und 1770 wurde die Innenausstattung vollendet. Das mittlerweile angewachsene Vermögen ermöglichte dies Maßnahmen.1769 und 1770 erfolgte der Anbau der zweigeschossigen Einsiedelei. Bis heute musste die Wallfahrtskirche 2x renoviert werden, ohne daß sie dabei in baulicher Hinsicht saniert wurde. Sie steht unter Denkmalschutz.

    • 14. Mai 2018

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Ort: Nesselwang, Ostallgäu, Allgäu, Schwaben, Bayern, Deutschland

Informationen

  • Höhe1 100 m

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