21

slueart
 

336

Follower

Über slueart

Ich laufe - ich bin!
Meine Motivation zum Wandern ist vielschichtig, der Einfachheit und der Mehrdeutigkeit wegen schließe ich mich einigen Denkern an, deren weise Worte zum Thema Wandern mich begleiten.
„Der Wanderer wandert nicht um ein bestimmtes Ziel auf dem schnellsten Wege
zu erreichen, sondern er wandert um des Wanderns willen“ wusste schon Hans Jürgen von der Wense.
Nur wo man zu Fuß war, sei man auch wirklich gewesen, befand bereits der bekanntlich gut herumgekommene Goethe und Friedrich Nietzsche empfahl, keinem Gedanken zu trauen, „der nicht im Freien geboren ist und bei freier Bewegung“.
Viele meiner Touren sind Heimat-Touren, das Landkartennetz im Kopf verdichtet sich: „Wie glücklich der, welcher sagen kann: Es gibt gewiss viel Grösseres und Schöneres in der Natur, dies aber ist mir innig und vertraut, blutsverwandt, ja noch mehr.“ (Wense)
Und vergessen wir nicht, dass Wandern allen Diktaturen verpönt und verdächtig erscheint, weil es unabhängig und frei ist!
Wandern macht anarchisch – wenn nicht gar anarchistisch.
(Zitate: kunstforum.de/artikel/nur-narr-nur-dichter-nur-wanderer)Folgende ansprechende Weisheit finde ich bei Hansjörg Schneider ("Hunkelers Geheimnis"):
"Der Mensch ist ein Lauftier. Er muss laufen und in Bewegung bleiben, immer weiter. Das hält ihn am Leben, bis es ihn niederstreckt."
Collectionen:
komoot.de/collection/983254/-2020-07-20-29-breaking-corona-g-k-alaska-in-deutschland-werden-edersee-251km-6000hm
komoot.de/collection/1002267/-g-k-wanderungen-in-der-heimat-slueart-kc-bei-komoot
komoot.de/collection/1047358/-g-u-juist-oktober-2020

Distanz

4 813 km

Zeit in Bewegung

924:41 Std

Eigene Collections
Alle ansehen
Letzte Aktivitäten
  1. slueart war wandern.

    vor 2 Tagen

    07:02
    36,1 km
    5,1 km/h
    650 m
    690 m
    slueart, Brigitte🐢 und 37 anderen gefällt das.
    1. slueart

      2021-08-02
      Wanderung Alleine:
      "Drei Quellen, sechs Täler"
      Variante östliche Route:
      Alte Heimat (ME) - Neue Heimat (BAD)
      36km/700hm
      So viel Rekonvaleszenz und andere widrige Umstände legten sich den Wandervorhaben dieses Sommers in den Weg; da begann ich zu zweifeln und musste mal schauen, ob ich eine fette ü. 30 Wanderung immer noch ordentlich packe und gut verkrafte.Er kann's noch.Im Mai bin ich bereits durch das Quellgebiet des Mettmanner Baches gelaufen, jenes Baches, der mich seit meinen Kindertagen stets begleitet hat.komoot.de/tour/359905793Plötzlich war die Idee, endlich auch seine Quelle zu besuchen, Ideen stiftend für die heutige "Drei-Quellen-Tour.
      Auf der Spur der "Jungen Wilden", jener kleinen Rinnsale und Bäche, die aus ihrer Unbekanntheit just wüst hervorgetreten sind und den Menschen gezeigt haben, welche Kräfte in ihnen schlummern.
      So laufe ich bei der heutigen Tour die Quellen und teilweise die Verläufe von Mettmanner Bach, Angerbach und Düssel an, kommentiere und dokumentiere u.a. die Spuren ihres wilden Treibens während der Zeit der Unwetter.Morgens in der Frühe mit diversen Buslinien nach Mettmann gekurvt, dann einiges für mein altes Mütterchen erledigt, sie besucht und dann durchgestartet. (Eigentlich + 3 km)Hinter Mettmann laufe ich durch das malerische Tal des Mettmanner Baches in der "Obmettmann" benannten Gegend, bis die Quelle, die sich in der südlichen Randbesiedlung Wülfraths versteckt, gefunden ist.Mein "Taufwasser" begrüßt, dann erst durch die recht öden Siedlungen gelaufen, anschließend den grünen Stadtpark querend bis zur Quelle der Anger, mitten in der Stadt Wülfrath gelegen, um dann endlich die Trasse des PanoramaRadweges Niederbergbahn außerhalb der Bebauung zu erreichen.Fast schnurgerade verläuft meine Wegstrecke jetzt nordostwärts zum Steinbruchsee Schlupkothen, einem schon häufig besuchten, jedoch immer wieder neu bezaubernden, tief im Bruch gelegenen Gewässer, das, so unerreichbar es wirklich ist, so einladend trügerisch den Steilhang hinauf winkt.Kurz nach der Unterquerung der Autobahn zeigen mir die Steinaufschüttungen und andere Spuren im Bett der jungen Düssel, dass sie kürzlich auch eine ganz Wilde war.
      Und danach wird der schmale Pfad ebenfalls wilder; schmal mäandert er durch die üppige Vegetation eines Buchenwaldes, dem die Unbillen der Gegenwart auch einige heftige Lücken ins Blätterdach geschlagen haben, wodurch das neue Grün am Boden im eifrigen Wettstreben zum Licht wächst und sprießt.
      Nach einer Rast in einigen überraschend gemütlichen Buchentrümmern verfranse ich mich im Dickicht, bis es nicht mehr weitergeht.
      Die Navigation verweist mich streng nach Südosten, der Weg ist futsch, also schlängele ich mich querwaldein bis zum nächsten großen Weg, der mich auch gleich in die bekannten Landschaft an der Asbrucher Straße führt, von wo der wandernde Mensch einen weitläufigen Blick gen Wuppertal genießen kann.
      Die Düsselquelle ist keine Unbekannte:
      Die Frage ist jedes Mal:
      Sprudelt sie oder sprudelt sie nicht?
      Heute sprudelt sie nicht.
      Pumpe abgestellt.
      Nach dem Besuch aller drei Quellen drängen sich im weiteren Verlauf der Wanderung die Täler in den Vordergrund; geht es doch gleich wieder, am reich befiederten Strasserhof vorbei, den Berg hinab zum Hombach.Und anschließend folgt dann Tal auf Tal, natürlich immer mit den entsprechenden Hügelketten dazwischen, die es zu überschreiten gilt.Wie der Hombach, so zeigen auch der Wiesenbach und später der Karrenbergbach deutliche Spuren ihres kürzlichen Tobens.
      Besonders letzterer hat große Mengen Schiefergestein vor sich her geschoben und aufgetürmt.
      Über die "Maikammer" würde mich der Weg relativ moderat weiterführen, hätten Komoot und ich uns nicht für die kürzere, weiß Gott aber nicht schnellere oder gar einfacher zu laufende Streckenführung entschieden, so dass ich mich bald schon wieder mitten durchs Gehölz am verbarrikadierten Hang hinauf zur Bogenstraße schlage, diese überquere und dem weiterhin äußerst unscheinbaren Pfad bis zum Zusammentreffen mit dem Bergischen Weg folge.Die Windecker Höhen empfangen mich mit einer spätsommerlichen Stimmung, hervorgerufen durch die Stoppelfelder schleicht sich der Herbst in die Sinne.Ein imkernder Mensch hat an der Quelle des Windecker Baches nicht nur die Anzahl seiner Bienenstöcke gewaltig erhöht, aktuell steht auch ein großes Zelt auf der Wiese.
      Wer mit den Bienen lebt?
      Beim Bestellen der Maisfelder hat der Bauer den schmalen Wanderweg mal kurz mit verarbeitet, kurz hinter dem Naturfreundehaus Tönnisheide führt er dann aber wieder durch den Wald steil hinab zum Froschbach, der wegwärts in den Grundbach mündet, welcher mich bis durch das Gut Schmalenhofen begleitet.Danach folgt bis auf den Knollenberg ein lautes Stück Asphalt, das ich schnell hinter mir lasse, um über einen wunderbar wohlwollenden Wiesenweg ins Tal des Eselsieper Baches hinunter zu wandern; auf einer vertrauten Drahtbank vom Modell Neviges gönne ich mir eine kleine Pause.Anschließend erwartet mich der moderate Aufstieg zur Windecker Höhe, auf der ich mich kurz verfranse, weil ich den gewohnten Weg entlang der Rottberger Straße einschlage.Für heute habe ich aber etwas anderes geplant; ich folge der Nierenhofer Straße auf dem Fußweg für einen Kilometer, als auf der Höhe des Abzweigs Asbachtal dieser Weg plötzlich aufhört und der fußlaufende Mensch in den Abzweig verwiesen wird, da es entlang der vielbefahrenen Straße nicht weiter geht.Es folgt nun aber keine Umleitung, als Wanderer bin ich auf meine Karte angewiesen, um mir einen Weg durch die privaten Gestütsanlagen zu suchen.
      Und selbstredend werde ich wieder auf das "Private" angesprochen.
      Um das allgemeine Wegerecht ist es vielfach ziemlich schlecht bestellt; überall versuchen Privatpersonen ihren "Claim" zu sichern und das wandernde Volk auszuschließen.
      Dies wird mittels Kompostbarrikaden, Wegsperren aller Art, übergepinselten Wanderzeichen und widerrechtlich errichteten Zäunen versucht.
      Da muss man dann durch!Wie auf der Luftlinie wandelnd ergibt sich die heimatführende Wegstrecke anschließend durch das Eickelbachtal bis ins Deilbachtal.Unter den Bächen der Gegend ist der Deilbach schon ein Großer und das hat er auch gezeigt:
      Unter der Brücke Eisenhammerweg türmen sich die grünen Draht-Verhaue samt Türe, deren lächerlich anmutender Widerstand die Wucht der Fluten gebrochen hat.
      An der Bredde folgt mir eine kleine Katze, die überhaupt nicht aufhöhen kann, sich maunzend an meinen Beinen zu reiben.
      Wie süß?
      Seit kurzer Zeit erst weiß ich, dass dies mitnichten als Sympathie-Beweis zu deuten ist, sondern vielmehr bedeutet, dass ich derart viele Fremdgerüche an mir trage, dass die Schwarzweiße arge Mühe hat, diese alle mit ihren Duftmarkierungen über zu parfümieren.
      Rührend ist es trotzdem und ich lasse mich ordentlich aromatisieren.Nach diesen etlichen Kilometern kehre ich dankbar in meine heimatlichen Gefilde zurück, erwähnen sollte ich noch, dass ich endlich einmal dazu komme, die Aussichten auf die Essener Skyline am Abend von "unserem Wasserturm" in Byfang aus zu genießen und einzufangen.Das macht die Sache rund.

      • vor einem Tag

  2. slueart und KC🌞 waren wandern.

    vor 5 Tagen

    slueart, Peter 🌿 und 55 anderen gefällt das.
    1. slueart

      2021-07-30
      G&K (21/18)
      Kettwig-Mülheim-Werden
      21km/250hm
      Abermals ist es so weit, die große G&K-Sommertour, auch ALASKA genannt komoot.de/collection/1196163/-uckermaerker-land-und-wasser-runde-10-tage-12-22-juli-2021-alaska-2021-g-k, gehört ins Reich unserer Wander-Sagen und -Mythen.
      (Letzteres erst später.)
      Heute laufen wir wieder in heimatlichen Gefilden.
      Zwei Fakten bestimmen die Wegstrecke:
      Erstens befinden wir uns nach wie vor im Jahr des "Knieschonens", zweitens haben wir während unserer wunderbaren Sommertour das Jahrhunderthochwasser an den heimischen Flüssen "verpasst".
      Bei allem dadurch entstandenen Leid war es mit Sicherheit eben auch ein gigantisches Naturschauspiel, das wir nicht hautnah miterlebt haben.
      Der physischen Fragilität halber heute eine moderate Streckenlänge und -führung; zunächst geht es sieben Kilometer weit, recht wellenlos auf Höhenmeter 40, über den Ruhruferweg von Kettwig nach Mülheim.Dabei folgen wir dem Fluss und schauen; etliche Verwüstungen zeigen noch die Spuren der gigantischen Welle.
      Entwurzelte Bäume und weit oben vom Wasser in die Bäume gehängtes Treibgut; zweimal leuchten weiße Plastikstühle aus der Höhe der Bäume am Fluss.
      Viel ist aber geräumt worden, überall sehen wir Spuren des Fleißes, mit dem versucht wurde, die Folgen des Hochwassers zu beseitigen.Folge dem Fluss; wie erfrischend und anregend dies ist, wird uns bald wieder bewusst.
      Allzu oft laufen wir solche Strecken nicht, weil diese Wege am Fluss häufig überbevölkert sind.
      Nicht so heute am Freitagvormittag.
      Eine Pause nach gut sechs Kilometern.
      Bevor wir uns nach Osten in die Mülheimer Bachtäler bewegen, ruhen wir auf einer Bank mit Blick auf die Ruhr.
      Etwas Großes fällt zwischen uns herab und landet auf Klausens Hose.
      Nach dem ersten kleinen Schreck begeistern wir uns für den stattlichen, schillernd grünen Käfer.
      Setzen ihn alsbald ins Laub hinter Bank, beobachten ihn und dann anderes.
      Plötzlich ist er wieder da, ich gebe ihm eine Starthilfe, er brummt in Käfermanier durch die Luft, wendet, fliegt vor uns auf und ab und landet präzise zwischen uns auf seinem Blatt.
      Aus Spaß spreche ich zu ihm, versuche ihn zu etwas mehr abenteuerlicher Zielstrebigkeit zu ermuntern, da springt er mir quasi ins Gesicht und landet an meinem Kinn.
      Wieder ein kleiner Schreck, dann sehen wir ein, dass "Happy" der Moschusbock, sich bei uns wohl fühlt.
      Als wir aufbrechen, nehmen wir ihn deshalb ein paar Meter mit, nach einer erneuten Starthilfe brummt er schließlich von dannen.
      (Heute heißt so etwas u.U. "Mikro Adventure", uns hat es aber trotzdem Freude bereitet.)
      Bei Wanderungen in den uns bekannten heimatlichen Gefilden versuchen wir stets, zumindest ein kleines, neues, bislang unbekanntes Stück des Weges zu integrieren, was uns auch meistens gelingt.Lange ist es her, dass wir das beschauliche Forstbachtal betreten haben; die Himmelsleiter, die uns von dort zur zwanzig Meter höher gelegenen Bergerstraße führt, stellt das aktuelle, innovative Wegstück dar.Sprechen wir kurz über Treppen.
      Die meisten sind in Hinsicht auf Schrittlänge und Tritthöhe nicht wirklich an die Bedürfnisse wandernder Menschen angepasst.
      Zu hoch, zu weit; nicht so die Himmelsleiter im Forstbachtal, die in Sachen Treppe ein Paradebeispiel für eine ergonomisch perfekte Stiege darstellt.
      Oben erwartet uns ein spätsommerliches Ambiente; mit einem Mal nimmt der Sommer Tempo in Richtung Herbst auf.
      Wir sind uns einig, dass diese Stimmung in erster Linie ob der abgeernteten Stoppelfelder entsteht, aber auch die schon schräger stehende Sonne und die vibrierenden Vogelschwärme tragen dazu bei.
      Rohmbach- und Rossenbecktal queren wir kurz unterhalb ihres Quellgebietes und nähern uns einer unserer BestBanks auf dem Bollenberg, wo wir eine ganze Weile ausharren, den frischen Wind, die Sonne und die Weitsicht nach Süden genießen.Plangemäß treten wir die heutige Wanderung unter dem Motto "Zu den Kirschen" an, deshalb folgen jetzt zwei üble Wanderkilometer; erst längst der stinkenden und lauten Meisenburgstraße, dann entlang des Schuirweges, wobei wir hier das letzte Stück wirklich auf der engen Straße, dem mürrischen Verkehr entgegen, laufen müssen, gar nicht schön.Aber ein Erlebnis aus dem letzten Jahr (komoot.de/tour/211520584) spornt uns an, fanden wir doch damals einen überaus üppig und verschwenderisch Früchte tragenden Süßkirschbaum direkt vor dem Bauernladen am Feldmannshof, an dem wir uns ausgiebig vitalisierten.Heute nix, nada ,niente, keine Kirsche mehr am Baum. Schlechtes Kirschenjahr in Deutschland.Da tröstet uns auch der Anblick eines Traums von Bauerngarten nicht, sondern wir ziehen weiter.Die bekannten wallneyischen Unter- und Ober-Idyllen passierend, nähern wir uns einer kleinen Wildnis, in die es uns schon seit Beginn unserer Werden-Wanderungen immer mal wieder verschlägt.
      Auch heute wieder mit der erwarteten Konsequenz, dass ein Weg nicht immer ein Weg bleibt, sondern sich hier gerne, zwar nicht in Luft auflöst, aber im Farnwald verliert, durch den wir uns dann einmal mehr mit latent schlechten Gewissen hindurchquetschen müssen, um schließlich am Aseybach entlang ins Wolfsbachtal zu gelangen.
      Immer noch ist das Tal von den gewaltigen Kanalisationsbauarbeiten geprägt, die wohl gerade zu ihrem Abschluss finden.
      Der einst freundliche Wanderweg talwärts wurde durch die Maßnahmen in einen trassenähnlichen, breiten Wirtschaftsweg verwandelt, dem noch lange Zeit dieser grobe Charakter innewohnen wird.
      Das schöne Wetter hält bis zur letzten, leckeren Nudel auf den Böden unserer Teller im Garten der Zwölf Apostel; amüsiert beobachten wir das Fluchtverhalten vieler anderer Gäste, als ein leiser Schauer diese aufschreckt.Kaum Nässe produzierend, spinnt der Schauer doch, eines gelungenen Abschlusses würdig, einen feinen Regenbogen über die Ruhr.Dankbar für den erlebnisreichen Wandertag begeben wir uns zur Bahn. Schön ist es hier.komoot.de/collection/1002267/-g-k-wanderungen-in-der-heimat-slueart-kc-bei-komoot

      • vor 3 Tagen

  3. KC🌞, slueart und 21 anderen gefällt das.
    1. slueart

      2021-07-21
      Uckermärker Land- und Wasser-Runde
      G&K
      Tag 10:
      Kleine Abschlusswanderung am Abend von Templin nach Camping Fährkrug
      7km
      Unsere kleine Abschlusswanderung führt uns an der zur Gänze erhaltenen Stadtmauer entlang, einmal um den Stadtkern Templins herum und dann über den Uferweg zurück zum Campingplatz.Der Gang entlang der Stadtmauer ist in vielfacher Hinsicht interessant, auf der einen Seite die schöne, alte Architektur mit Mauernischen, Scharten und Türmen, auf der linken Seite dann die sich wandelnden Stadtszenen: Hinterhöfe, Plattenbauten, prächtige Stadthäuser und Schuppen wechseln sich ab.Nach dem Stadtrundgang allerdings gönnen wir uns zunächst ein frühes Abendessen, bevor wir in den Uferwald aufbrechen.Bereits eingangs erwähnte ich die äußerst potenten Mückenmistviecher in dieser Gegend, die auch heute wieder in großer Zahl über uns herfallen und uns den eigentlich wunderschönen Heimweg ein wenig vergrätzen.Ausklang am See.
      Badestelle.
      Banktisch.
      Das ist das Ende der "Reise durch die Uckermark."

      • 23. Juli 2021

  4. slueart, KC🌞 und 17 anderen gefällt das.
    1. slueart

      2021-07-21
      Uckermärker Land- und Wasserrunde
      G&K
      Tag 10 - KANU 3:
      Von Biwak Röddelin nach Camping Fährkrug
      (Badeplatz 6; Badeplatz 1)
      12km
      Das sanfte Gras der Wiesenlandschaft gefällt nicht nur uns.
      Schon beim Einsteigen in unser Zelt ist uns gestern zur Nacht die Nacktschneckenfront aufgefallen, die, das Schilf nächtens verlassend, vereint in Richtung Zelt vorrückten.
      Heute morgen hält sich die Invasion in Grenzen, die letzte Eroberin stirbt in der heimischen Waschmaschine, wir pflücken etliche Schleimer aus den Sandalen und vom Zelt ab und das war's dann.
      Morgenschwimmen und Frühstück, alles perfekt am Morgen, lediglich der Kaffee fehlt ...
      schon langsam nicht mehr.
      Den Röddelinsee verlassen wir ostwärts und fahren in den langen, schmalen Templiner Kanal ein.
      Bald bemerken wir das Wanderzeichen des "Uckermärkischen Landweges", den roten Punkt auf Weiß, an den Bäumen am Ufer.
      Der Uckermärkische begleitet uns auf unseren letzten Kilometern zum Ziel und somit schließt sich der Kreis, den wir weit durch die brandenburgische Landschaft schlagen.
      Erstmalig begegnen wir einem Schwanenpaar mit drei Jungtieren, von deren prächtigen Schwanzfedern einige wegen der Mauser auf dem Wasser treiben und zum guten Schluss noch unseren Chattooga schmücken.Im Templiner Kanal bleibt es lange ruhig, bis auf einen "Ausflugsdampfer", der recht rücksichtslos gesteuert um eine Kurve im Kanal geschossen kommt und uns zum Ausweichen zwingt, ist nicht viel los auf dem Wasser.
      Erst kurz vor der Schleuse, der Stadtschleuse Templin, holen wir fünf Kajaks ein, mit denen wir vor der Schleuse warten.
      "Die Schleuse Templin hat eine nutzbare Kammerlänge von 28,50 Meter und eine Kammerbreite von 4,93 Meter. Die Fallhöhe beträgt bei Mittelwasser 4,20 Meter. Sie arbeitet nach einer Modernisierung im Automatikbetrieb beziehungsweise muss selbst bedient werden." (WIKI)Als Debüt erfolgt hier eine Schleusung nach oben und da außer einem Schlauchboot mit Außenborder lediglich Paddler die Kammer bevölkern, verteilen wir uns in der Schleuse, unseren Kanadier "parken" wir dieses Mal recht weit vorne.Und sind danach wieder um eine Erfahrung reicher.Zunächst füllt sich die Schleusenkammer langsam mit Wasser, dann, ab einem bestimmten Wasserstand, werden die unsichtbaren, unteren Fluttore ganz geöffnet und mit einem Mal drückt das Wasser gewaltig und rasend schnell von unten in die Kammer; es brodelt geradezu, Strudel erfassen die vorderen Boote und lassen sie tanzen.Spannend, echt spannend.Vor allen Dingen, da wir eh eine leise Schleusen-Paranoia schieben.
      Aber alles geht gut, wir verlassen die Schleuse und fahren den kleinen Stadthafen an, in dem wir eine Vesper einlegen.
      Vom Stadtsee fahren wir in den Templiner See, in dessen langen, schlanken Verlauf wir nach einem kurzen Kreativstopp an einem großen, im Wasser liegenden, umgestürzten Baum, hineinpaddeln.Am Ende liegt Fährkrug, Ziel und Start unserer Reise, wir checken bei dem muffeligen Campingwart ein, der uns einen weniger feinen Platz als beim ersten Mal zuweist, reinigen flott das Boot und werden anschließend vom "Reiherhals-Chef", der den Transfer des Bootes zurück nach Lychen (65.- €) selbst durchführt, nach Templin mitgenommen.Unsere anschließende, kleine Abschlusswanderung führt uns einmal an der zur Gänze erhaltenen Stadtmauer entlang, einmal um den Stadtkern Templins herum und dann über den Uferweg zurück zum Campingplatz.Siehe:
      komoot.de/tour/427307349

      • 23. Juli 2021

  5. KC🌞, Brigitte🐢 und 22 anderen gefällt das.
    1. slueart

      2021-07-20
      Uckermärker Land- und Wasser-Runde
      G&K
      Tag 9 - KANU 2:
      Von Schleuse Regow nach Röddelin
      Biwakplatz Röddelinsee
      (Badeplatz 6; eigener Steg!)
      18km
      Der Morgen graut in mehrfacher Hinsicht, als wir nach dem Wachwerden das Waschbecken und die Klos am Capriolenhof aufsuchen.Munter blicken die beiden bärtigen Ziegenböcke wie Ebenbilder unserer selbst in die Morgensonne, die zwanzig oder mehr Böcklein im Pferch sammeln Kräfte für den Tag und messen dieselben untereinander, indem sie spielerisch die Hörner aufeinander krachen lassen.Die Türe zum Café steht bereits offen, ich blicke um die Ecke hinein, frage nach der Möglichkeit, einen Kaffee zu bekommen, was negativ beschieden wird, mit der Aussage, dass erst um 12 Uhr geöffnet würde.
      Da erreicht mich auch ein Grauen, als ich im Innenraum die beiden leicht beschürzten, jungen Mädchen mit scharfen Messern an großen Fleischbrocken säbeln sehe.
      Am Pferch beantwortet die Dritte im Bunde meine Frage nach einem möglichen Auslauf der Ziegenböcklein mit der muffig vorgetragenen Erläuterung, dass diese keine Zuchttiere seien, sondern nur geschlachtet würden.Deshalb lebenskurz Pferch.
      Die Schreie am frühen Morgen.
      Die Fleischbrocken unter'm Messer.
      Ohne Morgenkaffee stehen wir mitten in der ebenso realen wie grausigen Welt der Omnivore, zu denen wir uns selbst auch zählen müssen.Der Biwakplatz an der Schleuse Regow ist der einzige Zeltplatz auf unserer Reise, der keinen tauglichen Zugang zum Wasser besitzt; das seitliche Altwasser ist brackig, der Einstieg in die Havel ob der in den Uferboden getriebenen Pfahlreihen zu tief oder zu hoch, um das Wasser wieder verlassen zu können, deshalb paddeln wir heute ungebadet los und folgen dem Lauf der Havel, nachdem wir wieder unser Zelt leise, leise abgebaut haben, dieses Mal, um das Kajakpärchen nicht zu stören.Unsere ebenfalls leise Hoffnung, heute vielleicht einmal ganz alleine durch die nächste Schleuse Zaaren zu navigieren und die Automatik dementsprechend selber in Gang zu setzen, schwindet mit jedem Dreierpulk an motorisierten Booten, die uns die Schleuse schon lange zuvor rhythmisch entgegen spuckt.In der Tat fährt ein riesiger polnischer Pott namens KATHARINA vor uns in die Schleusenkammer und stänkert uns bei einem freundlichen Ahoi ein bisschen ein.
      Den Regeln gemäß warten die kleinen Paddelboote immer hinten in der Schleusenkammer.
      An einer als Rastplatz zu erkennenden Stelle am Havelufer legen wir eine Pause ein, wohl wissend, dass das NSG Kleine Schorfheide hier in dieser Gegend noch ziemlich munitionsverseucht sein soll, weshalb wir uns in dieser malerischen Gegend nur kurz auf einigen Wegen umsehen.Schorfheide heißt dementsprechend unsere nächste Schleuse, deren Kammer wir uns mit lediglich einem Motorboot teilen.
      Die Schwalben umsausen uns, als wir unseren Chattooga an der Kammerwand sichern und sofort wird deutlich, warum.
      Wir liegen in der Flugbahn der "Schorfheider-Schleusen-Schwalben", die gerade dabei sind, ihre Nester, die an den eisernen Wänden der Kammer festgeklebt sind, auszubessern und dort zu brüten.
      Da darf schwalbe nicht zu scheu sein, sonst wird das hier nix bei dem Betrieb!
      Wir sinken mit fallendem Wasserstand aus ihrem Fluggebiet hinunter auf den Pegel der unteren Havel, die wir alsbald nur noch einmal kurz bepaddeln, bevor wir dann linker Hand in die ruhigeren Templiner Gewässer eintauchen.
      Wesentlich ruhiger, wie wir schon an der ausgeschilderten Geschwindigkeitsbegrenzung auf sechs Stundenkilometer feststellen können.
      Nach der Überquerung des Kuhwallsees legen wir am unteren Biwakplatz der Schleuse Kannenburg an; erkunden das Terrain und eilen zu der naheliegenden Gaststätte.
      Nun, wer ahnt es nicht?
      Die Gaststätte BERLIN ist geschlossen, eine zugehörige Familie hat den gesamten oberen Biwakplatz in Beschlag genommen und abgesperrt, uns erklärt man, dass die Mutter gestorben sei und damit wohl auch die Gaststätte.Und da bekanntlich der Hammer gerne mehrmals zuschlägt, wird bei dem Gang zur Schleuse deutlich, dass diese momentan nicht existiert.
      Baustelle seid 2017, Ende offen, Schleuse nicht; später hören wir etwas von 2022, jetzt ruhen die Arbeiten mehr als offensichtlich, Informationen haben wir dazu im Vorfeld nicht gefunden.
      Geheimbaustelle, die aber auch erklärt, warum die Templiner Gewässer so prächtig ruhig sind. Die sechs nord-östlich gelegenen Seen (Sechs-Seen-Tour) sind von der Havel-Wasserstraße abgeschnitten.
      "Umtragen" heißt das Zauberwort aller Kanuten; mal ist es unproblematisch, es kann aber auch sehr zeit- und kraftaufwändig werden.
      Hier ist es in der Tat relativ simpel, mit einiger Anstrengung können wir den beladenen Kanadier auf einen fast nicht mehr gängigen, riesigen Bootswagen, der vor Ort steht, hieven und zur Einsatzstelle hinüberschieben.
      Ein natürliches touristisches Kleinod wird hier leider in aller Stille zu Grabe getragen, auch die angrenzende Badeanstalt (voll retro!) im Kleinen Kuhwallsee scheint dem Verfall überlassen worden zu sein.

      Eigentlich könnten wir heute bis Fährkrug durch paddeln, aber wer will schon freiwillig seine Reise verkürzen?
      Zudem würde es schon wieder vom Genusswandern zum anstrengenden Sportwandern per Kanu ausarten.
      Und so heißt unser avisiertes Tagesziel:
      Campingplatz am Röddelinsee, den wir auch nach einigen Wasserkilometern erreichen.
      Trübe Stimmung will sich breitmachen, als wir die Stellflächen für kleine Wanderzelte inspizieren, ziemlich trostlos vor einem Haufen Sperrmüll platziert und so gar nicht einladend.
      Kurze Entscheidung; wir fahren weiter, um den Biwak bei Röddelin zu suchen und hoffen, dass sich dieser ein wenig ersprießlicher darstellt.
      Etwa einen Kilometer weiter stoßen wir dann am Rande eines, hinter dem Schilfgürtel liegenden, großen Wiesenarreals, auf eine zeltende Familie, die mit zwei Pouch-Faltbooten unterwegs ist, uns in die Gepflogenheiten des Biwakierens an der Kanustation Decker ein- und darauf hinweist, dass wir schon wieder ins Versorgungsloch zu fallen drohen, die örtliche Gaststätte ist geschlossen."Herr Pouch" erbarmt sich unserer und chauffiert mich mit seinem Auto ins fünf Kilometer entfernte Templin, einer Oase des Konsums in der kargen Uckermark, so dass ich flott das Nötigste einkaufen kann und das leibliche Wohl gerettet ist.So ist das immer auf Reisen und heute ganz besonders, auf ein Tief folgt wieder ein gutes Erlebnis.
      Der Biwakplatz stellt sich als der schönste Platz auf unserer gesamten Reise heraus.
      (19.- Euro zusammen)
      Einsam und ruhig (zunächst, später werden auch hier wieder die lieben Kleinen den Badeplatz lautstark bespielen), direkt am Wasser gelegen, komfortabler Wiesenuntergrund und der absolute Hit ist ein zugehöriger Steg, dessen Bank wir für diesen Abend ganz für uns besetzen.
      Als am Abend Ruhe eingekehrt ist, wird es richtig spannend am Röddelinsee:
      Erst sehen wir einen Schwarzstorch westwärts ziehen, später dann ein Paar gen Osten über den See fliegen.
      "Der Schwarzstorch ist deutlich unbekannter und scheuer als der viel näher am Menschen lebende Weißstorch. Äußerlich ähneln sie sich stark, einen markanten Unterschied gibt es jedoch: Das Gefieder des Schwarzstorchs ist überwiegend schwarz mit grünlich violettem Metallglanz. Er lebt zurückgezogen in großen, ruhigen Waldflächen und zieht etwa einen Monat später als der Weißstorch nach Afrika zum Überwintern. Brutvögel anderer Länder kann man als Durchzügler beobachten."
      (nabu.de)
      Zudem geben sich die Reiher und Schwarzmilane des Öfteren die Ehre, erstmalig können wir eine, über dem Schilf segelnde, und nach Beute spähende Rohrweihe identifizieren.Die avisierte Beute beobachten wir ebenfalls, die sich gleichermaßen recht selten sehen lässt, einen Rohrsänger, wahrscheinlich einen Drosselrohrsänger, der mit seinem merkwürdigen Sangesgemisch aus Knarzlauten und melodiösen Tonfolgen die wunderbare Abendstimmung bereichert.Danke und gute Nacht am Röddelinsee.

      • 24. Juli 2021

  6. slueart, KC🌞 und 17 anderen gefällt das.
    1. slueart

      2021-07-19
      Uckermärker Landrunde
      G&K
      Tag 8 - KANU 1
      Von Lychen nach Capriolenhof/Schleuse Regow
      Biwakplatz
      (Kein Badestrand!)
      26km
      Leise, wirklich sehr leise, bauen wir am Morgen unser Lager ab, stören nicht die Schlafenden in der frühen Morgenstunde.
      Als einzige Frühsportler schwimmen wir noch ein letztes Mal im Wurlsee, bevor wir, weiterhin möglichst geräuschlos, mit unserem "Chattooga in den See stechen", nicht ohne den wackeren Nudistinnen zu zuwinken, die sich jetzt aus ihren Bademänteln pellen, um ihr tägliches Morgenschwimmen zu beginnen.
      Einige Jahre ist es nahezu her, dass wir zuletzt gemeinsam im Kanu saßen, jetzt erinnern sich alle Zuständigkeiten unserer Körper rasch wieder an die Bewegungsabläufe.
      Wir paddeln, noch den gemeinsamen Rhythmus suchend, über den Wurlsee, an dessen südöstlichen Ende wir zunächst die Einfahrt in den schmalen Ohlenbruchgraben finden müssen, der uns dann in den Nesselpfuhl trägt.
      Dessen einzige Ausfahrt liegt im Süden des kleinen Sees, es ist ein schmaler Wasserlauf; beim Durchschlupf unter der Berliner Straße hindurch müssen wir die Köpfe einziehen.Zuvor gibt es ein Frühstück vom Monopolbäcker der Gegend, den Coffee-to-go leisten wir uns mit schlechtem Gewissen, weil wir vergaßen, eigene Becher mitzunehmen.
      Noch ahnen wir nicht, welch gute Dienste uns die Becher bald leisten werden.
      Hinter dem Durchlass gleiten wir mäandernd im Wasser der Woblitz in den Großen Lychensee hinein. Das Wetter ist ruhig, als wir nach kurzer Zeit abseits der Fahrrinne im Windschatten der Privatinsel Langes Werder verschwinden.
      (Die Route in der Karte ist hier und auch sonst sehr ungenau, weil zuvor von Hand gezogen.)
      Imposante Seerosenteppiche breiten sich vor uns aus, über uns kreist zunächst der schwarze Milan am Himmel, später ein Adler(?); ein, zwei kleine Boote bewegen sich abseits.Während wir dem südwestlich gelegenen Ablauf der Woblitz zustreben, überholen uns drei schnellere Kajakfahrer, mit denen wir uns plaudernd ein wenig austauschen.
      Ahoi.
      Mit dem Eintritt in die Woblitz wird deutlicher, dass wir uns jetzt auf einer offiziellen Wasserstraße befinden; die entsprechenden Wasserzeichen werden von nun an vor allen Dingen wichtig, um in den unübersichtlichen Schilfgürteln der Seen die weiterführenden Fahrrinnen zu erkennen.Am südwestlichen Ende des Woblitzsees liegt Himmelpfort, ein kleiner Ort mit großem Namen und entsprechendem Postamt; für uns wird seine Bedeutung eine noch größere werden, hier erwartet uns die erste Schleuse.Als einziges Paddelboot liegen wir in der Warteschlange der Hausboote und Motorjachten, die darauf warten, in den Stolpsee hinab zu schleusen.Wir beschränken uns auf einen kleinen Platz links an der Kammerwand, hinter uns ein Minimotorboot mit einer unerfahrenen Skipperin, die wir gerade noch davon abhalten können, ihr Boot in der Schleusenkammer zu vertäuen.Klaus filmt den Schleusenvorgang mit seinem Phone, als uns die besagte Schaluppe von hinten derart rammt, dass wir zu kentern drohen, unser Kanu reichlich Wasser schluckt und das Phone filmend auf den Schleusengrund sinkt.Großes Entsetzen.
      Jetzt die Kaffeebecher.
      Wir schöpfen geschockt das Wasser aus dem Bootsrumpf; der Schleusenvorgang wird nebensächlich, irgendwie paddeln wir hinaus, unfähig, Himmelpfort den geplanten Besuch abzustatten, dümpeln wir in den Stolpsee hinein.Die Skipperin mit ihrem Bötchen ist auch irgendwie verschwunden.Nicht nur das teure Phone ist verloren, -die Paddelprobe hat ergeben, dass auch nach abgelaufenem Wasser der Schleusengrund unerreichbar bleibt; bei den mittlerweile sämtlich automatisch betriebenen Schleusen gibt es zudem niemanden, den wir hätten ansprechen können- sondern mit ihm auch alle Tracks, Photos und persönliche Daten.
      Unser Leitgerät wird uns fehlen.
      Als sei das der Widrigkeiten nicht genug, empfängt uns auf dem gar nicht so kleinen Stolpsee ein heftiger Gegenwind, bei dem wir aufpassen müssen, dass dieser nicht längsseits aufs Kanu trifft, weil dann die Wellen erneut Wasser ins Boot treiben.Die Erkenntnis, dass dies alles gerade ein wenig zu viel für uns wird, treibt uns zu einer Badestelle am östlichen Ufer des Stolpsees, in der wir anlegen.Um uns dem "germanisch" anmutenden Camp einer Gruppe von martialisch aussehenden Menschen gegenüberstehen zu sehen; folglich paddeln wir bald wieder, latent panisch, gegen die Wellen an, die Markierungsbake des Haveleingangs suchend.Die Havel weist als Wasserstraße eine durchgehende Uferbefestigung aus Pflöcken auf, welche ihr natürliches Erscheinungsbild stark beschneidet, dennoch haben wir den Eindruck, dass wir uns tief in der Natur befinden, zumal sich an den Ufern nichts Menschliches regt oder zeigt.Wir gleiten durch das ruhige Wasser, bis im Dreivierteltakt die nächste flussabwärts gelegene Schleuse einige "Schwimmende Schrankwände" und Motorjachten ausspuckt.
      Dann ist es für kurze Zeit vorbei mit der Natürlichkeit und der Harmonie, die Luft abgasgeschwängert, die Ruhe dahin.
      Der Biwakplatz bei der Schleuse Bredereiche wird als Quartier für heute angepeilt und für wenig beschaulich erachtet, da wir einen Ausblick wie auf die Miniaturhafenanlage Duisburgs vor uns wähnen; zudem teilen uns aufbrechende Paddler mit, dass auch Bredereiche im Versorgungsoutback liegt.
      Als dann auch noch die Schleuse die aufwärts fahrenden Schiffe entlässt, springen wir ins Boot, queren das Wasser und schleusen weiter.
      Nach dem unkomplizierten Schleusenvorgang, an dem außer uns nur ein Paddlerpärchen teilnimmt, pullen wir sechs Kilometer weiter die Havel hinab, schleusen uns unbeschadet durch die Schleuse Regow, hinter der wir zeitgleich mit den beiden Kanuten am Biwakplatz anlegen.Ein großer Platz am Altwasser, ein überdachtes Bank-Tisch-Ensemble, ein Klo in einem halben Kilometer Entfernung auf dem Capriolenhof, einem Ziegenhof, dessen kleine Schankwirtschaft am Abend noch einmal von sieben bis acht öffnet.Alles soweit ganz nett, aber bei uns will sich heute Abend ob der Verluste keine gute Stimmung mehr einstellen, der ländliche Frieden erreicht uns nicht.Dass es auch ein täuschender Friede sein kann, erfahren wir am nächsten Morgen.

      • 23. Juli 2021

  7. slueart, KC🌞 und 14 anderen gefällt das.
    1. slueart

      2021-07-18
      Uckermärker Landrunde
      G&K
      Tag 7
      Campingplatz Rehberge
      (Badestrand 5)
      Fuß- und See-Wanderung zum Schaugarten Retkow, um den Wurlsee, durch Lychen und von Reiherhals über den Wurlsee
      Ganz wie daheim stapfe ich am Sonntagmorgen erst einmal zum Bäcker, hier im Wagen vor dem Tor und reihe mich in die Schlange der Wartenden ein (Auch hierbei trägt übrigens niemand Maske, die Uckermark hat Corona ausgeblendet.)
      Leckere Brötchen, eine tags zuvor erstandene Wurstkonserve der etwas unbekannteren Art und eine Flasche Fertigkakao bilden unser Sonntagsfrühstück, das wir immerhin dieses Mal auf der Bank an unserem Zelt einnehmen können.
      Ein Schild am Straßenrand verweist auf den Exotik-Garten exotik-kunst-garten.de in Retzkow, einem Ortsteil von Lychen.
      Die Hoffnung auf einen Morgenkaffee lässt diese Adresse zum ersten Anlaufpunkt unserer Wurlsee+Lychenrunde werden.
      Keine Enttäuschung der Hoffnung, der Garten ist zwar noch nicht geöffnet, aber die freundliche Frau Nagel serviert uns einen echten Prüttkaffee, bei dessen Genuss wir ein wenig ins Plaudern geraten.
      Das gestrige Kätzchen schleicht sich ins Gespräch und sein Geheimnis ist schnell gelüftet.
      Schlafe die kleine Katze doch gerne in der Stoßstange eines zugehörigen Autos, mit dem der Sohn gestern zur Stadt gefahren sei, dabei unterwegs etwas Schwarzweißes habe weghuschen sehen.
      Fall gelöst.
      Kätzchen wird mit Futternapf gesucht.
      Vom Hauptweg nach Retzkow wenden wir uns über einen Waldweg nach Südost in Richtung Wurlsee.
      Allerdings endet der Weg bald vor dem riesigen Areal des Campingplatzes.
      Seitlich steht das Skelett eines großen Tores ohne jegliche aktuelle Funktion, quasi wie selbstvergessen im Wald, ein wahrhaft skurriler Anblick.
      So fast ganz ohne Gepäck frönen wir einer unserer Leidenschaften und schlagen uns querwaldein südostwärts, folgen dabei dem einen und anderen Wildwechsel, queren einen kleinen Sumpf und landen schließlich vor der Ilsenquelle am Wurlsee auf dem Rundwanderweg, der auch durch unseren Campingplatz verläuft.Nach einer erbaulichen Rast mit belaubtem Blick auf den See folgen wir dem Wanderweg, der uns auch durch den zweiten Campingplatz am Wurlsee führt.
      Unsere Entscheidung für Rehberge sticht; Wurlseecamping liegt ebenfalls im Versorgungsloch, die Zeltplatzterrassen für Kurzzeitzelter sind im Gegensatz zu unserem, lediglich mit drei Nachbarn gesegneten Platz auf der anderen Seeseite, dicht besiedelt.
      Der Seeuferweg endet hier, die Strelitzer Straße führt uns nach Lychen.
      Lychen ist eine Wasserstadt, die je nach Zählweise von drei bis sechs Seen umzingelt ist.
      So spazieren wir an vielen interessanten und reizvollen Aussichten vorbei; entschließen uns zu einem späten Mittagessen "Beim Dicken", welcher uns namensgerecht und muffig eine köstliche, geräucherte Forelle und gruselige Bratkartoffeln an einem Hauch von Salat serviert.
      Den Heimweg kennen wir nun schon im Schlaf und doch zählt der Waldweg am südwestlichen Wurlseeufer zu den wirklich bezaubernden Walduferwegen, der zudem noch mit einer erträglichen Zahl an Mücken und Bänken besticht.
      Es ist Sonntag, der Weg ist wunderschön, aber er bleibt menschenleer.
      Wie schön.
      Bei einer Warterast fiebern wir der Bootsübernahme entgegen, die für 18 Uhr angesetzt ist.Überpünktlich treffen wir an dem Gelände des Freizeitgestalters "Reiherhals" ein und übernehmen unseren Kanadier, den wir u.a. statt der flotteren Kajaks der Wanderrucksäcke wegen gewählt haben.
      (reiherhals.de = Ferienanlage ausgebucht bis 2022, nicht so die Boote, sehr günstig: 20 € p.Tag)
      Abends sucht ihr uns vergeblich, ihr munter jauchzenden Kinder vom Badestrand, wir paddeln über den Wurlsee, von einer Bucht in die nächste; schauen, lauschen, dümpeln glücklich im Boot.
      Und genießen dankbar die Stille.

      • 23. Juli 2021

  8. slueart, KC🌞 und 15 anderen gefällt das.
    1. slueart

      2021-07-17
      Uckermärker Landrunde
      G&K
      Tag 6
      Kombitour mit B & B und per pedes von Warnitz nach Lychen,
      Campingplatz Rehberge
      (Badestrand 5)
      14km (+90km B&B)
      "Eine Reise durch die Uckermark" nimmt heute so richtig Schwung auf, wir gewinnen Land und Kilometer per Bahn und Bus, um unseren nächsten Kurzstandort, den Campingplatz Rehberge bei Lychen, zu erreichen.Hier werden wir einen weiteren "Wandern-ohne-Gepäck-Reisetag" einlegen um danach auf's Boot umzusteigen.
      "Entschleunigen", wie es so artig neudeutsch heißt und voll im Trend liegt.
      Vom "Sportwanderer" zum "Genusswanderer".
      Obwohl wir eigentlich immer auf den Genuss beim Wandern achten wollen, gewinnt der sportliche Teil bei längeren Gepäcktouren dann doch schnell mal die Oberhand.
      (n-tv.de/leben/Wanderer-und-ihre-Schubladen-article22704508.html)
      Die Beschreibung der Bus- und Bahnfahrten will ich hier nicht ausbreiten, nur so viel zur Erinnerung:
      Von Warnitz fahren wir mit dem schon bekannten RE3 nach Prenzlau.
      Nach Westen fährt kein Zug, die Linie nach Lychen ist bedauerlicherweise stillgelegt worden.
      Auch symptomatisch.
      Der Bus nach Templin startet sofort und wir können gerade noch an Bord springen.
      Die reizende Busfahrerin bemüht sich über Funk um unseren Anschluss ab Templin, auf den wir dann aber fahrplangemäß ein kleines Weilchen warten müssen.
      Zugegebenermaßen gedeihen die beiden Busfahrten über Land dann zu guten, eigenständigen Erlebnissen; gen Lychen werden die ausgefahrenen Straßen enger und der Bus befördert uns, und kaum jemand anderen, durch den sumpfig grünen Wald.Kurz vor Templin sehen wir busfahrend Klausens Auto am Hotel Fährkrug stehen, hier an der engsten Stelle unserer Runde.In Lychen steigen wir am Abzweig nach Retzkow aus und traben auf der stillen Landstraße gen Nordwesten Richtung Rehberge.
      Die Stille des Waldes wird von kläglichem Maunzen durchbrochen. Als wir den Seitenhügel erklimmen, liegt ein schwarz-weißes Kätzchen im Wald.
      Deutlich noch nicht alleine überlebensfähig.
      Ausgesetzt?
      Mehr darüber erfahren wir am nächsten Tag, hier und jetzt flitzt die Kleine maunzend durch das Unterholz und lässt sich nicht fangen.
      Der Campingplatz ist riesig, von der sympathischen Gepflogenheit der "Naturcampingplätze", möglichst viel Raum zwischen den Zelten und Wagen zu lassen.
      Ein feiner kleiner Rasenplatz am Ufer des tiefen, von Wald umspielten und deshalb grünlich schimmernden Wurlsees, selbstredend direkt neben dem Badeplatz, wird der unsrige.
      Das ist dann aber schon das Ende des Komforts.
      Bei der Anmeldung zahlen wir über fünfzig Euro für zwei Nächte incl. Kurtaxe, aber es gibt nix außer Postkarten zur Versorgung.
      Schade.
      Allerdings soll morgen in der Frühe der Bäcker vor dem Tor stehen.
      Und so ergeben sich denn auch die tatsächlich gelaufenen Wanderkilometer des Tages in erster Linie aus der dreimaligen Bewältigung der Strecke zwischen Lychen und Rehberge, wobei wir zusätzlich entdeckend durch Lychen streifen, wie die Photographien deutlich zeigen, und nicht nur beim Netto abhängen.Spät am Nachmittag besuchen wir das Café GaTho, ein gelungenes Beispiel für den Erfolg privater Initiativen.
      Ab in den Garten von Gabi und Thomas.
      Letzte Bank am Strand, der Sonnenuntergang hinter uns setzt die Lokalfarben der Natur dankenswert in Szene.

      • 23. Juli 2021

  9. slueart, KC🌞 und 14 anderen gefällt das.
    1. slueart

      2021-07-16
      Uckermärker Landrunde
      G&K
      Tag 5
      Kombitour von Warnitz nach Seehausen, zurück per Bahn
      15km
      (Badestrand 4)
      Zwei Croissants und zwei leckere Milchkaffee p.P. an der Rezeption stärken uns für den Einstieg in den Tag, den wir selbstredend nicht faulenzend verbringen werden, sondern uns gleich in unsere erste Wanderung ohne Gepäck stürzen und eine Teilstrecke des Uckermärkischen Landweges längst der Bahn gen Prenzlau bis nach Seehausen laufen, was noch als letzte kleine Reminiszenz an die alten Pläne verstanden werden kann, aber nicht zwingend.Die nordwärts führende Route verläuft zunächst über die Straße und bei der Gelegenheit erkunden wir ein wenig den Ort.Viele Details in Sachen der privaten Gestaltung zeigen, dass das Talent der Wiederverwertung von Gebrauchsgütern, welches in der ehemaligen DDR von großer Bedeutung war, auch nach Jahren der Verwestlichung noch nicht verloren gegangen ist.Nach etwa vier Kilometern verlässt der Uckermärkische den Wald und wir wandern durch die sumpfige Senke zwischen Oberuckersee und Krummesee, vorbei an einem Ottertunnel, grün aufragenden Schilfgürteln und blühenden Wiesen.Und wie das so ist, wenn die Schranken erst einmal gefallen sind, entern wir, nachdem sich Seehausen in sengender, schattenfreier Sonne und toter Hose präsentiert hat, die stündlich verkehrende Bahn; "like a Hobo", denn keine Automaten auf dem Land (Wie schön!) und der Schaffner schafft es nicht (und umgekehrt wir auch nicht), uns zu erreichen, bevor wir nach wenigen Minuten schon wieder in Warnitz am Bahnsteig stehen.Bevor wir den Rest des Nachmittages dem Schwimmen und der Meditation widmen, besuchen wir die, mit lokalen Produkten und Kartenmaterial erstaunlich gut bestückte, örtliche Touristeninfo; verwöhnen uns im angrenzenden Garten mit Kaffee und Kuchen.Unsere Ortserkundung setzen wir am Spätnachmittag fort, als wir die "Deutsche Eiche" besuchen und ordentlich lecker zu Abend essen.Auf dem Rückweg zum Zelt können wir trockenen Leibes ein ordentliches Gewitter erleben. Mittendrin sitzen wir geschützt unter einem überdachten Bank-Tisch-Ensemble an der menschenleeren öffentlichen Badestelle von Warnitz.Später dann noch einmal der Steg mit allem was dazugehört, weil es so schön ist, heute sogar mit BestBank!Unser Dank geht an die Regie für diesen Schlemmertag.

      • 23. Juli 2021

  10. slueart, KC🌞 und 9 anderen gefällt das.
    1. slueart

      PLAN:
      Tag 4 - 32km
      Das ist die dritte und längste Strecke.
      Frühstück Camping? NIX
      Kilometer 3, 4 Eisenbahn, Abzweig hinter Bahn nur folgen, wenn Einkauf, sonst 3 km B 198
      Kilometer 5,5 Kerkow Imbiss?, Trinkwasser
      Kilometer 8,8 Welsow Obstweinschänke?
      Kilometer 14,6 Bushaltestelle
      Kilometer 15,6 Bahn/Häuser/Trinkwasser?
      Kilometer 18 Briesow Mitte, Bus, Trinkwasser
      Kilometer 23 Schmiedeberg: NIX, Wasser
      Kilometer 28 Melzow: NIX, Wasser
      Kilometer 32 Warnitz Einkauf rechts 50m
      Abbruch per Biwak bei Bedarf sicher möglich.
      Abends Warnitz: Camping Oberucker See
      camping-oberuckersee.de/2-platz.html
      Getränke- und Eisverkauf, Brötchenservice,
      Restaurant "Deutsche Eiche" im Ort
      So sah einst der Plan aus, aber aus den beschriebenen Gründen "Knie, Klima und Kost" ändern wir schweren Herzens unser Vorhaben.
      Wir gestehen uns ein, dass wir nicht nahtlos an unsere ALASKA-Wanderungen durch den Schwarzwald (2019) und durch das Sauerland (2020) anbinden können und die Idee der siebentägigen Streckenwanderung hinfällig ist.
      2021-07-15
      Uckermärker Landrunde
      G&K
      Tag 4
      Kombitour von Wolletz Camping nach Warnitz
      Campingplatz am Oberucker See (Badestrand 4)
      28km
      (Da die Tourdaten mit dem Versinken des trackenden Phones im Schleusengrund "Himmelport" verschwunden sind, werden die Photos von Hand in die Karte eingepflegt, wodurch die richtige Reihenfolge leider nicht immer gegeben ist.)Beim nicht gegebenen Frühstück steht fest, wir planen um.
      Urlaub muss ein wenig her, deshalb laufen wir ins sechs Kilometer entfernte Angermünde, fallen beim nächsten Bäcker ein und gönnen uns ein reichhaltiges Frühstück.
      So lecker kann Kaffee schmecken.
      Der Weg zur Stadt ist alles andere als ein zweckgebundener Hinweg; sehen wir doch endlich zwei der Kraniche, deren Rufe wir schon häufiger vernommen haben.
      Morgendlich heiter umspinnt uns der Kiefernwald mit seinen Marienfäden, die Vögel singen; die Mücken nerven nur kurz, dann wird das zwar ätzende, aber bewährte Gegenmittel aufgetragen und Schluss ist.
      Wir ziehen an riesigen Sonnenblumenfeldern vorbei und sehen der Vielzahl der durch die Luft schaukelnden Schmetterlinge zu.Schnitt.Von Angermünde fahren wir mit dem RE3 bis Warnitz. Hier gibt es tatsächlich ein Lebensmittelgeschäft, einen von der ländlichen Vielfältigkeit geprägten Landmarkt.
      Da wir zwei Tage vor Ort bleiben, ist die Kost gesichert.
      Aber Vorsicht, um 17:30 Uhr ist Schicht.
      Über den Uferweg am Oberuckersee erreichen wir den gleichnamigen Campingplatz, der uns mit einem besonders prächtigen Badeplatz empfängt.
      Eine sehr schöne Steganlage schont das Ufer und lockt die Badenden mit Einzelstegen und Bänken hinaus ans und ins Wasser. Meist fallen die Ufer der Seen in der Uckermark recht schnell steil ab, hier gibt es auf einem breiteren Streifen sandigen Bodenkontakt.
      Daher beherbergt der Platz auffallend viele junge Familien, die den Badeplatz genießen.
      Freundlich auch empfängt uns die Dame an der Anmeldung, kühle Getränke und Morgenkaffee bietet sie auch.
      Der steil am Hang gelegene Waldplatz ist terrassenförmig angelegt, wir finden ein ruhiges Plätzchen nah am See.
      Wenn die Mirabellen reif sind, wird ebendort ein großer Obstgarten zum Naschen einladen. Jetzt gibt es ein Vorreiterbäumchen, das uns schöne Früchte spendiert.
      Dankbar nehmen wir am Abend eine freie Bank auf dem mittlerweile relativ ruhigen Steg in Besitz und hocken lange Zeit, bis die Sonne untergegangen ist.

      • 23. Juli 2021

  11. loading