Mareike

Aufregende Hüttentour mit Gletscherblicken – der Venediger Höhenweg

Fabian

Aufregende Hüttentour mit Gletscherblicken – der Venediger Höhenweg

Wander-Collection von Mareike
4-8 Tage
3-6 Std / Tag
54,3 km
3 770 m
3 690 m

Lass dich von Gletschern verzaubern, suche den Himmel nach Steinadlern ab und besuche abgelegene alpine Täler. Auf dem Venediger Höhenweg wanderst du südlich entlang des Hauptkamms der gleichnamigen Berggruppe, die vom majestätischen Großvenediger gekrönt wird. Dabei durchquerst du Teile des Nationalparks Hohe Tauern und entdeckst die Ursprünglichkeit der Alpen. Das Schöne an einem Höhenweg? Wenn du einmal oben bist, stehen dir täglich nur noch wenige Höhenmeter bevor. So lässt sich die abwechslungsreiche Bergwelt recht entspannt und erholsam erkunden. Rauer Fels und beeindruckendes Eis, liebliche Almen und unbeschreibliche Ausblicke erwarten dich. Wenn du aufmerksam bist, begegnest du unterwegs Murmeltieren, Gämsen und vielleicht auch Steinböcken. Mit viel Glück kannst du sogar einen Steinadler oder einen Bartgeier beobachten.

Nach dem Aufstieg am ersten Tag bewegst du dich durchgehend in alpinem Gelände mit herausfordernden Felspassagen. Die Etappen sind mit kurzen Strecken und mäßig vielen Höhenmetern aber relativ entspannt gestaltet. Nur am letzten Tag wanderst du mehr als zehn Kilometer und bewältigst einen langen Abstieg. Sonst kannst du es zeitlich ganz gemütlich angehen lassen und neben der Bergwelt auch die kulinarischen Angebote auf den Hütten reichlich genießen. Außerdem fällt es auf den eher kurzen Strecken leichter, von Anfang bis Ende die Konzentration zu halten. Das ist wichtig, denn einige Stellen sind steil und ausgesetzt. Ebenfalls ist das Gelände, in dem du dich bewegst, teilweise steinschlaggefährdet. Hier solltest du immer Augen und Ohren offen halten. Für eine Stelle auf der dritten Etappe bietet es sich an, einen Helm dabeizuhaben. Aktuelle Informationen zu den Bedingungen bekommst du bei den Hüttenwirten. Grundsätzlich gehören Trittsicherheit und Schwindelfreiheit zu den Voraussetzungen, damit dir diese Wanderung Spaß macht.

Das Praktische ist: Jeder kann seine eigene Variante des Weges finden. Als Grundgerüst findest du hier sieben Tagesetappen, die insgesamt knapp 55 Kilometer abdecken. Los geht es in Ströden im Virgental und nach einer Woche kommst du am Matreier Tauernhaus im Tauerntal an. Dabei hast du von jeder Hütte die Möglichkeit, wieder ins Tal abzusteigen – so kannst du die Länge deiner Wanderung an deine Wünsche anpassen. Wer fit und flott ist und eher eine sportliche Herausforderung sucht, kann teilweise auch zwei Etappen an einem Tag gehen. Außerdem kannst du entlang des Weges ganz nach Lust und Laune noch zusätzliche Gipfel besteigen.

Weil du dich den größten Teil der Zeit über der 2.000-Meter-Marke bewegst, planst du dieses Abenteuer am besten für den Sommer, wenn nicht mehr viel vom Schnee vom letzten Winter übrig ist. Unterwegs gibt es keine Einkehrmöglichkeiten. Da die Wege aber nie wirklich lang sind, kommst du mit einer kleinen Brotzeit oder auch nur ein paar Snacks im Gepäck gut über die Runden, wenn du dich sonst auf den Hütten versorgst. Die stehen verlässlich am Ende jeder Etappe und heißen dich mit warmen und trockenen Betten sowie leckeren Osttiroler Gerichten willkommen. Meist haben sie zwischen Juli und September geöffnet. Am besten reservierst du die Hütten im Voraus – dann musst du nicht um deinen Schlafplatz bangen und die Wirte können besser planen. Noch ein Vorteil des Höhenweges ist, dass er gut mit den öffentlichen Verkehrsmitteln zu erreichen ist. Von der Osttiroler Bezirkshauptstadt Lienz fahren Busse zum Start- und Endpunkt.

Auf der Karte

Touren & Highlights

    Mittelschwer
    02:51
    5,79 km
    2,0 km/h
    790 m
    Mittelschwere Bergtour. Gute Grundkondition erforderlich. Überwiegend gut begehbare Wege. Trittsicherheit erforderlich.

    Die erste Etappe des Venediger Höhenwegs ist eher kurz und eignet sich daher perfekt zum Einwandern. So kannst du sie gut noch am Tag der Anreise bewältigen. Dieser Abschnitt führt dich durch das wunderschöne Maurertal, das es dir ganz leicht macht, dich an deine neue Umgebung zu gewöhnen.Zum Ausgangspunkt in Ströden im Virgental kommst du ganz entspannt mit der Buslinie 951, die von Lienz über Matrei und Prägraten fährt. Den aktuellen Fahrplan findest du unter vvt.at. In die Bezirkshauptstadt Lienz kannst du mit der Bahn fahren. In Ströden gibt es aber auch einen kostenpflichtigen Parkplatz.Du wendest dich nach Norden und wanderst rechts des Flusses durchs Maurertal hinauf. Die ersten Schritte sind noch recht gemütlich, bevor es langsam steiler bergauf geht. Gleich zu Anfang kannst du dich von den Wäldchen, die hier noch deinen Weg säumen, verabschieden. Denn es dauert nicht lang, bis du die Baumgrenze überschreitest. Die nächsten Tage werden liebliche Wiesen und borstige Sträucher, karge Felsen und umwerfende Aussichten deine Begleiter sein.Kurz hinter der Stoan-Alm befindet sich die Talstation der Materialseilbahn der Essener-Rostocker Hütte. Diese bringt dein Gepäck für dich hinauf, wenn du das mit dem Hüttenwirt ausmachst. Der Maurerbach ist so freundlich und zeigt dir den Weg zu deinem ersten Etappenziel. Ganz am Ende geht es noch einmal knackig bergauf, aber die wunderschöne Moränenlandschaft versüßt dir auch diesen Teil des Weges. Hast du am Ende des Tages noch Zeit, kannst du einen Abstecher zum Simonysee machen. Dorthin sind es noch 150 Höhenmeter und du bist mit Zu- und Abstieg nochmals eine Stunde unterwegs.

    Mittelschwer
    03:49
    7,62 km
    2,0 km/h
    560 m
    640 m
    Mittelschwere Bergtour. Gute Grundkondition erforderlich. Überwiegend gut begehbare Wege. Trittsicherheit erforderlich.

    Auf der zweiten Etappe folgst du zunächst deinem treuen Begleiter vom Vortag, dem Maurerbach, noch ein Stück nach Norden. Bald aber wendest du dich nach Osten, wo es in Kehren kräftig bergauf geht. Die Aussicht auf die faszinierenden Gletscher über dir entlohnt für jeden anstrengenden Schritt.So gelangst du zum Türmljoch, wo du deinen Anstieg des Tages geschafft hast. Höchste Zeit für eine Pause! Die kannst du hier auch richtig genießen, denn die Ausblicke sind herrlich. Im Westen siehst du hinab ins Maurertal, wo du hergekommen bist. Neu ist die Aussicht übers Dorfertal im Osten. Vielleicht hast du auch Lust, ein Steinmännchen zu bauen, so wie viele andere vor dir.Wenn du das mächtige Türml noch erklimmen möchtest, gehst du erst auf der Ostseite herum und steigst dann über den Normalweg von Süden auf. Hier wird es etwas kraxelig. Bedenke vor dem Aufstieg, dass du auf demselben Weg auch wieder herunterkommen musst. Für den Klettersteig an der Nordseite benötigst du eine entsprechende Ausrüstung.Vom Türmljoch geht es anschließend nur noch bergab. Über felsige Hänge und teilweise ziemlich steil wanderst du hinab ins Dorfertal, wo dich die Johannishütte mit einer Mahlzeit für den Abend und einem Bett für die Nacht erwartet.

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  • Schwer
    03:31
    6,01 km
    1,7 km/h
    960 m
    540 m
    Schwere Bergtour. Sehr gute Kondition erforderlich. Gute Trittsicherheit, festes Schuhwerk und alpine Erfahrung notwendig.

    Am dritten Tag auf dem Venediger Höhenweg steht die Wanderung zur Sajathütte an. Der direkte Weg über die Sajatscharte ist seit 2015 wegen Steinschlaggefahr gesperrt. Deshalb nimmst du heute einen Umweg, der sicherer ist und dich mit ein paar Höhenmetern mehr auf einen spannenden Dreitausender bringt. Aktuelle Informationen bekommt ihr beim Wirt der Sajathütte (sajathuette.at/2015/07/23/sperre-wanderweg-sajathuette-johannishuette).Direkt von der Johannishütte geht es steil über die Hänge unterhalb von Zopetkopf und Zopetspitze bergauf. Blickst du hier in Richtung Norden über den Verlauf des Dorfertals hinweg, zeigt sich dir der mächtige Großvenediger. An der nächsten Gabelung wanderst du links hinauf zur Tulpscharte. Auf dem rechten Weg ist die Steinschlaggefahr zu groß. Der Weg hinauf zur Kreuzspitze ist sicherer, aber auch nicht ohne. Ziemlich steil geht es bergauf und jeder Tritt will sicher gesetzt werden. Die Belohnung für deine Mühen ist die Kreuzspitze, die mit 3.164 Metern einen stattlichen Dreitausender abgibt. Da darfst du dich schon ordentlich freuen, wenn du oben angekommen bist.Am besten machst du am Kreuz eine vernünftige Pause, denn auch der Abstieg ist eine Herausforderung, die höchste Konzentration fordert. Durch eine steile Wand geht es hinab. Dabei ist der Weg ausreichend mit Stahlseilen gesichert. Hier solltest du absolut schwindelfrei und geübt in ausgesetztem Gelände sein. Ob du dafür ein Klettersteigset brauchst, hängt von deiner Erfahrung und deinem Sicherheitsbedürfnis ab. Ein Helm schadet hier jedenfalls nicht. Anschließend ist es nicht mehr weit bis zur Sajathütte, die nach dieser anspruchsvollen Tour gerade recht kommt.Wer sich dieses Stück nicht zutraut, kann über die Zopetscharte direkt weiter zur Eisseehütte, dem Ziel der vierten Etappe, gehen. Auch hier gibt es im Abstieg aber einige seilversicherte Passagen zu überwinden.

    Schwer
    02:29
    5,22 km
    2,1 km/h
    360 m
    410 m
    Schwere Bergtour. Gute Grundkondition erforderlich. Gute Trittsicherheit, festes Schuhwerk und alpine Erfahrung notwendig.

    Auf der vierten Etappe darfst du dich auf herrliche Aussichten und eine recht gemütliche Wanderung freuen. Die ersten zwei Drittel des Weges steigst du den Hang unter der Vorderen Sajatspitze querend ab. Dabei bewegst du dich hoch über dem Virgental und hast einen tollen Blick auf die gegenüberliegende Lasörlinggruppe.Am sogenannten Fenster lädt eine Bank dazu ein, diese Aussicht noch einmal ausgiebig zu genießen. Und das solltest du auch tun, denn anschließend wendest du dich nach Norden, um ins Timmeltal abzusteigen.Am Talboden angelangt, folgst du dem Lauf des Timmelbachs bergauf. So idyllisch und lieblich das grüne Tal auch scheinen mag – hier wird es noch mal richtig steil und anstrengend. Zum Glück, denn die Eisseehütte ist nicht mehr weit und Wanderer wissen: Nach einer sportlichen Tour schmeckt das Essen immer besonders gut.

    Schwer
    03:06
    6,84 km
    2,2 km/h
    430 m
    190 m
    Schwere Bergtour. Gute Grundkondition erforderlich. Gute Trittsicherheit, festes Schuhwerk und alpine Erfahrung notwendig.

    Auch auf Etappe 5 kannst du dich wieder ganz und gar an der Bergwelt erfreuen, denn bei gutem Wetter stehen dir keine technischen Herausforderungen bevor. Auf der ersten Hälfte der Wanderung warten sogar kaum Höhenunterschiede auf dich. Von der Eisseehütte steigst du zunächst ein kurzes Stück bergab, um zu dem Höhenweg zu gelangen, der am Westhang oberhalb des Timmeltals entlangführt. Über dir ragen der Große Hexenkopf und der Hohe Eichham auf.Anschließend umschreitest du die Wunwand und befindest dich dann wieder hoch über dem Virgental. Hier beginnt bald der Aufstieg zum Eselsrücken, auf dessen anderer Seite dich viele enge Kehren erwarten, die den steilen Abstieg entschärfen.Danach gönnt dir der Weg noch einmal eine kurze Verschnaufpause. Es geht ein wenig gemütlich bergab, bevor du den finalen Aufstieg des Tages hinauf zur Bonn-Matreier-Hütte beginnst. Von deinem Etappenziel kannst du noch einen kurzen Abstecher zur höchstgelegenen Felsenkapelle der Ostalpen machen. Diese liegt direkt oberhalb der Schutzhütte.

    Schwer
    04:24
    9,13 km
    2,1 km/h
    500 m
    650 m
    Schwere Bergtour. Gute Grundkondition erforderlich. Gute Trittsicherheit, festes Schuhwerk und alpine Erfahrung notwendig.

    Auf der sechsten Etappe wird es wieder anspruchsvoller. Es stehen dir einige ausgesetzte Pfade und abgesicherte Kraxelstellen bevor. Die erste Hälfte der Strecke ist recht felsig, die zweite dann wieder grüner. Dieser Abschnitt des Venediger Höhenweges ist steinschlaggefährdet. Sprich mit den Wirten der Bonn-Matreier-Hütte, um die aktuellen Bedingungen zu erfahren.Auf die spannendste Stelle darfst du dich gleich morgens freuen. Nach dem ersten Kilometer des Tages steigst du zur Galtenscharte auf. Auf deinem Weg nach oben wirst du auch mal Hand anlegen müssen. So spürst du die raue Schönheit der Felslandschaft im wahrsten Sinne der Worte. Hast du die Scharte überschritten, öffnet sich unter dir das Froßnitztal. Nach einem Abstieg von rund 500 Höhenmetern querst du die Hänge unterhalb des Schobers und der Hohen Achsel in Richtung Norden.Dort, wo es langsam wieder nach oben geht, wendest du dich nach links, um zu deinem Etappenziel, der Badener Hütte aufzusteigen. Kurz davor überquerst du noch den Froßnitzbach. Noch etwas weiter oben fließt dieser aus einem kleinen See heraus, der nur wenige Gehminuten von der Hütte entfernt liegt. Deine Wanderfüße freuen sich bestimmt über ein kühles Bad, sobald du sie aus den Stiefeln befreit hast.

    Mittelschwer
    04:50
    13,7 km
    2,8 km/h
    170 m
    1 270 m
    Mittelschwere Bergtour. Gute Grundkondition erforderlich. Überwiegend gut begehbare Wege. Trittsicherheit erforderlich.

    Am siebten Tag geht es nicht mehr viel bergauf, dafür aber umso mehr bergab. Denn heute wanderst du wieder hinunter ins Tal – aber nicht, ohne dir noch einen letzten atemberaubenden Blick Richtung Großvenediger zu gönnen. Am Löbbentörl genießt du noch einmal ausgiebig die hochalpine Landschaft und den Blick auf die Gletscher.Dann geht es bergab – allerdings nur mit dem Weg und nicht mit der Stimmung. Es warten nämlich noch ein paar schöne Orte auf dich! Die felsige Umgebung weicht langsam wieder grüner Vegetation. Dann passierst du das sogenannte Auge Gottes, einen kleinen See, in dessen Wasser eine Insel schwimmt. Kurz darauf, während eines steilen Abstiegs, wirst du vermutlich wieder innehalten. Denn hier hast du einen tollen Blick auf einen tosenden Wasserfall.Anschließend geht es endgültig hinab ins Gschlösstal, wo der Weg gemütlicher wird. Bald gelangst du entlang des Talflusses nach Innergschlöss, wo du auf Osttiroler Spezialitäten einkehren kannst. Falls du deine Wanderung schon hier beenden möchtest, kannst du mit einem Waggon, der von einem Traktor gezogen wird, bis zum Matreier Tauernhaus fahren. Zu Fuß gehst du zunächst an der Fahrstraße talauswärts, biegst aber bald rechts über den Fluss ab und hältst dich dann auf einem Fußweg, der dich vorbei an Außergschlöss ebenfalls zum Matreier Tauernhaus bringt. Von hier nimmt dich die Buslinie 955 mit nach Matrei und fährt dich einmal nachmittags auch direkt nach Lienz. Deine Verbindungen findest du auf vvt.at.

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Collection Statistik

  • Touren
    7
  • Distanz
    54,3 km
  • Zeit
    25:01 Std
  • Höhenmeter
    3 770 m3 690 m

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