8 Etappen auf dem Hermannsweg

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komoot

Der beliebte Hermannsweg zieht sich als traumhaft schöner Höhenweg durch eine bedeutende historische Landschaft: Arminius, ein Fürst der Cherusker, versammelte damals verschiedene germanische Stämme unter seinem Banner, um die römischen Besatzungstruppen über den Rhein zurückzutreiben. Arminius, der uns heute nur noch als Hermann bekannt ist, war als Geisel nach Rom gekommen und war dort zu einem militärischen Offizier ausgebildet worden. Als er zurück nach Germanien kam, konnten er und seine Verbündeten dank seiner genauen Kenntnisse die übermächtigen Legionen besiegen und somit die Länder rechts vom Rhein vom römischen Griff befreien.

Der genaue Ort der entscheidenden Varusschlacht ist heute nicht mehr bekannt, doch sowohl der Hermannsweg als auch das gewaltige Hermannsdenkmal erinnern an den tapferen Heerführer. In acht Etappen wanderst du auf einer Strecke von rund 157 Kilometern über den Kamm des Teutoburger Waldes und über das zu Unrecht wenig bekannte Eggegebirge. Im steten Auf und Ab führt dich der Hermannsweg durch unberührte Buchenwälder, zu herrlichen Aussichten und spannenden Felsformationen. Zum Ende der siebten Etappe stehst du schließlich selbst am Fuße des Hermannsdenkmals.

Deine Wanderung auf dem Hermannsweg beginnt in dem beschaulichen Städtchen Rheine im Münsterland. Der Wanderweg ist auf der gesamten Strecke mit einem weißen 'H' auf schwarzem Grund markiert. Dank guter Bus- und Bahnanbindungen kannst du dir auch problemlos nur einzelne Etappen als Tageswanderung auswählen oder deine Lieblingsetappen zu einer mehrtägigen Wanderung zusammenstellen. Mit ihren Bahnhöfen eignen sich vor allem die Etappenziele Hörstel, Borgholzhausen, Bielefeld und Detmold als Ein- oder Ausstiegspunkte für deine Tour.

Wanderkarte zum Hermannsweg

Die 8 Etappen des Hermannswegs

  • Schwer
    06:24
    24,9 km
    3,9 km/h
    140 m
    80 m
    Schwere Wanderung. Sehr gute Kondition erforderlich. Leicht begehbare Wege. Kein besonderes Können erforderlich.

    Deine erste Etappe auf dem Hermannsweg beginnt in Rheine. Von hier aus wanderst du ein Stück flussaufwärts an der Ems entlang, die du an der sogenannten Soldatenbrücke überquerst. Bald hast du die Stadt hinter dir gelassen und der Hermannsweg schlängelt sich durch weite Felder und kleine Waldstücke in Richtung Teutoburger Wald.

    Bald passierst du das Städtchen Bevergern und stehst wenig später am Ufer des Dortmund-Ems-Kanals. Bei Bevergern fließen am Nassen Dreieck der Dortmund-Ems-Kanal und der Mittellandkanal zusammen. Am gegenüberliegenden Ufer kannst du bereits den westlichsten Gebirgsausläufer des Teutoburger Waldes ausmachen.

    Von Bevergern kannst du noch einen Abstecher zum Kunsthaus Kloster Gravenhorst machen oder du suchst gleich deine Unterkunft auf. In Bevergern und in den nahegelegenen Nachbarorten Riesenbeck und Hörstel gibt es eine gute Auswahl an verschiedenen Unterkünften.

  • Schwer
    05:23
    19,4 km
    3,6 km/h
    360 m
    300 m
    Schwere Wanderung. Sehr gute Kondition erforderlich. Leicht begehbare Wege. Kein besonderes Können erforderlich.

    Am zweiten Wandertag steht die erste Bergetappe an. Vom Nasse Dreieck aus geht es dann parallel zum Dortmund-Ems-Kanal auf den Kamm des Teutoburger Waldes hinauf. Hier täuscht der Name: Hierbei handelt es sich nicht nur um einen Wald, sondern vor allem um ein ausgeprägtes und lang gezogenes Mittelgebirge.

    Vom Ufer des Kanals geht es sanft bergauf zum Kammweg. Der Höhenzug ist hier dicht bewaldet, aber an verschiedenen Aussichtspunkten kannst du den weiten Blick aufs Münsterland genießen. Nachdem du einige Kilometer durch den stillen Wald gewandert bist, erwartet dich ein großartiger Höhepunkt: Die Dörenther Klippen sind spannende Sandtsteinfelsen, die sich am Rande des Teutoburger Walds erheben. Einzelne Felsen tragen Namen wie 'Das Hockende Weib' oder 'Dreikaiserstuhl'. Gleich zwei Gasthäuser laden rund um die Klippen zu einer Pause ein.

    Nachdem du die Klippen ausgiebig erkundet hast, geht es am Rande von Brochterbeck über den Höhenzug weiter zum Etappenziel Tecklenburg. In dem mittelalterlichen Städtchen findest du mehrere gemütliche Hotels und Pensionen.

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  • Schwer
    05:49
    21,2 km
    3,6 km/h
    320 m
    360 m
    Schwere Wanderung. Sehr gute Kondition erforderlich. Überwiegend gut begehbare Wege. Trittsicherheit erforderlich.

    Die dritte Etappe auf dem Hermannsweg beginnt in Tecklenburg. In Richtung Süden verlässt du die Stadt. Der Weg führt dich an den Königsseen vorbei und über die Autobahn und schon stehst du wieder mitten in der Natur.

    Mit kleinen Auf- und Abstiegen schlängelt sich der Hermannsweg weiter über den Höhenzug des Teutoburger Waldes. Auf diesem Abschnitt ist er weit weniger bewaldet und daher hast du an vielen Stellen großartige Ausblicke auf die umgebende Landschaft. Ein besonderes Highlight ist dabei das alte Kalkabbaugebiet Lengerich, das heute als Blaue Lagune bekannt ist.

    Entlang der heutigen Etappe triffst du außerdem auf drei große, noch aktive Kalkabbaugebiete – der Ausblick ist in jedem Fall imposant. Bevor es abwärts zum Etappenziel geht, kannst du noch eine Rast in der gemütlichen Malepartus Waldschänke einlegen.

    Bad Iburg empfängt dich mit einer schönen Altstadt, einem Schloss und einer guten Auswahl an Hotels und Gasthäusern.

  • Schwer
    06:49
    24,1 km
    3,5 km/h
    520 m
    520 m
    Schwere Wanderung. Sehr gute Kondition erforderlich. Überwiegend gut begehbare Wege. Trittsicherheit erforderlich.

    Auf der vierten Etappe macht der Teutoburger Wald seinem Namen alle Ehre: Von Bad Iburg aus startend verläuft der Hermannsweg über fast die gesamte Strecke durch stille Wälder. Der erste Abschnitt führt dich durch das urwüchsige Naturschutzgebiet Freeden.

    Im Anschluss wanderst du ein Stück am Waldrand entlang und steigst dann recht steil zum Kammweg auf. Von hier aus geht es bald abwärts über die nächste Autobahn und gleich wieder hinein in den dichten Wald. Das Rauschen der Autos hast du bald vergessen, wenn du hier zwischen den Bäumen entlang wanderst.

    Damit aber auch Panoramaliebhaber nicht zu kurz kommen, hast du heute noch zwei Aussichtstürme zur Auswahl. Der erste Turm steht direkt am Kammweg oberhalb vom Ort Dissen und bietet dir einen tollen Blick auf die bewaldeten Berge des Teutoburger Waldes. Kurz vor dem Etappenziel lockt dann noch der Luisenturm mit seiner schönen Aussicht.

    Deine Unterkunft in Borgholzhausen, dem heutigen Etappenziel, hast du am besten schon im Vorfeld reserviert, denn hier gibt es nur eine kleine Auswahl an Hotels.

  • Schwer
    07:31
    26,2 km
    3,5 km/h
    630 m
    640 m
    Schwere Wanderung. Sehr gute Kondition erforderlich. Überwiegend gut begehbare Wege. Trittsicherheit erforderlich.

    Frisch erholt startest du deine Wanderung in Borgholzhausen. Du folgst dem Hermannsweg zur Burg Ravensberg, dem ersten großen Höhepunkt des Tages. Die gut erhaltene kleine Burg liegt mit ihrer Hofschänke auf einem Ausläufer des Teutoburger Waldes und ist ein schöner Ort für eine erste Rast.

    Von dort aus geht es im steten Auf und Ab über die Gipfel und durch die Täler des Gebirgskamms. Der Höhenzug ist hier ungleichmäßig bewaldet und so hast du immer wieder schöne Ausblicke auf die umgebende Landschaft.

    Die zweite Hälfte der Etappe verläuft ab Halle in Westfalen vollständig auf dem schmalen Höhenzug. Ohne nennenswerte Höhenunterschiede wanderst du gemütlich durch den Wald. Du kommst an verschiedenen Aussichtspunkten vorbei und kannst noch eine Rast in der Gaststätte Peter auf'm Berge einlegen, bevor du dem Hermannsweg bergab nach Bielefeld folgst.

  • Mittelschwer
    04:21
    15,6 km
    3,6 km/h
    320 m
    230 m
    Mittelschwere Wanderung. Gute Grundkondition erforderlich. Leicht begehbare Wege. Kein besonderes Können erforderlich.

    Die sechste Etappe des Hermannswegs beginnt im Stadtzentrum von Bielefeld. Nach einem Abstecher zur Sparrenburg auf dem gleichnamigen Berg geht es über einen schmalen Grünstreifen aus der Stadt hinaus.

    Bald liegt Bielefeld hinter dir und du wanderst auf dem Hermannsweg sanft bergauf zum Kamm des Teutoburger Waldes. Nächstes Ziel ist der Eiserne Anton. Eigentlich hieß dieser Aussichtsturm einst Bismarckturm, doch aufgrund seiner einzigartigen Stahlkonstruktion wird er heute nur noch Eiserner Anton genannt.

    Hier hast du übrigens auch den höchsten Punkt der heutigen Etappe erreicht und somit geht es ab jetzt vor allem bergab. Du überquerst eine weitere Autobahn und dann geht es an den Hängen des Teutoburger Walds weiter bis zum Etappenziel Oerlinghausen.

  • Schwer
    05:13
    18,3 km
    3,5 km/h
    460 m
    300 m
    Schwere Wanderung. Sehr gute Kondition erforderlich. Überwiegend gut begehbare Wege. Trittsicherheit erforderlich.

    Auf der siebten Etappe zeigt sich der Teutoburger Wald nochmals von seiner schönsten Seite. Wie schon zu Zeiten von Arminius, dem Cherusker, bedecken dichte Wälder den Höhenzug und seine weiten Hänge. Von Oerlinghausen geht es direkt zu Beginn hinauf zum Kammweg.

    Durch dichten Wald geht es dann gemächlich bergab. Auf kleinen Lichtungen am Wegesrand kannst du immer wieder mal einen Blick auf die umgebende Hügellandschaft und auf das Weserbergland werfen.

    Ziel der heutigen Wanderung ist aber das gewaltige Standbild von Arminius, das Hermannsdenkmal auf dem Gipfel der Grotenburg. Mit einer Höhe von 26 Metern ist Hermann die höchste Statue Deutschlands. Sein Erschaffer, der Künstler und Bildhauer Ernst von Bandel, sah in dieser monumentalen Statue sein Lebenswerk. Schon zu Beginn machte er klar, dass er auf ein Künstlerhonorar verzichten würde, damit alle Spenden dem Bau zugutekommen könnten. Die kleine Hütte, in der von Bandel in den letzten Jahren des Baus direkt neben der Statue lebte, kann heute noch besichtigt werden. Über vierzig Jahre arbeitete er an seinem Traum, bis das Denkmal im Jahre 1975 feierlich eröffnet wurde.

    Vom Hermannsdenkmal ist es dann nur noch ein kurzes Stück bis ins schöne Städtchen Detmold, wo du problemlos eine Unterkunft finden kannst.

  • Schwer
    05:13
    17,2 km
    3,3 km/h
    550 m
    690 m
    Schwere Wanderung. Sehr gute Kondition erforderlich. Überwiegend gut begehbare Wege. Trittsicherheit erforderlich.

    Deine letzte Etappe beginnt wieder am Fuße von Hermann, dem Cherusker. Hier steigst du von der Grotenburg ab und verlässt damit auch den Teutoburger Wald. Ab dem Örtchen Berlebeck, dem niedrigsten Punkt der Etappe, schließt sich direkt das Eggegebirge an.

    Durch Wälder geht es hier über kleine Berge und Hügel, bis du den Höhepunkt der achten Etappe erreichst. Am Ufer eines großen Teiches ragen hier nämlich die berühmten Externsteine in den Himmel. Um die vier Felstürme ranken sich einige Legenden und schon seit Jahrhunderten pilgern Menschen zu diesem eindrucksvollen Ort.

    Von den Externsteinen aus schlängelt sich der Hermannsweg weiter durch den Wald bis hinauf zum Gipfel des Velmerstot. Vom felsigen Gipfelplateau aus genießt du ein letztes Mal die schöne Aussicht auf die bewaldeten Hänge von Eggegebirge, Teutoburger Wald und Weserbergland, bevor du zum Etappenziel Leopoldstal absteigst.

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