4 Tage auf wilden Wegen durch den Nationalpark Eifel

Wander-Collection von
komoot
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Mit seinen schmalen Tälern, dichten Wäldern und weiten Hochflächen ist der Nationalpark Eifel ein echtes Wanderparadies. Aber nicht nur Menschen haben die Eifel in ihr Herz geschlossen. Die verwilderten Wälder und einsamen Berge werden von unzähligen Tierarten bewohnt. Aufmerksame Wanderer können auf den naturbelassenen Wanderpfaden Hirsche, Rehe und Biber beobachten. Unangefochtener König in der Eifel ist aber der kleine Eifeltiger: Die Wildkatze hat den Nationalpark mit seinen naturbelassenen Buchenwäldern zu ihrer neuen Heimat auserkoren. Ihr großer Verwandter, der Luchs, kommt nur manchmal aus seiner belgischen Heimat zu Besuch.

Der offizielle Wildnis-Trail führt quer durch den Nationalpark Eifel. Seit Jahren gedeihen hier große Gebiete ganz ohne menschlichen Einfluss. Die Fichtenmonokulturen werden nach und nach durch Buchenwald verdrängt, abgestorbene Bäume belässt man als wichtigen Lebensraum im Wald, Biber dürfen wieder ungestört ihre Dämme bauen und die einzigen Landschaftspfleger sind Schafe und Rinder. Bereits jetzt verwandelt sich die Natur am Wegesrand Stück für Stück zurück in ursprüngliche Wildnis.

Der Wanderweg führt dich einmal von Süd nach Nord durch die vielfältigen Landschaften des Nationalparks. In vier Tagen legst du rund 86 Kilometer Strecke zurück und überwindest fast 2.000 Höhenmeter. Dabei besuchst du einsame Wiesentäler, urwüchsige Wälder und stille Hochflächen. Obwohl die Pfade meist durch abgeschiedene Natur führen, erwarten dich an den Etappenzielen gemütliche Städtchen und Dörfer mit zahlreichen Unterkunftsmöglichkeiten. Der Nationalpark ist aus allen Richtungen gut mit Zug und Bus zu erreichen und du kannst direkt nach deiner Ankunft losziehen. Lass dich vom Ruf der Wildnis in die Eifel locken.

Auf der Karte

Touren & Highlights

  • Schwer
    07:15
    25,3 km
    3,5 km/h
    500 m
    720 m
    Schwere Wanderung. Sehr gute Kondition erforderlich. Überwiegend gut begehbare Wege. Trittsicherheit erforderlich.

    Die erste Etappe ist auch gleich die längste Tour auf dem Wildnis-Trail. Und die steilste: Mit 500 Meter Aufstieg und 700 Meter Abstieg beweist die Eifel, dass sie ein echtes Gebirge ist. Aber die Anstrengung lohnt sich, denn auf dem Weg erwarten dich einmalige abgeschiedene Täler, die nur zu Fuß zu erreichen sind.

    Deine Tour startet an der Bushaltestelle 'Höfen Kirche', die du mit dem Bus aus Monschau erreichst. Durch das Nationalpark-Tor wanderst du in Richtung Perlaue und am Perlenbach weiter bis zur Einmündung des Fuhrtsbach. Der Wildnis-Trail führt dich von hier durch das malerische Fuhrtsbachtal, wo Frühling unzählige Wildnarzissen blühen, und weiter in das wild romantische Wüstebachtal. In beiden Tälern kannst du bereits deutlich erkennen, wie sich die Natur ohne Menscheneinfluss in eine echte Wildnis zurück verwandelt.

    Ab der Einmündung des Wüstebachs in die Erkensruhr wanderst du über einen schmalen Pfad hinab ins Erkensruhrtal und nach einem weiteren Aufstieg erreichst du dein Etappenziel Einruhr.

    Die erste Etappe führt dich fast ausschließlich durch abgeschiedene Natur, daher gibt es keine Einkehrmöglichkeit entlang des Wegs.

    Alle Infos zu den Busverbindungen im Nationalpark Eifel findest du unter
    nationalpark-eifel.de/go/eifel/german/Anreise__und__Unterkunft/Busverkehr_vor_Ort.html

  • Schwer
    05:46
    20,0 km
    3,5 km/h
    520 m
    470 m
    Schwere Wanderung. Sehr gute Kondition erforderlich. Überwiegend gut begehbare Wege. Trittsicherheit erforderlich.

    Blaue Stauseen, weite Hochebenen und NS-Architektur: Die zweite Etappe auf dem Wildnis-Trail hat einiges zu bieten.

    Nach einer geruhsamen Nacht in Einruhr wanderst du zunächst auf ebenen und bequemen Wanderwegen an den Ufern der Rur und der einmündenden Urft entlang. Ab der beeindruckenden Urftstaumauer geht es dann steil hinauf zur Dreiborner Hochfläche. Die naturbelassene Gegend war von 1946 bis 2006 militärisches Sperrgebiet und so hat sich hier eine einzigartige Naturlandschaft erhalten. Vorbei an der Wüstung Wollseifen erreichst du schließlich die gewaltige Ordensburg Vogelsang.

    Eigentlich ist die Burg mit allen Ausstellungen und Gebäuden einen eigenen Tagesbesuch wert, aber selbst ein kleiner Abstecher ist lohnenswert. Nach einer Rast in der Gaststätte der Anlage geht es über den aussichtsreichen Gipfel des Moldenhübel schließlich hinab zum Etappenziel in Gemünd.

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  • Schwer
    06:20
    22,6 km
    3,6 km/h
    400 m
    530 m
    Schwere Wanderung. Sehr gute Kondition erforderlich. Überwiegend gut begehbare Wege. Trittsicherheit erforderlich.

    Auf deiner dritten Etappe steht die Übersteigung des Kermeters an. Der Höhenzug ist fast vollständig mit Wald bedeckt und bietet einen Lebensraum für die seltene und äußerst schüchterne Wildkatze.

    Du startest in Gemünd und wanderst zunächst ein Stück die Urft entlang, bis dich der Wildnis-Trail durch dichten Wald hinauf auf den Kermeter führt. Noch stehen hier aufgrund von Aufforstung vor allem schnellwachsende Fichten, doch mittlerweile hat man den Wald sich selbst überlassen und Buchen und Eichen verdrängen langsam dich hochgewachsenen Nadelbäume.

    An der höchsten Stelle des Kermeters liegt auf einer Freifläche das kleine Dorf Wolfsgarten. Nach einer Rast in der Kermeterschänke geht es über Waldpfade weiter zum Trappistenkloster Mariawald. Anschließend schlängelt sich der Wanderweg gemächlich hinab ins Tal bis zum Etappenziel Heimbach.

  • Schwer
    05:17
    18,2 km
    3,5 km/h
    400 m
    420 m
    Schwere Wanderung. Sehr gute Kondition erforderlich. Überwiegend gut begehbare Wege. Trittsicherheit erforderlich.

    Die vierte Etappe führt dich durch idyllische Wälder und über weite Wiesen. Mit einer Strecke von 18 Kilometern handelt es sich um die kürzeste Tour und so kannst du noch problemlos die Heimreise antreten.

    Vom Startpunkt Heimbach geht es direkt steil hinauf zum Hetzinger Wald. Das großflächige Waldgebiet ist geprägt durch einen lichten Mischwald aus Buchen und Eichen und ist damit eines der natürlichsten Waldgebiete im Nationalpark. Auf der heutigen Etappe wechseln sich Waldstücke immer wieder mit weiten Wiesen und Feldern ab. Schafe und Rinder schützen die Wiesen im Nationalpark als natürliche Landschaftschaftspfleger vor Verbuschung und erhalten somit wichtige Lebensräume für Vögel, Reptilien und Insekten.

    Durch das sanft abfallende Schlehbachtal führt dich der Wildnis-Trail bis zur Kall. Der letzte Abschnitt führt dich durch das idyllische Kalltal bis zum Etappenziel in Zerkall.

    In Zerkall befindet sich ein Bahnhof und so kannst du bequem die Weiterreise antreten. Der Zug schlängelt sich gemütlich entlang der Rur bis nach Düren und die bewaldeten Hänge der Eifel bleiben bald zurück.

Collection Statistik

  • Touren
    4
  • Distanz
    86,1 km
  • Zeit
    24:37 Std
  • Höhenmeter
    1 820 m

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