Kranich und Wildgans – mit der S-Bahn Richtung Süden

Collection von S-Bahn Berlin

In Pfeilformation ziehen sie über deinen Kopf hinweg, tröten, schnattern und schlagen gemächlich mit den Flügeln. Zugvögel lassen in dir ein wahrlich herbstliches Gefühl aufkommen und jedesmal staunst du, wie sie ihren Weg ganz ohne moderne Navigationsgeräte jahrein, jahraus nach Süden und zurück finden. Dabei verlassen sie sich auf den Stand der Sonne, Sternenformationen und Flussläufe. Einige von ihnen, wie der stolze Kranich, nutzen Berlin und seine Umgebung als Zwischenstopp, um sich neue Energie für die lange Reise anzufuttern. Anderen – wie den Bläss- und Saatgänsen – ist es in unseren Breitengraden gerade warm genug, um unsere Region als Winterquartier zu beziehen.

Mit sieben herrlich unterschiedlichen Touren bringen wir dich dorthin, wo du die gefiederten Reisenden ausgiebig betrachten kannst. Vor den Toren Berlins, weit im Süden im ländlichen Teltow-Fläming, aber auch mitten in der Stadt entführen wir dich auf eine Vogelschau der Extraklasse. Am besten packst du dazu dein Fernglas ein, wenn du dich auf die Felder begibst. Damit du den Kranich vom Reiher und die eingewanderte Kanadagans von der heimischen Graugans unterscheiden kannst, stehen am Wegesrand oft hilfreiche Infotafeln.

Das Auto kannst du zuhause stehen lassen, denn die Berliner S-Bahn bringt dich ganz bequem an die Grenze zahlreicher Naturschutzgebiete. Etwas weiter hinaus führt dich die Wanderung am Blankensee mit einem großartigen Beobachtungsturm. Um die Anreise auch hier möglichst easy zu gestalten, rufst du dir einfach den Kranich-Express heran. Dann heißt es: ab in den Süden!

Auf der Karte

Touren & Highlights

    Leicht
    01:53
    9,08 km
    4,8 km/h
    70 m
    40 m
    Leichte Wanderung. Für alle Fitnesslevel. Leicht begehbare Wege. Kein besonderes Können erforderlich.

    Gut getarnt versteckt sich die Graugans im Gebüsch. Der stattliche Wildvogel ist die größte heimische Gänseart und Vorfahr der Hausgänse. Graugänse sind absolut kommunikative Tiere und schnattern in allen möglichen Lauten vor sich hin. Eigentlich sind es Zugvögel, doch seit ein paar Jahren überwintern immer mehr von ihnen in Berlin. Beste Chancen, sie in Ruhe zu betrachten, hast du entlang der Tiefwerder Wiesen in Spandau.

    Alle zehn Minuten hält die S-Bahn am Bahnhof Spandau mit den Linien S3 und S9. Das Ufer der Havel liegt nur wenige hundert Meter vom Bahnhof entfernt, so spazierst du schon bald am schönen Uferweg entlang. Zwischen vorbeiziehenden Kähnen und Booten tauchen immer wieder ein paar kecke Enten auf.

    Du überquerst die Havel über die Schulenburgbrücke und bist nun den Tiefwerder Wiesen ganz nah. Ab hier lohnt es sich, ein wenig langsamer und ruhiger voranzuschreiten, denn die Graugans ist ein scheuer Vertreter seiner Art. Über schöne Holzstege wanderst du durch herrliche Natur mitten in der Stadt und kannst hier und da anhalten, um nach den Wildvögeln Ausschau zu halten.

    Hast du die Wiesen hinter dir gelassen, spazierst du bald durch Relikte der Eiszeit. Der Murellenberg und die zugehörige Schlucht prägen die Landschaft bis heute. An der Waldbühne vorbei kannst du deine Runde entweder am S-Bahnhof Pichelsberg abschließen oder du gehst noch ein Stück weiter zum S-Bahnhof Olympiastadion.

    Mittelschwer
    02:06
    8,08 km
    3,9 km/h
    50 m
    50 m
    Mittelschwere Wanderung. Gute Grundkondition erforderlich. Überwiegend gut begehbare Wege. Trittsicherheit erforderlich.

    Mit zwei entwischten Tieren eines Tierbesitzers fing alles an. Das Pärchen Kanadagänse fand am Tegeler See ein neues Zuhause, brütete und sorgte für eine für eine inzwischen mehrere hundert Tiere große Population im Berliner Raum. Dem Tegeler See sind viele von ihnen treu geblieben, so dass du den schnatternden Zweibeinern mit den weißen Wangen und schwarzem Hals bei einem entspannten Spaziergang auf der Greenwichpromenade regelmäßig begegnest.

    Die Linie S25 der S-Bahn ist dein Zubringer zu den Kanadagänsen. Alle 20 Minuten hält die Bahn am S-Bahnhof Tegel, deinem Startpunkt. Von hier spazierst du durch Alt-Tegel direkt zum Ufer des Tegeler Sees. Im Spätherbst und Winter hörst du das fröhliche Schnattern und Quaken der Wasservögel schon von weitem. Mach es dir auf einer der vielen Bänke gemütlich und folge ihrem bunten Treiben.

    Anschließend geht es immer am Wasser entlang, über kleine Brücken, vorbei an Bootsstegen und schönen Sandbuchten. Bei Reiherwerder kannst du dem namensgebenden Vogel mit etwas Glück bei der Jagd nach leckerem Fisch zuschauen.

    Du biegst nun in den Wald ab zum Wildgehege im Tegeler Forst. Hier geht es haariger und borstiger zu als am Wasser, denn Wildschweine und Rehe warten schon darauf, von dir gefüttert zu werden. Der Rückweg bringt dich vorbei an Berlins ältestem Baum, der dicken Marie. Stolz steht sie hier bereits seit rund 900 Jahren.

    Am Tegeler Hafen angelangt, ist die Runde schon fast zu Ende. Verabschiede dich von den glücklichen Wasservögeln, dann steigst du in die S-Bahn nach Hause ein.

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  • Mittelschwer
    02:46
    10,6 km
    3,8 km/h
    60 m
    60 m
    Mittelschwere Wanderung. Gute Grundkondition erforderlich. Überwiegend gut begehbare Wege. Trittsicherheit erforderlich.

    Dutzende Störche, hunderte Schwäne und zahllose Wildgänse besuchen jedes Jahr die herrlich natürliche Landschaft rund um den Blankensee südlich von Berlin. Mach dich auf den Weg ins schöne Teltow-Fläming und finde heraus, warum der Landstrich ein perfektes Gebiet für zahlreiche Vogelarten ist.

    Die Anreise gleicht schon einem kleinen Abenteuer. An den zentralen S-Bahnhöfen Berlin Hauptbahnhof, Potsdamer Platz, Südkreuz oder Lichterfelde-Ost steigst du in den Regionalexpress RE3, der dich stündlich nach Trebbin bringt. Vom 5. Oktober bis 12. Dezember überbrückst du den Teilabschnitt Ludwigsfelde nach Trebbin mit dem Bus RE3B. Von hier nimmt dich der Kranich-Express mit nach Blankensee. Wie du ihn rufst, erfährst du hier: vtf-online.de/wordpress/wp-content/uploads/2019/pdf2019_12/R778.pdf

    An der Haltestelle Waldfrieden geht es nun endlich los und du bist schon mitten in der Natur. Dein erstes Ziel ist das NaturParkZentrum mit bizarren Riesenspinnen, einladenden Hütten und grasenden Schafen. Auf den Weiden und Ackern kannst du womöglich schon die ersten Wildvögel beobachten.

    Ganz sanft steigst du zum Fuchsberg in den Glauer Bergen auf und genießt unterhalb des hölzernen Gipfelkreuzes mit Picknickplatz ein herrliches Panorama über die Kiefernlandschaft. Nach dem Abstieg kannst du dich im Hofcafé Fritz mit leckeren Kuchen und duftendem Brot verwöhnen.

    Beste Chancen, unsere gefiederten Freunde ausgiebig zu beobachten, hast du vom Vogelbeobachtungsturm im Naturschutzgebiet Nuthe-Nieplitz. Auch der schimmernde Blankensee gehört dazu, wo einige gemütliche Holzbänke zum längeren Verweilen und Träumen einladen.

    Zurück geht es wieder mit dem Kranich-Express über Trebbin nach Berlin, wo du wieder Anschluss an das S-Bahnnetz hast.

    Leicht
    01:02
    5,13 km
    4,9 km/h
    10 m
    10 m
    Leichte Wanderung. Für alle Fitnesslevel. Leicht begehbare Wege. Kein besonderes Können erforderlich.

    Berlin und Brandenburg sind nicht nur ein beliebtes Zwischenziel für Zugvögel auf ihrem Weg in den warmen Süden. Für einige von ihnen ist es in unseren Breitengraden kuschelig genug, dass sie den Winter bei uns verbringen. So sind die Karower Teiche im Berliner Norden ein temporäres Heim für Bläss- und Saatgänse während der kalten Jahreszeit.

    Ein kurzer Spaziergang vom S-Bahnhof Karow führt dich direkt ins schöne Naturschutzgebiet. Alle 20 Minuten fährt die S2 von der Berliner Innenstadt hinaus in die Natur. Über die Pankgrafenstraße lässt du die Zivilisation hinter dir und bist schon nach wenigen Minuten mittendrin in der idyllischen Teichlandschaft.

    Ententeich, Inselteich, Schilfteich und Weidenteich bilden die Karower Teichgruppe. An letzterem findest du im dichten Bewuchs einen schmalen Steg, der dich bis zum Uferrrand des Weidenteichs bringt. Ein idealer Platz für Vogelbeobachtungen mit viel Ruhe. Hier ist die Chance, ein paar schnatternde Vertreter der Gänsearten zu erspähen, besonders hoch.

    Hast du dich sattgesehen, geht es am Rande des Naturschutzgebietes weiter zur Waldweide. Wuschelige Rinder grasen hier und lassen sich mit respektvollem Abstand gut beobachten. Vom S-Bahnhof Karow geht es nun wieder nach Hause.

    Mittelschwer
    03:59
    15,6 km
    3,9 km/h
    50 m
    50 m
    Mittelschwere Wanderung. Gute Grundkondition erforderlich. Überwiegend gut begehbare Wege. Trittsicherheit erforderlich.

    Der Kormoran ist ein umstrittener Gast in unseren Gefilden. Oftmals wird er als nimmersatter Einwanderer bezeichnet, der die Fischbestände leerräubert. Dabei ist der stolze, schwarze Vogel schon seit mehr als 7.000 Jahren eine heimische Art. Es ist also an der Zeit, ihn näher kennenzulernen.

    Mit der S-Bahnlinie S3 gelangst du im 20-Minuten-Takt zum Bahnhof Erkner östlich Berlins. An der Grenze zu Brandenburg wanderst du entlang des Wanderweges Bretterscher Graben über romantisch verschlungene Holzstege ins Sumpf- und Feuchtgebiet der Gosener Wiesen hinein.

    Das größte Naturschutzgebiet Berlins, die Müggelspreeniederung Köpenick, ist nur wenigen Berlinern bekannt. Hier, auf den Gosener Wiesen und entlang des Gosener Grabens, fühlen sich etliche Vogelarten wohl, die die Ruhe und Natur des Gebiets schätzen. Auf den vorgelagerten Inselchen des Seddinsees triffst du auf glückliche Schwanenfamilien, auf den Wellen schwappende Enten und natürlich den Kormoran. Nicht selten siehst du ihn mit ausgebreiteten Flügeln auf knorrigen Ästen sitzen und Sonne tanken.

    Bist du wissbegierig, dann kannst du auf zahlreichen Infotafeln mehr über die einzelnen Vogelarten lernen. Mit etwas Glück entdeckst du auch den blau schimmernden Eisvogel, der an Uferkanten nistet.

    Über die idyllisch gelegene Triglawbrücke geht es am Rande des Dämeritzsees langsam in die Zivilisation. Von Erkner aus bringt dich die S-Bahn wieder zurück in den Großstadtdschungel.

    Mittelschwer
    02:28
    12,1 km
    4,9 km/h
    40 m
    30 m
    Mittelschwere Wanderung. Gute Grundkondition erforderlich. Leicht begehbare Wege. Kein besonderes Können erforderlich.

    Oft hörst du sie erst lange bevor du sie über die Felder stolzieren siehst: die Rede ist von Kranichen. Alljährlich machen die graugefiederten, sogenannten Vögel des Glücks auf den Wiesen und Äckern im Berliner Norden Rast. Dann ziehen sie weiter nach Süden, um den Winter in wärmeren Gefilden zu verbringen. Die anpassungsfähigen Tiere brüten inzwischen sogar in den Mooren und auf den Wiesen rund um die Hauptstadt, so dass du sie nicht nur im Herbst bewundern und ihren trompetengleichen Rufen lauschen kannst.

    Am S-Bahnhof Röntgental startet dein Ausflug ins Kranichland. Die S-Bahnlinie S2 setzt dich im 20-Minuten-Takt im Norden Berlins ab. An schmalen Gräben und kleinen Teichen entlang wanderst du ins Naturschutzgebiet der Lietzengrabenniederung. Zahlreiche Picknickbänke winken auf offenen Wiesen und sind ein idealer Platz, um ausgiebig Ausschau nach Zugvögeln und anderen heimischen Tierarten zu halten.

    Die idyllischen Teichlandschaften sind nicht nur ein bevorzugtes Zuhause für Enten, auch etliche Amphibien fühlen sich hier pudelwohl. Ein paar Aussichtsplattformen bieten dir einen noch besseren Blick in die Ferne. Es lohnt sich zudem, ein Fernglas im Rucksack dabei zu haben.

    Bist du eher ein Sommerwanderer, dann wartet auf dem Rückweg ein kühler Tropfen in James Biergarten auf dich. Zur kalten Jahreszeit bist du dagegen mit einer Kanne heißen Tees oder Glühweins gut beraten, um die Natur ohne Frösteln zu genießen. Im warmen Waggon geht es mit der S-Bahn vom Bahnhof Zepernick wieder heim.

    Mittelschwer
    02:38
    9,94 km
    3,8 km/h
    100 m
    100 m
    Mittelschwere Wanderung. Gute Grundkondition erforderlich. Überwiegend gut begehbare Wege. Trittsicherheit erforderlich.

    Pack dein Fernglas ein und mach dich auf zum Kranichsberg mit dem schimmernden Flakensee am Rande Berlins. Auch wenn du dich bezüglich Kranichen wahrscheinlich mit dem Bergnamen zufrieden geben musst, erwartet dich auf seinem hölzernen Aussichtsturm ein grandioser Ausblick. Zahlreiche Wildvögel werden dir unterwegs aber auch noch begegnen.

    Mit der S-Bahnlinie S3 geht es hinaus nach Erkner. Die Bahn hält hier alle 20 Minuten. Nachdem du die Bahnschienen einmal überquert hast, spazierst du über die gemächlich fließende Löcknitz und biegst ins Waldgebiet ab. Herrlich romantisch und poetisch flanierst du entlang des Theodor-Fontane-Weges, der sich am Ufer des Flakensees schlängelt.

    Einmal rechts abgebogen führt dich der Weg Richtung Rüdersdorfer Heide und du erklimmst den Kranichsberg. Spätestens jetzt lohnt es sich, das Fernglas zu zücken und den Blick über den Müggelsee und Flakensee schweifen zu lassen. Bestimmt entdeckst du ein paar Zugvögel in der Ferne.

    Mit neuen Eindrücken im Gepäck steigst du zur Woltersdorfer Schleuse hinab, wo nicht nur Boot und Schiffe für ein buntes Treiben sorgen. Gänse, Schwäne und Enten erfüllen die Umgebung mit lustigem Geschnatter. Hast du Lust, einzukehren, findest du hier ein paar gute Möglichkeiten direkt am Wasser.

    Am westlichen Ufer des Flakensees geht es nun wieder zurück nach Erkner, wo dein Heimweg mit der S-Bahn startet.

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Collection Statistik

  • Touren
    7
  • Distanz
    70,5 km
  • Zeit
    16:51 Std
  • Höhenmeter
    370 m

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