Schaurig schön – mit der S-Bahn zu den ältesten Friedhöfen Berlins

Collection von
S-Bahn Berlin

Steinerne Engel, gusseiserne Kreuze, gewaltige Gruften, hebräische Inschriften, monumentale Statuen und berühmte Namen – die Berliner Friedhöfe sind so abwechslungsreich wie die Stadt selbst. Neben mal prachtvollem, mal zurückhaltendem Grabschmuck bieten dir die Friedhöfe aber vor allem auch ein ruhiges und abgeschiedenes Naturerlebnis mitten im Großstadttrubel der Hauptstadt. In dieser Collection nehmen wir dich auf acht Touren mit zu den uralten, einzigartigen oder einfach friedlichen Friedhöfen.

Im späten 18. Jahrhundert verfügte das Allgemeine Preußische Landrecht, dass fortan alle Begräbnisstätten außerhalb der Städte einzurichten seien. Auf dem heutigen Gebiet der Stadt Berlin befanden sich damals etliche kleinere und größere Städte: Die Doppelstadt Berlin-Cölln mit ihren Festungsmauern, das wohlhabende Charlottenburg, das mondäne Schöneberg oder das beschauliche Wilmersdorf. Dazwischen entstanden nun auf ehemaligen Feldern etliche Friedhöfe. Deshalb stammen viele Friedhöfe in dieser Collection aus dieser Zeit: der Georgen-Parochial-Friedhof mit den prachtvollen Alleen in Friedrichshain, der Dorotheenstädtische Friedhof mit seinen berühmten Verstorbenen in Mitte oder der Alte Zwölf-Apostel-Friedhof mit seinen schönen Statuen in Schöneberg.

Zu dieser Zeit war das Tempelhofer Feld noch der Exerzierplatz der Berliner Garnison und an seinem Rand lag auch der Friedhof für die preußischen Offiziere – der Garnisonsfriedhof. Der preußische König Wilhelm I. pflegte damals enge Beziehungen zum osmanischen Reich und spendete einen Teil seines Garnisonsfriedhofs als Begräbnisplatz für die Mitglieder der osmanischen Botschaft. Damit ist der Türkische Friedhof am Tempelhofer Feld der älteste muslimische Friedhof in Deutschland.

Aber nicht nur Christen und Moslems fanden ihre letzte Ruhe auf Berliner Boden – daneben gibt es auch viele jüdische Friedhöfe. Der größte von ihnen – und mit 40 Hektar Fläche auch größter jüdischer Friedhof in ganz Europa – ist der jüdische Friedhof in Weißensee.

Du siehst, auf deinen Touren zu den Berliner Friedhöfen wird dir ganz bestimmt nicht langweilig: Du genießt nicht nur die bunten Blätter der Herbstnatur, sondern lernst gleich noch einiges über die Geschichte der Hauptstadt, erfährst etwas über die Religionen und ihre Bestattungsrituale und bewunderst die Gräbergestaltung im Laufe der Zeit.

Auf der Karte

Touren & Highlights

  • Leicht
    01:00
    3,90 km
    3,9 km/h
    10 m
    20 m
    Leichte Wanderung. Für alle Fitnesslevel. Leicht begehbare Wege. Kein besonderes Können erforderlich.

    Auf dieser Tour am Rande der historischen Mitte von Berlin besuchst du einige der ältesten Friedhöfe in ganz Berlin. Der Dorotheenstädtische Friedhof, der St. Elisabeth-Friedhof und auch der Friedhof Sophien II entstanden im späten 18. und frühen 19. Jahrhundert. Wie auch andere Friedhöfe wurden sie nach dem „Preußischen Allgemeinen Landrecht” außerhalb der Stadtmauer angelegt. Das rasante Wachstum von Berlin ab Mitte des 19. Jahrhunderts sorgte wiederum für den Abriss der Stadtmauer und die Stadt wuchs einfach um die Friedhöfe herum. Heute kannst du hier an ehrwürdigen preußischen Gräbern entlangschlendern und die Ruhe inmitten der hektischen Großstadt genießen.Los geht's am Nordbahnhof, den du bequem mit den S-Bahn-Linien S1, S2, S25 und S26 erreichst. Von hier aus spazierst du erstmal durch den kleinen Park zum ersten Friedhof, dem Dorotheenstädtisch-Friedrichswerderschen Friedhof. Hier wurden die Gemeindemitglieder aus den beiden historischen Stadtteilen Dorotheenstadt und Friedrichswerder beerdigt. Ein besonderes Merkmal: Die vielen gusseisernen Grabkreuze aus dem frühen 19. Jahrhundert – Eisen war damals in Preußen ein begehrtes Material für Kunstwerke und Grabgestaltung.Anschließend geht es über ruhige Straßen zurück zur Invalidenstraße. Hier findest du gleich neben dem Pappelplatz zwei ehrwürdige Friedhöfe: den Friedhof Sophien II und den St. Elisabeth-Friedhof. Genau wie auf dem Dorotheenstädtischen kannst du hier kunstvolle Grabgestaltung aus dem 19. Jahrhundert und außerdem die letzten Ruheorte von einigen berühmten Berlinern und Preußen entdecken. Nach deiner Friedhofsrunde sind es nur wenige Schritte zurück zum Nordbahnhof.

  • Mittelschwer
    02:06
    8,12 km
    3,9 km/h
    40 m
    50 m
    Mittelschwere Wanderung. Gute Grundkondition erforderlich. Leicht begehbare Wege. Kein besonderes Können erforderlich.

    Auf dieser Tour wanderst du entlang des Verlaufs der alten Berliner Akzisemauer, die noch bis 1869 bestand. Heute sind davon keine Spuren mehr erhalten – aber anhand der Position der alten Friedhöfe, die damals vor den Stadttoren errichtet werden mussten, kannst du den Mauerverlauf immer noch erahnen. Neben dem Georgen-Parochial-Friedhof und dem St. Georgen-Friedhof besuchst du außerdem auch den Volkspark Friedrichshain – insgesamt kannst du dich also mitten in der Stadt auf einen langen Spaziergang im Grünen freuen.Die Tour beginnt am Berliner Ostbahnhof, der von den S-Bahn-Linien S3, S5, S7, S75 und S9 angefahren wird. Von hier aus folgst du der Koppenstraße nach Norden, überquerst die eindrucksvolle Karl-Marx-Allee und erreichst schließlich die Friedenstraße. Hier angekommen, betrittst du den Georgen-Parochial-Friedhof. Mit fast 180.000 Quadratmeter Fläche ist er der größte der Friedhöfe, die um 1800 an der Berliner Stadtmauer eingeweiht wurden. Mit seinen uralten Bäumen und den waldartigen Flächen erinnert der Friedhof eher an einen Park – außerdem kannst du halb verfallene Erbbegräbnisse und gusseisern umzäunte Gräber aus der Kaiserzeit bewundern.Über den Ausgang an der Lansberger Allee verlässt du den Friedhof und spazierst hinüber zum Volkspark Friedrichshain – der bei seiner Eröffnung im Jahr 1846 ebenfalls außerhalb der Stadtmauer lag. Unsere Tour führt dich hier am Kleinen und am Großen Teich vorbei zum Café Schönbrunn und natürlich auch zum Märchenbrunnen. Vom Brunnen mit seinen steinernen Märchenfiguren geht es über die Greifswalder Straße und auf den St. Georgen-Friedhof. Eine kleine Runde führt dich an eindrucksvollen Gräbern entlang und unter hohen Bäumen hindurch. Von hier aus lohnt sich dann noch ein Abstecher in den Leisepark: Der war bis 2007 noch Teil des Friedhofs und wurde dann mit einem neuartigen Konzept bei Beibehaltung der alten Pflanzen und Bäume sowie einzelner Gräber aus der Kaiserzeit in einen ruhigen und friedlichen Park umgestaltet.Vom Leisepark aus schlenderst du schließlich die Prenzlauer Allee hinab zum S-Bahnhof Alexanderplatz.

  • Entdecke Orte, die du lieben wirst!

    Hol dir jetzt komoot und erhalte Empfehlungen für die besten Singletrails, Gipfel & viele andere spannende Orte.

  • Leicht
    01:07
    4,37 km
    3,9 km/h
    20 m
    20 m
    Leichte Wanderung. Für alle Fitnesslevel. Leicht begehbare Wege. Kein besonderes Können erforderlich.

    Schöneberg war bis 1920 noch eine eigenständige Stadt – dementsprechend hatte Schöneberg auch eigene Friedhöfe, fernab von der Berliner Innenstadt. Die beiden alten Friedhöfe, zu denen wir dich auf dieser Tour führen, befinden sich auf der „Roten Insel”. Den Namen „Rote Insel” erhielt das Altbauquartier, das in allen Himmelsrichtungen von Bahngleisen umfasst wird, zu Beginn des 20. Jahrhunderts. Damals lebten hier vor allem linksorientierte Arbeiter und kleine Leute. Besonders spannend: Die Mietskasernen auf der Roten Insel passen überhaupt nicht mit den prachtvollen Gräbern der reichen Schöneberger zusammen, die du auf den Friedhöfen betrachten kannst.Deine Runde beginnt am S-Bahnhof Yorckstraße, den du mit den S-Bahn-Linien S2, S25 und S26 erreichst. Zuerst geht es parallel zu den S-Bahngleisen durch den hübschen Flaschenhalspark, einem Teil des Parks am Gleisdreieck. Auf der Monumentenbrücke – von der du eine gute Aussicht auf die Berliner Skyline hast – überquerst du die Bahngleise und folgst ihnen auf der anderen Seite weiter in Richtung Süden.Bald erreichst du einen schmalen Grünstreifen, die Hertha-Block-Promenade, die dich von den Gleisen aus zwischen alten Industriebauten und Mietskasernen hindurch zum Alten Zwölf-Apostel-Friedhof führt. Wohlhabende Schöneberger haben sich hier auf dem Friedhof, der bereits 1864 eingeweiht wurde, prunkvolle Gräber mit schönen Statuen und Grabsteinen geleistet.Nach einer kleinen Runde auf dem Friedhof folgst du unserer Route durch die Gründerzeitstraßen weiter bis zum Alten St. Matthäus-Kirchhof. Hier spazierst du unter alten Bäumen, entlang von alten Gräbern und zur prächtigen Friedhofskapelle. Gleich am Ausgang befindet sich außerdem ein kleines Café, wo du bei hausgebackenem Kuchen eine Pause einlegen kannst. Von da aus sind es nur noch ein paar Minuten zurück zum S-Bahnhof Yorckstraße.

  • Leicht
    01:03
    4,13 km
    3,9 km/h
    20 m
    20 m
    Leichte Wanderung. Für alle Fitnesslevel. Leicht begehbare Wege. Kein besonderes Können erforderlich.

    Unter all diesen Touren der Collection sticht diese ganz besonders hervor, denn wir führen dich zum sowjetischen Ehrenmal im Treptower Park. Eingerahmt vom Park mit seinen alten großen Bäumen, findest du hier ein weiträumiges eingezäuntes Areal. Zwei gewaltige steinerne Flaggen flankieren den Eingang und wenn du hindurchtrittst, öffnet sich vor dir eine weite Wiese. Am anderen Ende thront auf einem Sockel der „Befreier”, eine Monumentalstatue eines Rotarmisten. Auf dem einen Arm trägt er ein kleines Kind, in der anderen Hand hält er ein Schwert, mit dem er ein Hakenkreuz zerschlagen hat. Dieses Ehrenmal erinnert an den Tod unzähliger russischer Soldaten, die ihr Leben beim Kampf gegen Nazideutschland gelassen haben. Und noch mehr: Auf den weißen Sarkophagen am Rande der Wiese stehen insgesamt über 7.000 Namen. Das sind die Namen derer, die bei der Schlacht um Berlin gefallen sind und hier beerdigt wurden.Startpunkt für deinen Spaziergang zum monumentalen Ehrenmal ist der S-Bahnhof Treptower Park, der von den S-Bahn-Linien S41, S42, S8, S85 und S9 angefahren wird. Von hier aus geht es erst über die Puschkinalle und dann am Rande der großen Liegewiese entlang bis zum Eingang zum Ehrenmal. Lass dir hier ruhig ein wenig Zeit, um die einzigartige, ehrfürchtige Atmosphäre auf dich wirken zu lassen.Im Anschluss geht es wieder über die Puschkinallee und durch den Rosengarten im Treptower Park bis ans Spreeufer. Bei schöner Sicht auf die Halbinsel Stralau schlenderst du zurück zum S-Bahnhof Treptower Park.

  • Mittelschwer
    02:14
    8,74 km
    3,9 km/h
    40 m
    40 m
    Mittelschwere Wanderung. Gute Grundkondition erforderlich. Leicht begehbare Wege. Kein besonderes Können erforderlich.

    In Berlin gibt es nicht nur christliche Friedhöfe – eine Ausnahme ist zum Beispiel der türkische Friedhof am Rande des Tempelhofer Felds. Der Friedhof ist bereits erstaunlich alt – er wurde schon im Jahr 1866 eröffnet. Preußen und das Osmanische Reich pflegten damals eine enge Freundschaft und der preußische König Wilhelm I. spendete einen Teil seines Garnisonsfriedhofs an die osmanische Botschaft. Bis 1989 wurden hier Menschen beerdigt, seitdem hat sich nichts mehr verändert – nach muslimischem Glauben dürfen Gräber nicht wiederverwendet werden. Ebenfalls sehenswert ist die kleine Moschee mit ihren beiden Minaretten. Neben dem türkischen Friedhof führen wir dich auf dieser Tour außerdem zu vier weiteren, historischen Friedhöfen in Neukölln.Startpunkt ist der S-Bahnhof Hermannstraße, den du mit den Linien S41, S42, S45, S46 und S47 erreichen kannst. Von hier aus geht es ein Stück an der trubeligen Hermannstraße entlang und dann auf die „Drei Friedhöfen”. Der Alte St. Michael-Friedhof, der Neue Luisenstadt-Friedhof und der St. Thomas-Friedhof sind hier zu einem großen gemeinsamen Friedhof verschmolzen – offiziell gehören sie aber immer noch zu drei verschiedenen Gemeinden, obwohl es sogar nur einen Eingang gibt. Besonders schön sind hier die alten Alleen, die Statuen an den Wegen und auf den Gräbern und die alten Begräbnisstätten an den Friedhofsmauern.Von hier aus schlenderst du durch den Anita-Berber-Park und anschließend ein Stück über das weite Tempelhofer Feld. Kurz darauf erreichst du den Columbiadamm und damit auch den Friedhof am Columbiadamm. Der hieß einst Garnisonsfriedhof – damals war das Tempelhofer Feld noch das Exerzierfeld der Berliner Garnison – und daher kannst du hier etliche Regiments- und Offiziersgräber aus preußischen Zeiten begutachten. Ein kleiner Teil des Friedhofs ist abgetrennt: der türkische Friedhof. Im direkten Vergleich mit den anderen Friedhöfen wirst du etliche Unterschiede in der Friedhofs- und Gräbergestaltung feststellen.Danach spazierst du über den Columbiadamm und das Tempelhofer Feld zurück zum S-Bahnhof Hermannstraße.

  • Leicht
    01:56
    7,49 km
    3,9 km/h
    40 m
    50 m
    Leichte Wanderung. Für alle Fitnesslevel. Leicht begehbare Wege. Kein besonderes Können erforderlich.

    Man mag es kaum glauben: Ausgerechnet in Berlin, in der Schaltzentrale des damaligen Nazi-Deutschlands, konnte der größte jüdische Friedhof Europas das Nazi-Regime und den Krieg überdauern. Der riesige Friedhof mit einer Fläche von mehr als 40 Hektar wurde im Jahr 1880 in Weißensee angelegt. Die Bauten auf dem Friedhof, wie zum Beispiel die Trauerhalle, werden von einer besonderen Ästhetik geprägt – jüdische Formensprache gemischt mit typisch preußischen Backsteinmauern. Der Friedhof geriet nach dem Krieg und während der deutschen Teilung ein wenig in Vergessenheit und verwahrloste zusehends, bis in den 1980er Jahren mit Renovierungs- und Sanierungsarbeiten begonnen wurde. Heute zeichnen sich viele Flächen immer noch durch einen romantischen Verfall aus, während andere Teile sorgfältig wieder instandgesetzt wurden.Vom S-Bahnhof Landsberger Allee, der von den S-Bahn-Linien S8 und S85 sowie von den Ringbahnlinien S41 und S42 angefahren wird, spazierst du zunächst durch den ruhigen Volkspark Prenzlauer Berg. Vom Volkspark aus sind es nur noch wenige Minuten bis zum ehrwürdigen Eingang zum Friedhof. Nimm dir ruhig ein wenig Zeit, um die vielen unterschiedlich gestalteten Begräbnisstätten und die parkähnliche Anlage des Friedhofs zu bewundern.Vom Friedhof aus führt dich unsere Route im Anschluss zum S-Bahnhof Greifswalder Straße. Von hier aus kannst du mit den Linien S41, S42, S8 und S85 wieder nach Hause fahren.

  • Leicht
    01:39
    6,44 km
    3,9 km/h
    20 m
    20 m
    Leichte Wanderung. Für alle Fitnesslevel. Leicht begehbare Wege. Kein besonderes Können erforderlich.

    Im Jahr 1880 hatte die Ausdehnung der Stadt Berlin niemals geahnte Ausmaße erreicht und wegen der vielen neuen Einwohner benötigte man weitere Begräbnisstätten. Eine davon war der Zentralfriedhof Friedrichsfelde. Die Stadt Berlin erwarb dazu ein 25 Hektar großes Stück Land vom Besitzer des Ritterguts Friedrichsfelde am östlichen Rand der Stadt. Nach der Eröffnung im Jahre 1881 waren hier zum ersten Mal auch Armenbegräbnisse möglich – für die Kosten kam die Stadt auf. Zu besonderer Berühmtheit kam der Friedhof mit seiner parkähnlichen Anlage aber im Jahr 1900: Damals zogen 150.000 Menschen zum Friedhof, um der Beisetzung von Wilhelm Liebknecht beizuwohnen. Ihm folgten über die Jahre viele weitere hochrangige Mitglieder der SPD und schon bald war der Friedhof nur noch als Sozialisten-Friedhof bekannt. Während der DDR wurden die einzelnen SPD- und KPD-Mitglieder sogar umgebettet, um eine gemeinsame Sozialisten-Gedenkstätte auf dem Friedhof zu schaffen.Mit den S-Bahn-Linien S5, S7 und S75 geht es erstmal bis zum S-Bahnhof Friedrichsfelde Ost. Hier folgst du für ein kurzes Stück der Rhinstraße, bevor es durch eine Kleingartenanlage zum Zentralfriedhof Friedrichsfelde geht. Du betrittst den „Sozialisten-Friedhof” über einen Seiteneingang und schlenderst dann an der markanten Feierhalle vorbei in Richtung der Gedenkstätte der Sozialisten.Die kreisrunde Gedenkstätte mit dem großen Vorplatz – in der DDR wurde hier der ein oder andere Gedenktag abgehalten – befindet sich nahe dem Haupteingang. Von hier aus spazierst du auf den breiten Alleen in Richtung Norden, kannst das Grab von Käthe Kollwitz entdecken und kommst auch zur Gräberanlage der Opfer des Faschismus. Über 900 politische KZ-Häftlinge fanden hier ihre letzte Ruhestätte.Am Nordrand des Friedhofs angekommen lohnt sich noch ein kleiner Abstecher in den Landschaftspark Herzberge, wo du an Schafen, Rindern und Streuobstwiesen vorbeispazierst. Im Anschluss führt dich unsere Route durch den Friedhof zurück zum S-Bahnhof.

  • Leicht
    00:51
    3,29 km
    3,9 km/h
    10 m
    10 m
    Leichte Wanderung. Für alle Fitnesslevel. Leicht begehbare Wege. Kein besonderes Können erforderlich.

    Erst 1911 wurde in Preußen die Feuerbestattung offiziell erlaubt – sowohl die katholische als auch die evangelische Landeskirche hatten sich lange dagegen eingesetzt. Das erste Krematorium in Berlin wurde im Wedding eröffnet, doch es stieß bald an seine Grenzen. Aufgrund der guten Erfahrungen und der hohen Nachfrage entschloss man sich in Wilmersdorf, ein eigenes Krematorium zu errichten, das auch von der Gestaltung her, dem wohlhabenden Stadtteil entsprechen sollte. Es sollte am Rande des Friedhofs Wilmersdorf entstehen – aber von der Planung im Jahr 1912 bis zur Eröffnung sollten noch zehn Jahre vergehen. Heute wird das Krematorium nicht mehr genutzt, aber du kannst das denkmalgeschützte Gebäude, die einzigartigen Kolumbarien und den ehrwürdig gestalteten Innenhof immer noch besichtigen.Startpunkt der Tour ist der S-Bahnhof Heidelberger Platz, den du mit den S-Bahn-Linien S41, S42 und S46 erreichen kannst. Zunächst geht es ein kurzes Stück an der Straße entlang und dann hinein in den Volkspark Wilmersdorf. Auf einem gemütlichen Spazierweg schlenderst du hier um den Fennsee herum, bevor du schließlich den Friedhof Wilmersdorf betrittst.Wie auf vielen Berliner Friedhöfen aus dem 19. Jahrhundert kannst du hier uralte Erbbegräbnisstätten bewundern – und bei manchen haben die Familien ihren Reichtum recht unverhohlen zur Schau gestellt. In der nordwestlichsten Ecke erwartet dich dann das Krematorium. Setz dich hier ruhig auf eine Bank und genieße die besondere Atmosphäre. Danach führt dich unsere Route wieder durch den Friedhof und am Fennsee entlang zurück zum S-Bahnhof.

Collection Statistik

  • Touren
    8
  • Distanz
    46,5 km
  • Zeit
    11:57 Std
  • Höhenmeter
    200 m

Dir gefällt vielleicht auch

Schaurig schön – mit der S-Bahn zu den ältesten Friedhöfen Berlins
Collection von
S-Bahn Berlin