Kieler Kloster

Wander-Highlight

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Tipps

  • JR

    Das Kieler Kloster ist der Gründungsort der Stadt Kiel, ihrer Kirchen und der Universität.
    Graf Adolf IV. von Schauenburg gründet 1242 die Stadt Kiel und stiftet ein Franziskaner­kloster. Dort lebt er als Ordens­mann bis zu seinem Tod im Jahr 1261. Sein Grabstein mit gotischer Inschrift ist bis heute erhalten.
    Das Kieler Kloster wird 1530 der Stadt übergeben. Diese richtet in den Räumen des Klosters das Heiligengeist-Hospital ein. Bereits vier Jahre später zieht die städtische Latein­schule in das Gebäude.
    Seit 1555 beherbergte die Kloster­anlage das Heiligen­geist­spital (Kranken- und Pflegeheim).
    Nach der Gründung der Kieler Universität 1665 wurde der Kloster­komplex mit seinen diversen Gebäuden bis 1778 als Sitz der Universität genutzt. Danach werden große Teile des Klosters abgebrochen.
    In den Jahren 1903/1904 wird die Kloster­kirche umgebaut und erhält einen Turm.
    Das Kieler Kloster fällt 1943 einem Bomben­angriff zum Opfer. Nur ein Teil des Kreuz­ganges und das mittel­alterliche Gewölbe sowie der noch heute stehende Turm bleiben erhalten.
    1950 werden die erhaltenen Räume des Klosters instand­gesetzt und ihrer neuen Bestimmung als „Theologisches Studienhaus Kieler Kloster“ übergeben. Die zerstörte Kloster­kirche wurde nicht wieder­errichtet.
    Der erhaltene Teil des Kreuzgangs und das Refekto­rium werden 1994 restauriert. Elemente aus den fünfziger Jahren dieses Jahr­hunderts wie Sprossen­fenster, Parkett­fußboden und Holz­verkleidungen werden entfernt. Die Räume erhalten einen weißen Anstrich, Stein­fußböden, moderne Fenster und eine neue Beleuchtung. Dadurch wird die erhaltene mittel­alterliche Bausubstanz wieder deutlich.
    Als Abschluss des Wiederaufbaus und Zeichen der Versöhnung spenden 1999 Kieler Bürgerinnen und Bürger ein Carillon (Großglockenspiel) auf dem Klosterturm. Dort läutet auch wieder die einzig erhaltene Glocke der Kloster­kirche aus dem Jahr 1928.
    An jedem ersten Sonnabend des Monats um 11:00 Uhr erklingt vom Turm ein Carillon­konzert. Die Bronzetafel am Turm informiert über das Carillon.
    2002 werden die Außenanlagen wieder­hergestellt. Im Kräuter­garten, nach mittel­alterlichem Vorbild angelegt, wachsen Kräuter, die bereits im Mittel­alter in Kloster­gärten nachweisbar waren.
    Die Umrisse von Kloster­kirche und Kreuzgang, den gewölbe­tragenden Pfeilern und der Taufstätte sind wieder sichtbar.
    ostsee.de/kiel/kieler-kloster.html

    • 12.05.2019

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Ort: Ostsee, Schleswig-Holstein, Deutschland

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