36
158

Timber

884

Follower

Über Timber

mail: timber_78@live.de
mobil: 0151 67473800
Bin gerne in der Natur, ob alleine, mit der Familie oder den Hunden.
gerne auch mal mit anderen. Anfragen bitte an die Mail oben oder über Whatsapp

Distanz

3 272 km

Zeit in Bewegung

666:47 Std

Letzte Aktivitäten
  1. Timber war wandern.

    24. April 2021

    01:00
    4,40 km
    4,4 km/h
    60 m
    60 m
    Dani Ela, Raubach und 264 anderen gefällt das.
    1. Timber

      Heute war es mal wieder so soweit. Die Kinder waren in Weissenbrunn bei der Patin, Jana wollte das erste mal ne Freundin in Rödental besuchen und ich als Fahrer dachte mir, hey, gehst mal mal wieder alleine mit den Hunden wandern. Eigentlich hatte ich mir vorgenommen, dann mit dem Auto noch zum Schloss Rosenau zu fahren und hoch zur Ruine Lauterburg. Aber bei nem Zeitfenster von gerade mal 2 Stunden, wäre das Quatsch und Stress gewesen.Diesmal gibt es hier weder was geschichtliches, oder Sagen und Legen. Auch wenn ich nicht weiß, woher die Teufelskanzel, Teufelsbrünnla und Saulochklamm den Namen haben. Tut mir echt leid .... Dafür war es einfach mal zum Genießen und Abschalten und mal was Neues sehen, wo ich vorher noch nicht war. Und das war toll. Der bekannte Anfang der Saulochklamm mit den Holzbrettern ist gesperrt, aber es führt ein Wanderpfad links davon vorbei. Heimwärts gab es dann dennoch einen historischen Halt, um die älteste aus Stein gebaute Befestigungsanlage nördlich der Alpen, die heute bekannt und archäologisch untersucht ist zu erkunden. Die Heunischenburg. Sie stammt aus dem 9. Jahrhundert vor Christus und hat mich echt beeindruckt, was nicht soooo oft vorkommt .... In diesem Sinne, euch allen noch ein schönes Wochenende und alles erdenklich Gute. Leila (hatte vor 2 Tagen ihren 8. Geburtstag) und Shakespeare schlafen bereits und sind platt. Bleibt gesund und die nächste Tour führt zu einem Schlachtplatz mit einer schaurigen Geschichte ... über tausend Tote und Trommeln ... mehr wird noch nicht verraten.Michl

      • 24. April 2021

  2. Timber war wandern.

    7. März 2021

    01:49
    6,44 km
    3,5 km/h
    130 m
    130 m
    ALEX, calinho und 320 anderen gefällt das.
    1. Timber

      Hallo zusammen,wollte mich mal wieder kurz melden.
      Wir sind nach wie vor auf Komoot aktiv, aber dank der Kinder in der letzten Zeit nur auf privat. Kinderbilder, haben wir entschlossen, haben hier nichts zu suchen. Ich hoffe ihr versteht das. Wer mir auf Whatsapp folgt, sieht natürlich mehr :-)
      Soweit sind wir alle gesund und wohlauf. Die ersten großen Touren von Shakespeare, Leila und mir stehen aber schon in den Startlöchern. Dann kommen wieder Geschichten und Geschichtchen. Habe mich im Winter sehr gut vorbereiten können in so manchen Stadtarchiv... hab einiges ausgraben dürfen, was sogar mir neu war .... es bleibt spannendEuer Michl

      • 7. März 2021

  3. Timber war laufen.

    11. September 2020

    00:26
    3,43 km
    7,9 km/h
    30 m
    40 m
    Schrepfman, Reinhard und 296 anderen gefällt das.
    1. Timber

      So ... nachdem die OP vergessen und alles klar ist, starten wir wieder Laufen ... für 125kg bin ich mit der Zeit schon sehr zufrieden 😂😂😂

      • 11. September 2020

  4. Timber war draußen aktiv.

    10. September 2020

    01:01
    5,97 km
    5,9 km/h
    50 m
    60 m
    Berghexe, Christian und 282 anderen gefällt das.
    1. Timber

      So mal wieder ne schöne Abendrunde mit den Hunden ... einfach nur für die Seele... Kopfhörer auf, den Exorzisten als Hörbuch über die Bose In-Ears und durch die finster werdende Nacht ... einfach nur toll.Wünsche euch allen einen schönen Abend und eine gute Nacht

      • 10. September 2020

  5. Timber war wandern.

    9. September 2020

    Bonnie24, Andy Weiden und 328 anderen gefällt das.
    1. Timber

      Heute waren Leila, Shakespeare und ich mal wieder auf Tour in ner näheren Umgebung. Nur weil es recht Ortsgebunden war, heißt das ja nicht, dass man nichts sehen kann. Die Kastler Bergtour ist sehr ansprechend, was die Natur und weiten Blicke angeht. Aber das Highlight ist ganz klar, der unscheinbar wirkende Stein auf dem Kastler Friedhof: Der Bonifatiusstein!Schlagzeile: Ein angelsächsischer Mönch wurde zum erfolgreichsten Missionar Germaniens!
      Bonifatius war ein Missionar im Frankenreich. Er bekehrte viele Menschen zum christlichen Glauben. Bonifatius hieß zunächst Winfried. Er wurde in Südwestengland um 670 n. Chr. geboren und trat bereits mit vier Jahren ins Kloster ein. Schon sehr früh begeisterte er sich für den christlichen Glauben. Zu der damaligen Zeit war es auch nicht unüblich, dass Eltern ihre Kinder in die Obhut von Mönchen gaben.
      Obwohl Winfried in England eine großartige Karriere bevorstand, wollte er vorerst nicht in England bleiben. Er wollte den christlichen Glauben weitertragen in die Länder, die bisher nichts von seinem Glauben wissen wollten.
      Seine erste Missionsreise führte ihn im Jahre 716 nach Friesland, wo er versuchte, die heidnischen Friesen zu bekehren. Die aber dachten gar nicht daran, den Glauben an ihre germanischen Götter Wodan und Donar aufzugeben. Sie wollten außerdem unabhängig vom Frankenreich bleiben.Newsflash: Bonifatius zerstörte die Donar-Eiche!!!!
      Bonifatius taufte und bekehrte zahlreiche Heiden, war aber unzufrieden, dass die bekehrten Heiden Christus nicht als alleinigen Gott anerkennen wollten. Immer noch verehrten sie ihre alten Götter. Also entschied sich Bonifatius dazu, ein mächtiges Zeichenzu setzen. In der Nähe der Stadt Geismar in Hessen befand sich ein Kultplatz, der dem Gott Donar geweiht war. An einer gewaltigen Eiche brachten die Heiden ihren Göttern Opfer dar.
      Unter dem Schutz des fränkischen Militärs fällte Bonifatius diese Donar-Eiche im Sommer 723. Die Heiden beschimpften und verwünschten Bonifatius, aber als die Eiche fiel, geschah nichts. Der Gott Donar schickte keine Blitze, wie es die Heiden erwartet hatten. Die Heiden waren überzeugt, dass der christliche Gott stärker war als ihre Götter, und ließen sich taufen.
      Bonifatius wurde zum erfolgreichsten und wichtigsten Missionar Germaniens. Er wurde Bischof von Mainz und errichtete zahlreiche Bistümer und Klöster (Freisingen, Regensburg, Salzburg, Passau, Würzburg, Eichstätt) und ernannte die erste Lehrerin in Germanien.
      Aber was hat das mit dem Kleinen Ort Kastl zu tun?
      Er sieht aus wie eine Säule für den Gartenzaun, ist aber eines der ältesten Denkmäler im Landkreis Tirschenreuth: Der sogenannte "Bonifatiusstein" auf dem Friedhof in Kastl. Auf ihm ist unter anderem ein Kreuz mit einem Kreis darum zu sehen. Unscheinbar zwischen zwei Sträuchern steht er neben dem Eingang zur Sakristei und wird oftmals einfach übersehen.
      Ein zweiter Stein steht heute in Wolframshof. Zahlreiche Geschichten ranken sich darum. Wie alt er letztendlich ist, kann heute niemand mit Bestimmtheit sagen. In Kastl erzählt man sich, dass Bonifatius an den Orten seiner Mission Steine mit Kreuzen hinterlassen hat.
      Dr. Professor Hans Losert (Privatdozent für Archäologie des Mittelalters und der Neuzeit an der Universität Bamberg) schrieb einmal dazu: "Man erkannte schon früher, dass dieser Stein sehr alt ist und da man wusste, dass Bonifatius in Bayern missioniert hat und er auch hier in der Oberpfalz verehrt wurde, kamen gelehrte Personen wohl im 18./19. Jahrhundert zur Einschätzung, dieser Stein stammt vom Bonifatius."Dass die Steine in Kastl und Wolframshof auch einmal als Portalsteine für eine Wolfgangskapelle dienten, sei durchaus möglich. Diese stand in der nordwestlichen Ecke des Friedhofes an der alten Friedhofmauer, wo heute noch ein kleines Türmchen zu sehen ist. Anfang des 19. Jahrhunderts wurde die Kapelle abgerissen, nachdem sie schon viele Jahre nur noch als Aufbewahrungsort für allerlei Gegenstände rund um den Friedhof und der Kirche genutzt worden war. Pfarrer Augustin Klier notierte damals in der Pfarrchronik, dass er sie instand setzen ließ, aber sie dennoch baufällig sei. Wie alt diese Wolfgangskapelle war, kann man heute ebenfalls nicht mehr feststellen. Wahrscheinlich wurde sie in der Zeit errichtet, in der auch die Pfarrkirche letztmalig erweitert wurde.Es ist schön, wieder hier zu sein und wieder aktiv zu sein. Für alle, Shakespeare und ich sind zu 100 Prozent wieder fit und werden die Touren wieder aufnehmen. Ich wüsche euch allen einen schönen Abend und bis zur nächsten Tour.

      • 9. September 2020

  6. Timber war draußen aktiv.

    6. August 2020

    Geigo, Mandy und 338 anderen gefällt das.
    1. Timber

      ich mach es kurz ... ich bin wieder da. .. zwar noch mit kleinen Schritten und ner kurzen Runde, aber dafür mit Geschwindigkeit. Es tut echt gut, wieder aktiver sein zu können. Bis zu den großen Touren dauert es zwar noch etwas, aber wir stehen in den Startlöchern ... Shakespeare ist schon wieder fit und meine Narbe verheilt recht gut ... Ich wünsch euch einen tollen Abend und danke nochmals für euer aller Genesungswünsche ... Haben echt geholfen.

      • 6. August 2020

  7. Timber war wandern.

    20. Juli 2020

    00:04
    372 m
    5,5 km/h
    Bonnie24, D.Klockhaus 🇩🇪 und 320 anderen gefällt das.
    1. Timber

      Nachdem sich evtl der ein oder andere schon gefragt hat, was aus unserer versprochener Tour wurde letzte Woche, muss ich euch kurz mitteilen, das Shakespeare und ich uns ne kurze Auszeit nehmen müssen. Bei mir steht morgen ne kurze OP an, die mich dann 2-3 Wochen außer Gefecht setzen wird und Shakespeare hat ne sehr schwere Ohrenentzündung seit letzter Woche, die wir erst in den Griff bekommen müssen. Wir bleiben Komoot treu und sind hoffentlich schnell wieder gesund zurück für neue Geschichten und Geschichtchen. Bis dann ...

      • 20. Juli 2020

  8. Manfred B., Jutta und 358 anderen gefällt das.
    1. Timber

      Heute waren Shakespeare und ich mal wieder auf Tour um eine interessante Thematik aus der Rubik: Geschichte und Geschichtchen wiederzugeben. Und zwar geht es heute um einen waschechten Kriminalfall, der sehr viel Parallelen zu den Fällen in London aufweist, begangen durch Jack the Ripper. Aber wie kam ich denn bitte auf sowas? Ist ja eigentlich doch weit wegen von Sagen und Legenden. Schuld ist mein Interesse an alten Steinen und Richtstätten. So wurde auf den Galgen hier in Burglengenfeld aufmerksam und kam somit durch einen Zeitungsartikel auf das Thema.Geschichte ist – sollte man meinen – etwas, das sich nicht mehr verändert. Doch weit gefehlt! Manchmal wird Geschichte auch um- oder neu geschrieben. Das durften vor einigen Jahren die Besucher des Freilichtspiels auf dem Burglengenfelder Galgenberg erfahren. Dort, am Hochgericht des gewaltigen Landgerichts, wurden sie Zeugen der wohl schaurigsten Kriminalgeschichte, die in Burglengenfeld je verhandelt wurde. Und die mit der Hinrichtung von Andreas Büchl aus Regendorf, auch „Bücherl“ genannt, am 4. Februar 1809, um 10 Uhr, hier ihr Ende fand. Neu ist, dass dieser Fall wohl weit bedeutender ist, als bisher angenommen. Es gibt offenbar auffällige Parallelen zu „Jack the Ripper“, dem berühmtesten Serienkiller der Welt, der zwischen 1888 und 1891 in London eine unbekannte Anzahl von Frauen tötete. Büchl, dem zwei Morde nachgewiesen wurden, ging bei seinen Taten sogar noch grausamer vor: Wie „Jack the Ripper“ 80 Jahre später schlitzte er die Mädchen vom Schambein bis zum Brustbein auf – allerdings verstümmelte er seine Opfer bei lebendigem Leib. Das weit bekanntere Londoner Pendant tötete die Frauen zuerst. Der Name machte den Unterschied
      Bislang hatte Gerhard Schneeberger, Stadtführer und Leiter des Burglengenfelder Bürgerbüros, die in der Paulus-Chronik zitierten Gerichtsakten vom Prozess als Basis für das rund einstündige Schauspiel gesehen. Die Handlung wird jährlich am Original-Schauplatz – dem Galgenberg – nachgestellt. „Was wir nun wissen, gibt dem Ganzen eine neue Bedeutung“, sagte Schneeberger im Gespräch mit der MZ. Die neuesten Erkenntnisse über den Fall, die einer der Darsteller bei seinen Recherchen entdeckte, fanden aber bereits Einfluss in seinen Vortrag als Erzähler. Und sie überraschten die Besucher durchaus.
      Dietmar Schmid, der im Schauspiel die Rolle des Scharfrichters verkörpert, fand die Berichte in der ältesten, handgeschriebenen Chronik der Stadt Burglengenfeld von Anton Paulus „etwas zu dünn“. Der Jurist ging dem Fall Andreas Büchl deshalb intensiver nach – und fand eigentlich mehr durch einen Zufall wirklich Erstaunliches heraus. Eine vorgeschlagene Suchalternative bei Google brachte die erste „heiße Spur“. In einer Abhandlung wurde über den Täter nicht als „Büchl“, sondern als „Bichel“ geschrieben. Zwei kleine Buchstaben brachten den großen Durchbruch. Waren es mehr als zwei Fälle?
      Der bedeutende Rechtsgelehrte Paul Johann Anselm von Feuerbach (1775-1833), einer der Begründer der modernen deutschen Strafrechtslehre und Verfasser des Bayerischen Strafgesetzbuches von 1813, widmete eben diesem Andreas Bichel ein ganzes Kapitel in seinem Werk „Aktenmäßige Darstellung merkwürdiger Verbrechen“. Im Schauspiel und aus der Überlieferung sind nur zwei Fälle bekannt. „Es ist zu vermuten, dass es viel mehr waren“, betonte Schmid. Die Ermittlungsmethoden seien in der damaligen Zeit nicht so weit gewesen, wie die Forensik von heute.
      Mit der neuen Schreibweise des Namens wurde Schmid in einem weiteren Werk fündig: Auch der Historiker und AutorMichael Kirchschlager schreibt in einem seiner Bücher über den „Mädchenschlächter“ Andreas Bichel. Im 2007 erschienenen ersten Band „Historische Serienmörder: Menschliche Ungeheuer vom späten Mittelalter bis zum Ende des 19. Jahrhunderts“ geht es auf insgesamt 14 Seiten um den in Burglengenfeld verhandelten Fall. Neue Treffer in der US-Literatur
      Auch in der US-amerikanischen Literatur wurde Dietmar Schmid fündig. Er entdeckte neue Hinweise auf den Burglengenfelder Kriminalfall und Andreas Bichel. Als „Bavarian Ripper“ (deutsch: der bayerische Schlitzer) wird der Täter dort bezeichnet. „Dass die Geschichte international rezipiert wird, war schon eine große Überraschung“, erzählte Schmid der MZ. Nach tagelanger Recherche und aufwendigen Übersetzungen der Texte ist der 52-Jährige fest davon überzeugt, einen Vorläufer von „Jack the Ripper“ gefunden zu haben. „Die Parallelen sind schon extrem auffällig“, sagte der gebürtige Teublitzer.
      Die Abhandlung der australischen Autorin Amanda Howard bestärkt Schmid darin. Sie räumt mit dem Irrtum auf, dass „Jack the Ripper“ der erste Serien- beziehungsweise Sexualmörder war. Und wieder finden sich auch hier Verweise auf den Burglengenfelder Fall. Andreas Büchl oder Bichel lockte junge Frauen mit dem Versprechen, ihnen die Zukunft vorher zu sagen, zu sich nach Hause. Dort schlug er seine Opfer erst bewusstlos, entkleidete und fesselte sie. Als die Mädchen erwachten, quälte und vergewaltigte er seine Opfer, bevor er sie umbrachte. Auf erschreckend ähnliche Weise, wie „Jack the Ripper“, der 80 Jahre später sein Unwesen trieb.
      Der Fall des berüchtigtsten Serienkillers fasziniert seit mehr als einem Jahrhundert Historiker wie Hobbyermittler. Zweifelsfrei überführt wurde „Jack the Ripper“ nie.
      Erst Mitte September hatte der englische Geschäftsmann Russell Edwards verkündete, den Täter entlarvt zu haben. DNA-Proben von direkten Nachfahren des aus Polen eingewanderten Friseurs Aaron Kosminski seien mit den Spermasuren auf einem Schultertuch identisch. Dieses wurde am 30. September 1888 bei der Leiche von Catherine Eddowes gefunden, die als viertes Opfer von „Jack the Ripper“ gilt.Aber ganz ohne Legenden und Sagen geht es dann doch nicht. Wer aufmerksam die steinerne Brücke über die Naab beschreitet, erkennt auf dort zwei Sühnekreuze. Eine Schere und ein Kreuz erzählen die Geschichte einer Sühnetat und eines tödlichen Streits. Hier soll hier ein Schneider einen Bäcker erstochen haben oder umgekehrt. In einer Abwandlung der obigen Sage sollen ein Schneider und ein Bäcker, beide aus Kallmünz, auf der Naabbrücke einen Zweikampf ausgetragen haben, der für beide tödlich endete.Auch etwas witziges fällt mir in Kallmünz immer wieder ins Auge ... der Kirchturm der Pfarrkirche Sankt Michael. Dies erkennt man aber erst, wenn man sich hinauf zur Burg begibt über den Burgweg hinter der Kirche. Beim steilen Aufstieg, sollte man sich mal umdrehen und nach hinten blicken. Dann fällt einem auf, dass der Krichenturm zwar an jeder Seite die runde Aussparung für die Turmuhrzeigen hat, aber auf der Hinterseite, keine sind. Dort befindet sich lediglich die runde Aushöhlung in der Mauer. Haltet eure Augen offen.Aber ich möchte nochmals den Bogen schlagen zum Galgen. Da dieser hier in Burglengenfeld recht einmalig ist in Bayern (es gibt solche nicht mehr oder nur noch Fragmente), findet sich der Galgen als solches auch gerne in der Musik wieder. Gerade im Mittelaltergenre. Sei es durch die "Galgenballade" von Salatio Mortis, oder "Denk an mich" von Schandmaul. Alles schon oft live gehört aber am beeindruckendsten ist die Nummer "Galgenvögel" von Tanzwut. Live absolut genial und möchte ich euch in dem Zuge nicht vorenthalten. Der Teufel singt höllisch gut ... gibt auch genug Fotos von uns beiden.Und nun möchte ich euch zum Abschluss danken fürs Lesen und wünsche allen ein schönes Wochenende. Mein treuer Shakespeare und ich werden nun die Beine hochlegen und alle fünfe gerade sein lassen. Gebt auf euch acht und bis zur nächsten Tour, egal aus welcher Rubik

      • 4. Juli 2020

  9. Timber war wandern.

    22. Juni 2020

    Dani Ela, Schlofwandler und 388 anderen gefällt das.
    1. Timber

      So, heute war es mal wieder an der Zeit aus der Rubrik: "Geschichte und Geschichtchen". In den letzten Wochen wurde ich von vielen angeschrieben mit der Frage, woher mein Interesse käme und woher ich die Geschichten nehme. Ich habe schon oft erzählt, dass ich die Interessen von meinem Papa habe. Dem ist auch so. Und heute verschlägt es mich an den Ursprung und Auslöser für meine Touren. Es war der 18.10.1983 ... also war ich nicht mal 6 Jahre, als ich das erste mal mit den Handkreuzen im Waldgebiet Elm in Berührung kam und das hat mich als Kind echt fasziniert. Wie der Titel schon sagt, sind es 4 Schwurhände und nicht nur drei, wie sich das Highlight gerne nennt und unter dem Namen es auch bekannt ist. Ich fand es als kleiner Kerl unglaublich spannend, den 4. Stein zu suchen .... Das Bild hab ich mal aus dem Album abfotografiert und eingefügt. Das Buch, aus dem meine Mama uns vorliest (ich bin der grüne Waldschrat), existiert noch heute und es gab nur 2 Auflagen. Ich hab noch die Erstauflage von 1978 ... Die anderen beiden Bücher sind sogar noch Erstauflagen von 1977 aus Kallmünz und der Franz Xaver v. Schönwerth ist quasi meiner Art Bibel.Der Elm gehört für mich zu den sagenreichsten Orten der gesamten nördlichen Oberpfalz. Wenn man so durch ihn streift, kann man es sich gut vorstellen, dass früher ohne Technik und Aufklärung die Menschen an die wilde Jagd, Teufel und Dämonen glaubten. Der Wald ist heute noch unglaublich dicht im Bewuchs und es kreuzten sich hier wichtige Handelsstraßen .... Ich muss gestehen, dass ich auch schon Nachts mit der Taschenlampe mit Shakespeare rein bin ... und ja, er verströmt auch um Mitternacht eine magische Anziehung auf mich ...Noch eine kleine Anmerkung. Die Bilder aus der Ruine Leuchtenberg sind nicht von heute, da die Burg Montag und Dienstag geschlossen hat. Habe rein der Vollständigkeit halber die Bilder der letzten Tour aus 2019 mit eingefügt und zugeordnet.Die Burgruine Leuchtenberg:
      Gebhard von Leuchtenberg wird zu Anfang des 12. Jahrunderts in einer Urkunde als Zeuge genannt. Er war verheiratet mit einer Tochter des Herrn von Hopfenohe und Lengenfeld, dazu eng verwandt mit den Grafen von Sulzbach. Im Gefolge der staufischen Könige und Kaiser steigen sie zu einem der wichtigsten Herrschergeschlechter in Ostbayern auf: Gebhard II. wird 1158 wegen seiner Verdienste während der Italienzüge Barbarossas in den Grafenstand erhoben.
      Diepold ist ab 1196 Landgraf, er hält sich im engen Umfeld des staufischen Königs Philipp auf, schwenkt nach dessen Tod aber zum Konkurrenten Otto um. Diepold stirbt auf Ottos Romfahrt im Jahr 1209. Sein Sohn Diepold II. ist mit Kaiser Friedrich II. 1228 auf dem fünften Kreuzzug. Die Leuchtenberger Herrschaft wird geteilt und später durch Verkäufe und Verpfändungen stark dezimiert. Den Trend umkehren kann Ulrich I., der ein Parteigänger Ludwigs des Bayern ist und ihm in der Schlacht bei Mühldorf 1322 gegen den Habsburger Gegenkönig Friedrich den Schönen beisteht. 1332 verlegt Ulrich seine Residenz nach Pfreimd, die Stammburg Leuchtenberg wird Sitz eines Amtes.Seine Nachkommen sind Statthalter, Pfleger, Landrichter und Heerführer für das Herzogtum Bayern, die Pfalz, Böhmen, Brandenburg, die Bischöfe von Würzburg und Passau. Unter Leopold von Leuchtenberg erlangen sie 1433 die Anerkennung als Reichsfürsten, er lässt auch die Burg Leuchtenberg noch einmal stark ausbauen. Zu den umfangreichen Besitzungen zählten zeitweise die Burgen Schwarzenburg, Hals, Wernberg, Weißenstein, Neuhaus/Waldnaab und viele andere.

      Eingestürzter Bergfried 1888
      Die mächtige Familie erlischt 1646, ihr Besitz geht 1712 an Bayern. Den Plünderungen der Burg im 30jährigen Krieg folgt weiterer Verfall. 1842 schwere Schäden durch einen Brand, der Getreidekasten wird zerstört. 1882 stürzt der Bergfried nach einem Blitzschlag ein, wird aber wieder aufgebaut. Sicherung des Bestandes ab dem Ende des 19. Jhs. bis heute.
      Der Kalte Baum:
      Schönwerth beschreibt ihn so: "Wenn der Wanderer auf der Heerstraße von Vohenstrauß nach Wernberg, in der Richtung von Ost nach West zieht, befindet er sich auf dem Grat eines langgestreckten Bergrückens, der zu beiden Seiten ziemlich steil abfällt, und unten rechts das liebliche Lerautal, links das wildromantische Tal der schauerlichen Pfreimd bilden hilft. Sind diese Wasser jetzt auch nicht mehr bedeutend, so waren sie in der Vorzeit um so gewaltiger, da sie tiefe Schluchten in den harten Felsen zu graben vermochten. - Hebt sich das Auge, so sieht es sich bald in die Vergangenheit zurückversetzt beim Anblick der trauernden Trümmer einst herrlicher Burgen, mit denen ringsum die Berghöhen gekrönt sind; vor allem leuchten ihm die stolzen Mauern und Türme der alten Veste der weiland durchlauchtigsten Landgrafen von Leuchtenberg entgegen, da wo der Grat gegen die Naab hin sich abdacht; und neben ihm läuft die Spur der alten Handelsstraße, auf welcher ehedem in der Zeit regeren Verkehrs die Landgrafen den Kaufleuten das Geleit gaben. Da nun, hart an der Straße, zu linker Hand, steht ein einsamer Baum, eine Steinlinde, vor sich einen kleinen Teich, viel mehr Pfuhl, im Rücken einen Einödhof; hier weht der Wind Tag und Nacht, Sommer und Winter, in kalten Strömen, oft in der Stimme des heulenden Sturmes oder des grollenden Donners, und ewig bewegt sich das Laubdach des Baumes und teilt den Schauer des frierenden Wanderers. Darum heißt es hier: beim kalten Baum.
      Eine Landgräfin von Leuchtenberg, eine Witwe mit zwei Kindern, aber noch jung und schön, hatte zu dem benachbarten Grafen von Sulzberg, der eben von einer Fahrt wider die Ungläubigen zurückgekehrt war, leidenschaftliche Zuneigung gefasst und ließ ihm durch einen Vertrauten davon Kunde geben. Der Graf wies aber die Zumutung unwillig mit dem Bedeuten zurück: "Soll ich Kinder aufziehen, müssen sie meines Blutes sein!" Da ließ die verblendete Mutter den beiden Kindern Nesteln in das Hemd knüpfen (ein Zaubermittel) und sie starben. Danach beschied sie den Grafen zu einer Unterredung. Auf der Höhe zwischen Sulzberg und Leuchtenberg kamen sie zusammen und der Graf beschwor das Weib, ihm die Wahrheit zu sagen auf seine Frage, ob ihre Kinder eines natürlichen Todes gestorben seien. Um die Höhe ihrer leidenschaftlichen Liebe kund zu geben, erwiderte die Gräfin: "Deinethalben mußten sie sterben." Da entbrannte der edle Mann vor Zorn und stieß ihr mit den Worten: "So stirb du deiner Kinder wegen!" das Schwert in das Herz. An derselben Stelle ließ er die unnatürliche Mutter begraben. Dabei fiel ihm aber ein Samenkorn, das er aus dem heiligen Lande mitgebracht hatte, unversehens in das Grab und aus dem kalten Herzen entwuchs der kalte Baum. Als Geist wandert die Gräfin um ihr Grab und um den Baum: daher der stete Wind, der hier geht.Das Würfl-Feldkreuz
      „Zur Erinnerung an die Mordtat des Mich. Würfel aus Paßenrieth 1863 gewidmet von dessen Sohn Johann Würfel 1882", so lesen wir auf dem Feldkreuz im Elmwald. Mancher Wanderer mag sich vor diesem Marterl gefragt haben, ob Würfel der Name des Mörders oder des Opfers war.
      Angeblich soll ein Bauer ein Paar Zugochsen auf den Viehmarkt getrieben haben. Nachdem er sie gut verkauft hatte, ging er ins Wirtshaus. Er trank und prahlte mit seiner vollen Brieftasche, die er öfters vorzeigte und in der er die Geldscheine durchblätterte. In feuchtfröhlicher Stimmung trat er kurz vor Mitternacht die Heimreise an. An der Stelle, wo der Gedenkstein steht, wurde er erschlagen und ausgeraubt.Eine andere Schilderung lautet: Hier hat sich der Xantenbauer von Paßenrieth auf dem Heimweg vom Viehmarkt in Leuchtenberg verirrt. Ein des Weges kommender Mann aus einer der nächsten Ortschaften soll sich angeboten haben, ihn auf den richtigen Weg zu führen. Als sie sich aber im dichten Wald befanden, schnitt er ihm von hinten den Hals ab. Die Tat blieb lange Zeit ungesühnt. Als sich der Mörder dem Tatort wieder einmal näherte, soll ihm der Teufel aufgehockt und ihn gewürgt haben. Selbigen Tages hat er auf dem Sterbebette seine ruchlose Tat gestanden und sein Gewissen erleichtert (Laßleben, DO 1932). Im Sterbebuch des Jahres 1863 findet sich folgender Eintrag: Würfl Michael, verh. Bauer in Paßenrieth, 41 Jahre, kath.; Datum des Ein­trags: 5. Oktober 1863; Bemerkung: totgeschlagen. Demnach hieß der Getötete Würfl, zu dessen Gedenken Jahre später sein Sohn dieses Steinmarterl errichten ließ.Die Handkreuze im Elm
      Hier gibt es mehrere Version. Die bekannteste lautet so:
      Vier Burgherren sollen verabredet haben, hier zusammen zu kommen und die Grenzen ihrer Herrschaften festzulegen. Derjenige, der zu spät komme, dürfe nicht mit teilen. Es waren dies die Herren von Leuchtenberg, Roggenstein, Waldthurn und Tännesberg. Der von Tännesberg ist zu spät gekommen, weil er den weitesten Weg hatte. Als er sah, dass die anderen bereits anwesend waren und die Teilung schon zu Ende war, ritt er seitwärts in den Wald und schoss sich vom Pferd herab. Deshalb finden wir den vierten Stein etwa 80 Schritte tiefer im Wald
      Oder aber diese hier: Teufelssage: „Im Elm ist einmal auch einem Mann von Kaimling ein böser Streich gespielt worden. Der Mann hieß im Volksmund ,der alte Kaiser'. Derselbe ging einmal durch den Wald nach Vohenstrauß. Als er zu den drei Handkreuzen kam, begegnete ihm ein grau gekleidetes Männlein mit grünem Filzhut. Dieses hatte einen Korb voll Eier und lud den ,alten Kaiser' ein, mitzutragen. Als dieser ablehnte, schüttete es ihm den Korb voll Eier über den Kopf und verschwand. Der Mann konnte vor Schreck lange nichts reden, auch gingen die Leute hinaus an den Ort und fanden auch etwa 300 Stück zerbrochene Eier bei den drei Handkreuzen liegen. Der ,alte Kaiser' ließ es sich seine Lebtag nicht ausstreiten, dass es der Teufel war, denn er hatte ganz genau die Hörner gesehen."Was man davon und wieviel man glauben möchte, bleibt einem selbst überlassen. Auf jeden Fall es um Leuchtenberg so viele Sagen und Legenden, dass ich nur die wichtigsten aufzählen wollte.Und nun wünsche ich euch viel Spaß und einen schönen Abend.

      • 22. Juni 2020

  10. Timber war wandern.

    19. Juni 2020

    Christian, Monika 🚲🐾🥾 und 358 anderen gefällt das.
    1. Timber

      Heute eher eine emotionale Runde ... Mein Shakespeare wurde 6 Jahre .... Ein Grund zu feiern und die Gassirunde heute mal nach Waldeck zu verlegen. Eigentlich wollte ich nie einen Hund, da ich zwei Katzen hatte (Romeo und Julia), aber dann durfte bzw. musste ich Geburtshelfer spielen, da seine Mama ihn als letzten nicht mehr alleine schaffte aus eigener Kraft. Und als ich ihn dann in der Hand hielt, wusste ich, dass Shakespeare und uns nichts trennen kann ....Und so kam es, dass er seit dem Tag mein treuer Begleiter und Seelenhund ist. Ich habe ihm mein Leben ebenso zu verdanken, wie er seines evtl. mir. Wenn seine tollen brauen Augen mich vor fast 5 Jahren nicht so angeschaut hätten, hätte ich ... naja ... egal ... ich wäre nicht mehr hier..Danke, Shakespeare für alle die Jahre und das du der tollste Hund für mich bist und der beste Familienhund für Emilie und Paul.... Schön, dass es dich gibt und auf die nächsten Jahre und Wanderungen mit dir ... Durch dick und dünn ... Ohne dich hätte ich nie Jana kennen mit ihrer Leila und lieben gelernt. Auch wenn du ein Lauser bist, hast du mein Leben von Grund auf verändert ins positiveHab mal ein paar alte Bilder mit angehängt .... ab und an modelt er auch noch .... Mein Lauser ....So, euch allen einen tollen Tag.... wir fahren dann zum Grillen

      • 19. Juni 2020

  11. loading