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Timber

Über Timber

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Bin gerne in der Natur, ob alleine, mit der Familie oder den Hunden.
gerne auch mal mit anderen. Anfragen bitte an die Mail oben oder über Whatsapp

Distanz

3 239 km

Zeit

660:25 Std

Letzte Aktivitäten
  1. Timber war wandern.

    20. Juli 2020

    00:04
    372 m
    5,5 km/h
    Bonnie24, D.Klockhaus 🇩🇪 und 302 anderen gefällt das.
    1. Timber

      Nachdem sich evtl der ein oder andere schon gefragt hat, was aus unserer versprochener Tour wurde letzte Woche, muss ich euch kurz mitteilen, das Shakespeare und ich uns ne kurze Auszeit nehmen müssen. Bei mir steht morgen ne kurze OP an, die mich dann 2-3 Wochen außer Gefecht setzen wird und Shakespeare hat ne sehr schwere Ohrenentzündung seit letzter Woche, die wir erst in den Griff bekommen müssen. Wir bleiben Komoot treu und sind hoffentlich schnell wieder gesund zurück für neue Geschichten und Geschichtchen. Bis dann ...

      • 20. Juli 2020

  2. Manfred B., Jutta und 348 anderen gefällt das.
    1. Timber

      Heute waren Shakespeare und ich mal wieder auf Tour um eine interessante Thematik aus der Rubik: Geschichte und Geschichtchen wiederzugeben. Und zwar geht es heute um einen waschechten Kriminalfall, der sehr viel Parallelen zu den Fällen in London aufweist, begangen durch Jack the Ripper. Aber wie kam ich denn bitte auf sowas? Ist ja eigentlich doch weit wegen von Sagen und Legenden. Schuld ist mein Interesse an alten Steinen und Richtstätten. So wurde auf den Galgen hier in Burglengenfeld aufmerksam und kam somit durch einen Zeitungsartikel auf das Thema.Geschichte ist – sollte man meinen – etwas, das sich nicht mehr verändert. Doch weit gefehlt! Manchmal wird Geschichte auch um- oder neu geschrieben. Das durften vor einigen Jahren die Besucher des Freilichtspiels auf dem Burglengenfelder Galgenberg erfahren. Dort, am Hochgericht des gewaltigen Landgerichts, wurden sie Zeugen der wohl schaurigsten Kriminalgeschichte, die in Burglengenfeld je verhandelt wurde. Und die mit der Hinrichtung von Andreas Büchl aus Regendorf, auch „Bücherl“ genannt, am 4. Februar 1809, um 10 Uhr, hier ihr Ende fand. Neu ist, dass dieser Fall wohl weit bedeutender ist, als bisher angenommen. Es gibt offenbar auffällige Parallelen zu „Jack the Ripper“, dem berühmtesten Serienkiller der Welt, der zwischen 1888 und 1891 in London eine unbekannte Anzahl von Frauen tötete. Büchl, dem zwei Morde nachgewiesen wurden, ging bei seinen Taten sogar noch grausamer vor: Wie „Jack the Ripper“ 80 Jahre später schlitzte er die Mädchen vom Schambein bis zum Brustbein auf – allerdings verstümmelte er seine Opfer bei lebendigem Leib. Das weit bekanntere Londoner Pendant tötete die Frauen zuerst. Der Name machte den Unterschied
      Bislang hatte Gerhard Schneeberger, Stadtführer und Leiter des Burglengenfelder Bürgerbüros, die in der Paulus-Chronik zitierten Gerichtsakten vom Prozess als Basis für das rund einstündige Schauspiel gesehen. Die Handlung wird jährlich am Original-Schauplatz – dem Galgenberg – nachgestellt. „Was wir nun wissen, gibt dem Ganzen eine neue Bedeutung“, sagte Schneeberger im Gespräch mit der MZ. Die neuesten Erkenntnisse über den Fall, die einer der Darsteller bei seinen Recherchen entdeckte, fanden aber bereits Einfluss in seinen Vortrag als Erzähler. Und sie überraschten die Besucher durchaus.
      Dietmar Schmid, der im Schauspiel die Rolle des Scharfrichters verkörpert, fand die Berichte in der ältesten, handgeschriebenen Chronik der Stadt Burglengenfeld von Anton Paulus „etwas zu dünn“. Der Jurist ging dem Fall Andreas Büchl deshalb intensiver nach – und fand eigentlich mehr durch einen Zufall wirklich Erstaunliches heraus. Eine vorgeschlagene Suchalternative bei Google brachte die erste „heiße Spur“. In einer Abhandlung wurde über den Täter nicht als „Büchl“, sondern als „Bichel“ geschrieben. Zwei kleine Buchstaben brachten den großen Durchbruch. Waren es mehr als zwei Fälle?
      Der bedeutende Rechtsgelehrte Paul Johann Anselm von Feuerbach (1775-1833), einer der Begründer der modernen deutschen Strafrechtslehre und Verfasser des Bayerischen Strafgesetzbuches von 1813, widmete eben diesem Andreas Bichel ein ganzes Kapitel in seinem Werk „Aktenmäßige Darstellung merkwürdiger Verbrechen“. Im Schauspiel und aus der Überlieferung sind nur zwei Fälle bekannt. „Es ist zu vermuten, dass es viel mehr waren“, betonte Schmid. Die Ermittlungsmethoden seien in der damaligen Zeit nicht so weit gewesen, wie die Forensik von heute.
      Mit der neuen Schreibweise des Namens wurde Schmid in einem weiteren Werk fündig: Auch der Historiker und AutorMichael Kirchschlager schreibt in einem seiner Bücher über den „Mädchenschlächter“ Andreas Bichel. Im 2007 erschienenen ersten Band „Historische Serienmörder: Menschliche Ungeheuer vom späten Mittelalter bis zum Ende des 19. Jahrhunderts“ geht es auf insgesamt 14 Seiten um den in Burglengenfeld verhandelten Fall. Neue Treffer in der US-Literatur
      Auch in der US-amerikanischen Literatur wurde Dietmar Schmid fündig. Er entdeckte neue Hinweise auf den Burglengenfelder Kriminalfall und Andreas Bichel. Als „Bavarian Ripper“ (deutsch: der bayerische Schlitzer) wird der Täter dort bezeichnet. „Dass die Geschichte international rezipiert wird, war schon eine große Überraschung“, erzählte Schmid der MZ. Nach tagelanger Recherche und aufwendigen Übersetzungen der Texte ist der 52-Jährige fest davon überzeugt, einen Vorläufer von „Jack the Ripper“ gefunden zu haben. „Die Parallelen sind schon extrem auffällig“, sagte der gebürtige Teublitzer.
      Die Abhandlung der australischen Autorin Amanda Howard bestärkt Schmid darin. Sie räumt mit dem Irrtum auf, dass „Jack the Ripper“ der erste Serien- beziehungsweise Sexualmörder war. Und wieder finden sich auch hier Verweise auf den Burglengenfelder Fall. Andreas Büchl oder Bichel lockte junge Frauen mit dem Versprechen, ihnen die Zukunft vorher zu sagen, zu sich nach Hause. Dort schlug er seine Opfer erst bewusstlos, entkleidete und fesselte sie. Als die Mädchen erwachten, quälte und vergewaltigte er seine Opfer, bevor er sie umbrachte. Auf erschreckend ähnliche Weise, wie „Jack the Ripper“, der 80 Jahre später sein Unwesen trieb.
      Der Fall des berüchtigtsten Serienkillers fasziniert seit mehr als einem Jahrhundert Historiker wie Hobbyermittler. Zweifelsfrei überführt wurde „Jack the Ripper“ nie.
      Erst Mitte September hatte der englische Geschäftsmann Russell Edwards verkündete, den Täter entlarvt zu haben. DNA-Proben von direkten Nachfahren des aus Polen eingewanderten Friseurs Aaron Kosminski seien mit den Spermasuren auf einem Schultertuch identisch. Dieses wurde am 30. September 1888 bei der Leiche von Catherine Eddowes gefunden, die als viertes Opfer von „Jack the Ripper“ gilt.Aber ganz ohne Legenden und Sagen geht es dann doch nicht. Wer aufmerksam die steinerne Brücke über die Naab beschreitet, erkennt auf dort zwei Sühnekreuze. Eine Schere und ein Kreuz erzählen die Geschichte einer Sühnetat und eines tödlichen Streits. Hier soll hier ein Schneider einen Bäcker erstochen haben oder umgekehrt. In einer Abwandlung der obigen Sage sollen ein Schneider und ein Bäcker, beide aus Kallmünz, auf der Naabbrücke einen Zweikampf ausgetragen haben, der für beide tödlich endete.Auch etwas witziges fällt mir in Kallmünz immer wieder ins Auge ... der Kirchturm der Pfarrkirche Sankt Michael. Dies erkennt man aber erst, wenn man sich hinauf zur Burg begibt über den Burgweg hinter der Kirche. Beim steilen Aufstieg, sollte man sich mal umdrehen und nach hinten blicken. Dann fällt einem auf, dass der Krichenturm zwar an jeder Seite die runde Aussparung für die Turmuhrzeigen hat, aber auf der Hinterseite, keine sind. Dort befindet sich lediglich die runde Aushöhlung in der Mauer. Haltet eure Augen offen.Aber ich möchte nochmals den Bogen schlagen zum Galgen. Da dieser hier in Burglengenfeld recht einmalig ist in Bayern (es gibt solche nicht mehr oder nur noch Fragmente), findet sich der Galgen als solches auch gerne in der Musik wieder. Gerade im Mittelaltergenre. Sei es durch die "Galgenballade" von Salatio Mortis, oder "Denk an mich" von Schandmaul. Alles schon oft live gehört aber am beeindruckendsten ist die Nummer "Galgenvögel" von Tanzwut. Live absolut genial und möchte ich euch in dem Zuge nicht vorenthalten. Der Teufel singt höllisch gut ... gibt auch genug Fotos von uns beiden.Und nun möchte ich euch zum Abschluss danken fürs Lesen und wünsche allen ein schönes Wochenende. Mein treuer Shakespeare und ich werden nun die Beine hochlegen und alle fünfe gerade sein lassen. Gebt auf euch acht und bis zur nächsten Tour, egal aus welcher Rubik

      • 4. Juli 2020

  3. Timber war wandern.

    22. Juni 2020

    Dani Ela, Schlofwandler und 380 anderen gefällt das.
    1. Timber

      So, heute war es mal wieder an der Zeit aus der Rubrik: "Geschichte und Geschichtchen". In den letzten Wochen wurde ich von vielen angeschrieben mit der Frage, woher mein Interesse käme und woher ich die Geschichten nehme. Ich habe schon oft erzählt, dass ich die Interessen von meinem Papa habe. Dem ist auch so. Und heute verschlägt es mich an den Ursprung und Auslöser für meine Touren. Es war der 18.10.1983 ... also war ich nicht mal 6 Jahre, als ich das erste mal mit den Handkreuzen im Waldgebiet Elm in Berührung kam und das hat mich als Kind echt fasziniert. Wie der Titel schon sagt, sind es 4 Schwurhände und nicht nur drei, wie sich das Highlight gerne nennt und unter dem Namen es auch bekannt ist. Ich fand es als kleiner Kerl unglaublich spannend, den 4. Stein zu suchen .... Das Bild hab ich mal aus dem Album abfotografiert und eingefügt. Das Buch, aus dem meine Mama uns vorliest (ich bin der grüne Waldschrat), existiert noch heute und es gab nur 2 Auflagen. Ich hab noch die Erstauflage von 1978 ... Die anderen beiden Bücher sind sogar noch Erstauflagen von 1977 aus Kallmünz und der Franz Xaver v. Schönwerth ist quasi meiner Art Bibel.Der Elm gehört für mich zu den sagenreichsten Orten der gesamten nördlichen Oberpfalz. Wenn man so durch ihn streift, kann man es sich gut vorstellen, dass früher ohne Technik und Aufklärung die Menschen an die wilde Jagd, Teufel und Dämonen glaubten. Der Wald ist heute noch unglaublich dicht im Bewuchs und es kreuzten sich hier wichtige Handelsstraßen .... Ich muss gestehen, dass ich auch schon Nachts mit der Taschenlampe mit Shakespeare rein bin ... und ja, er verströmt auch um Mitternacht eine magische Anziehung auf mich ...Noch eine kleine Anmerkung. Die Bilder aus der Ruine Leuchtenberg sind nicht von heute, da die Burg Montag und Dienstag geschlossen hat. Habe rein der Vollständigkeit halber die Bilder der letzten Tour aus 2019 mit eingefügt und zugeordnet.Die Burgruine Leuchtenberg:
      Gebhard von Leuchtenberg wird zu Anfang des 12. Jahrunderts in einer Urkunde als Zeuge genannt. Er war verheiratet mit einer Tochter des Herrn von Hopfenohe und Lengenfeld, dazu eng verwandt mit den Grafen von Sulzbach. Im Gefolge der staufischen Könige und Kaiser steigen sie zu einem der wichtigsten Herrschergeschlechter in Ostbayern auf: Gebhard II. wird 1158 wegen seiner Verdienste während der Italienzüge Barbarossas in den Grafenstand erhoben.
      Diepold ist ab 1196 Landgraf, er hält sich im engen Umfeld des staufischen Königs Philipp auf, schwenkt nach dessen Tod aber zum Konkurrenten Otto um. Diepold stirbt auf Ottos Romfahrt im Jahr 1209. Sein Sohn Diepold II. ist mit Kaiser Friedrich II. 1228 auf dem fünften Kreuzzug. Die Leuchtenberger Herrschaft wird geteilt und später durch Verkäufe und Verpfändungen stark dezimiert. Den Trend umkehren kann Ulrich I., der ein Parteigänger Ludwigs des Bayern ist und ihm in der Schlacht bei Mühldorf 1322 gegen den Habsburger Gegenkönig Friedrich den Schönen beisteht. 1332 verlegt Ulrich seine Residenz nach Pfreimd, die Stammburg Leuchtenberg wird Sitz eines Amtes.Seine Nachkommen sind Statthalter, Pfleger, Landrichter und Heerführer für das Herzogtum Bayern, die Pfalz, Böhmen, Brandenburg, die Bischöfe von Würzburg und Passau. Unter Leopold von Leuchtenberg erlangen sie 1433 die Anerkennung als Reichsfürsten, er lässt auch die Burg Leuchtenberg noch einmal stark ausbauen. Zu den umfangreichen Besitzungen zählten zeitweise die Burgen Schwarzenburg, Hals, Wernberg, Weißenstein, Neuhaus/Waldnaab und viele andere.

      Eingestürzter Bergfried 1888
      Die mächtige Familie erlischt 1646, ihr Besitz geht 1712 an Bayern. Den Plünderungen der Burg im 30jährigen Krieg folgt weiterer Verfall. 1842 schwere Schäden durch einen Brand, der Getreidekasten wird zerstört. 1882 stürzt der Bergfried nach einem Blitzschlag ein, wird aber wieder aufgebaut. Sicherung des Bestandes ab dem Ende des 19. Jhs. bis heute.
      Der Kalte Baum:
      Schönwerth beschreibt ihn so: "Wenn der Wanderer auf der Heerstraße von Vohenstrauß nach Wernberg, in der Richtung von Ost nach West zieht, befindet er sich auf dem Grat eines langgestreckten Bergrückens, der zu beiden Seiten ziemlich steil abfällt, und unten rechts das liebliche Lerautal, links das wildromantische Tal der schauerlichen Pfreimd bilden hilft. Sind diese Wasser jetzt auch nicht mehr bedeutend, so waren sie in der Vorzeit um so gewaltiger, da sie tiefe Schluchten in den harten Felsen zu graben vermochten. - Hebt sich das Auge, so sieht es sich bald in die Vergangenheit zurückversetzt beim Anblick der trauernden Trümmer einst herrlicher Burgen, mit denen ringsum die Berghöhen gekrönt sind; vor allem leuchten ihm die stolzen Mauern und Türme der alten Veste der weiland durchlauchtigsten Landgrafen von Leuchtenberg entgegen, da wo der Grat gegen die Naab hin sich abdacht; und neben ihm läuft die Spur der alten Handelsstraße, auf welcher ehedem in der Zeit regeren Verkehrs die Landgrafen den Kaufleuten das Geleit gaben. Da nun, hart an der Straße, zu linker Hand, steht ein einsamer Baum, eine Steinlinde, vor sich einen kleinen Teich, viel mehr Pfuhl, im Rücken einen Einödhof; hier weht der Wind Tag und Nacht, Sommer und Winter, in kalten Strömen, oft in der Stimme des heulenden Sturmes oder des grollenden Donners, und ewig bewegt sich das Laubdach des Baumes und teilt den Schauer des frierenden Wanderers. Darum heißt es hier: beim kalten Baum.
      Eine Landgräfin von Leuchtenberg, eine Witwe mit zwei Kindern, aber noch jung und schön, hatte zu dem benachbarten Grafen von Sulzberg, der eben von einer Fahrt wider die Ungläubigen zurückgekehrt war, leidenschaftliche Zuneigung gefasst und ließ ihm durch einen Vertrauten davon Kunde geben. Der Graf wies aber die Zumutung unwillig mit dem Bedeuten zurück: "Soll ich Kinder aufziehen, müssen sie meines Blutes sein!" Da ließ die verblendete Mutter den beiden Kindern Nesteln in das Hemd knüpfen (ein Zaubermittel) und sie starben. Danach beschied sie den Grafen zu einer Unterredung. Auf der Höhe zwischen Sulzberg und Leuchtenberg kamen sie zusammen und der Graf beschwor das Weib, ihm die Wahrheit zu sagen auf seine Frage, ob ihre Kinder eines natürlichen Todes gestorben seien. Um die Höhe ihrer leidenschaftlichen Liebe kund zu geben, erwiderte die Gräfin: "Deinethalben mußten sie sterben." Da entbrannte der edle Mann vor Zorn und stieß ihr mit den Worten: "So stirb du deiner Kinder wegen!" das Schwert in das Herz. An derselben Stelle ließ er die unnatürliche Mutter begraben. Dabei fiel ihm aber ein Samenkorn, das er aus dem heiligen Lande mitgebracht hatte, unversehens in das Grab und aus dem kalten Herzen entwuchs der kalte Baum. Als Geist wandert die Gräfin um ihr Grab und um den Baum: daher der stete Wind, der hier geht.Das Würfl-Feldkreuz
      „Zur Erinnerung an die Mordtat des Mich. Würfel aus Paßenrieth 1863 gewidmet von dessen Sohn Johann Würfel 1882", so lesen wir auf dem Feldkreuz im Elmwald. Mancher Wanderer mag sich vor diesem Marterl gefragt haben, ob Würfel der Name des Mörders oder des Opfers war.
      Angeblich soll ein Bauer ein Paar Zugochsen auf den Viehmarkt getrieben haben. Nachdem er sie gut verkauft hatte, ging er ins Wirtshaus. Er trank und prahlte mit seiner vollen Brieftasche, die er öfters vorzeigte und in der er die Geldscheine durchblätterte. In feuchtfröhlicher Stimmung trat er kurz vor Mitternacht die Heimreise an. An der Stelle, wo der Gedenkstein steht, wurde er erschlagen und ausgeraubt.Eine andere Schilderung lautet: Hier hat sich der Xantenbauer von Paßenrieth auf dem Heimweg vom Viehmarkt in Leuchtenberg verirrt. Ein des Weges kommender Mann aus einer der nächsten Ortschaften soll sich angeboten haben, ihn auf den richtigen Weg zu führen. Als sie sich aber im dichten Wald befanden, schnitt er ihm von hinten den Hals ab. Die Tat blieb lange Zeit ungesühnt. Als sich der Mörder dem Tatort wieder einmal näherte, soll ihm der Teufel aufgehockt und ihn gewürgt haben. Selbigen Tages hat er auf dem Sterbebette seine ruchlose Tat gestanden und sein Gewissen erleichtert (Laßleben, DO 1932). Im Sterbebuch des Jahres 1863 findet sich folgender Eintrag: Würfl Michael, verh. Bauer in Paßenrieth, 41 Jahre, kath.; Datum des Ein­trags: 5. Oktober 1863; Bemerkung: totgeschlagen. Demnach hieß der Getötete Würfl, zu dessen Gedenken Jahre später sein Sohn dieses Steinmarterl errichten ließ.Die Handkreuze im Elm
      Hier gibt es mehrere Version. Die bekannteste lautet so:
      Vier Burgherren sollen verabredet haben, hier zusammen zu kommen und die Grenzen ihrer Herrschaften festzulegen. Derjenige, der zu spät komme, dürfe nicht mit teilen. Es waren dies die Herren von Leuchtenberg, Roggenstein, Waldthurn und Tännesberg. Der von Tännesberg ist zu spät gekommen, weil er den weitesten Weg hatte. Als er sah, dass die anderen bereits anwesend waren und die Teilung schon zu Ende war, ritt er seitwärts in den Wald und schoss sich vom Pferd herab. Deshalb finden wir den vierten Stein etwa 80 Schritte tiefer im Wald
      Oder aber diese hier: Teufelssage: „Im Elm ist einmal auch einem Mann von Kaimling ein böser Streich gespielt worden. Der Mann hieß im Volksmund ,der alte Kaiser'. Derselbe ging einmal durch den Wald nach Vohenstrauß. Als er zu den drei Handkreuzen kam, begegnete ihm ein grau gekleidetes Männlein mit grünem Filzhut. Dieses hatte einen Korb voll Eier und lud den ,alten Kaiser' ein, mitzutragen. Als dieser ablehnte, schüttete es ihm den Korb voll Eier über den Kopf und verschwand. Der Mann konnte vor Schreck lange nichts reden, auch gingen die Leute hinaus an den Ort und fanden auch etwa 300 Stück zerbrochene Eier bei den drei Handkreuzen liegen. Der ,alte Kaiser' ließ es sich seine Lebtag nicht ausstreiten, dass es der Teufel war, denn er hatte ganz genau die Hörner gesehen."Was man davon und wieviel man glauben möchte, bleibt einem selbst überlassen. Auf jeden Fall es um Leuchtenberg so viele Sagen und Legenden, dass ich nur die wichtigsten aufzählen wollte.Und nun wünsche ich euch viel Spaß und einen schönen Abend.

      • 22. Juni 2020

  4. Timber war wandern.

    19. Juni 2020

    Christian, Monika 🚲🐾🥾 und 350 anderen gefällt das.
    1. Timber

      Heute eher eine emotionale Runde ... Mein Shakespeare wurde 6 Jahre .... Ein Grund zu feiern und die Gassirunde heute mal nach Waldeck zu verlegen. Eigentlich wollte ich nie einen Hund, da ich zwei Katzen hatte (Romeo und Julia), aber dann durfte bzw. musste ich Geburtshelfer spielen, da seine Mama ihn als letzten nicht mehr alleine schaffte aus eigener Kraft. Und als ich ihn dann in der Hand hielt, wusste ich, dass Shakespeare und uns nichts trennen kann ....Und so kam es, dass er seit dem Tag mein treuer Begleiter und Seelenhund ist. Ich habe ihm mein Leben ebenso zu verdanken, wie er seines evtl. mir. Wenn seine tollen brauen Augen mich vor fast 5 Jahren nicht so angeschaut hätten, hätte ich ... naja ... egal ... ich wäre nicht mehr hier..Danke, Shakespeare für alle die Jahre und das du der tollste Hund für mich bist und der beste Familienhund für Emilie und Paul.... Schön, dass es dich gibt und auf die nächsten Jahre und Wanderungen mit dir ... Durch dick und dünn ... Ohne dich hätte ich nie Jana kennen mit ihrer Leila und lieben gelernt. Auch wenn du ein Lauser bist, hast du mein Leben von Grund auf verändert ins positiveHab mal ein paar alte Bilder mit angehängt .... ab und an modelt er auch noch .... Mein Lauser ....So, euch allen einen tollen Tag.... wir fahren dann zum Grillen

      • 19. Juni 2020

  5. Timber war wandern.

    13. Juni 2020

    Frank-Michael , Nicole und 397 anderen gefällt das.
    1. Timber

      Heute war es mal wieder an der Zeit für eine Tour aus der Rubik: Geschichte und Geschichtchen. Auf Grund der erwarteten hohen Temperaturen, ging es schon um 7 Uhr los am Startpunkt. Die gesamte Strecke ist immer wieder von Bachläufen und Weihern gesäumt, die gute Abkühlmöglichkeiten für Shakespeare boten. Nichts destotrotz war der Wasservorrat mit knapp 6 Litern gut bemessen für uns zwei. Die Burgruine Flossenbürg:
      Das "castrum flozzen" war ursprünglich eine der wichtigsten Burgen des Nordgaus (der späteren Oberpfalz). Sie ist eine Gründung des mächtigen Nordgaugrafen Berengar von Sulzbach. Genannt wird sie erstmals 1124. 1125 taucht der Besitzer der Burg als Zeuge in einer Urkunde auf: Ingramus de Flozzen, ein Ministeriale des Grafen. Seine Nachkommen Konrad, Arnold und Ingram treten zusammen mit dem Grafen Gebhard 1183 im Gefolge des Kaisers Friedrich Barbarossa auf. Flossenbürg spielte eine wichtige Rolle im Plan des Stauferkaisers, die wohlhabende Region Eger zu einem unmittelbaren Reichsterritorium auszubauen. Günstig deshalb, dass 1188 die Grafen von Sulzbach aussterben und die Flozzenburg an Barbarossa geht. Sein Enkel Kaiser Friedrich II. hatte weniger Interesse an dem Bauwerk und verlieh sie 1212 vorübergehend dem böhmischen König Ottokar Przemysl.
      Nach dem Tod des letzten Staufers Konradin 1268 kommt die Burg an Niederbayern. Ludwig der Bayer verpfändet sie 1314 an den böhmischen König Johann, um sich seine Unterstützung bei der Königswahl zu sichern. 1366 richtet dessen Sohn Karl IV. ein Amt und Gericht ein und stationiert 8 Burgmannen. 1379 landen Markt und Burg Floss wieder bei den Wittelsbachern und wechseln in der Folge zwischen verschiedenen Linien des Hauses. Die Burg war zu diesem Zeitpunkt strategisch längst ohne Bedeutung. Das Ende kommt aber erst im 30jährigen Krieg: In Floss stationierte Dragoner des Herzogs von Weimar setzen sie ohne Not in Brand. Seitdem ist die Flossenburg verlassen und Ruine. Erst Anfang der 90er Jahre umfangreiche Ausgrabungen und Wiederherstellung.Der Burgstall Haselstein:
      Erbaut um das Jahr 1400 geriet sie im 16. Jahrhundert wieder in Vergessenheit. Erst 1860 wurde sie wieder entdeckt und zu einem Zentrum für Feiern und Feste umgebaut. Dadurch sind nur noch wenige Mauerreste in ihrer ursprünglichen Erscheinung erhalten.
      Die Ruine und ihre Umgebung sind von auffälligen Granitformationen umgeben. Der sogenannte „versteinerte Wachhund“ verdankt seinen Namen der Form des Felsens. Auf dem Gelände der Ruine befindet sich eine kleine Schutzhütte auf der Spitze der Formation. Darüber hinaus gibt es sowohl überdachte, als auch nicht überdachte Rastmöglichkeiten. Im Sommer 2012 erfolgte, nachdem Teile der Ruine unter archäologischer Anleitung freigelegt worden waren, die Sanierung der ehemaligen Burganlage. Dabei wurden Burgturm und Zugangsweg instandgesetzt.Die Burgruine Schellenberg:
      Im Jahr 1038 wurde das Gebiet um den Schellenberg durch Herzog Bretislav mit Choden besiedelt. Namen wie "Kotenschlag" oder "Kotenbrunnen" erinnern noch an diese Zeit.
      Im Jahr 1347 ließ Kaiser Ludwig der Bayer die Burg Schellenberg, die damals noch den Namen "Lug ins Land" trug, gegen Einfälle aus Böhmen erbauen. Am 12. Juli 1498 wurde die Burg unter der Führung des Hauptmanns Konrad von Wirsberg, der in den Diensten des Markgrafen von Brandenburg stand, erstürmt. Zum Einsatz kamen dabei 80 Reiter, 2.500 Fuhrknechte und sechs Büchsen. Bei der Erstürmung wurde die Burg Schellenberg teilweise zerstört. Ihren Besitzer, Ritter Moritz von Guttenberg, nahm man gefangen. Die Burg wurde nicht mehr aufgebaut. 1865 verließ der dort 1833 geborene Nikolaus Gschwindler, im Volksmund der "Schellenberg-Niggl" genannt, als letzter Bewohner das Burggelände und zog zusammen mit seiner Ehefrau nach Gehenhammer. Dort verstarb er am 09. August 1910.Aber was wären denn schon drei Ruinen ohne Sagen, Legenden und Folkore? Eben ... wer uns kennt, weiß, dass es da immer was gibt ... Die weiße Frau vom Haselstein
      Um 1850: Der Haselstein ist eine Burg in Trümmern, auf einer Waldanhöhe, etwa eine Stunde nordwestlich von Flossenbürg. Vor Jahren schlief dort einer und ein Hirsch legt ihm eine blaue Blume in den Schoß, worauf er erwachte. Die Blume ward ihm in der Hand zum Schlüssel. Er öffnete damit das Tor zu den Gewölben der Burg und sah ungeheure Schätze darin aufgehäuft. Da wollte er hinaus, um seine Gesellen zu rufen, aber das Tor war bereits wieder verschlossen und er musste dort bleiben.
      Jeden Morgen erschien eine schöne Jungfrau in weißem Gewand und brachte ihm Speis und Trank. Während er aß, frug sie ihn über sein Leben und Treiben aus, antwortet selbst aber nicht auf seine Fragen. So hatte er es gut, bis wieder das Tor offen stand und er hinaus konnte. Den Zugang zu den Schätzen fand er aber nie mehr.Im Volksmund bekannt ist auch die Sage vom Schellenbergmannel, einem ehemaligen gottlosen Burgvogt, der in dunklen Nächten auf dem Gemäuer der Burgruine umgehen muss, weil sein Gewissen keine Ruhe findet: ”Schon mancher schon hat die Gestalt gesehn, und ruft nicht der Hahn, ist´s um ihn geschehn.” Im Sulzbacher Kalender von 1868 finden wir auch die Sage von der unweit des Schellenbergs befindlichen Schauertanne, unter welcher einst ein Ritter aus Groll und Eifersucht seinen bei der Blutbuche erschlagenen Bruder samt dessen Waffen begraben wollte. Seit dieser Zeit zittern die Nadeln der Tanne, als würden sie aus Entsetzen über die frevelhafte Tat von Frost und Schauer gerüttelt. Der Brudermörder wollte die Tanne fällen, allein jedes Werkzeug zerbrach am Baume. Kein Mensch wagte seitdem die Schauertanne umzuhauen.So, nun wünschen wir euch ein schönes Wochenende und viel Spaß beim Nachwandern und Nacherleben.

      • 13. Juni 2020

  6. Timber und Dan The Man waren wandern.

    5. Juni 2020

    1. Timber

      So, wie angekündigt, waren Shakespeare und ich heute wieder auf Tour. Aber diesmal nicht im Team als Duo, sondern aus Trio. Daniel, mein verdammt guter Freund seit 29 Jahren war mit dabei. Zusammen haben wir schon einige male England unsicher gemacht, Sylt und andere Orte .... Es sollte mal wieder ein Tour aus der Kategorie: Balsam für die Seele werden. Gerade in der heutigen, wieder stressiger werdenden Zeit ist die Entschleunigung unglaublich wichtig und somit ging es hoch zur Kösseine und Shakespeare durfte sein neues Geschirr mal tragen.Der Name der Tour klingt schon sehr grenzwertig und man könnte sich an ein Burgfräulein im hohen Turm einer Burg erinnert fühlen, oder im Kerker dahinschmachtend. Dabei handelt es sich um die Jungfrau Maria. Diese steht am Wenderer Stein in einer Steingrotte. Dort stand sie sehr lange, bis sie von Vandalen in über 700 Einzelteile zerschmettert wurde.Seit Mitte der 70er Jahre stand die kleine Marienfigur in der Grotte zwischen Kleinwendern und Marktredwitz, viele kennen sie und so mancher wanderte gelegentlich zum Wendener Stein, um dort Blumen niederzulegen. Alfons Heindl pflegte und säuberte die Anlage um die Grotte. Und so makaber es klingt: Erst seit dem Verschwinden und der Zerstörung der Statue konnte etwas Licht in ihre Herkunft gebracht werden.Durch einen Zeitungsartikel über den Scherbenfund war Rita Rodehau aus Marktredwitz auf die Madonna aufmerksam geworden. Sie erkannte die Figur als die Madonna, vor der sie als Kind in einem kleinen Raum ihrer Großeltern beten und Buße tun musste.Somit führte die Spur 120 Jahre zurück zur Marktredwitzer Familie Steinkirchner, wo die Madonna einen Hausaltar zierte. Hier trafen sich regelmäßig fromme Frauen zu Bibelarbeit und Gebet. Im Jahre 1949 wurde von diesem Hauskreis die Grotte am Wendener Stein errichtet, die Madonnenfigur kam etwa 25 Jahre später an diesen Platz. Über Spenden wurde inzwischen ein stabiles Gitter für die kleine Grotte am Wendener-Stein angeschafft, damit die Statue künftig vor Vandalen besser geschützt ist.Aber was wäre ein Tour von uns ohne Folklore und Geschichtchen ... geht doch gar nicht .... Darum hier eine aus der angrenzenden Luisenburg:Die vier Köhler vom SilberhausDas Handwerk des Köhlers war anstrengend und gefahrvoll und brachte meist nur kärglichen Verdienst. So lebten einmal vier Köhler zusammen in einer armseligen Behausung bei ihren Meilern in der Nähe des Silberhauses.Als sie eines Tages nach mühevoller Arbeit todmüde in ihre Betten fielen, wurden sie durch ein sonderbares Geräusch an ihrem wohlverdienten Schlaf gehindert. Vor ihrer heruntergekommenen Bretterhütte polterte es, als ginge es nicht mit rechten Dingen zu.Die vier lauschten in die Dunkelheit und keiner wagte sich zunächst auch nur ein Sterbenswörtchen zu sagen. Dann brach der eine das Schweigen: "Horcht, da kommt was!", raunte er seinen Freunden zu. Tatsächlich erkannten auch die anderen, dass sich irgendetwas langsam der alten Köhlerhütte näherte.Es dauerte nicht lange, da wurde die in ihren Angeln ächzende Tür geöffnet und eine buckelige Waldfrau betrat die Hütte. Die vier Köhler waren aus Furcht bis zum Hals unter ihre Bettdecken gekrochen. Die unheimliche Besucherin sah sich in der armseligen Behausung um und fasste nach den verschiedensten Gegenständen. schließlich begann sie mit einer Stimme, die den Köhlern einen Schauder über den Rücken jagte, zu murmeln: "Lauter Köpfe und kein Gebein! Lass mir's nur meinem Urahn sag'n, dass er mir beim Abnag'n hilft!" Dann verschwand die Alte, so schnell sie erschienen war.Als sie sich in Sicherheit glaubten, standen die vier Männer rasch aus ihren Betten auf und liefen, so schnell es in der Dunkelheit eben ging, durch die Steinloh nach Hause. einer der Köhler verstarb acht Tage nach diesem unheimlichen Ereignis. Von da an blieben auch die anderen nachts mit mehr in der alten Köhlerhütte am Silberhaus.Das Wetter machte uns zwar so manchen Strich durch die Rechnung durch Regenschauer und Dauerregen, aber hey, bei schönem Wetter kann es jeder. So, dann wünschen wir euch allen noch einen schönen Abend Abend und bleibt weiterhin gesund. Wir sehen uns, bei der nächsten Tour wieder.

      • 5. Juni 2020

  7. Timber und Jana waren wandern.

    30. Mai 2020

    1. Timber

      Einfach um Platz zu schaffen für die nächste Runde. 😂😂😂 weiter geht’s 👍🏻

      • 30. Mai 2020

  8. Timber war wandern.

    28. Mai 2020

    Alwin 70, Sibille und 362 anderen gefällt das.
    1. Timber

      Die Tour heute stand einfach nur unter dem Motto: Balsam für die Seele. War mal wieder an der Zeit für Shakespeare und mich, einfach in die Ferne zu sehen und hoch hinaus zu wandern. Nachdem die Höhenmeter beim Rasenmähen doch etwas gefehlt haben, haben wir dies heute nachgeholt. Der Titel liest sich fast wie ein Weihnachtslied, von wegen schöner die Glocken nie klingen ... aber für mich war das Highlight die helle Glocke. Ich bin lt. Polar und Komoot und den Touren davor schon über 1000km im Fichtelgebirge die letzten 20 Jahre gewandert, aber die Helle Glocke kannte ich noch nicht. Das verdanke ich Komoot. Und dafür bin ich dankbar, dass der Großteil der Community echt Tipps gibt und nicht wie einige wenige, die auf Punkte aus sind, jeden Schrott als Highlight erstellen. So kam ich zu diesem Kleinod ... Herrlich hier oben und die Seele befindet sich im Gleichgewicht ... Aber so unter uns, was wäre ne Tour von uns, ohne etwas aus dem Repertoire der Sagen und Märchen ... So ist auch der Ochsenkopf mit den Venezianern verbunden. Äh Moment... Venedig? Hier? Ja!Ein wesentlicher Aspekt für die Mystik des Ochsenkopfes ist sein „edles Eingeweid“ . Denn wie an vielen Orten im Fichtelgebirge wurden auch am Ochsenkopf verschiedene Erze abgebaut.
      So entstand auch ein ganzer Sagenkreis um die Venezianer (auch Walen genannt), die jedes Frühjahr den weiten Weg aus dem Süden auf sich nahmen und in Bergwerken und Bächen des Fichtelgebirges nach besonderen Steinen schürften. Nicht nur auf Gold, Silber und andere Edelmetalle hatten die Südländer ihr Augenmerk gerichtet, sie waren vor allem auf der Suche nach bunten Steinen, die in den Glasmanufakturen von Venedig und Murano, die heute noch existieren, zum dauerhaften Färben von Glas verwendet wurden. Da diese Steine, wie z.B. Kobalt, in Italien sehr selten sind, wurden sie etwa so hoch bezahlt wie Gold. Herberge fanden die Venezianer oft bei einfachen Leuten in Bischofsgrün und näherer Umgebung.
      Das Auftauchen der Fremdlinge blieb nicht unbemerkt und in Sagen wird oft über die Eigenarten der Italiener berichtet. So forderte einer, der regelmäßig zu Gast im Fichtelgebirge war, von seinen Gastgebern, dass sie niemals seine Stube betreten sollten. Meist waren die Walen von früh bis spät auf der Suche in Bächen und Bergen und durch ihr fremdländisches Erscheinungsbild, ihre kleinen Walenbüchlein, in denen sie ihre Fundstellen notierten und ihre alchemistischen Kenntnisse wirkten sie zweifelsohne sonderbar auf die Einheimischen. Der Erfolg der „Venediger“ beim Suchen dieser Fichtelgebirgsschätze bestätigte die Einheimischen in ihrem Misstrauen. Einen Hinweis darauf liefert Caspar Brusch(ius), der zweite Beschreiber des Ochsenkopfes, der in seiner „Gründlichen Beschreibung des Fichtelbergs“ 1542 über die Walen berichtete, dass sie „pflegen sich zu berühmen, die Schätz unnd Reichthumb, so in des Teudschen Landes Gebürgen verborgen ligen, seind ihnen (so sie doch Frembdling sind) bekannter denn uns Teudschen selbst.“ Und auch die Bezeichnung der Fremdländischen als „welsche“ ist ein wichtiges Indiz für die Missgunst der Einheimischen gegenüber den Gästen, da mit dem Wort „welsch“ Italiener oder Franzosen in meist abwertender Bedeutung gemeint sind. Um im Herbst auf ihrem Rückweg in die Heimat nicht zwecks ihrer wertvollen Fracht überfallen zu werden, ist oft zu lesen, dass sich die Venezianer als Mausefallenverkäufer und Hausierer verkleideten. In der Sage vom welschen Gast, in der ein Bauer nach einem Brand Hilfe bei seinem ehemaligen Stammgast in Venedig sucht, lebt dieser dort in Reichtum, den er sich mit den im Fichtelgebirge geschürften Materialen erworben hatte. Und die Sage über den Welschen vom Ochsenkopf erzählt, „daß der Fremde gar geheimer Künste mächtig sei“ , und unter anderem die Zeit verrücken könne.Wir leben heute in einer Zeit, in der es kein Problem mehr darstellt, innerhalb weniger Stunden in ferne Länder zu reisen. Im späten Mittelalter jedoch – zu dieser Zeit waren die Venezianer bewiesenermaßen im Fichtelgebirge – kam ein einfacher Dorfbewohner vielleicht noch nicht einmal aus dem Fichtelgebirge heraus, geschweige denn nach Italien oder in ein anderes Land. Das fremde Aussehen und Gehabe hinterließen bei den Einheimischen einen bleibenden Eindruck. Später, als der Bergbau im Fichtelgebirge verbessert werden sollte, wurden auch Venezianer als Spezialisten geholt, die dann eine soziale Sonderstellung besaßen. Die Einheimischen waren sicherlich neidisch und beobachteten das Ganze mit viel Argwohn. Aufgrund der Unkenntnis und der Rätsel um der Welschen Treiben bildete sich ein ganzer Sagenkreis über das Volk aus der Lagunenstadt.So, jetzt wünsche ich allen einen schönen Feierabend und viel Spaß bei den nächsten Touren.P.S. ja, ich trag meinen Nickname als Tattoo ... nur falls sich einige fragen sollten

      • 28. Mai 2020

  9. Timber war draußen aktiv.

    26. Mai 2020

    00:27
    905 m
    2,0 km/h
    0 m
    0 m
    Nadine, JJ & Cookie und 249 anderen gefällt das.
    1. Timber

      Heute mal ne Tour aus der Rubrik: Quatsch !!!
      ja, sowas muss es auch geben ... die "Tour" ist zwar nicht ganz aufgezeichnet, aber hey, der Spaß steht im Vordergrund ....
      Leila, Shakespeare, Romeo und Julia waren auch mit dabei und genossen den Garten.
      bleibts gesund und noch das passende Video zum Thema:

      • 26. Mai 2020

  10. Timber und Jana waren wandern.

    21. Mai 2020

    Raubach, Käthe Sandner und 303 anderen gefällt das.
    1. Timber

      Tour für die Seele ... einfach los ... Kinder derweil bei der Patin und jetzt grillen ... Herz, was willst du mehr ... ❤️

      • 21. Mai 2020