Mareike

Via Venezia Alpina – über die Alpen an die Adria

fspugna (CC BY-NC-ND 2.0)

Via Venezia Alpina – über die Alpen an die Adria

Wander-Collection von Mareike
25-58 Tage
3-6 Std / Tag
480 km
19 230 m
20 220 m

Die Via Venezia Alpina ist ein Erlebnis, das dir dein Leben lang in Erinnerung bleiben wird. Vom Tiroler Dorf Scharnitz direkt an der Grenze zu Bayern wanderst du über die gesamte Alpenkette und bis zum Golf von Venedig – das sind fast 500 Kilometer in drei Wochen. Vom höchsten Gipfel im Karwendel über eine lange Gratwanderung in den Tuxer Alpen gelangst du in die fantastische Bergwelt der Südtiroler Dolomiten. Auf der Route dieses Abenteuers liegen einige der ganz großen Namen der Region: Du bahnst dir deinen Weg mitten durch die Sellagruppe, passierst die Civetta vorbei an der Marmolata und tauchst dann ein in die Schiara.

Einmal über den Alpenhauptkamm – ganz klar, dass die Via Venezia Alpina eine anspruchsvolle Fernwanderung ist. Die Bergpfade fordern technische Erfahrung in steilem und felsigem Gelände und erwarten Trittsicherheit sowie Schwindelfreiheit von dir. Auch ist diese Route eine Herausforderung an deine Kondition. Während viele andere Weitwanderungen sich oft mit wenigen Kilometern am Tag begnügen, stehen dir auf der Via Venezia Alpina viele lange Tage mit ordentlich Strecke bevor. So kannst du so viel Zeit wie möglich oben in den hohen Bergen verbringen, ohne jeden Tag wieder ins Tal abzusteigen. Ein paar Etappen mögen dir auf den ersten Blick sogar erschreckend lang vorkommen. Dann besteht aber meist die Möglichkeit, einen Teil der Strecke mit dem Bus oder mit einer Bergbahn zurückzulegen.

Wer es gerne abenteuerlich mag, kann auch noch eine Schippe drauf legen: In den Dolomiten kannst du diese Route um einige aufregende Klettersteige erweitern – zum Beispiel in der Sella- oder der Schiaragruppe.

Was diese Fernwanderung ebenfalls von anderen ihrer Art unterscheidet: Sie ist nicht durchgehend markiert. Alle Etappen bewegen sich aber auf dem gut ausgebauten Wegenetz der Alpen und so sind die Wegpunkte immer gut ausgeschrieben. Einen Großteil der Nächte verbringst du auf Hütten hoch oben in den Bergen. Es ist also wichtig, deine Schlafplätze vorher zu reservieren, da es oft keine Alternative gibt. Aufgrund der Höhe der Wege ist der Sommer die richtige Zeit für diese Wanderung. Dann kommst du ziemlich sicher auch bei warmen Temperaturen am Meer an und kannst genussvoll in die Wellen springen.

Zur Verpflegung unterwegs hast du am besten immer etwas Brotzeit im Rucksack. Auf einigen Etappen kannst du aber auch unterwegs einkehren. Ab und zu kommst du in einem Dorf vorbei, in dem du deinen Proviant auffüllen kannst. Der Startpunkt liegt direkt am Bahnhof in Scharnitz und ist mit der Bahn gut zu erreichen. Auch von deinem Ziel Venedig bringt dich ein Zug oder ein Fernbus wieder Richtung Heimat.

Auf der Karte

Touren & Highlights

    Schwer
    05:16
    17,3 km
    3,3 km/h
    850 m
    20 m
    Schwere Bergtour. Sehr gute Kondition erforderlich. Überwiegend gut begehbare Wege. Trittsicherheit erforderlich.

    Mit dieser Etappe beginnt deine Alpenüberquerung, die dich bis an die italienische Adria führt. Dieser erste Tag dient vor allem dem Höhengewinn. Auf größtenteils gemächlichen Wegen dringst du immer weiter vor in die Bergwelt bis zum Karwendelhaus, in dem du bei herrlichem Ausblick deinen ersten Abend auf der Via Venezia Alpina verbringst.

    Der Ausgangspunkt befindet sich direkt am Bahnhof von Scharnitz, der auf der Zugstrecke zwischen Garmisch-Partenkirchen und Innsbruck liegt. Und bei einer so langen Fernwanderung wie dieser macht es nur Sinn mit den öffentlichen Verkehrsmitteln anzureisen. Scharnitz liegt direkt am Fuß der Berge, die dich mit einem schönen Pfad hinauf ins Tal des Karwendelbaches begrüßen. Hier triffst du auf eine Fahrstraße, die dich auf direktem Weg hinauf zum Karwendelhaus bringt. Nur gegen Ende wird es dabei etwas steiler, sodass dies der perfekte Tag zum Warmwandern ist.

    Schwer
    08:03
    14,5 km
    1,8 km/h
    1 400 m
    1 460 m
    Schwere Bergtour. Sehr gute Kondition erforderlich. Gute Trittsicherheit, festes Schuhwerk und alpine Erfahrung notwendig.

    Gleich die zweite Etappe ist ein besonderer Tag, denn heute erklimmst du mit den höchsten Berg des Karwendels. Deshalb fordert sie auch viele Höhenmeter sowohl im Auf- als auch im Abstieg von dir. Vom Karwendelhaus wanderst du nach Süden, in die bestimmende Richtung der gesamten Via Venezia Alpina. Gleich zu Beginn geht es knackig bergauf durchs steile Schlauchkar.

    Wo du den Bergkamm erreichst, kannst du links nun den Abstecher zur 2.749 Meter hohen Birkkarspitze machen – das Gipfelkreuz ist schon ganz nah. Die letzten Meter hinauf sind anspruchsvoll, aber gut abgesichert. Oben erwartet dich eine fantastische Rundumsicht. Dann steht der lange Abstieg an, an dessen Ende es noch einmal bergauf zu deinem Etappenziel, dem Hallerangerhaus, geht. Alternativ kannst du auch auf der Hallerangeralm ganz in der Nähe übernachten.

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  • Schwer
    05:37
    15,0 km
    2,7 km/h
    300 m
    1 530 m
    Schwere Bergtour. Sehr gute Kondition erforderlich. Gute Trittsicherheit, festes Schuhwerk und alpine Erfahrung notwendig.

    Auf der dritten Etappe steht dir der Abstieg ins Tiroler Inntal bevor, es kommt also wieder einiges auf deine Oberschenkel und Knie zu. Die Bergkette, die dich noch davon trennt, überwindest du über das Lafatscherjoch, von dem du noch mal einen schönen Blick übers Karwendel hast. Auf deinem weiten Abstieg durchs Halltal kommst du an historischen Herrenhäusern vorbei, die an die Zeit des Salzabbaus erinnern.

    Der schöne Fluchtsteig führt dich aus dem Tal hinaus bis nach Hall in Tirol. Unterwegs passierst du das ehemalige Kloster St. Magdalena, wo du heute im Gasthof einkehren kannst. Falls du nicht im Tal übernachten möchtest, kannst du an diesem Tag noch zur Glungezer Hütte, dem Ziel von Etappe 4 aufsteigen. Das schaffst du, indem du von Hall mit dem Wanderbus zur Talstation der Glungezerbahn fährst und dir dann von der Bergbahn beim Aufstieg helfen lässt.

    Schwer
    07:19
    19,1 km
    2,6 km/h
    2 050 m
    0 m
    Schwere Bergtour. Sehr gute Kondition erforderlich. Überwiegend gut begehbare Wege. Trittsicherheit erforderlich.

    2.000 Höhenmeter an einem Tag und davon kein einziger bergab? Der Blick auf die Höhenangaben dieser Tour mag dich im ersten Moment schlucken lassen. Aber keine Sorge: Du kannst dabei zwei Hilfsmittel in Anspruch nehmen. Von Hall fährt ein Wanderbus nach Tulfes. Von dort schwebt eine Bergbahn bis hinauf zur Tulfeinalm. Du kannst dir also ganz wie’s dir passt beim Aufstieg helfen lassen.

    Zu Fuß kommst du von Hall über eine Mischung aus Fahrstraßen und Pfaden hinauf nach Tulfes. Anschließend bringen dich vor allem breite Wege durch das Gebiet der Bergbahnen hinauf zur Tulfeinalm. Von dort noch hinauf zum Tulfeinjöchl und anschließend über einen felsigen Rücken hinauf zur Glungezerhütte, die in ihrer Steinwüste hoch über dem grünen Inntal wirkt wie in einer anderen Welt.

    Schwer
    06:08
    15,4 km
    2,5 km/h
    430 m
    1 040 m
    Schwere Bergtour. Sehr gute Kondition erforderlich. Gute Trittsicherheit, festes Schuhwerk und alpine Erfahrung notwendig.

    Auf Etappe 5 folgt Gipfel auf Gipfel. Kaum bist du von einem abgestiegen, geht es auch schon auf den nächsten. So wird diese Kammwanderung durch die Tuxer Alpen zu einem besonderen Höhepunkt der Via Venezia Alpina. Und da du am Tag zuvor schon so weit hochgestiegen bist, stehen dir dabei nicht einmal besonders viele Höhenmeter bevor. Mit leichter Kraxelei und seilversicherten Abschnitten wird es heute richtig aufregend. Das Wetter sollte also dementsprechend gut sein. Zur Not gibt es auch alternative Wege zum Etappenziel.

    Los geht es über den Glungezer und die Gamslahner Spitze zur Kreuzspitze. Anschließend erklimmst du das Rosenjoch, die höchste Erhebung der Etappe. Nachdem du hier ausgiebig die Aussicht genossen hast, geht es langsam bergab – nur zu den weiteren Gipfeln warten immer wieder kurze Aufstiege auf dich. Es folgen die Grünbergspitze und die Grafmartspitze. Hinter dem nächsten Sattel kannst du entscheiden, ob du noch einen Abstecher auf die Naviser Sonnenspitze machen möchtest. Im weiteren Verlauf umgehst du südlich noch die Mölser Sonnenspitze – ein weiterer optionaler Gipfel. Dann ist es nicht mehr weit bis zur idyllischen Lizumer Hütte, deren warme Mahlzeiten und weichen Betten nach so vielen Gipfeln gerade recht kommen.

    Schwer
    06:26
    12,8 km
    2,0 km/h
    1 210 m
    920 m
    Schwere Bergtour. Sehr gute Kondition erforderlich. Gute Trittsicherheit, festes Schuhwerk und alpine Erfahrung notwendig.

    Auch Etappe 6 auf der Via Venezia Alpina ist kein Spaziergang, denn sie erkundet weiterhin die abgelegene Berglandschaft der Tuxer Alpen. Wieder einmal wendest du dich gleich morgens nach Süden und steigst immer an der Seite eines Gebirgsbaches zum Sattel unter dem Geier auf. Hier kannst du einen Abstecher auf den zweithöchsten Gipfel der Tuxer Alpen machen, der den Namen dieses mächtigen Vogels trägt. Es lohnt sich, deinen Weg mal ganz genau zu betrachten, denn in den Lizumer Bergen ist das Gestein mit Quarzkristallen durchsetzt.

    Es folgt ein teils recht steiler Abstieg durch die Felsen wieder hinab auf grüne Wiesen. Anschließend geht es noch einmal hinauf auf den Sattel unterhalb der Gamskarspitze. Und wieder folgt ein Abstieg: Viele Kehren bringen dich hinunter ins malerische Weitental mit seinen Wasserfällen, dessen Verlauf du – wie könnte es anders sein – wieder bergauf folgst, wo das Tuxerjochhaus, dein Etappenziel, wartet.

    Schwer
    05:37
    7,86 km
    1,4 km/h
    780 m
    620 m
    Schwere Bergtour. Sehr gute Kondition erforderlich. Gute Trittsicherheit, festes Schuhwerk und alpine Erfahrung notwendig.

    Auf dieser Etappe kommst du dem Hintertuxer Gletscher ganz nah. Dafür wanderst du zunächst ein Stück bergab, um dann hinüber zum Spannagelhaus zu queren. Hier kannst du eine Marmor-Schauhöhle besuchen, falls du gut in der Zeit liegst und gerade eine Führung stattfindet. Anschließend steigst du links des Gletschers durch die Felsenlandschaft zur Friesenbergscharte auf. Gute Sicht ist dabei wichtig, damit du zwischen den Steinen den Weg finden kannst.

    Von der Scharte genießt du den ersten Blick auf die Gipfel auf der anderen Seite des Zillertals. Anschließend steht dir noch ein abenteuerlicher Abstieg bevor: Besonders steil und mit Stahlseilen gesichert geht es geradewegs hinab durch die Wand. So kommst du deinem Ziel, dem Friesenberghaus mit dem gleichnamigen See, schnell näher.

    Schwer
    05:19
    13,3 km
    2,5 km/h
    630 m
    820 m
    Schwere Bergtour. Sehr gute Kondition erforderlich. Gute Trittsicherheit, festes Schuhwerk und alpine Erfahrung notwendig.

    Diese Etappe auf der Via Venezia Alpina ist besonders aussichtsreich, denn sie führt hoch über dem türkis leuchtenden Schlegeisspeicher entlang. Dahinter erheben sich die vergletscherten Zillertaler Berge. Dein Ziel ist das Pfitscherjoch, wo du Österreich hinter dir lässt und ab dem nächsten Tag durch Südtirol weiter wanderst.

    Ein kurzes Stück steigst du vom Friesenberghaus nach Westen auf, um dann ganz entspannt auf einem Höhenweg, der leicht bergab führt, zur Olpererhütte zu gehen. Dabei genießt du die fantastische Aussicht übers Tal. Kurz vor der Hütte wartet noch ein Höhepunkt auf dich: Hier bringt dich eine kurze Hängebrücke trockenen Fußes über einen Bach.

    Von der Olpererhütte geht es dann steiler nach unten bis ans Ufer des Schlegeisspeichers. Anschließend folgst du dem Zamserbach durch sein Tal hinauf zum Pfitscherjoch, wo du hinter der Grenze zu Italien die gleichnamige Hütte vorfindest.

    Schwer
    09:06
    21,1 km
    2,3 km/h
    950 m
    2 080 m
    Schwere Bergtour. Sehr gute Kondition erforderlich. Gute Trittsicherheit, festes Schuhwerk und alpine Erfahrung notwendig.

    Etappe 9 geht wieder ziemlich in die Beine – geh am besten früh ins Bett, denn zeitig aufstehen ist auch eine gute Idee. Zuerst steigst du vom Joch ins Pfitscher Tal ab. Dafür nutzt du einen Passsteig, den früher die Schmuggler zwischen Österreich und Italien frequentierten. Auf der anderen Seite des Tals steigst du anschließend aber gleich wieder hinauf auf die Gliederscharte; da wird es teilweise so richtig steil. Mach oben eine vernünftige Pause, denn es wartet noch ein langer Abstieg ins Pfunderer Tal.

    Vorbei am schönen Grindlbergsee verlierst du schnell an Höhenmetern. Dort, wo es langsam wieder grüner wird, kommt die Obere Engbergalm gerade recht für eine Brotzeit. Anschließend folgst du dem Lauf des Weitenbergbachs zwischen den engen Wänden einer Klamm hinab nach Dun. Von dort bringt dich ein Fahrweg hinab nach Pfunders, das mit mehreren Übernachtungsmöglichkeiten auf müde Wanderer wartet.

    Schwer
    08:10
    24,7 km
    3,0 km/h
    1 220 m
    450 m
    Schwere Bergtour. Sehr gute Kondition erforderlich. Überwiegend gut begehbare Wege. Trittsicherheit erforderlich.

    Auch diese Etappe ist wieder sehr lang. Du kannst sie aber gut abkürzen, indem du von Pfunders den Bus nach Niedervintl nimmst. Oft kannst du zwar auch abseits von der Hauptstraße aus dem Tal herauswandern, es gibt aber schönere Abschnitte auf der Via Venezia Alpina.

    In Niedervintl bist du auf 750 Metern angekommen und damit nach den letzten Tagen auf einmal ganz schön tief. Also schnell wieder nach oben: Über einen bewaldeten Nordhang steigst du hinauf auf einen freien Bergrücken hoch über dem Lüsner Tal. Kaum bist du zwischen den Bäumen hervorgetreten, wanderst du auf fast ebener Fläche geradeaus zur Kreuzwiesenhütte, deinem Ziel für die Nacht.

    Schwer
    07:39
    21,1 km
    2,8 km/h
    1 090 m
    670 m
    Schwere Bergtour. Sehr gute Kondition erforderlich. Gute Trittsicherheit, festes Schuhwerk und alpine Erfahrung notwendig.

    An diesem Tag erwartet dich einiges an Auf und Ab. Zur Motivation tragen dabei die herrlichen Ausblicke auf die beeindruckenden Dolomiten bei. Von der Kreuzwiesenalm wanderst du auf den Bergkamm im Osten. Auf diesem gehst du nach Süden bis zum Sattel hinter dem Glittner Joch, von dem du zum Lüsener Joch hinab steigst. Dort querst du die Hänge Richtung Süden, wo du schon bald an der Maurerberghütte vorbeikommst, die sich für eine Pause anbietet.

    Hier hast du bereits einen wahnsinnig schönen Ausblick auf den Peitlerkofel, der dich auch auf deinem weiteren Weg bis zum Würzjoch begleitet, wo du ebenfalls einkehren kannst. Nun kommst du dem bekannten Felsriesen immer näher und umgehst ihn auf der rechten Seite. Dabei geht es immer bergauf bis zur Peitlerscharte. Ab hier wird es wieder gemütlicher und die letzten zwei Kilometer zur Schlüterhütte fordern nach diesem anstrengenden Tag nicht mehr allzu viel von dir.

    Schwer
    07:38
    17,4 km
    2,3 km/h
    900 m
    1 110 m
    Schwere Bergtour. Sehr gute Kondition erforderlich. Gute Trittsicherheit, festes Schuhwerk und alpine Erfahrung notwendig.

    Diese Etappe kannst du nur genießen: Dich erwarten einige der schönsten Panoramen der Südtiroler Dolomiten. Von der Schlüterhütte steigst du noch über einen Bergrücken und wanderst dann leicht bergab ins Herz des Naturparks Puez-Geisler. Die imposanten Felswände kommen immer näher und du wirst aus dem Staunen kaum heraus kommen. Um dich herum wird es immer steiniger und du steigst hinauf zur Nives-Scharte. Diese ist mit Seilen und Trittstufen versehen, aber nicht exponiert.

    Anschließend geht es wieder bergab und auf gemächlicheren Wegen zur Puezhütte, die für eine Einkehr ideal gelegen ist. Denn ab hier hast du nicht mehr allzu viel Anstrengendes vor dir. Mit wenig auf und ab wanderst du zum Crespeina-Joch und weiter bergab zum bekannten Grödner Joch. Für die Nacht stehen hier ein Gasthaus und ein Hotel zur Auswahl.

    Schwer
    04:58
    8,05 km
    1,6 km/h
    1 100 m
    350 m
    Schwere Bergtour. Sehr gute Kondition erforderlich. Gute Trittsicherheit, festes Schuhwerk und alpine Erfahrung notwendig.

    Auf Etappe 13 geht es nun wieder hauptsächlich bergauf und mitten durch die Sellagruppe. Vom Grödner Joch steigst du gleich hinauf zu den Felsen im Süden. Hier querst du noch ein Stück nach links, um dann in der nächsten Rinne sehr steil zur Pisciadùhütte aufzusteigen. Dieser Abschnitt ist mit Seilen und Trittstufen versehen und deshalb technisch nicht sehr schwierig. Der bekannte Pisciadù-Klettersteig verläuft noch ein Stück weiter östlich – eine Alternative, aber nur mit Klettersteigausrüstung.

    Anschließend wanderst du am Pisciadùsee vorbei noch weiter in die Höhe. Immer durch die karge und höchst beeindruckende Landschaft ist es heute vergleichsweise gar nicht so weit bis zu deinem Etappenziel, der Boèhütte. Da ist doch noch Zeit und Kraft übrig, einen Dreitausender zu besteigen, oder? Gleich hinter dem Schutzhaus beginnt der steile Anstieg zum Piz Boè. Der ist also so nah, dass man ihn kaum auslassen kann. Besteigung und Abstieg sind in dieser geplanten Tour auch schon berücksichtigt. Bis zum Abendessen schaffst du es also locker wieder nach unten.

    Schwer
    04:38
    12,0 km
    2,6 km/h
    250 m
    1 070 m
    Schwere Bergtour. Gute Grundkondition erforderlich. Gute Trittsicherheit, festes Schuhwerk und alpine Erfahrung notwendig.

    An diesem Tag verabschiedest du dich von der Sella, um dich gleich der nächsten berühmten Berggruppe zu nähern: der Marmolata. Am Morgen beginnt die Wanderung recht flach über eine Hochebene bis zum Rifugio Forcella Pordoi. Von hier steigst du steil durch die Südhänge zum Pordoijoch ab. Wenn du dir das sparen willst, kannst du auch vom Rifugio hinauf zum Sass Pordoi wandern und von dort mit der Seilbahn hinabfahren.

    Vom Pordoijoch wanderst du dann keine 200 Höhenmeter hinauf auf die nächste Bergkette. Dort folgt ein wahrer Genussabschnitt: Auf einem Höhenweg wanderst du wieder fast eben an den Südhängen entlang und genießt den Ausblick auf die Marmolata und den blau leuchtenden Lago di Fedaia, der das Ziel dieser Etappe ist. Direkt an seinem Ufer wartet ein Rifugio auf dich.

    Schwer
    11:03
    31,0 km
    2,8 km/h
    1 530 m
    1 360 m
    Schwere Bergtour. Sehr gute Kondition erforderlich. Überwiegend gut begehbare Wege. Trittsicherheit erforderlich.

    Etappe 15 ist sehr weit und geizt auch nicht mit Höhenmetern. Je nach Tagesform und Vorlieben kannst du diese Strecke mit einer Bus- oder Bergbahnfahrt abkürzen. Gleich vor dem Rifugio Marmolada kannst du zum Beispiel in den Bus steigen und dich nach Alleghe bringen lassen. Die knapp 20 Kilometer bis dorthin wanderst du sonst durch das gleiche Tal wie der Bus fährt. Bis auf die steilen Felswände der Schlucht Serrai di Sottoguda – und selbst die kannst du aus dem Fenster sehen – verpasst du also mit dem Bus nicht viel.

    Das Dorf Alleghe, das etwas größer ist als alles, was du in letzter Zeit gesehen hast, eignet sich gut, um Proviant aufzufüllen. Vielleicht gönnst du dir auch noch ein Eis, denn anschließend wartet der fordernde Tagesanstieg: An die 1.500 Höhenmeter sind es noch hinauf bis zum Rifugio Tissi. Von Alleghe fährt aber auch eine Bergbahn, die dir davon ein paar abnehmen kann. Zum Tagesabschluss wartet ein imposanter Blick auf die Civetta auf dich.

    Schwer
    07:04
    16,9 km
    2,4 km/h
    670 m
    1 280 m
    Schwere Bergtour. Sehr gute Kondition erforderlich. Gute Trittsicherheit, festes Schuhwerk und alpine Erfahrung notwendig.

    Diese Etappe führt dich durch die spektakuläre Civetta. Dabei bleibst du die meiste Zeit in den grünen Gefilden unterhalb der weißen Felsspitzen. Etwa die erste Hälfte der Stecke nimmt der lange Abstieg ins hintere Val Corpassa ein. Von dort geht es dann steil in mehreren Stufen hinauf zur Forcella del Camp.

    Der letzte Abschnitt von Etappe 16 ist dann wieder etwas gemütlicher: Auf einem Höhenweg wanderst du die Südhänge unterhalb der Cresta delle Masenade entlang. Dabei geht es meist mit mäßigem Gefälle bergab bis zum Passo Duran, wo es zwei Übernachtungsmöglichkeiten gibt. Etwa zweieinhalb Kilometer vor dem Etappenziel liegt das Rifugio Carestiato, eine alternative Übernachtungsmöglichkeit.

    Schwer
    07:34
    16,8 km
    2,2 km/h
    1 050 m
    1 030 m
    Schwere Bergtour. Sehr gute Kondition erforderlich. Überwiegend gut begehbare Wege. Trittsicherheit erforderlich.

    Heute begrüßt dich die Schiaragruppe im Nationalpark Belluneser Dolomiten. Das Niveau der letzten Tage wird also gehalten und du kannst dich auf weitere phänomenale Aussichten freuen. Zu Anfang wanderst du noch zwischen Bäumen und Wiesen hindurch. Dann kommst du den weißen Felsen schon wieder näher, bleibst aber noch eine Weile lang im landschaftlichen Grenzgebiet. Dabei geht es stetig ein bisschen bergauf.

    Etwa nach drei Dritteln der Etappe kannst du einen Abstecher zum Rifugio Sommariva und dort eine Pause machen. Dann wird es wieder steil und du dringst in die felsigen Gefilde der Schiaragruppe vor. Zum Abschluss des Tages winkt noch ein steiler Abstieg zum Rifugio Pian de Fontana.

    Schwer
    11:50
    33,1 km
    2,8 km/h
    750 m
    2 020 m
    Schwere Bergtour. Sehr gute Kondition erforderlich. Gute Trittsicherheit, festes Schuhwerk und alpine Erfahrung notwendig.

    Mit einem letzten fantastischen Tag in den Belluneser Dolomiten verabschiedest du dich von den hohen Alpengipfeln. Dein heutiges Ziel ist Belluno. Nur eine Bergkette trennt diese Stadt noch von der Piave-Ebene, wo es richtig flach wird. Wieder sind Strecke und Abstieg heute sehr lang, etwa ein Drittel des Weges am Ende nach Belluno kannst du aber mit dem Bus zurücklegen.

    Vom Rifugio Pian de Fontana wanderst du auf die andere Seite des Tals und übersteigst noch zwei Kuppen. Dann wanderst du hinab ins Vescova-Tal, wo das malerisch gelegene Rifugio Bianchet liegt. Durch das schmale Tal gelangst du hinab auf eine Fahrstraße, der du in Richtung Süden folgst. Hier kannst du dann auch in einen Bus steigen, der dich ins Zentrum von Belluno bringt.

    Tipp für Abenteuerlustige: Wer als letzten alpinen Höhepunkt noch den Monte Schiara erklimmen will, sollte ein geübter Klettersteiggeher sein und die entsprechende Ausrüstung dabeihaben. In diesem Fall planst du vielleicht noch eine zusätzliche Nacht im Rifugio 7° Alpini ein.

    Schwer
    11:18
    33,1 km
    2,9 km/h
    1 540 m
    1 640 m
    Schwere Bergtour. Sehr gute Kondition erforderlich. Überwiegend gut begehbare Wege. Trittsicherheit erforderlich.

    Beim Blick auf die Tourenangaben denkst du dir jetzt vielleicht: Wie kann es denn nach der Überquerung des Alpenkamms noch anstrengender werden? Dieser Weg ist aber eigentlich gar nicht so weit, denn die ersten zwölf Kilometer von Belluno ins Dorf Nevegal sind als Busfahrt gedacht. Dort angekommen kannst du dann auch noch entscheiden, ob du zu Fuß gehen oder per Bahn auf den Bergrücken gelangen möchtest.

    Der schönste Abschnitt des Tages ist der Kammweg, der nun folgt: Von hier hast du tolle Ausblicke auf die Alpen im Norden und auch aufs Meer, das du hier das erste Mal erblickst. Das große Ziel kann also nicht mehr weit sein. Oben am Kamm kommst du am Rifugio Col Visentin vorbei – du hättest also auch die Möglichkeit, diese Etappe auf zwei aufzuteilen. Wenn du nicht über Nacht bleibst, beginnt hier der lange Abstieg ins Tal nach Revine.

    Schwer
    20:15
    77,5 km
    3,8 km/h
    460 m
    690 m
    Schwere Bergtour. Sehr gute Kondition erforderlich. Überwiegend gut begehbare Wege. Trittsicherheit erforderlich.

    Für die Via Venezia Alpina ist hier eigentlich eine Etappe mit Bus und Bahn geplant und zwar mit dem Bus nach Ponte della Priula und dann mit der Bahn nach San Donà di Piave.

    Wer alles zu Fuß gehen möchte, kann dem Traumpfad – der Alpenüberquerung von München nach Venedig – oder dieser Tour folgen. Wandernd fordert diese Strecke noch einmal drei Tage von dir. Mehr zum Traumpfad findest du hier: komoot.de/collection/480. Die Etappen 25 bis 27 decken diese Strecke von Revine nach San Donà di Piave ab.

    Mittelschwer
    04:07
    16,4 km
    4,0 km/h
    20 m
    20 m
    Mittelschwere Bergtour. Gute Grundkondition erforderlich. Leicht begehbare Wege. Kein besonderes Können erforderlich.

    Nach so vielen Etappen durch die Alpen lässt dich der Blick auf das Höhenprofil von Etappe 21 vielleicht ein bisschen schmunzeln. Nahezu keine Höhenmeter fordert die Ebene der Piave von dir. Dafür geht es nun ganz entspannt zwischen Feldern und kleinen Kanälen entlang. Falls es gestern vielleicht ein Gläschen Prosecco mehr war, brauchst du also kein schlechtes Gewissen zu haben.

    Dein Ziel ist Jesolo. Ja, genau das Jesolo, das schon direkt am Meer liegt. Und somit kannst du für diesen Abend schon Pläne schmieden: Entweder du hüpfst in die Lagune von Venedig oder du wanderst noch ein Stück weiter bis an den Strand von Lido di Jesolo und gönnst dir dort ein Bad im Meer.

    Schwer
    09:03
    35,9 km
    4,0 km/h
    50 m
    40 m
    Fähre
    Schwere Bergtour. Sehr gute Kondition erforderlich. Überwiegend gut begehbare Wege. Trittsicherheit erforderlich. Die Tour enthält Überquerungen mit der Fähre.

    Heute heißt es: Finale – und das ist sogar Italienisch! Diesen Tag kannst du einfach nur auskosten. Auf gemütlichen Wegen wanderst du nach Westen, immer zwischen der Lagune von Venedig und der Adria. Fast das ganze Stück könntest du auch am Strand entlang spazieren. Das ginge aber gehörig in die Waden.

    Und den letzten Teil des Weges musst du nicht einmal selbst gehen. Denn übers Wasser nimmt dich das Bootstaxi mit – und zwar fast direkt an den Markusplatz. Fehlt nur noch eines: ordentlich Pizza und Pasta, um die verlorenen Reserven wieder aufzufüllen und vielleicht ein Gläschen Wein dazu. Salute auf deine abgeschlossene Alpenüberquerung bis an die Adria!

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Collection Statistik

  • Touren
    22
  • Distanz
    480 km
  • Zeit
    174:09 Std
  • Höhenmeter
    19 230 m20 220 m

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