Der Lechweg – 8 Tage an Österreichs wildestem Fluss

Wander-Collection von
komoot

Auf dem Lechweg kannst du einen der letzten Wildflüsse von Österreich auf seiner Reise durch die Berglandschaften von Vorarlberg und Tirol begleiten: munter sprudelt der Lech als schmaler Gebirgsbach von seiner Quelle am malerischen Formarinsee abwärts, sucht sich jedes Jahr mit der Schneeschmelze ein neues Bett. Immer mehr Bäche münden ein und der Lech zieht nun als echter Wildfluss durch das idyllische Lechtal. Mal fließt er über breite Auwiesen, mal durch tiefe Schluchten und mal über weite Kiesbänke, immer begleitet vom Lechweg, der entlang seines Ufers verläuft. Insgesamt über 120 Kilometer darf der türkis-blaue Fluss uneingeschränkt durch die österreichischen Berge fließen.

Der Lechweg ist ein echter Traumwanderweg: In acht Etappen geht es von der Quelle des Lechs am Formarinsee über eine Strecke von rund 125 Kilometern bis zum Lechfall im bayerischen Füssen. Dabei erwarten dich gerade mal 2.300 Höhenmeter im Aufstieg, aber weit über 3.000 Höhenmeter im Abstieg. Du wanderst auf bequemen Wanderwegen flussabwärts und brauchst dich auf keine anstrengenden Gipfelaufstiege oder Passüberquerungen einzustellen. Auf deiner Wanderung erwarten dich spektakuläre Ausblicke auf die malerische Bergwelt, Almen und Gasthäuser entlang des Wegs sorgen für dein leibliches Wohl. Die Strecken der Etappen sind manchmal fordernd, aber nie zu lang und am Ende jeder Etappe erwarten dich kleine Dörfer mit gemütlichen Unterkünften.

Dank dieser Voraussetzungen ist der Lechweg eine tolle Einsteigertour für alpine Weitwanderwege. Wenn du dich das erste Mal an eine mehrtägige Alpenwanderung heranwagst, dann ist diese Tour perfekt für dich geeignet. Nimm dir einfach acht Tage Zeit und erlebe hier eine der letzten Wildflusslandschaften der Alpen. Natürlich kannst du dir auch deinen Lieblingsabschnitt der Wanderung aussuchen, denn du kannst jeden Start- und Zielpunkt bequem mit dem Bus erreichen.

Die Karte zum Lechweg

Alle Etappen des Lechwegs

  • Mittelschwer
    04:31
    14,6 km
    3,2 km/h
    120 m
    520 m
    Mittelschwere Wanderung. Gute Grundkondition erforderlich. Überwiegend gut begehbare Wege. Trittsicherheit erforderlich.

    Deinen ersten Wandertag startest du auf fast 1.900 Meter Höhe direkt am türkis-blauen Formarinsee. Nachdem du dich am atemberaubenden Bergpanorama satt gesehen hast, wanderst du auf dem Lechweg über bequeme Wege und bei fantastischer Aussicht talabwärts.

    Bald sprudelt ein schmaler Gebirgsbach neben dem Weg. Der Formarinbach wird auf deiner Wanderung immer größer und breiter und vereinigt sich nach einer Weile mit dem Spullerbach zum Lech.

    Kurz darauf erreichst du das Gasthaus Älple, das sich perfekt für eine erste Rast anbietet. Anschließend überquerst du den Lech und wanderst an seinem Ufer entlang hinab bis zum Etappenziel Lech am Arlberg.

    Den Startort erreichst du am besten mit dem Wanderbus aus Lech am Arlberg. Alternativ kannst du bereits am Vortag anreisen und noch eine Nacht auf der Freiburger Hütte am Formarinsee verbringen. Alle Infos zum Wanderbus findest du unter lechweg.com/de/service/busverbindungen

  • Mittelschwer
    04:13
    14,5 km
    3,4 km/h
    420 m
    330 m
    Mittelschwere Wanderung. Gute Grundkondition erforderlich. Überwiegend gut begehbare Wege. Trittsicherheit erforderlich.

    Am zweiten Tag verlässt du zu Beginn den Edel-Skiort Lech am Arlberg und wanderst auf saftigen Bergweiden das Tal entlang. Zunächst geht es bei tollem Ausblick oberhalb des Lechs über Wiesen, doch bald nähert sich der Wanderweg wieder dem Flusslauf.

    Der Lech hat auf diesem Abschnitt eine tiefe Schneise in das Tal geschnitten und vom Lechweg aus kannst du immer wieder das blaue Wasser tief unten zwischen den Felswänden hindurchfließen sehen. Auf dem Weg wanderst du mal über wilde Bergwiesen und mal durch lichte Nadelwälder.

    Kurz vor dem Ort Warth überquerst du den Lech und steigst dann durch einen Wald hinauf. In Warth findest du mehrere Gasthäuser und so kannst du hier eine bequeme Rast einlegen. Nach deiner wohlverdienten Pause geht es dann über Almwiesen zum Etappenziel Lechleiten.

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  • Mittelschwer
    04:51
    17,0 km
    3,5 km/h
    240 m
    670 m
    Mittelschwere Wanderung. Gute Grundkondition erforderlich. Leicht begehbare Wege. Kein besonderes Können erforderlich.

    Die dritte Etappe ist ein besonders bequemer Abschnitt auf dem Lechweg. Die meiste Zeit geht es heute auf guten Wegen talwärts und so kannst du entspannt die Natur genießen.

    Von Lechleiten bis Steeg folgt der Lechweg dem Verlauf der alten Bundesstraße. Seit den 1980er Jahren wird sie nicht mehr benutzt und langsam holt sich die Natur ihr Gebiet wieder zurück. Die alte Straße führt zumeist durch lichten Bergwald, doch immer wieder hast du tolle Aussichten ins tiefe Lechtal.

    Ab dem kleinen Weiler Prenten führt dich der Lechweg wieder direkt am Flussufer entlang und der weitere Wanderweg verläuft nahezu eben. Nach rund 11 Kilometer Strecke erreichst du Steeg, wo du in einem der Gasthäuser eine Rast einlegen kannst, bevor du dir den letzten Abschnitt nach Holzgau vornimmst.

  • Schwer
    03:52
    12,5 km
    3,2 km/h
    350 m
    390 m
    Schwere Wanderung. Gute Grundkondition erforderlich. Gute Trittsicherheit, festes Schuhwerk und alpine Erfahrung notwendig.

    Zu Beginn der vierten Etappe erwartet dich ein besonderer Höhepunkt des Lechwegs. Es geht zunächst hinauf in die Höhenbachtalschlucht und dort auf die abenteuerliche Holzgauer Hängebrücke. Mit über 200 Meter Länge gehört sie zu den längsten Hängebrücken in Österreich und sie bietet dir einen fantastischen Blick in die Schlucht. Wenn du nicht ganz schwindelfrei bist, kannst du die Brücke auch umgehen, indem du den Wanderweg durch das Tal und am Café Uta vorbei nimmst.

    Auf der anderen Seite des Tals geht es über weite Almwiesen und durch einen Bergwald hinab zum Flussufer. Bald darauf erreichst du die Jöchelspitzbahn. Dort findest du auch mehrere Gasthäuser für eine Rast.

    Anschließend verlässt du für eine Weile den Flusslauf und umwanderst die Schlucht des Modertals, bis du ab Obergiblen an den Lechauen entlang bis zum Etappenziel Elbigenalp weiterwanderst.

  • Schwer
    06:19
    22,3 km
    3,5 km/h
    420 m
    520 m
    Schwere Wanderung. Sehr gute Kondition erforderlich. Überwiegend gut begehbare Wege. Trittsicherheit erforderlich.

    Nach einer geruhsamen Nacht in Elbigenalp steht am fünften Tag die längst Etappe der Wanderung auf dem Programm. Trotz der langen Strecke ist der Weg dank leicht begehbarer Wege mit ausreichend Pausen gut zu meistern.

    Von Elbigenalp geht es am Flussufer des Lech entlang bis nach Häselgehr. Dort wandest du am Doserfall vorbei und steigst nun auf bequemen Wanderwegen und durch einen lichten Wald am Berghang empor. Oben erwartet dich eine Pausenbank und eine fantastische Aussicht. Nach deiner Rast geht es wieder gleichmäßig bergab zum Lech. Auf deinem Weg kommst du in Klimm an einem kleinen Gasthaus vorbei, das dich nach deinem Auf- und Abstieg zu einer gemütlichen Pause einlädt.

    Wenn du dich gestärkt hast, führt dich der Lechweg durch stille Bergwälder weiter und der letzte Abschnitt bis zum Etappenziel in Stanzach verläuft wieder über saftige Auwiesen.

  • Mittelschwer
    03:53
    15,0 km
    3,9 km/h
    60 m
    120 m
    Mittelschwere Wanderung. Gute Grundkondition erforderlich. Leicht begehbare Wege. Kein besonderes Können erforderlich.

    Auf die lange fünfte Etappe folgt am sechsten Tag eine echte Genusswanderung. Es sind kaum Höhenmeter zu überwinden und auf den bequemen Wegen kannst du die einmalige Landschaft in vollen Zügen genießen.

    Du startest in Stanzach und der Lechweg führt dich direkt am Fluss entlang. Der Lech hat hier ein sehr breites Flussbett geschaffen. Im Frühsommer rauschen die Wassermassen durchs Tal, doch im Spätsommer und Herbst plätschern nur noch schmale Rinnsale durch das graue Kiesbett.

    Nach der Hälfte der Strecke erreichst du den Lechausee. Wenn das Wetter mitspielt, dann solltest du jetzt deine Badesachen bei dir haben. Das glasklare Wasser eignet sich perfekt für eine Abkühlung und auf den weichen Kiesstränden lässt es sich bequem ausspannen.

    Anschließend geht es am kleinen Ort Weißenbach vorbei. Ein Abstecher lohnt sich, denn hier gibt es mehrere Cafés und Restaurants. Nachdem du den Lech auf einer Brücke überquert hast, erreichst du das Etappenziel Rieden.

  • Mittelschwer
    04:42
    16,3 km
    3,5 km/h
    330 m
    370 m
    Mittelschwere Wanderung. Gute Grundkondition erforderlich. Überwiegend gut begehbare Wege. Trittsicherheit erforderlich.

    Von Rieden aus startend wanderst du am siebten Tag direkt am Ufer des Flusses bis nach Reutten. Aus Hochwasserschutzgründen wurde der Flusslauf hier ein wenig begradigt, doch die Uferbereiche sollen wieder renaturiert werden.

    Du überquerst den Fluss und wanderst durch die Örtchen Platten, Winkl und Wänge. Hier finden sich auch Cafés und Gasthäuser, in denen du eine Rast einlegen kannst, bevor du weiterwanderst. Hinter Wängle erwartet dich dann ein recht steiler, aber kurzer Aufstieg. Am höchsten Punkt steht die winzige Costaries Kapelle, wo du auf der kleinen Bank bei einer Verschnaufspause die fantastische Aussicht genießen kannst.

    Auf naturbelassenen, aber bequemen Bergwanderwegen geht es hinab zum idyllischen Frauensee. Anschließend überquerst du den Lech und wanderst durch das Vogelschutzgebiet Pflacher Auen bis zum Etappenziel Pflach.

  • Mittelschwer
    04:45
    15,6 km
    3,3 km/h
    410 m
    450 m
    Mittelschwere Wanderung. Gute Grundkondition erforderlich. Überwiegend gut begehbare Wege. Trittsicherheit erforderlich.

    Deine letzte Etappe starten in Pflach. Du wanderst aus dem kleinen Ort heraus und verlässt auf einem ansteigenden Pfad schließlich das Lechtal. Von der Ruine der Sternschanze kannst du noch mal einen Blick in das malerische Tal werfen, bevor du weiter zur Einsattelung zwischen Kitzberg und Pilgerschrofen aufsteigst.

    Hier oben überschreitest du schließlich die Grenze nach Deutschland und auf einem Serpentinenpfad geht es durch einen Wald hinunter zum Ufer des berühmten Alpsees. Du wanderst am Ufer entlang, immer mit Blick auf das märchenhafte Schloss Neuschwanstein.

    Du verlässt das Seeufer und wanderst auf dem Alprosenweg hinauf zum Kalvarienberg. Hier erwartet dich eine fantastische Aussicht auf die Allgäuer Alpen. Von dort aus geht es ein kurzes Stück hinab und schon stehst du am Lechfall. Über mehrere Stufen stürzt sich der Lech hinab in die beeindruckende Lechschlucht, bevor er gleichmäßig weiter durch Bayern fließt.

    Hier am Lechfall endet aber nicht nur deine Reise. Ab dem Wasserfall verläuft der Lech nicht mehr als Wildfluss, in Bayern hat man ihn gezähmt. In Deutschland wird er mehrfach aufgestaut und zur Stromgewinnung genutzt. Mit diesem Wissen wird dir erst richtig bewusst, was für eine einzigartige Landschaft oben im wilden Lechtal bewahrt wird.

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