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Hunsbuckel
 

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Über Hunsbuckel

Besser spät als nie - ich geh jetzt wandern!Seit über 10 Jahren wohne ich im Hunsrück (AKA Hunsbuckel), habe mich aber erst im September 2018 dazu entschlossen, diesen jetzt auch per pedes zu erkunden. Erstaunlich, was man da so alles entdecken kann.Mittlerweile habe ich 5.500 Kilometer (teils nicht öffentlich) zurückgelegt und zehnmal die Höhenmeter des Mount Everest überwunden.Besonders gefallen mir die Traumschleifen des Saar-Hunsrück-Steigs, die nicht wie andere Wege über ausgebaute Forststraßen sondern über manchmal ausgetretene, manchmal kaum erkennbare "Trampelpfade" verlaufen.Zur Info: Die von mir eingestellten Bilder entstehen mit Nikon-Spiegelreflexkameras, eine D5600 mit 10-20 Weitwinkel-Zoom und eine D5300 mit 18-300 Tele-Zoom.
Beide Kameras könnten die Bilder mit Koordinaten versehen, das habe ich aber deaktiviert, weil GPS und SnapBridge höllisch den Akku leersaugen und Komoot die Bilder auch so anhand der Aufnahmezeit mit dem Track verortet.
Was ist eine "Hunsbuckel-Tour"?
Das sind Touren, die ich selbst mit Komoot geplant habe, also keine vorgegebenen Touren, und müssen auch nicht nur durch den Hunsrück führen. Diese führen manchmal über bekannte Wege, oft aber auch direkt in die Botanik, man ist also vor Überraschungen und Irrwegen nicht gefeit, aber meist alleine auf unbeschilderten Wegen.

Distanz

4 956 km

Zeit in Bewegung

1118:17 Std

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  1. Hunsbuckel war wandern.

    vor 8 Stunden

    02:59
    11,0 km
    3,7 km/h
    230 m
    240 m
    Frank-Michael, Melanie und 22 anderen gefällt das.
    1. Hunsbuckel

      Vorab: drei der gehighligteten Schieferstollen habe ich heute gar nicht besucht, die stammen von einer älteren Tour ab Altlay
      komoot.de/tour/92970047
      stattdessen gibt es noch zahlreiche andere Stollen, die erst noch gehighlightet werden müssen. Diese sind sogar vor Ort durchnummeriert, so dass man sie gut auseinanderhalten kann. Überrascht war ich, dass viele der Stollen zwar vergittert sind, die Gitter aber offen stehen, also nichts wie rein. Nachdem HWF im März und Kessie Lilli kürzlich am Bergbach unterwegs waren, habe ich diesen diesmal auch besucht.
      Die Tour startet in Belg und führt dann erst mal über Felder nach Würrich und dort ins Kerbtal des Bergbach, wobei mein gewählter Weg bei Komoot zwar eingezeichnet ist aber praktisch nicht existiert. Dennoch kann man sich zu dem Weg durchschlagen, den man schon von oben sieht. Kaum ist man auf diesem, weisen Schilder gleich dreimal geballt darauf hin, dass man diesen Weg weder befahren, bereiten oder begehen möge. Die ganz Uneinsichtigen müssen dann noch eine Barriere aus Schieferschutt überwinden und kommen dann zu einem tief ins Tal geschnittenen aktiven Untertage-Steinbruch, dessen Mundloch man von oben sehen kann. Das Gelände ist aber sehr sorgfältig und stabil eingezäunt, da es wirklich tief runter geht. Der Weg selbst ist aber gar kein Problem und der Schilderwald etwas unverständlich.Außerhalb des Geländes gibt es zwei alte Abbaustollen. Der eine waagerecht und begehbar, bis man an ein Wasserbecken kommt, das möglicherweise ein untergegangener abzweigender Stollen ist. In den größeren müsste man absteigen, was ich nicht riskieren wollte. Kurz vorm Erreichen der Grube Adolph-Helene öffnet sich nochmal ein ganz unvergitterter und tief begehbarer Stollen. An der alten Zeche bin ich diesmal den ganzen Berg zu den hochliegenden Fördergebäuden gestiegen, was gar nicht so ohne ist, da das meiste aufgetürmter Schiefer-Schutt oder vom Regen letzte Nacht durchgeweicht ist, wie ich auf der Tour gleich mehrfach durch ungewollten Bodenkontakt merken musste.Von hier geht es aufwärts am Belger Bach, wo ich einem Pfad ins Nirgendwo folgte, um dort einen weiteren Schacht zu finden, der leider etwas zu viel Wasser führte, auch wenn ich ganz fasziniert davon war, dass am Ende des vom Eingang sichtbaren Bereiches Licht zu sehen war! Vermutlich ein senkrechter Schacht im darüber sich auftürmenden Berg, da ich auch Laub und Erdreich dort zu sehen glaubte.Von dort geht es abwärts - auch wieder schneller als gewollt - zum Belger Bach, dem ich nun folgte. Dort befinden sich weitere Schächte, denen man jeweils 50 bis 100 Meter in den Berg folgen kann.
      @Manggongjai: ja, ich habe mir - trotz Deiner Vorwarnung - gleich dreimal die Birne angestoßen...
      Die feuchten Stollen und Täler machten leider viele Fotos unbrauchbar, so oft kann man gar nicht putzen. Gleich zweimal sind mir Filter vom Objektiv geflogen, einer davon tauchte sogar ins Bachbett ab...Am Mühlbach geht es dann zurück nach Belg.So wurde mal hier der Schiefer abgebaut:

      • vor 6 Stunden

  2. Hunsbuckel war wandern.

    11. Juni 2021

    01:06
    4,53 km
    4,1 km/h
    130 m
    120 m
    Patricia, Bri Gitte🐩🐕 und 75 anderen gefällt das.
    1. Hunsbuckel

      Heute Abend trieben mich die Neugier und ein leichter Schmerz nach dem Bezahlen der Werkstattrechnung erneut an den Forstbach, wo ich letzte Woche auf dem Weg rund um den Butterberg vom Aussichtspunkt Petersberg am gegenüberliegenden Hang ein Gipfelkreuz erspähte, das aber weder verzeichnet noch auf einem Weg erreichbar ist.In den preußischen Karten aus dem 19 Jh. sind dort drei Kuppen eingezeichnet, also schnell mal eine kleine Runde dorthin geplant.An der Mündung des Forstbach in den Oberbach startet die Tour und führt in die Gemarkung Königsfeld des Staatsforstes. Auf dem geschotterten Forstweg geht es bis zu einer Spitzkehre, in deren Verlängerung ein Rastplatz sowie eine exponierte Felsnase einen tollen Ausblick ins tiefe Tal des Oberbach in Richtung Engehöll bieten.Nach einer weiteren Schotterstrecke geht es dann über einen schon recht zugewachsenen Weg weiter. Zumindest hätte ich ihn zu diesem Zeitpunkt so bezeichnet, da ich ja noch nicht wusste, was noch kommen würde. Zuerst geht es dann aber Off-Grid über die drei Felskuppen zum Gipfelkreuz, das da wohl eher etwas improvisiert wurde. Von dem zerklüfteten Felsen hat man einen genialen Blick und wird ins warme Licht des Sonnenuntergangs getaucht. Da hätte ich ewig bleiben können, wollte aber nicht im Dunkeln über die unbekannten Wege stolpern.Das zeitige Aufbrechen war auch gut so, weil der folgende Weg, obwohl Komoot weitestgehend bekannt, mittelweile von einer Koalition aus Ginsterbüschen, kleinen Buchen und vor allem garstigen Brombeerranken okkupiert wurde. Aber der Weg war mit etwas Fleiß zu bewältigen, nur die letzten 150 Meter vor dem Erreichen des Weges am Forstbach waren definitiv unpassierbar, so dass ich den Wildpfaden am Hang abwärts folgte.Dann geht es am Forstbach vorbei an mehreren Fischweihern, als ich kaum 20 Meter von mir entfernt am Hang über mir einen kapitalen Achtender beim Grasen beobachten konnte, den ich leider nicht gut aufs Bild bekam und auch nicht unnötig aufschrecken wollte.Damit war die kleine Tour schon perfekt, dennoch öffnete sich wenige Meter weiter der Fels mit einer gemauerten Türöffnung. Diese führt in einen Wasserschacht im Schieferfelsen, dem ich 85 Meter folgen konnte, bevor es dann nur noch mit echten Gummistiefeln weiter gegangen wäre in dem horizontalen Gang, dessen Ende ich immer noch nicht sehen konnte. Sehr spannend!

      • 11. Juni 2021

  3. Hunsbuckel war wandern.

    10. Juni 2021

    Niels Lauenroth, Angelika &🐅 und 84 anderen gefällt das.
    1. Hunsbuckel

      Nachdem ich schon 2019 hier einen Ausflug in die Botanik gemacht habe, zog es mich heute wieder nach Breitscheid, um dort vier Bächen (falls möglich) zu folgen.Die Tour startet unterhalb des Elchkopf (Elligkopf)
      komoot.de/highlight/757627
      und führt erst mal zum Schieferstollen, den viele von der Stahlberg-Schleife kennen und den man eigentlich nicht auslassen kann.
      Von dort geht es am Rindelbach aufwärts, wo der Weg teilweise in einem Brennnesselmeer verschwindet, so dass ich als Notlösung den Weg im Bachbett wählte. Am Ende des Rindelbach geht es am Hang des Traut zum Kerbtal des Beerebach. Die hier noch erkennbaren Wege beiderseitig des Baches sind aber durch Totholz kaum zu bewältigen, so dass ich mich nach einer kurzen Bachbegehung dazu entschloss den felsigen Grat zwischen Beerebach und Waschbach zu besteigen und dem Weg entlang des Grates zu folgen, bis ein schmaler Pfad abwärts zum Waschbach führt, dem die Tour wieder aufwärts folgt, bis ein Forstweg den Weg nach Breitscheid am Hang des Waschberg weist.
      Von Breitscheid geht es ins Kerbtal des Elligbachs, beim dem die alten Wirtschaftswege ebenfalls mit Brennnesseln zugewuchert sind, so dass wieder ein Ausflug ins Bachbett ein Weiterkommen sicherte. Der vor zwei Jahren gewählte Weg über den Elchkopf war angenehmer zu gehen.

      • 10. Juni 2021

  4. Hunsbuckel war wandern.

    2. Juni 2021

    02:43
    12,2 km
    4,5 km/h
    330 m
    310 m
    Peter 🌿, christian und 88 anderen gefällt das.
    1. Hunsbuckel

      Niederburg wurde zuerst Mitte des 13. Jh. als "Nyderinberc" (am niederen Berg) urkundlich erwähnt. Der Namenswechsel von -berg zu -burg erfolgte nach Errichtung eines Feldlagers 1389 zur Belagerung der Stadt Oberwesel (Weseler Krieg).Die Tour startet am hoch gelegenen Sportplatz der Gemeinde, der schon von den Zuschauertribünen einen tollen Blick ins Rheintal bietet. Von dort geht es aufwärts zum Spitzenstein, den ich zuletzt vor der Errichtung des neuen Aussichtsturms besucht habe. Durch den Turm wurden hier neben dem Rheinhöhenweg sowohl das Traumschleifchen Spitzer Stein als auch die neue Traumschleife Mittelrhein zum Anziehungspunkt für Wanderer. Der Turm ist konstruktionsbedingt ständig am Schwanken, sei es durch die Besucher oder den leisesten Windhauch. Somit nur begrenzt für Leute mit Höhenangst geeignet, obwohl nicht sonderlich hoch.Von dort geht es abwärts ins Kerbtal des Lützelbach, an dessen Quellgebiet der Ort Niederburg liegt, in dessen Zentrum die alte Burgruine in die Wohnbebauung integriert wurde, so dass man von verschiedenen Straßenecken nur noch Teile des Gemäuers sehen kann. Am Anfang des romantischen Lützelbachtals ist der Weg für die Traumschleife penibel freigemäht. Das ändert sich, als diese abbiegt und ich weiter ins wildromantische und zunehmend mit Grün zugewucherte Lützelbachtal absteige, wo man kaum die aufragenden Felsen sieht, die aber in der von mir herangezogenen preußischen Karte eingezeichnet sind.Das Tal trifft dann auf den Niederbach, dem ich bergauf durch ein früher intensiv genutztes Tal folge. Mehrere Mühlen liegen am Weg und die Trockenmauern der Steillagen am Südhang zeugen vom aufgegebenen Weinbau. Am Lost-Place Klockners-Mühle geht es dann bergauf nach Niederburg. Vorbei an der kleinen Kapelle geht es in den Wald zum Rabennack, einem großen zerklüfteten Felsmassiv hoch über dem Niederbach, von dem man den gegenüberliegenden Vogelsnack sehen kann. Mit breitem Grinsen geht es dann gemütlich durch den Wald zurück zum Startpunkt.

      • 2. Juni 2021

  5. Hunsbuckel war wandern.

    31. Mai 2021

    03:11
    13,1 km
    4,1 km/h
    260 m
    270 m
    Ela, Sandra und 90 anderen gefällt das.
    1. Hunsbuckel

      Heute ging es auf eine Tour ins Ungewisse, da schon in der Planung viel Off-Grid war.Seit bei Wiebelsheim der Felsen "Nack" vom dichten Bewuchs befreit wurde, wollte ich da mal nach dem Rechten schauen. Daher startet die Tour heute in Wiebelsheim, wo gerade ein Wohngebäude abgerissen wurde. Dennoch riss ich mich von dem morbiden Anblick los und folgte dem Weg am Nack, in dem es mehrere gut zugemauerte Stollen gibt, auf die Hochfläche "Auf dem Hähnchen", die vor allem zur Weihnachtsbaum-Aufzucht genutzt wird.Von dort geht es abwärts zum Hang des Gesessberg (441m) und rund um den Butterberg (409m), der recht steil über den Ellernbach, Oberbach und Forstbach aufragt, so dass ich schon begann die Tour ein wenig on-the-fly umzuplanen. Die Tour folgt aufwärts dem Forstbach, um dann alten Wegen entlang der Gemarkungsgrenzen zu folgen, die aber kaum noch als solche auszumachen waren. Daher war es nur logisch einfach komplett auf die Wege zu verzichten und nach Kompass in die gewünschte Richtung (hoch auf den Butterberg) durchs Unterholz zu laufen. Um den Fichtenberg (510m) geht es dann zurück zum Nack, wo ein recht neues "Gipfelkreuz" auf der freigeräumten Fläche emporragt.

      • 31. Mai 2021

  6. Hunsbuckel war wandern.

    30. Mai 2021

    03:20
    16,2 km
    4,9 km/h
    230 m
    220 m
    Alex, Sandra und 95 anderen gefällt das.
    1. Hunsbuckel

      Heute ging es ohne Planung einfach mal los, ich hatte lediglich den Tipp von "DeHunsricker" im Hinterkopf, dass am Simmerbach Biber ihr Werk verrichten sollen.Also ging es (nach einem sofortigen Absturz der App) über prachtvolle Rapsfelder und teils versteckte Wege in Richtung Steinbach, um dort dem Simmerbach zu folgen. Ich musste nicht lange suchen, um die ersten Spuren, also von Bibern gefällte Bäume zu finden. Daher zog es mich immer weiter, bis ich am Gnadenhof Weirichs-Mühle die zunehmende Überflutung wahrnahm und sich der Simmerbach einen Weg über eine Weide suchen musste. Ursache ist ein kapitaler Damm, dem ich mich mittels Durchwaten der Wiese nähern konnte. Tolles Bauwerk!Etwas bachabwärts konnte ich den Simmerbach durchwaten und in den Steinbacher Wald aufsteigen. Dort geht es Off-Grid weiter bis nach Steinbach, wo ich einige Jahre wohnte, ohne zu erkennen, dass es wenige hundert Meter entfernt den Friedhof der ehemaligen Wallfahrtskirche Schönenberg gibt. Heute habe ich diesen besucht und dann den Weg in Richtung Riegenroth fortgesetzt, um einen Schlenker zum Seerosenteich zu machen, wo Unmengen an Fröschen die Flucht ergriffen, während ich die ersten Blüten bewundern konnte. Von dort geht es am Grundbach entlang und dann zurück zum Startpunkt in Horn.

      • 30. Mai 2021

  7. Hunsbuckel war wandern.

    28. Mai 2021

    01:20
    4,28 km
    3,2 km/h
    180 m
    150 m
    Biitii 105, Jolanta und 76 anderen gefällt das.
    1. Hunsbuckel

      Die Grube "Rhein" ist eigentlich das ehemalige Pützbachtal, das (urkundlich) seit ca. 1300 für den Schieferabbau genutzt wird. Hier wuchsen gleich vier Schieferabbaustätten zusammen, die Grubenfelder Kammerried, Pützbach, Gustavsglück und Elisabeth-Wilhelm.
      Die Abbausohlen waren durch eine überirdische Schrägbahn verbunden und der Abraum (85% des gebrochenen Schiefers) wurde im Pützbachtal entsorgt, so dass damit schließlich die Grenze und das Ende des Abbaus erreicht wurde. Der Versuch mit Hilfe einer Schieferbrechanlage das Material per Schiff zu entsorgen, konnte den Niedergang ab 1965 nicht aufhalten.
      Erst ein 1968 errichtetes Mahlwerk (Beimengung in Zement) ließ den Betrieb wieder florieren und sorgte für eine Abtragung der gewaltigen Halde im Pütztal. 2017 wurde der nicht mehr konkurrenzfähige Betrieb dann geschlossen.
      wirtschaftsgeschichte-rlp.de/a-z/g/grube-rhein.html
      Derzeit ist allerdings eine Reaktivierung im Gespräch, da die Nachfrage nach Schiefermehl wieder steigt
      mittelrheingold.de/die-grube-rhein-ist-wieder-gefragt
      Und so sieht es in den Stollen aus
      urban-lost-places.de/hunsrueck-schieferbergwerk.html
      (Heute nur Smartphone-Bilder, da ich nur zufällig vorbeigekommen bin...)

      • 28. Mai 2021

  8. Hunsbuckel war wandern.

    24. Mai 2021

    02:49
    12,8 km
    4,5 km/h
    300 m
    300 m
    Sonja, Peter 🌿 und 90 anderen gefällt das.
    1. Hunsbuckel

      Heute galt es, um vor der großen Wolkenfront aus Westen noch eine schöne Runde laufen zu können, früh aufzustehen und zeitig an die Mosel zu kommen.Ziel war die unterhalb eines Basaltfelsens inmitten der Schiefergesteine des Hochkessels (421m) zu findende Einsiedelei Bruder Heinrich (im Dialekt "Brohra Haärich"). Über einen schmalen Serpentinenweg umrundet man den Felsen und stößt auf ein am Felsen kauerndes zweigeschossiges Gebäude. Hier hauste mit seiner Ziege der Mönch, dessen Tagwerk darin bestand der Frühmesse auf dem Petersberg beizuwohnen und dann bei den Nonnen im Kloster Stuben zu frühstücken. Weiter ging es mit dem Kahn nach Bremm, um sich in den Treidler-Wirtschaften verköstigen zu lassen und dann in Ediger-Eller die Weinstuben zu besuchen. Der Weg zurück in den Hang des Hochkessels war danach bestimmt nicht einfach...Die Tour startet an der Ruine des Kloster Stuben und führt dann aufwärts auf den Petersberg, wo zahlreiche Spuren einer römischen Höhenbefestigung auf dem Bergkamm gefunden wurden und moseltypisch an jeder Ecke ein Aussichtspunkt zu finden ist. Nach dem "Gipfelkreuz" von Neef geht es weiter aufwärts in Richtung Hochkessel, um dann an dessen steilen Nordhang die Einsiedelei zu besuchen. Weiter geht es am Hang, um dann zur Mosel abwärts zu laufen. Den von zahlreichen Radlern genutzten Weg habe ich noch kurz verlassen, um über einen steinigen Weg am Hang zu einem einsamen Pavillon gegenüber von Ediger-Eller zu kommen. Von dort geht es dann zurück zum Startpunkt, während gegenüber eine Perlenkette von Wanderern durch den schon gut temperierten Calmont-Klettersteig zieht.

      • 24. Mai 2021

  9. Hunsbuckel war wandern.

    23. Mai 2021

    01:35
    7,50 km
    4,7 km/h
    140 m
    140 m
    Silvia, Ronny 67 und 83 anderen gefällt das.
    1. Hunsbuckel

      Da ich nach meinem Ausfall auf dem Pfälzer Waldpfad erst mal kleinere Brötchen backen muss, ging es heute auf eine Off-Grid-Entdeckungstour bei Raversbeuren.Das 1324 als eine Außensiedlung des Klosters Ravengiersburg erwähnte Raversbeuren reicht noch viel weiter in die Vergangenheit zurück, wie mehrere gefundene Steinbeile und Feuersteine sowie zahlreiche Gräber aus der späteren Hallstattzeit (etwa 500 bis 600 v.Chr.) belegen. Erste urkundliche Erwähnung im Jahre 908. König Ludwig das Kind (Karolinger) verschenkte damals seinen hiesigen Königshof an das Erzbistum Tier (Erzbischof Ratbod).Mein Wegweiser war aber ein Buch, das mir meine Liebste schon Weihnachten 2019 geschenkt hat, wo viele mir bereits bekannte Highlights im Hunsrück aufgeführt wurden, aber auch einige völlig unbekannte. So wurde ich von folgender Geschichte über den "Hexenstein" gefesselt:
      Die "Maiermunder Hexe" ist ein acht Meter auf einem Felssporn aufragender Felsen, der an eine Hexe erinnern soll. Die Sage geht zurück auf Grenzstreitigkeiten der Gemeinden Briedel und Raversbeuren, bei denen ein Briedeler Schöffe seine Stiefel mit Briedeler Erde füllte, um dann vor Ort auf die Bibel zu schwören, dass er auf Briedeler Boden stünde, obwohl er genau wusste, dass das Land den Raversbeurer Bauern gehörte. Daraufhin trat ein riesiges Weib mit Kopftuch aus der Menge auf ihn zu und verfluchte ihn dazu in der Gemarkung zu reiten, bis das "unrechte Gut" wieder zurückgegeben sei.
      Der Schöffe kam nie zu Hause an, stattdessen fand man an der neu gesetzten (und heute noch gültigen) Grenze einen seltsam aufragenden Stein, der wie eine Frauengestalt aussah. Dies sei die Hexe, die darüber wache, dass der Schöffe auch weiterhin in der Gemarkung reite.
      So startet die Tour am Friedhof in Raversbeuren und folgt einem Wirtschaftsweg ins Tal des nach Enkirch fließenden Großbach. In dem wildromantischen Kerbtal gab es mehrere Mühlen, von denen man heute noch die Grundmauern der Schmitz-Mühle am Großbach findet. Der Weg ist teilweise zugewachsen und durch Totholz blockiert und führt an mehreren Felsspornen vorbei, bis der Weg abrupt endet. Zuerst war ich geneigt einem Wildpfad abwärts zum Großbach zu folgen, sah dann aber in der Bewegung, dass sich oberhalb im jungen Laub des Krüppeleichenwaldes eine dunkle Figur abzeichnete. Also doch aufwärts bis sich der Quarzitfelsen vor mir erhebt. An diesem lehnt doch tatsächlich noch der Besen der Hexe!Vom Hexenstein folgt die Tour dem Felsgrat aufwärts bis zum alten Grenzstein und einem alten Forstweg, der ebenfalls hier endet, mich aber bequem zurück Richtung Raversbeuren bringt. Ein halbes Dutzend mal scheuche ich Wild auf, das hier normalerweise seine Ruhe hat. Durch den Schachwald geht es zurück zu den Feldern von Raversbeuren, wo seit 1991 das Lott-Open-Air-Festival stattfindet (lott-festival.de) und weiter zur örtlichen Grillhütte.Als Letztes steht auf dem Programm der historische Ziehbrunnen, aus dem die Raversbeurer Jahrhunderte lang köstliches Trinkwasser schöpften, bis der Amtsschimmel in Person eines preußischen Beamten feststellte, man könne in den Brunnen fallen und verfügte, dass dieser durch ein Dach abgedeckt werden müsse. Die Moose und Farne im Brunnen starben nun im Dunkeln ab und das Wasser wurde immer schlechter, so dass er heute nicht mehr als Trinkwasserbrunnen genutzt werden kann.

      • 23. Mai 2021

  10. Manggongjai und Hunsbuckel waren wandern.

    20. Mai 2021

    Waldfee, 𝕥𝐚ⓝ𝐣𝐚 und 114 anderen gefällt das.
    1. Manggongjai

      Allein!
      Hallo, im Moment geht es mir nicht so gut!
      Hunsbuckel und ich trafen uns heute Morgen in Schweigen-Rechtenbach um mit seinen Auto weiter nach Kaiserslautern zu fahren. Die erste Etappe des Pfälzer Waldpfades stand auf dem Programm! Leider musste Hunsbuckel die Tour nach 12km abbrechen und ist mit dem Bus zurück nach Kaiserslautern gefahren (Gut nach Hause gekommen? Schöne Grüße!!!) Nun sitze ich hier Mutterseelen allein im Wald und habe gerade ein richtig seliges Tief!
      "Ich bin allein"
      und noch trennen mich 157km von meinen Auto. Hab gerade mit meinen besten Freund Tel.
      Wenn es nicht mehr geht, holt er mich ab!
      Also, ich kann leider nicht versprechen, das noch 6 weitere Etappen folgen.
      Ich weiß auch nicht, ob ich Abends immer Netz habe!
      Landschaftlich ist die Tour ein Traum!
      Unsere Pfälzer Waldpfad Tour startete in Kaiserslautern.
      Hier schleifte ich Hunsbuckel erst einmal über 206 Stufen auf den Betzenberg zum Fritz-Walther Stadion! Von hier aus ging es im großen Bogen um das Wohngebiet "Betzenberg" zu den drei Humbergbuchen und weiter zum gleichnamigen Humbergturm.
      Diesen bestiegen wir über 33 Stufen der Freitreppen und den folgenden 130 der Wendeltreppe,
      die auch für unter Höhenangst leidende Menschen geeignet ist, da man ständig die Mauern des
      Turmes vor Augen hat! Oben in 28,16m Höhe sieht das ganz anders aus, hier umgeben aber auch Steinmauern das Turmrondell, so das wenn man nicht runter, sondern in Ferne schaut, alles auszuhalten ist!
      Nun ging es weiter über den Dreieckstein, der die Wappen Wittelsbacher Rautenwappen,
      Kaiserslauterer Stadtwappen und Wolfsangel zeigt, weiter zum Pfaffenbrunnen und der
      dazugehörigen Schutzhütte (nur für eine Person zum übernachten geeignet)!
      Den 406m hohen Pfaffenberg umrundeten wir großzügig um zum Georgsbrunnen an der
      Roten Hohl zu gelangen. Hier kann man noch von den Römern verursachte Wagenspuren bewundern,
      die wir in unseren Delirium aber nicht wahrnahmen!
      Nun folgte das Unnerbrünnchen das bei unseren Besuch leider versiegt war!
      In Dansenberg bewunderten wir moderne Kunst in Form von Graffiti an der Außenwand einer Halle.
      (Von Schmierereien weit entfernt)
      Der Hirtenbrunnen in Dansenberg ist leider auch nicht zum Wasser nachfüllen geeignet, da der Hebel der Pumpe mechanisch gesperrt wurde und Pumpen nicht möglich ist!
      Beim Rambachbrunnen sah es dafür richtig gut aus, hier füllte ich 2 Flaschen mit Quellwasser
      nach und nahm gleich eine weitere Flasche zu mir!
      Als nächstes folgte der Rambachweier,
      ein kleiner idyllisch gelegener See mit glasklaren Wasser!Das Jagdhaus mit seinen blühenden Wiesen war unser nächstes Ziel.
      Nun ging es durch das Aschbachtal zum Jagdhausweiher zur alten Schmelze,
      wo sich Hunsbuckels und meine Wege leider trennten, da er die Tour aus gesundheitlichen
      Gründen abbrechen musste. Nun wahr ich allein und es standen mir noch 160 km bevor!
      Mutig machte ich mich weiter auf den Weg, der ab hier richtig schön und vor allem bergig
      wurde und zum ersten mal wurde ich mir der 19kg auf dem Rücken bewusst!
      Aufgeben war hier aber kein Thema!
      Der weitere Weg schlängelte sich über Singeltrails und breitere Wege zum Hungerbrunnen,
      der wohl auch trocken war, da ich kein Foto von ihm machte!
      Das Finstertal und das gleichnamige Naturfreundehaus waren meine nächsten Begleiter,
      die aber sofort zurück blieben! Am Naturfreundehaus stand eigentlich ein Aussichtspunkt
      auf dem Programm, den ich mir aber auf Grund des Rucksackgewichts und der noch zu
      absolvierenden Entfernung zum Auto, schenkte!
      Nun ging es lange Zeit an der Moosalbe entlang zum Unterhammer Cafe und weiter über die
      Wilensteiner Mühle zur Ehemaliger Einsiedelei, die meine erste eventuelle Unterkunft für die Nacht darstellen sollte. (Platz für 1Person oder Pärchen :-) )
      Da aber der Boden nicht ganz eben ist zog ich weiter zur Amseldellhütte, die wunderbar still gelegen ist!
      Die Stille hat mir aber derart aufs Gemüt geschlagen, das ich mir das erste Mal bewusst wurde:
      „Allein“ zu sein!
      Ich rief meinen besten Kumpel an und klagte ihm mein Leid, leider hatte er 2 doppelte
      Vodka Orange inne und wollte kein Auto mehr fahren!
      Nun folgte eine eiskalte Nacht, mit dem definitiv falschen Schlafsack (Carintia Tropen), denn es wahr die zweit kälteste Nacht in meinen Leben!!!
      (die kälteste erlebte ich bei der Bundeswehr im Schützenloch, in dem sich durch die Körperwärme Schmelzwasser bildete)!
      Noch nie im meinen Leben wahr ich so froh, als nach einer schlaflosen Nacht, endlich die
      Sonne aufging! Nun machte ich eine kleine wunderschöne Tour (die ihr euch ansehen könnt),
      um die Wartezeit für mein Taxi zu überbrücken.
      komoot.de/tour/372176217
      Wir kommen 100% wieder!
      LG Klaus

      • 20. Mai 2021

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