Marflow
 

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Über Marflow

Seit 2018 in Berlin-Lichterfelde und auch bei komoot. Lieblingsgegend: Brandenburg - Ausflüge zu "echten" Küsten und Bergen nicht ausgeschlossen. Wandern ist meine Nr. 1, daneben Joggen, Radfahren, seltener auch Skilanglauf oder Kanu. Ich liebe unverfälschte Natur, es können aber auch Kulturlandschaften und Städtehighlights sein. Gerne wälze ich analoge Karten und bastle eigene Touren. An den Wanderhotspots wird man mich seltener treffen. Letztes Projekt war die "jwd"-Runde durch Brandenburg komoot.de/collection/977588. Freue mich schon wieder auf Gruppenwanderungen, wenn diese möglich erscheinen. Ach ja, die 'Expert'-Wertung habe ich abgestellt :-)

Distanz

6 846 km

Zeit in Bewegung

817:50 Std

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Letzte Aktivitäten
  1. Marflow war Fahrrad fahren.

    vor 4 Tagen

    04:04
    76,9 km
    18,9 km/h
    590 m
    540 m
    Stéfano 📸🐛, Bonnie24 und 81 anderen gefällt das.
    1. Marflow

      Potsdam war heute in Riviera-Stimmung: Bei prallem Sonnenschein war alles draußen, Bade- und Paddelbetrieb am Havelstrand, die Motoryachten fahren wie im Corso die Seen auf und ab. Alles summt und brummt, seien es Motorräder, Familienautos und Quads oder E-Bikes. Parfumwolken mischen sich mit Bratfettgeruch. Ein Eis hält sich nicht lange am Stiel: Hochsommer pur. Schlange am Campingplatz direkt an der Havel. Urlaubsfeeling fast wie am Mittelmeer...Am Ende des Schwielowsees geht's dann leicht bergauf. Der Hügelrücken der Zauche will erklommen werden. Ab Ferch ist der Europaradweg R1 bestens ausgebaut. Man muss sich nicht auf wechselhafter Unterlage plagen. Auf glattem Asphalt führt er durch die Wälder; große Teile der Streckenführung gehen fernab der Straßen - welch ein Luxus! Entgegenkommende, schwer bepackte Radler zeugen von ernsten Fernradtouren, der Weg wurde heute auch jenseits der Havelseen sehr gut genutzt.Aber die Kiefernwälder? Ich war gelinde gesagt schockiert vom Zustand derselben. Früher haben sie mir immer sehr gut gefallen, kündigten sie doch als relativ 'exotische' Bäume mir als Nicht-Berliner immer am Wegesrand die Nähe der Hauptstadt an. Derzeit sehen sie einfach nur traurig aus. Die Hitze in den Kiefernwäldern ist fast so unerträglich wie auf dem freien Feld. Abkühlung Fehlanzeige. Ökologisch tot und unbrauchbar. Dünne Bäumchen aneinandergereiht wie Streichhölzer. Nähme man ein letzteres, dann wären die trockenen Kiefernstände möglicherweise in wenigen Stunden weggeraucht.
      Hier muss sich dringend was tun - stellenweise sieht man auch schon Anpflanzungsversuche von Laubholz, sollen die nächsten Generationen nicht halbwüstenartige Landschaften vor sich haben.
      Bei Brück beginnt wieder die offene Landschaft, die bald in den Planebruch mit den Belziger Landschaftswiesen übergeht. Auf diesem Abschnitt quert der R1 dann Dörfer und Auen, und auch kühlende Laubbäume säumen den Weg. Bad Belzig ist ein schönes Städtchen, wo auch wieder viel touristisches Leben zu sehen war. In der Burg Eisenhardt war gerade ein Mittelaltermarkt mit nicht wenigen Besuchermassen, daher habe ich mir dieselbe nur von draußen angeschaut.
      Zum Abschluss dann Kaffee und Kuchen dann im Bahnhofsbistro. Der Bahnhof Bad Belzig gehört schon lange zu meinen Lieblingsbahnhöfen, denn hier hat man einerseits auch am Wochenende häufige Verbindungen und kann andererseits Wartezeiten mit einer netten Stärkung überbrücken.

      • vor 4 Tagen

  2. Marflow und 2 andere waren wandern.

    18. Juli 2021

    Frank Meyer, MitWandern 2021 und 128 anderen gefällt das.
    1. Marflow

      Unserer Beitrag zum Projekt 'Mitwandern 2021', die Etappe E030 durch den Kernteil des Nationalparks Müritz in Mecklenburg-Vorpommern.Auch von uns nochmal ein ganz herzliches und dickes Dankeschön bei den Veranstaltern, die dieses doch sehr einzigartige Wanderevent möglich gemacht haben: Jan Verbücheln, der Initiator, Frank Meyer unser 'Regionalbetreuer' und viele mehr!!! Hoffen wir, dass die letzten Etappen noch zustandekommen!Wir hatten heute zwischen Kratzeburg und Waren nahezu beste Wanderbedingungen - Schönwetterwolken, eine angenehme Brise, die uns maximal 26°C bescherte und viel Wald, der uns Gelegenheit zur Abkühlung gab. Einen kleinen Haken gab's leider gleich zu Beginn, denn wir mussten zwischen Kratzeburg und Speck einen weiten Umweg um ein munitionsbelastetes Gebiet machen (ehemaliger Panzerschießplatz), vor dem mich weder das komoot-Kartenmaterial noch meine ansonsten zuverlässige Kompass-Wanderkarte gewarnt haben. Dass damit nicht zu spaßen ist, legen einige Zitate aus der Presse (Nordkurier) nahe: "Ungezählte scharfe Granaten schlummern im Waldboden", "Im südlichen Teil [von Speck] liegen derart viele Granaten, dass der Bereich weder sondierbar noch beräumbar ist..." OK - das sollte reichen... Ob man statt südlich vielleicht nördlich am Gelände vorbeikommt, wäre noch eine offene Frage...Insgesamt hat uns der weitere Nationalpark Müritz jedoch bestens gefallen! Es gibt weite Streckenabschnitte und Flächen, wo man ganz für sich alleine wandert und wo man außer Naturgeräuschen rein gar nichts hört. Alleine das ist ein großer Wert an sich für diejenigen, die gezielt diese Atmosphäre zum Abspannen und In-sich-Gehen suchen. Man versteht sofort, warum dieses Gebiet viele Besucher aus der ganzen Republik anzieht.Zu den Gewässern: Auf der Landkarte ist reichlich grün und blau zu sehen. An die Seen kommt man allerdings nur an wenigen Punkten ran, weil viele eine breite Flachwasserzone haben. An den (undurchdringlichen) Schilfgürtel kommt dann oft ein (undurchdringlicher) Waldgürtel. Trotzdem kann man die Seen am widerhallenden Geschrei der Wasservögel und an der schwülen Luft erahnen. Wem diese Strecke zu lang ist, für den könnte eine Buslinie interessant sein, die von Mai bis Oktober direkt durch den Nationalpark fährt, und zwar auf Wegen, die für den normalen Verkehr gesperrt sind: mvvg-bus.de/mueritz-rundum (grüne Linie in der Mitte) Von Waren aus gelangt man so an viele Orte direkt im Nationalpark.In Waren angekommen, gab es zum Abschluss noch ein Bad am Strand der Binnenmüritz und einen Zander im Fischrestaurant. Dann konnten wir uns in den IC reinfallen lassen, der uns wie im Flug nach Berlin zurückbrachte :-)Noch ein paar Anmerkungen: Aufgrund der Länge der Tour haben wir den Aussichtsturm auf dem Käflingsberg bei Speck ebenso wie den Weg um die Halbinsel der Binnenmüritz ausgelassen. Mit der Reichweite eines Fahrrads kann man mehr Highlights oder Seen gezielt ansteuern, wenn einem danach ist. Auf dem Weg bei Speck kam uns eine 30köpfige Radlergruppe entgegen - es hat fünf Minuten gedauert, bis alle vorbei waren...Hier geht's zur Übersicht aller Etappen von Sylt bis ins Allgäu: komoot.de/collection/1243055/-mitwandern-2021-an-3-tagen-gemeinsam-durch-deutschlandDiese Etappe stellt gleichzeitig Teil 4 unsres Wanderprojekts 'Mecklenburgische Seenplatte' dar: komoot.de/collection/1231311

      • 19. Juli 2021

  3. Marflow und Ginger waren wandern.

    17. Juli 2021

    Suse, Hans Wurst - Das Original und 52 anderen gefällt das.
    1. Marflow

      Heute nur ein kurzer Bericht. Bei schwülem, aber trockenem Wetter setzten wir gemeinsam das Projekt Mecklenburgische Seenplatte fort (komoot.de/collection/1231311).
      Im Naturpark Müritz bordet die Natur derzeit über. Große Wegstrecken kann man im schattigen Wald absolvieren und kommt an einsam gelegenen Seen vorbei. Auf den großen Seen ist viel Paddelvolk und auf den Wegen die Radler. Malerisches Dorf Granzin auf einer Anhöhe am gleichnamigen See, das Hofcafé öffnete leider erst ab 13:00 (zu spät für uns). Schattiger und schmaler Weg am Südufer des Käbelick-Sees. Forsthaus Langhagen ruht mit seinen wenigen Ferienhütten im Wald. Darauf folgt eine landschaftlich abwechslungsreichere Strecke zwischen Prälank und Neustrelitz. Den flachen Zierker See (Maximaltiefe 1,5 m) bekommt man wegen der dicht bewachsenen Uferzone erst nahe der Stadt richtig zu Gesicht. Der Schlosspark Neustrelitz hat uns nur mäßig überzeugt, weil er (ohne das fehlende Schloss) relativ gekünstelt wirkte. Auf dem gepflasterten Marktplatz herrschte pralle Sonne; wir konnten uns unter einen Sonnenschirm zurückziehen und Kaffee und Kuchen bekommen.
      Fazit: Prima Urlaubs- und Wandergegend. Man sollte nicht vergessen, auch die vielen Gewässer zu nutzen!
      Dies war unsere kleine Einstimmung auf unseren morgigen Beitrag zu MitWandern 2021 mit der E030 von Kratzeburg nach Waren.

      • 17. Juli 2021

  4. Marflow war Fahrrad fahren.

    10. Juli 2021

    Napalm Death 🤘&🐾, Olaf und 56 anderen gefällt das.
    1. Marflow

      Vom Fahrrad sieht die Welt anders aus, konnte ich heute eindrücklich feststellen. Am Wandern habe ich liebgewonnen, dass man jeden Moment innehalten und sich auf kleinteilige Beobachtungen einlassen kann. Auf dem Rad jedoch rauscht man eher durch Landschaft, bekommt dann wie in einem Film mit Überlänge eine große Summe an Eindrücken zu sehen. Einige der Bilder sind beim Fahren aus der Hand entstanden, weshalb der Bilderbogen hier und da an "Ride-by Shooting" oder "Street View" erinnert.Dies war auch eine Testfahrt für mein "neues" Fahrrad, ein gebrauchtes Easy Rohler 🚴 mit solidem Aufbau und fein abgestufter 14-Gang-Nabenschaltung. Die Anschaffung soll mir wieder die Durchführung längerer Erlebnistouren erleichtern.Zweimal war ich "gezwungen", die heutige Tourenplanung abzuändern. Der ursprüngliche Plan war das Feldberger Seenland. Dort waren jedoch Schauer vorausgesagt, im Gegensatz zum Westen Berlins. In Wannsee hieß es dann erst einmal, dass die kommenden Züge nach Brandenburg wegen Notfalleinsatz bereits in Potsdam enden. Vier Minuten später lief der RE nach Bad Belzig ein, also nichts wie rein!Von Bad Belzig aus wollte ich Richtung Havelland fahren, in der Hoffnung, den Gülper See zu erreichen, dessen Umgebung in letzter Zeit von vielen hier in der Community gelobt wurde [1, 2, 3].Dies hat alles soweit geklappt, und daher kann ich von folgenden Highlights berichten:
      1. Bahntrassenradweg im Buckautal: knapp 10 Kilometer von Görzke bis kurz vor Ziesar [4]. Abseits der Straßen, läuft 'wie im Flug', schöne Ausblicke über das Tal 👍
      2. Havelradweg bei Milow - hier gibt es sauber betonierte und für Radler reservierte Wegabschnitte, die direkt das Havelufer anfahren 👍
      3. Das Havelland um Gülpe, mit seinem See und das "Ländchen Rhinow". Dieser Landstrich fasziniert durch seine Ruhe, Natürlichkeit und Abgeschiedenheit. Im Dorf Gülpe scheint die Zeit auf angenehme Art stehengeblieben zu sein. Gerne wäre ich hier geblieben! 👍👍👍
      Insgesamt habe ich mich gewundert, wie wenig Menschen per Pedes und Fahrrad unterwegs waren (Paddel und Auto schon mehr). Wir haben Hochsommer und Urlaubszeit. Aber viel mehr werden es möglicherweise nicht im Havelland 😉[1] vonWegen, komoot.de/tour/351073779
      [2] Frank Meyer, komoot.de/tour/413464017
      [3] Gerald Makowski, komoot.de/tour/353808820
      [4] Achim Bartoschek, bahntrassenradeln.de/bahn_bb.htm#bb08a

      • 11. Juli 2021

  5. Marflow war wandern.

    4. Juli 2021

    Andreas Scheurer, Endlos♾🦅 und 59 anderen gefällt das.
    1. Marflow

      Diese Tour in der Feldberger Seenlandschaft stand ganz im Zeichen der ausgedehnten Mischwälder, die für einen Waldanteil von über 80% sorgten. Darunter waren zwei Perlen, die einer Vorstellung von 'Urwald' schon nahekommen: das durchquerte NSG 'Heilige Hallen', wo Buchen ziemlich hoch hinaufragen und dann das UNESCO-Weltkulturerbe Serrahn, wo man kaum einige Dutzend Meter tief in das Dickicht des Waldes blicken kann. Berge an Totholz sorgen für ideale Lebens- und Wachstumsbedingungen für Mikroorganismen und Tiere. Das Klima in diesen Wäldern war am heutigen Hochsommertag wunderbar und ermöglichte meditierendes Wandern unter dem Blätterdach!Der nächste Faktor sind die Seen. Dererlei gibt es so viele und auch in verschiedenen Größen (Seen, Teiche, Tümpel, Pöhle) und Farben (Blau, türkis, grün, hellbraun) dass man sie kaum aufzählen kann. Kein einziges Motorboot. Kein Gewummere von Lautsprechern, das man aus Berlin kennt. Stattdessen gemächliches Paddeln und entspanntes Baden. Die Besucher zeigen sich sichtlich von der Natur beeindruckt und es genügt ihnen. Von Feldberg-Neuhof bis Neustrelitz habe ich auf 27 km bis auf die einsame Steinmühle kein Anwesen passiert. Es war ein interessantes Gefühl, in Neustrelitz rauszukommen und sich wieder der 'Zivilisation' anzunähern. Einige der Seen wie der Zwirnsee sollen so kristallklares Wasser haben, dass man 7 m auf den Grund blicken kann. Hmmm... "könnte", denn der See soll menschlich nicht genutzt werden und ist wohlweislich nicht zugänglich und nur aus der Ferne zu erspähen. Gut zu wissen, dass wir sowas noch in Mitteleuropa haben!Fazit: Das war ein Tag, um den Gehörsinn wieder mit Ruhe und dem leisen Hall von Vogelgezwitscher im Wald zu 'kalibrieren'. Zwischen Koldenhof und Steinmühle wollte ich ein paar nicht verzeichnete Wege erkunden, musste dann aber an ein paar Stellen quer durch den Wald stapfen. Ansonsten gibt es in der Gegend viele gut ausgeschilderte Wanderwege, die alle recht lohnenswert erscheinen.Projekt Mecklenburgische Seenplatte: komoot.de/collection/1231311

      • 5. Juli 2021

  6. Marflow war wandern.

    26. Juni 2021

    Räuber Fee, Endlos♾🦅 und 57 anderen gefällt das.
    1. Marflow

      Was haben Prenzlau und Genf gemeinsam? Eine Seepromenade und eine Fontäne... Und heute wirkte Prenzlau bei bestem Sommerwetter auch ausgesprochen südlich... (so südlich wie geht 😉) - und bildete so ein perfektes Ende dieser Wanderung durch die Uckermark.
      Ausgangspunkt war das kleine Städtchen Feldberg am östlichen Ende der Mecklenburgischen Seenplatte. Als früheste Ankunft per Kleinbus ist am Wochenende nur 10:55 möglich, für lange Wanderungen eigentlich etwas spät, aber immerhin - wir haben ja Ende Juni.
      Gleich unterhalb Feldbergs liegt, in eine schmale Rinne eingebettet, der zauberhafte Luzin(see) mit seinem grünlich schimmernden Wasser. Trotz des Sommerwochenendes herrschte hier eine unglaubliche Ruhe, ein wahres Paradies für Paddler. Ich folgte dem schattigen Trampelpfad bis zum ehemaligen Dammzollhaus.
      Auf der anderen Seite des Sees beginnt hügeliges Land, auf verträumten kleine Wegen kann man die für die Uckermark typische Stille und Natur genießen. Die Sommerwärme tat das ihrige, sodass über allen natürlichen und menschlichen Aktivitäten eine gedämpfte Zurückhaltung lag. Satte Ähren zieren inzwischen die großen Ackerflächen und versprühen Fülle und bescheidenen Reichtum. Blumen und Gräser stellen sich zur Schau. An vielen kleinen Seen und Badestellen bin ich vorbeigekommen, keine war wirklich überfüllt - die Leute genossen sichtlich ihr Wochenende.
      Neben den Feldberger Seen ragen aus meiner Sicht die Zerweliner Heide (großer Mischwald mit viel Schatten) und das NSG Stromtal hervor. In letzterem mäandert der Fluss 'Strom' langsam und von abwechslungsreichem Weideland begrenzt, der Ucker entgegen.
      Insgesamt gab es zwei etwas mühsame Teilstrecken - zum einen den Straßenabschnitt zwischen Fürstenhagen und Weggun (5 Kilometer, in dieser Relation leider nicht vermeidbar) und zum anderen die berüchtigte, grobe Schotterpassage auf der stillgelegten Bahnstrecke Prenzlau-Templin im Verlauf der Uckermärker Landrunde. Diese 1,5 Kilometer lassen sich ebenfalls kaum vermeiden, mit entsprechender Ankündigung fand ich sie gut überwindbar. Als Bahn-Archäologe empfand ich den Teil sogar als "Bonus" und konnte noch einen verwitterten Kilometerstein sichten.
      So homogen und ruhig die Uckermark wirkte, so widersprüchlich empfand ich Prenzlau. Auf der einen Seite die attraktive Seepromenade und die weit sichtbare Marienkirche wie auch Stadtbefestigungen, die von mittelalterlicher Macht künden. Auf der anderen Seite die konturlose - teilweise fast öde wirkende Innenstadt, die einem instinktiv mitteilt, dass hier Schreckliches passiert ist. (Gegen Ende des 2. WKs wurde Prenzlau in heute sinnlos anmutenden Kämpfen zu 85 % zerstört; wiederaufgebaut wurde sie als Wohngebiet im Stil der 1950er und 1960er Jahre.) In den letzten Jahren hat man immerhin begonnen, am Markt ein städtisch wirkendes Zentrum mit Springbrunnen etc. zu schaffen.
      Fazit: dies war eine Wanderung, die im jetzigen Sommer mit vielen prallen Eindrücken gefüllt war. Der Abschnitt von Naugarten bis Prenzlau firmiert als 'Uckermärker Landrunde', den ich in maximal mittlerer Qualität bewerten würde. Diese Wanderung ist der Auftakt einer Etappenwanderung durch die Mecklenburgische Seenplatte (Prenzlau-Schwerin), die ich nach und nach vervollständigen möchte.Wem die Etappe zu lang ist, kann alternativ zwei Etappen über das hier nicht tangierte Boitzenburg gehen (28 + 30 km).Projekt Mecklenburgische Seenplatte: komoot.de/collection/1231311Lesenswert: Frank Meyer: Uckermärker Landrunde Boitzenburg - Prenzlau, vom März 2019: komoot.de/tour/57745382

      • 27. Juni 2021

  7. Marflow war wandern.

    20. Juni 2021

    Levram DC 🦊, vonWegen und 51 anderen gefällt das.
    1. Marflow

      Hier kommt eine weitere Perle an Schleswig-Holsteins Ostküste - die in die Flensburger Förde hineinragende Halbinsel Holnis 😉. Ein passender Ausgangspunkt für uns war Glücksburg mit seinem eindrucksvollen Wasserschloss. Es herrschte eine sehr entspannte sommerliche Stimmung und der Hof der Vorburg wurde vom Duft der Rosen erfüllt. Über eine Brücke gelangt man über den Park mit der Orangerie und durch einen Wald ans Meer. Die Halbinsel Holnis, die mit mehreren Stücken Steilküste aufwarten kann, haben wir anschließend im Uhrzeigersinn umwandert. Bei einem lebhaften Wechsel zwischen Sonne und Wolken wirbelte ein steifer Westwind und unerschrockene Surfer trotzten die Wellen in der Förde. Grandioser Blick von der Steilküste an der Nordspitze auf die blitzende Wasserfläche. An der Ostseite läuft man an einem langen Strand mit Campingplatz und Feriensiedlungen entlang - trotz Ende Juni wirkte der Tourismus noch ziemlich verhalten. Auf dem Weg zurück gab's noch eine geschützte Waldpassage mit einem kleinen Highlight aus der Jungsteinzeit (Grabhügel im Rahmen des Dolmenpfads). Diese Wanderung war eine willkommene Belebung für Körper und Geist 😀👍

      • 20. Juni 2021

  8. Marflow war wandern.

    13. Juni 2021

    03:42
    19,2 km
    5,2 km/h
    220 m
    210 m
    Lucy Lu, ☠ R✪BIN 🥾 und 68 anderen gefällt das.
    1. Marflow

      Wir haben den Nachmittag für eine Runde von Ferch über Petzow in die Glindower Alpen genutzt. Am Schwielowsee stach aus meiner Sicht natürlich der Bohlenweg in Ferch, aber auch der schmale Pfad hinter der ehemaligen Ziegelei Löcknitz im Verlauf des Fontanewegs F6 hervor. Petzow hat einen sehr schön gestalteten und bekannten Park, der neben dem Gutshaus auch mit zahlreichen interessanten Nebengebäuden aufwarten kann.
      Hinter Petzow kann man am Glindow-See in einen ufernahen Trampelpfad einsteigen, der durch viel Gebüsch an zahlreichen Anlegestellen und der einen oder anderen geeigneten Badestelle vorbeiführt. Höhepunkte in Glindow sind das ausgedehnte ehemalige Ziegeleigelände (mit Museum) und die dahinter liegenden "Alpen", ehemalige Tongruben. Dort wurde Ton bis Anfang des 20. Jahrhundert in tiefen Rinnen und in so großen Mengen ausgegraben, dass die heutige zerfurchte und hügelige Gestalt entstand. Der Wald ist urig und dicht, die Wege führen bisweilen über Treppen auf und ab.
      Nach den "Alpen" gingen wir eine kurze Linie übers freie Feld zurück. Ein warmer Wind blies und die reifenden Getreidefelder bildeten einen interessanten Kontrast zum Hinweg am Seeufer. Die Blütenpracht ist überall auf dem Höhepunkt, überall summten die Bienen und das war eine Freude für sich. In Ferch belohnten wir uns noch mit einem abschließenden Softeis :-)
      An dieser Stelle sei auch auf einen ausführlichen Wanderbericht zu den Glindower Alpen von komoot-Nutzerin "Angela" verwiesen: unterwegsmitkind.com/glindower-alpen-see-brandenburg-wandern

      • 13. Juni 2021

  9. Marflow war Fahrrad fahren.

    12. Juni 2021

    02:53
    57,0 km
    19,8 km/h
    360 m
    370 m
    Ralf🚶⛰️ 🏕, Steffi🌾🌳 und 57 anderen gefällt das.
    1. Marflow

      Nichts Großes.. Um den halben Tag zu nutzen, zog es mich bei wechselhaften Wetter aufs Fahrrad. Die ersten Gräser werden inzwischen schon braun, der Klatschmohn steht in voller Blüte. Super Fahrradwege zwischen Drewitz und Ahrensdorf. Der Sandweg zwischen Siethen und Kerzendorf fühlte sich dagegen eher wie "off road" an. Ab Kerzendorf dann die alte Fernstraße (101) bis Marienfelde, fast ohne Autoverkehr. Den kleinen, reizvollen Ort Löwenbruch kannte ich noch nicht. Die letzten Kilometer in Berlin dann noch im Gewitterregen absolviert. Fotos gibt's nicht viele, das mach ich dann doch lieber bei den Wanderungen :-)

      • 12. Juni 2021

  10. Marflow war wandern.

    6. Juni 2021

    Andreas Scheurer, Hans Wurst - Das Original und 61 anderen gefällt das.
    1. Marflow

      Es ist vollbracht... Dies war die letzte Etappe meiner jwd-Runde durch Brandenburg [1]. Ich bin froh und gleichzeitig auch immer noch elektrisiert - da ich zwischendurch auch schon am Sinn und Zweck dieser ausgedachten Alleinwanderung gezweifelt habe. Insgesamt bin ich 630 Kilometer durch vielfältigste märkische Landschaften gekommen, aufgeteilt in 18 bequem von Berlin aus erreichbaren Tagesetappen. Fast wäre dieser Abschluss der Runde im Schlaubetal noch an der Afrikanischen Schweinepest (ASP) gescheitert (ich bin mir auch jetzt noch nicht sicher, ob ich mich 100% korrekt verhalten habe), aber dazu später...Zur heutigen Strecke: Der Ausgangspunkt Lieberose (sorbisch: Luboraz) ist eine wohlklingende "Landstadt". Letzteren Titel bekommen einwohnermäßig sehr kleine Städte und Lieberose hat derer gerade 1400 Einwohner. Wir sind also voll "jwd". Nach dreistündiger Anreise wird man am Marktplatz aus dem Bus entlassen. Wohin? Es gibt ein stattliches Schloss, das teilweise erhalten, teilweise noch von der Nachkriegszeit als Ruine erhalten ist. Hübsche Bilder vom Schloss hat Frank Mayer neulich gemacht [2], ich muss wegen der langen Strecke, die noch vor mir liegt, rasch weiter.Der Weg führt zielstrebig in Richtung Schlaubetal, an den Orten Mochlitz, Ullersdorf und Groß Muckrow vorbei. Am Mochlitzer Weg liegt ein Erinnerungsort Namens "Franzosenkanzel", wo die napoleonische Armee mit 18.000 Mann logierte und sich auf die Völkerschlacht vorbereitete. Naturgemäß ist davon nichts sichtbares übrig. Aber wir sind "jwd" und da bleiben solche Ereignisse eben lange in Erinnerung! Hinter dem idyllisch abgelegenen Ort Mochlitz dann auf Waldwegen durch die Mochlitzer Heide, bis man auf einen idyllischen Waldsee (ihr könnt es erraten - den Mochlitzer See) stößt.Vor Ullersdorf ein einsames, liebevoll renoviertes Bahnwärterhaus mitten im Wald. Manchmal träume ich davon, so zu wohnen - zumindest eine Zeitlang... Bis 1996 pendelten auf dieser sehr einsamen Bahnverbindung noch ein paar Züge zwischen Frankfurt/Oder und Cottbus [3], dann war Schluss. Die schnurgerade Trasse durch den Wald ist noch gut zu erkennen, auch die alten Betonschwellen liegen noch. Die Wegbrücke ist wegen Baufälligkeit leider mit einem Zaun versperrt, weshalb ich mir links davon einen ebenerdigen Übergang durchs Dickicht suchen musste.Die Landschaft ist ein Traum, man ist abseits jeglichen Trubels und auf den ersten 20 Kilometern bis zum Schlaubetal bin ich keinem Menschen begegnet. Hinter Ullersdorf erste Anzeichen von ASP, denn hier beginnt auf der linken Seite der Zaun der Kernzone, in der die allermeisten ASP-Fälle bei Wildschweinen ermittelt wurden.Zum Schlaubetal, dem heimlichen Höhepunkt dieser Etappe ist viel geschrieben worden [4]. Auch mich hat dieses Tal sehr beeindruckt. Hierzu muss ich sagen, dass aus meiner Sicht weniger die Einzelabschnitte herausragen (denn ähnliche oder sogar spektakulärere Landschaften gibt es in Brandenburg viele), als das Gesamterlebnis. Wo hat man sonst die Kombination eines Briesetals, einer Rheinsberger Seenplatte und einer solchen Zahl von genutzten Wassermühlen und gepflegten Wanderwegen? Das Schlaubetal ist definitiv eine eigene Reise wert und ich kann in der Tat empfehlen, die ganze Länge zu durchstreifen, von der Quelle bis nach Müllrose oder umgekehrt. Der Haken ist die notorisch schlechte Verkehrsanbindung am oberen Ende des Schlaubetals, wozu es für Tageswanderer, die mit Öffis anreisen, keine richtige Lösung gibt. (Ausnahme: Bus A400 in der Hochsaison, siehe Kommentar weiter unten)Afrikanische Schweinepest (ASP): Wochenlang habe ich mich im WWW über Sperrungen und freigegebene Wege etc. informiert und gezweifelt, ob die Wanderung überhaupt möglich sei. Leider ist es mir kaum gelungen, die aktuellen Regularien für Wanderer herauszufinden, weil viele Informationen veraltet, teilweise widersprüchlich waren und sich mit Ausschilderungen vor Ort widersprachen. Am 11.05.2021 wurde vermeldet [5], dass das Wandern in der Kernzone wieder erlaubt ist, sofern man sich an die Verhaltensregeln hält (Zugangstore stets wieder fest verschließen, Wege nicht verlassen, Hunde anleinen, lebende oder verendete Wildschweine auf keinen Fall anfassen, keine Lebensmittelsreste oder Abfälle hinterlassen). All diese Regeln habe ich selbstverständlich beachtet und war insgesamt sehr wachsam und vorsichtig. Beim Ein- und Ausgang in die Kernzone gibt es teilweise ganz frisch installierte Tore (z.B. Badestelle an der Bremsdorfer Mühle), wo der Durchgang explizit erlaubt wurde. Andererseits gab es einiges an Beschilderung, teils datiert von 2020, teils undatiert, die dem genau widersprach (Groß Muckrow, Siehdichfür). Die im Netz erhältliche und so auch bei der Ragower Mühle ausgehängte Karte zeigt trotz aktueller Datierung 11.05.2021 nach wie vor viele explizit gesperrte und nur wenige erlaubte Wege zwischen Bremsdorfer und Ragower Mühle [6]. Alles in allem bleibt bei mir bis heute ein etwas mulmiges Gefühl zurück, hier vielleicht doch etwas übersehen zu haben. Daher kann ich jedem vor einer Wanderung im Schlaubetal nur empfehlen, sich vorab zu informieren, sensibel die Situation vor Ort zu beobachten und in der Kernzone unbedingt die Verhaltensregeln einzuhalten. (Auch ASP ist noch nicht vorbei, ähnlich wie eine andere uns noch drückende Pandemie...) Für Verstöße gegen die Regularien wird mit bis zu 30.000 € Strafe gedroht und die würde ich, sofern ich sie denn hätte, trotzdem gerne anderweitig verwenden :-) Also: passt gut auf...Summa summarum - und hier lassen wir für einen Moment ASP beiseite, ist dies natürlich eine Top-Etappe in erstklassiger Brandenburger Landschaft für solche, die die Streckenlänge nicht scheuen. Erstklassige Feld-, Wald- bzw. Wanderwege auf der ganzen Strecke. Für die ganze "jwd"-Runde zählt sie definitiv unter die Top 3. In den kommenden Tagen werde ich noch eine Zusammenfassung zu "jwd" [1] ausarbeiten und die einzelnen Etappen nochmal in der Gesamtschau bewerten. Ich hoffe natürlich, dass die eine oder andere Strecke auch Nachahmer findet. Empfehlen kann ich sie nahezu alle uneingeschränkt.[1] Jwd-Runde um Berlin komoot.de/collection/977588
      [2] Frank Meyer: komoot.de/tour/383864377
      [3] Chronik der Bahnstrecke Frankfurt/Oder-Müllrose-Grunow/NL-Cottbus eisenbahnfreunde.transnet-ffo.de/Chronik/Titel.html
      [4] Land Brandenburg: Naturpark Schlaubetal schlaubetal-naturpark.de
      [5] Afrikanische Schweinepest: Wichtige Hinweise für Ausflügler und Touristen, Stand 11.05.2021 schlaubetal-naturpark.de/themen/meldungen/afrikanische-schweinepest-aktuelle-hinweise
      [6] Touristische Karte für den Naturpark Schlaubetal, Stand 11.05.2021 schlaubetal-naturpark.de/themen/meldungen/touristische-karte-fuer-den-naturpark-schlaubetal

      • 8. Juni 2021

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