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☠ R✪BIN 🥾
 

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Über ☠ R✪BIN 🥾

✪ Nordlicht
✪ Überzeugter Wahl-Berliner
✪ Uckermarkliebhaber
✪ Draußenkind
✪ Wandern ist sicherlich nicht die Antwort auf alles, aber ich vergesse dort immerhin all meine Fragen ✪✪ Ich habe mir meine besten Gedanken ergangen und kenne keinen Kummer,
den man nicht weggehen kann. (Søren Kierkegaard)

Distanz

1 930 km

Zeit in Bewegung

358:59 Std

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  1. ☠ R✪BIN 🥾 war wandern.

    vor 5 Tagen

    02:53
    16,9 km
    5,9 km/h
    100 m
    90 m
    Gudrun, HelgaK. und 75 anderen gefällt das.
    1. ☠ R✪BIN 🥾

      Gesucht war ein würdiger Abschluss der Urlaubszeit… eine Strecke, die in Vorausschau auf 34-35 Grad über den Tag nicht zu lang ist und definitiv viele Abschnitte am Wasser bietet. 😊Da ich in der ersten Urlaubswoche bereits den ersten Teil des ✪ Wannseewegs, Nr. 11 der ✪ 20 Grünen Hauptwege, von Griebnitzsee nach Wannsee, absolviert hatte ✪ komoot.de/tour/388115360?ref=wtd, fiel die Wahl nicht schwer, besonders da die Vervollständigung des Wannseewegs für mich auch thematisch einen runden Abschluss bildete. 😊Außerdem lockte die Strecke von Wannsee bis Grunewald vorbei am Schlachtensee und der Krummen Lanke natürlich auch hinsichtlich der angekündigten Hitze und der Möglichkeit mit einem galanten Flachköpper bis Bauchklatscher eine kleine Abkühlung in den Fluten zu ergattern 😅Der frühe Vogel fängt den Wurm – und der frühe Wanderer fotografiert ihn dabei!! Getreu dieses Mottos klingelte um 4 Uhr früh der Wecker. 😲 Zwar zweifelte ich in diesem Moment nicht nur am Motto, sondern insbesondere an meiner Zurechnungsfähigkeit… quälte mich dennoch aus der Horizontalen und bekämpfte meine geistige Umnachtung mit Massen von Kaffee, die Mediziner definitiv nicht mehr als homöopathische Dosis deklarieren konnten 😂 Die „Droge“ half jedenfalls und ich startete um 6 Uhr am Wannsee!Die ersten Kilometer vom Wannsee waren eher durchschnittlich und fielen deutlich zum tollen Abschnitt von Griebnitzsee nach Wannsee ab. Aber der Schlachtensee war ja nicht mehr weit… da wird’s herrlich!! ☺️Weit gefehlt. Herrlich wurde hier heute mal so gar nix!!😫 Der Uferweg glich einem Schlachtfeld nächtlicher Eskapaden. Ich war sprachlos. 🤐 Tonnen von leeren Flaschen, teils ganz, teils in Scherben. Essensreste, vollständige Kühlschrankinhalte und aberwitzige Massen an Müll und achtlos entledigter Kleidung säumten das Ufer oder trieben im Wasser. Mir war ehrlich gesagt übel!! 🤢 Passender Weise war es Max Liebermann, dessen wunderschöne Villa wir noch letzte Woche auf dem ersten Abschnitt des Wannseewegs passiert hatten, der einst sagte: „Ich kann gar nicht so viel fressen wie ich kotzen möchte“ 🤮 Zutreffender konnte ich es hier nicht formulieren. Ich war selten so angewidert von Rücksichtslosigkeit, offensichtlicher Ignoranz und grotesken Idiotismus.Eine Wegwerf-Gesellschaft feiert sich selbst, badet im Wohlstandsmüll und zelebriert in abscheulichster Weise ihre schamlose Respektlosigkeit gegenüber ihrer Umwelt und Mitmenschen. 🙄
      Aber bitte nicht am Freitagvormittag… da is ja „Fridays for future“… da wird aktiv oder wohlwollend zustimmend für das Klima gestreikt und gemahnt - wir haben ja nur diese eine Welt - da geht es um die Zukunft!!
      Gott sei Dank geht es da nicht um Müll oder Anstand! 😣Mir ist nun durchaus bewusst, dass solch ein hirnloses Verhalten von einigen wenigen sicher nicht als Spiegel unserer Gesellschaft dienen kann und darf. Umso erschreckender ist aber zugleich die Tatsache, dass einige wenige eben durchaus in der Lage sind, einen chaotischen Zustand zu erzeugen, der vielen anderen den schönen Ort und die Freude an der Natur versaut. 🙄An der Krummen Lanke wurde es ein wenig besser. Doch bleibt ein wenig besser als furchtbar, immer noch richtig mies…Mir war bei diesen Anblicken längst die Freude an dieser Tour vergangen. Ich hatte keine Lust auf eine Abkühlung im See, keine Lust zu fotografieren, keine Lust auf den Wannseeweg. Ab dem Grunewaldsee wurde es zwar wirklich deutlich besser, aber der Spaß wollte dennoch nicht zurückkehren. Inzwischen war es halb 9 Uhr und der Weg glich einer Hunderennstrecke… so ziemlich jeder hundeähnliche Vierbeiner der Region schien hier nun seinen zweibeinigen Haustieren Auslauf zu offerieren. 😉
      Ohne irgendwo einen „An-die-Klamotten-geknoteten-Hundekotbeutel“ kam ich mir fast nackt vor. Man war Außenseiter und ich wusste viele Blicke nicht zu deuten: war es Mitleid, dass ich mein Leben ernsthaft hundelos verbringe?!… oder doch Sorge, dass mein Hund davongelaufen sein könnte?‘ 🤣
      Meine Laune blieb bescheiden und so spulte ich den Rest eher lustlos, schnelleren Schrittes ab. Natürlich liegt es weder am Wannseeweg, noch an den wunderschönen Gewässern des Schlachtensees und der krummen Lanke, sondern am achtlosen Umgang mit unserer Natur in der Stadt, aber so sehr ich den ersten Abschnitt letzte Woche genossen habe, so abschreckend fand ich den heutigen. Und ob es nun angemessen ist oder nicht…. Genau aus „Angst“ vor solchen Touren, wollen und werden die 20 Grünen Hauptwege wohl in absehbarer Zeit keine Fortsetzung finden. 😒

      • vor 5 Tagen

  2. Mademoiselle Unterwegs, Frank Meyer und 48 anderen gefällt das.
    1. ☠ R✪BIN 🥾

      Maximale Entspannung durch minimale Aktivität 😁 – Dieses Credo hat sich in den letzten Jahren zu einem wesentlichen Bestandteil meiner Definition von Urlaub entwickelt.
      Entsprechend sind Floßtouren auf der Mecklenburgischen Seenplatte für mich inzwischen zu einem festen Ritual geworden.
      Die Maximierung von ✪ NICHTS TUN ✪ manifestiert sich in der Minimierung von Möglichkeiten:
      kein Programm – kein Strom – kein Empfang – kein Plan – keine Uhr - nur wunderbare Ruhe, fantastische Natur, herrliche Seen.
      Die Entspannung suchende Seele baumelt plan- und zeitlos in der Hängematte, vergisst welcher Tag so ist, interessiert sich nur für das Hier und Jetzt und ignoriert, dass die Zeit rennt und die Erde sich dreht. 🙃🚫⌚🌎📵
      Doch irgendwann fordert der Kopf dann doch die Bewegung des Körpers.
      An diesem wunderschönen sehr frühen Morgen wäre ein 🌞 Sonnengruß 🧘‍♂‍ auf dem Dach des Floßes durchaus gerechtfertigt gewesen… da ich aber zu JEDER Tageszeit Turnübungen 🤸‍♂‍ dieser Art entschieden ablehne, bin ich lieber über Bord gehüpft und wandern gegangen. 😆
      Vom ✪ Großen Pälitzsee ging es auf eine wirklich schöne Tour entlang von ✪ Kleiner Pälitzsee ✪ Tietzowsee ✪ Schlabornsee und ✪ Zechlinerhütte ✪ Bikowsee ✪ Großer Kesselsee und ✪ Kampersee, die allesamt so freundlich waren, mir einen Blick auf ihre Wasserflächen zu gewähren. Der überwiegende Teil der Strecke verlief durch lichte Wälder mit beeindruckenden, morgendlichen Lichtverhältnissen. Dazu ein zappelfreier Schwarzspecht, den man gut ablichten konnte; herrlich grüne Wege, die man ein wenig suchen musste; zwei leuchtend gelbe Pirole, die zu schnell für die Kamera waren und unerhört sandige Wege, die man nicht finden wollte… 😂Der Mix aus Sonnencreme und Insektenspray in Kombination mit den staubigen Wegesabschnitten verlieh mir zusehends einen deutlich dunkleren Teint als gewohnt. Ich fühlte mich gut paniert und fragte mich ob diese Panade vielleicht sogar als Rüstung gegen Mückenstiche dienen könnte?! 🤔
      Oder auch gegen Erdwespen… ??? 😫… An deren Nest am Wegesrand bin ich nämlich vorbeigelaufen… und anscheinend schlecht gelaunt mobilisierten sie zugleich alle Truppen und schwärmten aus… Ich verfiel umgehend in einen kurzen Sprint – der Usain Bolt des Waldes… 🤣… 5 bis 7 mal so langsam…aber 100 Meter waren es bestimmt! Naja… um die Wespen abzuschütteln hat es zum Glück gereicht.
      Zeit war heute auch hier dennoch nicht existent.
      Die Kilometer vergingen fliegend auf dieser schönen Strecke – leicht, unbeschwert, frei von jeglichen menschlichen Begegnungen und Hektik – einfach irgendwie zeitlos.
      Ich dachte zurück an den Sonnengruß – HA!! Das hier ist ✪ gewandertes Yoga!!! 😜 Welch schöne Tour!
      Wäre da nur nicht die immer höher steigende Sonne gewesen, die so langsam eine brennende Leidenschaft entwickelte. Ich betrachtete erneut meine Panade… es wurde langsam auch noch ölig und damit wurde ich also nicht gebraten, gegrillt oder gebacken… ich frittierte langsam vor mich hin 😅
      Ich hatte Hunger – doch als Schnitzel wollte ich nicht enden!!
      Daher war ich wirklich froh, das Floß zu sehen und sprang in den See um den Garprozess zu stoppen. 😊
      Zurück zum ✪ Maximalen Minimalismus für Körper und Geist! 🤩 die Hängematte wartete auf mich – aber total unverbindlich und zeitlos!

      • vor 6 Tagen

  3. ☠ R✪BIN 🥾 war wandern.

    13. Juni 2021

    Lucy Lu, Gudrun und 63 anderen gefällt das.
    1. ☠ R✪BIN 🥾

      Beim Theodor da piept es wohl 😖
      Der Fontane hat doch echt nen Vogel!!
      Bevor man mir nun eine gewisse Despektierlichkeit gegenüber Fontane vorwirft, auf dessen Spuren ich heute auf der Rundtour um Meseberg und Lindow unterwegs war, bitte ich um Betrachtung des Bild Nr. 1.
      Nicht mir fehlte hier der nötige Respekt, sondern einem frechen Gartenrotschwanz der auf dem erhabenen Haupt des überaus geschätzten Literaten thronte! 😲
      Nachdem uns gestern eine kleine Zeitreise um die Seen bei Rheinsberg geführt hatte ✪ komoot.de/tour/390760667?ref=wtd ✪ und Kurt Tucholsky mich quasi aufforderte, mich mit dem Schloss Rheinberg zu beschäftigen 🧐, hatte ich mir für heute fest vorgenommen keine Geschichte zu erzählen. Entsprechend unvorbereitet dackelte ich los, um keine 300 Meter später meine Vorsätze sofort wieder über den Haufen zu werfen. Der Anblick des Portals des Schloss Meseberg faszinierte mich zu sehr, als dass ich dieses nun geschichtlich links liegen lassen konnte… 😆 Immerhin hatte Fontane es als ✪ Zauberschloss gepriesen.Also… Heinrich von Preußen bastelte ja seit 1744 an der Gestaltung des Schloss Rheinsberg… Dat war echt Arbeit. Deswegen gönnte Heinrich sich mit Major von Kaphengst einen Adjutanten der ihm tatkräftig unter die Arme griff und dessen „Jugend und Schönheit“ ihm auch recht gefiel. Das wiederum machte den Alten Fritz, seinem Brüderlein auf dem preußischen Thron, nicht so richtig happy 😅 und daher kaufte Heinrich 1774 Gut Meseberg und schenkte es seinem Lover… Aus den Augen – aus dem Sinn per königlichem Dekret…Kaphengst erweiterte die Anlage um Marstall und ein kleines Schlosstheater, begann den Park umzugestalten und lebte bis zu seinem Tod 1800 dort in Saus und Braus. Die Rechnungen schickte er Heinrich 😂 - der hatte immerhin eine Wendeltreppe zwischen der Schlafkammer des Hausherrn und seinem Gästezimmer bekommen. Und das war auch gut so!! 😃Ab 1885 erlebte das Schloss dann eine kulturelle Blüte. Carl Robert Lessing, Großneffe des Dichters Gotthold Ephraim Lessing kaufte das Anwesen und so kam der Geist klassisch aufgeklärter Bildung nach Meseberg. Darunter eben auch Theodor Fontane, dem sogleich der Meseberger „Dorfklatsch“ 😲 um den Ehebruch der Baronin Elisabeth von Ardenne die Vorlage zu ✪ Effi Briest lieferte. Seit 2007 wird das denkmalgerecht restaurierte Schloss als Gästehaus der Bundesregierung und für Veranstaltungen und Konferenzen genutzt…Zurück zur Wanderung 😃Es war letztlich eine wunderschöne Tour, in der herrlichen, leicht hügeligen und seenreichen Landschaft entlang von ✪ Huwenowsee ✪ Kleiner- und ✪ Großer Dölchsee ✪ Kirchsee ✪ Wutzsee und ✪ Gudelacksee.
      Neben der abwechslungsreichen Landschaft mit Wasser, Wald und Wiesen war auch das Kloster in Lindow (Mark) besonders schön.
      Also fast überall war die Tour schön 😜 Der schmale Weg am Nordufer des kleinen Dölchsee gleicht abschnittsweise inzwischen einem Dschungelpfad 🙄 Der Einsatz einer Machete wäre durchaus angemessen und hilfreich gewesen… Ich dachte kurz an mein Taschenmesser… verwarf den Gedanken aufgrund übertriebener Lächerlichkeit und kämpfte mich ohne Hilfsmittel durch die störrische Botanik 😂Ebenfalls etwas nervig war heute ein konstanter Wind. Ein friesisch-herber Hopfenkaltschale-Hersteller fragte mal in einer Werbung: „Wenn du den Wind gemacht hättest, hättest Du ihn lau gemacht?“
      Wenn ich den Wind gemacht hätte, hätte ich ihn weggelassen!!! 😖 Zum Glück hat mich aber keiner gefragt! Außerdem hatte es auch etwas Gutes… Es gibt eine Spezies die den Wind noch viel "doofer" findet, als ich es tue: MÜCKEN! 😁
      Auch fotografisch war es heute durchaus ein Erlebnis, das man wohl guten Gewissens als „Vogelwild“ bezeichnen darf. Zumindest flatterte mir heute wirklich etliches vor die Linse… Besonders über das erstmalige Ablichten des ✪ Bluthänflings habe ich mich richtig gefreut. 😊
      Ebenso wie über das entspannte Fotografieren der Weinbergschnecke… Wenn man wie ich auch heute wieder mit nem Ruhepuls von 180 schwer genervt gefiederte Flipperkugeln wie Rotkehlchen und Zaunkönig verfolgt, dann kommt das Ablichten einer Schnecke absolut einem meditativen Blutdruckyoga gleich 😂. Zumindest war ich guter Dinge, dass die Schnecke mir nicht unvermittelt aus dem Bild hüpft!!

      • 13. Juni 2021

  4. ☠ R✪BIN 🥾 und Fiete waren wandern.

    12. Juni 2021

    Fiete, Victoria ☀️ 🦋 🌻 und 63 anderen gefällt das.
    1. ☠ R✪BIN 🥾

      Am regnerischen Samstagvormittag besuchten ✪ Fiete und ich das sehr schöne ✪ Kurt-Tucholsky-Literaturmuseum in Rheinsberg und fühlten uns davon recht inspiriert. Nachdem wir am vergangenen Mittwoch eine kleinen Zeitreise in das Jahr 1812 unternommen hatten, um uns anzuschauen was Schinkel und Lenné in Potsdam und Glienicke so trieben… ✪ komoot.de/tour/388115360?ref=wtd ✪ stellten wir unsere Zeitreisemaschine also an diesem Nachmittag auf das Jahr 1912 ein. Die schwer verliebten Claire und Wölfchen machten einen Ausflug und fuhren mit dem Zug ins ländliche Rheinsberg, um ihrem monotonen Berliner Alltag zu entfliehen. Sodom und Gomorra 😲 – nicht mal verheiratet waren sie – und damit dieser unziemliche und damit ziemlich skandalöse Tatbestand unentdeckt bleibt, kaschieren sie listig ihre lockere, unschuldige und unverbindliche Liebe vor der Prüderie des wilhelminischen Bürgertums und verwenden frech und fröhlich den Decknamen „Ehepaar Gambetta“ 😆Durchaus ironisch geben sie sich also den unschuldigen touristischen Vergnügungen hin, besichtigen Schloss Rheinsberg und die umliegenden Seen, bewundern die ihnen als „Großstadtmenschen“ völlig fremde unberührte Natur.
      Nach 3 Tagen kehren sie zurück „in die große Stadt, in der es wieder Mühen für sie gab, graue Tage und sehnsüchtige Telefongespräche, verschwiegene Nachmittage, Arbeit und das ganze Glück ihrer großen Liebe.“ 😅
      Ob dieser Ausflug wirklich stattgefunden hat, ob es sich bei Wölfchen und Claire eigentlich um Kurt Tucholsky und seine Freundin und späteren Ehefrau Else Weil handelt, ist nicht abschließend bewiesen… 😆… Fakt ist aber, dass Tucholsky mit seinem Werk ✪ „Rheinsberg: Ein Bilderbuch für Verliebte“ 1912 an das Licht der literarischen Öffentlichkeit gelangte und damit auch Rheinsberg noch ein wenig bekannter wurde, wie es schon durch die Erwähnung in den ✪ „Wanderungen durch die Mark Brandenburg“ von Theodor Fontane geschehen war. Das war nun also Inspiration genug, um uns ziemlich „ziemlich“ und ziemlich verheiratet auf Tucholskys Spuren zu begeben und eine ausgedehnte Tour mit 7 Seen durch die „unberührte Natur“ um Rheinberg zu unternehmen 😉Das Wetter am Nachmittag begab sich ebenfalls auf Tucholskys Spuren… etwas ironisch wollte es sich partout nicht auf eine dauerhafte Liaison mit Sonne oder Wolken einlassen und blieb über die gesamte Strecke entsprechend ziemlich unziemlich unverbindlich 🙄 Selbst vor einer kurzen Liebschaft mit dem Platzregen machte es nicht halt.Vom Strandbad Rheinsberg am ✪ Grienericksee ging es zunächst Richtung Norden durch das Hafendorf Rheinsberg, vorbei am ✪ Rheinberger See und dem kleinen ✪ Mehlitzsee, der allerdings versteckt blieb und vom Weg nicht zu sehen war. Hier wollten wir eigentlich links abbiegen, doch ein Blick auf die Karte, die Aussicht auf einen weiteren See und letztlich das am Vormittag gelesene, wunderbare Tucholsky-Zitat: „Umwege erweitern die Ortskenntnis“ wollte ich in diesem Fall doch ganz wörtlich verstehen. Entsprechend folgten wir dem Weg Richtung Zechlinerhütte bis zum ✪ Schlabornsee. Von dort kehrten wir um und entlang des ✪ Hüttensees, des ✪ Sabinensees und des ✪ Großen Pätschsees ging es bis zum Schloss Rheinsberg. Hier war wieder etwas Zeit für Geschichte und gleichermaßen auch die Verbindung zu unserer letzten Zeitreise. Denn auch das Schloss Rheinsberg und sein Schlossgarten sind Zeugnisse einer vollendeten Architektur- und Gartenkunst in Preußen und gehören seit 1990 zu großen Teilen zum UNESCO Welterbe. Zwar hatten in Rheinsberg weder Schinkel noch Lenné ihre Finger im Spiel, doch war das Schloss das erste Bauwerk und Musterbeispiel des sogenannten „Friderizianischen Rokokos“ und zugleich Vorbild für Schloss Sanssouci. Denn als Friedrich der Große noch nicht so groß war 😜, zog er 1736 im Schloss Rheinsberg ein und lies dort bis 1740 ordentlich werkeln, ausbauen und erweitern und übte hier also entsprechend schon mal für seine spätere Lieblingsresidenz „Sanssouci“ in Potsdam. 😁 Dann krabbelte der Alte Fritz aber auf den preußischen Thron, schenkte die Bude samt Garten seinem Bruder Heinrich, der fast ein halbes Jahrhundert lang nochmals ordentlich umbauen und vor allem den Park anständig umpflügen und erweitern ließ. Musenhof, Feldsteingrotte, Heckentheater, Erdterrassen mit Obelisk und einzigartige Perspektivallee. Durch Friedrich und Heinrich entstand mit der Gesamtanlage Schloss Rheinsberg ein eindrucksvoller Spiegel der Umbrüche des 18. Jahrhunderts, ausgedrückt in der sich wandelnde Gartenkunst vom Spätbarock/Rokoko zum Klassizismus. 🤩Am Ende waren es Künstler wie Adolph Menzel, Theodor Fontane und Kurt Tucholsky die mit Ihren Werken den Mythos des inspirierenden Musenhofes des Schlosses unsterblich machten und der kleinen barocken Residenzstadt Rheinsberg zu etwas mehr Bekanntheit verhalfen.Schluss mit Schloss 😆
      Kurze Zeit später schloss sich auch für uns der Kreis unserer Rundtour - Es war Schluss.
      Zum Glück haben wir Urlaub und damit noch mehr als 3 Tage bevor wir zurück in die große Stadt müssen, mit den ganzen Mühen, grauen Tagen und der Arbeit. 😜

      • 12. Juni 2021

  5. ☠ R✪BIN 🥾 und Fiete waren wandern.

    9. Juni 2021

    1. ☠ R✪BIN 🥾

      Eine Hommage in Wegegestalt…Wir machen mal ne kleine Zeitreise…
      Wir schreiben das Jahr 1812. Von Preußens Glanz und Gloria konnte noch lange keine Rede sein.
      Ein kleiner Korse namens Napoleon Bonaparte war ordentlich auf Krawall gebürstet, hatte sich 1804 kurzerhand zum Kaiser der Franzosen gekrönt und verwüstete seitdem wenig humorlos den europäischen Kontinent. 🙄Aber wie das halt immer so ist, wenn man den Hals nicht voll bekommt… der kleine Mann, von Größenwahn getrieben, machte sich auf zum Russlandfeldzug und scheiterte dort verheerend und „eiskalt“ im wahrsten Sinne des Wortes. Doch anstatt nun die Hand mal entspannt in der Jacke zu lassen… mobilisierte der leidenschaftliche Zweispitzträger erneut die Truppen um letztlich in der Völkerschlacht bei Leipzig endgültig auf die Mütze zu bekommen. 🥴
      Napoleon musste also den Hut nehmen, wurde auf die Insel Elba gejagt, fand’s dort doof… mimte nochmal 100 Tage den großen Zampano, um dann in Waterloo nu endgültig sein eigenes zu erleben 😜
      So… und was hat das nun mit ner gewanderten Hommage zu tun?!? 🤔Wir waren wieder in die Gegenwart zurückgekehrt. Mit Verpflegung, Sonnenspray und ✪ Fiete im Gepäck begann unsere Wanderung heute am frühen Morgen um halb 7 Uhr an der S-Bahnstation Griebnitzsee und führte uns auf dem 1. Abschnitt des ✪ Wannseewegs - einem der ✪ 20 grünen Hauptwege - vorbei am Schloss und Park Babelsberg, dem Jagdschloss Glienicke, dem Schloss Glienicke und dem Glienicker Park sowie der Pfaueninsel bis zur S-Bahnstation Wannsee.Durch die Napoleonischen Kriege waren die Berliner und Potsdamer Schlösser und Parkanlagen in einem verwahrlosten Zustand. Zumindest glänzte da mal so überhaupt gar nix mehr!! Zu dieser Zeit bewarb sich ein gewisser ✪ Peter Joseph Lenné an den preußischen Hof und von 1816 an sollte er fast ein halbes Jahrhundert die Gartenkunst in Preußen prägen. Ebenso wie ein anderer Baumeister seiner Zeit die Architektur: ✪ Karl Friedrich Schinkel. Im Zuge der Umgestaltung des Parks Glienicke trafen Lenné und Schinkel erstmals aufeinander… und so wie es aus heutiger Sicht aussieht, „funkte“ es wohl ordentlich 😜, denn es sollte der Anfang zahlreicher, enger Zusammenarbeiten mit einzigartigen, südlich anmutenden Architektur- und Gartenlandschaften werden.Und während diese wunderschöne Strecke für mich also eine beeindruckende Hommage an die Baukunst Preußens im 19. Jahrhundert ist, ein Stück Zeitgeschichte und Erinnerung an das gemeinschaftliche Schaffen von Karl Friedrich Schinkel und Peter Joseph Lenné, so war es für Fiete eine „Om(m)age“ 😉… schließlich hat ihre Potsdamer Oma sie regelmäßig auf die Pfaueninsel und durch Park Glienicke gezerrt, geködert mit leckerem Picknick und abendlichen Eierkuchengefutter 😁… und diese Belohnungstaktik war schwer erfolgreich… Fiete studierte dann in Potsdam… ob ausschließlich Omas Eierkuchen wegen, ist nicht bewiesen…Für uns beide gleichermaßen war es aber eine richtig schöne Tour. Ob Architektur oder Eierkuchen is ja letztlich völlig egal… und sieht sogar manchmal recht ähnlich aus 😂 Der Wannseeweg entlang des Teltowkanals, des Jungfernsees, durch den Düppeler Forst mit Blick auf die Havel, ebenso wie der letzte Abschnitt am Wannsee mit dem Haus der Wannseekonferenz und der Villa Liebermann ist einfach eine fantastische Strecke durch eine wirklich schöne Landschaft. Wandern in der Stadt ist nicht gerade meine Leidenschaft… entsprechend zurückhaltend präsentiert sich mein Interesse an den ✪ 20 grünen Hauptwegen… zumindest dahingehend, sie vollständig zu absolvieren.
      Der Abschnitt heute allerdings... Film ab... war richtig großes Kino 😁

      • 9. Juni 2021

  6. ☠ R✪BIN 🥾 war wandern.

    6. Juni 2021

    Sebastian Schmelzer, Gudrun und 61 anderen gefällt das.
    1. ☠ R✪BIN 🥾

      Das Ende naht!!
      Stehenbleiben verboten!!!
      Ich war nur noch schlappe 55 Kilometer von Mescherin, dem Endpunkt des Märkischen Landwegs, entfernt, als ich heute früh um 7 Uhr die ersten Schritte der 9. und vorletzten Etappe lief.
      Nachdem selbst herrlichstes Wetter und strahlender Sonnenschein es nicht vermochten, mir Schwedt als schönen Ort zu präsentieren 😂… musste ich die ersten Meter etwas schneller laufen, um noch etwas von der fantastischen morgendlichen Stimmung abzubekommen.
      Der Morgen ist so eine wunderbare Zeit…
      Der Morgen macht die Welt gleich nochmal schöner!! Ok… zwar nicht in Schwedt, aber gleich danach 😜
      Nach etwa 2,5 Kilometern nutzte ich eine am Waldrand stehende Bank für einen ersten Tauschhandel mit meinem Rucksack. Ich überlies ihm meinen schon jetzt viel zu warmen Pullover und schüttete schon mal einen halben Liter Flüssigkeit in mich rein.
      Erschrocken fühlte ich mich erstmals „dem Ende nah“… Nicht dem der Etappe, und auch noch nicht meinem, aber dem meines Insektensprays! Ich stand inmitten einer Mückenwolke, und nachdem ich sprühend meine Verteidigungsanlagen errichtet hatte, schüttelte ich ängstlich die Flasche…: Wenn die blutsaugenden Invasoren weiter in dieser Truppenstärke attackieren, wird die Munition nicht mal für den halben Weg reichen 😲😖 Also: stehenbleiben verboten! 🚫
      Ansonsten war bis hierher sogar der Weg durch Schwedt recht passabel. Es ging überwiegend durch Einfamilienhaussiedlungen und Gärten, die am frühen Morgen motorisch und akustisch fest in der Hand von krawall-affinen, musizierenden Spatzenscharen waren. Wat ne Randale… da läuft jedes Konzert einer Punk-Rock-Kapelle gesitteter ab 😂Der Abschnitt durch die Wiesen entlang der Welse war dann wirklich grandios. Nur brannte mir die Sonne inzwischen ordentlich auf den Pelz und grillte mich zusehends … bis auf ein letztes T-Shirt hatte ich nun sämtliche Oberteile meinem Rucksack übergeben… bei aller Hitze stand aber fest… schon aus Gründen des Schutzes des Landschaftsbildes… dabei bleibt es auch bis zum Ende der Tour!! 🤣 glücklicherweise verriet mir ein Blick auf die Karte… Wald in Sicht!!! Sehr gut! Ich nehm‘ sogar Kiefern!! Los! Los!! Los!!!Der Waldweg verschaffte wie erhofft etwas Sonnenschutz und Abkühlung. Dennoch sollte dieser 5 Kilometer lange Abschnitt bis Groß Pinnow eher eine Strapaze werden. Erstens waren Weg und Wald nun nicht gerade eine landschaftliche Offenbarung, und zweitens hatten die Mücken sich hier zur Großoffensive gesammelt und waren augenscheinlich auch noch zahllose Bündnisse mit allem fliegenden und krabbelnden Getier, das ordentlich stechen und beißen kann, eingegangen… 😖🙄Offiziell hatte ich auf Höhe von Groß Pinnow, nach etwa 18 km, das Etappenziel erreicht. Allerdings hatte ich bereits weit im Vorfeld dieser Tour entschieden, ab hier gegen den Landweg aufzubegehren und in trotziger Rebellionshaltung einfach rechts abzubiegen und weiter zu gehen!! Durchs untere Odertal ohne die Oder zu sehen?!? Veto! Protest!! Skandal!!! Nicht mit mir!Wie bereits auf Etappe 8 wollte und konnte ich der Oder diese Ungerechtigkeit nicht zumuten. Ich fühlte mich fast etwas verwegen… der Che Guevara des Odertals… 🤔… gut… der hat nu mit der Uckermark nix am Hut… und eine marxistische Revolution schien mir auch nicht erforderlich und angemessen… aber Che Guevara hat Reisetagebücher geschrieben, die zweifelsfrei literarische Qualität hatten… meine Gedanken schweiften zusehends ab… und bevor ich noch einen vollständigen „Kopfsalat“ ernten muss, entschied ich also ohne weitere Gedanken an Rebellion und kubanische Revolutionäre einfach die Landschaft zu genießen und marschierte Richtung Oder.Den gedanklichen Reset wollte ich aber erstmal ausnutzen. Keine Mückengeschwader in Sicht! Zeit für eine Pause… Zeit zur Reflexion! Ich versuchte alles um zu reflektieren… musste mich aber den biologischen und physikalischen Gesetzmäßigkeiten unterwerfen. Ich absorbierte, und zwar jeden einzelnen verdammt warmen Sonnenstrahl 😂
      In der Konsequenz dessen schwand gleichermaßen mein Flüssigkeitsvorrat überproportional zur verbleibenden Strecke! Das Ende nahte erneut!!
      Ich wagte eine Kompensation und versuchte den Mangel mit Schokoriegeln auszugleichen… immerhin war deren Konsistenz inzwischen nahezu flüssig 😜
      Ich entschied, auch hier gilt:
      Stehen- (bzw. Sitzen-) bleiben verboten. In der Sonne zu dünsten bringt mich dem Ziel keinen Schritt näher und mein Garpunkt war eh längst überschritten… ab jetzt wird’s nur noch zäh… 😂
      Wenn mein Arsenal (an Mückenspray und Flüssigkeiten) nicht eh schon fast vollständig aufgebraucht gewesen wäre… der Anblick der Oder hätte mich spätestens vollständig entwaffnet! Das ist so wunderschön! Ich war mal wieder sprachlos… absolut hin und weg! Entsprechend fröhlich (aber auch langsam ganz schön „durch“) ging es auf den letzten Kilometern entlang der Oder bis zum Ziel nach Gartz. Die für den Nachmittag prophezeiten Wolken fehlten teilweise unentschuldigt, und ich fühlte mich inzwischen wie ein Grillhähnchen!! Der einzige Unterschied war, dass ich mich noch vorwärtsbewegte, und nicht am Spieß um die eigene Achse rotierte 😜Fazit: gestochen, gegrillt, gebissen und gedünstet, und dennoch war auch dieses Teilstück des Märkischen Landwegs wieder eine wunderschöne Tour durch die herrliche Uckermark mit ordentlich Getier vor der Linse 😁 Dabei auch etliche gefiederte Ersterscheinungen im Fotoalbum… Besonders schön fand ich Braunkehlchen und Schwarzkehlchen… aber wenn man zum Triple mal ein Rotes braucht… 😣P.S. Letze Woche hatte Fiete ja auf etwas subtile Art bemängelt, meine Bilder würden die kleinen Wesen nicht ausreichend würdigen!!
      Ha. Nicht subtil genug!!! Sogar ich habe es verstanden! 😂 In diesem Sinne bitte schön Frau Fiete…!! Hornisse, Libelle, Käfer und Schmetterling!!

      • 6. Juni 2021

  7. ☠ R✪BIN 🥾 und 2 andere waren wandern.

    30. Mai 2021

    Fiete, Sam und 90 anderen gefällt das.
    1. ☠ R✪BIN 🥾

      Fifty Shades of Grün!🍃Fifty Weeks und ein bisschen – oder einfacher gesagt…
      n gutes Jahr ist es her, dass ich mit ✪ Fiete erstmals durchs Briesetal gewandert bin. Diese damalige Tour war für uns hochgradig überraschend. Wir standen etwas sprachlos am Rand der im Wasser stehenden Bäume und konnten nicht so recht glauben in Brandenburg zu sein… Urwald… Everglades… Regenwald – ja - alles denkbar! Aber Brandenburg?? Also quasi direkt vor der Haustür – NIEMALS!!! 😲
      Entsprechend betätigte ich mich heute mit ✪ Fiete und ✪ CK als Wiederholungstäter um zu schauen, ob seit letztem Jahr auch nichts verloren gegangen ist… 😉… Schien aber noch recht vollständig!Das Briesetal ist mit dem naturbelassenen Oberlauf der Briese durch die Erlenbruchwälder und Niedermoorwiesen eine total faszinierende und artenreiche Landschaft. Auch heute wirkte es wieder idyllisch, etwas märchenhaft und zugleich auch irgendwie bizarr. Und nach der gestrigen „Abenteuerrunde“ durch die Märkische Schweiz, war ich heute froh und gespannt über ein paar entspannte Kilometer auf entspannten Wegen in entspannter und bester Begleitung… Besonders am frühen Morgen, wo diese grandiose Landschaft durch den unverhüllten Sonnenschein von einem fast unwirklich schönen Licht durchdrungen wurde, konnte man sehen wie „bunt“ die Natur sein kann… Zugegeben… man muss in der Definition von „bunt“ zulassen, dass es nicht ausschließlich um alle erdenklich verschiedenen Farben dieser Welt geht, sondern dass eben auch 50 oder mehr Varianten von Grün am Ende ein „knallebuntes“ Bild ergeben… Und das war heute definitiv der Fall! Das „bunte“ Briesetal war ein wahrer Hochgenuss 😁 Auch bietet das Briesetal einen vielfältigen Lebensraum für Flora und Fauna.
      Besonders letztere konnte man heute wieder eindrucksvoll und „entenlastig“ erleben… 😛… Nach meiner heutigen Definition von „bunt“ verweigerte ich allerdings dem Buntspecht das Foto… wenn man den grünen Kollegen mal braucht, ist er natürlich unpässlich!!! 🙄 Beim Hausrotschwanz auf Beutezug, der mir in meiner Sammlung noch fehlte, war ich da deutlich inkonsequenter und ließ den farblichen Fauxpas still und heimlich durchgehen!! Favorit in dieser Kategorie bleibt für heute aber der Erpel beim Frühsport 🤣
      Apropos Fauna… Der menschlichen Spezies zugehörig sollte man meinen, in Brandenburg eher wenig Fressfeinden zu begegnen… Säbelzahntiger sind ausgestorben und Braunbären sind ja eher selten in unseren Gefilden. 😅
      In einigen Bereichen hatte man dennoch ordentlich mit Raubtieren zu kämpfen… Zumindest verbot es sich länger als 3 Sekunden stehenzubleiben, wenn man nicht den gigantische Mückenschwärmen (die Blutsauger sind irgendwie auch riesig groß in diesem Jahr) zum Opfer fallen wollte.
      Naja… einen gefühlten Liter Insektenspray später wurde man zusehends unappetitlich und so war diese Tour heute in jeglicher Hinsicht ein grandioses und buntes Erlebnis! 🤩

      • 30. Mai 2021

  8. Gudrun, anne und 94 anderen gefällt das.
    1. ☠ R✪BIN 🥾

      Von Kapitulation, Abenteuer, Klettern und Genuss…Die ganze Woche verfolgte mich meine hartnäckige Wanderlust… die nach einer „schönen“ Tour verlangte…Das wechselhafte Wetter ließ mich zweifeln, doch die Wanderlust gab nicht auf…
      „Du hast doch ne gute Regenjacke – jetzt hab dich mal nicht so – Das wird schon gut gehen…“ 😎
      Ich kapitulierte. Ich liebäugelte schon länger mit einer weiteren Tour durch die ✪ Märkische Schweiz mit dem Ziel mir das ✪ Naturschutzgebiet Stobbertal anzuschauen. So weit so gut… doch dann erblickte ich am Donnerstag ✪ Suse’s tolle Wanderung in dieser Gegend 😲 … komoot.de/tour/376804533?ref=wtdUmgehend meldete sich die Abenteuerlust:
      „Da gibt’s ne ✪ Wolfsschlucht… und die schwer zugängliche ✪ Silberkehle… da müssen wir hin…“ 😁
      Ich wollte widersprechen, doch die Abenteuerlust legte nach:
      „Du hast doch gute Wanderschuhe – jetzt hab dich mal nicht so – Das wird schon gut gehen…“ 😎
      Ich kapitulierte erneut und verlängerte die geplante Tour. 🙄Von Buckow aus ging es zunächst entlang des Weißen Sees und durch den Schlossgarten mit dem Griepensee bis zur Stobber. Von dort vorbei an Töpfergraben, kleinen und großen Tornowsee, auf den Poetensteig bis ich am Anfang der Silberkehle stand.Ich blickte etwas irritiert… beeindruckender Anblick… aber wo ist denn der Wanderweg?? 😲 Direkt vor mir lag ein riesiger Baum quer… zu wenig Platz um unterdurch zu kriechen und die Oberkante reichte mir deutlich über die Hüfte… Coronabedingt weiß ich nicht, wann ich das letzte Mal Bouldern war…? das ist ewig her… ich dachte an Wander- und Abenteuerlust… „Jetzt hab dich mal nicht so… das wird schon gut gehen…“ 😛 Was soll’s… also klettern… 😅 Die Entwicklung liegt in der Natur des Menschen. So auch bei mir… Alle paar Meter steht man vor der Entscheidung… unter den Bäumen durch? Oder oben drüber? 😖 Nach dem 2. Baum revidierte ich: „Das wird schon gehen“…von gut war hier keine Rede mehr… gefolgt von „Wie soll n das gehen?“… zu „Das geht hier gar nicht!!“ bis schließlich „Ich geh nach Hause!!“ Am Ende der Silberkehle frohlockte die Abenteuerlust… und auch ich war durchaus angetan… Was für ein geiler Weg! Hammer! 😁 Wer sich das antun/genießen möchte… Bild 28/29 … da bekommt man ne grobe Idee dieses „Parcours“.Kurz vor dem Gipfel des Dachsberg passierte ich den „Teufelsstein“… der Sage nach nutzten die Bauern diesen zum Kartenspiel… wagten ein Spielchen mit dem Teufel… und luchsten ihm mit großer Gerissenheit ein Goldstück nach dem anderen ab, bis Luzifer völlig pleite und stinkesauer unter großem Getöse und Gezeter zurück in die Hölle entschwand. Allerdings verlangte das teuflische Gemüt natürlich noch nach etwas Randale und so ging ein Blitz nieder und spaltete den schönen Kartenspielstein in zwei Teile! 👿
      Herrje… hier geht’s ja zu… und gleich geht’s in die Wolfsschlucht…😲
      Was auch kommt… den Teufel mal ich hier lieber nicht an die Wand.
      Im Gegensatz zur Silberkehle war die Wolfsschlucht allerdings absolut harmlos… Die umgestürzten Bäume lagen wie Mikadostäbe über dem Weg und bildeten eine faszinierende Kulisse. Allerdings konnte man bestens drunterdurch laufen… Und nun ging es auch endlich ins Stobbertal, dem eigentlichen Ziel der Tour… und ab hier gab es nur noch Freude, nichts Teuflisches… sondern eine wunderschöne Landschaft. Entsprechend darf man die folgenden Kilometer wohl durchaus als „Genusswanderung“ betiteln… Ein herrlicher Weg durch das Naturschutzgegiet mit vielen idyllischen Blicken auf die Stobber und ihr beruhigendes Wasserrauschen… Hier gab es also auch noch was Schönes auf die Ohren! 😊Im Anschluss folgte das Naturschutzgebiet Klobichsee… auch schön… wenngleich es nicht mit dem Stobbertal mithalten kann. Vielleicht war meine Wahrnehmung hier auch schon ein wenig getrübt… abenteuerliches Geturne und über 300 Höhenmeter hatten so langsam ihre Spuren hinterlassen und meine Aufmerksamkeitsspanne glich wohl inzwischen der Sprintfähigkeit eines Faultiers 😁Also…großartige und abenteuerliche Tour, die super viel Spaß gemacht hat…Und als Bonus posierten mit Zwergschnäpper, Neuntöter, Grauschnäpper und Waldlaubsänger gleich vier neue gefiedederte Fotomodelle vor meiner Kamera…😁... ebenso wie ein flüchtiger
      Punk-Rock-Specht 😂

      • 29. Mai 2021

  9. Frank Meyer und 31 andere haben eine Wanderung geplant.

    26. Mai 2021

    Jan Verbücheln 🤠, ☠ R✪BIN 🥾 und 69 anderen gefällt das.
    1. Frank Meyer

      Liebe Wanderfreunde,Nach vielen lokalen Staffelwanderungen innerhalb des letzten Jahres verteilt über ganz Deutschland geht es nun auf knapp 3500 Kilometern und 160 Etappen quer durch Deutschland.In unserem siebenköpfigen Orga-Team haben wir die Streckenabschnitte so zusammengestellt, dass ihr sie möglichst bequem auch per ÖPNV-Anbindung erreichen könnt.Dabei starten wir am nördlichsten Punkt Deutschlands auf Sylt und wandern durch die Müritz, den Spreewald, das Erzgebirge, die Rhön und durch den nördlichen Schwarzwald bis in das Allgäu nach Oberstdorf, zum südlichsten Punkt Deutschlands.Ich selbst kümmere mich dabei um die Organisation der Etappen im Nordosten zwischen Waren/Müritz und Bad Muskau.Die zentralen Informationen für die deutschlandweite Staffel findet ihr hier:
      komoot.de/tour/381093527
      In der Collection der Etappen findet ihr die genauen Start- und Zielpunkte sowie unsere unverbindlichen Streckenvorschläge: komoot.de/collection/1181370/-mitwandern-2021-an-3-tagen-gemeinsam-durch-deutschland -----Ihr habt dabei die freie Wahl, ob ihr am 16.7., am 17.7. oder am 18.7. eure Tour absolviert.Folgende Regeln gelten für euch als Teilnehmer:
      - bitte tragt euch verbindlich ein und seid euch klar darüber, dass die gesamte Aktion nur gelingt, wenn alle Teilnehmer ihre Wanderzusage einhalten
      - Start- und Endpunkt müssen zwingend der Vorgabe entsprechen, die Strecke kann nach Belieben abweichen
      - in welche Richtung (A-B, B-A) ihr wandert, ist egal
      - euer komoot-Profil darf nicht auf "privat" gestellt sein, da jede Tour öffentlich zu sehen sein muss
      - bitte folgt dem Account "MitWandern 2021" (komoot.de/user/staffel), nach Absolvieren eurer Etappe markiert ihr einfach den Account als Teilnehmer, damit wir die Collection ergänzen können
      - um uns das Sortieren in der Collection in die richtige Reihenfolge zu erleichtern, schreibt bitte die Etappen-Nummer vorne in den Titel eurer Tour (nach dem Event könnt ihr das natürlich ändern)
      Zur Vergabe der Etappen haben wir Doodle-Umfragen erstellt. Für die Anmeldung zu den Etappen in meinem Abschnitt in der Region Nordost benutzt bitte folgenden Link:E030 - E052:
      doodle.com/poll/vq32te4c3g3uywum
      Hier ein PDF mit weiteren Angaben zu der ÖPNV-Verbindung und Empfehlungen rund um die Etappen:
      wandern-berlin-brandenburg.de/downloads/etappen_staffel_nordost.pdf
      Hier auch die vorgeschlagenen Streckenverläufe, die sich aus meinem Havelprojekt mit Cornell sowie meiner Wanderung auf dem E10 zusammensetzen:
      E030 Waren - Kratzeburg komoot.de/tour/376711533
      E031 Kratzeburg - Wesenberg komoot.de/tour/376715018
      E032 Wesenberg - Fürstenberg komoot.de/tour/376717472
      E033 Fürstenberg - Dannenwalde komoot.de/tour/376719369
      E034 Dannenwalde - Zehdenick komoot.de/tour/376721543
      E035 Zehdenick - Nassenheide komoot.de/tour/376723688
      E036 Nassenheide - Borgsdorf komoot.de/tour/376726067
      E037 Borgsdorf - Hennigsdorf komoot.de/tour/376727698
      E038 Hennigsdorf - Wustermark komoot.de/tour/376729191
      E039 Wustermark - Werder komoot.de/tour/376730786
      E040 Werder - Potsdam komoot.de/tour/376732272
      E041 Potsdam - Saarmund komoot.de/tour/376735506
      E042 Saarmund - Trebbin komoot.de/tour/376737317
      E043 Trebbin - Zossen komoot.de/tour/376739041
      E044 Zossen - Groß Köris komoot.de/tour/376740567
      E045 Groß Wasserburg - Groß Köris komoot.de/tour/376742808
      E046 Groß Wasserburg - Lübben komoot.de/tour/376744098
      E047 Lübben - Lübbenau komoot.de/tour/376746232
      E048 Lübbenau - Burg komoot.de/tour/376747169
      E049 Burg - Cottbus komoot.de/tour/376749259
      E050 Cottbus - Spremberg komoot.de/tour/376754946
      E051 Spremberg - Schleife komoot.de/tour/376756391
      E052 Schleife - Bad Muskau komoot.de/tour/376760412
      Für die übrigen Etappen benutzt diese Links zur Anmeldung:E001 - E029:
      doodle.com/poll/k7ppit3yc8ewce4e
      E053 - E067:
      doodle.com/poll/ag282ey84mx4xhwr
      E068 - E083:
      doodle.com/poll/8vwfw955yfvfmmpd
      E084 - E106:
      doodle.com/poll/gtgy2euchq3t8hvp
      E107 - E115:
      doodle.com/poll/h923arv3ekn63fib
      E116 - E137:
      doodle.com/poll/ks9m9yx276adpz3a
      E138 - E159 :
      doodle.com/poll/tebpwvefez3ye45d
      Tragt dort einfach euren Namen ein, unter dem ihr bei komoot aktiv seid und den Link zu eurem komoot-Profil. Sucht euch einfach eure Wunsch-Etappe aus, sofern sie noch frei ist. Solltet ihr eure festgelegte Strecke doch nicht gehen können, gebt uns bitte Bescheid, damit wir die Tour wieder für andere Interessenten freigeben können.Wir freuen uns auf eure Teilnahme und wünschen allen, die dabei sein werden, ein wunderbares individuelles Erlebnis innerhalb der 'virtuellen Wandergruppe'!Für Rückfragen und Bemerkungen nutzt bitte hier die Kommentarfunktion oder kontaktiert mich unter mail@wandern-berlin-brandenburg.de

      • 8. Juni 2021

  10. ☠ R✪BIN 🥾 und Fiete waren wandern.

    23. Mai 2021

    Fiete, Flachschmiernippel und 74 anderen gefällt das.
    1. ☠ R✪BIN 🥾

      Morgens um halb 7 Uhr ist die Welt in der Lüneburger Heide noch still, friedlich, menschenleer… und einfach unglaublich schön!! 😊
      Na gut… still ist relativ… denn die hiesige Vogelwelt ist um diese Zeit schon stundenlang auf den Stelzen und stimmgewaltig in Trällerlaune!! 😆
      Menschenleer hingegen ist es hier an einen Pfingstsonntag wohl sehr selten und ausschließlich in den frühen Stunden des Tages.
      Aber genau das, diese fast schon atemberaubende Ruhe und Idylle im Licht der frühen Sonne, in diesem einzigartigen Landschaftsraum - genau das war es was uns vor Sonnenaufgang aus den Federn trieb. 😜
      Apropos Pfingstsonntag… der 50. Tag der Osterzeit… und was begegnete Fiete und mir nach wenigen Metern?!
      Genau… !!! ein Hase 😂
      Also schön… bevor man mich nun wegen Blasphemie steinigt… eine Taube, in deren Gestalt der Heilige Geist an diesem Tag vom Himmel ausgesandt worden sein soll, war einfach nicht verfügbar und ehrlich gesagt war es auch "falscher Hase" - sprich ein Kaninchen… dennoch… es war der Beginn einer wirklich „himmlischen“ Wanderung!! 😇
      Besuche in der Heimat sind immer eine willkommene Gelegenheit um einige Kilometer die wunderschöne Weite der Lüneburger Heide zu genießen.
      Das ✪ Pietzmoor war mir noch unbekannt und außerdem wollte ich ✪ Fiete unbedingt mal den ✪ Spitzbubenweg zeigen, den ich immer wieder aufs Neue mit einer wirklich großen Freude gehe.
      Und so ging es gut gelaunt, begleitet von zahlreichen tierischen Begegnungen zunächst auf die Holzstege durchs Moor. Wahnsinnig schön!! Allerdings für mich bereits nach wenigen Metern durchaus mit etwas Anspannung verbunden… Da stehen doch wirklich Schilder mit der Aufschrift: < Achtung Kreuzottern… Bitte auf den Wegen bleiben.> 😲😢 Ich musste mich kurz schütteln… So faszinierend ich unsere Tierwelt finde und genieße… meine Abneigung und Angst vor Schlangen ist gigantisch groß!!! Zum Glück war es wirklich kalt und meine Hoffnung, dass die „Biester“ noch irgendwo in leichter Kältestarre fernab unseres Weges auftauten, wurde erfüllt… 😆
      Und mal ernsthaft… das Erlebnis ✪ Pietzmoor war für mich am Ende wirklich phantastisch und ist definitiv ein grandioses Highlight mit Wiederholungswert!!
      Von dort ging es weiter durch die weitläufigen Heideflächen, mit den herrlichen Blicken in die Ferne und dem Gefühl, dieser Inbegriff einer landschaftlichen Idylle wird so schnell nicht enden. „Et in Arcardia ego“ – Auch ich war/bin in Arkadien - lautet die Bildunterschrift eines berühmten Landschaftsgemäldes von Nicolas Poussin aus dem Jahr 1640. Darin stellt er das klassische Hirtenmotiv in der unberührten Natur der griechischen „Ideallandschaft“ Arkadien dar – und versteht dieses als höchsten Ausdruck für die Selbsterkenntnis des Menschen … 😁
      Definitiv zu viel Pathos!! – dennoch ist die Lüneburger Heide für mich schon was Besonderes… mein „Arkadien“ 🤩
      Kurz nach Arkadien gings in den Wald und auf die für mich unbeschreiblich schönen 2,5 km über den Spitzbubenweg. Dieser schmale Pfad direkt durch die teilweise nicht mal ein Meter auseinanderstehenden Bäume mit so unterschiedlich anmutenden Waldeindrücken beidseits des Weges sind für mich immer wieder purer Genuss! 😊Ein ausgedehntes Päuschen bei strahlendem Sonnenschein, mit herrlicher Aussicht auf die Heide gab es dann noch auf dem Wümmeberg… bevor wir uns langsam auf den Rückweg machten… Und hier lauerte dann sogar ein echter Hase im Gras 😛Fazit: Wunderbare Tour!! Herrlich!!! 😀

      • 23. Mai 2021

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