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Silvia D.
 

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Über Silvia D.

Wandern - früher war das gar nichts für mich. Aber komoot hat mir ein neues Hobby beschert, das sich gut mit dem Fotografieren verbinden lässt. Jetzt möchte ich ständig irgendwo hin, ein ganz neues Lebensgefühl. Beinahe schade, dass jetzt erst langsam das Bewusstsein dafür kommt, was es da draußen - oftmals beinahe vor der Haustür (Berlin) - alles Schönes zu sehen und erleben gibt. Ich wandere nicht sportlich ambitioniert (kann ja noch kommen), sondern würde meine Touren eher als Genuss- und Entdeckungswandern bezeichnen.

Distanz

2 666 km

Zeit in Bewegung

712:41 Std

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  1. Frank Meyer und 36 andere haben eine Wanderung geplant.

    16. September 2021

    00:07
    438 m
    3,9 km/h
    0 m
    0 m
    1. Frank Meyer

      Liebe Wanderfreunde,... leider im Moment noch keine konkrete Einladung zur nächsten Gruppentour. Diese wird voraussichtlich im Oktober stattfinden, mehr dazu in Kürze. Ich denke gerade noch über den Modus und die Strecke nach.Meine Streckenauswahl für die Wandersaison 2022 beim Märkischen Wanderbund steht an, außerdem bin ich noch unschlüssig wegen der kommenden Gruppentouren, die ich per komoot bzw. über meinen Wanderblog im besten Fall wieder monatlich anbieten will.Da ich ja immer offen für neue Konzepte bin, mir das 'Agieren auf Augenhöhe' wichtig ist und ich technische Hilfsmittel sehr gerne einsetze im Wanderbereich, möchte ich euch um eure Meinung, eure Präferenzen und ggf. auch Optimierungsvorschläge auf diesem Weg bitten.Dafür findet ihr in der dazu erstellten Collection unter: komoot.de/collection/1324721/-geplante-gruppenwanderungen eine Vorauswahl von gut 50 Touren, die ich überwiegend bereits exakt so selbst gewandert bin. Dafür habe ich hunderte von Wanderungen der letzten 6 Jahre auf ihre Eignung als Gruppentour geprüft, was die Attraktivität, die Erreichbarkeit, die Witterungsfestigkeit und natürlich die Streckenlänge betrifft.Am Ende hat mich selbst erstaunt, wie viele Touren ich jederzeit wieder alleine wandern würde, aber eben nicht in der Gruppe, aus unterschiedlichsten Gründen ...Stimmt dazu bei Interesse bitte anonym ab, welche Touren davon ihr in der Gruppe mit mir wandern möchtet unter: wandern-berlin-brandenburg.de/abstimmung-geplante-gruppenwanderungen
      Bis 30.09. offen, jeweils 5 Auswahlen sind dort möglich.
      Schreibt gerne zusätzlich hier oder in der Collection im Kommentar euer Feedback, Anregungen, eigene Ideen etc.

      • 16. September 2021

  2. Silvia D. und Faltenriese waren wandern.

    8. September 2021

    Jacky, DreiFarben und 72 anderen gefällt das.
    1. Silvia D.

      Der Text stammt von Faltenriese:Ein schöner Abendspaziergang – mehr sollte es gar nicht werden, und mehr war es auch nicht, aber trotzdem schön; von Hohenschönhausen, am Wartenberger-Falkenberger Luch vorbei, in einem weiten Bogen um das Tierheim Berlin durch das Naturschutzgebiet Falkenberger Rieselfelder bis kurz vor Ahrensfelde.Hohenschönhausen verspricht mit seinem Namen, dass man in den Hochhäusern schön hausen kann, und vielleicht ist das auch so. Zumindest ist die Natur mit dem Wartenberger-Falkenberger Luch mit seiner offenen Wiesenlandschaft nicht weit, die wir trotz der Nähe zu Hohenschönhausen und Falkenberg ganz allein genießen konnten. Da es früher Abend war, war die Landschaft in ein schönes, warmes Sonnenlicht getaucht, und es ist schade, dass es außer der Landschaft eigentlich nichts Besonderes zu fotografieren gab, nicht einmal ein paar schöne Wolken zierten den Himmel. Aber das machte nichts, die Augen genossen den Anblick trotzdem.Ein Stück weit hinter dem Tierfriedhof am Tierheim Berlin wünschte sich Silvia, dass ein Reh erscheinen möge, verständlich bei dem schweren Teleobjektiv, das sie mitgenommen hatte, weil dort gelegentlich Rehe auftauchen. Und tatsächlich rief sie auf einmal: „Ein Reh!“ Zunächst wandte es uns demonstrativ nur sein Hinterteil zu, sah aber dann doch einmal über die Schulter zu uns herüber und sprengte dann davon. Mehr Rehe gab es diesmal nicht, dafür aber ein paar Pferde, die sich beschnupperten – oder wollten sie sich gar küssen?Dass es in Brandenburg – zumindest um Berlin herum – in diesem Jahr zu wenig Niederschlag gab, war unübersehbar. Der auf der Karte eingezeichnete Berllpfuhl im Naturschutzgebiet Falkenberger Rieselfelder war leer, und die Wiesenflächen waren mehr Heu als Wiese. Zu diesem Eindruck trug auch das immer goldener werdende Sonnenlicht bei, das auch die Schornsteine des Gasturbinenkraftwerkes Ahrensfelde zu einem Kunstwerk aus goldenen Säulen verzauberte. Schließlich entschloss sich die Sonne aber dazu, unterzugehen, was uns noch ein paar Bilder bescherte, und dann wurde es relativ rasch dunkel, Zeit, die geplante Strecke etwas abzukürzen und die nächste Bushaltestelle aufzusuchen.

      • 10. September 2021

  3. JTH, Susann und 49 anderen gefällt das.
    1. Silvia D.

      Der Text stammt von Faltenriese:Diesmal haben wir Greifswald besucht, die größte Stadt an der Ostsee im Nordosten Deutschlands. Wie viele Städte an Nord- und Ostsee ist auch Greifswald eine Hansestadt und besitzt außerdem eine der ältesten Universitäten Europas mit etwa 12.000 Studierenden; eine ganze Menge für eine Stadt mit gerade einmal 60.000 Einwohnern. Was als Besitztum des Klosters Eldena 1249 erstmals urkundlich erwähnt wurde, hat sich in seiner wechselvollen Geschichte ganz schön gemausert, während vom Kloster nur noch eine – wenn auch stattliche – Ruine geblieben ist. Immerhin wird diese Ruine auch heute noch genutzt, und zwar als Kulisse für allerlei Kulturveranstaltungen während des Sommers. Vom Ende des Dreißigjährigen Krieges 1648 bis 1815 gehörte Vorpommern zu Schweden, und damit neben Stralsund und der Insel Rügen auch Greifswald.Zwar ist die Stadt von Berlin aus mit einer durchgehenden Zugverbindung gut erreichbar, aber die Fahrt dorthin dauert etwa drei Stunden. Das bedeutete wieder einmal früh aufstehen, denn wir wollten zeitig genug da sein, um das Licht der goldenen Morgensonne zu genießen und natürlich auch, um uns noch vor dem täglichen Trubel in der Stadt umsehen und fotografieren zu können. Zunächst war die Sonne noch hinter den Wolken verborgen, aber das kam dem Fotografieren der schönen alten Gebäude der Universität entgegen, weil keine störenden Schatten auftraten. Am Dom St. Nikolai sowie am Denkmal für den vielleicht berühmtesten Sohn der Stadt – den Maler Caspar David Friedrich – vorbei führte unser Weg dann zum Marktplatz.Als wir diesen erreichten, hatte der Wind den Himmel schon weitgehend blankgefegt, und die Sonne tauchte ihn in ein mildes warmes Licht, wovon besonders das – im Unterschied zu Berlin – wirklich kräftig rote Rathaus profitierte. Hier, und eigentlich überall in der Innenstadt, ist der Einfluss der norddeutschen Backsteingotik unübersehbar, genauso wie die für viele Hansestädte typische Gestaltung der den Straßen und Plätzen zugewandten Giebel, während sonst die Häuser üblicherweise der Straße ihre Längsseite zugewandt haben. Ja, Greifswald ist nicht nur eine Universitätsstadt, sondern auch eine Hansestadt. Hier wurde offenbar bei der Stadtsanierung in den letzten Jahren sehr viel getan. Der Marktplatz ist jedenfalls ein wahres Schmuckstück, und der dort stattfindende Wochenmarkt verlieh ihm Leben.Auf dem Weg zum Ryck, dem Fluss, der durch Greifswald hindurch in den Greifswalder Bodden und damit in die Ostsee mündet, kamen wir nicht nur an der St.-Marien-Kirche, der „dicken Marie“ vorbei, sondern auch an der Käthe-Kollwitz-Grundschule, einem modernen Schulgebäude, dessen der Straße zugewandte Wand zahlreiche Begriffe aus allen möglichen Wissensgebieten ziert; eine gestalterische Idee, die den Begriff Schule für den aufmerksamen Betrachter erfahrbar macht.Am rechten Ufer des Ryck liegt der Museumshafen, dessen Hafenmeister im Fangenturm residiert, einem Wehrturm der ehemaligen Befestigungsanlage, der im Laufe der Zeit für die verschiedensten Zwecke benutzt wurde; als Gefängnis, als Pulverturm sowie als Universitätssternwarte. Vom Stadtrand an heißt der am Ufer entlangführende Weg nicht mehr Hafenstraße, sondern Treidelpfad, was auf seine frühere Nutzung hinweist. Er führt durch eine schöne weite Wiesenlandschaft zum Ortsteil Eldena.Dort begrüßte uns als erstes die Bockwindmühle. Dabei handelt es sich um eine Rekonstruktion aus dem Jahre 1998. Eine Windmühle auf dem Windmühlenberg ist seit 1533 urkundlich belegt. Nachdem die vorherige Mühle 1972 verfallen und zusammengebrochen war, diente der Mühlenbock fast 20 Jahre lang Störchen als Nistplatz. Gleich daneben befindet sich eine mit Reed gedeckte Scheune und ein Stück weiter die Straße entlang ein Haus, das seiner dort angebrachten Inschrift nach einst ein Postamt war. Nicht weit davon steht in einem kleinen Park die Ruine des Klosters Eldena, die schon dem Maler Caspar David Friedrich als Motiv diente, nicht ohne Grund, denn sie fügt sich sehr schön in den Park ein.Schließlich kamen wir an die Dänische Wiek, ein sich nach Süden erstreckender kleiner Meeresarm des Greifswalder Boddens, in den der Ryck mündet, der die an der Küste gelegenen Ortsteile Eldena und Wieck voneinander trennt. Hier liegt an der Eldenaer Mole der Zweimaster Greif, den man wegen seiner Größe erst von der Wiecker Seite des Ryck gut betrachten kann. Um den Ryck überqueren zu können, muss man von dort aus ein Stück am Ufer flussaufwärts gehen, vorbei an der imposanten Anlage des Sperrwerks Ryck, des größten technischen Küstenschutzbauwerks an der deutschen Ostseeküste. Es soll bei Sturmflut die Stadt Greifswald vor Hochwasser schützen. Das Sperrwerk wurde 2016 feierlich eingeweiht und in Betrieb genommen. Dazu gehört auch die Anlage des Deiches.Auf der Wiecker Holzklappbrücke von 1887 ein Stück flussaufwärts überquerten wir den Ryck. Diese Brücke ist deutschlandweit eine der ältesten dieser Art. Nun kamen wir auf der Wiecker Seite am Sperrwerk vorbei. An der Wiecker Mole stehen drei Holzskulpturen, die drei Holzköpfe. Vom Ende der Mole aus kann man gelegentlich bis Rügen schauen, sollte sich dabei aber nicht von der Küste auf der Ostseite der Dänischen Wiek täuschen lassen. Es lohnte sich, ein Stück auf dem Deich entlang und dann durch Wieck zu gehen, wobei wir auch an dem Haus mit dem bekannten blauen Fahrrad vorbeikamen, einem alten Damenfahrrad, das am Lenker und auf dem Gepäckträger je einen Korb mit Pflanzen darin trägt. Es ist völlig blau angestrichen, wie im Song „Mein Fahrrad“ von den Prinzen.Für den Weg zurück nach Greifswald über Ladebow war eigentlich eine Strecke durch die Wiesen an einem kleinen See vorbei vorgesehen, aber der war überflutet, und aus dem gleichen Grunde schlug auch ein Ausweichversuch auf einen anderen Weg fehl, weshalb wir den asphaltierten Rad- und Fußweg der Ladebower Chaussee nehmen mussten. Schade eigentlich, denn wir mögen weite Wiesenlandschaften.In Greifswald kamen wir am Yachthafen wieder zum Ufer des Ryck, diesmal am linken Ufer. Der Yachthafen dort ist noch wesentlich beeindruckender als von der gegenüberliegenden Seite, ebenso die kleinen aneinandergereihten Häuser, alle mit der Giebelseite zum Fluss hin. Übrigens haben wir fast auf der gesamten Wanderstrecke so viele Segelyachten und -boote gesehen wie sonst nirgends. Man könnte meinen, das Segeln sei genau hier erfunden worden.Wir ließen den Zug zurück, den wir noch gut hätten erreichen können, fahren, genehmigten uns einen leckeren Eisbecher und durchwanderten die Innenstadt noch einmal, aber auf anderen Straßen als am Morgen. Die Brücke am Museumshafen bot uns noch ein paar schöne Fotomotive im Licht der untergehenden Sonne. Auch die Universität besuchten wir noch einmal. Da waren wirklich noch ein paar Studenten in der Bibliothek fleißig am Arbeiten. Mit dem letzten Zug des Tages nach Berlin fuhren wir dann wieder nach Hause.

      • 5. September 2021

  4. Burkhard, Thomas Tesche (Panketaler) und 80 anderen gefällt das.
    1. Silvia D.

      aufgezeichnet am Sonntag, 15. August 2021Der Text stammt von Faltenriese.„Morgenstund hat Gold im Mund“, sagt ein altes Sprichwort, und das Gold hat zweierlei Gestalt: himmlische Ruhe an Orten, an denen es tagsüber von Touristen nur so wimmelt und ein wunderbares Licht, das alles in Gold taucht, jedenfalls dann, wenn die Sonne scheint. Um wieder einmal einen solchen Morgen zu erleben, mussten wir diesmal besonders früh aufstehen, denn um Berlin mit öffentlichen Verkehrsmitteln zu durchqueren, um nach Kladow, unserem Startpunkt, zu gelangen, braucht es schon ein ganzes Weilchen. Dort wollten wir die Kormorane beobachten und den Sonnenaufgang erleben.Zwar waren wir noch vor Sonnenaufgang am Fähranleger Kladow, doch die Kormorane auf der Insel Imchen hielten noch Sonntagsruh und auch das Licht eignete sich nicht wirklich zum Fotografieren. Dennoch gelangen uns ein paar schöne Aufnahmen der Morgenstimmung und von Wasservögeln. Leider ging die Sonne noch zu weit nördlich auf, und der Weg führte uns zunächst auch ein Stück weit vom Wasser weg, sodass uns der eigentliche Sonnenaufgang entging – schade, aber kein Beinbruch, denn dafür verschönerte dann das warme Licht der Morgensonne die Parklandschaft an der Havel, über der ein leichter Dunstschleier lag.Das linke Havelufer von Kladow über das Breitehorn bis Hohengatow ist gesäumt von Kleingartenanlagen und Villen, eingebettet in eine herrliche Landschaft, während sich am rechten Ufer der Grunewald erstreckt, aus dem weithin sichtbar der Grunewaldturm herausragt, und auch die ehemalige Abhöranlage auf dem Teufelsberg ist gut zu sehen. Leider erschwerten uns der leichte Dunst und die Sonne das Fotografieren in diese Richtung; spätnachmittags und abends muss das ein beinahe atemberaubender Anblick sein. Während wir frühmorgens nur ein paar vereinzelte Schwimmer und Ruderer beobachten konnten, nahm im Laufe des Vormittags der Bootsverkehr immer mehr zu. Kein Wunder, sind doch überall Bootssteganlagen vorhanden, reichlich besetzt von Booten und Yachten aller Art, aus denen oft ganze Wälder von Masten der Segelboote in die Luft ragten. Einige dieser Anlagen mussten wir auch auf der Straße umgehen. Bereits ein ganzes Stück vor Gatow kann man einen Blick über die Havel auf Spandau werfen, freilich nur auf die Hochhäuser.In Gatow gibt es zwei wichtige Orte, die man gesehen haben sollte, die Bockwindmühle auf dem Windmühlenberg sowie den Friedhof. Die Windmühle ähnelt der in Marzahn und ist möglicherweise gelegentlich noch in Betrieb, und sei es auch nur zu Vorführungen. Auf dem Friedhof befindet sich gleich links neben dem Eingang das Grab der Rallyefahrerin Heidi Hetzer, die von 1937 bis 2019 lebte. Auf ihrer Grabplatte befindet sich in einem Glaskasten eine Skulptur, bestehend aus ihren eingeschmolzenen Pokalen. Es müssen wohl recht viele gewesen sein, und nicht umsonst ist es auch ein Ehrengrab.Nun war der Weg nach Spandau nicht mehr weit, wir streiften aber nur den Süden, um auf der Heerstraße nach Pichelsberg zu gelangen. Bevor wir jedoch die Stößenseebrücke überquerten, statteten wir noch der Insel Pichelswerder einen Besuch ab. Diese Insel zwischen der Havel und dem Stößensee, einem Havelarm, ist bewaldet und von zahlreichen Wegen durchzogen. Sie war von vielen Spaziergängern - meist Familien – besucht, was darauf schließen lässt, dass sie als Naherholungsgebiet von Bedeutung ist. Nun war eigentlich nur noch die Stößenseebrücke zu überqueren, und an der nächsten Bushaltestelle hatten wir es geschafft.Zusammenfassend kann man sagen: Es war eine Wanderung durch eine sehr schöne und abwechslungsreiche Landschaft am Westrand von Berlin. Zwar war es warm, aber dennoch war uns das Wetter gnädig, denn die Bewölkung verhinderte, dass die Sonne gar zu sehr auf uns herniederbrannte, und obwohl wir den ganzen Tag über von so viel Wasser umgeben waren, hat uns nicht eine einzige Mücke belästigt. Allein der Bootsverkehr auf der Havel hat mittlerweile Ausmaße angenommen, die die Bezeichnung Wasserstraße rechtfertigen, schon wegen des Lärms, den die Motoren der Boote verursachen.

      • 19. August 2021

  5. Matthias Brandt, Hans Wurst - Das Original und 98 anderen gefällt das.
    1. Silvia D.

      Wie schon einige Male in diesem Sommer hieß es für uns auch diesmal früh aufstehen, denn die Anfahrt mit Bahn und Bus bis zum Start in Wesenberg war lang, sie dauerte etwa 4 Stunden, und wir mussten 6 x umsteigen. Dadurch begann unsere Wanderung auch erst gegen halb zehn am Vormittag, und es war zu diesem Zeitpunkt mit 24 Grad auch schon ziemlich warm. In dem kleinen Triebwagen der HANSeatischen Eisenbahn auf der Strecke von Mirow nach Wesenberg dachte ich mir, eigentlich müsste die Kleinstadt Besenwerk heißen, denn an einer Bahnstrecke mitten durch den Wald, deren Schienen man ansieht, dass hier nur sehr wenige Züge fahren, die an jedem Bahnübergang einen martialischen Schrei ausstoßen, bei dem einem das Blut in den Adern zu gefrieren droht, können eigentlich nur Hexen wohnen. Nur reiten die eben auf Besen und brauchen deshalb keine Bahn. Aber Wesenberg erwies sich dann doch als eine nette Kleinstadt mit einer wuchtigen Kirche und einer kleinen mittelalterlichen Burg auf einem Hügel. Sehr wehrhaft musste sie offenbar nicht sein, denn ihr fehlen jegliche Befestigungsanlagen. Am östlichen Ende der Stadt, wo die Havel den Woblitzsee verlässt, befinden sich ein Rastplatz für Wasserwanderer sowie die Kanumühle, eine Anlegestelle für Kanuten mit Imbiss, Bootsverleih und Übernachtungsmöglichkeiten in Blockhäusern oder auf einem Mini-Campingplatz.Nun führte der Weg durch einen lichten Wald nach Ahrensberg. Hier begann die Mückenplage. Kein Wunder, denn in der ganzen mecklenburgisch-brandenburgischen Seenplatte ist immer irgendwo ein Fluss oder See in der Nähe, und der Aktionsradius der Mücken beträgt immerhin rund 10 km. Außerdem war es heiß, die Luftfeuchtigkeit war hoch, und da fühlen sich die Plagegeister sauwohl. Dort haben wir sie noch mit Mückenspray bekämpft, am Nachmittag dann nicht mehr, wofür sie sich dann auch mit vielen Stichen bedankten. Den östlich von Ahrensberg gelegenen Drewensee ließen wir im wahrsten Sinne des Wortes links liegen, wir bekamen ihn nicht einmal richtig zu Gesicht, ebenso wie den rechts des Weges in einiger Entfernung liegenden Plätlinsee. Hier bestimmten zwar Felder das Landschaftsbild, aber wir wanderten auf einer schönen Allee mit alten Bäumen dahin, die wir ganz für uns allein hatten, und deren Weg naturbelassen war. Der Himmel bewölkte sich zwar, doch es fiel kein Regen, wenn man einmal von der Taufe durch eine landwirtschaftliche Beregnungsanlage absieht. Den zweiten Wasserspender dieser Art umgingen wir, denn die Kamera hätte sich trotz ihres Spritzwasserschutzes nicht über diese Art Erfrischung gefreut.Schließlich kamen wir nach Strasen, einem kleinen Ort zwischen dem Ellenbogensee im Osten und dem Großen Plätlinsee im Westen. In dem kleinen Restaurant (gemütlicher Biergarten trifft es vielleicht eher) „Scheff-Treff – der Radlertreff“ ermöglichte uns der sehr zuvorkommende Wirt, Getränke und einen Eiskaffee zu uns zu nehmen, obwohl eigentlich alles voll war. Es werden dort Hausmannskost, frischer Kuchen, Eis und Getränke - und das alles zu recht niedrigen Preisen - angeboten. Offenbar hatte er uns angesehen, dass wir eine kleine Pause nötig hatten, und wir waren dafür auch sehr dankbar.Unser weiterer Weg führte dann wieder durch den Wald zum Großen Boberowsee, wobei uns das türkisblaue Wasser an den Liepnitzsee erinnerte, dessen Wasser eine ähnliche Farbe aufweist. Nun verlief der Weg nach Süden entlang des Westufers des westlichen Großen Glietzensees, der sich von Nord nach Süd erstreckt im Unterschied zum dann folgenden östlichen Großen Glietzensee, der sich in west-östlicher Richtung ausdehnt. Wir fanden an seiner Südseite eine kleine Badestelle, an der ein Boot aufgebockt lag – eine nützliche Ablage für unsere Sachen und zugleich Sitzgelegenheit. Das Bad war sehr erfrischend; wir hatten immerhin noch einige Kilometer vor uns, die wir dann, für unsere Verhältnisse sogar etwas zügiger, angingen. Die Temperatur sank allmählich, aber die Mückenplage blieb. Die Viecher hatten uns sogar im Wasser belästigt. Es folgten noch der Kleine Glietzensee und der Menowsee, bevor wir Steinförde erreichten, den letzten Ort vor unserem Ziel Fürstenberg am Röblinsee. Hier gab es noch ein leckeres Softeis. Dann ging es weiter zum Röblinsee, dessen Südufer mit zahlreichen schönen Villen bestanden ist. Inzwischen war es so spät geworden, dass die Sonne langsam unterging, und sie bescherte uns dabei noch einige schöne Bilder. In Fürstenberg war davon nur noch das Abendrot übrig, das die Häuser in eine flammend rote Farbe kleidete. Viel Zeit blieb uns nun nicht mehr, den Zug nach Berlin um 22:13 Uhr noch zu schaffen, aber es reichte, um noch einige Eindrücke von der Stadt festzuhalten, zuletzt die Stadtkirche, deren Turm allabendlich mit gelbem Licht angestrahlt wird.Fazit: Bei den recht hohen Temperaturen und der für uns großen Streckenlänge mussten wir einige Pausen mehr einlegen als sonst. Auch das Fotografieren – besonders der vielen Blumen und Schmetterlinge – nahm reichlich Zeit in Anspruch, aber wir wollten nicht einfach achtlos daran vorübergehen.[Der Text zur gewanderten Etappe stammt von Faltenriese (Falk)].*********************************Abschließend bedanken wir uns ganz herzlich beim Orga-Team (Jan, Andreas, Christoph, Frank, Jens, Joachim und Thomas) für dieses großartige Projekt und fügen die Links bei, die zeigen, wie deutschlandweit alles begann und die zu den Collections (geplante und tatsächlich gelaufene Touren) führen:Unter dem User „MitWandern 2021“ von Jan Verbücheln ins Leben gerufene Aktion:
      komoot.de/tour/381093527?ref=atd
      Wie für uns regional im Nordosten für die Etappen zwischen Waren/Müritz und Bad Muskau alles anfing:
      (Link zu Frank Meyers *** WANDEREINLADUNG *** "MitWandern 2021 - An 3 Tagen gemeinsam durch Deutschland", 16. - 18.07.):
      komoot.de/tour/376180840
      Link zur Collection von „MitWandern 2021“ (geplante Touren):
      komoot.de/collection/1181370/-mitwandern-2021-an-3-tagen-gemeinsam-durch-deutschland-planung
      Link zur Collection von „MitWandern 2021“ (von den Teilnehmenden tatsächlich gelaufene Touren):
      komoot.de/collection/1243055/-mitwandern-2021-an-3-tagen-gemeinsam-durch-deutschland

      • 18. Juli 2021

  6. Silvia D. war wandern.

    12. Juli 2021

    02:24
    6,39 km
    2,7 km/h
    60 m
    280 m
    StadtLandFuss, Hans-Peter & Heidrun und 56 anderen gefällt das.
    1. Silvia D.

      Start: Bushaltestelle RingbergZiel: Suhl (östliches Stadtgebiet), Bushaltestelle Martin-Andersen-Nexö-Str.Diese Tour laufe ich mit Erika, die in Suhl lebt und mit der ich bereits im letzten Sommer zusammen unterwegs war (siehe komoot.de/tour/219658831 und komoot.de/tour/220956142). Damals habe ich etwas ausführlicher beschrieben, wie ich unsere gemeinsame Wanderung - Erika ist blind - erlebt habe. Leider ist zwischenzeitlich ihr Blindenführhund verstorben, sodass sie diesen Wegbegleiter dieses Mal nicht an ihrer Seite hatte. Das hieß für uns, dass wir noch stärker aufeinander angewiesen waren und dass ich mich auch mit dem Fotografieren etwas zurückgehalten habe, denn schließlich bedeutete jede Aufnahme ein gemeinschaftliches Stehenbleiben und somit ein Unterbrechen des Wanderflusses.Ich dachte, die ausgesuchten Wege wären weitestgehend barrierefrei, was aber nicht überall so sein sollte, wie sich herausstellte. Und so ging es zuweilen auch mal durch etwas zugewachsenes Gelände und über schmalere Wurzelpfade. War aber alles noch gut für uns zu meistern. Einige Male habe ich mich etwas verfranst, um nicht zu sagen, dass ich vom Weg abkam, aber Erika nahm es halbwegs gelassen hin. 😬 Sie musste ja auch wohl oder übel. Als wir Suhl erreichten, war es bereits recht warm, sodass wir es vorzogen, nicht mehr bis ins Zentrum zu laufen, sondern die Tour hier zu beenden und den Bus stadteinwärts zu nehmen, wo wir uns dann zum Abschluss in einem Café noch einen Eiskaffee und einen alkoholfreien Cocktail gönnten. Fazit: Es ist nicht ganz einfach, mit zwei Händen drei Dinge gleichzeitig ausführen zu wollen (Streckenführung übernehmen, Navigation mit komoot am Handy managen und Fotografieren mit der Kamera). 🤪 Landschaftlich war es absolut reizvoll und zwischenmenschlich wieder einmal sehr bereichernd für mich, weil ich mehr und mehr verstehen lerne, wie nicht sehende Menschen die Natur- und Wegeindrücke aufnehmen und verarbeiten.

      • 16. Juli 2021

  7. Silvia D. und Faltenriese waren wandern.

    10. Juli 2021

    03:51
    10,7 km
    2,8 km/h
    50 m
    100 m
    DreiFarben, Suki - Kleine Wanderin und 64 anderen gefällt das.
    1. Silvia D.

      aufgezeichnet am Samstag, 10. Juli 2021Start und Ziel: Erfurt HauptbahnhofDer Text stammt von Faltenriese:Wenn man von Berlin aus mit der Bahn nach Südthüringen fährt, kommt man an der Landeshauptstadt, Erfurt, nicht vorbei; und das sollte man auch nicht, denn die Stadt hat viel zu bieten. Sie ist bekannt als Blumenstadt, die Zucht von gärtnerischem Saatgut, seine Gartenbauausstellung, die Krämerbrücke, die Severikirche und ihren Dom mit der größten Glocke Europas, der Gloriosa. Die Zahl an sehr schönen alten und hervorragend rekonstruierten Gebäuden verschiedenster Epochen und Stilrichtungen ist groß, und auch neue architektonisch sehr interessante Gebäude fügen sich harmonisch in das historische Stadtbild ein.Einen guten Teil davon konnten wir uns an diesem Tag bei einem längeren geplanten Aufenthalt auf der Reise nach Suhl anschauen. Die Koffer schlossen wir am Bahnhof ein und zogen einfach los, mitten hinein ins Stadtgetümmel. Das war es, denn – wie wir erst auf dem Petersberg, einem Hügel und bekanntem Aussichtspunkt in der Stadt, mitbekamen – läuft dort gerade die BUGA, die Bundesgartenschau, und das ist ein besonderer Besuchermagnet. Auch der Domplatz und die mit Häusern bestandene Krämerbrücke waren an diesem Tag voller Menschen, und die Stadtführer hatten reichlich zu tun.Auch wenn uns das Licht zum Fotografieren nicht immer so hold war, wie wir es uns wünschten, so verging doch die Zeit wie im Fluge. Aber unseren Zug nach Suhl haben wir noch gut geschafft.

      • 13. Juli 2021

    1. Silvia D.

      aufgezeichnet am Sonntag, 4. Juli 2021Start: Potsdam Hauptbahnhof
      Ziel: Fähranleger F10: Alt-Kladow – Wannsee (bzw. nach der Überfahrt S-Bhf. Wannsee)
      Der Text stammt von Faltenriese:Es gibt zwei Möglichkeiten, um auf kürzestem Wege von Potsdam nach Berlin zu gelangen; entweder man fährt mit der S-Bahn oder benutzt die Straße. Den Schienenweg zu Fuß zu benutzen ist Wanderern verboten, und zur Straße gibt es eine viel schönere Alternative: Wanderwege. Wir haben einen gewählt, zu dem man vielleicht sagen könnte „Paris, Rom, Erkner“, aber so weit wurde es dann doch nicht. Immerhin war der Weg lang genug, um als Generalprobe für unsere Etappe bei „MitWandern 2021“ (deutschlandweite Staffelwanderung 16. – 18. Juli) dienen zu können. Darüber hinaus gab es viel zu sehen und reichlich Wasser. Und falls sich jemand über die lange Dauer wundert: Wir haben viel fotografiert, wegen der hohen Temperaturen einige Ruhepausen eingelegt, uns mit einem Bad im Krampnitzsee erfrischt und sind am Ende in Kladow eingekehrt.Natürlich hieß es diesmal wieder: früh aufstehen, auch wenn wir wussten, dass die Sonne vor uns in Potsdam sein würde, man kann eben nicht alles haben. Aber wir bekamen noch eine reichliche Dosis vom goldgelben Morgenlicht ab. Nachdem wir auf der Freundschaftsinsel einige Kunstwerke und Blumen fotografiert und die Inselbrücke überquert hatten, kamen wir zu einem am Ufer der Alten Fahrt stehenden Reiher, der uns sehr nahe an sich heranließ. Offenbar wollte er unbedingt fotografiert werden und damit seiner Eitelkeit schmeicheln. Ein Stück weiter des Weges taten es ihm drei Nilgänse gleich. Und wohin man am Wasser auch immer gehen mag, überall Bootsanlegestellen. Potsdam ist eine regelrechte Wasserstadt. Das geht so bis zu dem architektonisch sehr interessanten Hans Otto Theater. Auch dort waren etliche Wasservögel in den tollsten Posen zu sehen und natürlich auch zu fotografieren. Wir bogen ab zum Heiligen See, wobei wir noch einen Blick auf die Villa Kellermann warfen.Am Heiligen See – nein, es ist nicht der See Genezareth, der liegt am Jordan und nicht an der Havel – gibt es eine Stelle, von der aus man am Morgen einen schönen Blick zum Marmorpalais hat. Dort trafen wir die ersten Badelustigen, und es sollten uns noch einige an diesem heißen Tag begegnen. Wir hielten uns aber nicht lange dort auf, sondern kehrten zur Havel zurück. Am Glienicker Horn wird die Havel von der Glienicker Brücke überquert, einer zu Zeiten des Kalten Krieges bedeutenden Schnittstelle zwischen der DDR und Westberlin. Hier wurden gelegentlich Ausreisewillige an die Westberliner Behörden übergeben. Von hier aus führt die Königsstraße auf direktem Wege am Schäferberg vorbei zum S-Bahnhof Wannsee. Da wollten wir aber jetzt noch nicht hin und wandten uns also in die Gegenrichtung, aber nicht ohne vorher noch ein paar Blicke ans andere Ufer zum Schloss Babelsberg zu werfen. Leider steht dafür die Sonne am Vormittag recht ungünstig am Himmel, am Nachmittag aber zeigt sich das Schloss in voller Pracht.Von der Glienicker Brücke an wird die Havel als Jungfernsee bezeichnet, und von dessen südlichem Ufer aus hat man beim richtigen Sonnenstand einen schönen Ausblick auf die Sacrower Heilandskirche. Über eine Brücke kommt man in den Neuen Garten; der Weg führt vorbei an der Eremitage, der Grotte und der Alten Meierei. Die Grotte, im 18. Jahrhundert von König Friedrich Wilhelm II. während seiner Regierungszeit von 1776 – 1797 erbaut, lag zu DDR-Zeiten im Grenzgebiet und war beinahe dem Verfall preisgegeben. Die Sanierung begann 1990 und die Grotte ist damit gerettet, die Rekonstruktion ist jedoch bis heute noch nicht endgültig abgeschlossen. Da das gegenüberliegende Ufer einst zu Westberlin gehörte, steht hier auch noch ein Grenzwachturm aus der DDR. Man hat ihn wohl zur Erinnerung stehengelassen. Natürlich darf man auch das Schloss Cecilienhof nicht vergessen, den Ort, an dem das Potsdamer Abkommen zwischen den Siegermächten des Zweiten Weltkrieges geschlossen wurde.Weiter ging es am Westufer des Jungfernsees entlang. An der Nedlitzer Nordbrücke war ein Haubentaucher an seinem Nest mit drei Eiern zu sehen, und den Himmel überflogen hier zahlreiche Kormorane. Nun entfernten wir uns etwas vom Jungfernsee, und als wir uns ihm wieder an seinem Nordwestufer näherten, hieß er bereits Krampnitzsee. Wir umgingen sein Nord- und Nordostufer in einem ausholenden Bogen durch den Ort Krampnitz. Hier fanden wir mitten auf dem Weg auch die Larve eines Schwammspinners, eines Schmetterlings, dessen Larven etwa die gleichen Schäden verursachen wie die des Eichenprozessionsspinners. Das Auftreten dieser Insekten ist wie die Unwetter und die Hitze auch durch den Klimawandel bedingt.Nun folgte der Königswald, der bis an den See heranreicht, und hier fanden wir eine schöne kleine Badestelle. Das Bad tat uns gut und erfrischte uns. Als wir die Wanderung fortsetzten, dauerte es nicht lange, bis der Krampnitzsee in den Lehnitzsee überging. An dessen Ostufer verließen wir ihn und durchquerten den Königswald hin zum Sacrower See. Wir umgingen dessen Südufer und machten einen kleinen Abstecher zur Sacrower Heilandskirche, deren Aussehen wegen der blauen Ornamente und des schlanken Turms etwas an eine Moschee erinnert. Das Schloss Sacrow war dagegen so schlicht gestaltet, dass man es glatt für ein Wohnhaus oder Geschäftshaus halten könnte.In Sacrow waren wir aber so erschöpft, mittlerweile zeigte das Thermometer 27 Grad an, dass wir versucht waren, den Bus nach Kladow zu nehmen, der gerade kam, aber wir verwarfen diesen Gedanken ganz schnell wieder und entschlossen uns, bis zum geplanten Ziel in Kladow durchzuhalten. Dort angekommen stärkten wir uns erst einmal, denn bis die Fähre nach Wannsee kam, würde es noch einige Zeit dauern. Es war die letzte an diesem Tag. Also beendeten wir die Aufzeichnung hier, und dann brachte uns die Fähre über den Wannsee. Unterwegs entstanden dann in der Abendsonne noch einige schöne Aufnahmen, die nur vom See aus möglich waren. Am Anleger in Wannsee angekommen, erfreute uns dann noch ein herrlicher Sonnenuntergang. Wir entschlossen uns, die letzten Aufnahmen an die Tour anzuhängen, auch wenn sie eigentlich nicht mehr dazu gehören – aber sie sind ein schöner Abschluss und ein Lohn dafür, dass wir nicht aufgaben.

      • 8. Juli 2021

  8. Silvia D. und Faltenriese waren wandern.

    27. Juni 2021

    Susann, Matthias Brandt und 81 anderen gefällt das.
    1. Silvia D.

      Start: Bushaltestelle Eichenhofweg (N90)
      Ziel: S- und U-Bhf. Wuhletal
      Der Text stammt von Faltenriese:Geplant war ursprünglich ein kleiner Morgenspaziergang zum Sonnenaufgang im Landschaftsschutzgebiet der Kaulsdorfer Seen. Keine Wolke würde der Sonne den Aufgang und damit das goldene Morgenlicht verderben; es würde still sein und wir wären um diese Zeit ganz allein mit uns und der herrlichen Natur rundum. Tatsächlich waren am frühen Sonntagmorgen auch nur wenige Menschen mit dem Bus unterwegs und auf dem Weg zum Habermannsee durch Kaulsdorf begegnete uns kein Mensch. Doch kaum am See angekommen, waren bereits aus der Ferne laute Bassbeats zu hören, es waren also bereits Leute da. Auch an dem kleinen Strand an der Südwestecke des Habermannsees saß schon ein Pärchen, aber das ließ seinen Lautsprecher erst nach Sonnenaufgang und wesentlich leiser erdröhnen als die jugendliche Gesellschaft am anderen Ufer, wo die Feier offenbar schon am Abend zuvor begonnen hatte. Allein waren wir also nicht, aber die Sonne hielt, was sie versprochen hatte, und sogar der Mond stand ihr gegenüber noch am Himmel. So kamen wir dennoch zu schönen Fotos der Landschaft und einiger Wasservögel im goldenen Morgenlicht, diese Erwartungen hatten sich tatsächlich erfüllt.Bereits kurz bevor wir den Butzer See erreichten, grüßten uns die ersten Vorboten der Partykultur, liegengelassene Flaschen und eine damit gefüllte REWE-Papiertragetasche mit der Aufschrift „Deine Region. Dein Markt“. Offenbar hat das Berliner Partyvolk bereits alle guten Sitten hinter sich gelassen. Am Südufer des Butzer Sees, zu dem es vom Habermannsee aus nicht allzu weit ist, lagen Camper umgeben von halbvollen und leeren Flaschen sowie Essensresten schlafend neben ihrem Zelt, anderenorts am Habermannsee hatten Jugendliche leichtsinnigerweise sogar – jegliche Waldbrandgefahr missachtend – ein Lagerfeuer gemacht, und das sollten nicht die einzigen Zeugen einer Picknick- und Feierkultur bleiben, die man nur noch mit so schmeichelhaften Attributen wie rücksichtslos und asozial bezeichnen kann. Das Ganze nennt sich „Landschaftsschutzgebiet Kaulsdorfer Seen“, und normalerweise ist das eine landschaftlich sehr reizvolle Gegend.Nachdem wir den Butzer See durch eine offene Graslandschaft (oder vielleicht war das auch schon Heu zu nennen) im Osten weiträumig umgangen hatten, kehrten wir noch einmal zum Habermannsee zurück, diesmal jedoch an eine Landzunge am Nordostufer, wo wir uns ein Weilchen lang niederließen. Auf dem Rückweg von dort kamen wir beinahe an den dritten der Kaulsdorfer Seen, den Elsensee, heran, aber der befindet sich in Privatbesitz und ist damit nicht zugänglich. Dafür begegneten uns zahlreiche Vögel, vor allem Stare und Nebelkrähen, sehr häufig war auch das Rufen eines Kuckucks zu hören, der gelegentlich sogar ein wenig von der für Kuckucks üblichen Melodie abwich, was uns bisher noch nie untergekommen ist.Wir hätten nun einfach die Runde zurück zur Bushaltestelle vollenden können, entschlossen uns aber stattdessen, den Weg über den Berliner Balkon zu nehmen, der uns zum Butzer See zurückführte. Dort bogen wir am Sportplatz Lassaner Straße ab und folgten schließlich an der Biesdorfer Höhe entlang der Wuhle bis zum S- und U-Bahnhof Wuhletal. Leider bot die Wuhle einen sehr traurigen Anblick, sie war ausgetrocknet und nur ein paar kleine Pfützen erinnerten noch daran, dass hier einmal ein Bach war. Und das ist nur ein Gesicht des Klimawandels. Ein anderes war auf der Uhr abzulesen: kaum halb zehn morgens und schon beinahe 30 °C. Vielleicht wird man künftig der hohen Temperaturen und der brennenden Sonne wegen nachts wandern müssen.

      • 29. Juni 2021

  9. RaMona, Gabriele und 55 anderen gefällt das.
    1. Silvia D.

      aufgezeichnet am Sonntag, 13. Juni 2021Start und Ziel: Hauptbahnhof NeustrelitzDer Text stammt von Faltenriese:Die Mecklenburgische Seenplatte ist das reinste Mekka für Wassersportler und Wanderer und noch dazu von Berlin aus größtenteils mit öffentlichen Verkehrsmitteln, wie der Bahn, relativ leicht erreichbar. Da ist die Stadt Neustrelitz keine Ausnahme, vielleicht auch gerade deshalb, weil sie nicht allzu groß und vom Müritz Nationalpark nicht allzu weit entfernt ist. Natürlich muss man für einen Tagesausflug von Berlin aus ein wenig früher aufstehen als sonst, aber es lohnt sich, zumal die Stadt mit ihren etwas mehr als 21.000 Einwohnern nicht allzu groß ist, was eine gute Balance zwischen Stadt, Land, Wald und Seen bietet.Am Morgen war der Himmel noch bedeckt, aber das weiche Licht ist zum Fotografieren in der Stadt manchmal gar nicht so schlecht, weil es einerseits von Gebäuden verursachten starken Schatten und andererseits Gegenlicht vermeidet, falls die Sonne hinter einem Gebäude steht, das man fotografieren möchte. Andererseits mag aber so manchem Bauwerk der richtige Glanz fehlen. Aber das war zunächst für uns kein Problem, da wir als erstes den kleinen Glambecker See umrunden wollten, der wie ein Dorfteich mitten in der Stadt liegt und rundherum ein schmaler Streifen Parklandschaft. Da der See in ost-westlicher Richtung etwas länger ist als in nord-südlicher, erscheint er vom Aussichtspunkt am Westufer aus gesehen etwas größer als vom Nordufer aus. An der Kurve zum Südufer verließen wir den Glambecker See und wandten uns dem Marktplatz zu, der vom See aus in nahezu gerader Strecke leicht zu erreichen ist. Die Eigenart dieses Platzes und der Innenstadt besteht darin, dass Neustrelitz nach einem Brand im Jahre 1712 als barocke Planstadt nach Plänen von Hofbaumeister Julius Löwe im Auftrag des Herzogs Adolf Friedrich III. neu angelegt wurde. Zunächst siedelten dort Hofstaat und Verwaltung. Nach dem Aufruf des Herzogs vom 20. Mai 1733 sollten sich dort auch Bürger ansiedeln. Dieser Aufruf gilt als Gründungsurkunde von Neustrelitz.Dass es sich um eine Planstadt und nicht um eine natürlich gewachsene Stadt handelt, beweist die eigenartige Form des Platzes. Er ist quadratisch und seine Ecken weisen in die Haupthimmelsrichtungen. Von dort, sowie von der Mitte jeder Seite, führt eine Straße weg, sodass 8 Straßen sternförmig vom Marktplatz abgehen. In der Mitte des sehr großen Platzes befindet sich das mit Bäumen bepflanzte Rondell eines Kreisverkehrs mit einem Springbrunnen. Im Nordosten des Marktplatzes steht die Stadtkirche, im Südosten das Rathaus.Über die südwestlich vom Marktplatz wegführende Straße, die Schlossstraße, kamen wir dann am Carolinenpalais vorbei zur Orangerie im Schlossgarten. Der ist alles, was vom einstigen Schloss nach der Zerstörung im Zweiten Weltkrieg und der Beseitigung der Trümmer danach übrigblieb. Unmittelbar hinter dem Schlossgarten liegt der Stadthafen Neustrelitz, der mit einer längeren Mole in den Zierker See hineinragt. Im 19. Jahrhundert diente er dem Getreide-, Holz- und Baustoffhandel, heute ist er ein Rastplatz für Wasserwanderer und den Tourismus allgemein, mit reichlich Gastronomie, die allmählich wieder zum Leben erwacht. Es ist nicht schwer, sich vorzustellen, was im Sommer hier los ist. An diesem Morgen wehte unter dem grauen bewölkten Himmel eine kräftige Brise, die ahnen ließ, dass es selbst auf einem Binnensee hoch hergehen kann. Auf der Müritz hatten wir früher schon erlebt, welche Mühe der Schiffer mit dem Anlegen bei starkem Wind haben kann. Boote haben wir an diesem Morgen jedenfalls nicht auf dem See gesehen, den wir nach der Besichtigung des Hafens umrundeten. Was mich wunderte, war ein Bahngleis, das mitten durch das Hafengelände verläuft. Das ist die Hafenbahn, die Neustrelitz in einem weiten Bogen südlich umfährt, am Bahnhof endet und gegenwärtig vom Verein Hafenbahn Neustrelitz e.V. betreut wird.Noch einmal ging es nun durch den Schlossgarten zum Landestheater Neustrelitz, immerhin eine kulturelle Errungenschaft für so eine kleine Stadt, die man wenigstens gesehen haben sollte, und dann führte der Weg wieder zum Zierker See hin, an dem das herzögliche Wäschespülhaus steht. Äußerlich sieht es aus wie ein chinesisches Teehaus, aber der Name gibt Auskunft über seine frühere Funktion. Heute ist es ein Café. Hier beginnt der Rundweg um den Zierker See, der zunächst über die Weiße Brücke führt, eine Holzbrücke, die recht hoch am Seeufer aufragt und ein kleines Hafenbecken überspannt. Von dort hat man einen schönen Blick über den Zierker See. Weiter zum Südufer hin entfernt sich der Weg ein Stück vom See und führt am Slawendorf vorbei, einem kleinen Erlebnismuseum, in dem das frühere Leben am Ort mit seinen alten Handwerken Töpfern, Weben und Schmieden gezeigt und vorgeführt werden. Es heißt Slawendorf, weil es die Slawen waren, die diese Gegend Mecklenburg-Vorpommerns im frühen Mittelalter besiedelten. Von hier an verläuft der Weg ein ganzes Stück neben der Hafenbahn her zur Schlosskoppel, einem einstigen Park, der mittlerweile zum Wald geworden ist.Nach Überquerung des Gleises der Hafenbahn kamen wir zur Kuhbrücke, die den Kammerkanal überspannt, den schiffbaren Ausgang am Südende des Zierker Sees. Auf der anderen Seite der Brücke steht ein Gedenkstein für den letzten Herzog Adolf Friedrich VI. zu Mecklenburg-Strelitz. In Prälank Kalkofen fanden wir das hübsche Landhotel und Cafè Prälank, in das wir einkehrten, um uns zu stärken. Dieses hat auch eine eigene Anlegestelle am Wittpohl, einem stillen kleinen See, der mit dem Zierker See verbunden ist. Der weite Bogen vom Westufer des Zierker Sees weg führte nun nach Prälank, das mittlerweile auch zu Neustrelitz gehört und westlich des Großen Prälanksees liegt. Gemessen am Zierker See ist er natürlich recht klein, hat aber an seinem Südufer eine schöne Badestelle, wo sich bereits einige Badelustige im See erfrischten. Es mag ja recht romantisch sein, in so abgelegenen Orten wie Prälank zu weilen, aber ohne Auto kann man dort wohl nicht leben, und so sahen wir in Prälank keine Menschen, dafür aber ein paar Autos gelangweilt am Straßenrand stehen.Immerhin hatte sich – beinahe unbemerkt – inzwischen die Sonne aus den Wolken gekämpft und das ist inmitten großer Wiesen und Felder, wie sie am Nordufer des Zierker Sees zu finden sind, die reine Freude, denn hier gibt es derzeit nicht nur reichlich Mohn- und Kornblumen, sondern auch alle möglichen Arten von Libellen; ein Festschmaus für die Kamera! Mit Zierke am Nordostufer des Zierker Sees hatten wir dann das eigentliche Stadtzentrum von Neustrelitz beinahe wieder erreicht, waren aber noch weit genug davon entfernt, um von dort die schöne Aussicht auf die Stadt zu genießen.Zurück am Hafen gönnten wir uns noch einen schönen Eisbecher und einen Kaffee im Hafencafé im Speicher, statteten dem Marktplatz noch einen kleinen Besuch ab, der nun im schönsten Sonnenschein lag, besahen noch ein paar schöne und einige renovierungsbedürftige Häuser in der Stadt und begaben uns dann zum Bahnhof. Da zwischen Neustrelitz und Fürstenberg eine Woche lang Schienenersatzverkehr besteht, weil eine Brücke erneuert werden muss, mussten wir diesen Teil der Heimreise mit einem Bus zurücklegen. Aber das war kein Problem. Wir haben einen schönen Tag in einer sehr abwechslungsreichen Landschaft erlebt. Es war fast alles da, was das Herz eines Wanderers begehren kann: Stadt, Land, Wald, Wiesen, Wasser, Gastronomie…, nur Berge gab es nicht, auf die haben wir angesichts der im Tagesverlauf stark ansteigenden Temperaturen gern verzichtet.

      • 18. Juni 2021

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