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Burkhard
 

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Über Burkhard

Ich mag es, draußen in der Natur zu sein. Am liebsten wandernd mit meiner Hündin Fosca. Und immer ist irgendeine Kamera dabei. Somit habe ich drei meiner Leidenschaften synchronisiert. Und glücklicherweise kann ich ihnen recht häufig nachgehen.
Im Frühjahr 2020 habe ich angefangen, meine Wanderungen (und Fahrradtouren) hier auf Komoot zu dokumentieren. Ich mag die Plattform grundsätzlich und nehme die gute Routenplanung, die Möglichkeit der Dokumentation und natürlich die Chance wahr, unterschiedliche Anregungen zu erhalten. Gerne nutze ich die Kommentarfunktion, weil ich darüber in die mir wichtige soziale Sphäre gelange. Dabei finde ich Witz, buddhistische Gelassenheit, Wortspiele und ja, auch Kalauer bereichernd. Kurz gesagt: ich möchte mich freuen, und nicht ärgern.
Ich benutze alles zum fotografieren, was sich dafür eignet, vom iPhone bis zum Vollformat. Grundsätzlich ist aber das Auge bedeutsamer als das Equipment. Die beste Kamera ist bekanntlich die, die man dabei hat. Und sei es nur das Handy.....
Die hier dokumentierten Wanderungen und mehr finden Sie auch auf unbewandert.de.

Wer mit mir direkt Kontakt aufnehmen möchte, kann das über: tiltshift@outlook.com gerne tun.
Alle Fotos ©Burkhard. Alle Rechte vorbehalten. Kontaktieren Sie mich, wenn Sie mehr wollen, als sich die Bilder anzuschauen. All photos ©Burkhard. All rights reserved. Contact me for use other than viewing on this site.

Distanz

521 km

Zeit in Bewegung

85:56 Std

Letzte Aktivitäten
  1. Burkhard und Dolle waren wandern.

    vor 23 Stunden

    00:38
    2,70 km
    4,3 km/h
    0 m
    0 m
    1. Burkhard

      Um 6:20 Uhr waren Dolle und ich auf dem Beobachtungsturm – um niemanden anzutreffen. Sehr kommod das ganze, wir hatten freie Platzwahl und nutzten das auch schamlos aus. Es war noch eine Stunde Zeit bis zum Sonnenaufgang. Und bevor das große Fliegen losging, konnten wir uns an einer stimmungsvollen Dämmerung und ganz besonders an dem unfassbaren Konzert der erwachenden Vögel, es waren tausende, erfreuen. Ersteres war fotografierbar, letzteres nicht. Eigentlich schade, aber wer die Chance hat, hier mal morgens zwei Stunden zu verbringen, sollte das unbedingt tun. Das Tister Bauernmoor in der Nähe der Orte Tiste und Sittensen ist einer der bedeutendsten Kranichplätze in Norddeutschland. Im Oktober und November rasten in dem Moor mehrere tausend Kraniche, bevor sie in ihre Winterquartiere weiterfliegen. Der offizielle Tister Weltrekord liegt bei fast 21.000 Kranichen, die hier am 27.10.2014 gezählt wurden.
      Und, was sollen wir sagen: es war ein gutes Omen, dass wir auf den Tag genau 6 Jahre später auf dem Turm waren. Den Turm zur Vogelbeobachtung erreicht man vom Parkplatz ausgehend übrigens in ca. 20 Minuten. Alle weiteren Informationen stehen auf der sehr schönen Seite tister-bauernmoor.de/startseite.html

      • vor 22 Stunden

  2. Burkhard und Vissel waren wandern.

    vor 6 Tagen

    02:24
    10,9 km
    4,6 km/h
    50 m
    60 m
    ennasuS, R 🐺 & G 🚶‍♀️on Tour und 55 anderen gefällt das.
    1. Burkhard

      Endlich durften wir uns auf die Suche nach dem Gold in Syke machen, keine Bauarbeiter sollten uns des Weges verweisen und kein Neubruchhausen sollte mit Grün das verweigerte Gold kompensieren (komoot.de/tour/266661813?ref=wtd).
      Es geht um den legendäre Gesseler Goldfund, ein 1,7 Kilogramm schwerer Goldschatz, der hier, zwischen Syke und Gessel rund 3.300 Jahre ungestört im Erdboden ruhte. Erst beim Bau der nordeuropäischen Erdgasleitung NEL ist er im April 2011 gefunden worden. Das Geheimnis dieser 117 Goldteile ist noch nicht gelöst. Wer hat sie vergraben? Und aus welchem Grund? Und woher stammt das Gold, das zu Schmuckstücken und Spiralen verarbeitet worden ist? Ein erster Hinweis überrascht uns am Hauptbahnhof Syke, dort finden wir im Untergang ein Grafito, das auf das Gold verweist. Weiter geht es zum Turm auf dem Hohen Berg Gessel (komoot.de/tour/248527495?ref=wtd). Am Fuße des Turms ist eine Erinnerung an den Fund eingerichtet worden, ein Stück Rohr, Durchmesser 1,42 Meter, wie es beim Bau der Erdgasleitung verwendet wurde. Völlig überraschend stoßen wir hier auf einen ganzen Haufen Goldpenunzen, wer hätte das erwartet? Da wir immer noch unersättlich sind, begeben wir uns unter unserer neuen Last in Richtung Kreismuseum Syke.
      Dort wird die Geschichte um den Goldschatz verdichtet. Auf dem Museumsgelände ist mit einem architektonisch spannenden Anbau das sogenannte Syker Goldhort-Museum erbaut worden, das Anfang Oktober erstmals geöffnet wurde. Der Goldhort-Bau ist architektonisch reduziert und deshalb erscheint er sehr gelungen, er gibt dem Goldschatz etwas fast sakrales. Hier werden neben dem Goldhort auch Forschungsergebnisse präsentiert, die historische Dimension des Fundes und seine Bezüge zur Gegenwart aufgezeigt, sowie ein Mitmachlabor angeboten.
      Der Goldhort-Schatz blieb übrigens beim Bau der Pipeline nicht alleine, es wurden über 200 weitere Funde ans Tageslicht befördert. In Düste wurden römische Glasperlen entdeckt, in Bassum fand man einen St.-Martins-Golddukaten des Bischofs Rudolf von Diepholz aus dem Jahre 1430, und in Heiligenloh wurden Urnen entdeckt
      Die hier dokumentierte Wanderung ist in weiten Teilen eine Vorwegnahme des Goldschatzweges, den die Gemeinde Syke zukünftig als Wanderweg kennzeichnen wird. Der Verlauf, der Anfang und Ende am Kreismuseum hat, ist derzeit wegen einer Brückenrestauration an der Hache nicht begehbar, deshalb haben wir den Weg ab Hauptbahnhof Syke geplant. Diese Version ist wegen des notwendigen Nutzung einen Wegeteils an der B6 nicht wirklich empfehlenswert. Aber spätestens im neuen Jahr sollte der eigentliche Goldschatzweg zur Verfügung stehen.

      • vor 6 Tagen

  3. Burkhard war wandern.

    15. Oktober 2020

    01:39
    6,10 km
    3,7 km/h
    10 m
    10 m
    Kathleen, Bernd und Joël Wille und 57 anderen gefällt das.
    1. Burkhard

      Die 12. Zugvogeltage laufen an bestimmten Spots an der Nordseeküste. Grund genug, dem schönen Nordseebad Fedderwardersiel einen Besuch abzustatten. Die meisten Veranstaltungen der Zugvogeltage fallen wegen C19 aus, oder werden in alternativer Form angeboten. Scheinbar haben die Zugvögel davon Wind bekommen und machen sich rar. Während in den letzten zwei Tagen über mein Haus in Bremen Scharen von Kranichen gen Süden zogen und auch nächtens mit ihren lauten Trompetenrufen gut zu vernehmen waren, war es an der Küste merkwürdig ruhig. Formationen bekamen wir keine zu Gesicht, wohl aber einzelne Exemplare von beispielsweise Großen Brachvögeln, Rotschenkeln und Wiesenpipern. Prompte Entschädigung boten aber die grandiosen Wolkenspiele und die nicht minder beeindruckenden Lichtverhältnisse.Die großen Ladekräne und die Kreuzfahrtschiffe im Hintergrund sind in Bremerhaven. Die Schornsteine im Hintergrund des Langwarder Grodens sind in Wilhelmshaven. Und der fantastische Fischstand auf dem letzten Bild ist in Fedderwardersiel (außerhalb des kleinen Hafens!!!), er schließt um 18:30 Uhr, wir haben aber gerade noch was bekommen.....

      • 15. Oktober 2020

  4. So, nun aber los und 2 andere waren wandern.

    11. Oktober 2020

    01:31
    7,26 km
    4,8 km/h
    50 m
    50 m
    1. So, nun aber los

      Heute mal kein Lauf am Sonntagmorgen. Dafür hatte ich gemeinsam mit Micha das Vergnügen, Burkhard kennenlernen und ihm das Schönebecker Auetal zeigen zu dürfen. Vom Wanderparkplatz am Nachtigallweg verlief die Runde zunächst am Herrenhaus Leuchtenburg vorbei in den Thüringer Weg, bevor uns unser Weg zum Schloss Schönebeck führte. Wir folgten sodann der Schönebecker Aue, allerdings mit Hindernissen - ein Weg war gesperrt und wir mussten ein wenig improvisieren.Ein gelungener Ausflug - und gelacht haben wir zwischendurch natürlich auch immer mal wieder. Beim Soundtrack habt ihr heute die Wahl.
      Entweder ein Wanderlied oder Wortspielhölle extrem:

      • 11. Oktober 2020

  5. Burkhard und 2 andere waren wandern.

    11. Oktober 2020

    02:10
    8,72 km
    4,0 km/h
    50 m
    50 m
    1. Burkhard

      Heute morgen hatte ich die große Freude, Constantin und Micha persönlich auf einer Wanderung im schönen Bremen-Nord kennenzulernen. Constantins Ausführungen ist nichts hinzuzufügen, außer die Fujifilm-Version der Wanderung...

      • 11. Oktober 2020

  6. Burkhard und Vissel waren wandern.

    7. Oktober 2020

    02:42
    10,9 km
    4,1 km/h
    50 m
    50 m
    Vissel, Angie P und 57 anderen gefällt das.
    1. Burkhard

      Heute sollte es mal wieder ein Ausflug in die Trichterbecherkultur und ihre Megalithgräber werden. Trichterbecher klingt irgendwie komisch, ein wenig wie „to go“. Ist aber natürlich ganz was anderes. Die Menschen der Trichterbecherkultur lebten in der letzten Phase der Steinzeit (vor ungefähr 5.000 Jahren), der sogenannten Jungsteinzeit – und der Name leitet sich schlicht von der Form der Keramikgefäße ab: Sie zeichnen sich durch ein bauchiges Unterteil mit trichterförmigem Hals aus. So wenig die Wissenschaft bislang über die Siedlungsplätze, den Alltag und das Aussehen der damaligen Menschen zu Tage gefördert hat, umso mehr wissen wir von ihren unzähligen Toten. Diese wurden in Hügelgräbern und in Megalithgräbern bestattet.
      Es gibt in Nordwesten Deutschlands eine Straße der Megalithkultur, die uns die Lebenswelten dieser vergangenen Kultur nahe bringt.
      Die Tour führte uns zu insgesamt fünf Megalithstationen, an der Spitze die äußerst beeindruckende Visbeker Braut, dann die Großen Steine Thölstedt (die nicht annähernd so groß sind, wie der Name vorgibt), die Schmeersteine, die Mühlensteine und schließlich die Steinloger Kellersteine. Diese Gräber sind in den Highlights beschrieben.Der Besuch dieser Steinriesen ist äußerst beeindruckend und setzt durchaus Phantasien über deren weitere Bedeutung in Gang. Die Exposition der Visbeker Braut z.B. ist so gestaltet, dass die Achse der Steinreihung die Fortsetzung der Sonnenausrichtung in der Mittsommernacht ist. Andere sprechen davon, dass dieses Grab auch der Mondbeobachtung der damaligen Menschen diente.Wenn die Steinriesen beeindruckend sind, ist ein anderer Ort, auf den wir unvorbereitet trafen, sehr bedrückend. In unmittelbarer Nähe der Schmeersteine sind nach Kriegsende am 12. Mai 1945 sechs Kinder und Jugendliche zu Tode gekommen, als sie mit einer zurückgelassenen deutschen Panzerfaust hantierten. Ein Unglück, das damals kein Mensch wahrhaben wollte. Kinder verloren ihr Leben, weil sie mit einer Hinterlassenschaft des Krieges spielten. Ein dort angebrachter Text bestätigt den seinerzeitigen Verdrängungsmechanismus, weil er offen lässt, was genau da passierte. Deutsche Truppen hatten beim Rückzug unzählige Minen verlegt, durch die z.B in der Samtgemeinde Harpstedt neun Erwachsene und fünf Kinder zu Tode gekommen seien. Wie viele es im gesamten Landkreis waren, ist nicht bekannt (Kreiszeitung vom 23.07.2017). Der Zeitungsbericht erschien anlässlich eines Gedenkens von lokalen Politikern, die sich dafür einsetzen, dass das Verbot der Herstellung, Einsatz und die Verbreitung von Anti-Personen-Minen auch tatsächlich weltweit umgesetzt wird.

      • 8. Oktober 2020

  7. Burkhard war wandern.

    5. Oktober 2020

    1. Burkhard

      Klausur im Worpsweder Diedrichshof, es ist Zeit fürs Mittagessen, das wegen COVID-19 in zwei Schichten stattfinden muss. Mir ist es lieber, in der zweiten Gruppe zu essen (ich weiß dann, wie die erste Gruppe das Essen bewertet….) und gehe erst einmal mit meinem iPhone auf Fototour.
      Der Diedrichshof und der Hoetger-Garten waren mir unbekannt. Und da mir Hoetgers Werk gut gefällt, v.a. die Neugestaltung der Bremer Böttcherstrasse, eine Aufgabe, mit der er vom Bremer Kaffeekaufmann Roselius (Kaffee HAG) betraut wurde, und der hiesige Garten nicht immer frei begehbar ist, nutze ich meine Chance. Der Garten wurde vor 15 Jahren komplett restauriert und ist ein Musterbeispiel für ein strenges und reduziertes Formenspiel. Der Spaten und die Quitte lockern auf. Ansonsten: Alles Grün und sehr gezirkelt, das muss genügend. Tut es auch, es ist ein Hort der Ruhe und der Ausgeglichenheit! Und Buddha lacht….

      • 5. Oktober 2020

  8. Burkhard und Vissel waren wandern.

    30. September 2020

    01:33
    6,06 km
    3,9 km/h
    30 m
    30 m
    ingeborg doerfel, Tanja und 54 anderen gefällt das.
    1. Burkhard

      Die heutige Wanderung begann mit einem „Eigentlich“ und einer Unmöglichkeit. Eigentlich wollten wir in der Stadtgemeinde Syke Gold suchen (ja, das ist möglich, wird dann aber in einer späteren Wanderung nachgeholt), mussten aber nach 265 Metern wegen einer nicht passierbaren Baustelle aufgeben. „Da könnt ihr nicht durchgehen, sonst liegt ihr da nachher mit gebrochenen Knochen“, so der beeindruckende Kommentar der Bauarbeiter.
      Ok, wir haben dann die Reset Taste gedrückt und kurzentschlossen den Weg nach Neubruchhausen gesucht. Neubruchhausen liegt im Kreis Diepholz, das Dorf hat ungefähr 1.200 Einwohner, und tatsächlich eine Reihe sehenswerter Dinge zu bieten.
      Diese Sehenswürdigkeiten sind weitergehend in den Highlights gelistet, bemerkenswert ist besonders das einzigartige Scheunenviertel und die alte Wassermühle mit einer modernen Gastronomie.
      Unsere Wanderung geht einmal um Neubruchhausen. Das Wetter spielte nicht mit, so dass das Licht heute höchstens das Prädikat „naturtrüb“ verdiente. Der Weg ist nicht wirklich spektakulär, aber ausgesprochen abwechslungsreich und kurzweilig. Nur wenig Mais stört, und zumeist wechseln sich Feld und Wald ab. Hinzu kommt, dass die Runde sich ausgesprochen wenig norddeutsch gibt. Obgleich wir es weiß Gott nicht mit Bergen zu tun haben, ruft die Welligkeit der Strecke aber fast schon Anklänge von leichtem Hügelland hervor.

      • 30. September 2020

  9. Burkhard war wandern.

    26. September 2020

    01:23
    5,33 km
    3,8 km/h
    30 m
    20 m
    Dirk, Anne und 52 anderen gefällt das.
    1. Burkhard

      Jetzt ist doch schon richtig Herbst, und man weiß nie so genau, ob man die Sonne auch zu Gesicht bekommt. Heute kam sie erst gegen Ende der kleinen Wanderung. Aber es passte mit dem trüben Licht und der trotzdem am Ende gelingenden Aufhellung. Es passte eben einfach gut zu Dötlingen. Warum es passte, versuche ich im weiteren Text etwas aufzuhellen (!)…… Ich starte, umgekehrt zur Wanderung, allerdings mit dem Licht und gehe dann in den Schattenbereich über.Die Gemeinde und das Dorf Dötlingen liegen im Gebiet des Naturparkes Wildeshauser Geest. Das Dorf hat 1.500 Einwohner - und ist ein faszinierender Ort, was vor uns schon viele Generationen so gesehen haben müssen. Aber es ist auch ein vielschichtiger Ort, der zu mehr Nachdenken und Auseinandersetzung anregt, als seine idyllische Oberfläche vermuten lässt.Aber der Reihe nach. Zuerst ist da die Oberfläche, und sie ist schön, romantisch, idyllisch und fordert geradezu zum Genießen und Erleben auf. Da ist die Hunte, die die Gemeinde durchfließt. Auf dem sogenannten Huntepadd kann man den ursprünglichen Charakter dieser grandiosen Flusslandschaft komprimiert erleben. Es lohnt sich fast überall dem Verlauf der Hunte bis nach Oldenburg wandernd zu folgen, doch hier ist die Wirkung wohl unübertrefflich. In und um Dötlingen befinden sich mehrere sehenswerte Großsteingräber der Megalithkultur. Im Ortskern liegt das sogenannte Dötlinger Steingrab, auch „Steingrab am Schießstand“ genannt. Ein weiteres Großsteingrab mit Namen Egypten befindet sich in nordwestlicher Richtung rund drei Kilometer entfernt. Höchst beeindruckend ist vor allem die nahe Glaner Braut, die zwar auf Wildeshauser Gebiet liegt, aber zu Fuß auf besagtem Huntepadd leicht erreichbar ist.Dann war und ist Dötlingen ein klassischer norddeutscher Künstlerort. Schon im frühen 20. Jahrhunderts war es als Künstlerkolonie der Landschaftsmaler bekannt und neben Worpswede und Dangast einer der drei bekannten Künstlerorte in der Nähe von Bremen (wobei man Fischerhude bitte nicht vergessen sollte). Zum Ruf Dötlingens trugen besonders Maler und Zeichner wie Bernhard Müller vom Siel, Otto Pankok und August Kaufhold bei. 1925 baute Kaufhold den noch heute in seiner ursprünglichen Gestalt bestehenden Lopshof, ihn passiert man bei der Huntepadd Wanderung ebenfalls. Der Lopshof wurde räumlich so angelegt, dass er dem Künstler nicht nur als Wohnung und Atelier, sondern gleichzeitig als Pension dienen konnte. Heute befindet sich im Lopshof eine soziale Einrichtung und ein Restaurant.
      Auch heute noch leben und arbeiten Kunsthandwerker und Künstler in Dötlingen. Hohe Bedeutung am Erhalt des kulturellen Erbes hat die Dötlingen Stiftung, die hilft, wichtige Gebäude des Dorfes, wie z.B. das historische Heuerhaus im Ortskern zu erhalten.
      Wo viel Licht ist, ist auch Schatten. Im Falle Dötlingens ist es die Zeit des Nationalsozialismus und der spätere zumindest zögerliche Umgang mit seiner Aufarbeitung. Die Nazis ernannten Dötlingen 1936 zum sogenannten Reichsmusterdorf, das einzige im Deutschen Reich. Diese Herausstellung wird die Durchdringung mit völkischem und antisemitischen Gedankengut wohl stark unterstützt haben. Dötlingen wurde zum viel besuchten Ziel in- und ausländischer Delegationen.
      Ein großer Findling wurde von den Nazis auf den Gierenberg geschleppt, mit dem Hakenkreuz versehen und in den Mittelpunkt nationalsozialistischer Legendenbildung gerückt. Nach dem Ende des Naziregimes wurde der Stein schlicht umgekippt und später mit einer Beschilderung versehen: „Der große eiszeitliche Geschiebeblock, er stammt aus der Umgebung des Dorfes, fand, aufgerichtet, von 1933 bis 1945 als Denkmal Verwendung.“ Angesichts der historischen Singularität des Naziterrors eine seltsam verschwurbelte und eher zudeckende Beschreibung.
      Der Spiegel Autor Cordt Schnibben hat 2014 in einem viel beachteten Artikel an das Schicksal des Bauern Willi Rogge erinnert, der im April 1945, zwei Tage vor dem Eintreffen britischer Truppen, durch Angehörige der faschistischen Organisation Werwolf (zu denen auch Schnibbens Vater gehörte) ermordet wurde. Die Mörder legten ein Schild auf seinen Rücken: "Wer sein Volk verrät, stirbt!" Der Bauer hatte sich zu sehr darauf gefreut, von Engländern befreit zu werden. 2009 wurde in Dötlingen neben der Kirche ein Mahnmal eingeweiht. Auf der Granitstele, die heute von herabhängenden Ästen fast verdeckt wird, steht: „Den Opfern der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft 1933–1945 zum Gedenken“. Zu diesen Opfern zählte auch Willi Rogge, auf den allerdings nichts hinweist…höchstens indirekt das Wort „Mord“ im Stahlteil des Mahnmals.

      • 26. September 2020

  10. Burkhard war wandern.

    23. September 2020

    Regina Alanja, Vita K. und 56 anderen gefällt das.
    1. Burkhard

      Am frühen Morgen habe ich meinen ersten diesjährigen Ausflug ins Breddorfer Moor gemacht, um zu erkunden, ob schon Kraniche in wesentlicher Anzahl unterwegs sind, und ob dieser scheußliche Mais schon geerntet wurde. Beides bedingt sich in gewisser Weise, da die Abfälle und Reste der abgeernteten Maisfelder das Kraftfutter für die Kraniche hergeben. Wohlgenährt können sie dann den nächsten Abschnitt in Richtung Süden in Angriff nehmen. Das Ergebnis: der Mais steht noch weitgehend, entsprechend versprengt sind die Kranichgruppen. Also müssen wir uns noch 3-4 Wochen genügen, dann ist hier die Saison in vollem Gange...

      • 23. September 2020

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